DD142490A3 - Vorrichtung zum wechselweise entgegengesetzten drehen von verrohrungen - Google Patents
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Description
199251 -"-
Vorrichtung zum wechselweise entgegengesetzten Drehen von Verrohrungen
-Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erleichterung des Kiederbringens und/oder Ziehens von Verrohrungen durch wechselweise entgegengesetzt gerichtetes Drehen der Verrohrung für die Herstellung von Bohrpfahlgründungen, Brunnen und dgl·
Charakteristik der bekannten Lösungen
Es ist bekannt, Verrohrungen zur Erleichterung des Niederbringens und/oder Ziehens über einen an der Verrohrung befestigten Helsel mittels hydraulischer Arbeitszylinder, windwerke Gewindespindeln o*ä, (D3-PS 833 337) eine hin- und hergebende Drehbein ,wegung su erteilen* Die^den Hebel eingeleitete Kraft wird von einer Schelle, die durch Spannelemente an den Mantel der Verrohrung gepreßt wird, durch Reibung auf das Rohr übertragen« Axial v/irkende Kräfte zum Ziehen der Verrohrung oder zum Aufbringen einer zusätzlichen Preßkraft während des Niederbringens können gleichfalls durch die Schelle, an der ζβΕβ hydraulische Preßzylinder angelenkt sind, auf die Verrohrung übertragen werden (DD41AP 64424)«. Größere Rohrdurchmesser oder Bohrtiefen erfordern mehrgliedrige, ketten- oder bandförmige Schellenkonstruktion^1" um die Porraänderungen der Verrohrungen bei der Übertragung großer Spannkräfte gering zu halten (DI-AS 2148736, DS-AS 2041911 j DD-WP 115309)· Andererseits werden Verrohrungen zur Erhöhung ihrer Stabilität doppelwandig ausgebildet und im Ringraum Einlagen wie z*Be ein Gitterrost (DE-AS 2337683) oder ein Korngerüst (DE^OS 2038854) angeordnet* Die mehrgliedrigen bzw« kettenförmigen Sehelleiikonstruktionen weisen den
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Nachteil auf, daß die auf Reibung beruhende Kraftübertragung nur bei ideal runder Verrohrung voll wirksam wird, was bei längerem Gebrauch der Verrohrungen praktisch ausgeschlossen ist» me in dem DB-WP 115309 beschri&ene bandförmige Schellenkonstruktion hat den Nachteil, daß die Verrohrungsvorrichtung mit der Verrohrung durch die nicht zu öffnende Umschlingung eine relative Einheit bildet»
Bei doppelwandigen Verrohrungen wird die hohe Stabilität durch cten gegenüber einwandfreien Verrohrungen bedeutend erhöhten Herstellungsaufwand erkauft·
Weiterhin sind Drehvorrichtungen für Bohrrohre oder dergleichen mit einer um das Rohr drehbar gelagerten Schwungmasse bekannt (DE-AS 1634404)« Die wechselnden Drehbewegungen der Schwungmasse werden durch Anschläge begrenzt und so alstagential zum Rohr wirkende Schläge umgesetzt» Die Drehvorrichtung ist über einen Lagerkram mit dem Rohr lösbar und formschlüssig verbundene Dazu sind am inneren Umfang des Lagerkranzes Ausnehmungen angeordnet, in die am Rohr angeordnete Eupplungs-' klotze eingreifen» Die Anwendung derartiger lösbarer Verbin~ düngen blieb bisher auf die beschriebene Drehvorrichtung beschränkt* Bei anderen Drehvorrichtungen muß die Möglichkeit bestehen, über die gesamte axiale BrStreckung des Mantels eine kraftschlüssige Verbindung herzustellen« Handbetriebene Rohrbewegungsvorrichtungen können nur bei geringen Rohrdurchmessemund Bohrtiefen eingesetzt werden» Vollmechanisierte Anlagen verursachen infolge des großen maschinentechnischen Aufwandes hohe Einsatz- und Transportkosten» Betriebe kleiner oder mittlerer Größe sind im allgemeinen nicht in der Lage, diese teueren Grundmittel wirtschaftlich einzusetzen«» Ein weiterer Hachteil der bekannten Vorrichtungen ist darin zu sehen, daß Bohrlöcher durch die Anordnung rohrumschließender Schellen bzw.· Drehschringen nicht unmittelbar an Bauwerken oder in Bauwerksecken niedergebracht werden können«.
