DD141420A1 - Verfahren zur herstellung massiver kuegelchen,insbesondere aus glas - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung massiver Kügelchen, insbesondere aus Glas, die vorzugsweise als Mahlkörper in schnellaufenden Rührwerkskugelmühlen zur Mahlung, Reibung, Dispergierung und Homogenisierung verschiedener Suspensionen Verwendung finden. Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens, mit dem Glaskügelchen unmittelbar aus einem Schmelzglasstrom wirkungsvoll und wirtschaftlich herzustellen sind, wobei während des Formvorganges die Glaskügelchen gehärtet werden sollen. Erfindungsgemäß wird ein Schmelzglasstrom zwei Walzen zugeführt, welche miteinander entgegengesetzt auf ihren Stirnflächen ablaufen und die in ihrem Außenumfang mit eingravierten Halbkugeln versehen sind, wobei auf dem Wege des Abwälzens der Schmelzglasstrom in die Eingravierungen gedrückt wird und so die Glaskügelchen entstehen, die anschließend in ein Abkühlbad geleitet werden.
Description
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Anwendungsgebiete der Erfindung * · .
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung massiver Kügelchen, insbesondere aus Glas, die vorzugsweise als Mahlkörper* in schneilauf enden Rührwerkskugelmühlen zur Herstellung von Beschichtungsmassen in der Magnetbandproduktion, zum Peinmahlen, Anreiben, Dispergieren und Homogenisieren der verschiedensten Suspensionen Verwendung finden, die aber auch als Dichtkörper für Tintenpatronen, für Fühlungen von Rektifikationskolonnen in der chemischen Industrie und für viele andere Zwecke eingesetzt werden, .
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- 2 - . Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Ein bekanntes Verfahren zur Herstellung massiver Kügelchen aus Glas beruht darauf, daß ein Schmelzglasstrom auf eine kalte Kontaktfläche fällt, wodurch das Glas in Tropfen zersprengt wird.
Dabei wird ein Luftstrom auf die Beruhrungsstelle des 6lasstroms mit der Oberfläche gerichtet-, um daö Zersprengen des Glasstroms zu unterstützen und die Tropfen abzufordern.
Bei diesem Verfahren entsteht ein hoher Prozentsatz von Pasern und unregelmäßiger Tropfen, was ein Produkt entsprechend minderer Qualität zur Folge hat.
Ein anderes bekanntes Verfahren besteht darin, daß man zuerst Glas herstellt und dieses anschließend kühlt. Das gekühlte, als Scherben bezeichnete Glas wird dann auf die richtige Größe der gewünschten fertigen Glaskügelchen gemahlen und gesiebt. Das.abgesiebte Material wird in eine Vorrichtung eingeführt, in der eine sich mit niedriger Geschwindigkeit nach oben bewegende Flamme die Glasteilchen mitnimmt und dafür sorgt, daß sich während der V/anderung mit der Flamme in Kugeln verformtβ Die zu Kugeln verformten Teilchen werden anschließend in geeigneten Behältern o.dgl. am oberen Ende des Turmes dieser Vorrichtung gesammelt»
Mit derartigen Verfahren lassen sich nur bestimmte Größen von Glaskügelchen bis zu einem maximalen Durchmesser von 0,6 mm: produzieren. Ein weiteres bekanntes Verfahren zur Herstellung von Glaskügelchen beruht darauf, daß man gemahlene Glasteilchen durch einen elektrischen Lichtbogen fallen läßt, in dem die Teilchen schmelzen und sich infolgedessen zu Kugeln verformen.
Dieses Verfahren weist nicht nur alle vorher aufgezählten Nachteile auf, sondern ist auch noch besonders unwirtschaftlich, weil die elektrische Erhitzung nur bei dem Verfahrensabschnitt zur Herstellung der Kügelchen selbst' Verwendung findet.
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Ein anderes bekanntes Verfahren besteht darin, daß man einen Schmelzglasstrora in einem mit hoher Geschwindigkeit strömenden Träger gasstrom fließen läßt, der im wesentlichen quer zum Schmelzglasstrom strömt, wodurch daö Glas zersprengt wird»
Der Trägergasstrom wird von einer Vielzahl von Brennern umschlossen, welche Verbrennungsprodukte mit einer Temperatur oberhalb des Schmelzpunktes des Glases erzeugen· Das zersprengte Glas wird dann von Gasstrom getrennt und anschließend gekühlt und gesammelt»
Zu den Nachteilen eines solchen Verfahrens gehört es, daß die über der Schmelztemperatur des Glases gehaltene Zone, in der sich die zersprengten Glasteilchen zu Kugeln verformen, zu kurz ist, so daß ein ungewöhnlich hoher Prozentsatz von Fasern, länglichen Partikeln und anderweitig minderes Produkt entstehen. Außerdem sind mit einem derartigen Verfahren keine Glaskügeichen größeren Durchmessern erreichbar.
Ein weiteres bekanntes Verfahren beruht darauf, daß in ein nahezu vertikal nach unten verlaufendes 'Flammenband ein- oder zweiseitig dünne Glasfaden im nahezu rechten Winkel eingebracht und die sich bildenden Glaskügeichen über die gesamte Flammenfeldlänge mitgeführt und einem Kühlbad zugeführt werden·
Der Nachteil dieses Verfahrens best.eht in der nur mittelmäßigen leistung.
