DD142366A1 - Faltwerk aus gipskarton - Google Patents

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Dietrich Schulz
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04BGENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
    • E04B2/00Walls, e.g. partitions, for buildings; Wall construction with regard to insulation; Connections specially adapted to walls
    • E04B2/72Non-load-bearing walls of elements of relatively thin form with respect to the thickness of the wall
    • E04B2/723Non-load-bearing walls of elements of relatively thin form with respect to the thickness of the wall constituted of gypsum elements
    • E04B2002/725Corner or angle connection details

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  • Finishing Walls (AREA)

Abstract

Gipskarton wird verwendet als Verbundplatte zur Verkleidung von Bauwerksteilen oder für trennende Wandungen in Bauwerken und Anlagen. Erfindungsgemäß wird das Falten oder Abkanten von Gipskarton-Verbund» platten zu Faltwerk dadurch ermöglicht, daß einseitig durch den Gipskern nutenförmige Vertiefungen mit Gehrungswinkel in die fertige Verbundplatte eingearbeitet oder beim Herstellen der Verbundplatte eingeformt werden zur Nutzung des freigelegten biegsamen Kartons zum Falten oder Abkanten bei gleichzeitiger Erhaltung der ansatzlosen Verbindung der Gispkarton-Außenflachen und zur Nutzung des Stabilisierungsgewinns für die Verbundplatten durch abgewinkelte Teilflächen und' deren feste Verbindung untereinander, die durch Gehrungsnutenvsrfüllung mit einem Fugenfüllbinder gesichert ist

Description

a) Titel
Faltwerk aus Gipskarton
b) Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft Gipskartonplatten, die gefaltet oder abgekantet werden.
Pur den Ausbau oder die Einrichtung von Räumlichkeiten in Bauwerken oder Anlagen werden zur Verkleidung von Bauwerksteilen, zum Herstellen von trennenden Bauteilen oder für Einrichtungsgegenstände Gipskartonplatten verwendete Durch die glatte planebene Oberfläche des Gipskartons ist dieses Material auch für repräsentative Bauzwecke verwendbar«
c) Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Gipskartonplatten sind planebene, elastische mit Karton ummantelte Gipsplattene Sie werden hergestellt aus gebranntem feingemahlenen Gips, der durch Aufbereitung mit Wasser zu einer plastischen fließfähigen Masse zwischen zwei Lagen Karton gegossen wird* Nach Beendigung des Gipsabbindeprozesses einschließlich Trocknung ist der Gips mit der liartonumraantelung durch Kartonfaserhaftung fest verbunden« Gipskartonplatten sind raumbeständig, leichtgewichtig, schall- und wärmedämmend, variabel einsetzbar und hochproduktiv im Ausbau,
Gipskarton kann gefräst, gesägt, eingeschnitten und gebrochen, gebohrt, genagelt, ge- oder beklebt und gestrichen werden, Gipskartonplatten können an tragenden Bauteilen und Unterkonstruktionen mit Befestigungsmittel:!! wie Schrauben, Nägeln, Klemmprofilen oder Ansetzbinder angebracht v/erden* Kantenausbildungen9 die an Verkleidungen aus Gipskarton herzustellen sind, müssen mit einem besonderen Kantenschutz versehen werden.
Der Kantenschutz kann aus Winkelprofilen oder flachprofilierten Abdeckleisten, die durch Aufkleben, Schrauben, Nageln oder Klemmen befestigt, hergestellt werden.
Kanten- oder Fasenausbildungen an stumpf gestoßenen Gipskartonplattenteilen sind mit Fugenfüllspachtel von außen zu verstreicheiio Nach dem Erhärten des Fugenfüllspachtels ist dieser zu verschleifen und mit PVAc-Kieber getränktem Retovlies kartonüberdeckend zu überkleben als Haarriß- und Kantenschutz» Nach dem Trocknen des Klebers sind die Retovliesstreifen-Kartonanschlüsse breitflächig an beiden Seiten zur Einebnung des Retovliesansatzes zu überspachtelno Die Spachtelflächen werden ebenfalls verschliffen.
Fugen können offen bleiben zur Unterstreichung des FertigteilmontageCharakters der Gipskartonplatten.
