DD141657A5 - Verfahren und vorrichtung zum herstellen eines gewoelbten segels - Google Patents
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Description
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Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines gewölbten Segels
Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Herstellen eines gewölbten Segels.
Bei der üblichen Fertigung von Segeln ist eine Vielzahl von Fehlerquellen beim Anzeichnen, Ausschneiden, Zusammennähen und beim Kleben bzw. Schweißen bekannt, insbesondere dann wenn die Segel in ihrem Endzustand gewölbt, also mit einem Bauch versehen sein sollen. Derartige Segel werden bisher auf ebener Unterfläche, beispielsweise auf einem Reißboden oder einem Zuschneidetisch zusammengefügt. Um die Segelwölbung zu erhalten, werden die einzelnen Segelstoffbahnen mit Hilfe von Schablonen, Linealen oder biegsamen Reißlatten angezeichnet, anschließend werden die Stoffbahnen mit dem Rasiermesser, einer Schere oder einem Heißschneider zugeschnitten. Sowohl diese Arbeiten als auch das Vernähen oder Verschweißen der einzelnen Bahnen selbst kann nur von erfahrenen und begabten Fachkräften durchgeführt werden - auch dann jedoch sind häufig Fehler zu erkennen.
Für anspruchsvollere Segler, beispielsweise Regattasegler, werden die Segelstoffbahnen vor dem Vernähen mit einem
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Doppelklebeband zentimeterweise.und äußerst genau zusammengeklebt - auch hierbei treten Fehler auf.
Fertig zusammengenähte Segelstoffbahnen müssen noch am Vorliek, am Achterliek sowie am Unterliek abgezeichnet und abgeschnitten werden, was bislang ebenfalls auf einer ebenen Fläche erfolgt. Da die Segelbahnen jedoch mit Wölbung geschnitten und genäht werden, bilden sich bei dieser Vorgehensweise durch das Abzeichnen viele Falten, die nach außen drücken, so daß ein genaues.Abzeichnen "und Abschneiden an der gewölbten Segelform nahezu unmöglich bleibt. Da aber gerade am Vorliek oder der Mastkante höchste Genauigkeit notwendig ist, damit dort der gewünschte Windanströmwinkel von unten bis oben exakt stimmt, konnten bisher nur wenige be-, sonders sorgfältig gefertigte Segel die Ansprüche der Segler erfüllen.
Eine zusätzliche Schwierigkeit entsteht durch die unterschiedlichen Stoffqualitäten und den Dehnfähigkeiten,· die sich selbst innerhalb bestimmter Fabrikate häufig ändern, weshalb es auch nicht ausreicht starre "Schusterleisten" zu verwenden.
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art zu schaffen, mit denen die vorbekannten Mangel vermieden werden, und welche es erlauben, nicht nur auf einfache Weise komplizierte Segelzuschnitte herzustellen, sondern darüber hinaus auch eine kostengünstige Anpassung der Segel an die sehr unterschiedlichen Wünsche der Kunden anzubieten.
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Zur Lösung der Aufgabe, ein Verfahren und eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art zu schaffen, welche es erlauben, nicht nur auf einfache Weise komplizierte Segelzuschnitte herzustellen, sondern darüber hinaus auch eine kostengünstige Anpassung der Segel an die sehr unterschiedlichen Wünsche der Kunden anzubieten, führt, daß eine die Endform des Segels wiedergebende Arbeitsfläche eingestellt wird, auf diese Segelstoffbahnen aufgelegt, dann zugeschnitten sowie miteinander in der vorgewählten Segelform verbunden werden, und &ß . anschließend die Größe des Segels mittels verstellbarer Reißlatten abgezeichnet und zugeschnitten wird. Hierzu dient eine der Endform des Segels anpassbar ausgebildete formveränderliche Arbeitsfläche, welche erfindungsgemäß von einem biegbaren Formblech in einem Gestell gebildet wird. Dieses Formblech ist an — gegebenenfalls teleskopartig — längenveränderbaren Stellbügeln oder von einem Medium beaufschlagten Hubelementen, beispielsweise Hydraulikzylindern, festgelegt. Es kann von diesen sowohl in einer ebenen Normallage gehalten als auch in eine dazu konvexe oder konkave Form gebracht werden. Diese verstellbare Vorrichtung hat den erheblichen Vorteil, daß die Segelstoffbahnen gleich in die gewünschte Segelform gebracht und dabei Korrekturen vorgenommen werden können.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind im Bereich der Arbeitsfläche Reißlatten schwenkbar od. dgl. befestigt, welche zum einen das Zuschneiden der einzelnen Stoffbahnen erleichtern sowie zum anderen es ermöglichen,das auf der Arbeitsfläche gefertigte Segel genau zuzuschneiden.
