DD142175A5 - Verfahren zur herstellung von harter koerniger aktivkohle - Google Patents
Verfahren zur herstellung von harter koerniger aktivkohle Download PDFInfo
- Publication number
- DD142175A5 DD142175A5 DD79211397A DD21139779A DD142175A5 DD 142175 A5 DD142175 A5 DD 142175A5 DD 79211397 A DD79211397 A DD 79211397A DD 21139779 A DD21139779 A DD 21139779A DD 142175 A5 DD142175 A5 DD 142175A5
- Authority
- DD
- German Democratic Republic
- Prior art keywords
- granules
- item
- weight
- less
- activated carbon
- Prior art date
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B32/00—Carbon; Compounds thereof
- C01B32/30—Active carbon
- C01B32/354—After-treatment
- C01B32/384—Granulation
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Carbon And Carbon Compounds (AREA)
- Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)
Description
Verfahren zur Herstellung von harter körniger Aktivkohle
Anwendungsgebiet der Erfindung
i4R
Die Erfindung betrifft die Herstellung von körniger Aktivkohle, sie betrifft insbesondere ein neues und verbessertes Verfahren zur Herstellung von körniger Aktivkohle aus Moorkohle (schwarzem Lignit), die (der) mit einer verdünnten anorganischen Säure behandelt'wird, sowie die nach diesem Verfahren hergestellte nei?.e und verbesserte körnige Aktivkohle mit Eigenschaften, die sie für die Verwendung bei der Wasser« und Abwasserbehandlung und für andere Anwendungszwecke, einschließlich der Luftreinigung, geeignet machen.
Zur Erleichterung des Verständnisses der in der vorliegenden Anmeldung beschriebenen Erfindung werden nachfolgend zunächst einmal die .hier verwendeten verschiedenen Ausdrücke definiert»
Unter der "Abriebszahl" ist ein Maß für die Beständigkeit der Aktivkohlekörnchen gegen Zerfall beim mechanischen Reiben zu verstehen« Sie wird dadurch bestimmt, daß man eine Probe in einer Pfanne auf einer Vorrichtung mit Stalilkugeln in Kontakt bringt und den Inhalt eine gegebene Zeitspanne schüttelt und
Berlin, den 28# 8O 1979 AP C 01 B/211 397 GZ 55 079 11
die dabei resultierende Teilcliengroßenverteilung und damit den mittleren Teilehendurchmesser- bestimmt«, Die Abriebszahl ist das Verhältnis zwischen dem durchschnittlichen (mittleren) Teilcheridurchmesser nach dem Versuch und dem ursprünglichen durchschnittlichen (mittleren) Teilchendurehmesser (bestimmt durch Siebanalyse), multipliziert mit dem Paktor 100,
Unter "Aktivkohle" ist eine Kohle zu verstehen„ die durch Erhitzen auf eine hohe Temperatur, -vorzugsweise mit Wasserdampf oder Kohlendioxid, als gasförmigem Aktivierungsmittel zur Erzeugung einer inneren porösen Teilchenstruktür "aktiviert" worden -ist« ,
Unter "Aktivierung" oder "Aktivieren" ist das Erhitzen von Kohle auf hohe Temperaturen in der Größenordnung von etwa 600 bis etwa 1000 0C in Gegenwart eines gasförmigen Aktivierungsraittels. wie an sich bekannt, zu verstehen« Die Erhitzungsgeschwindigkeit während der Aktivierung von der minimalen Aktiviertmgstemperatur bis zu der maximalen Aktivierungstemperatur kann stark variierens beispielsweise von etwa 100 bis etwa 1000 C pro Stunde, sie liegt jedoch in der Regel näher bei 100 0C pro Stunde.
Die "Adsorptionsisotherme" ist -ein Maß für das Adsorptionsvermögen eines Adsorbens {z„ B0 von körniger Aktivkohle) als' Punktion der Konzentration-oder des Druckes des Adsorbats (wie ζ, B* Ή2) bei einer gegebenen Temperatur* Sie ist definiert als die konstante Temperaturbeziehung zwischen'der pro Gewichtseinheit Adsorbens absorbierten Menge und der Gleichgewichtskonsentration oder dem Partialdrucke
Berlin, den 28. 8. 1979 AP C 01 B/211 397 GZ 55 079 11
21 Γ397 '-3-
Unter der "Schüttdichte" ist das Gewicht pro Volumeneinheit der homogenen körnigen Aktivkohle zu verstehen«, Um eine einheitliche Packungsdichte der Körnchen während der Messung sicherzustellen, wird zum Füllen der Meßeinrichtung ein vibrierender Trog verwendet,
"Asche" ist ein Hauptmineralbestandteil von Kohle,-Kohlenstoff und Pech, Sie wird normalerweise definiert in Gew«-%, nachdem eine gegebene Menge einer Probe verascht worden ist«
Unter dem "durchschnittlichen (mittleren);Teilchendurchmesser" ist der gewichtsdurchschnittliche Durchmesser einer körnigen Aktivkohleprobe su verstehen« Es wird eine Siebanalyse durchgeführt und der durchschnittliche Teilchendurchmesser wird errechnet durch Multiplizieren des Gewichtes jeder Fraktion mit ihrem durchschnittlichen Durchmesser, Addieren der Produkte und Dividieren durch das Gesamtgewicht der Probe» Der durchschnittliche Durchmesser jeder Fraktion wird als mittlere Teilchengröße zwischen der Sieböffnung, welche die Fraktion noch passiert, und der Sieböffnung., auf der die Fraktion zurückgehalten wird, genommen«, Er wird in der Regel in mm ausgedruckt,
Bei der "Tetrachlorkohlenstoff-Aktivitätszahl" handelt.es sich um den Prozentsatz des Anstiegs des Gewichtes eines Bettes aus Aktivkohle" im Gleichgewichtszustand, nachdem Luft, das bei 0 0C mit Tetrachlorkohlenstoff" gesättigt worden ist, bei 25 0C durch die Aktivkohle hindurchgeleitet worden ist» Sie ist in % angegeben,,
Unter der "Verkohlung" ist das Erhitzen von Kohle auf niedrige
Berlin^ den 28C 8. 1979 AP C Oi B/211 397 GZ 55 079 11
-». 4
Temperaturen in der Größenordnung von etwa 175 bis etwa 275 0C in Gegenwart von Sauerstoff zu verstehen«.
Die "Verkokungszahl" wird in der Regel ausgedrückt durch den Prozentsatz an Restkohlenstoff, der erhalten wird, wenn eine trockene Probe von Kohle, Teer oder Pech für eine gegebene Zeitspanne bei einer spezifischen Temperatur, welche die verfügbare Sauerstoffmenge begrenzt, verdampft oder pyrolysiert wird (ASTM-Verfahren D-2416)e Die Verkokungszahl, ausgedrücktin % Restkohlenstoff,· zeigt die Koksbildungseigenschaften des Materials an» . '
,Unter der "Entfernung von flüchtigen Stoffen" ist das Erhitzen von Kohle auf mittlere Temperaturen in der Größenordnung von etwa 400 bis etv^a 600 C in einer sauerstofffreien Atmosphäre zu verstehen.
Unter einer "direkten Aktivierung" oder einem "direkten Aktivieren" ist das direkte (ohne vorherige Verkohlung und Ent™ fernung von flüchtigen Stoffen) und schnelle (mit einer Erhitzungsgeschwindigkeit von etwa 500 0C oder mehr pro Stunde) Erhitzen von Kohle, vorzugsweise in körniger Form, auf eine Aktivierungstemperatur oberhalb dor Temperatur zur Entfernung der flüchtigen Stoffe (in der Größenordnung von 600 bis 1000 0C) in einer ein gasförmiges Aktivierungsmittel -enthaitenden Atmosphäre und das Aufrechterhalten der gewünschten Aktivierungstemperatur für die gewünschte Zeitspanne zu verstehen O
Unter "körniger Aktivkohle" ist Aktivkohle mit einer Teilchengröße in mm (mesh), die nicht weniger als etwa 0,42 mm (40
Berlin, den 28. 8. 1979 AP C 01 B/211 397 GZ 55 079 11
^Cif - 5 -
mesh) und vorzugsweise nicht weniger als etwa 0,25 nun (60 mesh) beträgt«
Unter der "Jodzahl" sind die mg Jod zu verstehen, die bei einer Gleichgewichtsfiltratkonzentration von O502 η Jod adsorbiert werden. Sie wird gemessen durch Inkontaktbringen einer einzelnen Kohlenstoffprobe mit einer Jodlösung und Extrapolieren auf 0,02 η durch eine angenommene Isothermen-Neigung. Diese Zahl kann in Beziehung gesetzt werden zu der Fähigkeit der körnigen Aktivkohle, Substanzen mit einem niedrigen Molekulargewicht zu adsorbieren.
Unter der "Teilchengröße in mm (mesh)" ist die Teilchengröße der Körnchen, bestimmt mittels Sieben der US-Siebreihe oder der Tyler-SiebreihOj zu verstehen. In der Regel bezieht sich dieser Ausdruck auf die lichten Maschenweiten der beiden Siebe einer der oben genannten Siebreihen, zwischen die die Hauptmasse einer Probe fällt. So bedeutet beispielsweise der Ausdruck "2,35 mm/0,60 mm (8/30 mesh), daß 90 Gew..-% der Probe ein Sieb mit einer lichten Maschenweite von 2,35 mm (8 mesh) passieren, jedoch von einem Sieb mit einer lichten Maschenweite von 0,60 mm (30 mesh)-zurückgehalten werden. Alternativ bezieht sich dieser Ausdruck auf eine maximale Teilchengröße, z. B. eine solche, welche die Feinheit eines Pulvermaterials definiert. So bedeutet beispielsweise der Ausdruck "65 Gew.-SS - <0s044 mm (325 mesh)-Pulver", daß 65 Gew.-% einer gegebenen Probe ein Sieb mit einer lichten Maschenweite von O5044 nun (3255 mesh) passieren»
Die"Melassenzahl" wird errechnet aus dem Verhältnis zwischen der optischen Dichte des Filtrats einer mit einer Stan~
Berlin, den 28. 8Θ 1979 AP C 01 B/211 397 GZ 55 079 11
dard-Aktivkohle behandelten Melasse-Losung und der optischen Dichte der fraglichen Aktivkohle* " .