Sollen Verkleidungsflächen aus Gipskarton jedoch fugenlos er» scheinen, so wird Gipskarton mit abgeflachten Rändern verwendet. An nichtabgeflachten Gipskartonplattenrändern ist der Karton bis zu einer Breite von 50 mm je Seite abzureißen. Zum Abreißen des Kartons darf dieser nicht eingeschnitten werden zur Vermeidung der beim Schneiden entstehenden Kerbwirkung, die zum Bruch des Gipskerns führt« Das Verspachteln und Kleben wird wie an Kanten ausgeführt«
Zum Verkleiden von schlanken oder schmalen Bauteilen wie Unterzügen, Pfeilern, Leibungen, freihängenden Schürzen, Kanälen, Gesimsen oder für profilierte Unterdecken bzw.Wandverkleidungen wird ein Zuschnitt der Gipskartonplatten auf jeweilige Einzelbreite der Seitenteile erforderliche
Die durch den Plattensuschnitt in großer Menge entstehenden Plattenrandkanten- und Ikselstoßverbindungen sind wie in den vorher genannten Kantenbearbeitungsmöglichkeiten herzustellen. . Der Aufwand für Unterkonstruktionen zur Gewährleistung der vorgeschriebenen Konstraktionsstabilität entspricht dem der einzuhaltenden Befestigungspunktraster und der Menge der herzustellenden Plattenstoßverbindungen.
Ünterkonstruktionen können aus Holzlatten, Metallblech-C-Profilen u,ae hergestellt werden«
Gipskartonplatten sind spannungsfrei auf den zu verkleidenden Bauteilen oder Unterkonstruktionen zu befestigen. Das Baumaterial Gipskarton als Bauplatte ist elastisch und nur begrenzt belastbar.
Den Rasterspannweiten der Unterkonstruktionsstützweiten mit den Befestigungspunkten sind durch die verhältnismäßig geringe Beständigkeit der Stabilität des Gipskartons feste Grenzen gesetzt. Die Rastermaßbegrenzungen sind beim Konstruieren und Bauen einzuhalten.
Der bisherige Einzelbreiten-Plattenzuschnitt, der beim Herstellen formgebender Profilierungen je Einzelseite mit dem zusätzlich konstruktiv erforderlichen Unterkonstruktionsaufwand projektiert werden muß, ist in hohem Maße Material- und Arbeitszeit aufwendig. Je schmaler die Einzelbreiten der Profilzuschnitte und deren anteilige Häufigkeit je m der zu gestaltenden Fläahe ist, um so umfangreicher sind die zur Ausführung erforderlichen Konstruktionsund Arbeitszeitaufwendungen.
Die bisher gegebenen Möglichkeiten für Kantenausbildungen sind das Überdecken der Gipskartonplattenstöße mit Profilschienen, -leisten oder durch Überklebe- und Spachtelarbeitene
Profilgebende Abkantungen bei Gipskartonverkleidungsarbeiten sind bisher nach der aufwendigen Technologie des Zuschneidens
großflächigen Gipskartonplatten zu Einzelstreifen vorgenommen wordene Der Zuschnitt erfolgt bei serienmäßiger Vorfertigung nach Schablonen entsprechend der im Projekt vorgesehenen Profileinzelseitenbreiten.
Die erforderlichen Unterkonstruktionen sind der Form des Abkantungsprofils anzupassen,,
Die zum Einbau kommende Menge der zweckmäßigerweise angewendeten Metallblecli-C-Profile entspricht der Metermenge
- der Trage-C-Profile, die zur Abhängung der Faltwerk-Kons truktion erforderlich sind»
Sie sind kreuzweise mit den Verteiler-C-Profilen fest zu verbinden.
- der Verteiler-C-Profile zum Anschrauben der Gipskart oneinzelplatten im Rasterabstand der Stütz- und Befestigungspunkte
Die vorgeschnittenen Gipskartonteilplatten v/erden auf die ebenfalls vorgefertigte Unterkonstruktion montiert« Zur Montage ist das Antragen von Stichmaßen und das Anlegen von Achsen und Lattengängen erforderlich.