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Die Beweglichkeit des Formbleches wird dadurch erfindungsgemäß unterstützt, daß die Stellbügel bzw. Hübelemente am Formblech und/oder am Gestell lösbar angebracht und in Abhängigkeit von der gewünschten Blechges-talt umsteckbar sind. Außerdem kann das Formblech vorteilhafterweise an seinen Längskanten mit dem Gestell im Bereich von Firstprofilen verbunden sein, welche gegebenenfalls mit dem Gestell durch neigbare Organe verbunden sind.
Zur Befestigung und Führung der erwähnten Reißlatten od. dgl. sind am Gestell und/oder an den Firstprofilen Kupplungsbügel vorgesehen, die bevorzugt U-förmig ausgebildet sind und mit einem ihrer Schenkel schwenbar am Gestell lagern. Der andere Schenkel nimmt dann die Reißlatte auf, welche also an dem das Formblech übergreifenden Schenkel schwenkbar und arretierbar S1VtZt.
Als besonders günstig hat es sich darüber hinaus erwiesen, der Reißlatte -- welche für das Zuschneiden der einzelnen Stoffbahnen einerseits und des fertigen Segels andererseits unterschiedlich lang, gegebenenfalls sogar längenveränderlich, ist -- wenigstens einen dem Kupplungsbügel ähnlichen Spannbügel zuzuordnen, womit die Reißlatte festgelegt werden kann.
Im Rahmen der Erfindung liegt es auch, daß das Formblech aus .mehreren einzelnen Blechen zusammengesetzt sein kann, die einander im Bereich ihrer Stöße überlappen und so zur Flexibilität der Arbeitsfläche beitragen.
Das geschilderte Verfahren und die Vorrichtung erlauben es nun, mit einer einzigen Maschine eine Vielzahl von Segelformen
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herzustellen, und zwar in Anpassung an die jeweiligen Stoffvorgaben. Es ist sogar möglich, die Arbeitsfläche unmittelbar vor Beginn des Herstellungsvorganges den spontan geäußerten Wünschen des Bestellers anzupassen. Wird die erfindungsgemäße Vorrichtung von Hydraulikelementen gesteuert, kann die Einstellung der jeweiligen Form in ungewöhnlich kurzer Zeit erfolgen, gegebenenfalls von einem Steuerpult aus.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, einiger Ausführungsbeispiele. Die dazu gehörende Zeichnung zeigt in:
Fig. 1: die Seitenansicht einer Vorrichtung zum Herstellen von Segeln;
Fig. 2
Fig. 3: Querschnitte durch Fig. 1 gemäß deren Linie II-II in unterschiedlichen Betriebsstellungeh;
Fig. 4
Fig. 5: vergrößerte Details aus Fig. 1 bzw. 2;
Fig. 6: einen Teil der Fig. 5 in zu ihr lotrechter Darstellung;
Fig. 7,
9: weitere vergrößerte Details der Vorrichtung;
Fig. 8: einen Teil der Fig. 7 in zu dieser rechtwinkliger Darstellung.
Das Gestell 1 der Länge a einer Vorrichtung R zum Herstellen von Segeln ist aus gelochten Winkelprofilen zusammengefügt; von einem Bodenrahmen aus Längsprofilen 2 und zwischen diesen
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sprossenartig "eingefügten Querprofilen 3 ragen seitliche Vertikalstreben 4 der- Höhe c* auf. An diesen sind mittels in ihrer Neigung verstellbarer Laschen 50 Firstprofile 5 angebracht. . ,. .
