DD142569A1 - Verfahren zum elektrolytischen glaenzen von aluminium und aluminiumlegierungen in einem alkalischen elektrolyten - Google Patents

Verfahren zum elektrolytischen glaenzen von aluminium und aluminiumlegierungen in einem alkalischen elektrolyten Download PDF

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DD142569A1
DD142569A1 DD21173579A DD21173579A DD142569A1 DD 142569 A1 DD142569 A1 DD 142569A1 DD 21173579 A DD21173579 A DD 21173579A DD 21173579 A DD21173579 A DD 21173579A DD 142569 A1 DD142569 A1 DD 142569A1
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Heidrun Below
Marion Kuehn
Manfred Loeck
Rosmarie Poeppler
Claus Striegler
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Heidrun Below
Marion Kuehn
Manfred Loeck
Rosmarie Poeppler
Claus Striegler
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Abstract

Gegenstand der Erfindung ist ein alkalisches Verfahren zum elektrolytischen Glänzen von Aluminium und Aluminiumlegierungen, das im Arbeitsergebnis dem herkömmlichen sauren Elektrolyten entspricht, sich gegenüber letzteren aber durch eine wirtschaftliche Arbeitsweise, vor allem durch niedrigere Stromdichten, bessere Glanztiefenstreuung und Einsetzbarkeit in Automaten auszeichnet. Erfindungsgemäß wird ein Glänzelektrolyt verwendet, der als Hauptbestandteile Alkalihydroxide, -karbonate, -phosphate und/oder Alkalisilikate und als Zusätze Polyphosphate, Chelate oder Monosaccharide und als Tenside aliphatische Sulfonate oder Polyäthylen- bzw. Polypropylen-Adclukte enthält. Nach dem Glänzen folgt ein Neutralisations- und Dekapierprozeß in einer Lösung aus Schwefel-, Phosphor», Chrom-, Salpeter» sowie Phenol- oder Kresol-Sulfonsäure mit einem Zusatz nichtionogener Tenside auf Basis Äthylen oder Propylenoxid. Einsatzgebiet der Erfindung ist die Galvanotechnik, speziell die Aluminiumoxydation.

