DD142432A5 - Schneidvorrichtung zur herstellung von kuegelchen aus thermoplastischem harz - Google Patents

Schneidvorrichtung zur herstellung von kuegelchen aus thermoplastischem harz Download PDF

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DD142432A5
DD142432A5 DD79211537A DD21153779A DD142432A5 DD 142432 A5 DD142432 A5 DD 142432A5 DD 79211537 A DD79211537 A DD 79211537A DD 21153779 A DD21153779 A DD 21153779A DD 142432 A5 DD142432 A5 DD 142432A5
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Description

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Berlin, den
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Schneidvorrichtung zur Herstellung von Kügelchen aus thermoplastischem Harz
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine drehbare Schneidvorrichtung zur Herstellung von Kügelchen, Pastillen oder Körnern aus wenigstens einem Strang eines teilweise geschmolzenen thermoplastischen Harzes in Zusammenwirken mit einer Düsenplatte, die wenigstens eine Düse besitzt, wobei die drehbare Schneidvorrichtung durch eine Drelamellenkonstruktion drehbar angetrieben werden kann.
Die vorliegende Erfindung ist allgemein anwendbar in Fällen, in denen schmeizflüssiges Material in Wasser oder in einem anderen flüssigen 2Iadium geschnitten werden muß.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es sind bereits drehbare Schneidvorrichtungen zum Schneiden fortlaufender, strangartiger Bahnen teilweise geschmolzenen thermoplastischen Kunstharzes zur Herstellung von Kügelchen, Pactillen oder Körnern bei einer kontinuierlich arbeitenden SpritzguBmaschine Tiit einer oder mehreren Spritzgußöffnungen, welche in Zusammenwirkung mit einem Kühlmittel arbeitenr
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bekannt. Hierbei kühlt das Kühlmittel aas thermoplastische Material ab, welches gewöhnlich durch die öffnungen des Spritzgußstrangpressenstempels in Form einer Schmelze strangartig herausgepreßt wird.
In bezug auf den Stand der Technik ist zu beachten, daß beim Arbeiten mit herkömmlichen Schneidvorrichtungen zum Schneiden von Scbmelzmaterial gefunden wurde, daß die Aufrechterhaltung eines Zwischenraumes oder Spiels zwischen dem Schneidmesser und dem Spritzgußstrangpressenstempel für die richtige Sehneidwirkung sehr wichtig und kritisch ist. Ist dieser Zwischenraum oder dieses Spiel zu groß geworden, wie z.B. infolge eines übermäßigen Verschleißes des Schneidmessers oder infolge der Schwankungen der Strangpreßtemperaturen oder -drücke, so ergibt sich eine unzulängliche und unvollständige Schneidwirkung, so daß die Menge der dabei erzeugten Feinteilchen im allgemeinen zunimmt, Kügelchen, Pastillen oder Körner aus bei den Spritzguß-, Formspritz- oder Blasformverfahren verwendeten thermoplastischen Polymeren sollen vorzugsweise frei von Feinstoffen sein, und sie sollen eine gleichmäßige Größe sowie sauber geschnittene Oberflächen haben, damit sie frei strömen oder fließen können und somit eine womöglich veränderliche volumetrische Zufuhr zur Formspritz-, Spritzguß» oder Blasformvorrichtung vermieden wird.
Ist der Zwischenraum oder das Spiel zwischen dem Schneidmesser und dem oben genannten SpritzguSstrangpressenstempel gleich 0 und besteht eine bedeutsame Reibung zwischen ihnen, beispielsweise infolge einer Ausbauchung der Stenpeloborflache, gegen das Schneidmesser, was durch den Druck des geschmolzenen thermoplastischen Materials gegon
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den Spritzgußstrangpressenstempel verursacht sein kann, so entsteht andererseits großer Verschleiß des Schneidmesser sowie des Stempels. Einkerbungen des kostspieligen Stempels sowie Schneidmesserbrucb sind auch sehr leicht möglich.
