DD142964B1 - Verfahren zur herstellung eines fuellstoffhaltigen zweikomponentenklebstoffes auf epoxidharzbasis - Google Patents

Verfahren zur herstellung eines fuellstoffhaltigen zweikomponentenklebstoffes auf epoxidharzbasis Download PDF

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DD142964B1 DD21236379A DD21236379A DD142964B1 DD 142964 B1 DD142964 B1 DD 142964B1 DD 21236379 A DD21236379 A DD 21236379A DD 21236379 A DD21236379 A DD 21236379A DD 142964 B1 DD142964 B1 DD 142964B1
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Bodo Winkler
Wolfgang Braun
Hans-Juergen Sommer
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Bodo Winkler
Wolfgang Braun
Sommer Hans Juergen
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Description

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Titel der Erfindung
Verfahren zur Herstellung eines füllstoffhaltigen Zweikomponentenklebstoffes auf Eposidharzbasis
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft das Gebiet der Herstellung von Zweikomponentenklebstoffen auf Epoxidharzbasis zum Verbinden von Bauteilen aus nicht porösen and/oder nicht saugfähigen Werkstoffen, wobei die hergestellten Klebverbindungen beständig gegenüber den Einwirkungen wäßriger Medien sein müssen.
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Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es sind bereits Verfahren zum Herstellen voa füllstoffhaitigen und füllstofffreien Zweikomponentenklebstoffen auf Epoxidharzbasis zum Verbinden von Bauteilen aus nicht porösen und/oder nicht saugfähigen Werkstoffen mit erhöhter Beständigkeit der Klebverbindung gegenüber Einwirkungen wäßriger Medien bekannt. So ist bei dem in der DD-PS 41 469 beschriebenen Verfahren zum heißwasserfesten Verbinden kompakter Teile aus Giss und keramischen Erzeugnissen vorgesehen, Epoxidharzklebstoffe zu verwenden, denen siliziumorganische Epoxidverbindungen als Haftvermittler zugesetzt worden sind. Durch die DD-PS 58 348 ist ein Herstellungsverfahren für Zweikomponentenklebstoffe auf Epoxidharzbasis bekannt, bei dem durch Zugabe eines epoxid- bzw. aminogruppenhaltigen Silsnhaftmittels die Seewasserbeständigkeit von hiermit hergestellten Epoxidharz-Metall-Verbindungen erhöht wird. Diese vorgenannten an sich sehr einfachen Verfahren weisen den Nachteil auf, daß die angestrebte 7/irkung der wegen ihrer hohen Kosten nur in geringen Mengen eingesetzten Silanhaftmittel nur bei füllstofffreien Epoxidharzklebstoffen gewährleistet ist. Wie aus den in den DD-PS 123 672. und 129 663 beschriebenen Verfahren zur Herstellung von Klebstoffen für Klebverbindungen von verunreinigten Klebflächen zu entnehmen ist, kann eine haftungsverbessernde Wirkung der Silanhaftmittel bei Epoxidharzklebstoffen, die Füllstoffe enthalten, auf Grund der bevorzugten Bindungen der Silanhaftmittel an Füllstoffen im Klebstoff selbst erst bei einem Gehalt von mindestens 3 % Silanhaftmittel festgestellt werden. Damit werden bei füllstcff&altigen Epoxidherzklebstoffen die mit Hilfe der verhältnismäßig billigen Füllstoffe erreichte Streckung der Epoxidharzklebstoffe
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und damit verbundenen Kosteneinsparungen weitgehend durch mittel kompensiert.
Ein weiteres bekanntes Verfahren sieht vor, die Wasserbeständigkeit von beispielsweise EpoxLdharzformstoffen durch eine Silanisierung der Füllstoffe vor ihrer Einarbeitung in die Epoxidharze zu erhöhen (s. Zeitschrift "Kunststoffe" 2/78 S. 65 ff). Hierbei ergibt sich eine nachteilige Erhöhung des verarbeitungstechnologischen Aufwandes bei der Herstellung diese Epoxidharzinassen,
Auch die in der DD-PS 57 О66 angegebene Vorbehandlung der Klebflächen von mittels Epoxidharzklebstoffen herzustellenden Glas/Glas-Klebverbindungen mit Lösungen von siliziumorganischen Verbindungen, die mindestens eine Aminogruppe pro Molekül enthalten, zwecks Erhöhung der Wasserbeständigkeit der Klebverbindung, weist den Nachteil eines hohen Arbeitsaufwandes auf.
Ziel der Erfindung
Die Erfindung hat die Herstellung von Klebverbindungen zwischen Bauteilen aus nicht porösen und/oder nicht saugfähigen Werkstoffen zum Ziel, die unter Verwendung von einem füllstoffhaltigen Zweikoinponentenklebstoff auf Spöxidharzbasis mit möglichst geringem Aufwand hergestellt werden können und gleichzeitig eine hohe Beständigkeit gegenüber den Einwirkungen wäßriger Medien aufwei sen.
