DD142656A5 - Verfahren zur rekultivierung und verfestigung von bohrrueckstaenden - Google Patents

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DD142656A5
DD142656A5 DD79211821A DD21182179A DD142656A5 DD 142656 A5 DD142656 A5 DD 142656A5 DD 79211821 A DD79211821 A DD 79211821A DD 21182179 A DD21182179 A DD 21182179A DD 142656 A5 DD142656 A5 DD 142656A5
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DD79211821A
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Helena Przybyla
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Os Bad Rozwojowy Tech Geo
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Abstract

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Bohrrückstände zu entgiften und einer weiteren Verwendung zuzuführen. Die Erfindung löst die Aufgabe dadurch, daß den gegenseitig vermischten Bohrrückständen, unter ständigem Rühren, teilweise oder alle Bestandteile zugegeben werden: Flugasche, die bis 25% Aluminiumoxid und bis 48% Kalziumoxid enthält, in einer Menge von 1 bis 35 Gew.-%, 4%ige PolyakrylamidWasserlösung als Flockungsmittel, in einer Menge von 1 bis 5 Vol.-%, ein Koagulationsmittel, vorzugsweise Ca(OH)2 und/oder FeSO4 · 7 H2O oder Al2(SO2)3 i Ca(OH)2 in einer Menge von 0,2 bis 10 Gew.-%, ein Bindemittel, vorzugsweise Gips und/oder Wasserglas und/oder Zement und/oder Harnstoffharz, in einer Menge von 0,5 bis 10 Gew.-% und das Adsorbens, vorzugsweise Diatomeenerde, Aktivkohle, Aluminiumoxid oder Kieselgur, in einer Menge von 0,05 bis 3 Gew.-%, jeweils bezogen auf den.Flüssigphasenanteil.