Unter "Pech" ist eine schwarze oder dunkle viskose Substanz zu verstehen, die als Rückstand erhalten wird bei der' Destillation von organischen Materialien und insbesondere Teeren«
Unter "Pulver" ist hier pulverförmige Aktivkohle zu verstehen,, die eine Teilchengröße in mm (mesh) aufweist, die unterhalb etwa Oj42·mm (40 mesh), vorzugsweise unterhalb etwa Oj25 mm (60 mesh) liegt· Je größer die "Anzahl der Maschen des Siebes ist, um so geringer ist die Teilchengröße*
Unter "Moorkohle" bzw.. "schwarzem Lignit" ist eine Zwischenstufen-Kohle zu verstehen, die in ihrer Qualität oberhalb der Lignit- und Braunkohle, jedoch unterhalb der Steinkohle liegt» In dem Zustand, in dem sie erhalten wird, hat sie, beaogen auf das Gewicht, die folgende Analyse; ^
(1) Kurzanalyse; etwa 10 bis etwa 25 % Feuchtigkeit, etwa 35 bis etwa 45 % flüchtige Stoffe, etw-a 2 bis etwa 5 % Asche und etwa 25 bis etwa 45 % gebundenen Kohlenstoff«, und
(2) Elementaranalyse: etwa 65 bis etwa 75 % Kohlenstoffs etwa 4 bis etwa 8 % Wasserstoff, etwa 0,5 bis etwa 2,0 % Stickstoff und etwa O9S bis etwa 1,0. % Schwefel (vgl. ASTM-Standard D~388~66).
Unter der "Oberflächengröße" ist die Oberflächengröße pro Gewichtseinheit der körnigen Aktivkohle su verstehen; sie wird' bestimmt aus der Stickstoffadsorptionsisothenne nach dem Verfahren von Brunauer, Emmett und Teller (BET-Verfahren) und sie wird ausgedrückt in HfYg0
Berlin, den 28. 8.· 1979 AP C 01 B/211 397 GZ 55 079 11
1 1 3f? -τ-
Körnige Aktivkohle eignet sich insbesondere für die Behandlung von Wasser und Abwasser nicht nur weil sie hoch-wirksam ist bei der Reinigung des Zustromes als auch des Abstroms aus kommunalen und industriellen Systemen, sondern auch deshalb, weil sie für die wiederholte Verwendung regeneriert werden kann. Um diese Ziele zu erreichen, muß sie jedoch bestimmte Eigenschaften aufweisen, nämlich eine minimale Oberflächengröße von etwa 900 m /g zur Erzielung eines ausreichenden Adsorptionsvermögens, eine minimale Jodzahl von etwa 900 zur Erzielung einer ausreichenden Adsorption von Substanzen mit niedrigem Molekulargewicht, eine minimale Melassenzahl von etwa 200 zur Erzielung einer ausreichenden Entfärbung, einen maximalen Aschegehalt von nicht mehr als etwa 12 Gew,-%, vorzugsweise von nicht mehr als etwa 8 Gew.-% zur Erzielung einer hohen Reinheit, eine maximale Abriebszahl von etwa 70 und vorzugsweise von nicht weniger als etwa 80 zur Erzielung einer ausreichenden Härte in bezug auf die Aufrechterhaltung der.Kornintegrität bei der Verwendung und Regenerierung sowie eine minimale Schüttdichte von nicht weniger als etwa 0,46 g/ cm , vorzugsweise von nicht weniger als etwa 0,48 g/cm , zur Erzielung von Dichten, dicht gepackten Betten und Säulen, die für die Behandlung von Wasser und Abwasser benötigt werdenc Körnige Aktivkohle eignet sich auch für Gas- und Luftreinigungszwecke. Bei diesen Anwendungen sollte die O'odzahl nicht unterhalb eines Minimums von etwa 1000 liegen und die Melassenzahl sollte nicht weniger als 200 betragen, wobei besonders bevorzugt sind eine Jodzahl von etwa. 1050 und eine Melassenzahl von etwa 180 und eine minimale Tetrachlorkohlenstoffzahl von etwa 50» insbesondere von etwa 60,
Berlin, den 28β 8β 1979 AP C 01 Β/211 397 GZ 55 079 11
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
ist bekannt, diese Eigenschaften dadurch zu erzielen, daß man körnige Aktivkohle aus Steinkohle und aus Moorkohle (schwarzem. Lignit) herstellt, wie beispielsweise in den US- Patentanmeldungen.818 700 und 818 699 sowie in der US-PS 4 032 476 beschrieben«, Es ist bisher jedoch kein Verfahren bekannt, bei dem dieses Ziel erreicht wird durch Behandlung von Moorkohle (schwarzem Lignit) mit einer verdünnten anorganischen Säure ohne Verkohlung oder Entfernung von flüchtigen Stoffen vor der Aktivierung.
Wie in der erwähnten US-Patentanmeldung Hr, 818 700 beschrieben, kann eine harte, körnige Aktivkohle nicht aus Steinkohle hergestellt werden, ohne daß die Körnchen vor der Entfernung der flüchtigen Stoffe und der Aktivierung einer Verkohlung 'Unterworfen werden* In Versuchen wurden Körnchen von flüchtigen Stoffen befreit ohne Durchführung der Verkohlungsstufe, wobei man eine gesinterte Masse (anstelle von Körnchen) erhielt, die für die Aktivierung ungeeignet war, was auf die Notwendigkeit und Bedeutung der Durchführung der Stufen der Verkohlung und der Entfernung der flüchtigen Stoffe bei Steinkohle hinweist«, Die Durchführung der Verkohlung oder Oxydation wurde bisher als wesentlich angesehen bei der Herstellung von Aktivkohle nicht nur aus Steinkohle, wie in der US-PS 3 483 134 beschrieben, sondern auch aus Steinkohle, Moorkohle oder Lignitkohle, wie in der US-PS 3 876 505 beschrieben. In der US-PS 4 014 817 ist eine Verbesserung des Verfahrens gemäß der US-PS 3 876 505 beschrieben, die darin besteht, daß man die Kohle vor der Durchführung des Herstellungsverfahrens mit Säure wäscht, aber auch
Berlin, den 28.· 8. 1979 AP C 01 B/211 397 GZ 55 079 11
in diesem Verfahren ist die Oxydationsstufe noch erforderlich. Außerdem ist in keiner dieser Patentschriften ein hartes, körniges Aktivkohlepordukt beschrieben.
In der oben genannten US-Patentanmeldung 818 700 ist ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von harter, körniger Aktivkohle aus Moorkohle (schwarzem Lignit) beschrieben, bei dem die Kohle mit einer anorganischen Säure behandelt wird und die Verkohlungs- oder Oxydationsstufe vor der Entfernung der flüchtigen Stoffe in einer sauerstofffreien Atmosphäre eliminiert wird.
Ziel der Erfindung
Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines neuen und verbesserten Verfahrens zur Herstellung von harter körniger Aktivkohle aus billiger Moorkohle (schwarzem Lignit) anstelle von teurer Steinkohle sowie die Bereitstellung einer neuen und verbesserten harten körnigen Aktivkohle,' die nach diesem Verfahren hergestellt worden ist und die oben genannten erwünschten Eigenschaften in bezug auf die Adsorption (gemessen durch die Oberflächengröße und. die Jodzahl), die Entfärbung (gemessen durch die Melassenzahl), die Gas™ und Luftreinigung (gemessen durch die Tetrachlorkohlenstoffzahl), die Reinheit (gemessen durch den Aschegehalt), die Härte ' (gemessen durch die Abriebszahl) und die Dichte (gemessen durch die Schüttdichte) aufweist, die sie für die Verwendung bei der Behandlung von Wasser und Abwasser und für andere Anwendungszwecke einschließlich der Gas~ und luftreinigung geeignet machen.
