DD143253A1 - Verfahren zur herstellung von aziridin-derivaten - Google Patents

Verfahren zur herstellung von aziridin-derivaten Download PDF

Info

Publication number
DD143253A1
DD143253A1 DD20352878A DD20352878A DD143253A1 DD 143253 A1 DD143253 A1 DD 143253A1 DD 20352878 A DD20352878 A DD 20352878A DD 20352878 A DD20352878 A DD 20352878A DD 143253 A1 DD143253 A1 DD 143253A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
aziridine
ketones
compounds
aziridine derivatives
cyano
Prior art date
Application number
DD20352878A
Other languages
English (en)
Inventor
Ernst Schmitz
Klaus Jaehnisch
Ardenne Manfred Von
Paul Reitnauer
Original Assignee
Ernst Schmitz
Klaus Jaehnisch
Ardenne Manfred Von
Paul Reitnauer
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ernst Schmitz, Klaus Jaehnisch, Ardenne Manfred Von, Paul Reitnauer filed Critical Ernst Schmitz
Priority to DD20352878A priority Critical patent/DD143253A1/de
Publication of DD143253A1 publication Critical patent/DD143253A1/de

Links

Landscapes

  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Aziridin-Derivaten der allgemeinen Formel I und II aus 2-Cyan-aziridin und Ketonen. Es ist Ziel der Erfindung, diese Verbindungen in Ausbeuten von ca. 80% herzustellen. Das gelingt, indem die verwendeten Ketone vor ihrem Einsatz bis zur völligen Wasserfreiheit getrocknet werden und zur Herstellung der Verbindungen der allgemeinen Formel II Alkalialkylat in katalytischen Mengen zugesetzt wird. - Formeln I und II -

Description

20 35 2
Verfahren zur Herstellung von Aziridin-Derivaten
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Aziridin-Derivaten der allgemeinen Formeln I bzw, II aus 2-Cyan-aziridin und Ketonen· Diese Verbindungen weisen cancerostatische und immunstimulierende Wirkung auf.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
In der DDR-Patentschrift Nr. 128 615 sind Aziridin-Derivate beschrieben, die aus 2-Cyan-aziridin und Carbonylverbindungen unter Hydratisierung einer Nitrilgruppe und Aminalbildung synthetisiert wurden· Die Ausbeuten betragen beim Arbeiten mit Aceton 29 %, beim Einsatz von Cyclohexanon je nach Ar/beitsweise 12 bis 27 %, Auch unter Zusatz von katalytisch wirkenden Substanzen wie aliphatischen Aminen liegen die Ausbeuten nicht höher als 30 %. Das Verfahren ist somit für die technische Realisierung völlig unzureichend.
Ziel der Erfindung
Der Erfindung liegt das Ziel zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von Aziridin-Derivaten aus 2-Cyan-aziridin und Ketonen zu entwickeln, bei dem die Ausbeuten erheblich höher liegen, so daß es sich für eine Oberführung in die Praxis eignet·
-2- 203528
Darlegung des Wesens der Erfindung
Dieses Ziel wird erreicht, indem erfindungsgemäß das verwendete Keton vor seinem Einsatz bis zur völligen Wasserfreiheit getrocknet und unmittelbar vor Versuchsbeginn destilliert wird. Es ist vorteilhaft. Aceton über Diphosphorpentoxid etwa 3 Stunden und Cyclohexanon über Calciumchlorid etwa 24 Stunden zu trocknen. Ferner wurde gefunden, daß unter Zusatz katalytischer Mengen von Alkalialkylat-Lösung aus 2-Cyan-aziridin und den wasserfreien Ketonen Aziridin-Derivate der allgemeinen Formel II entstehen (Reaktionsgleichungen siehe Anlage).
Das eingesetzte 2-Cyan-aziridin kann gemäß DDR-Patentschrift 107 679 hergestellt werden.
Die Endprodukte fallen in Ausbeuten von über 80 % an.
Ausführungsbeispiele Beispiel 1
Ein Gemisch aus 10 mMol (0,68 g) 2-Cyan-aziridin und 10 mMol (0,98 g) wasserfreiem Cyclohexanon, das über Calciumchlorid getrocknet und anschließend destilliert wurde, läßt man 14 Tage bei Raumtemperatur stehen. Nach Zugabe von Impfkristallen erhält man nach weiteren 6 Tagen 1 g (86 % der Theorie) 1-^5-Cyan-
Schmelzpunkt: 187 - 189 °C (aus Toluol).
Beispiel 2
Ein Gemisch aus 10 mMol (0,68 g) 2-Cyan-aziridin, 10 mMol (0,58 g) wasserfreiem Aceton, das über Diphosphorpentoxid getrocknet und anschließend destilliert wurde, und 0,2 ml wasserfreiem Triäthylamin läßt man 10 Tage bei Raumtemperatur stehen und erhält 0,7 g (71 % der Theorie) 2-^2"-Cyan-aziridinyl-(l}7-2-^2-carbamoyl-aziridinyl~(lj|7-propan, Schmelzpunkt: 151 - 155 °C (aus Aceton).
2 0 3 5 20
Beispiel 3 .
Ein Gemisch aus 20 mMol (1,36 g) 2-Cyan-aziridin und 80 mMol (4,64 g) wasserfreiem Aceton, das über Diphosphorpentoxid getrocknet und anschließend destilliert wurde, versetzt man unter Eiskühlung mit 3 Tropfen 2n Natriummethylat-Lösung. Man läßt 2 Tage bei Raumtemperatur stehen und dampft im Vakuum ein· Der erhaltene Feststoff wird im Vakuum sublimiert und umkristallisiert. Man erhält 2,1 g (83 % der Theorie) 3,3-Dimethylaziridino^l,2-c7imidazolidin-5-on, Schmelzpunkt: 119 - 121 0C (aus Benzin),
Beispiel 4
Ein Gemisch aus 20 mMol (1,36 g) 2-Cyan-aziridin und 80 mMol (7,84 g) wasserfreiem Cyclohexanon, das über Calciumchlorid getrocknet und anschließend destilliert wurde, versetzt man unter Eiskühlung mit 3 Tropfen 2n Natriummethylat-Lösung. Nach Aufarbeitung analog Beispiel 3 erhält man 2,9 g (87 % der Theorie) Spiro^äziridino(l,2-c)imidazolidin-3,l'-cyclohexar^-ö-on, Schmelzpunkt : 154 - 155 °C (aus Benzin).

