DD142016A1 - Verfahren zur herstellung von schichtpressstoffen aus glasfaservlies und glasseidengewebe - Google Patents
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Abstract
Verfahren zur Herstellung von Schichtpreßstoffen aus Glasfaservlies und Glasseidengewebe, vorzugsweise anwendbar als Elektroisolierstoff oder als Basismaterial für Leiterplatten. Die erfindungsgemäße Lösung soll es ermöglichen, eine Imprägnierung von Glasfaservliesbahnen auf Vertikalimprägnieranlagen durchführen zu können. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die auf das Glasfaservlies wirkenden mechetnischen Zugkräfte zu vermindern. Die Merkmale der Erfindung bestehen darin, daß die Imprägnierung der Glasfaservliesbahn und der Glasseidengewebebahn gleichzeitig auf einer Vertikalimprägnieranlage erfolgt und die Glasseidengewebebahn die beim Imprägnier- und Trocknungsprozeß auftretenden Zugkräfte übernimmt. Die Erfindung ist anwendbar auf dem Gebiet der Schichtpreßstoffherstellung.
Description
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Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Schichtpreßstoffen aus Glasfaservlies und Glasseidengewebe. Diese Schichtpreßstoffe werden insbesondere in der Elektrotechnik als Isoliermaterialien oder als Basismaterial für die Herstellung von Leiterplatten verwendet.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt und üblich, mit Glasfasern verstärkte Schichtpreßstoffe in den Arbeitsgängen
- Imprägnieren von Trägerbahnen
- Pressen von geschnittenen und geschichteten Trägerbahneη
in unterschiedlichen Dicken herzustellen. Bei Durchführung des Imprägniervorganges auf Vertikalimprägnieranlagen entstehen besonders gleichmäßig beschichtete Trägermaterialien, die Hauptsächlich als Leiterplattenvormaterial Verwendung finden. Die Nutzung dieser Vorteile beim Imprägnieren von Glasfaservlies scheitert allgemein daran, daß trotz Einsatz von
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zusätzlichen Bindemitteln bei der Vliesherstellung die für die Imprägnierung des Vliesmaterials auf Vertikalimprägnieranlagen notwendige Reißfestigkeit bei den für die Schichtpreßstoffherstellung erforderlichen hohen Harzgehalten von 200 - 500 %9 bezogen auf die Vliesmasse, nicht gegeben ist.
Es ist weiterhin bekannt, daß Schichtpreßstoffe aus einer Kombination von Glasseidengewebe und Glasfaservlies produziert werden, wobei das Imprägnieren des Vliesmaterials aber horizontal erfolgt.
Ziel der Erfindung
Die erfindungsgemäße Lösung soll es ermöglichen, eine Imprägnierung von Glasfaservlies auf Vertikalimprägnieranlagen durchführen zu können.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die auf das Glasfaservlies wirkenden mechanischen Zugkräfte zu ver~ mindern.
Die Merkmale der Erfindung bestehen darin, daß die Träge rimprägnie rung von Glasfaservliesbahn und Glasseidengewebebahn mit einer füllstoffhaltigen Imprägnierlösung gleichzeitig in einem Arbeitsgang auf einer Vertikalimprägnieranlage erfolgt und die beim Imprägnier- und Trocknungsvorgang in den Trägerbahnen auftretenden Zugkräfte von der Glasseidengewebebahn übernommen werden, daß der Anteil der der Imprägnierlösung zugesetzten Füllstoffe 50 - 100 % beträgt und daß die Glasseidengewebebahn in einem vorgelagerten Arbeitsgang vorimprägniert werden kann.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
21t 015
Ausführungsbeispiel
Die mit oder ohne Finish vorbehandelten Flächengebilde aus Glasfaservlies und Glasseidengewebe werden von entsprechenden Abrollvorrichtungen der Imprägniereinrichtung getrennt zugeführt. Die Imprägniereinrichtung besteht bekannterweise aus
- Lackwanne mit Lackumwälsung
- Abquetschwalzen oder Rakeln
- Einrichtungen zur Regelung der Lackviskosität Zur Imprägnierung werden beide Flächengebilde gleichzeitig so durch die Lackwanne geführt, daß die Glasseidengewebebahn die Glasfaservliesbahn trägt. Die Regelung des Harzauftrages erfolgt in bekannter Weise durch
- einfachen Tauchvorgang bei konstanter Harzviskosität
- oder im Abquetschverfahren über Abquetschwalzen
- oder durch Abstreifen des überschüssigen Harzes mittels Rakeln.
Die Bahntrocknung und Erreichung eines definierten Vernetzungsgrades erfolgt in vertikal angeordneten, geheizten, ca. 15 m hohen Trockenzonen; dabei übernimmt die mit der Glasfaservliesbahn parallel laufende Glasseidengewebebahn, bedingt durch die zwischen beiden Bahnen bestehende Haftung, die mechanischen Zugkräfte. Die Glasseidengewebebahn kann schon in einem vorgelagerten Arbeitsgang eine Vorimprägnierung erhalten; diese Vorimprägnierung wirkt sich nicht negativ auf die Haftfähigkeit zwischen beiden Trägerbahnen aus. Den an sich bekannten verwendeten Imprägnierlösungen (z. B. ein Epoxidharz-Dicyandiamid-System, gelöst in Athylazetat, Azeton oder Butanon, Viskosität der Imprägnierlösung 100 - 2000 cP) werden 50 - 100 % Füllstoffe, wie
- Quarzmehl
- Glaskurzfaser
- Titandioxid zugesetzt.
Die imprägnierten Bahnen werden in bekannter Weise getrocknet,.zugeschnitten und zu tafelförmigen Schichtpreßstoffen verpreßt.
Die Materialdichte des fertigen Erzeugnisses beträgt ca. 1,7 g/cm , die Biegefestigkeit beläuft sich auf = 3000 kp/cm2.
Bei einer Kaschierung mit Cu-Folie beträgt die Haftfestigkeit der Folie 2,0 Kp/cm.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von Schichtpreßstoffen aus Glasfaservlies und Glasseidengewebe, gekennzeichnet dadurch, daß die Trägerimprägnierung von Glasfaservliesbahn und Glasseidengewebebahn mit einer füllstoffhaltigen Imprägnierlösung gleichzeitig in einem Arbeitsgang auf einer Vertikalimprägnieranlage erfolgt und die beim Imprägnier- und Trocknungsvorgang in den Trägerbahnen auftretenden Zugkräfte von der Glasseidengewebebahn übernommen werden.
2. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Anteil der der Imprägnierlösung zugesetzten Füllstoffe 50 - 100 % beträgt.
3. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Glasseidengewebehahn in einem vorgelagerten Arbeitsgang vorimprägniert werden kann.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD21101579A DD142016A1 (de) | 1979-02-14 | 1979-02-14 | Verfahren zur herstellung von schichtpressstoffen aus glasfaservlies und glasseidengewebe |
Applications Claiming Priority (1)
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| DD21101579A DD142016A1 (de) | 1979-02-14 | 1979-02-14 | Verfahren zur herstellung von schichtpressstoffen aus glasfaservlies und glasseidengewebe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD142016A1 true DD142016A1 (de) | 1980-06-04 |
Family
ID=5516744
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD21101579A DD142016A1 (de) | 1979-02-14 | 1979-02-14 | Verfahren zur herstellung von schichtpressstoffen aus glasfaservlies und glasseidengewebe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD142016A1 (de) |
-
1979
- 1979-02-14 DD DD21101579A patent/DD142016A1/de not_active IP Right Cessation
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