Ziel der Erfindung
tfi,
Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung einer drehbaren Schneidvorrichtung zur Herstellung von Kiigelchen aus thermoplastischem Harz, die gegenüber den bekannten Schneidvorrichtungen dieser Art höhere Gebrauchswerte igen— schäften aufweist.
par leg; tin,?: des.. Wesens der 3rf indung
Die Aufgabe der Erfindung ist insbesondere die Schaffung einer Schneidvorrichtung zum Schneiden von Schmelzmaterial in einer flüssigen Phase, wobei diese Schneidvorrichtung eine lange Betriebsiebensdauer hat und der Zwischenraum zwischen dem Schneidmesser und dem Spritzgußstrangpressenstempei minimal beachtet werden braucht. Darüber hinaus soll nur eine minimale Menge von Feinstoffen erhalten werden und der Verschleiß sowie die Möglichkeit eines Bruches des Scbneidinessers oder die Einkerbung des Stempels und sein Verschleiß reduziert werden, Ferner soll das Erfordernis einer Einstellung oder Verstellung sowie der Wartung der Vorrichtung während der Betriebsdauer derselben, insbesondere bei in BetriebsetsLing oder autier Betriebsetzung der Verrichtung, auf ein Minimum herabgesetzt werden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, durch eine Drehscbneidmessaranordnung und eine diese Anordnung mit
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der Drehwellenkonstruktion verbindende Einrichtung, wobei die Drehschneidmesseranordnung eine mit der Drehwellenkonstruktion verbundene Antriebsstange, einen Schneidmesserhalter und ein daran befestigtes, annähernd mittig abgestütztes Schneidmesser aufweist und die Antriebsstange mit der die Schneidmesseranordnung verbindenden Einrichtung zusammenarbeitet, so daß die Antriebsstange eine begrenzte Freidrehung um ihre zur Drehwellenkonstruktion laufende Achse ausführen kann, und wobei der Schneidmesserhalter mit der Antriebsstange fluchtet und derart mit ihr verbunden ist, daß er eine begrenzte Freidrehung besitzt, und die Drehscbnsidmesseranordnung mit der Stirnseite und den Düsen der Düsenplatte zusammenarbeitend und ihnen zugeordnet gelagert und abgestützt ist, so daß die Ebeiia der Drehung der Schneidmesseranordnung um die Achse der Drehwellenkonstruktion angrenzend und mit im wesentlichen paralleler Ausrichtung zu der Stirnseite der Düsenplatte derart aufrechterhalten wird, daß nur eine begrenzte Abnutzung des Schneidmessers und der Düsenplatte mit den Düsen während des Betriebes stattfindet, und durch eine Einrichtung zum Vorschieben der Drehschneidmessaranordnung in Richtung auf die Stirnseite der Düsenplatte mit ihren Düsen.
Vorteilhaft ist in diesem Zusammenhang, wenn die Drehwellenkonstruktion eine Drehantriebswelle aufweist, welche eine Drehachse hat, die zur Stirnseite dar Düsenplatte im wesentlichen senkrecht verläuft, In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Einrichtung zum Verbinden der Drehschneidmesseranordnung nit der Drehwellenkonstruktion die Drehbewegung der Dreh;vellenkonstruktion auf die Drehschneidmesseranordnung überträgt und cus einer in der Drehantriebswelle radial angeordneten Bohrung, in der i-Tähe des freitragenden Endes der Dreh-
