DD141873A1 - Vorrichtung zum niederschlagen von staub,insbesondere an schuettgutuebergabestellen - Google Patents

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DD141873A1
DD141873A1 DD21049879A DD21049879A DD141873A1 DD 141873 A1 DD141873 A1 DD 141873A1 DD 21049879 A DD21049879 A DD 21049879A DD 21049879 A DD21049879 A DD 21049879A DD 141873 A1 DD141873 A1 DD 141873A1
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DD21049879A
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Dietmar Mueller
Helger Schoene
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Dietmar Mueller
Helger Schoene
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Niederschlagen von Staub. Mit der erfindungsgemäß beschriebenen Vorrichtung können alle Staubentstehungsstellen, vorzugsv/eise übergabestellen von Schüttgütern in der Baustoffindustrie, Braunkohlenindustrie, Nahrungsmittelindustrie, im Handel, in der Landwirtschaft ,u.a. ausgerüstet werden. Ziel der Erfindung ist es, den Staub unter ökonomisch günstigen und arbeitsschutztechnisch einfachen Bedingungen so niederzuschlagen, daß er mit dem Schüttgutstrom abtransportiert v/erden kann. Die Aufgaben- und Zielstellung ist nach der Erfindung dadurch gelöst, daß das Prinzip der Elektroionisation angev/endat wird, indem über der Staubentstehungsstelle eine Masseelektrode und in einem bestimmten Abstand darüber ein Ionisator angeordnet ist. Der Ionisator kann wahlweise mit Hochspannung positiver oder negativer Polarität gespeist werden. Ionisator und Masseelektrode werden in einem leicht montierbaren, elektrisch isolierten Gehäuse eingehaust.