Berlin," den 28 β 8. 1979 AP C 01 Β/211 397 GZ 55 079 11
1 3f I -10 -
Darlegung des Wesens der Erfin
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die beiden Stufen der Verkohlung und Entfernung der flüchtigen Stoffe, die für die Behandlung von Steinkohle erforderlich sind, zu eliminieren und die Gesamtausbeute an körniger Aktivkohle beträcht-= lieh zu erhöhen durch eine geeignete B.ehandlung der Moorkohle mit einer verdünnten wäßrigen Lösung einer anorganischen Säure mit oder ohne Zugabe eines kohlenstoffhaltigen Bindemittels und ohne Entfernung der flüchtigen Stoffe vor der Aktivierung,
Gegenstände der Erfindung sind demzufolge
1, ein Verfahren zur Herstellung von harter, körniger Aktivkohle, die für die Verwendung bei der Behandlung von Wasser und Abwasser und für andere Anwendungsjswecke, wie z0 B« die Gas- und Luftreinigung} geeignet ist, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man aus Moorkohle (schwarzem Lignit') Körnchen herstellt, die Körnchen mit einer verdünnten wäßrigen Lösung einer anorganischen Säure einer vorgegebenen Konzentration behandelt, um den Gehalt an flüchtigen Stoffen herabzusetzen und dadurch den Gehalt an gebundenem Kohlenstoff zu erhöhen, indem man die Körnchen mit der Säure mischt, die Säure abwäscht und die Körnchen mindestens teilweise bis zu einem Feuchtigkeitsgehalt unterhalb etwa 23 Gew,-% trocknet, die behandelten Körnchen mit 0 biß etwa 15 Gewe-% eines kohlenstoffhaltigen Bindemittels, wie Pech, mischt, die behandelten Körnchen zu einen feinen Pulver zerkleinert, das Pulver preßt zur Bildung von Formkörpern, die Formkörper zerkleinert unter erneuter Bildung
Berlin, den 28. 8. 1979 AP C 01 B/211 397 -GZ 55 079 11
t 1 397. -« -
von Körnchen und anschließend die erneut gebildeten Körnchen direkt aktiviert durch direktes Erhitzen auf und bei einer Temperatur oberhalb der Temperatur der Entfernung der flüchtigen Stoffe in einer ein gasförmiges Aktivierungsmittel enthaltenden Atmosphäre sowie *
2„ eine harte, körnige Aktivkohle, die nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren hergestellt worden ist und die physikalische Eigenschaft einer hohen Kornintegrität aufweist, die ihre wiederholte Handhabung, Verwendung, Regenerierung und Wiederverwendung erlaubt*
Die Formkörper können verschiedene Konfigurationen haben, die größer sind als die Körnchen, z. B. kann es sich dabei um _ Pellets, Briketts, dünne Platten mit einem gerippten Querschnitt und dgl., handeln. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird eine Aktivkohle hergestellt, bei der die Körnchen aus Moorkohle (schwarzein Lignit) einen Feuchtigkeitsgehalt von nicht mehr als etwa 25 Gew,-%, vorzugsweise von etwa 10 bis etwa 25 Gewe-%, und einen Aschegehalt von nicht mehr als etwa 5 GevK-%, vorzugsweise von etwa 2 Gewe-%, aufweisen. Dabei handelt es sich bei der Säure um irgendeine geeignete anorganische Säure, wie z. B, HgSO., HoPO^5 HCl, KKfO., oder eine der Oxysäuren von Schwefel, Phosphor, Chlor und Stickstoff ulid Mischungen davon» wobei die bevorzugte Säure H^PO. ist, und wobei die Säurekonzentration etwa 1 bis etwa 25 Gew.-% beträgt«. Die behandelten Körnchen werden zu einem Pulver zerkleinert, bei dem nicht weniger als etwa 60 Gew.-% eine Teilchengröße von £0,044 mm (-325 mesh), vorzugsweise mehr als etwa 65 Gev;„-% eine Teilchengröße von < 0,044 mm (-325 mesh),
Berlin; den 28, 8e 1979 AP C 01 B/211 397 GZ 55 079 11
d. I I *j P § - 12 «
insbesondere etwa 75 bis etwa 85 Gew,_% eine Teilchengröße von 's 0,044 mm (-325 mesh).aufweisen; das„Pulver wird komprimiert oder gepreßt unter Bildung von Formkörpern unter Anwendung eines Druckes von etwa 2810 kg/cm (40 000 psi) oder mehr oder das Pulver wird kontinuierlich gepreßt zur Herstellung von Formkörpern und die Feinteile werden im Kreislauf zurückgeführt; und danach werden- die Körnchen direkt aktiviert durch Erhitzen derselben auf eine Temperatur von e^wa 600 bis etwa 1000 C für einen Zeitraum von.etwa 1 bis etwa 6 Stunden sur Erzielung einer Gesamtausbeute an körniger Aktivkohle von nicht weniger als etwa 22 Gew*~%, vorzugsweise von nicht weniger als etwa 24 Gew*-%, bezogen auf das Trockengewichte
Das erfinduagsgemäße Verfahren wird derart ausgeführt, daß eine körnige Aktivkohle erhalten wird, die nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren hergestellt worden ist und eine
Oberflächengröße von nicht weniger als etwa 900 m /g, vor™
zugsweise von nicht weniger als etwa 1000 m /g, eine Jodzahl von nicht weniger als etwa 900, vorzugsweise von nicht weniger als etwa 1000, einen Aschegehalt von nicht mehr als etwa 12 GeWo-%, vorzugsweise von nicht mehr als etwa 8 Gew,--%, insbesondere von nicht mehr als 'etwa 7 Gewe-%, eine Abriebszahl von nicht weniger als etwa 70, vorzugsweise von nicht weniger als etwa 75 und insbesondere von nicht weniger als etwa 8O5 eine Schüttdichte (scheinbare Dichte) von nicht weniger als etwa 0,46 g/car, vorzugsweise von nicht weniger als etwa. O548 g/cm , und eine Melassenzahl von nicht weniger als etwa 20O5 vorzugsweise von nicht weniger als etwa 220 bei einer harten, körnigen Aktivkohles die für die Wasser-, und Abwasserbehandlung geeignet ist,, und bei einer harten, körnigen Aktivkohle, die für Gas™ oder Lu.ftreinigungszwecke ge-
Berlin, den 28. 8. 1979 AP C 01 B/211 397 GZ 55 079 11
eignet ist, sowie zusätzlich zu den oben genannten Eigenschaften eine niedrige Melassen-Zahl, d. tu eine solche von weniger als etwa 200,. vorzugsweise von etwa 180, und eine Tetrachlorkohlenstoffzahl von mindestens etwa. 5O5 vorzugsweise von etwa 60, aufweist.
Die Erfindung betrifft insbesondere ein Verfahren, bei dein die Säurekonzentration verhältnismäßig niedrig ist, nämlich etwa 1 bis etwa 12 Gew«~%, vorzugsweise etwa 2 bis etwa 5 Gew«-%, beträgt und eine körnige Aktivkohle, die nach diesem Verfahren hergestellt worden ist und insbesondere geeignet ist für die Behandlung von Wasser und Abwasser, die eine minimale Jodsahl von 900, eine minimale Melassenzahl von 200, vorzugsweise eine Jodzahl von 950, eine Melassenzahl von 220 oder höher, und eine Abriebszahl von mindestens 70 oder höher aufweist»
Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren, bei dem die Säurekonzentration verhältnismäßig hoch ist, nämlich etwa 12 bis etwa 25 GeWc-%, vorzugsweise etwa 15 bis etwa 25 Gew„-%, beträgt und eine körnige Aktivkohle, die nach diesem Verfahren hergestellt worden ist und insbesondere geeignet ist für Gas- und Luftreinigungezwecke und die eine minimale Jodzahl von etwa iOOO, eine sehr niedrige Melassenzahl, de he eine, solche von weniger als etwa 200, vorzugsweise eine Jodzahl von etwa I050 und eine Melassenzahl von etwa 180, sowie eine minimale Tetrachlorkohlenstoffzahl von etwa 50, vorzugsweise von etwa 6O5 aufweist.
Insbesondere betrifft die Erfindung ein Verfahren, bei dem die Körnchen nach dem V/aschen zur Entfernimg der Säure teil-
Berlin, den 28. 8. 1979 AP C 01 B/21-1 397 GZ 55 079 11
weise getrocknet werden-bis auf einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 10 bis etwa 25 Gewc~%, vorzugsweise von etwa 15 Gewe-%, unter Zugabe von 0 % eines kohlenstoffhaltigen Bindemittels $ wobei die Geeamtausbeute nicht weniger als etwa 22 Gew.-%, vorzugsweise nicht weniger als etwa 25 Gew,-%, bezogen auf die trockene KoIiIe5 beträgt, und eine körnige Aktivkohle, die nach diesem Verfahren hergestellt worden ist und eine Oberflächengröße von nicht weniger als etwa 900 m /g, eine Jodzahl von nicht weniger als etwa 1000, einen Aschegehalt von nicht mehr als etwa 6 GeWo-%, eine Abriebszahl von nicht weniger als etwa 70, vorzugsweise von nicht weniger als etwa 80s und eine Schüttdichte von nicht weniger als etwa 0,48'g/cnr aufweist*
Erfindungsgemäß wird auch ein pechfreies Verfahren ausgeführt, bei dem als Säure HoPO. verwendet wird und die Gesamtausbeute nicht weniger als etwa 22 Gewe-$, bezogen auf die trockene Kohle, beträgt, und eine körnige'Aktivkohle gewonnen, die nach diesem Verfahren hergestellt worden ist und einen Aschegehalt von nicht mehr als etwa 6 Gew.-% sowie eiue Schüttdichte von nicht weniger als etwa 0?47 g/cm aufweist«
Weiterhin wird erfindungsgemäß ein Verfahren ausgeführt, bei dem als Säure H0PO. verwendet wird, die Körnchen nach.dem . Waschen zur Entfernung der Säure bis auf einen Feuchtigkeitsgehalt von weniger als etwa 15 Gew*-%, vorzugsweise von etwa 10 Gew.-% oder darunter, getrocknet und danach mit etwa 5 bis etwa 15 GevK-% eines kohlenstoffhaltigen Bindemittels, wie Pech, gemischt werden, wobei die Gesamtausbeute nicht weniger als etwa 24 Gev/e-%, vorzugsweise nicht weniger als etwa 30 Gew«-%, bezogen auf das Trockengewicht der Kohle/Bindemittel-
Berlin, den 28# 8/1979 AP C 01 Β/211 397 GZ 55 079 11
1 1 397
- 15 - '
Mischung, beträgt und eine körnige Aktivkohle gewonnen, die nach diesem Verfahren hergestellt worden ist und eine Ober- flächengröße von nicht weniger als etwa 900 πΓ/g, eine Jodzahl von nicht weniger als etwa 940» vorzugsweise von nicht weniger als etwa 1000, einen Aschegehalt von nicht mehr als etwa β Gevjt-%, eine Abriebszahl von nicht weniger als etwa 70, vorzugsweise von nicht weniger als etwa 80, eine Schuttdichte von nicht weniger als etwa 0,48 g/cm , vorzugsweise
von nicht weniger als etwa 0,49 g/cm , und eine Melassenzahl von nicht weniger als etwa 210, vorzugsweise von nicht weniger als etwa 220, aufweist.