Weitere Verfahren zur Herstellung von Glaskügeichen, beispielsweise die Verwendung eines Ultraschallwellenfeldes, eines Plasmabrenners, eines Metallbades oder die Einführung einer vertikalen Blasflamme in einem Körper aus geschmolzenem Glas o.dgl« sind zwar ebenfalls bekannt, weisen aber auch die Mangel auf, die oben im einzelnen aufgezeigt sind.
Ziel der Erfindung '
Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens zur Herstellung von Glaskügeichen, bei denen die oben erwähnten Nachteile überwunden sind. Weiter richtet sich.die Erfindung
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· '
auf ein Verfahren zur Herstellung von Glaskügelchen, mit denen die Glaskügelchen unmittelbar aus einem Schmelzglasstrom geformt werden können.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren sollen sich kMne Glaskügelchen wirkungsvoll und wirtschaftlich herstellen lassen, wobei es möglich sein soll, die Glaskugelchen während des Formvorganges zu härten·
Merkmale der Erfindung
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß ein Schmelzglasstrom zwei Walzen zugeleitet wird, die miteinander entgegengesetzt auf ihren 3tirnflachen ablaufen, und die in ihren Aifßenumfang mit den gewünschten eingravierten Halbkugeln versehen sind, wobei auf dem Wege des Abwälzens der Schmelzglasstrom in die Eingravierungen gedruckt wird und so die Glaskügelchen entstehen, die anschließend in ein Abkühlbad geleitet werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren weist gegenüber den bekannten Verfahren wesentliche Vorteile auf, die darin gipfeln, daß auf sehr wirtschaftliche Weise Glaskügelchen mit ausgezeichneter Qualität in verschiedenen Abmessungen zwischen 2 und 10 mm gefertigt werden können«
Ausführungsbeispiel
Las erfindungsgemäße Verfahren wird nachstehend an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Die zugehörige Zeichnung zeigt den schematischen Aufbau des Verfahrens zur Herstellung kleiner massiver Glaskügelchen.
Die erfindungsgemäße Einrichtung besteht aus einem Schmelzofen 1, in welchem das Schmelzgut, das "beispielsweise aus Glasstäben 2 bestehen kann, geschmolzen wird» Das Schmelzgut verläßt durch eine an der Unterseite des Ofen befind- liehe Öffnung den Schmelzofen 1 als Schmelzglasstrom 3. Die Öffnung des Schmelzofens 1 ist dabei entsprechend der gewünschten Glasmenge und entsprechend der gewünschten
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Durchmesser der Glaskügelchen 6 kalibriert. Außerdem kann durch Variation der Temperatur im Schmelzofen 1 und an der Auslaufdüse der Schmelzglasstrom 3 genau reguliert werden.
Der Schmelzglasstrom trifft auf zwei sich gegeneinander drehende gekühlte Walzen 4 und 5» auf deren Außenumfang je zur Hälfte der gewünschte GIaskuge!durchmesser- eingraviert ist« Die Glaskügelchen 6 fellen nach ihrer Formung direkte in das Abkühlbad 7·
Claims (1)
- 21 0106 -β-' .- . · ίPatentanspruch1« Verfahren zur Herstellung massiver Kügelchen, insbesondere aus Glas, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schmelzglasstrom zwei Walzen zugeleitet wird, die miteinander entgegengesetzt auf ihren Stirnflächen ablaufen und die in ihrem Außenumfang mit eingravierten Halbkugeln versehen sind, wobei auf dem Wege des Abwälzens der ^chmelzglasstrom in die.Eingravierungen gedruckt wird und so die Glaskügelchen entstehen, die anschließend in ein Abkühlbad geleitet werden.Hierzu /j Seite Zeichnung
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD21010678A DD141420A1 (de) | 1978-12-22 | 1978-12-22 | Verfahren zur herstellung massiver kuegelchen,insbesondere aus glas |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DD21010678A DD141420A1 (de) | 1978-12-22 | 1978-12-22 | Verfahren zur herstellung massiver kuegelchen,insbesondere aus glas |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD141420A1 true DD141420A1 (de) | 1980-04-30 |
Family
ID=5516108
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DD21010678A DD141420A1 (de) | 1978-12-22 | 1978-12-22 | Verfahren zur herstellung massiver kuegelchen,insbesondere aus glas |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD141420A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2827273A1 (fr) * | 2001-07-13 | 2003-01-17 | Schott Glas | Procede et dispositif pour la fabrication de billes de verre |
| WO2004071975A3 (en) * | 2003-02-05 | 2005-03-17 | 3M Innovative Properties Co | Methods of making glass- ceramic particles |
| WO2005061401A3 (en) * | 2003-09-18 | 2005-10-20 | 3M Innovative Properties Co | CERAMICS AND GLASS COMPRISING Al2O3, REO, ZrO2 AND/OR HFO2, AND Nb2O5 AND/OR Ta2O5 AND/OR METHODS OF MAKING THE SAME |
-
1978
- 1978-12-22 DD DD21010678A patent/DD141420A1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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