Description

2 1049
Vorrichtung zum Niederschlagen von Staub, insbesondere an Schuettgutuebergabestellen
Anwendungsgebiet_der_Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Niederschlagen von Staub, insbesondere an 'Schuettgutuebergabestellen. Mit der erfindungsgeinaess beschriebenen Vorrichtung koennen alle Stellen, bei denen Schuettgueter eine Staubentwicklung hervorrufen, insbesondere Uebergabestellen an Gurtbandanlagen, in Brechereien, in Klassieranlagen, an Dosieinrngseinrichtungen, bei der Verpackung, in der Verladung, wie sie in der Erzaufbereitung, der Braunkohlenindustrie, der Baustoffindustrie, im Untertagebau, in der Nahrungsmittelindustrie, im Handel, in der Landwirtschaft
u. a. anzutreffen sind, ausgeruestet werden.
Neben Neuanlagen koennen besonders im Betrieb befindliche Uebergabesteilen mit der erfindungsgeniaessen Vorrichtung nachgeruestet v/erden.
Es sind Verfahren und Vorrichtungen .,bekannt, bei denen das Schuettgut an Uebergabeste'llen mit Netzmitteln besprueht . wird.
Damit soll erreicht werden, dass der Schwebestaub auf das Schuettgut niedergeschlagen wird bzw. durch eine Befeuchtung des Materialstromes eine Staubentwicklung von vornherein verhindert wird. Das/hat den Nachteil, dass es zu Verschmutzungen bzw. Verklebungen der technologischen Einrichtungen kommt. Weiterhin wirkt erschwerend, dass sich Schwebestaubteilchen nur schwer mit Wasser benetzen und dadurch kaum niederschlagen lassen.
Weiterhin ist bekannt, dass Uebergabestellen eingehaust werden, der entstehende Staub abgesaugt und in gesonderten Entstaubern abgeschieden wird« Dabei muessen jedoch teilweise grosse Luftmengen bewaeltigt werden, die einen hohen οökonomischeη Aufwand erfordern. Durch Absaugen ist Schwebestaub jedoch nicht vollstaendig zu beseitigen, da er nicht den bekannten aerodynamischen Gesetzen gehorcht.
Aus.dem DDR-WP 109 711 ist eine. Vorrichtung zum Niederschlagen von Staub, insbesondere von Schwebestaub an Poerderbaendern bekannt, bei der das Prinzip der Elektroionisation angewendet wird* Ueber dem Schuettgutstrom ist ein Gitter angeordnet, an das der negative Pol einer Hochspannung angelegt wird. Der positive Pol wird geerdet; d, h. mit der Bandkonstruktion und ueber das Band mit dem Schuettgut selbst verbunden. Diese Vorrichtung bewirkt, dass die aufgewirbelten Staubteilchen durch die V/irkung des elektrischen Feldes auf dem Schuettgutstrom niedergeschlagen und dort weitgehend elektrostatisch gebunden werden. Die Staubteilchen scheiden sich aber nicht nur auf dem Schuettgut, sondern auch auf der Bandkonstruktion, den Laufgaengen, u. a. ab, d. h. es sind aufwendige Reinigungsarbeiten zur Beseitigung des niedergeschlagenen Staubes erforderlich.
Weiterhin kann dieses Prinzip nur optimal wirken, wenn ein konstanter, definierter Abstand (d, tu konstantes elektrisches PeId) zwischen der Sprühelektrode (hier das Gitter ueber dem Schuettgutstrom) und der Gegenelektrode (hier der Schuettgutstrom mit der Bandkostruktion) eingehalten wird. Dieses erforderliche konstante elektrische PeId kann mit der erwaennten
Vorrichtung unter Beachtung der verschiedenen Schuettgut-
tuechtigkeit, der unterschiedlichen Schuettgutmengen, der konstruktiv verschiedenartigen Uebergabestellen, u. a.. m, nicht eingehalten v/erden. Weiterhin sind aufwendige Massnahmen zur Einhaltung des Arbeitsschutzes notwendig (Berührungsschutz).
Ziel der Erfindun;
Ziel der Erfindung ist es, die genannten !achteile zu beseitigen und ein voelliges Niederschlagen des Staubes, insbesondere an Schuettgutuebergabestellen, zu erreichen.
Darstellung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung . zu schaffen, welche die Entwicklung und Ausbreitung von Schwebestaub beim Umschlag von Schu'ettgut, insbesondere an Uebergabestellen, verhindert und den niedergeschlagenen Staub mit dem Schuettgutstrom abtransportiert.·
Diese Aufgabe ist nach der Erfindung dadurch geloest, indem ueber der Staubentstehungsstelle (Schuettgutstrom oder Uebergabe3telle) eine Masseelektrode angeordnet ist, und in einem bestimmten Abstand eine Ionisationselektrode,
Die Ionisationselektrode besteht aus einem Rahmen, in dem mit Spruehspitzen bestueckte Draehte angeordnet oder ein mit Spruehelektroden bestuecktea Drahtnetz verspannt ist.
Die Masseelektrode wird aus einem Rahmen gebildet, in dem einzelne elektrisch leitende Draehte, Staebe oder ein Drahtnetz angeordnet ist, Der Abstand zwischen Ionisation- und Masseelektrode wird durch Isolatoren gewaehrleistet, Uebereinstimmend mit der Einhausung der Sehuettgutuebergabestellen werden Ionisations- und Masseelektrode in einem elektrisch isolierenden
C-ehaeuse gekapselt. Die Hoehe der angelegten Hochspannung wird so gewaehlt, dass an der Ionisationselektrode eine Koronaentladung stattfindet.
Die Polaritaet der Korona ist variierbar und wird von der Staubart und der natuerlichen Aufladung des Staubes bestimmt. Es wird aber immer gewaehrleistet, dass die Masseelektrode und der Schuettgutstrom die gleiche Polaritaet aufweisen.
Die erfindungsgemaesse Vorrichtung bewirkt, dass der Staub in der Einiiausung auf der Masse elektrode niedergeschlagen wird bzw. bereits auf dem Schuettgutstrom elektrisch gebunden wird. An der Masseelektrode anhaftende Staubschichten fallen infolge der Schwerkraft auf den Schuettgutstrom und bleiben dort haften. Durch den definierten konstanten Abstand zwischen lonisations- und Massee.lektrode wird stets die optimale Abscheideleistung gewaehrleistet. Das bedeutet, der Staub wird bereits in der Einhausung gebunden, wodurch von vornherein ein Emittieren in die Atmosphaere verhindert wird und zusaetzliche Massnahmen fuer deren Minderung entfallen koennen. Da der Staub auf dem Stuettgutstrom'gebunden wird, bedarf es keiner technischen Massnahmen zur Entfernung desselben.
— 5 — Ausfuehrungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Beispiel naeher erlaeutert v/erden. In der zugehoerigen Zeichnung zeigen
Pig, 1 ; Schematische Darstellung einer Foerderbanduebergabe und die Anbringung der erfindungsgemaessen Vorrichtung
Fig. 2 : Schematische Darstellung .einer Siebmaschinenuebergabe und die Anbringung der erfindungsgemaessen Vorrichtung
Pig. 3 i Schematische Darstellung der erfindungsgemaessen · Vorrichtung
Pig. 4 J Schnitt A-A nach Pig. 1
Pig. 5 J Schematische Darstellung des Ionisators
Pig. β. ; Ansicht des Ionisators Richtung B
Pig. 7 J Schematische Darstellung der Masseelektrode
Der beispielsweise an der Uebergabestelle von Poerderbaendern 1 in der Einkapselung 2 enstehende Staub, oder der beispielsweise bei der Schuettgutuebergabe von Poerderbaendern 1 auf Siebmaschinen 3 sich bildende Staub, gelangt in die erfindungsgemaesse Vorrichtung 4. Die Vorrichtung 4 ist leicht abnehmbar an den technologischen Ausruestungen angebracht. In der Vorrichtung 4 werden die Staubteilchen durch den Ionisator 5 einer Koronaentladung ausgesetzt, so dass sie auf die Masseelektrode 6 niedergeschlagen werden bzw. auf dem Schüttgutstrom 7 haften bleiben. Der Staub bleibt an der Masseelektrode 6 so lange haften, bis sich Anlagerungen bilden und diese infolge, der Schwerkraft auf den Schuettgutstrom 7 fallen und mit diesem abtransportiert werden.
Der Ionisator 5 wird ueber das Hochspannungskabel 9 mit Hochspannung versorgt.Die Kabelzufuehrung erfolgt ueber die Durchfuehrung 8.Der Ionisator 5 und die Masseelektrode 6 werden durch, ein elektrisch isoliertes Gehaeuse
10 eingehaust.
Der Ionisator 5 bestellt aus einem Rahmen 13, in den Draeh te 11, die mit Spruehelektroden 12 bestueckt sind, verspannt sind. Die Masseelektrode 6 wird aus einem Rahmen H mit eingespanntem Drahtnetz 15 gebildet.