Die Befestigung des Gipskartons wird mit Senkblechbohrschrauben durch anschrauben an die Kantenaussteifungs- und Verteuerte~ Profile vorgenommen«
Die wesentlichen Ifechteile der bisher zur Anwendung kommenden Technologie sind in Folgendem festzustellen:
- großflächige planebene malerfertige Gipskartonplatten v/erden zerschnitten und gestückelt
- geschnittene Gipskartonplatten haben ihre ursprüngliche homogene Einheit, die nur durch die Kartonummantelung gewährleistet ist9 unwiederbringlich verloren
- die Verarbeitung von geschnittenen Gipskartonplatten ist nur mit zusätzlichen Aufwendungen ζμΐ" Sicherung der geschnittenen Plattenränder durch Unterkonstruktionen, Schutzschienen oder überklebe- und lachspachtelarbeiten
möglich
„5~
2 If 26 J
- die Zerstückelung einer großflächigen Bauplatte in kleinere Teilplatten zum Zweck des Wiederzusammenfügenwollens zur Formgebung ist unökonomisch·
ä) Zweck der Erfindung
Die Erfindung bezweckt, die vorher genannten Nachteile zu beseitigen, in dem mit einer bisher noch nicht zur Anwendung gekommenen Technologie bei der Verarbeitung von Gipskartonplatten die homogene Einheit der großflächigen Gipskartonplatten nicht durchbrochen v/ird. Mit der neuen Technologie ist es möglich, Gipskarton so zu bearbeiten, daß mehrfaches Falten oder Abkanten in alle linearen Richtungen und Winkel zur Herstellung von sogar komplizierten Faltungen oder Abkantungen ausführbar wird und die malerfertige Gipskartonoberfläche an den Abkantungen unbeschädigt erhalten bleibt und biegsame Gipskartonplatten zu stabilen Elementen geformt werden«.
e) Darstellung des Wesens der Erfindung des Verfahrens
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, großflächige Gipskartonplatten ein- oder mehrfach au falten oder abzukanten für Ausbau- und Einrichtungsarbeiten in Bauwerken und Anlagen mit der Nutzung der Faltung oder Abkantung als versteifend wirkender Stabilisierungsfaktor für die ursprünglich elastische Bauplatte und der damit gleichzeitig verbundenen Verringerung des sonst erforderlichen Unterkonstrukti onsaufwändes·
Durch Falten oder Abkanten von Gipskarton wird dieses Material zur Verwendung für formgebende Element- und Flächengestaltungen in vielfältigster V/eise variabel einsetzbar bei gleichzeitiger Gev/ährIeistung der geringsten Kartonoberflächenbeschädigung«
Die technischen Mittel:
Erfindungsgemäß wird das Palten oder Abkanten von Gipskartonplatten dadurch erreicht, daß einseitig in die als Rückseite gekennzeichnete Seite des Gipskartons nutenförmige Vertiefungen als Gehrung gefräst, gesägt oder geschnitten werden durch die Kartonrückschicht und den gesamten Gipskern mit einer Eindringtiefe bis zur beschädigungslosen Preilegung der mit dem Gipskernverbundenen Kartondeckschicht.
Uutenförmige Vertiefungen zum Zweck des Faltens oder Abkantens werden zur konvexen Formgebung in den Gipskarton mit rotierenden Schneidwerkzeugen gefräst oder gesägt, bei konkaver Formgebung kann ein schmalschlitziges einsägen oder einschneiden (Messerschnitt mit Kerbwirkung) zur Faltung oder Abkantung genügen O
Besondere Beachtung ist dem Anstellwinkel der Schneidwerkzeuge beim Fräsen oder Sägen von Nuteneinkerbungen zu widmen» Ein noch besseres technisches Mittel als das nachträgliche Bin-, fräsen ist das formgebende Einprägen der Faltennuten in den Karton und Gips mit Walsen-Nuten-Pressen beim Gießen (der Herstellung) der Gipskartonplatte^
Soll eine Gipskarton-Faltung oder Abkantung mit einem spitzeren Winkel als 90 vorgenommen werden, so ist ein besonders weitwinkliges Schneidwerkzeug mit einem Anschliff von ca„ 120 anzuwenden«
Die nutenförmige Entfernung des starren Gipskernmaterials aus dem Gipskarton mit einem Winkeleinschnitt von 120° ermöglicht ein konvexes Falten oder Abkanten des Kartons bis zu einer scharfkantigen Gipskarton-Außenflächenabwinklung von 60 „ Werden noch schärfere Kantenausbildungen als 60°-Abwinkelungen gewünscht, so ist das Gipskernmaterial in einem noch weiteren Yiinkel als 120 aus der Gipskartonplatte zu entfernen.
