DD142296A1 - Injektionsgeraet - Google Patents

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DD142296A1
DD142296A1 DD21162179A DD21162179A DD142296A1 DD 142296 A1 DD142296 A1 DD 142296A1 DD 21162179 A DD21162179 A DD 21162179A DD 21162179 A DD21162179 A DD 21162179A DD 142296 A1 DD142296 A1 DD 142296A1
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DD
German Democratic Republic
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injection
handle
cannula
injection device
pressure switch
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Application number
DD21162179A
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Inventor
Dieter Schmidt
Dietmar Bahlo
Hildegard Dittmar
Original Assignee
Dieter Schmidt
Dietmar Bahlo
Hildegard Dittmar
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Injektionsgerät, das vorzugsweise für intrazerebrale Injektionen bei Mäusen zum Zweck der Impfstoffherstellung bestimmt ist. Als Ziel der Erfindung wurden die Verringerung der Zahl der Todesfälle bei diesen Mäusen während der Injektion, die Verbesserung der Qualität des Ausgangsmaterials für die Impfstoffherstellung und die Erleichterung der Arbeit vorgegeben. Aus den Ursachen der Mängel der bisher bekannten Injektionsgeräte ergab sich die Aufgäbe,.ein sehr leichtes und handliches Gerät zu entwickeln, das den von Tier zu Tier wechselnden Injektionsbedingungen Rechnung trägt und durch Automatisierung bestimmter Phasen des Injektionsvorganges zur Standardisierung der Injektion und zur Vermeidung schwerer Gehirnverletzungen führt. Erfindungsgemäß besteht dieses Injektionsgerät aus einem bleistiftgroßen Handgriff mit innen liegendem Zuführungsrohr zu einer Injektionskanüle, die dreiseitig von einem Fuß umschlossen wird, der beim Einstich dieser Injektionskanüle in das Gehirn auf das Schädeldach aufgesetzt wird und von hier aus über ein mehrfach geführtes Gestänge, das unter Berücksichtigung der Form der haltenden Hand seitlich am Handgriff entlangläuft, einen in seiner Höhe am Handgriff verstellbaren Druckschalter betätigt, der die Zuführung der zu injizierenden Flüssigkeit von einer neben dem Arbeitsplatz aufgestellten Mikrodosierpumpe auslöst.

Description

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Anwendungsgebiet der Erfindung:
Die Erfindung betrifft ein Injektionsgerät vorzugsweise zur Ausführung intrazerebraler Injektionen bei Mäusen zum Zweck der Impfstoffherstellung.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, daß die intrazerebrale Injektion von Krankheitserregern bei Mäusen zum Zweck der Impfstoffherstellung bisher nur mit einfachen Injektionsspritzen vorgenommen werden kann, weil die stoßweise arbeitenden automatischen Injektionsvorrichtungen, wie sie ζ·Β· im Ausschließungspatent AS-DD 132 169 beschrieben werden, infolge der hohen Empfindlichkeit der Mäuse den Tod zahlreicher Tiere herbeiführen· Aber auch bei Benutzung der einfachen Injektionsspritzen kommt es sehr häufig zu Todesfällen, und es wird hiermit oft ein unbefriedigender Infektionserfolg erzielt, der die Qualität des aus dem Gehirn dieser Mäuse hergestellten Impfstoffs beeinträchtigt.
Ziel der Erfindung:
Mit der Erfindung soll erreicht werden, daß bei der intrazerebralen Injektion an einer großen Zahl von Mäusen zum Zweck der Impfstoffproduktion die Zahl der unmittelbar nach der Injektion auftretenden Todesfälle verringert, das Ergebnis der durch die Injektion bewirkten Infektion verbessert und dadurch die Qualität des aus dem Gehirn dieser Mäuse hergestellten Impfstoffs erhöht wird. Weiterhin soll die Arbeit bei der Injektion erleichtert und Arbeitszeit eingespart werden.
