DD143155A1 - Vorrichtung zum antrieb eines stellorganes,vorzugsweise eines flachschiebers - Google Patents
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Description
212 971
Vorrichtung zum Antrieb eines Stellorganes, vorzugsweise eines Flachschiebers
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Antriebsvorrichtung eines Stellorganes, vorzugsweise zum Öffnen und Schließen eines mit einem Schieberblatt ausgebildeten Flachschiebers für Feststoffe, der beispielsweise an dem Auslauf einer Silozelle für Getreide angeordnet ist·
Charakteristik der bekannten technischen Lösung
Es ist ein Flachschieber bekannt, bei dem unter dem Schieberblatt eine Zahnstange oder anstelle derselben eine endliche Laschenkette befestigt ist, in die ein stationär verlegtes Ritzel eingreift, das von einem Motor in Umdrehung versetzt wird.
Bei einem anderen bekannten Flachschieber sind unter dem Schieberblatt zwei parallel zur Schließrichtung angeordnete Laschenketten befestigt, in die je ein Kettenrad eingreift. Die beiden Kettenräder werden über einen gemeinsamen Antrieb gesteuert·
Diese bekannten Flachschieber sind zum Verschließen kleiner Querschnittsöffnungen geeignet, da relativ kleine Kräfte erforderlich sind. Muß jedoch der Gutstrom beispielsweise aus einer Silogroßzelle abgeriegelt werden, dessen Auslauf eine relativ große Querschnittsfläche hat, treten enorme
Kräfte auf, die von den Antriebselementen übertragen werden müssen. Insbesondere die Kettenräder sind einem .großen Verschleiß ausgesetzt, da Immer nur wenige Zähne im Eingriff stehen.
Außerdem ist bei diesen bekannten Flachschiebern die wirkende Zugkraft nicht in die neutrale Achse des Schieberblattes verlegt.
Bei einem anderen bekannten Flachschieber sind zwar die Zugkräfte der beiderseits des Schieberblattes befestigten endlosen Kettenstränge in die neutrale Achse des Schieberblattes verlegt, hat jedoch den Nachteil, daß bei der Übertragung der Zugkräfte eine ungleiche Längung der Kettenstränge erfolgt, die zu zusätzlichen Reibungswiderständen in der Schieberführung führt·
Ziel der Erfindung
Die Erfindung hat das Ziel, Beeinträchtigungen der Funktionstüchtigkeit des Flachschiebers, hervorgerufen durch großen Verschleiß, zu vermeiden. Dabei soll der technischökonomische Aufwand und die Bauhöhe reduziert werden»
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die das Ziel der Erfindung beeinträchtigenden Ursachen liegen in dem einerseits ungünstigen Angriff der von den Antriebsteilen aufzunehmenden Kräfte und andererseits in der ungleichen Längung der Kettenstränge, Darum ist es Aufgabe der Erfindung eine Vorrichtung zu entwickeln, bei der trotz großer Querschnittsfläche des Schüttgutstromes und damit der Übertragung großer Kräfte, eine zuverlässige Steuerung erfolgt und die Antriebselemente einem minimalen Verschleiß unterliegen«
-3- 212 97
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß in der neutralen Achse einer an dem Schieberblatt angelenkten und in einem an dem Schieberrahmen angeordneten Gehäuse gelagerten Schubstange eine endliche Laschenkette an einem Schubstangenende angelenkt ist· Die Laschenkette ist über eine Umlenkrolle aus der neutralen Achse der Schubstange auf ein Kettenrad und von dort über eine zweite Umlenkrolle wieder in die neutrale Achse zum anderen Schubstangenende geführt. Eins der beiden Schubstangenenden ist . mit einer Kettenspannvorrichtung ausgebildet. Die Laufflächen der beiden Umlenkrollen haben einen Abstand voneinander, der gleich oder kleiner als der Wälzkreisdurchmesser des Kettenrades ist.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll an einem AusführungsDeispiel nachstehend näher erläutert werden, in der zugehörigen Zeichnung zeigen:
