DD141420A1 - Verfahren zur herstellung massiver kuegelchen,insbesondere aus glas - Google Patents

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DD141420A1
DD141420A1 DD21010678A DD21010678A DD141420A1 DD 141420 A1 DD141420 A1 DD 141420A1 DD 21010678 A DD21010678 A DD 21010678A DD 21010678 A DD21010678 A DD 21010678A DD 141420 A1 DD141420 A1 DD 141420A1
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glass
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glass beads
grinding
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DD21010678A
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Inventor
Gerhard Greiner-Baer
Horst Baez
Manfred Schaefer
Horst Soellner
Werner Schmidt
Ulrike Abicht
Original Assignee
Greiner Baer Gerhard
Horst Baez
Manfred Schaefer
Horst Soellner
Werner Schmidt
Ulrike Abicht
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    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B19/00Other methods of shaping glass
    • C03B19/10Forming beads
    • C03B19/1005Forming solid beads
    • C03B19/104Forming solid beads by rolling, e.g. using revolving cylinders, rotating discs, rolls

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung massiver Kügelchen, insbesondere aus Glas, die vorzugsweise als Mahlkörper in schnellaufenden Rührwerkskugelmühlen zur Mahlung, Reibung, Dispergierung und Homogenisierung verschiedener Suspensionen Verwendung finden. Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens, mit dem Glaskügelchen unmittelbar aus einem Schmelzglasstrom wirkungsvoll und wirtschaftlich herzustellen sind, wobei während des Formvorganges die Glaskügelchen gehärtet werden sollen. Erfindungsgemäß wird ein Schmelzglasstrom zwei Walzen zugeführt, welche miteinander entgegengesetzt auf ihren Stirnflächen ablaufen und die in ihrem Außenumfang mit eingravierten Halbkugeln versehen sind, wobei auf dem Wege des Abwälzens der Schmelzglasstrom in die Eingravierungen gedrückt wird und so die Glaskügelchen entstehen, die anschließend in ein Abkühlbad geleitet werden.