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antriebswalle, sowie aus einer kleineren axialen Bohrung in der Drehantriebswelle besteht, wobei die axial gerichtete Bohrung die größere Bohrung in der Mitte senkrecht schneidet und eine Antriebsstange in der radialen Bohrung vorgesehen ist, die eine Langlochbohrung in der Nähe des Innenendes derselben hat, welche mit der axialen Bohrung in der Drehantriebswelle fluchtet, wobei ein die Langiochbobrung durchdringender Stift in die axial gerichtete Bohrung hin~ eingepreßt ist, so daß eine begrenzte Preidrehucg der Antriebsstange in der Bohrung gewährleistet ist. Im Sinne der Erfindung ist ebenfalls, daß der Schneidraesserhalter mit der Antriebsstange mittels einer zentrisch, axial gerichteten Bohrung in dem Außenende der Antriebsstange axial ausgerichtet und verbunden ist, wobei ein verkleinerter zylindrischer Tsil des Sehne idniesserhalters in der zentriscb,axial gerichteten Bohrung in der Antriebsstange sitzt und sich eine Gewindebohrung durch das Außenende der Antriebsstange hindurch aura Mittelpunkt der vorgenannten Bohrung erstreckt und eine Schraube in der Gewindebohrung mit einem Tangentialflachabscbnitt des verkleinerten zylindrischen Teiles des Schneidmesserhalters im Singriff steht, so daß eine begrenzte Freibewegung des Scnneidr Biesserhalters in der Antriebsstange gewährleistet ist. Vorzugsweise ist die Antriebsstanga eine gekrümmte oder winkelige zylindrische Stange, Zweckmäßig ist weiterhin, wenn der Schneidmesserhalter zylindrisch ausgebildet ist. Ein weiteres .Merkmal der Erfindung besteht darin, daß die Einrichtung zum Vorschieben dar Drehschneidmesseranordnung in Sichtung auf die Stirnseite der Düsenplatte aus einer Flüssigkeit besteht- in welche die Sehneidmosseranordnung eingetaucht ist, wobei sich das Schneidmesser dor Schneidmesseranordnung in dieser Flüssigkeit dreht und die bydrau-
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lische Wirkung des Schneidmessers auf die Flüssigkeit eine Kraft erzeugt, welche das Schneidmesser in Sichtung auf die Stirnseite und die Öffnung der Büse vorschiebt. Darüber hinaus ist vorteilhafterweise vorgesehen, daß die Drehwellenkonstruktion ausreichend von der Stirnseite der Düsenplatte entfernt ist, um eine Hohlraumbildung oder Kavitation im wesentlichen zu beseitigen.
Zusammenfassend ist festzustellen, daß das Verfahren zum kontinuierlichen Spritzgießen und zum Schneiden eines teilweise geschmolzenen thermoplastischen Kunstharzes in Form gesonderter Kügelchen, Pastillen oder Körnern mit Hilfe der erfindungsgemäß verbesserten Schneidvorrichtung zum Schneiden von Schrnelzmaterial darin besteht,daß strangartige Bahnen des geschmolzenen thermoplastischen Kunstharzes kontinuierlich durch eine oder mehrere in einer Stempeloberfläche gebildete Öffnungen unmittelbar in ein Kühlmittel kontinuierlich ausgepreßt und dann die ausgepreßten Stränge innerhalb des Kühlmittels in Kügelchen, Pastillen oder Körner geschnitten werden, während sie verfestigt werden.
Ausfübrun^sbe ispiel
Die Srfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zsigen:
Fig, 1: eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, der Schneidvorrichtung zum Schneiden von Schmelzmaterial; und
Fig. 2: eine Stirnansicht der Schneidvorrichtung in der !Richtung des Stempels.