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Ziel der Erfindung
Zweck der Erfindung ist es, das wechselseitige, entgegengesetzte Drehen von Verrohrungen mit geringen Maschinen^und Bohrkosten zu ermöglichen. Weiterhin sollen geringe Transportgeeichte für Rohre und Maschinen erreicht werden·
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Erleichterung des Niederbringens und/oder Ziehens von Verrohrungen zu finden, die mit dem Vortreibrohr leicht lösbar und über die gesarate axiale ErStreckung zur Übertragung eines wechselnden Drehmoments kraft- und formschlüssig verbindbar und unter beengten baulichen Verhältnissen einsetzbar ist»
Erfindungsgeinäß sind an den Kraftübertragungsmitteln der Vorrichtung zum wechselweise entgegengesetzten Drehen der Verrohrung vorspringende Kopplungsteile angeordnet, die drehbar in Öffnungen der Verrohrung eingreifen Die öffnungen sind über die gesamte axiale Erstreckung des Mantels der Verrohrung in regelmäßigen Abständen, -in zur Längsachse der Verrohrung senkrechten Ebenen - jeweils in einem rechten bis gestreckten Winkel zueinander angeordnet, daß achsparallele Öffnungsreihen entstehen· .
Das Kraftübertragungsmittel zum Erzeugen einer wechselnden Drehbewegung der Verrohrung besteht aus zwei durch ein Spannglied verbundenen Holmen, die an den einen Enden die Kopplungsteile aufweisen und an den anderen Enden untereinander gelenkig verbunden sind und einen Anschluß zum Einleiten einer tangential zur Verrohrung wirkenden Kraft aufweisen« Diese Kraft wird erfindungsgemäß von dem Ausleger eines Hydraulikbaggers über ein Koppelglied in den Anschluß eingeleitet·
Die Kopplungsteile sind als Bolzen ausgeführt und greifen in die nicht durchführenden, als Bohrungen ausgebildete Öffnungen der Verrohrung ein*
Ausführungsbeispiel:
Die Erfindung soll nachstellend näher erläutert v/erden· Die zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Pi'gtl: Eine Vorrichtung zum Drehen des Tortreibrohres Fig«2: Ein Vortreibrohr
Fig«3; Einen horizontalen Schnitt durch das Vortreibrohr nach Fig<>2
Fig.4: Einen Schnitt der Details X und Y nach Fig.2
Zum Niederbringen einer Verrohrung wird in Fig«1 dargestellt das Vortreibrohr 1 mit der Drehvorrichtung verbunden· Dies erfolgt in der Weise, daß die an den einen Enden gelenkig verbundenen Holme 2 zuerst durch Drehen der Spindel 3 des Spanngliedes soweit gespreizt v/erden, daß die am anderen Ende der Holme 2 angebrachten Bolzen 4- mit den Bohrungen. 5 des Vortreibrohres 1 danach durch ein gegenläufiges Drehen der Spindel 3 in Eingriff gebracht .werden· An den Bohrungen 5 wird der Mantel des Vortreibrohres wie Fig.,3 zeigt durch ein eingeschweißtes Flachmaterial 10 gebildet. Das Flachmaterial 10 ist wie in Fig*2 dargestellt gleichzeitig axial versetzt angebracht, so daß an der Verbindungsstelle zweier Rohrschüsse rechteckige Vorsprünge in Ausnehmungen gleicher Größe eingreifen können. Über die Anschlußöse 6 werden die Holme 2 z»B mit dem Ausleger 14 eines Hydraulikbagger verbunden und in eine hin- und hergehende Drehbewegung versetzt« Die Holme stützen sich hierbei am Scharniergelenk 7 über eine Rolle auf einer Unförmigen Führung 9 ab. Entsprechend des Bodenaushubs sinkt das Vortreibrohr 1 infolge seines Eigengewichtes, der verminderten Reibung und ggf« einer zusätzlichen Auflast abs Wenn sich die Verbindungsstelle zwischen den Holmen 2 und dem Vortreibrohr 1 nah über der Gelandeoberfläche befindet, wird das Spannglied gelöst und die Bolzen 4- der Holme 2 an höher gelegenen Bohrungen 5 in Eingriff gebrachte Ist ein Rohrschuß niedergebracht? wird mittels des Baggers mit Kranhaken der nächste Eohrschuß aufgesetzt, so daß einerseits die Nippe1stücke 11 nach Fig*4 und andererseits die