Claims (17)

Erfindungsanspruch . . .
1. Vorrichtung ztun Niederschlagen von Staub, insbesondere an Schuettgutuebergabestellen, dadurch gekennzeichnet, dass ueber der Staubentstehungsstelle eine Masseelektrode (6) und in einem bestirnten Abstand darueber ein Ionisator (5)
angeordnet ist, der mit Hochspannung gespeist wird.
2. Vorrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, das der Ionisator (5) wahlv/eise mit Hochspannung positiver oder negativer Polaritaet gespeist werden kann.
3· Vorrichtung nach Punkt 1, dadurch.gekennzeichnet, dass der Ionisator (5) und die Masseelektrode (6) in einem elektrisch isolierenden Ge.haeuse (10) untergebracht sind und damit der Beruehrungsschutz gewaehrleistet wird.
4· Vorrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen Ionisator (5) und der Masseelektrode
5. Vorrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ionisator (5) aus einem Rahmen (13) mit verspannten Draehten (11) besteht, wobei letztere mit Spruehspitzen bestueckt sind.
6. Vorrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ionisator aus einem im Rahmen (13) verspannten Drahtnets besteht, wobei letzteres mit Spruehspitzen bestueckt ist.
(6) beliebig sein kann, vorzugsweise 5Ö bis 500 mm betraegt.
7. Vorrichtung nach Punkt 6, dadurch gekennzeichnet, dass
die Maschenweite des Drahtnetzes beliebig ist, vorzugsweise zwischen 20 und 100 mm betraegt«
8.. Vorrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, dass die IJasseelek.trode (6) aus einem Rahmen (14) besteht,, in dem ein Drahtnetz verspannt ist,
- β- 21.C
9· Vorrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschenweite des Drahtnetzes (15). beliebig ist,
vorzugsweise 50 bis 200 mm, betraegt.
10. Vorrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Masseelektrode aus.einem'Rahmen besteht, in dem
Metallstaebe in einem bestimmten'Abstand angeordnet sind,
11. Vorrichtung nach Punkt 10,dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Metallstaebe vorzugsweise 50 bis 200 mm betraegt.
12. Vorrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, dass entsprechend den technologischen Bedingungen mehr Vorrichtungen (4) in Reihe geschaltet werden koennen.
13« Vorrichtung nach Punkt 1, dadurch-gekennzeichnet, dass im Sinne des Arbeitsschutzes der Hochspannungserzeuger mit der Vorrichtung (4) eine Baueinheit bildet.
14· Vorrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei sehr hohen Staubkonzentrationen die Masseelektrode (6) durch Vibration abgereinigt wird.
15· Vorrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, dass . die Masseelektrode von der schuettguttransportierenden technologischen Einrichtung gebildet wird.
16. Vorrichtung nach Punkt 15, dadurch gekennzeichnet, dass an den Ionisator wahlweise positive oder negative Hochspannung angelegt werden kann.
17« Vorrichtung nach Punkt 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Ionisator in -einem elektrisch isolierenden Gehaeuse
untergabra.cht ist,
Berzuiit Seiten Zeichnungen
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