Ein bevorzugter Gedanke der Erfindung liegt in einer körnigen Aktivkohle, die aus Moorkohle (schwarzem Lignit) hergestellt wird durch Zerkleinern und Sieben der Kohle in dem Zustand, in dem sie vorliegt, die etwa 10 bis etwa 25 Gew,~% Feuchtigkeit enthält, unter Bildung von Körnchen einer Teilchengröße zwischen 2,35 und 0,60 mm (8/30 mesh), durch Behandeln der Körnchen mit einer verdünnten wäßrigen Lösung einer anorganischen Säure mit einer Konzentration von etwa 1 bis etwa 25 Gew.-% zur Herabsetzung des Gehaltes an flüchtigen Stoffen und damit zur Erhöhung des Gehaltes an gebundenem Kohlenstoff, wobei die jeweilige Konzentration so gewählt wird, daß die Aktivkohle die gewünschte Aktivität und Porosität aufweist, wobei man die Körnchen mit der Säure mischt, die Säure herauswäscht und die Körnchen mindestens teilweise bis auf einen Feuchtigkeitsgehalt von unterhalb etwa 25 Gewe-$ trocknet. Die Körnchen werden mit 0 bis etwa 15 Gew,-% Kolilenteerpech gemischt. Die auf diese Weise behandelten Körnchen werden zu einem feinen Pulver gemahlen, das eine solche Teilchengrößenvorteilung aufweist, daß nicht
Berlin, den 28. 8. 1979 AP C 01 Β/211 397 GZ 55 079 11
weniger als etwa 60 Gew*-% eine Teilchengröße von £ O9044 mm (-325 mesh), vorzugsweise mehr als etwa 65 Gew»-% eine Teilchengröße von <.0,044 mm (-=325 mesh) aufweisen, das unter hohem Druck zu Pormkörpern, wie z, B„ Pellets oder dünnen, gerippten.Platten, gepreßt und dann granuliert wird zur er- · neuten Herstellung von Körnchen mit einer Teilchengröße zwischen 3s30 mm und 0,84 mm (6/20 mesh). Diese erneut gebildeten Körnchen werden dann direkt aktiviert ohne vorherige Verkohlung und Entfernung der flüchtigen Stoffe, indem man sie direkt auf und bei einer Temperatur erhitzt, die oberhalb der Temperatur zur Entfernung der flüchtigen Stoffe liegt, in einer ein gasförmiges Aktivierungsmittel enthaltenden Atmosphäre« Zur Herstellung von harter körniger Aktivkohle, die für die Behandlung von Wasser und Abwasser geeignet ist, bei der die bevorzugten Eigenschaften eine minimale Jodzahl von 900, eine minimale Melassenzahl von 200, insbesondere eine Jodzahl von 950, eine Melassenzahl von 220 oder höhers und eine Abriebszahl von mindestens 70 oder höher sind, wird für die Durchführung der Säurebehandlung in dem Verfahren eine niedrigere Säurekonzentration von etwa 1 bis etwa 12 Gew»-%, vorzugsweise von etwa 2 bis etwa 5 Ge\v.-%, angewendete Zur Herstellung von harter, körniger Aktivkohle, die für Gas- und Luftreinigungszwecke geeignet ist, bei der die bevorzugten Eigenschaften eine minimale Jodzahl von 1000, eine sehr niedrige Melassenzahl, d:, tu eine solche von weniger als 200, insbesondere eine Jodzahl von 1050 und eine Melassenzahl von etwa 180, und eine minimale Tetrachlorkohlenstoffzahl von 50, insbesondere von 60, sind, wird zur Durchführung der Säurebehandlung in dem Verfahren eine verhältnismäßig hohe Säurekonzentration von etwa 12 bis etwa 25 Gev?*-%, vorzugsweise von
Berlin, den 28. 8; 1979 AP C 01 B/211 397 GZ 55 079 11
-in _
etwa 15 bis etwa 25 Gew.-%, angewendet. Weitere Ziele, Merk male und Vorteile der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung hervor.
Die beiliegende Zeichnung zeigt ein Blockdiagramm oder Fließschema, welches in schematischer Weise die verschiedenen Stufen des erfindungsgemäßen Verfahrens sowie das dabei erhaltene Produkt, die beide Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind, erläutert.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf sieben Beispiele näher erläutert, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein.
Die nachfolgend beschriebenen Beispiele 1 bis 7 repräsentieren bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung, die in der beiliegenden Zeichnung schematisch dargestellt sind«, Es sei darauf hingewiesen, daß die Stufe zur Entfernung der flüchtigen Stoffe, von der man bisher annahm, daß sie erforderlich sei, wie in der US-Patentanmeldung 818 700 angegeben, eliminiert werden kann. Das erfindungsgemäße Verfahren umfaßt daher allgemein die Stufen der Granulierung der Moorkohle (des schwarzen Lignits), die (der) entweder in dem Zustand, in dem sie (er) vorliegt, den richtigen'Feuchtigkeitsgehalt von etwa 10 bis etwa 25 Gew.-% aufweist oder getrocknet oder an-· gefeuchtet wird, wie in der beiliegenden Zeichnung oben . rechts angezeigt, um so den Feuchtigkeitsgehalt vor dem Granulieren einzustellen; woran sich die Stufen der Behandlung
Berlin^ den 28, 8, 1979 AP C 01 "B/211 397 GZ.55 079 .11.
3f # - 18 -
der Körnchen mit einer verdünnten wäßrigen Lösung einer anorganischen Säure zur Verminderung des Gehaltes an flüchtigen Stoffen und damit zur Erhöhung des Gehaltes an gebundenem· Kohlenstoff durch Mischen der Körnchen mit der Säure, Herauswaschen der Säure und Trocknen der Körnchen mindestens teilweise bis a~uf einen Feuchtigkeitsgehalt unterhalb etwa 25 Gewe-%, des Mischens der behandelten Körnchen mit O bis etwa 15 Gevn-% eines kohlenstoffhaltigen Bindemittels, wie Pech? des Pulverisieren, Pressens, erneuten Granulierens und des direkten Aktivierens ohne vorherige Verkohlung und Entfernung der flüchtigen Stoffes, alle in der genannten Reihenfolge, anschließen zur Herstellung der gewünschten erfindungsgemäßen Produkte von körniger Aktivkohle, die für die Verwendung bei der Behandlung von Wasser und Abwasser und für andere Anwendung s zwecke, wie zt B, die Gas™ und Luftreinigung, geeignet sind« <
Mit verdünnter HoPO. behandelte Moorkohle-Körnchen zur Hervo η körniser Aktivkohlβ
MiJL Kfc
Das Ausgangsmaterial für dieses und jedes der nachfolgenden Beispiele war.eine Charge Wyoming-Moorkohle (schwarzer Lignit aus Wyoming)·, welche in dein Zustand, in dem sie erhalten wurde und unter trockenen Bedingungen die nachfolgend in angegebenen Analysen hatte:
Berlin, den 28. 8. 1979 AP C 01 B/211 397 GZ 55 079 11
| Kurzanalyse | wie | trocken | Elementaranalyse | trocken |
| erhalten | — | 69,8 | ||
| 17 | 53 | 5,4 | ||
| Feuchtigkeit | 44 | Kohlenstoff | ||
| flüchtiges Ma | 2,48 | Wasserstoff | 0,9 | |
| terial | 2,05 | |||
| Asche | 42,20 | Stickstoff | 0,55 | |
| gebundener Koh | 34 | |||
| lenstoff | Schwefel | |||
Diese Analysen sind im allgemeinen typisch für Moorkohle (schwarzen Lignit). Die Kohle wurde so wie sie erhalten wurde zerkleinert und gesiebt zur Herstellung von Körnchen mit einer Teilchengröße zwischen 2,35 und 0,60 mm (8 χ 30 mesh), 300 g der Körnchen wurden in einen 4 1-Behälter eingefüllt und zu den Körnchen wurde eine verdünnte wäßrige Säurelösung, bestehend aus 150 cnr 85 S&Lger Η-,ΡΟ. und 2850 cnr Wasser (etwa 8,1 gew„-%ige Säure) zugegeben* Die Körnchen und die Säurelösung wurden auf 80 0C erwärmt und 5 Stunden lang bei dieser Temperatur gehalten, wobei während dieser Zeit die Körnchen ständig gerührt wurden. Während des Verlaufs des Versuchs war zu beobachten, daß die Größe der Körnchen, die Behandlungstemperatur (die in der Regel unterhalb 100 0C liegt wegen der -Verwendung einer wäßrigen Säure lösung.) s die Behandlungsdauer, die Säurekonzentration und das Verhältnis von verdünnter wäßriger Säurelösung zu Kohle alle einen bedeutenden Einfluß auf die weitere Verarbeitbarkeit der Kohle zur Herstellung von körniger Aktivkohle haben. Deshalb dienen die hier.und·ίη den folgenden Beispielen angegebenen spezifischen Zahlenderte nur der Erläuterung der Erfindung, ohne daß diese
Berlin, den 28» 8e 1979 AP C 01 B /211 397 GZ 55 079 11
20 -
darauf beschränkt ist. So können beispielsweise auch gröbere und feinere Körnchen während der Behandlung verwendet werden, wobei entsprechende Ergebnisse erzielt werden, wobei die Behandlungsdauer für gröbere Teilchen langer und für feinere Teilchen kurzer ist« '
Die Aufschlämmung-wurde abkühlen gelassen,'die Lösung würde. dekantiert und die Körnchen wurden gründlich gewässertf so daß das von den Körnchen abgetrennte Waschwasser einen pH-Wert von 6 bis 7 hatte« Die gewaschenen Körnchen wurden bis auf einen Feuchtigkeitsgehalt unterhalb 15 %, vorzugsweise 10 % oder weniger, getrocknet und mit etwa 10 Gew,~% Kohlenteerpech Kr. 125 mit den nachfolgend angegebenen Eigenschaften 'gemischt j
Erweichungspunkt 129,2 0C
in Benaol unlösliche Stoffe 33,2 Gewo»%
in Chiiiolin unlösliche Stoffe 13,1 Gew.-%
Verkokungswert (nach Conradson) 61,1 Gew<,-%"
Aschegehalt _ 0,17 Gew.-%
Die Mischung wurde zn einem sehr feinen Pulver gemahlen, so daß mehr als 65 Gew,-% des Materials ein Sieb mit einer lichten Maschenweite von 0,044 mra (325 mesh), vorzugsweise 75 bis 85 Gew«~% ein Sieb mit einer lichten Maschenweite von 0,044 mm (325 mesh).passierten s Das Pulver wurde zu zylindrischen Eormkörpern, wie b* B4, Pellets mit einem Durchmesser von I527 cm (1/2 inch) und einer Höhe von 1,27 cm (1/2 inch) iinter Anwendung eines Druckes von 2810 bis 5620 kg/cm" (40 000 bis 80 000 psi)'gepreßt, wobei die Schüttdichte der Pellets innerhalb des Bereiches von 1,1 bis 1,2 g/cnr' lag„ Diese
Berlin, den 28. 8. AP C 01 B/211 397 GZ 55 079 11
Pellets wurden erneut granuliert, wobei man Körnchen mit einer Teilchengröße zwischen 3*30 und-0,84 mm (6 χ 20 mesh) mit einer Schüttdichte von 0,64 bis 0,68 g/cm erhielt.