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VorSprünge des Flachmaterials 10 mit den Ausnehmungen zum Eingriff kommen© Zur zugfesten Verbindung zweier RohrSchüsse wird in die Hut 12 der VorSprünge und in die Aussparungen 13 des Mantels eine Verbindungslasche eingelegt und "befestigt· Die Drehvorrichtung ist so konzipiert, daß die einzelnen Teile der Vorrichtung wie die Holme 2 und die Führung 9 von Hand montiert· werden können, während der Antrieb und das Montieren des Vortreibrohres 1 durch den ohnehin zum Bohren erforderlichen Bagger erfolgt· Dadurch ist es möglich, die Kosten der zum Verrohren notwendigen maschinentechnischen Ausrüstungen auf ein Minimum zu senken· Andererseits ist die Drehvorrichtung für unterschiedliche Vortreibdurchraesser einsetzb3r und auf Grund der formschlüssigen Verbindung zur Übertragung großer Drehmomente geeignet» Die erfindungsgemäße Verbindung erlaubt weiterhin, unmittelbar neben bestehenden Bauwerken zu Verrohren, da keine das Vortreibrohr 1 umschließende Elemente verwendet werden«
Claims (2)
- Erfindungsansprüche .f1. Vorrichtung zum wechselweise entgegengesetzten Drehen von Verrohrungen mit Bauteilen zur forrnSchlussigen Verbindung· vom Kraftübertragungsmittel und Verrohrung, "bei der das Kraftübertraguiigsmittel aus zwei durch ein Spannglied verbundenen Holmen besteht, die an den einen Enden untereinander gelenkig und an den anderen Enden mit drehbar eingreifenden Kopplungsteilen verbunden sind, gekennzeichnet dadurch, daß die Kopplungsteile in nicht durchführende, als Bohrungen (5) ausgebildete Öffnungen der Verrohrung drehbar eingreifen, die über die gesamte axiale ErStreckung des Mantels der Verrohrung in regelmäßigen Abständen und zur Längsachse der Verrohrung in senkrechten Ebenen jeweils in einem rechten bis gestreckten YIi nie el so zueinander angeordnet sind, daß achsparallele Öffnungsreihen entstehen.
- 2. Vorrichtung zum wechselweise entgegengesetzten Drehen von Verrollrungen nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß im Bereich der untereinander gelenkig verbundenen Holme (2) zum Einleiten einer auf die Verrohrung wirkenden Kraft ein. Koppelglied angeordnet ist, daß mit dem Ausleger eines Hydraulikbaggers verbunden ist.In Betracht gezogene Druckschriften:DE-OS 1902131DE-PS 1170349DE-PS ,1030280DE-PS 1004119Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Priority Applications (5)
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| DD19925177A DD142490A3 (de) | 1977-06-02 | 1977-06-02 | Vorrichtung zum wechselweise entgegengesetzten drehen von verrohrungen |
| DE19782817875 DE2817875C2 (de) | 1977-06-02 | 1978-04-24 | Vorrichtung zum wechselweise entgegengesetzten Drehen von Verrohrungen |
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Applications Claiming Priority (1)
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| DD19925177A DD142490A3 (de) | 1977-06-02 | 1977-06-02 | Vorrichtung zum wechselweise entgegengesetzten drehen von verrohrungen |
Publications (1)
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Families Citing this family (2)
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Also Published As
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