DD141279B1 - Sonderfraesmaschine fuer formkanal-grundsohlen in brikettstrangpressen - Google Patents
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Description
a) Titel der Erfindung;
Sonderfrästaaschine für Formkanal-Grundsohlen in Brikettstrangpressen
b) Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Sondermaschine zum Fräsen der Grundsohlen in Formkanälen von Brikettstrangpressen, insbesondere zur Anwendung in Betrieben großer Brikettierkapazität·
Infolge eines kontinuierlichen und bisher noch unvermeidlichen Verschleißes des Formkanals müssen die Kontaktflächen für die Formzeugbauteile mittels Auftragsschweißung aufgetragen v/erden· Dabei gehen die Bestrebungen dahin, bei der AuftragsSchweifung höhere Werkstoffhärten zu erzielen, um die verschleißbedingten Schäden im Formkanal zu reduzieren·
Allerdings sind einer optimalen spanenden Bearbeitung derzeitig noch vor allem durch die Grundsohlen Grenzen gesetzt·
с) Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Alle verfahrenstechnischen und konstruktiven Lösungen werden in ihren geometrischen Abmessungen durch den vorgegebenen geometrischen Querschnitt eines Formkanals von vornherein eingegrenzt· Aus dieser Gegebenheit.resultieren im wesentlichen die nachfolgend beschriebenen Mängel und Kompromisse an den bekannt gewordenen Einrichtungen und Maschinen·
Es sind bereits Fräseinrichtungen vorgeschlagen worden, bei denen außerhalb des Formkanals am
ЗО Fräsmaschinenbett elektrische und hydraulische Hauptantriebe angeordnet sind und die Antriebsübertragung zum Frässupport über eine Zugspindel und von dieser vorzugsweise mittels Kegelräder auf eine zentrisch angeordnete Fräswelle erfolgt· Bekannt geworden ist bereits auch eine Schleifeinrichtung mit einem elektrischen Hauptantriebsmotor, der die Schleifspindel mit der Segment topf scheibe über einen Riemenantrieb antreibt. Der Schleifsupport ist dabei als manuell verschiebbarer
4-0 Schleifwagen ausgebildet·
Infolge langer Getriebeketten mit unvorteilhaften Masehinenelementen fehlt diesen genannten Einrichtungen die erforderliche Steifigkeit für den Hauptantrieb. Mit diesen vorgegebenen Bauelementen ist es auch nicht möglich, den Fonakanalquerschnitt maximal auszunutzen. Hieraus resultieren geringe Spanungsleistungen, ein hoher Werkzeug verbrauch und Bauelementenverschleiß· an den Einrichtungen. Zugleich sind der Bearbeitung höherfester Werkstoffe Grenzen gesetzt» Die Qualität der gefrästen Oberflächen ist gleichfalls unzureichend*
Die genannten Nachteile und Mängel können auch durch das Schleifverfahren nicht beseitigt werden· Beim Schleifen treten gegenüber den Verfahren mit Regelschneiden höhere spezifische Schnittkräfte auf· Für einen gleichen vorgegebenen geometrischen Наша zur Einordnung der Mechanismen kann das Schleifverfahren dadurch in keinem Fall die zeitliche Spanungsleistung der Verfahren mit Regel schneiden erreichen·
Die bereits vorgeschlagenen Einrichtungen und Vorrichtungen zum Fräsen von Formkanalflächen weisen unterschiedliche Lösungen für den Hauptantrieb aus· Bei der ersteren wird eine universale Einrichtung zum Fräsen verschiedener Flächen eines Formkanals vorgeschlagen. Dabei können nur sehr geringe Spanungsleistungen erzielt werden, obwohl der Hauptantrieb mit einem nachfolgenden Getriebe direkt auf dem Support angeordnet wurde· Um Nachteile, die beim nittigen Fräsen mit Messerköpfen für die gesamte Fräsbreite auftreten, zu beseitigen, wurde noch ein zusätzlicher Quersupport angeordnet. Der Spanungsvorgang an sich wird dadurch zwar verbessert, aber infolge der Reduzierung des geometrischen Raumes durch die größtmögliche Bemessung des Antriebes bei unsymmetrischer Anordnung wird zugleich die Spanungsleistung vermindert· Derartige Universalmaschinen können in Betriebsanlagen mit nur wenigen Brikettpressen noch vorteilhaft zum Einsatz kommen, für Instandsetzungsarbeiten in Großanlagen sind sie jedoch ungeeignet·
Schließlich ist eine weitere Vorrichtung zum Fräsen von Keilbettflächen eines Formkanales bekannt geworden, die gleichfalls einen außenliegenden Hauptantrieb mit Zuführung der Hauptschnittbewegung zum Support über eine Zugspindel aufweist.