Description

+ 21 1 821
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Rekultivierung und Verfestigung von Bohrrückständen, die beim Herstellen von geologischen Bohrungen entstehen»
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bs ist bekannt, daß beim Bohren von Bohrlöchern eine Bohrspülung verwendet wird, die im wesentlichen das Bohrgut aus dem Bohrlochboden herausträgt und eine Kühlung des Bohrgerätes sowie eine Reduktion der Reibung der Leitung auf der V/and des Bohrloches bewirkt. Je nach den jeweiligen geologischen und technischen Verhältnissen eines Bohrloches werden den Spülmitteln verschiedenartige Zugaben, wie: Nickel, Chrom, Blei, Eisen, Sulfide, Chloride, Öle, Phenol und Schmierfetie zugesetzt. Each der Ausnutzung des Spülmittels beim Bohren des Bohrloches verbleibt es mit dem Bohrgut in offenen Behältern, in der Nahe der Bohrung. Die Grolle eines solchen Grundbehälters erreicht je nach dem Durchmesser und Teufe der Bohrung eine bedeutsame Oberfläche, Sie bildet Gebiete ohne Vegetation, und die toxischen Bestandteile der Bohrspülungsberge verursachen eine Vergiftung des Bodens einschließlich des Oberflächen- und Grundgewässers· '
&/ »
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Es ist weiterhin ein Verfahren zur teilweisen Rekultivierung von Bohrrück3tänden bekannt. Mittels dieses Verfahrens •wird Kalk oder ein Kalk-Gips-Gemisch mit den Bohrrückständen vermischt. Dieses Verfahren gewährleistet jedoch keine ausreichende Adsorption der in den Bohrrückständen enthaltenen toxischen Verbindungen· Ss ist ein lachteil, daß die mit Hilfe des Gips-Kalk-Gemisches verfestigten Berge ein hartes Material bilden. Eine Beseitigung aus den Grundbehältern und weitere Verarbeitung auf dem Wege der Durchmischung mit dem Boden ist dadurch erschwert.
Ziel der Erfindung
Es ist das Ziel der Erfindung, durch die Anwendung eines Verfahrens, Bohrrückstände von geoiogisiien Bohrungen einer Rekultivierung zugänglich zu machen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur teilweisen Rekultivierung von Bohrrückstandeη geologischer Bohrungen zu schaffen, mit dem die Bohrrückstände entgiftet werden und nach der Entgiftung einer weiteren Verwendung zugeführt werden können
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß den vorher gegenseitig vermischten Bohrrückständen, je nach ihren Fest- und Flüssigphasenanteilen und deren chemischer Zusammensetzung, unter ständigem Rühren, teilweise oder alle folgenden ώβstandteile zugegeben
werden.
Flugasche, welche bis 25 % Aluminiumoxid und bis 43 %
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Kalziumoxid aufweist, in einer Menge von 1 bis 35 Gewichtsprozenten im Verhältnis zu dem Plussigphasenanteil des Rückstandes, Flockungsmittel in Form 4#-iger PoIyakrylamid-Wasserlösung, in einer Menge von 1 bis 5 Volumenprozenten im Verhältnis zu der Flüssigphase des Bohrrückstandes, Koagulationsmittel, vorzugsweise in Form von Ca(OH)2 und/oder FeSO^ 7H2O, oder Al2(SO2)^ + Ca(OH)2 in der Menge von 0,2 bis 10 Gewichtsprozenten, bezogen auf die Flüssigphase, Bindemittel, vorzugsweise Gips und/oder Viiasserglas und/oder Zement, bzw. Harnstoffharz in einer Menge von 0,3 bis 10 Gewichtsprozenten, bezogen aif die Flüssigphase und Adsorbens, vorzugsweise Diatomeenerde, Aktivkohle, Aluminiumoxid oder Kieselgur in einer Menge von 0,05 bis 3 Gewichtsprozenten bezogen auf die Flüssigphase0
Ein Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Rekultivierung von Bohrrückständen besteht in der vollständigen Adsorption der toxischen Bestandteile. Dadurch stellen diese keine Gefahr mehr für die Umwelt dar. Dieses Verfahren ermöglicht auch weiterhin eine leichte Entfernung der verfestigten Massen und eine Wiederherstellung des ursprünglichen Standes des Gebietes.
Ausführungsbeispiel
Das erfindungsgemäJBe Verfahren soll anhand von Ausführungsbeispielen erläutert werden.
Beispiel I
Den vermischten Bohrrückständen mit einer Dichte von 1*4-9 g/cm- und einem pH-Wert von 9,5, welche aus 22 Ge-
s
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Wichtsprozenten der Festphase, aus 74 Gewichtsprozenten Wasser und aus· 4 Gewichtsprozenten Öl bestehen, 82,5 % mg/1 Chrom und 17,2 g/l Eisen enthalten, werden, unter ständigem Rühren, Füllstoff in Form von Flugasche in einer Menge von 6,8 Gewichtsprozenten, bezogen auf die Flüssigphase, Koagulationsmittel in Form hydratisierten Kalkes in einer Menge von 1,4 Gewichtsprozenten, bezogen auf die Flüssigphase, Flockungsmittel in Form 4%-iger Polyakrylamid-Wasserlösung in einer Menge von 3 Volumenprozenten, bezogen auf die Flüssigphase, und Bindemittel in Form von Zement in einer Menge von 1,3 Gewichtsprozenten und Wasserglas in einer Menge von 2,7 Gewichtsprozenten, bezogen auf die Flüssigphase, zugegeben. Die Verfestigung und Adsorption sind nach 72 Stunden beendet,
Beispiel II ..
Ben vermischten Bohrrückständen; mit einer Dichte von 1,17 g/cm und einem pH-Wert von 9,1» bestehend aus 15 Gewichtsprozenten der Festphase, 83 Gewichtsprozenten Wasser und 2 Gewichtsprozenten Öl, welche 250 mg/1 Phenole, 20 mg/1 Chrom, 50 mg/1 Blei und 10 mg/1 Eisen aufweisen, werden unter ständigem Rühren Füllstoffe in Form von Flugasche in einer Menge von 4 Gewichtsprozenten, bezogen auf die Flüssigphase, Flockungsmittel in Form von 4%-iger Polyakrylarnid-Wasserlösung, in einer Menge von 3,2 Volumenprozenten, bezogen auf die Flüssigphase, und Bindemittel in Form von Wasserglas in einer Menge von 5 Gewichtsprozenten, bezogen auf die Flüssigphase, zugegeben.
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Verfestigung und Adsorption sind nach 14 Tagen beendet. Beispiel III
Den vermischten Bohrrückständen mit einer Dichte von 1,17 g/cm und einem pH-V/ert von 9»2, bestehend aus 9 % Gewichtsprozenten der Festphase, 90 Gewichtsprozenten Wasser und 1 Gewichtsprozent öl, welche 0,33 mg/1 Phenol, 33,3 mg/1 Chrom, 10,0 g/l Eisen enthalten, werden unter ständigem Rühren Füllmittel in Form von Flugasche in einer Menge von 22 Gewichtsprozenten, bezogen auf die Flüssigphase, Koagulationsmittel in Form hydratisierten Kalkes in einer Menge von 0,6 Gewichtsprozenten, bezogen auf die Flüssigphase, Bindemittel in Form von Baugips in einer Menge von 5»5 Gewichtsprozenten, bezogen auf die Flüssigphase, und Flockungsmittel in Form 4%-iger Polyacrylamid-Wasserlösung in einer Menge von 3»3 Volumenprozenten,bezogen auf die Flüssigphase, zugegeben. Die Verfestigung und Adsorption sind nach 2 Tagen beendet,