Fig. 1: eine schematische Darstellung des Stellantriebes im Längsschnitt, Fig. 2: die Schubstange im Schnitt A-A nach Fig. 1
An einem Schieberblatt 1, das in einem in Fig. 1 nur zum Teil angedeuteten Schieberrahmen 2 gleitet, ist eine Schubstange 3 angelenkt und in einem Gehäuse 4 geführt. Das Gehäuse 4 ist an dem Schieberrahmen 2 befestigt» Die Schubstange 3 ist als G-Profil ausgebildet. An den Schubstangenenden 5; 6 ist in der neutralen Achse 7 der Schubstange 3 eine Laschenkette 8 angelenkt· Außerdem ist das Schubstangenende 6 mit einem Kettenspanner 12 ausgebildet· In dem Gehäuse 4 sind zv/ei Umlenkrollen 9; 9f derart angeordnet, daß die Mitte 16 der auf einer Lauffläche 10 aufliegenden Laschenkette 8 sich mit der neutralen Achse 7 der Schubstange 3 deckt* Die beiden .Umlenkrollen 9; 91 sind im Abstand a voneinander gelagert. Im Abstand b von den Druckrollen 9» 91 ist ein Kettenrad 11 in dem Gehäuse 4 angeordnet. Dabei ist der Abstand b größer als die Entfernung c der beiden Laufflächen 10 voneinander, so daß der Umschlingungswinkel d
der Laschenkette 8 auf dem Wälzkreisdurchmesser 17 des Kettenrades 11 größer als 180 Grad ist» Das Kettenrad 11 wird durch einen nicht dargestellten Motor in die Drehrichtung 13; 14 bewegt· Das Schieberblatt 1 befindet sich in Schließstellung·
Soll der Schieber geöffnet werden, wird das Kettenrad 11 in die Drehrichtung 13 versetzt. Das Kettenrad 11 bewegt die Laschenkette 8 über die Umlenkrolle 9 i& Richtung der Zugkraft Z-.· Das Schieberblatt 1 sowie die Schubstange 3 ' gleiten nach rechts« Der Schieber öffnet sich· Beim Öffnungsvorgang des Schiebers hat die Schubstange 3 keine Kräfte zu übertragen«
Soll der Schieber geschlossen werden, so wird das Kettenrad 11 in die Drehrichtung 14 bewegt· Dadurch entsteht im rechten Kettenstrang 15 die Zugkraft Z^-i, in deren Richtung die Laschenkette 8 gleitet· Da die Las ehe nice tte 8 auch am rechten Schubstangenende 6 angelenkt ist, bewegt sie die Schubstange 3 nach links und bringt den Schieber in die Schließstellung, Das Schieberblatt 1 gleitet in den Fördergutstrom, wodurch die Schubstange 3 der Druckkraft D^ ausgesetzt ist·
Claims (3)
- -5-- 2iErfiüdungsansprücheVorrichtung zum Antrieb eines Stellorganes, Vorzugs-» weise zum Öffnen und Schließen eines Flachschiebers für Peststoffe, bei dem die Steuerung des Schieberblattes über ein Kettenrad und einer Laschenkette erfolgt, gekennzeichnet dadurch, daß in der neutralen Achse (7) einer an dem Schieberblatt (1) angelenkten und in einem an dem Schieberrahmen (2) angeordneten Gehäuse (4) gelagerten Schubstange (3)» eine endliche Laschenkette (8) an einem Schubstangenende (5) angeienkt, über eine Umlenkrolle (9) aus der neutralen Achse (7) der Schubstange (3) auf ein Kettenrad (11) und von dort über eine zweite Umlenkrolle (9f) wieder in die neutrale Achse (7) zum anderen Schubstangenen^ . de (6) geführt ist·
- 2· Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Abstand (c) der Laufflächen (10) der Umlenkrollen (9» 9T) voneinander gleich oder kleiner als der Wälzkreisdurchmesser (17) des Kettenrades (11) ist·
- 3· Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurph, daß ein Kettenspanner (12) an einem der Schubstangenenden (5; 6) angeordnet ist«Hierzu 1 Seite Zeichnungen
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