Description

Titel der Erfindung
Verfahren zum elektrolytischen Glänzen von Aluminium und Aluminiumlegierungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein alkalisches Verfahren zum elektrolytischen Glänzen von Aluminium und Aluminiumlegierungen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Entsprechend seinen chemischen Eigenschaften kann Aluminium sowohl in sauren wie auch in alkalischen Elektrolyten geglänzt werden. Durch bessere Einebnungsfähigkeit und einen breiteren Anwendungsbereich bei der Bearbeitung von Aluminiumlegierungen wird sauren Verfahren in der Praxis der Vorzug gegeben. Saure Glanzelektrolyte bestehen aus Gemischen konzentrierter Mineralsäuren. Die Eiektrolyte
arbeiten mit Stromdichten von mehr als 10 A/dm (durchschnittlich mit 30 - 70 A/dm ) und Temperaturen über 60 C» Die Standzeit beträgt durchschnittlich 100 - 200 Ah/1. Dieser Elektrolyttyp ist daher vor allem zum Glänzen kleinflächiger Gestellteile geeignet.
Aus der Notwendigkeit, den manuellen Anteil der mechanischen Vorbehandlung vor der Oxydation zu reduzieren, ergeben sich neue Anv/endungsmöglichkeiten für das elektrolytische Glänzen.
-2- nil 735
Voraussetzungen für die Erschließung neuer Anwendungsgebiete sind:
- niedrige Arbeitsstromdichten
- gute Glanztiefenstreuung
- hohe Standzeiten ·
- umweltfreundliches Verhalten · .
- Einsatzfähigkeit in automatischen Anlagen.
Die. sauren Glänzelektrolyte sind in ihren Elektrolyteigenschaften sauren, nichtkomplexen Elektrolyten zur Metallabscheidung vergleichbar. Charakteristischstes Merkmal ist die schlechte Glanztiefenstreuung. Als weiterer Nachteil sind die hohen Entgiftungs- und Neutralisationskosten sowie der enorme Anfall an Neutralsalzen bei der Beseitigung des verbrauchten Elektrolyten anzusehen.
Vergleichende Untersuchungen von alkalischen und sauren Glänzelektrolyten für Aluminium führten zu der Erkenntnis, daß saure Elektrolyte auf Grund der starken Abhängigkeit der Spannung und Expositionszeit von der Fremdmetallanreicherung für den Einsatz in automatischen Anlagen nicht geeignet sind.
Ziel der Erfindung ' ,'" *
Der neue Glänzelektrolyt soll sich im Vergleich zu sauren Verfahren. durch
- niedrige Stromdichten
- bessere Glanztiefenstreuung und
- Ersetzbarkeit in Automaten
auszeichnen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Gegenstand der Erfindung ist ein alkalisches Glänzverfahren zur Bearbeitung von Aluminium und Aluminiusnlegierungen, das im Arbeitser- . gebnis dem herkömmlichen sauren Elektrolyten entspricht, sich gegenüber letzteren aber durch eine wirtschaftliche Arbeitsweise auszeichnet.
- 3 - Zl 1 /O5-
Erfindungsgemäß wird der Glänzvorgang in einem alkalischen Elektrolyten durchgeführt und nach dem Spülen anhaftende Reaktionsprodukte in einer nachfolgenden sauren Neutralisations- und Dekapierlösung beseitigt.
Der alkalische Glänzelektrolyt enthält als Hauptbestandteile Alkalihydroxide, -karbonate, -phosphate und/oder Alkalisilikate. Überraschenderweise wurde festgestellt, daß Zusätze von Polyphosphaten den Metallabtrag um 10 - 15 % verringern und die Glanztiefenstreuung verbessern.
Durch Komplexbildner, wie Chelate oder Monosaccharide, wird der Schlammanfall im Elektrolyten verringert und die Standzeit erhöht. ' Zusätze von Tensiden gewährleisten einen gleichmäßigen Angriff des Werkstoffs. Geeignet sind für diese Zwecke aliphatische Sulfonate oder Polyäthylen- bzw. Polypropylen-Addukte.
Als besonders günstig erwies sich für den Glänzprozeß ein pH-Bereich von 10,5 bis 13« Das Verfahren zeichnet sich unter diesen Bedingungen durch hohen Glanzeffekt, gleichmäßigen Metallabtrag, gute Glanztiefenstreuung und sehr niedrige Arbeitsstromdichten aus. Zur Neutralisation anhaftender Elektrolytreste und der Verbesserung der Anodisierfähigkeit der geglänzten Oberflächen, schließt sich nach dem Glänzen ein Neutralisieren und Dekapieren in Säuren mit einer
—8
Dissoziationskonstante K > 10 an. Durch diesen Neutralisationsund Dekapierprozeß wird auch eine Fleckenbildung, wie sie vielfach nach dem Oxydieren beobachtet wird, vermieden. Vorzugsweise besteht diese Neutralisations- und Dekapierlösung aus Schwefel-, Phosphor-, Chrom—, Salpeter- sowie Phenol- oder Kresolsulfonsäure oder Gemischen dieser Säuren. Der Zusatz nichtionogener Tenside auf Basis Äthylenoder Propylenoxid (mg > 600) erleichtert das Ablösen der anhaftenden Elektrolytreste und Reaktionsprodukte.
Ausführungsbeispiele bevorzugter Elektrolytzusaramensetzungen:
1. Kaliumkarbonat
Trinatriumphosphat Kaliumdiphosphat Glukose
Anod. Stromdichte pH-Wert
Temperatur
150 g/l
200 g/i
20 g/l
25 g/i
5 A/d
10
80° C
- 4 - Natriumkarbonat -.zn ; ras
Trinatriumphosphat 250 g/l
Natriumhydroxid 50 g/l
Dinatriumdihydrogen- - 10 g/l
diphosphat
Mannose 10 g/l
Anod. Stromdichte • 20 g/l
pH-Wert 10 A/dm2
Temperatur 10
Natriumkarbonat 75° C
Trinatriumphosphat 100 g/l
Natriummetaphosphat 200 g/l
Sorbose 30 g/l
Allylsulfonat 20 g/l
Anod.Stromdichte 0,5 g/l
pH-Wert 7 A/dm2
Temperatur 10
Natriumkarbonat 85° C
Trinatriuraphosphat 150 g/l
Glukose 100 g/l
Natrium-Amraonium- 40 g/l
Hydrogenphosphat
Natriumhydroxid 25 g/l
Anod. Stromdichte 10 g/l
pH-Wert 5 A/dm2
Temperatur 10,5
Natriumkarbonat 75° C
Trinatriumphosphat 150 g/l
Ammoniumhydroxid 50 g/l
Natriumhexametaphosphat 20 g/l
Pentose 25 g/l
Anod. Stromdichte 15 g/l
pH-Wert 7 A/dm
Temperatur 9,5
80° c·
S I /
Ammoniumkarbonat 100 -g/1
Trinatriumphosphat 350 g/l
Natriumsilikat • 35 g/l
Mannose 30 g/l
Äthylenoxid-Addukt (MG>8ÖO) 1 g/l
Anod. Stromdichte 10 A/d
pH-Wert 10,5
Temperatur 85° C
Bevorzugte Zusammensetzungen von Neutralisations- und Dekapierlösungen:
Phosphorsäure 80 g/l
Salpetersäure 15 g/l
Äthylenoxid/Propylenoxid-
Addukt (MG>600) 0,2 g/l
Temperatur 70 ° C
Expositionszeit 10 ~ 15 min
Chromsäureanhydrid . . 75 g/l
Temperatur 60 0C
Expositionszeit 5 - 10 min
Phenolsu1fonsäure 60 g/l
Äthylenoxid-Addukt (MG>600) 0,2 g/l
Temperatur 60 0 c
Expositionszeit 10 - 15 min