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Darlegung des Wesens der Erfindimg;
Der Erfindung liegt die .Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung eines füllstoffhaltigen Zweikomponentenklebstoffes' auf EpoxLdharzbasis zum Verbinden von Bauteilen aus nicht porösen und/oder nicht saugfähigen Werkstoffen zu schaffen, wobei die mit diesem Klebstoff herstellbaren Klebverbindungen den Einwirkungen wäßriger Medien ausgesetzt werden kennen, ohne sich hierdurch nachteilig zu verändern.
Srfindungsgemäß wurde diese Aufgabe durch die Entwicklung eines Verfahrens zur Herstellung eines Zweikomponentenklebstoffes auf Epoxidharzbasis gelöst, bei dem erfindungs— gemäß" eine an sich bekannte Harzkomponente mit einer Härterkomponente gemischt wird, die aus einem füllstoffhaltigen Addukt eines aliphatischen Polyamins an einem an sich bekannten niedermolekularen Dianepoxidharz mit einer SpoxLdäquivalentmasse von durchschnittlich 200 und an einem epoxidgruppenhaltigen Silanhaftmittel besteht, wobei das Addukt durch die Reaktion einer 2.-- bis 3-fachen Aminäquivalentmasse eines aliphatischen Polyamine mit einer Spoxidäquivalentmasse eines aus dem niedermolekularen Dianepoxidharz und einem epoxidgruppenhaltigen Silanhaftmittel bestehenden Gemisches unter Rühren bei einer Temperatur von 70 bis 80 0C zuvor hergestellt worden ist. Aus dem hergestellten Addukt wird überschüssiges aliphatisches Polyamin im Vakuum abdestilliert, bevor es zur Herstellung der Härterkomponente eingesetzt wird· Es kann aber auch das hergestellte Addukt mit überschüssigem aliphatischem Polyamin als "in situn-Adäukt zur Herstellung der Härterkomponente verwendet werden.
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Der Anteil des epoxidgruppenhaltigen Silanhaftmittels im G-emiscn von Dianepoxiuharz uuu Silanhaftmittel beträgt bis zu 25 %.
A u s f uhr un g sb ei spi e 1
Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung wird ein füll stoffhaltiger Zweikomponentenklebstoff auf Epoxidharzbasis hergestellt, indem zunächst ein Addukt folgender Zusammensetzung hergestellt wird:
Addukt 1:
Diäthylentriamin 58 %
-Glycidoxypropyltriäthexysilan 3 % Di an ep OXi dna r ζ 39 %
100 %
Danach wird der Eposidharzklebstoff durch LIisehen nachstehender Härterkomponente und nachstehender Harzkomponente im anteiligen Verhältnis von 1 : 1 hergestellt:
Härterkonroonente:
Addukt 1 25
Verdünnungsmittel 5 Füllstoff geini sch (Silikate, Oxide, Sulfate) 70_
100
Harzkomüonente:
Dianepoxidharz 90
Thiotropiemittel _10_
100
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Das erfindungsgeoiäße Verfahren ermöglicht die Herstellung eines Zweikomnonentenklebstoffes auf Epoxidharzbasis, der zum Verbinden von Bauteilen aus nicht porösen und/oder nicht saugfähigen Werkstoffen geeignet ist und ohne eine Vorbehandlung der Klebflächen 'mit speziellen Haftvermittlern zum Entstehen von Klebverbindungen fährt, die eine hohe Beständigkeit gegenüber wäßrigen Medien besitzen. So weist z.B. die Zugscherfestigkeit von gebeisten Aluminium-Klebverbindungen, für welche der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Zweikomponentenklebstoff verwendet worden ist, bei einer Lagerung in destilliertem Wasser in Abhängigkeit von der Zeit einen Abfall von 30 %; 45 % bzw. 50 % nach einer Lagerung von 4 Wochen, 3 bzw. 6 Monaten auf. Demgegenüber beträgt der Abfall der Zugscherfestigkeit von gebei.sten Aluninium-Kiebverbindungen, die mittels eines der bisher bekannten, vergleichbaren Spoxidharzklebstoffes auf der Basis eines Amin-iidduktes der Zusammensetzung 60 % Diäthyientriamin und 40 % Dianepoxidharz hergestellt wurden, nach 4 Wochen, 3 bzw. 6 Monaten Lagerung in destilliertem Wasser bereits 55 %\ 65 % bzw. 1CO %. Außerdem vorteilhaft ist es, daß nach dem erfindungsgemäßen Verfahren Zweikomponentenklebstoffe auch unter Verwendung füllstoffhaltiger Epoxidharze mit einem verhältnismäßig geringen Anteil an Silanhaftmittel und dadurch mit entsprechend geringen lüaterialkosten herst eHbavr sind.