An den oberen Enden der Vertikalstreben 4 bzw. an den Firstprofilen 5 sind Kupplungsbügel 6 für Zusatzgeräte vorgesehen. Außerdem ist zwischen den Firstprofilen 5 ein biegsames Blech 7 aufgespannt, das im gewählten Ausführungsbeispiel aus mehreren einander an den Stoßstellen ρ überlappenden Einzelblechen besteht. In dem Blech 7 sind — in Längsabständen e und Querabständen f voreinander—. Bohrungen 8 od. dgl. Ausnehmungen für Stellschrauben 9 vorgesehen. Der Senkkopf 10 jeder Stellschraube 9 weist eine Ausnehmung 11 für einen Mehrkantschlüssel auf und ruht in einem entsprechend geneigten Kragen 12 der Bohrung 8. Unterhalb des Bleches 7 ist an der Stellschraube 9 eine Mutter 14 mit Unterlagscheibe 13 und Kontermutter 15 angebracht.
Jede der Stellschrauben 9 durchsetzt eine Gewindebohrungen 16 eines Winkeleisens 17, welches am oberen Ende eines Stellbügels 18 von einer Schraube 19 gehalten wird (Fig. 4). Jener Stellbügel 18 ist mit seinem unteren Ende 20 durch Schrauben 21 an einem der Querprofile 3 auswechselbar festgelegt.
Auf der in Fig. 1 linken Seite der Vorrichtung R ist ein jenen Stellbügeln 18 entsprechendes Hubelement 49 aus einem Hydraulikzylinder 48 und darin bewegbaren Hubkolben 47 zu erkennen; mittels dieses Hubelementes 49 bzw. seines Befestigungskopfes 4 6 kann die Form des Bleches 7 in der nachfolgend anhand der Stellbügel 18 entsprechenden Weise verändert werden.
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Die Längen h der einzelnen Stellbügel 18 — mit Stellschrauben 9 — eines Querprofiles 3 sind zum einen unterschiedlich sowie zum anderen veränderbar, um das aus einer Ebene E abwärts (Fig. 2) oder aufwärts -(Fig. 3) gebogene Formblech 7 zu halten, welches sich über die gesamte Breite b der Vorrichtung R erstreckt und auf dessen Oberfläche 30 gemäß Fig. 5 Segelstoffbahnen S ruhen.
Der U-förmig gebogene Kupplungsbügel 6 wird an einem Schenkel 25 von Muttern 27 in einer Halterung .28 so gehalten/ daß der andere Schenkel 26 die Längskante 29 des Formbleches 7 übergreift. Etwa parallel zur Kante de's Bleches 7 verläuft in Fig. 5 eine kurze Reißlatte 31 der Länge m aus einem kastenartigen Profilstab, welche an einer Abflachung 33 des.Haltebügels 6 mittels einer Schraube 34 angebracht ist; deren Muttern 35 sitzen im Profxlstabinnern 36. Diese Reißlatte 31 dient zum Anreißen und Abschneiden der Segelstoffbahnen S.
Jede der Segelstoffbahnen S wird auf die Oberfläche 30 des Formbleches 7 gelegt, welches zuvor entsprechend der gewünschten Segelform eingestellt worden ist. Hierzu werden die Stellbügel 18 bzw. die Hubelemente 49 in der aus den Fig. 2 und 3 ersichtlichen Weise bezüglich ihrer Länge h und/oder ihrer Anlenkstelle 21 verändert. Je nach der beabsichtigten Querschnittslinie des Formbleches 7 erzeugen die Achsen der Stellschrauben 9 bzw. Befestigungsköpfe 46 oberhalb des Formbleches 7 spitze Winkel i (Fig. 2) oder unterhalb des Formbleches Winkel k (Fig. 3). '
Durch die vorwählbare Gestalt des Formbleches 7 ist nun auch der Zuschnitt des Segels in der zukünftigen Segelform möglich,
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weshalb man das Herstellen von Schablonen, ein Anzeichnen der Segelstoffbahnen S, deren Zuschnitt sowie ihr zentimeterweises Zusammenkleben an den Nahtstellen mit einem Doppelklebestreifen nicht mehr durchführen muß.