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In den Fig. 1 and 2 ist ein Teil der freitragenden Drehantriebswelle 10 gezeigt, welche von der Stirnseite 24 eines als Düsenplatte ausgebildeten Spritzgußstrangpressenstempels zweckmäßigerweise entfernt ist, um eine Hohlbildung oder Kavitation auf ein Minimum herabzusetzen oder zu beseitigen, wobei Bohrungen 11 vorgesehen sind, welche vorzugsweise, jedoch nicht notwendigerweise, radial und in der Hähe des freitragenden .Sndes vorgesehen sind, sowie kleinere Bobrungen 12 in axialer Richtung der Drehantriebswelle 10, die Bobrungen 11 in der Mitte senkrecht schneiden. Die Antriebsstangen I3 können, müssen aber nicht, zylindrisch sein, Sie sind in den Bohrungen 11 angeordnet und auf geeignete V/eise darin festgehalten, so daß eine begrenzte Preidrehung der Antriebsstange ІЗ in der Bohrung 11 gewährleistet ist, und zwar beispielsweise durch einen Stift 14, welcher in die Bohrung 12 hineingepreßt ist, die mit einer Langlochbohrung 15 in der Antriebsstange 13· in der Nähe des Innenendes der Antriebsstange I3 fluchtet. Die Antriebsstange I3 ist vorzugsweise, jedoch nicht notwendigerweise, derart; gekrümmt oder winklig ausgebildet, daß die Äußenendacbse in der Nähe des Mittelpunktes und in der allgemeinen Richtung der Sehneidmesserdrebung liegt. Dieses Außenende der Antriebsstange 13 weist in axialer Richtung derselben zentrisch eine Bohrung 16 auf. ZweckmäSigerweise, ,jedoch nicht notwendigerweise, ist radial eine Gewindebohrung 17 vorgesehen, die sich durch dieses Außenende der Antriebs— stange 13 hindurch erstreckt und in die Bohrung 16 mündet. Der Schneidmesserhalter 18, welcher kann, jedocn nicht muß, zylindrisch sein, hat an einem 3nde einen konzentrisch reduzierten zylindrischen Teil 19, -.velcher in der Bohrung 16 gehalten und bis zu einen begrenzten Grad frei ist,
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sieb darin zu drehen. Dieser verkleinerte zylindrische Teil 19 kann beispielsweise durch eine Schraube 20 in der Gewindebobrung 17, im Singriff mit dem tangentialen ITlachteil 21 in der Mitte des verkleinerten zylindrischen Teiles 19, festgehalten werden. Das entgegengesetzte Ende des Schneidmesserhalters 18 hat einen diametralen Schlitz 22, in welchen ein Schneidmesser 23 durch geeignete IJittel, wie z.B. durch Silberlot, aufgenommen und gehalten wird, wobei dieses Schneidmesser 23 zur Stirnseite 24 der Düsenplatte geneigt ist. Das Schneidmesser 23 ist annähernd mittig im Sehneidmesserhalter 18 gehalten, d.h. irgendwo entlang des mittleren Drittels seiner Länge*
Der im Ausfübrungsbeispiel als Düsenplatte ausgebildete Spritzgußstrangpressenstempel hat vorzugsweise, jedoch nicht zwsngsmäüg, eine plane Oberfläche oder Stirnseite 24, wobei .jedoch die erfindungsgemäße drehbare Schneidvorrichtung auch in Zusammenarbeit mit derartigen Stempeln anderer Form, z.B. konischen oder zylindrischen Stempeln, arbeiten kann. Die Drehung des Schneidmesser 23 durch die Kühlflüssigkeit 25 in einer ifoene parallel zur Stirnseite 24 der Düsenplatte bewirkt, daß das Schneidmesser 23 parallel zur und im ^wesentlichen gegen die Stirnseite 24 läuft, damit die Polymerstränge 26 optimal abgetrennt werden können.
Die Langlochbohrung 15 in der Antriebsstange I3 soll derart sein, daß die anfängliche Einschaltung der Scbmelzscbneidevorrichtung die Bewegung des Schnoidmessers 23 in Richtung auf die Stirnseite 24 bewirkt, und eins ausreichende Jrehung der Antriebsstange I3 ermöglicht wird, um einen im wesentlichen 0-^bstand zwischen dem Schneid—
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messer 23 und der Stirnseite 24 der Düsenplatte während des ganzen Betriebszeitraumes des Sehneidmessers 23 aufrechtzuerhalten.
Der Sehneidmesserhalter 18 soll gleichfells eine ausreichende Freidrehung in der Antriebsstange 13 haben, so daß das Schneidmesser 23 stets parallel zur Stirnseite 24- verläuft.
Fig. 1 zeigt die gesamte Schmelzschneidvorrichtung, welche in eine Kühlflüssigkeit 25 eingetaucht ist.