Die Körnchen, die eine Schüttdichte von 0,64 bis 0,68 g/cm hatten, wurden in einen zylindrischen Ofen eingeführt und einer direkten Aktivierung unterworfen ohne vorherige Verkohlung und Entfernung der flüchtigen Stoffe, indem man die Körnchen schnell direkt erhitzte, d, h* mit einer Geschwindigkeit von mehr als 500 0C pro Stunde auf 800 bis 900 0C in eine aus Np und Wasserdampf bestehenden Atmosphäre und durch Plalten der Körnchen bei dieser Temperatur für einen Zeitraum von 4 bis 5 Stunden* Die Menge des in den Ofen eingeführten Wasserdampfs wurde vorher so festgelegt, daß sie 1 bis 3 g Wasserdampf pro g Charge pro Stunde betrug* Diese direkte Aktivierung kann variiert werden» beispielsweise durch Anwendung einer Erhitzungsgeschwindigkeit von etwa 500 C oder mehr pro Stunde, beispielsweise von etwa 1000 C pro Stunde, bis zu der gewünschten Aktivierungstemperatur in der Größenordnung von etwa 600 bis etwa 1000 C, wobei die Aktivierungszeit innerhalb des Bereiches von etwa 1 bis etwa 6 Stunden beträgt in einer Atmosphäre, die ein oder mehrere gasförmige Aktivierungsmittei, wie zf B9 CO2, Luft und Wasserdampf, enthält. Während der Aktivierung kann die Erhitzungsgeschwindigkeit stark variiert werden, beispielsweise von etwa 100 bis etwa 1000 C pro Stunde von der minimalen bis zu der maximalen Aktivierungsteniperatur, sie liegt jedoch in der Regel näher bei 100 0C pro Stunde.
Die dabei erzielte Gesamtausbeute an körniger Aktivkohle, bezogen auf die trockene Kohle-Pech-Mischung, lag innerhalb des
Berlin, den 28. 8β 1.979 AP C 01 Β/211 397 GZ 55 079 11
Bereiches von 24 bis 28 Gew.-%. Die Körnchen hatten eine
Oberflächengröße von 900 bis 1100 in /g, eine Jodzahl von 1050, einen Aschegehalt von 5 bis 6 Gewe~%, eine Abriebszahl von 70 bis 80 % und eine scheinbare Dichte von Oj48 g/cm „
Diese Körnchen waren hart, sehr adsorptionsfähig, wiesen einen geringen Aschegehalt auf und waren in ihren meisten Eigenschaften mit den Sorten von körniger Aktivkohle vergleichbar, die für die Wasser- und Abwasserbehandlung und für andere Anwendungszwecke'bevorzugt verwendet werden, Außerdem sei darauf hingewiesen, daß nicht nur ein akzeptables hartes körniges Aktivkohleprodukt aus Moorkohle (schwarzem Lignit) ohne Entfernung der flüchtigen Stoffe unter Verwendung eines getrennten Ofens und einer kontrollierten Brhitzungsgeschwindigkeit und ohne Verkohlen hergestellt werden kann, sondern daß auch durch die Behandlung mit einer verdünnten wäßrigen Säurelösung die Ausbeute und das Adsorptionsvermögen beträchtlich verbessert werden können bei gleichzeitiger Herabsetzung des Aschegehaltes im Vergleich zu der Verkohlung von Moor- kohle (schwarzem Lignit) ohne Durchführung einer Säurebehandlung· Es ist auch'bemerkenswert, daß eine harte, körnige Aktivkohle mit einer hohen Kornintegrität, welche die wiederholte Handhabung, Verwendung, Regenerierung und Wiederverwendung erlaubte^ zum ersten Mal ohne Verkohlung und. Entfernung der flüchtigen Stoffe aus Moorkohle (schwarzem Lignit) erhalten wurde,,
Berlin, den 28» .8. 1979 AP C 01 B/211 397 GZ 55 079 11
97 - 23 -
Mit verdünnter HoPO* behandelte Moorkohlekörnchen (ohne Pech)
zur Herstellung von körniger Aktivkohle ^ ^
Eine Charge von Wyoming-Moorkohle mit den in Beispiel 1 angegebenen Analysenwerten wurde zerkleinert und gesiebt zur Herstellung von Körnchen mit einer Teilchengröße zwischen 2,35 und O560 mm (8 χ 30 mesh), von denen 300 g in einen 4 1-Behalter eingeführt wurden» Den Körnchen wurde eine verdünnte wäßrige Säurelösung, bestehend aus 150 cnr 85 %±ßer HoPO, und 2850 cm Wasser (etwa 8,1 gew,-%ig), zugegeben. Die Körnchen und die Säurelösung wurden auf 80 C erwärmt und 5 Stunden lang bei dieser Temperatur gehalten, wobei während dieser Zeit die Körnchen ständig gerührt wurden. Der Inhalt des Behälters wurde abkühlen gelassen, die Lösung wurde dekantiert und die Körnchen wurden gründlich gewässert, so daß das von den Körnchen getrennte Abwasser einen pH-Wert von 6 bis 7 hatte. Zur Vervollständigung der Behandlung wurden die gewaschenen Körnchen teilweise getrocknet bis auf einen ungefähren Feuchtigkeitsgehalt von 15
Die behandelten Körnchen, die etwa 15 Gewe-% Feuchtigkeit ent hieltenj wurden.zu einem sehr feinen Pulver gemahlen, so daß mehr als 65 Gew,.-%.'des Materials ein Sieb mit einer lichter. Maschenweite von.0,044 mm (325 mesh), vorzugsweise 75 bis Gew.~% ein Sieb mit einer lichten Maschenweite von 0,044 mm (325 mesh) passierten»
Das Pulver wurde unter Anwendung eines Druckes von 2810 bis 5620 kg/cm2 (40 000 bis 80 000 ρsi) zu zylindrischen Pellets
Berlin, den 28,.8. 1979 AP C 01 B/211 397 GZ 55 079 11
mit einem Durchmesser von I5,27 cm (1/2 inch) und einer Länge von 1,27 cm (1/2 inch) gepreßt, deren Schüttdichte innerhalb des Bereiches von 1,1 bis 1,2 g/cm lag» Die Pellets wurden erneut granuliert, wobei man Körnchen mit einer Teilchengröße zwischen 3»30 und 0,84 mm (β χ 20 mesh) erhielt, die eine Schüttdichte von 0,58. bis 0,62 g/cm hatten«
Die Gesamtausbeute an körniger Aktivkohle, bezogen auf die trockene Kohle, lag innerhalb des Bereiches von 22 bis 26 Gewe~% gegenüber 24 bis 28 Gew.-% im Beispiel .1, Die Körn-
cheri·hatten eine Oberflächengröße von 900 bis 1100 m /g,· eine Jodzahl von 1000, einen Aschegehalt von 5 bis 6 Gewe~%s eine Abriebszahl von 70 und eine Schüttdichte von 0,47 bis 0,50 g/cm , verglichen mit einer Schüttdichte von 0,48 g/cm im Beispiel 1.
Die dabei erhaltenen Körnchen waren hart, sehr adsorptionsfähig, wiesen einen geringen Aschegehalt auf und waren im Hinblick auf die meisten ihrer Eigenschaften mit den Sorten von körniger Aktivkohle vergleichbar, die bevorzugt für die Behandlung von Wasser und Abwasser und für andere Anwendungszwecke verwendet werden», Es sei darauf hingewiesen, daß ein akzeptables hartes Produkt ohne Verwendung eines kohlenstoffhaltigen Bindemittels und ohne Verkohlung und Entfernung der flüchtigen Stoffe aus Moorkohle (schwarzem Lignit) hergestellt werden kann'und daß durch die Behandlung mit verdünnter wäßriger Säurelösung die Ausbeute und das Adsorptionsvermögen beträchtlich erhöht werden»
Berlin, den 28, 8. 1979
AP C 01 B/211 397 GZ 55 079 11
Beispiele 3-5
Eine Charge von Wyoming-Moorkohle mit den in Beispiel 1 angegebenen Analysenwerten wurde zerkleinert, gesiebt und wie in Beispiel 1 angegeben mit verdünnten HUPO»-Lösungen behandelt; diesmal wurden jedoch Säurekonzentrationen von etwa 1 bis etwa 21 Gew.-% angewendet. Die mit Säure behandelten Kohlekörnchen wurden gewaschen und mit Pech gemischt und zu feinen Pulvern gemahlen, die dann gepreßt und granuliert wurden wie in Beispiel 1 angegeben. Die Körnchen wurden direkt aktiviert ohne Verkohlung oder^Entfernung der flüchtigen Stoffe, wie. in Beispiel 1 angegeben. In der folgenden Tabelle, sind die in allen 5 Beispielen erzielten Ergebnisse zusammengefaßt.