— Ц. —
Die Nachteile dieser Vorrichtung entsprechen denen der vorstehend genannten Einrichtungen·
d) Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, eine Sondermaschine zum Fräsen der Grundsohlen, auch solcher mit höherer Werkstoffestigkeit, in Formkanälen von Brikettsürangpressen zu schaffen, bei der der zur Verfügung stehende Formkanalquerschnitt optimal zur Bemessung der antriebstechnischen Elemente genutzt wird und die Bearbeitung der Grundsohlenfläche з"е Supportdurchgang in seiner gesamten Breite erfolgen kann, womit zugleich eine höhere spezifische Spanungsleistung, bezogen auf den Formkanalquerschnitt, bei guter Qualität der gefrästen Oberfläche und eine Senkung des Werkzeugverschleißes gewährleistet v/ird.
e) Darlegung <*es Wesens der Erfindung;
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile und Mängel der bereits bekannt gewordenen Einrichtungen und Vorrichtungen, insbesondere auch beim Einsatz in Großanlagen, zu vermeiden·
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, indem innerhalb eines Fräsmaschinenbettes ein Frässupport mit einem stirnseitig symmetrisch angeflanschtem Elektromotor für die Realisierung der Hauptschnittbewegung angeordnet ist· Der Wellenzapfen des Elektromotors verbindet mittels einer Wellenkupplung eine zweifach gelagerte Hauptantriebswelle mit einem Doppelstimrad. Von diesem erfolgt eine Verzweigung des Antriebes auf zwei jeweils in Längsrichtung des Frässupportes
versetzt ZiO? Symmetrieachse angeordneten Schneckenwellen· Diese Schneckenwellen mit je einem Stirnrad sind unterhalb der Hauptantriebswelle in einer Teilfläche des Frässupportes radial und axial geIagert. Ihnen sind getriebetechnisch Schneckenräder zugeordnet, deren Achsen als Frässpindeln ausgebildet sind. Die Frässpindeln werden bezogen auf die Fräsfläche erfindungsgemäß diagonal angeordnet, womit den geometrischen Platzverhältnissen zur Unterbringung der Getriebeelemente und den Flugkreisen der MesserkopfmeiBel entsprochen wird·
Unterhalb der Schneckenwellen befinden sich gehäuseseitig die erforderlichen Schmierölwannen.
Die Befestigung der Messerköpfe erfolgt in bekannter Weise mittels Zentrierzapfen, Mitnehmern und ZyIinderschrauben·
Die Anordnung und Auslegung des Vorschubantriebes ergibt sich zwangsläufig aus bereits bekannten technischen Lösungen hierfür. Oberhalb des Hauptantriebes ist die Vorschubspindel durch den Support geführt und beidseitig an den Stirnseiten des Fräsmaschinenbettes gelagert·
Das Justieren und Spannen des Fräsmaschinenbettes erfolgt an den Stirnseiten der Presse außerhalb des Formkanals mittels Zubehörteilen, die in Abhängigkeit von der Pres sen bauform, auszuwählen sind.
f ) Ausführungsbeispjel
Die Erfindung soll nachstehend in einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden· Die zugehörigen Zeichnungen zeigen in Fig. 1 die Sonderfräsmaschine in Arbeitsstellung Pig. 2 den Fräs support in Schnittdarstellung Fig. 3 das Getriebe schema des Hauptantriebes vom Frässupport
Die erfindungsgemäße Sonderdrehinaschine, bestehend aus dem Fräsmaschinenbett 2, einem eingemitteten doppelspindligen Frässupport 3 шіѣ Elektromotor 4 und dem am Fräsmaschinenbett stirnseitig angeordnetem Vorschubantrieb 5 sowie den notwendigen Spanneinrichtungen, wird in den Formkanal 1 einer Brikettpresse gebracht, justiert und gespannt·
Die in Arbeitsstellung befindliche Sonderfräsmaschine wird nunmehr in Arbeitsbereitschaft versetzt, indem der Frässupport mittels eines stufenlos verstellbaren Getriebemotors über einen Schneckentrieb und eine Vorschubspindel in die Fräsausgangslage bewegt wird. In dieser Lage werden jeweils ein rechter und linker Messerkopf б mit hartmetailbestückten Meißeln an den Frässpindelköpfen mit geschliffenen Distanz-Halb scheibe η zur Spantiefenzustellung befestigt. Der Frässupport 3 ist aus einem dreiteiligen, kastenförmigen, steifen Gußgehäuse aufgebaut, welches in einem zweiteilig stirnseitig verbundenen Vier-V-Bahnenbett 2 eingemittet ist. Zur Verbesserung der Gleiteigenschaften und zur Verminderung des Verschleißes sind die Bettführungen gehärtet und geschliffen. Aus geometrisch-getriebetechnischen Gesichtspunkten ist ein symmetrisches einspindliges Frässystem mit