Darlegung des Wesens der Erfindung:
Die zu lösende technische Aufgabe:
Die genannten Mängel der bisher bekannten Lösungen haben folgende technische Ursachen: Nach dem Einstechen der Kanüle mit einer einfachen Injektionsspritze ist es schwierig,
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die Tiefe des Eindringens dieser"Kanüle in das Gehirn abzuschätzen. Infolge der Unterschiede in der Härte der zu durchstechenden Schädeldecke bei den einzelnen Mäusen kann die Kanüle bei zu großem Kraftaufwand zu tief eindringen. Zum Betätigen des Kolbens der Spritze müssen die Finger der haltenden Hand gegeneinander bewegt werden· Hierdurch wird die Spritze und damit auch die Kanüle' seitlich oder kreisförmig bewegt» Diese Bewegung der Kanüle verursacht zusätzliche Verletzungen der Gehirnsubstanz. Bei über 1000 unmittelbar nacheinander ausgeführten Injektionen kommt es zu zunehmenden Schwankungen der Injektionsdosis infolge Ermüdung der die Injektionen vornehmenden Arbeitskräfte. Bei Benutzung der bekannten automatischen Injektionsvorrichtungen kann die Kraft zum Einstechen der Kanüle der von Tier zu Tier wechselnden Härte der Schädeldecke nicht angepaßt werden. Hierdurch kommt es bei einer sehr großen Zahl von Mäusen zu einer übermäßig starken stoßartigen Beanspruchung der Schädeldecke und damit des Gehirns * die den sofortigen oder vorzeitigen Tod der Tiere zur Folge hat. Auch bei den diesen Injektionsyorgang überlebenden Mäusen kann der Ablauf der Infektion durch die zusätzliche mechanische Beanspruchung des Gehirns beeinträchtigt werden. Aus diesen Ursachen der Mangel der bisher bekannten Lösungen ergibt sich die Aufgabe, ein Injektionsgerät zu entwickeln, das die schonende Einführung der Kanüle in das Ge-Mm der Mäuse, die Fixierung dieser Kanüle in einer festgelegten Tiefe, hiernach die unverzügliche Injektion der einzuführenden Flüssigkeit ohne zusätzliche Bewegung der Hand und damit der Kanüle sowie die konstante Dosierung dieser Flüssigkeit ermöglicht. Dieses Injektionsgerät soll sehr leicht und handlich sein, um die Arbeit bei den an einer großen Zahl von Mäusen auszuführenden Injektionen zu erleichtern. Der Zeitaufwand für die Ausführung der Injektionen soll verringert werden.
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Merkmale der Erfindung:
Erfindungsgemäß besteht das vorzugsweise zur Ausführung von intrazerebralen Injektionen bei Mäusen bestimmte Injektionsgerät aus einem als Handgriff dienenden etwa bleistiftstarken und bleistiftlangen geschlossenen Rohr> dessen unterer Rand zum besseren Halten im Durchmesser verstärkt ist, und durch das ein Zuführungsrohr für die zu injizierende Flüssigkeit hindurchgeführt ist. Dieses Zuführungsrohrt das an seinem unteren Ende einen Kanülenansatz und an seinem oberen Ende einen Schlauchansatz besitzt, hat ebenso wie der Zuführungsschlauch zu diesem Zuführungsrohr ein so enges Lumen, daß die Luft, die vor Beginn der Injektionen durch die zu injizierende Flüssigkeit verdrängt werden muß, in dem Zuführungsrohr und dem Zuführungsschlauch nicht aufsteigen kann, sondern durch die in der Regel nach unten gerichtete Kanüle austritt· Auch während der Injektionen können sich hierdurch im Zuführungssystem keine Luftblasen ansammeln, die sonst als federndes Polster die ordnungsgemäße Dosierung der zu injizierenden sehr geringen Flüssigkeitsmenge verhindern würden. Die Zufuhr der zu injizierenden Flüssigkeit zur Kanüle erfolgt durch eine am Rand des Arbeitsplatzes aufgestellte handelsübliche Mikrodosierpumpe, die durch den genannten Zuführungsschlauch mit dem Zuführungsrohr und hierdurch mit der auf letzteres aufgesetzten Injektionskanüle verbunden ist. Diese Mikrodosierpumpe wird durch einen Druckschalter betätigt, der mit Hilfe einer seitlich offenen Haltevorrichtung auf einem Haltestück für das Kontaktauslösungssystem abnehmbar befestigt ist. Dieses Haltestück ist auf den rohrförmigen Handgriff aufgeschoben und hier mit einer Schraube festgeklemmt· Das Kontaktauslößungssystem besteht aus dem genannten mit dem Schaltrelais der Mikrodosierpumpe über ein Schwachstromrelais verbundenen Druckschalter, einem in einer Aussparung des genannten Haltestücks parallel zum Handgriff beweglichen Profilstück, mit dem der Druckschalter betätigt wird, und einem mit diesem Profilstück verbundenen Gestänge, das durch ein seitlich am