ff.A.fr g_ Jl. Jl. g
Eigenschaften der körnigen Aktivkohle
Beispiel
Säurekon- Dichte Jod- Melas- Volumenzentration in -, zahl ί senzahl Jodzahl in Gew„~% g/cm-
| .4 | 8 | ,1 |
| 2 | 8 | |
| 3 | •1 ! | »7 |
| 4 | VJl | |
| 5 | 21 |
(Dichte χ Jodzahl)
Volumeii-Melassen™ sahl
(Dichte χ Melassenzahl)
Abriebs zahl
Tetrachlorkohlenstoff zahl
| O5 48. | 1050 | 210 |
| O5 47' | 1000 | 220 |
| 0,46 | 950 | 240 |
| 0,47 | 1000 | 230 |
| 0,48 | 1200 | 180 |
500 470
437 470 576
101
94 110 108
86
80 70 73 80 80
50 -
er»
| cn | *χ! | ω |
| !S3 | ||
| O | ||
| VJl | H | |
| VJ! | O | Η· |
| £3 | ||
| O | ω | |
| VO | ro | P. |
| —Λ | Ö | |
| ro | ||
| U) | CO | |
| ΚΩ | * | |
| CO • β | ||
| νο | ||
| VjO | ||
Berlin, den 28. 8.· .1979 AP C 01 B/211 397 GZ 55 079 11
Aus den obigen Beispielen ist zu ersehen, daß die. Änderung der Säurekonzentration die relativen Eigenschaften der körnigen Aktivkohle beeinflußt. Im allgemeinen kann die Aktivität der Aktivkohle (gemessen durch die Jodzahl und die Melassenzahl erhöht oder herabgesetzt werden durch Aktivieren für einen längeren bzw* kürzeren Zeitraum bei der jeweiligen spezifischen Temperatur. Die Dichte der Aktivkohle zeigt einen entgegengesetzten Trend, d. h. die Aktivkohle mit einer höheren Aktivität weist eine niedrigere Dichte auf und umgekehrt. Zu Vergleichszwecken wurde die Volumenaktivität (Jodzahl χ Dichte und/oder Melassenzahl χ Dichte) als Basis für den Vergleich herangezogen, um Vergleiche bei verschiedenen Dichten oder Aktivitäten zu eliminieren«
Aus der obigen Tabelle ist zu ersehen, daß bei Erhöhung der Säurekonzentration die Volumenjodzahl ansteigt, während die Volumenmelassenzahl abnimmt. Dadurch wird auch die Tetrachlorkohlenstoff zahl für die Aktivkohle, die eine wichtige Eigenschaft für Gas- und Luftreinigungszwecke ist, erhöht, Die Aktivkohle des Beispiels 5 war besonders gut geeignet für Gas- und Luftreinigungszwecke und sie wies eine Tetrachlorkohlenstoff zahl von 50 bis 60 auf«
Mit verdünnter HnPO^ behandelte Hoorkohlenkörnchen (mit Pech) zur Herstellung von körniger Aktivkohle in einem größeren
Maßstab · _ _
line Charge von Wyoming-Moorkohle, die in Lastwagen erhalten worden war und die in Beispiel 1 angegebenen durchschnittlichen Analysenwerts hatte, wurde zerkleinert und gesiebt zur Herstellung von Hörnchen mit einer Teilchengröße zwischen
Berlin, den 28. 8β 1979
GZ 55 079 11
AP C 01 Β/211 397
9 ¥ β - 28 -
2j35 und 0s60 mm (8 χ 30 mesh). In einen großen Säurebehandlungstank wurde eine verdünnte wäßrige Säurelösung,, die 27,2 kg (60 lbs) 85 %±ge H3PO4 und 1136 1 (300 gallons) Wasser enthielt (etwa 7,3 gew<,-%ig), eingeführt«, Dazu wurden 680 kg (1500 lbs) Kohlekörnchen5 so wie sie erhalten worden waren, zugegeben, Die Körnchen und die Säurelösung wurden auf 82 bis 93 0C (180 bis 200 0F) erwärmt und 1 Stunde lang unter Rühren bei dieser Temperatur gehalten* Dann wurde die Aufschlämmung zu einer Waschstation transportiert* wo die Säurelösung abgetrennt und die Kohle anschließend bis zu einem pH-Wert von 6 gewaschen wurde„ Die gewaschene Kohle wurde dann bis auf einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 5 bis etwa 10 Gew.-% in einem Drehofen bei 149 bis 163 0C (300 bis 325 0P) in einem milden Inertgas-Gegenstrom getrocknet, um eine Reaktion mit der luft in dem Ofen zu vermeiden« Die getrockneten Kohlekörnchen wurden mit dem Kohlenteerpech des Beispiels 4 in einer Menge von 90 Teilen Kohle auf 10 Teile Pech gemischt und beide wurden zusammen in eine Kugelmühle eingeführt, in der das Material zu einem feinen Pulver oder Staub gemahlen wurde, das bzw. der eine solche Teilchengröße hatte, daß 60 bis 65 % ein Sieb mit einer lichten Maschenweite von 0,044 mm (325 mesh) passierten» Diese Kohle-Pech-Mischung wurde in eine Komprimiereinrichtung eingeführt, in der sie zwischen gerippten Waisen (hergestellt.
von der Firma. The Pitzpatrick Company, Elmhurst, Illinois/USA)
2 unter einem hydraulischen Druck von etwa 162 .kg/cm (2300 psi) in dem Zylinder oder unter einer Belastung von 4540 kg (10 000 lbs) pro 2-54 cm (1 inch) auf den Walzen kontinuierlich komprimiert wurdee Dabei erhielt man dünne Platten mit einem gerippten Querschnitt (einer Dicke von etwa Of64 cm (1/4 inch)), die dann in -einer Rotationsmühle zu Körnchen mit einer Teilchengröße zwischen 3*30 und O584 min (6/20 mesh) zer™
Berlin, den 29, 8. 1979 AP C 01 B/211 397 GZ 55 079 11
kle'inert wurden· Die übergroßen Körnchen-wurden erneut granuliert und wiederum gesiebt, während die Körnchen mit einer zu geringen Größe erneut gepreßt wurden, und dieses kontinuierliche Pressen und Zurückführen im Kreislauf trägt, wie angenommen wird, zur Härte der erneut gebildeten Kömchen bei· Die gepreßten und umgeformten Körnchen wiesen eine scheinbare Dichte von 0,65 bis 0,68 g/cm auf.
Die erneut geformten Körnchen wurden anschließend einer direkten Aktivierung unterworfen. Sie wurden in den oberen Abschnitt eines vertikalen Mehrfach(8)-Platten-Herreshoff~ Ofens eingeführt, in dem die Körnchen langsam aktiviert wurden, und aus der Bodenplatte ausgetragen, wobei die Temperatur innerhalb des Bereiches von etwa 600 0C an der oberen Platte.bis zu etwa 1000 0C an der unteren Platte bei einer Gosamtverweildauer von etwa 6 Stunden lag« Die Erhitzungsgeschwindigkeit von Umgebungstemperatur auf 600 0C betrug mehr als 500 0C pro Stunde und danach betrug sie etwa 100 C pro Stunde. Die verwendete Atmosphäre enthielt die Verbrennungsprodukte von Erdgas und Luft und Wasserdampf. Die Gesamtproduktausbeute in dem Mehrfach-Platten-Ofen betrug etwa 30 %f bezogen auf die trockene Kohle-Pech-Mischung. Die ausgetragenen Körnchen wurden gesiebt und dann wurden Proben entnommen und analysiert, wobei die folgenden Ergebnisse erhalten wurden:
Eigenschaften
Jodzahl 940
Melassenzahl 220
Abriebszahl 80
Berlin, den 28. .8. 19.79 AP C 01 B/211 397 GZ 55 079 11
Schüttdichte (g/cm3) 0,49 mittlerer Teilchendurchmesser (mm) 1 j 63 Feuchtigkeitsgehalt (Gew^-%) - 0,2
Eine Aktivkohle dieses Typs ist sehr hart (bestimmt durch die Äbriebszahl 80), adsorptionsfähig (bestimmt durch die hohe Jodzahl und die hohe Melassenzahl), so daß sie extrem gut geeignet ist für die Verwendung bei der Reinigung von industriellem und kommunalem Wasser,
Aus den vorstehenden erfindungsgemäßen Beispielen 1 bis 6 geht hervor, daß die vorliegende Erfindung zum ersten Mal ein neuartiges Verfahren zur Herstellung von har-ter körniger Aktivkohle aus Moorkohle (schwarzem Lignit) durch direkte Aktivierung der mit Säure behandelten gepreßten Kohlekörnchen entweder mit oder ohne Pech, bei dem die beiden tradionellen Stufen der Verkohlung und Entfernung der flüchtigen Stoffe eliminiert werden, zur Verfügung stellt« Ein weiterer wichtiger Aspekt in Verbindung mit dem erfindungsgemäßen Verfahren besteht darin, daß eine Vielzahl von körnigen Aktivkohlesorten mit vorgegebenen physikalischen Eigenschaften hergestellt werden kann durch Ändern der Konzentration der in der Säurebehandlung sstufe verwendeten Säure«, Uach dein erfindungsgemäßen Verfahren können harte, körnige Aktivkohlosorten hergestellt werdens die besonders gut geeignet sind für Wasser- und Abwasser-Behandlungszwecke, unter Anwendung von niedrigeren Säurekonzentrationen von etwa 1 bis etwa 12 Gew.-%, deren bevorzugte Eigenschaften eine minimale Jodzaiil von etwa 900 und eine-minimale.Melassenzahl von etwa 2.00, insbesondere eine Jodzahl von etwa 950 und eine Melassenzahl von etwa 200 oder
Berlin, den 28. 8.. 1979 AP C 01 B/211 397 GZ 55 079 11
2 1 1 397 -31 -
höher, sowie eine Abriebszahl von etwa 70 oder höher sind»
Außerdem zeigen die Beispiele 3, 4 und 6, daß die Säurekonzentration leicht herabgesetzt werden kann beträchtlich unter 8,1 Gewe-%, wie s£e in Beispiel 1 angewendet worden ist, bis auf etwa 1,7 Gew.-% bzw. 5 Gew,-% bzw. 2,3 Gew.-^, wobei dennoch vorteilhafte Ergebnisse erzielt werden, was offensichtlich zii einer Verminderung der Materialkosten führt. Es wurde ermittelt, daß der besonders bevorzugte Säurekonzentrationsbereich bei etwa 2 bis etwa 5 Gevic-% liegt.
Zur Herstellung von harten, körnigen Aktivkohlesorten, die insbesondere für Gas- und Luftreinigungszwecke geeignet sind? werden in dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Durchführung der Säurebehandlung relativ höhere Säurekonzentrationen, d. h. solche von etwa 12 bis etwa 25 Gewe-%, vorzugsweise von etwa 15 bis etwa 25 Gew.-%, angewendet, wenn die bevorzugten Eigenschaften sind eine minimale Jodzahl von etwa 1000 und eine sehr niedrige Melassenzahl, de h, eine solche von weniger als etwa 200, insbesondere eine Jodzahl von etwa 1050 und eine IvIe las sen zahl von etwa 180.
Das nachfolgend beschriebene Beispiel zeigt die Verwendbarkeit von HCi als verdünnte wäßrige Säure zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens. .
Berlin, den 28, 8, 1979 AP C 01 B/211 397 GZ 55.079 11
Mit verdünnter HCl behandelte Moorkohle zur Herstellung von
Eine Charge von Wyoming-Moorkohle mit den in Beispiel 1 angegebenen typischen Analysenwerten wurde zerkleinert und gesiebt zur Herstellung von Körnchen mit einer Teilchengröße zwischen 2S35 und O560 mm (8 χ 30 mesh), 300 g der Körnchen wurden in einen 4 !-Behälter eingefüllt und zu den Körnchen · wurde eine verdünnte wäßrige Säurelösung, bestehend aus 300 cm·3 einer 37,5 %igen HCl und 2700 cm^ Wasser (etwa 11 gew,-%ig), zugegebene Die Körnchen und' die Säurelösung wurden auf SO C erwärmt und. 5 Stunden lang bei dieser Temperatur gehalten, wobei während dieser Zeit die Körnchen ständig gerührt wurden* \ .