Bevor die erfindungsgemäßa Vorrichtung betätigt wird, wird die Drehantriebswelle 10 axial eingestellt, um einen vorbestimmten Winkel des Schneidmessers 23 zur Stirnseite 24 der Düsenplatte zu erreichen, welcher eine optimale Schmolzschneidleistung sowie eine optimale Standzeit des Sehneidmessers 23 und eine optimale Selbstschleifleistung ergibt. Dieser Winkel kann zwischen etwa 5 ° und 85 ° und vorzugsweise zwischen etwa 20 ° und 40 ° liegen.
Im Arbeitszustand der Schmelzschneidvorrichtung erzeugt die Förder- oder hydraulische Wirkung des Schneidmessers gegen die Kühlflüssigkeit 25 eine Kraft auf das Schneidmesser 23 und schiebt dieses gegen die Stirnseite 24 der Düsenplatte. Das Schneidmesser 23 besitzt die !Möglichkeit, sich in Hichtung auf die Stirnseite 24 der Düsenplatte und gegen diese frei zu drehen, und zwar infolge der begrenzten Freidrehung der Anstriebsstangen I3 in den Bohrungen 11 und des reduzierten zylindrischen Teiles 19 am Schneidmesserhalter 18 in der Bohrung 16, so daß im wesentlichen die g3nze Länge des Schneidmessers 23 mit der Stirnseite 24 der Düsenplatte in Berührung kommt, um eine
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optimale Schmelzschneidleistung and eine minimale Erzeugung von Feinteilcben zu erzielen. Die begrenzte Freidrebung der oben erwähnten Gelenke zusammen mit der sehr niedrigen Trägheit der gewichtsmäßig leichten, flexiblen Schneidmesser 23 gewährleistet die Berührung der Schneidmesser 23 Euit der Stirnseite 2A der Düsenplatte auch dann, wenn geringe Düsenpiattenabweichungen und keine senkrechte Ausrichtung der Drehantriebswelle 10 zur Düsenplatte 24 vorliegen.
Es ist bekannt, daß Änderungen der Spritzgußdrücke sowie Temperatur- und Druckschwankungen Änderungen des Zwischenraumes zwischen dem Schneidmesser und der Düsenplatte bei einer Konstruktion einer feststehenden Schneidvorrichtung verursachen, wie die großen Schwankungen der AmpereIeistung des Motors für die Schneidvorrichtung zeigen. Die freie Beweglichkeit der erfindungsgemäßen Schneidmesser ermöglicht eine unproblematische Ausrichtung der Schneidmesser zur Düsenplatte, wobei die Ampereleistung der Schmelzschneidvorrichtung unter gleichzeitigem minimalen Verschleiß und einer optimalen Schneidleistung im wesentlichen konstant bleibt.
Bei hohen Spritzgußdrücken erfolgt eine erhebliche Ausbauchung der Düsenplatte bei den meisten Spritzgußstrangpressenstempeln. Ein nicht gleichmäßiger Zwischenraum zwischen dem Schneidmesser und der Düsenplatte entlang der Länge des Sehne ic? messers ist jedoch nachgewiesenerweise auf die viel größere Abnutzung in Sichtung auf den Innenabschnitt der Düsenplatte zurückzuführen. Die erfindungsgemäßen Schneidmesser zeigen dagegen nicht dieses unerwünschte Abnutzungsbild, da sie frei beweglich sind
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und sieb der Ausbauchung anpassen oder entsprechend einstellen. Darüber hinaus besteht auch eine gewisse Flexibilität; in dem Schneidmesser selbst, was auch jederzeit zur Aufrecbterhaltung eines minimalen Zwischenraumes beiträgt, und zwar sogar auch dann, wenn eine sehr geringe Krümmung entlang der Düsenplattenschneidoberflache vorliegt.