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Handgriff angelötetes dünnes Führungsrohr hindurchläuft, sowie einem Fuß für dieses Gestänge ο Das den Druckschalter betätigende Profilstück verhindert gleichzeitig eine Verdrehung des relativ elastischen Gestänges von seinem Fuß her, die wegen seiner notwendigen geringgradigen Abbiegung vom Handgriff an seinem oberen Ende zu seinem Verklemmen im Führungsrohr führen könnte· Der Weg des Profilstücks ist nach unten durch einen an letzterem angebrachten Anschlag und nach oben durch das Ende des Schaltweges des Druckschalters begrenzt· Unterhalb des Kanülenansatzes des Zuführungsrohrs ist am Gestänge der rechtwinklig zu letzterem abgebogene Fuß befestigt, der die auf den Kanülenansatz aufgesteckte Injektionskanüle von drei Seiten .umfaßt· Die zum Auslösen des Druckschalters bei senkrechtem Halten des Injektionsgeräts benötigte Kraft darf nicht größer als 60 ρ sein. Das genannte Führungsrohr für das Gestänge befindet sich bei der Handhabung des Injektionsgeräts in dem freien Raum, der zwischen dem Handgriff und zwei ihm anliegenden Fingern verbleibt.
Bei der Handhabung des Injektionsgeräts werden das Zuführungsrohr über den Zuführungsschlauch und der Druckschalter über ein Schwachstromkabel und ein Schwachstromrelais mit der am Rande des Arbeitsplatzes stehenden Mikrodosierpumpe verbunden· Die zu benutzende Injektionskanüle wird von der offenen Seite des Fußes her auf den Kanülenansatz des Zuführungsrohrs aufgesteckt.· Dann wird das Haltestück für das Kontaktauslösungssystem mit Hilfe der an ihm befindlichen Schraube am Handgriff in einer solchen Höhe festgestellt, daß der Fuß des Gestänges bei Erreichen der gewünschten Einstichtiefe über das Gestänge und das Profilstück den Druckschalter betätigt· Gleichzeitig verhindert dieser Fuß das weitere zu tiefe Eindringen der Injektionskanüle in das Gehirn· Vor der ersten Injektion werden durch kontinuierliches Betätigen der Mikrodosierpumpe der Zuführungsschlauch, das Zuführungsrohr und die Injektionskanüle luftfrei mit der zu injizierenden Flüssigkeit gefüllt· Nun wird das Injektionsgerät mit drei Fingern einer Hand unmittelbar über dem ver-
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stärkten unteren Rand gefaßt und über den Kopf der zu infizierenden Maus geführt, die mit der anderen Hand fixiert wird. Durch Senken des Injektionsgeräts wird die Schädeldecke der Maus vorsichtig durchstochen. Beim Eindringen der Kanüle in das Gehirn wird durch den sich auf die Schädeldecke aufsetzenden Fuß über das Gestänge und das Profilstück der Druckschalter betätigt, der über das in seinem Stromkreis liegende Schwachstromrelais die Mikrodosierpumpe einschaltet. Diese Pumpe drückt über den Zuführungsschlauch und das Zuführungsrohr durch die unbeweglich im Gehirn der Maus steckende Injektionskanüle 0,025 ml der zu indizierenden Flüssigkeit in letzteres hinein. Unmittelbar nach dieser Injektion wird die Kanüle aus dem Gehirn der Maus zurückgezogen. Dabei wird das Profilstück mit Gestänge und Fuß durch sein Gewicht und durch die Federwirkung des Druckschalters bzw. bei waagerechter Haltung des Injektionsgeräts allein durch diese Federwirkung in seine Ausgangsstellung zurückgeführt.