Der Inhalt des Behälters wurde abkühlen gelassen, die Lösung wurde dekantiert und die Körnchen wurden gründlich gespült, so daß das von den Körnchen getrennte Abwasser einen pH-Wert von 6 bis 7 aufwies» Die Körnchen wurden bis auf einen Feuchtigkeitsgehalt von 15 % getrocknet, dann mit einem kohlenstoffhaltigen Bindemittel wie in Beispiel 2 weiterbehandelt, wobei man- ein körniges Aktivkohlepr.odukt erhielt«
Die teilweise getrockneten Aktivkohlekörnchen wurden bis zu, einer sehr feinen Teilchengröße gemahlen, so daß mehr als 65 % des Materials ein Sieb mit einer lichten Maschenweite von O5044 »Hü (325 mesh)} vorzugsweise 75 bis 85 %des Materials ein Sieb mit einer lichten Maschenweite von 0,044 mm (325 mesh) passierten«· Das Pulver wurde unter Anwendung eines
Berlin, den 28β 8. 1.979 AP C 01 Β/211 397 GZ 55 079 11
<y e - 33 -
Druckes von 2810 bis 5620 kg/cm2 (40 000 bis 80 000 psi) zu zylindrischen Pellets mit einem Durchmesser von 1,27 cm (1/2 inch) und einer Höhe von 1,27 cm (1/2 inch) gepreßt, deren Schüttdichte innerhalb des Bereiches von 1,1 bis 1,2 g/cm lag. Diese Pellets wurden erneut granuliert, wobei man Körnchen mit einer Teilchengröße zwischen 3,30 und 0,84 mm (6 χ 20 mesh) mit einer Schüttdichte von 0,60 bis 0,65 g/cm er- hielt, und diese Körnchen wurden wie in Beispiel 1 direkt aktiviert.
Die erhaltene Gesamtausbeute an körniger Aktivkohle, bezogen auf die trockene Kohle (ohne Pech), betrug 25 bis 28 Gew„-%. Die Körnchen hatten eine Jodzahl von etwa 1000 und eine Melasscnzahl von 210 bis 220 sowie eine Abriebszahl von 80, was anzeigt, daß HCl-Säure für die Säurebehandlung in dem in Beispiel 2 beschriebenen Verfahren verwendet werden kann.
In den vorstehend beschriebenen Beispielen wurden zwar verdünnte HoPO. und verdünnte HCl als Säure verwendet, es ist jedoch selbstverständlich, daß für die Säurebehandlung jede beliebige geeignete verdünnte anorganische Säure verwendet werden kann, wie z. B, HpSO., HoPO., HCl,HlTOo sowie andere Oxysäuren von Schwefel, Phosphor, Chlor und Stickstoff und Mischungen davon«
Die Erfindimg wurde zwar vorstehend unter Bezugnahme auf bevorzugte Ausführungsformeη näher erläutert, es ist jedoch für den Fachmann selbstverständlich, daß sie darauf keineswegs beschränkt ist, sondern daß diese in vielfacher Hinsicht abgeändertund modifiziert werden können, ohne daß dadurch der Rahmen der vorliegenden Erfindung verlassen wird,,
Claims (1)
1* Verfahren zur Herstellung von harter, körniger Aktivkohle, gekennzeichnet dadurch, daß man aus Moorkohle (schwarzem Lignit) Körnchen formt, die Körnchen mit einer verdünnten wäßrigen Lösung·einer anorganischen Säure behandelt, um ihren Gehalt an flüchtigen Komponenten zu vermindern und dadurch den Gehalt an gebundenem Kohlenstoff zu erhöhen, indem man die Körnchen mit der Säure mischt, die Säure auswäscht und die Körnchen mindestens teilweise bis zu einem Feuchtigkeitsgehalt von weniger als etwa 25 Gew,-% trocknetj die behandelten Körnchen mit 0 bis etwa 15 Gew,- % eines kohlenstoffhaltigen Bindemittels, wie Pech, mischt, ·
die behandelten Körnchen zerkleinert zur Herstellung eines feinen Pulvers,
das Pulver zu Formkörpern preßt,
die Formkörper zerkleinert zur Wiederherstellung von Körnchen, und anschließend die gebildeten Körnchen durch direktes Erhitzen auf und bei einer Temperatur oberhalb der Temperatur zur Entfernung der flüchtigen Stoffe in einer ein gasförmiges Aktivierungsmittel enthaltenden Atmosphäre direkt aktiviert,
2» Harte, körnige Aktivkohle, gekennzeichnet dadurch, daß sie nach dem Verfahren gemäß Punkt 1 hergestellt worden ist*
3e Harte, körnige Aktivkohle, gekennzeichnet dadurch, daß sie nach dem Verfahren gemäß Punkt 1 hergestellt worden ist und als physikalische Eigenschaft eine hohe Kornintegrität aufweist', die ihre wiederholte Handhabung-, .Verwendung, Regenerierung und Wiederverwendung erlaubt.
Berlin, den 28, 8.·1979 AP C 01 B/211 397
GZ 55 079 11
GZ 55 079 11
ίί 3f
- 35 -
4» Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Kohle einen Feuchtigkeitsgehalt von nicht mehr als etwa 25 Gew#-% und einen Aschegehalt von nicht mehr als etwa 5 Gevfe-% aufweist. . · ·
5e Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Gesamtausbeute an körniger Aktivkohle nicht weniger als etwa 22 Gew.-%, bezogen auf das Trockengewicht beträgt,
6, Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß es sich bei der Säure um H^PO^ handelt und daß die Gesamtausbeute nicht weniger als etwa 22 Gew.~%. bezogen auf das Trockengewicht, beträgt.
7· Verfahren, nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Säurekonzentration etwa 1 bis etwa'25 Gew.-% beträgt, wobei die Säurekonzentration so ausgewählt wird, daß die
Aktivkohle die gewünschte Aktivität und Porosität aufweist.
Aktivkohle die gewünschte Aktivität und Porosität aufweist.
8, Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Säurekonzentration etwa 12 bis etwa 25 Gew.-% beträgt,
wobei die Säurekonzentration so ausgewählt wird, daß eine minimale Jodsahl von etwa 1000 und eine Melassenzahl von weniger als etwa 200 erzielt werden,
wobei die Säurekonzentration so ausgewählt wird, daß eine minimale Jodsahl von etwa 1000 und eine Melassenzahl von weniger als etwa 200 erzielt werden,
9f Harte, körnige Aktivkohle, gekennzeichnet dadurch, daß sie nach dem Verfahren gemäß Punkt 8 hergestellt worden ist und geeignet ist für die Verwendung für Gas- und Luftrei- nigungszwecke und eine minimale Tetrachlorkohlenstoffzahl von etwa 50 aufweist.·
Berlin, den 28. 8. 1979 AP G 01 B/211 397 GZ 55 079 11
10» Verfahren nach Punkt 8? gekennzeichnet dadurch} daß die Säurekonzentration etwa 15 bis etwa 25 Gew*'-% beträgt*
ο Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Säurekonzentration etwa 1 bis etwa 12 Gewe-% beträgt, wobei die Säurekonzentration so ausgewählt wird, daß eine minimale Jodzahl von etwa 900 und eine minimale Melassenzahl von etwa 200 erzielt werden„
12» Harte j körnige Aktivkohle, gekennzeichnet dadurch, daß sie nach dem Verfahren gemäß Punkt 11 hergestellt worden ist und geeignet ist für die Verwendung in der Wasser™ und Abwasserbehandlung und eine minimale Abriebszahl von etwa 70 aufweist· .
13* Verfahren nach Punkt 11, gekennzeichnet dadurch, daß die Säurekonzentration etwa 2 bis etwa 5 Gew.-% beträgt«
14» Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurchj daß das , Pulver zu nicht weniger als etwa 60 % eine Teilchengröße von < 0,044 mm (~325 mesh) besitzt*
15e Verfahren nach Punkt 1S gekennzeichnet dadurch, daß das Pulver zu mehr als etwa 65 % eine Teilchengröße von < O5044 mm (-325 mesh) besitzt«
I6e Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß das
Pulver unter einem Druck von etwa 2810 kg/cm (40 000 psi) oder mehr zu'Pormkörpern geformt wird«.
Berlin, den 28. 8· 1979. AP C 01 Β/211 397 GZ 55 079 11
17» Verfahren'nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Pulver kontinuierlich zu Formkörpern gepreßt wird, und daß die Peinteile im Kreislauf zurückgeführt werden«.
18, Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Erhitzungsgeschwindigkeit bis auf die Aktivierungstemperatur etwa 500 0C oder mehr pro Stunde beträgt und daß die Aktivierungstemperatur etwa 1 bis etwa 6 Stunden lang beibehalten wird«
19· Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Körnchen nach dem Waschen zur Entfernung der Säure bis auf einen Feuchtigkeitsgehalt von weniger als etwa 15 GevK-% getrocknet und danach mit etwa 5 bis etwa 15 Gew*- % eines kohlenstoffhaltigen Bindemittels, wie Pechy gemischt werden e'
20» Harte, körnige Aktivkohle, gekennzeichnet dadurch, daß sie nach dem Verfahren gemäß Punkt 19 hergestellt worden ist und eine Abriebszahl von mindestens 70 aufweist.