Mittels der kurzen Reißlatte 31 werden die im einzelnen nicht dargestellten Segelstoffbahnen S abgeschnitten und anschließend zusammengeklebt oder zusammengeschweißt sowie die Verstärkungen und Lattentaschen eingeklebt. Dann wird mittels einer langen Reißlatte 31 die Gesamtgröße des herzustellenden Segels abgezeichnet und dieses zugeschnitten.
Die lange Reißlatte 31& der Länge η sitzt gemäß Fig. 7 mittels Schrauben 34 am Kupplungsbügel 6 und wird von einem zusätzlichen Haltebügel 40 übergriffen, welcher seinerseits in einer Halterung 28 mit einem Schenkel 41 festgelegt ist; der obere Schenkel 42 nimmt eine Stellschraube 43 auf, deren Spitze 44 gegen die Reißlatte 31 drückt.
Claims (10)
- 21 1ErfindungsanspruchJ 1. Verfahren zum Herstellen eines gewölbten Segels, dadurch gekennzeichnet, daß eine die Endform des Segels wiedergebende Arbeitsfläche (30) eingestellt wird, auf diese Segelstoffbahnen (S) aufgelegt, dann zugeschnitten sowie miteinander in der vorgewählten Segelform verbunden werden, und daß anschließend die Größe des Segels mittels verstellbarer Reißlatten (31) abgezeichnet und zugeschnitten wird.
- 2. Vorrichtung zum Herstellen eines gewölbten Segels, gekennzeichnet durch eine der Endform des Segels anpassbar ausgebildete formveränderliche Arbeitsfläche (30).χ 3. Vorrichtung nach Punkt 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsfläche (30) von einem Formblech (7) gebildet ist, welches aus einer etwa ebenen Normallage (E) unter Bildung einer konvexen (Fig.
- 3) und/oder konkaven (Fig. 2) Arbeitsfläche (30) herausbiegbar ist.
- 4. Vorrichtung nach Punkt 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das biegbare Formblech (7) in einem Gestell (1) eingespannt und an längenveränderbaren Stellbügeln (18) oder von einem Medium beaufschlagten Hubelementen (49) festlegbar ist, wobei die Stellbügel (18) bzw. Hubelemente (49) gegebenenfalls teleskopartig längenveränderlich sind.-ro- . 2 1 1 20 2
- 5. Vorrichtung nach Punkt 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellbügel (18) bzw. Hubelemente (.49) am Formblech (7) und/oder am Gestell (1) lösbar angebracht und in Ab-hängigkeit von der gewünschten" Gestalt des Formbleches (7) umsteckbar sind (Fig. 2,3).
- 6. Vorrichtung nach wenigstens einem der Punkte 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Formblech (7) an seinen Längskanten (29) mit dem Gestell (1) im Bereich von Firstprofilen (5) verbunden ist, welche gegebenenfalls mit dem Gestell durch neigbare Organe (5o) verbunden sind.
- 7. Vorrichtung nach wenigstens einem der Punkte 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Gestell (1) und/oder den Firstprofilen (5) Kupplungsbügel (6, 40) vorgesehen sind, die bevorzugt U-förmig ausgebildet sind und mit einem Schenkel (25) schwenkbar am Gestell (1) lagern.
- 8. Vorrichtung nach wenigstens einem der Punkte 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an wenigstens eiern Kupplungsbügel (6) eine gegebenenfalls längenveränderliche Reißlatte (31) festgelegt ist. ·
- 9. Vorrichtung nach Punkt 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schenkel (26) des Kupplungsbügels (6) oder eines gegebenenfalls diesem zugeordneten Spannbügels (40) für die Reißlatte (31) über dem Formblech (7) angeordnet sowie die Reißlatte (31·) an dem das Formblech (7) übergreifenden Schenkel (26) schwenkbar und arretierbar angebracht ist.21 1
- "10. Vorrichtung nach wenigstens einem der Punkte 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Formblech (7) aus mehreren Blechen zusammengesetzt ist, die einander im Bereich ihrer Stöße (p) überlappen.Hierzu V_Seiien Zeichnungen
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