DD143043B1 - Vereinzelungseinrichtung fuer gebuendeltes stangenmaterial - Google Patents
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Description
Titel der Erfindung
Vereinzelungsvorrichtung für gebündeltes Stangenmaterial
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vereinzelungsvorrichtung für gebündeltes Stangenmaterial, insbesondere für Zuführungsvorrichtungen, bestehend aus einem Grundgestell mit einem eine schiefe Ebene bildenden schwenkbaren Ablauf- und Vareinzelungsrost und dazugehörigem Vereinzelungsraechanismus sowie einem schwenkbaren Ablagerost.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Ез ist eine wagebalkenartig angeordnete Kippvorrichtung bekannt, die zweckmäßig aus aiehreren besonders gestalteten, auf einer gemeinsamen Achse befestigtsn Doppelhebeln besteht (DR-PS 1S3 S44), welche in der einen Stellung das Werkstück mit der einen Reihe der Hebelarme aufnehmen, während bei der anderen Kippstellung die Werkstücke infolge der Schräglage der Arme über die Drehachse und die entgegengesetzte Hebelarmreihe hinweg in den Kippbehälter gleiten, aus dem sis durch Zurückkippen der Doppelhebel wieder herausgehoben werden. Die Doppelhebel dieser Vorrichtung sind jedoch nicht zum Vereinzeln von Stangenmaterial geeignet. Sie dienen lediglich als Rutsche für einen Hin- und Hertransport bereite vereinzelter und zu tauchender Werkstücke.
Es ist auch eine Vereinzelungs- und Zuführungseinrichtung für Flachstahl bekannt (Vi1MW-Ka ta log, Bl. 696, S. 2), bei der drei V-förraige Mulden mit einem öffnungswinkel von 90 hintereinandergeschaltet sind. Ein Schenkel jeder Mulde wird in einer Führung durch eine Stoßeinrichtung so bewegt, daß die in der Mulde liegenden Materialstangen in die folgende Mulde bzw. in den folgenden Rollengang weitergegeben werden.
Mit einer anderen bekannten Einrichtung (VVMW-Ka ta log, 31. 308, S.2) ist für die Aufnahme des Materialbundes eine flache V-förraige Mulde vorhanden. Nach dem Einlegen des Materialbundes und dem Losen der Bandagen müssen hier die Stangen von Hand vorgerichtet werden. Entnommen werden die Stangen dann automatisch durch einen Zuführschlitten, der sie einem Zwischenmagazin zuführt. Dem Zwischenmagazin können die Stangen einzeln durch eine getrennte Einrichtung entnommen werden. Bei einer weiteren bekannten Einrichtung für Rohre und Rundmaterial, einem Laderaagazin mit Vereinzelung (Zeitschrift "Bänder, Bleche, Rohre" 3/77, S. 354) ist als Aufnahme ein Magazin vorhanden, in dem das Materialbund in durchhängende Gurte eingelegt wird. Durch Straffen der Gurte werden die einzelnen Stäbe über eine Querfördereinrichtung in ein Schrägmagazin gebracht und von dort vereinzelt. Bekannt ist weiterhin ein Aufgaberost zum einzelnen Abnehmen von in Bündeln aufgelegtem stabförmigen Walzgut oder dergleichen (DL-PS 89 090). Die Aufnahme des Materialbundes erfolgt bei dieser Einrichtung auf einem ebenen und feststehenden Rost. Hier werden auch die Bandagen des Materialbundes entfernt. Ein Hebelsystem, das bei der Bewegung in einer ellipsenförmigen Bahn die Oberkante des Rostes schneidet, fördert das Materialbund einem als Rostschräge ausgebildeten Zwischenmagazin zu. Aus diesem Zwischenmagazin wird anschließend das Materialbund durch ein Scheibensystem vereinzelt. Des weiteren sind Einrichtungen zum mechanisierten Werkstückfluß von Rohren und Stangen (Fertigungs-
technik und Betrieb 23-1973, Heft 8, S.475) bekannt. Diese Einrichtungen sind nur für Rohre und Stangen mit rundem Querschnitt geeignet. Für das Ordnen der Stangen des Matsrialbundes ist ein Abrolltisch mit Anschlag und Durchfallschacht vorgesehen. Zum Zuteilen der Material-Stangen sind Einrichtungen erläutert, denen das Arbeitsgut geordnet aus Behälterroagazinen oder Magazinen mit einschichtiger Speicherung zugeführt werden muß. Nachteilig an den bekannten Einrichtungen ist, daß sich diese nicht für kleine Fertigungslosgrößen eignen, bei denen Materialbunde nur teilweise aufzulösen und die überzähligen Stangen wieder zu Bunden zusammenzubringen sind. Ferner sind diese Einrichtungen durch ihre komplizierte Bauweise mit vielen Führungen und Lagern nicht für eine Aufstellung auf den üblichen unüberdachten Materiallagerplätzen geeignet, weil dadurch der »Vartungsaufwand zu groß würde. Weiterhin ist bei allen Einrichtungen ein ungenügender oder unvollkommener Schutz für den Werker beim öffnen der Bandagen der Materiaibunde vor auseinanderfallenden oder auseinanderrollenden Materialstangen vorhanden. Nachteilig ist auch, daß verschiedene Einrichtungen nur Materialstangen mit einer Querschnittsform vereinzelnen können. Auch ist die Umstellung der bekannten Einrichtungen auf andere Querschnittsgrößen sehr umständlich.