Die Kühlflüssigkeit, wenn sie zusammen mit der erfindungsgemäßen Schmelzschneidvorrichtung verwendet wird, wird bei einer Tempera-gut unter ihrem Siedepunkt und unter der Temperatur gehalten, bei welcher die durch das Schneiden gebildeten Körner oder Kügelcben aneinander haften. Wasser ist die bevorzugte Kühlflüssigkeit, wobei jedoch auch jede andere Flüssigkeit, welche nicht mit deoi thermoplastischen Kunstharz in Seaktion kommt und welche eine beliebige zweckmäßige Viskosität hat, verwendet werden kann. Die Kügelcben oder Pastillen können durch beliebig geeignete Mittel von der Kühlflüssigkeit getrennt werden.
Im allgemeinen kann jedes beliebige, geeignete I^ mit geringem Verschleiß als Material für das Schneidmesser verwendet werden. 3in bevorzugtes Schneidmessermaterial ist "Stellite 63", eine verschleißfeste Legierung, welche 3 Gew.% Nickel, 30 Gew.% Chrom, maximal 1,5 Gew.% Holybdän, A-,5 Ge?,'.% νιοIfram, maximal 3 Gew.% Eisen, maximal 2 Gew.% Silizium, maximal 2 Gew.% Mangan, 1,2 Gew.% Kohlenstoff enthält, wobei dor Eest aus Kobalt" besteht.
Die Form des Sehneidmessors und der Winkel des Schneid·* messors sum Antriebswellenradius können beliebig gestaltet sein. Vorzugsweise sind sie derart gestaltet, daß die Kühlflüssigkeitsförderwirkung auf ein Ilinimuu herabgesetzt wird. Die Anzahl der verwendeten Schneidmesser variiert, wobei sie eines oder luehr, vorzugsweise zumindest zwei und insbesondere etwa vier ris ρ ent seia kann.

Claims (6)

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    Erf indungsanspruch
    1, Drehbare Schneidvorrichtung zur Herstellung von Kügelchen, Pastillen oder Körnern aus wenigstens einem Strang eines teilweise geschmolzenen thermoplastischen Harzes im Zusammenwirken mit einer Düsenplatte, die wenigstens eine Düse besitzt, wobei die drehbare Schneidvorrichtung durch eine Drehwellenkonstruktion drehbar angetrieben werden kann, gekennzeichnet durch eine Drehschneidmesseranordnung und eine diese Anordnung mit der Drehwellenkonstruktion verbindende Einrichtung, wobei die Drehschneidnesseranordnung eine mit der Drebwellenkonstruktion verbundene Antriebsstange (13)» einen Schneidmesserbalter (18) und ein daran befestigtes, annähernd mittig abgestütztes Schneidmesser (23) aufweist und die Antriebsstange (13) ^іѣ &ѳз? die Schneidmesser an Ordnung verbindenden Einrichtung zusammenarbeitet, so daß die Antriebsstange (13) eine begrenzte Preidrehung um ihre zur Drohwellenkonstruktion laufende Achse ausführen kann, und wobei der Schneidmesserhalter (18) mit der Antriebsstange (13) fluchtet und derart mit ihr verbunden ist, daß er eine begrenzte Breidrebung besitzt, und die Drehschneidmesseranordnung mit der Stirnseite (24) und den Düsen der Düsenplatte zusammenarbeitend und ihnen zugeordnet gelagert und abgestützt ist, so daß die Jibene der Drehung der Schneidmesseranordnung um die Achse der Drehwellenkonstruktion angrenzend und mit im wesentlichen paralleler Ausrichtung su der Stirnseite (24) der Düsenplatto derart aufrechterhalten wird, daß nur eine begrenzte Abnutzung des Sobneidmessers (23) und dor Düsenplatta nit den Düsen während des Betriebes stattfindet, und durch eiue Einrichtung; аил Vorschieben der
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    Drehschneidmesseranordnung in Sichtung auf die Stirnseite (24) der Düsenplatte nut ihren Düsen.