21, Verfahren n~ach Punkt .1, gekennzeichnet dadurch, daß die Körnchen nach dem Waschen zur Entfernung der Säure teilweise getrocknet werden bis auf einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 10 bis etwa 25 Gevu-% unter Zugabe von 0 % eines
kohlenstoffhaltigen Bindemittels.» ·. '
22c. Harte, körnige Aktivkohle, gekennzeichnet dadurch, daß sie nach dem Vorfahren gemäß Punkt 21 hergestellt worden ist und eine Oberflächengröße von nicht weniger als etwa
900 mVgj eine Jodzahl von .nicht weniger als etwa 1000 und eine Abriebszahl von nicht weniger als etwa 70 aufweist«
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US05/884,085 US4157314A (en) | 1978-03-06 | 1978-03-06 | Granular activated carbon manufacture from sub-bituminous coal treated with dilute inorganic acid: direct activation method |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD142175A5 true DD142175A5 (de) | 1980-06-11 |
Family
ID=25383919
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD79211397A DD142175A5 (de) | 1978-03-06 | 1979-03-05 | Verfahren zur herstellung von harter koerniger aktivkohle |
Country Status (16)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4157314A (de) |
| EP (1) | EP0004044B1 (de) |
| JP (1) | JPS54118395A (de) |
| AU (1) | AU522199B2 (de) |
| BR (1) | BR7901324A (de) |
| CA (1) | CA1116157A (de) |
| CS (1) | CS250203B2 (de) |
| DD (1) | DD142175A5 (de) |
| DE (1) | DE2965057D1 (de) |
| GB (1) | GB2015489B (de) |
| IN (1) | IN151127B (de) |
| MX (1) | MX152454A (de) |
| MY (1) | MY8600443A (de) |
| PH (1) | PH14354A (de) |
| PL (1) | PL120568B1 (de) |
| SG (1) | SG80484G (de) |
Families Citing this family (13)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB2055777A (en) * | 1979-08-01 | 1981-03-11 | Carborundum Co | Granular activated carbon manufactured from sub-bituminous coal treated with solid boric acid |
| NZ193206A (en) * | 1979-08-01 | 1982-12-21 | Carborundum Co | Production of hard granular activated carbon from sub-bituminous coal |
| GB2167434B (en) * | 1984-11-20 | 1988-09-14 | Witton Chem Co Ltd | Dispersing agents for coal slurries |
| FI931785A7 (fi) * | 1993-04-20 | 1994-10-21 | Valtion Teknillinen | Menetelmä ja laitteisto nestemäisen polttoaineen valmistamiseksi pyrolysoimalla raakapolttoainetta |
| US6090362A (en) * | 1997-05-21 | 2000-07-18 | Corning Incorporated | Method of producing free-flowing carbon |
| PL1680637T3 (pl) * | 2003-09-25 | 2013-01-31 | Ect Coldry Pty Ltd | Suszarka, sposób suszenia oraz instalacja susząca |
| US8691166B2 (en) | 2008-01-08 | 2014-04-08 | Carbonxt Group Limited | System and method for activating carbonaceous material |
| US8628707B2 (en) | 2008-01-08 | 2014-01-14 | Carbonxt Group Limited | System and method for making carbon foam anodes |
| US8617492B2 (en) * | 2008-01-08 | 2013-12-31 | Carbonxt Group Limited | System and method for making low volatile carboneaceous matter with supercritical CO2 |
| US20090172998A1 (en) * | 2008-01-08 | 2009-07-09 | Carbonxt Group Limited | System and method for refining carbonaceous material |
| CN115124037B (zh) * | 2021-03-29 | 2023-09-22 | 内蒙古浦瑞芬环保科技有限公司 | 一种高糖蜜压块破碎炭和生产高糖蜜压块破碎炭的方法 |
| CN114031075A (zh) * | 2021-11-04 | 2022-02-11 | 中欣环保科技有限公司 | 一种煤基超级电容器用活性炭的制备方法 |
| CN118405695A (zh) * | 2024-06-07 | 2024-07-30 | 上海华严检测技术有限公司 | 一种用于烟煤制作柱状活性炭的方法 |
Family Cites Families (17)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CA906754A (en) * | 1972-08-08 | Kawazoe Azuma | Activated coal and a process for its preparation | |
| US1899808A (en) * | 1929-02-23 | 1933-02-28 | Kern Ludwig | Process of coking carbonizable material |
| US3483134A (en) * | 1966-08-15 | 1969-12-09 | Kingsford Co | Impact pulverization plus-additives in the production of activated carbon from coal |
| US3539467A (en) * | 1967-11-30 | 1970-11-10 | Kewanee Oil Co | Hot briquetting and oxidation of coal-pitch mixtures in preparing activated carbon |
| DE1800238B2 (de) * | 1968-10-01 | 1974-09-26 | Bergwerksverband Gmbh, 4300 Essen | Verfahren zur Herstellung von Formkoksen in Kugelform |
| US3630959A (en) * | 1969-06-04 | 1971-12-28 | Standard Oil Co Ohio | Carbonization of bituminous coals |
| US3864277A (en) * | 1970-05-15 | 1975-02-04 | North American Carbon | Hard granular activated carbon and preparation from a carbonaceous material a binder and an inorganic activating agent |
| DE2033190A1 (de) * | 1970-07-04 | 1972-01-05 | Degussa | Verfahren zur Herstellung regenerierbarer Aktivkohlen, vorzugsweise zur Wasserreinigung |
| JPS4923795A (de) * | 1972-06-27 | 1974-03-02 | ||
| US3876505A (en) * | 1972-12-08 | 1975-04-08 | Calgon Corp | Manufacture of activated carbon from sized coal |
| US3998604A (en) * | 1974-09-23 | 1976-12-21 | International Oils Exploration N.L. | Demineralization of brown coal |
| CA1057729A (en) * | 1975-03-18 | 1979-07-03 | Harry N.S. Schafer | Active carbon |
| JPS51110496A (en) * | 1975-03-26 | 1976-09-30 | Showa Denko Kk | Ryujokatsuseitanno seizoho |
| US4014817A (en) * | 1975-04-03 | 1977-03-29 | Calgon Corporation | Manufacture of activated carbon from sized coal |
| GB1553364A (en) * | 1975-05-16 | 1979-09-26 | Carborundum Co | Granular activated carbon manufacture from sub-bituminous coal treated with dilute inorganic acid |
| US4032476A (en) * | 1975-06-11 | 1977-06-28 | The Carborundum Company | Granular activated carbon manufacture from sub-bituminous coal mixed with concentrated inorganic acid without pitch |
| CA1074768A (en) * | 1975-06-17 | 1980-04-01 | Hari N. Murty | Granular activated carbon manufacture from low tank bituminous coal leached with dilute inorganic acid |
-
1978
- 1978-03-06 US US05/884,085 patent/US4157314A/en not_active Expired - Lifetime
- 1978-10-10 CA CA313,034A patent/CA1116157A/en not_active Expired
-
1979
- 1979-01-24 PH PH22102A patent/PH14354A/en unknown
- 1979-02-13 MX MX176595A patent/MX152454A/es unknown
- 1979-02-16 JP JP1627679A patent/JPS54118395A/ja active Granted
- 1979-03-02 EP EP79100628A patent/EP0004044B1/de not_active Expired
- 1979-03-02 GB GB7907547A patent/GB2015489B/en not_active Expired
- 1979-03-02 IN IN1921/CAL/79A patent/IN151127B/en unknown
- 1979-03-02 DE DE7979100628T patent/DE2965057D1/de not_active Expired
- 1979-03-02 PL PL1979213848A patent/PL120568B1/pl unknown
- 1979-03-05 BR BR7901324A patent/BR7901324A/pt unknown
- 1979-03-05 DD DD79211397A patent/DD142175A5/de unknown
- 1979-03-06 CS CS791498A patent/CS250203B2/cs unknown
- 1979-03-06 AU AU44825/79A patent/AU522199B2/en not_active Ceased
-
1984
- 1984-11-10 SG SG804/84A patent/SG80484G/en unknown
-
1986
- 1986-12-30 MY MY443/86A patent/MY8600443A/xx unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| PL120568B1 (en) | 1982-03-31 |
| MX152454A (es) | 1985-07-24 |
| IN151127B (de) | 1983-02-26 |
| GB2015489A (en) | 1979-09-12 |
| AU522199B2 (en) | 1982-05-20 |
| JPS54118395A (en) | 1979-09-13 |
| AU4482579A (en) | 1979-09-13 |
| PH14354A (en) | 1981-06-03 |
| CA1116157A (en) | 1982-01-12 |
| GB2015489B (en) | 1982-10-06 |
| BR7901324A (pt) | 1979-10-09 |
| MY8600443A (en) | 1986-12-31 |
| SG80484G (en) | 1985-04-26 |
| CS250203B2 (en) | 1987-04-16 |
| EP0004044A1 (de) | 1979-09-19 |
| DE2965057D1 (en) | 1983-04-28 |
| US4157314A (en) | 1979-06-05 |
| PL213848A1 (de) | 1979-12-03 |
| EP0004044B1 (de) | 1983-03-23 |
| JPS6323125B2 (de) | 1988-05-14 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DD140241A5 (de) | Verfahren zur herstellung von harter granularer aktivkohle | |
| EP1200343B1 (de) | Verfahren zur herstellung von formaktivkohle | |
| DE69320385T2 (de) | Sehr dichte und sehr aktive Aktivkohle und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| DE4498936C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von aktiviertem Koks für Prozesse zur gleichzeitigen Desulfurierung und Denitrierung | |
| DE2624779C2 (de) | Verfahren zum Herstellen von Aktivkohlekörnern | |
| DE3712486A1 (de) | Geformte aktivkohle auf holzbasis und vorrichtung zur ueberwachung von verdampfungsemissionen unter deren verwendung | |
| EP2544997B1 (de) | Verfahren zur herstellung von mit base aktiviertem kohlenstoff | |
| DD142175A5 (de) | Verfahren zur herstellung von harter koerniger aktivkohle | |
| WO2012007383A1 (de) | Verfahren zur herstellung von kohlepartikel enthaltenden presslingen | |
| DD141154A5 (de) | Verfahren zur herstellung harten,granulierten aktivierten kohlenstoffs | |
| DE2621530C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von körniger Aktivkohle | |
| DE2644520A1 (de) | Herstellung von aktivkohle | |
| DE2625625C2 (de) | Körnige Aktivkohle und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DD152524A5 (de) | Harte koernige aktivkohle und verfahren zu ihrer herstellung | |
| DE2630869B2 (de) | Poröse Formkörper aus teilchenförmigen! Zinkoxid mit großer Oberfläche und von großer Festigkeit sowie Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| EP2593536B1 (de) | Verfahren zur herstellung von kohlepartikel enthaltenden presslingen | |
| DE3231665T1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Kohlematerial für die Entschwefelung | |
| DE69014769T2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Torfkugeln, welche in biologischen Filtern verwandt werden. | |
| DE69703919T2 (de) | Geformte Aktivkohle auf der Basis von Lignocellulose | |
| DE2810640A1 (de) | Verfahren zur herstellung von gekoernten produkten | |
| DD153804A5 (de) | Harte koernige aktivkohle und verfahren zu ihrer herstellung | |
| DE2514758A1 (de) | Koernige aktivtonerde mit hoher scheinbarer dichte und hoher bruchfestigkeit | |
| DE10003660A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Formaktivkohle | |
| DD152524C4 (de) | Harte koerniqe aktivkohle und verfahren zu ihrer herstellung | |
| DE1646555C3 (de) | Verfahren zur Herstellung eines KohlenstofTgranulats |