Bekannt ist auch eine Vorrichtung zum Vereinzeln von gestapelten Rohren (DD 29897), die aus einem, aus mehreren Segmenten bestehenden,den Rohrstapel aufnehmenden, als Mulde mit seitlichen Verbreiterungen ausgebildeten Hubtisch zwischen beidseitig begrenzte und an einer Seite mit aufklappbaren Anschlägen versehene, schrägliegende Rechen des Aufnahmerostes absenkbar ist, wobei die aufklappbaren Anschläge wiederum mit Anlagen versehen sind, als Ausbreitungsvorrichtung besteht. Mit dieser sind: in baulicher Vereinigung auf einer längeren Ablaufbahn ein oder mehrere bekannte Einzelüberhebevorrichtungen vorgesehen. Des weiteren ist der Rechen des Aufnahraerostes bei kleineren oder
mittleren Rohrstapeln aus einem Stück mit einseitigem festen Anschlag ausgeführt, ist aber auch bei großen und größten Rohrstapeln nochmals fest in angeordnete Schrägen und ausschwenkbare Taschen untergliedert. Nachteil dieser Vorrichtung ist, daß sie nur für Rohre oder rundes Stangenmaterial geeignet ist, das auf den flachgehaltenen Schrägen verhältnismäßig langsam rollt. Ein weiterer Nachteil ist, daß für die vorgesehene Vorrichtung eine Vielzahl von Mechanismen eingesetzt sind, die auch in ihren Bewegungsabläufen abgestimmt sein müssen und die wiederum in ihrer Gesamtheit eine komplizierte, wartungsaufwendige Einrichtung ausmachen. Nachteilig ist weiterhin, daß eine Rückführung des gesamten auf der Vorrichtung ausgebreiteten Materials bei Querschnittswechsel nicht möglich ist, weil die einzigen für die Rückführung einsetzbaren Bauelemente, in diesem Falle die Anschläge, mit ihren Anlagen die Stangen, die deren Aktionsraum verlassen haben, nicht mehr erfassen können. Auch sind bei Querschnittswechsel die Einzelüberhebevorrichtungen zum Anpassen an den neuen Materialquerschnitt auszuwechseln, um ein sicheres Herausheben der Einzelstangen aus dem Vorrat zu erreichen. Ein anderer Nachteil ist weiterhin, daß sich die Einrichtung nicht für kantige Querschnittsformen durch Veränderung der Schrägen der Roste und dergleichen einsetzen läßt, weil eine dosierte Obergabe der Stangen zwischen den Funktionselementen Tisch, Rost, aufklappbaren Anschlägen, Ablaufbahn zu den Einzelüberhebevorrichtungen nicht möglich ist, da die Bewegungsgeschwindigkeit der Materialstangen von der Reibung, die durch Umwelteinflüsse, wie Nässe, Schnee usw. und von der Querschnittsform sehr stark beeinflußt wird und sich die Materialstangen dadurch unkontrolliert bewegen können.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, in Vermeidung der beschriebenen Nachteile eine Einrichtung zu schaffen, die gegenüber den bekannten Einrichtungen bei Erweiterung der Einsatz- bzw. Anwendungsmöglichkeiten gleichzeitig die physische Belastung deo Bedienenden herabsetzt.