Schneckenantrieb und bei einer maximalen Antriebsbemessung für die gesamte Grundsohlenbreite nicht realisierbar. Um den getriebetechnischen Vorteil einer Dämpfung und Steife mittels Schneckenantrieb für den Liesserkopfantrieb zu verwirklichen, ist daher ein zweispindliges System erforderlich· Zusätzlich ergibt die zweispindlige Ausführung eine Reduzierung des Messerkopfdurchmessers um 1/3 gegenüber der einspindligen und damit eine weitere Stabilität des Spanungsvorganges·
Der Drehstrom-Kurzschlußläuferrnotor wird zur notwendigen Baulängenverkürzung des Prässupports mit einem speziell ausgebildeten Flansch symmetrisch sowie stirnseitig an diesem angeflanscht4 Die Drehbewegung wird mittels einer Wellenkupplung vom Motor zu einer zweifach wälzgelagerten Hauptantriebswelle 7 mit einem geradverzahnten Doppelstirnrad 8 übertragen* In der unteren Gehäuse-Teilebene.sind in bängsrichtung symmetrisch zur Hauptantriebswelle zwei Schneckenwellen 9 in wälzgelagerter Ausführung eingebettet; die auftretenden Axialkräfte werden durch Axialri11enkugellager aufgenommen« Auf den Schneckenwellen ist jeweils ein Stirnrad 10 angeordnet· Die getriebetechnische Verbindung von der Hauptantriebswelle zu den Schneckenwellen dient der Antriebsverzweigung·
Entsprechend der getriebetechnischen Anforderung liegen die Stirnräder und die Schneckenwellenverzahnung in gehärteter und geschliffener Ausführung vor·
Von den Schneckenwellen wird die Drehbewegung auf die senkrechten Prässpindeln 11 übertragen. Dabei befinden sich die Schneckenräder 12 unmittelbar oberhalb der doppelt angeordneten radialen
Rollenlager, woraus eine erhöhte Steife am Frässpindelkopf resultiert·
Infolge der Verzweigung des Antriebes ergeben sich für die Messerköpfe 6 unterschiedliche Drehrichtungen, Wegen deren diagonalen Anordnung schneidet jeweils nur ein Messerkopf an. Nach beendetem Formkanaldurchlauf beenden die Messerköpfe nacheinander den jeweils eingestellten Fräsdurchgang· Hieraus ist abzuleiten, daß der Vorschubantrieb hinsichtlich der Lagerung und dem Gewindemutter-Vorschubspindel-Spiel sowie dem Führungssystem des Frässupportes den baulichen Anforderungen einer Werkzeugmaschine äquivalent entsprechen muß· Die erzielbaren Spanungsdaten der erfindungsgemäßen Sonderfräsmaschine für Schnittgeschwindigkeit und Spanungsdicke je Fräsmeißel in Abhängigkeit des abzuspanenden Werkstoffes entsprechen den Spanungskennwerten für äquivalente Fräsvorgänge bei Konsolfräsmaschinen·
Claims (3)
1. Sonderfräsmaschine für Formkanal-Grrundsohlen in Brikettstrangpressen, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb eines Fräsmaschinenbettes (2) ein Fräs-Bupport (3) mit einem stirnseitig angeflanschten Hauptantriebsmotor (4) sowie zwei Frässpindeln (11), zu deren Antrieb jeweils ein Schneckenantrieb vorgesehen ist, angeordnet sind·
2. Sonderfräsmaschine nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß fluchtend zum Hauptantriebsmotor (4) ©ine Hauptantriebswelle (6) mit einem Doppelstirnrad (8) angeordnet ist, welches gesondert jeweils eine getriebetechnische Verbindung zu einem auf einer Schneckenwelle (9) befindlichen Stirnrad (10) realisiert, wobei die Schneckenwelle sich jeweils in Längsrichtung des Frässupportes versetzt zur Symmetrieachse in der unteren Gehäuseteilungsebene eingebettet befinden sowie dieser Sbene Schneckenräder (12) mit den SehneckenweIlen getriebetechnisch zugeordnet sind und die vertikalen Schneekenradachsen als Frässpindeln (11) ausgebildet sind·
(Hierzu
3 Blatt Zeichnungen)
Priority Applications (3)
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|---|---|---|---|
| DD21103879A DD141279B1 (de) | 1979-02-15 | 1979-02-15 | Sonderfraesmaschine fuer formkanal-grundsohlen in brikettstrangpressen |
| CS19380A CS233307B1 (cs) | 1979-02-15 | 1980-01-04 | Fréza pro formovací kanál základového dna v proudových briketovacích lisech |
| BG8046169A BG33321A1 (en) | 1979-02-15 | 1980-01-05 | Special milling cutter for moulding canal of base foundation in flow brickette press |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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|---|---|
| DD141279A1 DD141279A1 (de) | 1980-04-23 |
| DD141279B1 true DD141279B1 (de) | 1980-12-10 |
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- 1979-02-15 DD DD21103879A patent/DD141279B1/de unknown
-
1980
- 1980-01-04 CS CS19380A patent/CS233307B1/cs unknown
- 1980-01-05 BG BG8046169A patent/BG33321A1/xx unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BG33321A1 (en) | 1983-02-15 |
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