  2. 2. Schneidvorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Drehwellenkonstruktion eine Drehantriebswelle (10) aufweist, Vielehe eine Drehachse hat, die zur Stirnseite (24) der Düsenplatte im wesentlichen senkrecht verläuft.
  3. 3. Schneidvorrichtung nach Punkt 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Einrichtung zum Verbinden der Drehschneidmesseranordnung mit der Drehwellenkonstruktion die Drehbewegung der Drehwellenkonstruktion auf die Drehscbneidnesseranordnuiig überträgt und aus einer in der Drehantriebswelle (10) radial angeordneten Bohrung (11), in der Wäbo des freitragenden 3ndes der Drehantriebswelle (10), sowie aus einer kleineren axialen Bohrung (12) in der Drehantriebswelle (10) besteht, wobei die з:-;іа1 gerichtete Bohrung (12) die'größere Bohrung (11) in der !.litte senkrecht; schneidet und eine Antriebsstange (13) in der radialen Bohrung (11) vorgesehen ist, die eine Langlochbohrung (15) in cLer iiabe des Innenendes derselben hat, welche mit der axialen Bohrung (12) in der Drehantriebswelle (10) fluchtet, wobei ein die Langlochbohrung (15) durchdringender Stift (14) in die axial gerichtete Bohrung (12) hineingepreßt ist, so daß eine begrenzte Fre"!drehung der Antriebsstange (13) in der Bohrung (11) gewährleistet ist.
  4. 4. Schneidvorrichtung nach einem der Punkte 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß der Schneidmesserhalter (18) mit der Antriebsstange (13) mittels einer zentrisch,
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    axial gerichteten Bohrung £16) in dem Außenende der Antriebsstange (13) axial ausgerichtet und verbunden ist, wobei ein verkleinerter zylindrischer Teil (19) des Schneidmesserhalters (18) in der zentrisch, axial gerichteten Bohrung (16) in der Antriebsstange (13) sitzt und sich eine Gewindebohrung (17) durch das Außenende der Antriebsstange (13) hindurch zum Mittelpunkt der vorgenannten Bohrung (16) erstreckt und eine Schraube (20) in der Gewindebohrung (17) niit einem Tangentialflachabschnitt des verkleinerten zylindrischen Teiles (19) des Schneidmesserhalters (18) im Eingriff steht, so daß eine begrenzte Fre !bewegung des Schneidmesserbalters (18) in der Antriebsstange (13) gewährleistet ist,
  5. 5. Schneidvorrichtung nach einem der Funkte 1 bis Ц-, gekennzeichnet dadurch, daß die Antriebsstange (13) eine gekrümmte oder winklige zylindrische Stange ist,
    6e Schneidvorrichtung nach einem der Punkte 1 bis 5, gekennzeichnet dadurch, daß der Schneidciesserhelter (18) zylindrisch ist.
    Schneidvorrichtung nach einem der Punkte 1 bis 6, kennzeichnet dadurch, daß die Einrichtung zum Vorschieben der Drehschneidmesseranordnung in Sichtung auf die Stirnseite (24) der Düsenplatte aus einer Flüssigkeit besteht, in welche die Schneidaesseranordnung eingetaucht ist, wobei sich das Schneidmesser (23) der Schneidmesseranordnung in dieser Flüssigkeit drebb und die hydraulische Wirkung des Schneidniassers (23) auf die Flüssigkeit eine Kraft erzeugt, welche das Sehneidmesöer (23) in Richtung auf dJe Stirnseite (24) und die Öffnung der
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    Düse vorschiebt«
  6. 8. Schneidvorrichtung nach einem der Punkte 1 bis 7» gekennzeichnet dadurch, daß die Drebwelienkonstruktion ausreichend von der Stirnseite (24) der Düsenplatte entfernt ist, um. eine Hohlraumbildung oder Kavitation im wesentlichen zu beseitigen.
    Hierzu. JLSeiten Zeichnungen
DD79211537A 1978-03-13 1979-03-12 Schneidvorrichtung zur herstellung von kuegelchen aus thermoplastischem harz DD142432A5 (de)

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