Darlegung des !.Vesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, sowohl eine Möglichkeit der vereinzelten Zuführung gebündelten Stangen-Materials beliebiger Querschnitte, als auch einen gegenläufigen Rücktransport zu bündelnder Materialien unter Ausnutzung der Schwerkraft zu schaffen, wobei die Einrichtung aus unkomplizierten Bauelementen und wenig Lagerstellen bestehend, leicht herstellbar sein soll. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß der Ablagsrost und der Ablauf- und Vereinzelungsrost unabhängig voneinander in einem gemeinsamen Drehpunkt gelenkig angeordnet und unter diesen Drehpunkt absenkbar sind. Darüber hinaus ist die Haltefläche vom Auffang des Ablaufrostes zur Stirnfläche des Stellrechens um mindestens das halbe Querschnittsmaß des Stangentaaterials in Abstand gehalten.
Ausführungsbeispiel
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen: Fig. 1: die Seitenansicht der Vereinzelungsvorrichtung in Ruhestellung,
Fig. 2: die Draufsicht der Vereinzelungsvorrichtung, Fig. 3: die Seitenansicht beim Auseinanderwerfen des Bundes, Fig. 4: die Seitenansicht beim Zurückwerfen nicht mehr
benötigter Materialstäbe, Fig. 5: die Vereinzelungsvorrichtung beim Ausainanderbrechen eines Bundes kantigen Materials.
-S-
Gemäß Fig. 1 ist ein Ablagerost 1 für ein Bund Stangenmaterial 2 und dazu winklig nach unten offen, ein Aolauf- und Vereinzelungsrost 3 durch eine gelenkige.Verbindung 4, hier eine geraeinsame Drehachse, mit einem darunterliegenden Grundgestell 5 schwenkbar verbunden. Möglich ist auch, daß der Ablagerost 1 und der Ablauf- und Vereinzelungsrost 3 getrennte Drehachsen aufweisen können.Voraussetzung bleibt, daß beim Auseinanderwerfen des Stangenraaterials 2 oder beira Zurückwerfen nicht mehr benötigter Materialien ein durch die Schwerkraft verursachtes Hinübergleiten vom Ablagerost 1 zum Ablauf- und Vereinzelungsrost 3, wie nach Fig. 3 oder umgekehrt in Fig. 4 dargestellt, gewährleistet ist. Entsprechend Fig. 1 ist der Ablagerost 1 mit seinem hakenförmigen und nach oben gerichteten Auffang 6 als eine Mulde ausgebildet. Der relativ hoch ausgebildete Auffang б ist ein Schutz für den Werker beim öffnen des Materialbundes. Er nimmt das auseinanderfallende bzw. -rollende Stangenmaterial 2 sicher auf, das später in Nachein3nderfolge oder portioniert zum Rollgang 13 befördert werden soll. Demgegenüber ist der Ablauf- und Vereinzelungsrost 3 eben ausgebildet und auch mit einem nach oben hakenförmig auslaufenden Auffang 8 versehen, der eine Haltefläche 7 für das Stangenmaterial 2 aufweist. Beide, der Ablagerest 1 sowie der Ablauf- und Vereinzelungsrost 3, werden durch eine nicht naher dargestellte Hydraulikanlage nach oben bewegt, wobei auch eine andere Antriebsart gewählt werden kann. Des weiteren ist ein Stellrechen 9 um die Drehachse 10 gelenkig so im Grundgestell 5 gelagert, daß der obere Bereich mit seiner Stirnfläche 11 und Ablaufschräge 12 den hakenförmig auslaufenden Teil des Ablauf- und Vereinzelungsrostes 3 mit seinem Auffang 8 überlagert. Dem Stellrechen 9 nachgeordnet ist ein Rollengang 13 mit Führungen 14, in welche das Stangenmaterial 2 von der Ablaufschräge 12 des Stellrechens 9 abrollt. Dar Ablagerost 1, der Ablauf-und Vereinzelungsrost 3 sowie der Stellrechen 9 bestehen aus Einzelsegmenten, die durch