Claims (5)

Erfindungsansprüche
1· Verfahren zum elektrolytischen Glänzen von Aluminium und Alurniniumlegierungen, dadurch gekennzeichnet, daß der Glänzvorgang in einem alkalischen Elektrolyten durchgeführt wird und anhaftende Elektrolytreste und Reaktionsprodukte in einer nachfolgenden · sauren Neutralisier- und Dekapierlösung beseitigt v/erden.
2. Verfahren nach Punkt 1 dadurch gekennzeichnet, daß der Grundelektrolyt aus Alkaliphosphaten, -silikaten, -karbonaten und -hydroxiden aufgebaut ist und als Zusätze dem Elektrolyten Puffersubstanzen, wie Ammoniumverbindungen, Komplexbildner, wie Saccharide oder Chelate-und Tenside, wie aliphatische Sulfonate oder Äthylen- bzw. Propylenoxid-Addukte, enthält.
3·.Verfahren nach Punkt 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, daß der Glänzvorgang unter folgenden Bedingungen durchgeführt wird:
pH-Wert 8-13
Anodische Stromdichte 1-10 A/dm
Temperatur 75 - 85 C ' '·' '
Expositionszeit 5 - 30.min.
4. Verfahren nach Punkt 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Neutralisier- und Dekapierlösung oxydierende anorganische Säuren oder organische Sulfoverbindungen enthält.
5· Verfahren nach Punkt 1 und 4- dadurch gekennzeichnet, daß die Neutralisation und Dekapierung unter folgenden Bedingungen durchgeführt v/ird:
pH-Wert <2
Temperatur 40 - 70° C
Expositionszeit 1 - 10 min.
DD21173579A 1979-03-22 1979-03-22 Verfahren zum elektrolytischen glaenzen von aluminium und aluminiumlegierungen in einem alkalischen elektrolyten DD142569A1 (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3917186A1 (de) * 1989-05-26 1990-11-29 Happich Gmbh Gebr Chemisches verfahren zur vermeidung eines regenbogeneffekts, der durch die beim glaenzen von teilen aus aluminium oder aluminiumlegierungen entstehende oxydschicht hervorgerufen wird
DE3917188A1 (de) * 1989-05-26 1990-11-29 Happich Gmbh Gebr Verfahren zur erzeugung farbiger oberflaechen auf teilen aus aluminium oder aluminium-legierungen
US5513766A (en) * 1993-11-30 1996-05-07 Sandoz Ltd. Aluminum etching
CN103952711A (zh) * 2014-04-16 2014-07-30 苏州热工研究院有限公司 金属表面连续在线处理技术

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