Vor der Heißluftsterilisation des nach der Benutzung gereinigten Injektionsgeräts wird der Druckschalter durch Lösen und seitliches Wegziehen seiner Haltevorrichtung von dem Haltestück entfernt.
Das Injektionsgerät ist auch zur Ausführung intramuskulärer Injektionen bei Kleintieren, insbesondere zur Impfung von Küken, sowie für Injektionen an bebrüteten Hühnereiern geeignet. Hierbei sind durch Verstellen der Höhe des Haltestücks am Handgriff erhebliche Unterschiede in den Kanülenlängen und Einstichtiefen auszugleichen. Ausführungsbeispiel:
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel anhand einer Zeichnung näher erläutert werden. Zur Ausführung intrazerebraler Injektionen bei Mäusen wird ©in Injektionsgerät benutzt, das aus folgenden Teilen besteht: In den geschlossenen rohrförmigen etwa bleistiftgroßen Handgriff i, der an seinem unteren Ende eine Randverstärkung k besitzt, ist ein Zuführungsrohr h eingelötet. Dieses Zuführungsrohr h ist an seinem oberen Ende mit einem Schlauchansatz d und an seinem unteren Ende mit einem Kanu-
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lenansatz ί versehen. Auf diesen Kanülenansatz 1 wird eine Injektionskanüle m aufgesteckt· An dem Handgriff i ist seitlich ein dünnes Führungsrohr t angelötet· Durch dieses Führungsrohr t läuft das Gestänge sf das an seinem oberen Ende mit einem Profilstück r verbunden ist· Dieses Profilstück r ist mit dem Anschlag ρ versehen· Es" wird durch die Aussparung q in dem Haltestück g geführt, das auf den Handgriff i aufgeschoben ist und hier in unterschiedlicher Höhe mit der Schraube f fixiert wird· Auf dem Haltestück g ist der Druckschalter ο mit seiner seitlich offenen Haltevorrichtung e abnehmbar befestigt· Das Injektionsgerät ist durch ein stromführendes Kabel über das Schwachstromrelais b sowie durch den Zuführungsschlauch c mit der Mikrodosierpumpe a verbunden, die am Arbeitsplatz seitlich aufgestellt wird·

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch
    V Injektionsgerät, vorzugsweise zur Ausführung intrazerebraler Injektionen bei Mäusen, dadurch gekennzeichnet, daß in einem annähernd bleistiftgroßen geschlossenen rohrförmigen Handgriff mit verstärktem unterem Rand ein englumiges Zuführungsrohr eingesetzt ist, das an seinem unteren Ende einen Kanülenansatz zum Aufstecken von Injektionskanülen und an seinem oberen Ende einen Schlauchansatz besitzt, und daß seitlich an diesem Handgriff ein dünnes Führungsrohr befestigt ist, durch das ein Gestänge läuft, dessen die aufgesteckte Kanüle dreiseitig umfassender Fuß bei seinem Aufsetzen auf das Schädeldach der Maus nach dem Einstechen der Kanüle in ihr Gehirn über dieses Gestänge und ein dasselbe mit führendes Profilstück einen Druckschalter betätigt, der mit Hilfe einer Haltevorrichtung seitlich abnehmbar auf einem in,seiner Höhe am Handgriff verstellbaren Haltestück angebracht ist, und der die dosierte Zuführung der zu injizierenden Flüssigkeit von einer gesondert aufgestellten Mikrodosierpumpe her auslöst.
    2, Injektionsgerät nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Irofilstück am oberen Ende des Gestänges befestigt ist und durch eine entsprechend geformte Aussparung in dem am Handgriff in seiner Höhe verstellbaren Haltestück geführt wird, und daß der Weg dieses Profilstücks nach unten durch einen an ihm befestigten Anschlag und nach oben durch das Ende des Schaltweges des Druckschalters begrenzt wird·
    5.· Injektionsgerät nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Profilstück mit dem Gestänge und dessen Fuß nach der Injektion durch deren Gewicht und die Federwirkung des Druckschalters bzw. bei waagerechter Haltung des Injektionsgeräts nur durch diese Federwirkung in seine Ausgangsstellung zurückgeführt wird, wobei die rückführende Kraft 6o ρ nicht überschreiten darf.
    Hierzu 1 Seite Zeichnungen
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