Verbindungen 15 zusammengehalten sind. Die Arbeitsweise der Einrichtung ist folgende: Das gebündelte Stangenmaterial 2 wird auf den Ablagerost 1 gebracht und danach werden die Bandagen entfernt. Zum Auseinanderwerfen des Stangenmaterials 2 wird zunächst der Ablauf- und Vereinzelungsrost 3 entsprechend Fig. 3 in eine annähernd waagerechte Ebene gebracht und der Ablagerost 1 so weit nach oben geschwenkt, daß eine Anzahl Teile des Stangenmaterials 2 sich selbst ordnend und aneinandergereiht auf den Ablauf- und Vereinzelungsrost 3 gleiten. Wird die geordnete Lage des Stangenraaterials 2 nicht sofort erreicht, müssen diese Teile zurückgeführt werden. Das geschieht durch das gleichzeitige Absenken des Ablagerostes 1 und Anheben des Ablauf- und Vereinzelungsrostes 3, wie in Fig. 4 dargestellt. Ist der Ablauf- und Vereinzelungsrost 3 mit Stangenmaterial 2 beschickt und wird er gesenkt, so wird das Stangenmaterial 2 von der Haltefläche 7 des Auffanges 3 aufgefangen. Kurz vor erreichen der untersten Stellung des Ablauf- und Vereinzelungsrostes 3 kommt die jeweils an der Haltefläche 7 anliegende Materialstange 2 auf der Ablaufschräge 12 des Stellrechens 9 zur Auflage und gleitet ungehindert in die Führung 14 des Rollganges 13. Zum gleichen Zeitpunkt des weiteren Absenkens des Ablauf- und Vereinzelungsrostes 3 in seine unterste Stellung wird das nachfolgende Stangenmaterial 2 durch die räumlich den Auffang 8 mindestens um das halbe Maß des Materialquerschnittss übergreifende Stirnfläche 11 des oberen Teiles des Stellrechens 9 auf dem schräg nach unten gerichteten Ablauf- und Vereinzelungsrost 3 zurückgehalten. Dieser Vorgang des Vereinzeins wiederholt sich dann jeweils durch das beschriebene kurzwegige Anheben des Ablauf- und Vereinzelungsrostes 3 bis über die Ebene der Ablaufschräge 11 des Stellrechens 9, um dann wieder in seine unterste Stellung zurückgeführt zu werden. Auf diese Weise wird eine Materialstange nach der anderen
vom Ablauf-cnd Vereinzelungsrost 3 auf den Rollgang befördert. Sind überzählige Teile bereits auf den Ablauf- und Vereinzelungsrost 3, so wird dieser so weit angehoben, daß das Stangenmaterial 2 in den Auffang 6 des abgesenkten Ablagerostes 1 gleiten kann, um dort wieder gebündelt zu werden.
Claims (3)
1. Vereinzelungsvorrichtung für gebündeltes Stangenniaterial, insbesondere für Zuführungsvorrichtungen, bestehend aus einem Grundgestell mit einem eine schiefe Ebene bildenden schwenkbarem Ablauf- und Vereinzelungsrost und dazugehörigem Vereinzelungsmechanismus sowie einem schwenkbaren Ablagerost, dadurch gekennzeichnet, daß der Ablagerost (1) und der Ablauf- und Vereinzelungsrost (3) unabhängig voneinander in einem gemeinsamen Drehpunkt (4) gelenkig angeordnet und unter diesen Drehpunkt (4) absenkbar sind.
2. Einrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Haltefläche (7) vom Auffang (3) des Ablauf- und Verainzelungsrostes (3) zur Stirnfläche (11) des Stellrechens (9) ura mindestens das halbe Querschnittsmaß des Stangenmaterials (2) in Abstand gehalten ist.
Hierzu
3 Seiten Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD21228479A DD143043B1 (de) | 1979-04-18 | 1979-04-18 | Vereinzelungseinrichtung fuer gebuendeltes stangenmaterial |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD21228479A DD143043B1 (de) | 1979-04-18 | 1979-04-18 | Vereinzelungseinrichtung fuer gebuendeltes stangenmaterial |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD143043A1 DD143043A1 (de) | 1980-07-30 |
| DD143043B1 true DD143043B1 (de) | 1984-02-29 |
Family
ID=5517687
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD21228479A DD143043B1 (de) | 1979-04-18 | 1979-04-18 | Vereinzelungseinrichtung fuer gebuendeltes stangenmaterial |
Country Status (1)
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|---|---|
| DD (1) | DD143043B1 (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE102021123629B4 (de) | 2021-09-13 | 2024-01-04 | erler gmbh automation . robotik | Vorrichtung und verfahren zur vereinzelung von zylindrischen werkstücken |
-
1979
- 1979-04-18 DD DD21228479A patent/DD143043B1/de not_active IP Right Cessation
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DD143043A1 (de) | 1980-07-30 |
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