Description

2fO 106
Anwendungsgebiete der Erfindung * · .
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung massiver Kügelchen, insbesondere aus Glas, die vorzugsweise als Mahlkörper* in schneilauf enden Rührwerkskugelmühlen zur Herstellung von Beschichtungsmassen in der Magnetbandproduktion, zum Peinmahlen, Anreiben, Dispergieren und Homogenisieren der verschiedensten Suspensionen Verwendung finden, die aber auch als Dichtkörper für Tintenpatronen, für Fühlungen von Rektifikationskolonnen in der chemischen Industrie und für viele andere Zwecke eingesetzt werden, .
2 10106
- 2 - . Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Ein bekanntes Verfahren zur Herstellung massiver Kügelchen aus Glas beruht darauf, daß ein Schmelzglasstrom auf eine kalte Kontaktfläche fällt, wodurch das Glas in Tropfen zersprengt wird.
Dabei wird ein Luftstrom auf die Beruhrungsstelle des 6lasstroms mit der Oberfläche gerichtet-, um daö Zersprengen des Glasstroms zu unterstützen und die Tropfen abzufordern.
Bei diesem Verfahren entsteht ein hoher Prozentsatz von Pasern und unregelmäßiger Tropfen, was ein Produkt entsprechend minderer Qualität zur Folge hat.
Ein anderes bekanntes Verfahren besteht darin, daß man zuerst Glas herstellt und dieses anschließend kühlt. Das gekühlte, als Scherben bezeichnete Glas wird dann auf die richtige Größe der gewünschten fertigen Glaskügelchen gemahlen und gesiebt. Das.abgesiebte Material wird in eine Vorrichtung eingeführt, in der eine sich mit niedriger Geschwindigkeit nach oben bewegende Flamme die Glasteilchen mitnimmt und dafür sorgt, daß sich während der V/anderung mit der Flamme in Kugeln verformtβ Die zu Kugeln verformten Teilchen werden anschließend in geeigneten Behältern o.dgl. am oberen Ende des Turmes dieser Vorrichtung gesammelt»
Mit derartigen Verfahren lassen sich nur bestimmte Größen von Glaskügelchen bis zu einem maximalen Durchmesser von 0,6 mm: produzieren. Ein weiteres bekanntes Verfahren zur Herstellung von Glaskügelchen beruht darauf, daß man gemahlene Glasteilchen durch einen elektrischen Lichtbogen fallen läßt, in dem die Teilchen schmelzen und sich infolgedessen zu Kugeln verformen.
Dieses Verfahren weist nicht nur alle vorher aufgezählten Nachteile auf, sondern ist auch noch besonders unwirtschaftlich, weil die elektrische Erhitzung nur bei dem Verfahrensabschnitt zur Herstellung der Kügelchen selbst' Verwendung findet.
2 1 OiOd
Ein anderes bekanntes Verfahren besteht darin, daß man einen Schmelzglasstrora in einem mit hoher Geschwindigkeit strömenden Träger gasstrom fließen läßt, der im wesentlichen quer zum Schmelzglasstrom strömt, wodurch daö Glas zersprengt wird»
Der Trägergasstrom wird von einer Vielzahl von Brennern umschlossen, welche Verbrennungsprodukte mit einer Temperatur oberhalb des Schmelzpunktes des Glases erzeugen· Das zersprengte Glas wird dann von Gasstrom getrennt und anschließend gekühlt und gesammelt»
Zu den Nachteilen eines solchen Verfahrens gehört es, daß die über der Schmelztemperatur des Glases gehaltene Zone, in der sich die zersprengten Glasteilchen zu Kugeln verformen, zu kurz ist, so daß ein ungewöhnlich hoher Prozentsatz von Fasern, länglichen Partikeln und anderweitig minderes Produkt entstehen. Außerdem sind mit einem derartigen Verfahren keine Glaskügeichen größeren Durchmessern erreichbar.
Ein weiteres bekanntes Verfahren beruht darauf, daß in ein nahezu vertikal nach unten verlaufendes 'Flammenband ein- oder zweiseitig dünne Glasfaden im nahezu rechten Winkel eingebracht und die sich bildenden Glaskügeichen über die gesamte Flammenfeldlänge mitgeführt und einem Kühlbad zugeführt werden·
Der Nachteil dieses Verfahrens best.eht in der nur mittelmäßigen leistung.
Weitere Verfahren zur Herstellung von Glaskügeichen, beispielsweise die Verwendung eines Ultraschallwellenfeldes, eines Plasmabrenners, eines Metallbades oder die Einführung einer vertikalen Blasflamme in einem Körper aus geschmolzenem Glas o.dgl« sind zwar ebenfalls bekannt, weisen aber auch die Mangel auf, die oben im einzelnen aufgezeigt sind.
Ziel der Erfindung '
Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens zur Herstellung von Glaskügeichen, bei denen die oben erwähnten Nachteile überwunden sind. Weiter richtet sich.die Erfindung
2 10106 _ ..
· '
auf ein Verfahren zur Herstellung von Glaskügelchen, mit denen die Glaskügelchen unmittelbar aus einem Schmelzglasstrom geformt werden können.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren sollen sich kMne Glaskügelchen wirkungsvoll und wirtschaftlich herstellen lassen, wobei es möglich sein soll, die Glaskugelchen während des Formvorganges zu härten·
Merkmale der Erfindung
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß ein Schmelzglasstrom zwei Walzen zugeleitet wird, die miteinander entgegengesetzt auf ihren 3tirnflachen ablaufen, und die in ihren Aifßenumfang mit den gewünschten eingravierten Halbkugeln versehen sind, wobei auf dem Wege des Abwälzens der Schmelzglasstrom in die Eingravierungen gedruckt wird und so die Glaskügelchen entstehen, die anschließend in ein Abkühlbad geleitet werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren weist gegenüber den bekannten Verfahren wesentliche Vorteile auf, die darin gipfeln, daß auf sehr wirtschaftliche Weise Glaskügelchen mit ausgezeichneter Qualität in verschiedenen Abmessungen zwischen 2 und 10 mm gefertigt werden können«
Ausführungsbeispiel
Las erfindungsgemäße Verfahren wird nachstehend an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Die zugehörige Zeichnung zeigt den schematischen Aufbau des Verfahrens zur Herstellung kleiner massiver Glaskügelchen.
Die erfindungsgemäße Einrichtung besteht aus einem Schmelzofen 1, in welchem das Schmelzgut, das "beispielsweise aus Glasstäben 2 bestehen kann, geschmolzen wird» Das Schmelzgut verläßt durch eine an der Unterseite des Ofen befind- liehe Öffnung den Schmelzofen 1 als Schmelzglasstrom 3. Die Öffnung des Schmelzofens 1 ist dabei entsprechend der gewünschten Glasmenge und entsprechend der gewünschten
210106 -5-
Durchmesser der Glaskügelchen 6 kalibriert. Außerdem kann durch Variation der Temperatur im Schmelzofen 1 und an der Auslaufdüse der Schmelzglasstrom 3 genau reguliert werden.
Der Schmelzglasstrom trifft auf zwei sich gegeneinander drehende gekühlte Walzen 4 und 5» auf deren Außenumfang je zur Hälfte der gewünschte GIaskuge!durchmesser- eingraviert ist« Die Glaskügelchen 6 fellen nach ihrer Formung direkte in das Abkühlbad 7·

Claims (1)

  1. 21 0106 -β-
    ' .- . · ί
    Patentanspruch
    1« Verfahren zur Herstellung massiver Kügelchen, insbesondere aus Glas, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schmelzglasstrom zwei Walzen zugeleitet wird, die miteinander entgegengesetzt auf ihren Stirnflächen ablaufen und die in ihrem Außenumfang mit eingravierten Halbkugeln versehen sind, wobei auf dem Wege des Abwälzens der ^chmelzglasstrom in die.Eingravierungen gedruckt wird und so die Glaskügelchen entstehen, die anschließend in ein Abkühlbad geleitet werden.
    Hierzu /j Seite Zeichnung
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2827273A1 (fr) * 2001-07-13 2003-01-17 Schott Glas Procede et dispositif pour la fabrication de billes de verre
WO2004071975A3 (en) * 2003-02-05 2005-03-17 3M Innovative Properties Co Methods of making glass- ceramic particles
WO2005061401A3 (en) * 2003-09-18 2005-10-20 3M Innovative Properties Co CERAMICS AND GLASS COMPRISING Al2O3, REO, ZrO2 AND/OR HFO2, AND Nb2O5 AND/OR Ta2O5 AND/OR METHODS OF MAKING THE SAME

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