Claims (1)

  1. £. J
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    .... -6 - ' .. .. Erf in dun gsan sp rueh
    1· Verfahren zur Rekultivierung und Verfestigung von . Bohr rückstanden, gekennzeichnet dadurch, daß den vorher vermischten Bohrrückständen, je nach ihren Fest- und Flüssigkeitsphasenanteilen und nach deren chemischer Zusammensetzung, unter ständigem Rühren, teilweise oder alle folgenden Bestandteile zugegeben werden: Flugasche, welche bis zu 25 % Aluminiumoxid und bis 48 % Kalziumoxid enthält, in einer Menge von 1 bis 35 Gewichtsprozenten, bezogen auf den Flüssigkeitsphasenanteil des Bohrrückstandes, 4%-ige PoIyakrylamid-Wasser.lösung als Flockungsmittel, in einer Menge von 1 bis 5 Volumenprozenten, bezogen auf den Flüssigphasenanteil, ein Koagulationsmittel, vor» zugsweise CA(Ou)2 und/oder FeSO. · 7 H2O oder Al2(SO2K + Ca(OH)2 in einer Menge von 0,2 bis 10 Gewichtsprozenten, bezogen auf die Flüssigphase, ein Bindemittel,vorzugsweise Gips und/oder Wasserglas und/oder Zement und/oder Harnstoffharz, in einer Menge von 0,5 bis 10 Gewichtsprozenten, bezogen auf die Flüssigphase und das Adsorbens, vorzugsweise Diatomeenerde, Aktivkohle, Aluminiumoxid oder Kieselgur, in einer Menge von 0,05 bis 3 Gewichtsprozenten, bezogen auf die Flüssigphase,zugegeben werden.
DD79211821A 1978-03-30 1979-03-27 Verfahren zur rekultivierung und verfestigung von bohrrueckstaenden DD142656A5 (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE3642859A1 (de) * 1986-12-16 1988-06-30 Hoelter Heinz Verfahren zur einbindung von rueckstaenden, wie salzhaltige produkte und/oder schwermetalle und andere nicht deponiefreundliche produkte in bindemitteln, die auslaugungsfest eingebunden werden sollen
DE3838671A1 (de) * 1988-11-15 1990-05-17 Hoechst Ag Verfahren und anlage zum ueberfuehren von schadstoffhaltigen staeuben in deponiefaehige form
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