2\\ 26 ί
Die technisch-ökonomischen Auswirkungen:
Durch die Erfindung, in den starren, nicht falt- und abkantbaren Gipskern Nuten einseitig einzuarbeiten und die Innenseite der am Gipskern haftenden Kartondeckschicht freizulegen^ ist die Möglichkeit gegeben, die ursprüngliche Biegsamkeit des freigelegten Kartons wieder zu nutzen bei gleichzeitiger Erhaltung der festen Verbindung zwischen den auf diese Weise geschaffenen (Teilflachen·
Nach dem Palten oder Abkanten bis zur vorgesehenen Abwickelung werden die verbleibenden offenen Nuteneinkerbungen mit einem Fugenfüll-Bindemittel geschlossen durch Vergießen oder Verstreichen des Fugenfüllmaterials. Mit der Fugenverfüllung und nach deren Erhärtung ist die Gipskartonfaltung oder -abkantung fixiert. Die dem Gipskarton eigene Flächenbiegsamkeit wird um ein Vielfaches verringert im Falten-Abkantungsbereich? sowie bekannterweise im Stahlbau biegsame Bleche durch Abwinkelung zu stabilen tragfähigen Winkelprofilen geformt wordene
Durch die Möglichkeit, Gipskarton mit eingearbeiteten Nuten falten oder abkanten zu können, entfallen die bei der bisherigen Technik des Zerschneidens von Gipskarton und des Wiederzusammenfügens der Gipskarton-Einzelplatten erforderlichen aussteifenden Unterkonstruktionen und Oberflächennachputz» oder Kantenschienenansetzarbeiten«
Gipskartonfaltungen und Abkantungen, die durch Fugenverfüllung gefestigt sind, übernehmen die tragende Funktion derjenigen bisherigen Ursterkonstruktionsteile, die eine Durchbiegung von glatten, stumpfgestoßenen einzelnen Gipskartonplatten im Kantenbereich in Längs- oder Querrichtung verhindern sollen bei gleichseitiger Einsparung der bisher erforderlichen Nagel-Schrauben- oder ähnlicher Befestigungspunkte»
f) Ausführungsb ei spiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel erläutert werdenβ
Mit einem rotierenden Schneidwerkzeug 1, das an einer Getriebewelle befestigt ist, wird die erste Kartondeckschicht 2 und der Gipskern 3 eier Gipskartonplatte nutenf örmig entfernt mit einer Eindringtiefe des Schneidwerkzeugs bis zur zweiten Kartondeckschicht 4e
Mir konkave Abkantungsf ormen kann ein Schneidwerkzeug wie Säge oder Messer 1 zum brennen der Kartonrückschicht 2 und des Gipskerns 3 mit einer Eindringtiefe bis zur zweiten Kartondeckschicht 4- verwendet werden* Die Kartonfreilegungsbreite 4©1« an der Kartondeckschicht-Innenseite ist abhängig vom projektierten Faltungswinkel und dem dabei zu berücksichtigenden .Biegeradius (Dorndurchmesser) 4e2* für Kartone
Die Ereilegungsbreite mit mindestens 2 mm ist so zu bemessen, daß ein spannungsfreies Biegen d§s Kartons zur Faltung oder Abkantung des Gipskartons gewährleistet ist«
Die in den Gipskarton eingelassene Gehrungsnut 5 ist mit ein einem plastischen, erhärtenden Füllbindemittel 5*1· zu schließen»
Als Füllbindemittel ist bei dreieckf örmigen Nuten ein spannungsfrei erhärtender Füllbinder zu verwenden, anderenfalls ist mit einem Verbiegen der Faltenkanten zu rechnen· Mit der Gehrungsnutenverfüllung ist die durch das Huteneinarbeiten vorgenommene Gipskernunterbrechung beseitigt und die verbindende Festigkeit für die Gipskartonfalten-Winkelabkantung geschaffen, mit der die Gipskartonfalte zu einem stabilen, sich selbst tragenden Bauteil wirdo Die entsprechend nachzuweisende Überbrückungsspannweite der Faltenabkantung ist mindestens 3 bis 5 Mal größer als das gültige Standardmaß, daß für Überbrückungs- oder Stützweiten von planebenen Gipskartonplatten vorgeschrieben iste
-9- 211 261
Die Gehrungsnutenverfüllung ist vor dem Falten oder Abkanten mit plastischem Füllbinder vorzunehmen, um ein vollfugiges Verfüllen durch Quetscheinwirkung beim Falten zu erreichen und damit eine einwandfreie Falten- oder Kantenausbildung zu gewährleisten«