Claims (4)

1. Verfahren zur Herstellung eines füllstoffhaltigen Zweikomponentenklebstoffes auf Spoxidharzbasis.bei dem einer an sich bekannten Harzkomponente eine Härterkomponente beigemischt wird,die aus einem füllstoffhaltigen Addukt eines aliphatischen PоIyamins an einem an sich bekannten niedermolekularen Dianepoxidharz mit einer Epoxidäquivalentmasse von durchschnittlich 200 besteht,dadurch gekennzeichnet, daß das Addukt durch die Reaktion einer 2- bis 3-fachen Aminäquivalentmasse eines aliphatischen Polyamins mit einer Spoxidäquivalentmasse eines aus dem niedermolekularen Dianepoxidharz und einem epoxidgruppenhaltigen Silanhaftmittel bestehenden Gemisches unter Rühren bei einer Temperatur von 70 bis 80 C hergestellt wird.
2 12363
2» Verfahren zur Herstellung eines Zweikomponentenklebstoffes nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet,daß aus dem hergestellten Addukt überschüssiges Polyamin im Vakuum abdestilliert wird,bevor das Addukt zur Herstellung der Härterkomponente eingesetzt wird.
2 12363
Srfindungsanspruch
3. Verfahren zur Herstellung eines Zweikomponentenklebstoffes nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet,daß das hergestellte Addukt mit überschüssigem aliphatischen! Polyamin als "in-situ"-Addukt zur Herstellung der Härterkomponente verwendet wird.
-7.M1982*Ü1442G
4. Verfahren zur Herstellung eines Zweikomponentenklebstoffes nach ιτιηκΐ 1 una ά oaer ι шаа j, aaüurcn geicennzexcnnet, daß der Anteil an epoxidgruppenhaltigem Silanhaftarittel bis zu 25 % beträgt.
DD21236379A 1979-04-20 1979-04-20 Verfahren zur herstellung eines fuellstoffhaltigen zweikomponentenklebstoffes auf epoxidharzbasis DD142964B1 (de)

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