Die Gehrungsnuten sind auch zu schließen zur Vermeidung von Wärme- und Schallbrücken sowie zur Vermeidung von Kartonfaltenrissen, die an ausgetrocknetem überspannten Karton als Bauschaden entstehen könnenc
Die Gehrungsnuten sind so zu verfüllen, daß der Füllbinder um 10 bis 20 mm über die Kartonrückschicht quillt und sich mit dieser fest verbindete
Bei ein- und mehrfachem Falten oder Abkanten empfiehlt es sich, Formlehren mit festen Winkelabstellungen für die Faltenform zu verwenden zur Sicherung einer gleichmäßigen Formgebung. Sind aussteifende oder tragende Unterkonstruktionsteile 6 in die vorzufertigenden Gipskartonelemente einzubauen so sind diese Teile beim Falten oder Abkanten einzusetzen und am Gipskarton durch Klemmvorrichtungen kippsicher festzulegen« Nach dem Falten und dem Festlegen der Unterkonstruktionsteile können die erforderliehen Verschraubungsarbeiten 6*1· zur Verbindung des Gipskartons mit der Unterkonstruktion vorgenommen werdene Ein Einbau von Unterkonstruktionsteilen direkt an der parallel verlaufenden Faltung ist nicht erforderlich, weil die Faltung ein sich selbst tragender Bauteil ist« Parallele Faltungen, die so angeordnet sind, daß sie sich in einem Abstand der zugelassenen Gipskarton-Stützweiten für Längsbefestigungen liegen, erfordern nur noch den Einbau von querlaufenden Unterkonstruktionsteilen 6.
Parallel zur Faltenabkantung verlaufende Unterkanstruktionsteile für Längs- oder Querbefestigungen sind anzuordnen, wenn die Abstände von parallel verlaufenden Faltenkanten größer sind, als die für planebene Gipskarton-Einzelflächen vorgeschriebenen Stütsweiten-Standardmaße·
Schrauben zur Befestigung des Gipskartons an Unterkonstruktionen sind in der Gipskartonoberflache zu versenken, um ein planebenes, ansatzfreies Verspachteln der Gipskartonaußenfläche zu ermöglichen.
Elementstoßverbindungen können zur Unterstreichung des Fertigteilmontageoharakters mit nutenförmigen Fugen einschließlich rückseitiger Randabdeckung oder mit offenen Fugen hergestellt werden» Fugenlose Verbindungen sind nur im' nichtgefalteten, meistenteils im Querfugenbereich möglich*
Dazu ist entsprechend der Verarbeitungsvorschriften des Entfernen von Karton vom Rand des Gipskartons erforderlichj danach erfolgt das überkleben der Elementstöße mit Fugendeckstreifen und die Spachtelverputzarbeit in planebener ansatzfreier Ausführung»
-11-

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    1. Faltwerk aus Gipskartonplatte^ bei dem der Karton der Deckschicht 4 nach dem einse-itigen Gehrungsnuteinarbeiten in die Verbundplatte unbeschädigt als biegsame Plattenteil-Verbindung erhalten bleibt und somit eine ansatzlos erscheinende Kanten- oder Ikse!herstellung ermöglicht, gekennzeichnet dadurchg daß an solchen scharfen Gipskarton-Kanten oder -Ikseln Plattenstoßüberklebe- und Verputzarbeiten nicht erforderlich sindβ
  2. 2. Faltwerk aus Gipskartonplatten, bei dem der Karton der Deckschicht 4 nach dem einseitigen Gehrungsnuteinarbeiten in die Verbundplatte und dessen Abkanten als feste Plattenteil-Verbindung erhalten bleibt, gekennzeichnet dadurch, daß nach dem Verfüllen der Gipskartonplatten-Gehrungsnut mit einem plastischen, erhärtenden Fugenfüllbinder die versteifenden Kanten- oder Ikselstoßverbindungsprofile einschließlich aller Befestigungs- und Verputzarbeiten außen und innen nicht erforderlich sind.
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4402170A (en) * 1981-02-19 1983-09-06 Seidner Marc A Millwork member of folded construction
US4704837A (en) * 1986-08-15 1987-11-10 National Gypsum Company Wall construction
EP0663483A1 (de) * 1994-01-12 1995-07-19 TOSCOPAN S.r.l. Vorgefertigtes Element aus Gipskartonplatten und Verfahren für seine Herstellung
EP1719851A3 (de) * 2005-05-06 2014-07-30 Platec Faltbare Platte mit einer klebenden Zone

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