Claims (2)

  1. Erfindungsanspruch
    l.1 Verfahren zur Herstellung von Aziridin-Derivaten der allgemeinen Formeln I bzw. II aus 2-Cyan-aziridin und Ketonen, gekennzeichnet dadurch, daß das verwendete Keton vor seinem Einsatz bis zur völligen VVasserfreiheit getrocknet und destilliert wird,
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß zur Heretellung von Verbindungen der allgemeinen Formel II Alkalialkylat in katalytischen Mengen zugesetzt wird.
    Hierzu^^Seiten Formeln
    Z0 3 5 2
    Anlage
    CN CONH0
    L , J 2
    CN O C 7 /
    / H - Alkylat \ / J
    \ / N\P^NH (II
    N H
    R e niederes Alkyl, wobei die Substituenten gegebenenfalls zum gesättigten oder ungesättigten Ring geschlossen sein können
DD20352878A 1978-02-02 1978-02-02 Verfahren zur herstellung von aziridin-derivaten DD143253A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD20352878A DD143253A1 (de) 1978-02-02 1978-02-02 Verfahren zur herstellung von aziridin-derivaten

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD20352878A DD143253A1 (de) 1978-02-02 1978-02-02 Verfahren zur herstellung von aziridin-derivaten

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD143253A1 true DD143253A1 (de) 1980-08-13

Family

ID=5511431

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD20352878A DD143253A1 (de) 1978-02-02 1978-02-02 Verfahren zur herstellung von aziridin-derivaten

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD143253A1 (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1288607B (de) Verfahren zur Herstellung von Benzoxazolderivaten
DE2328277A1 (de) Verfahren zur herstellung von 2-oxo4-hydroxypyrrolin-3-ium n.n-disubstituierten salzen
DE1793693B2 (de)
DE1150077B (de) Verfahren zur Herstellung von Mono- und Diacylferrocenen
DE3018514A1 (de) 6,7-secoergoline
DE952980C (de) Verfahren zur Herstellung von Cumaronderivaten
DE871755C (de) Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeureamiden und Carbonsaeuren
AT203496B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen tertiären Aminen
AT203495B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen tertiären Aminen
AT312818B (de) Verfahren zur Herstellung von 2-substituierten 6,7-Benzomorphanderivaten
DE965325C (de) Verfahren zur Herstellung des Streptomycinisonicotinsaeurehydrazons und seinen Salzen
DE838140C (de) Verfahren zur Herstellung von Amiino-aryl-pyridlyl-alkanolen und ihren Estern
AT224817B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Dihydrolysergsäure-Derivaten
AT233594B (de) Verfahren zur Herstellung von 0,0-Dimethylthionothiolphosphorylessigsäuremonomethylamid
AT288398B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Zimtsäureamiden
DE977706C (de) Verfahren zur Herstellung von 1, 3, 5-Trinitro-2, 4, 6-Trichlorbenzol
DE819992C (de) Verfahren zur Herstellung von Amiden und Thioamiden
AT375070B (de) Verfahren zur herstellung von neuen imidazolinylbenzoaten und den optischen isomeren und isomerengemischen hiervon sowie deren salzen
DE1468624B2 (de) Verfahren zur herstellung von beta-cyanketonen
AT288400B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Zimtsäureamiden
AT300785B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 1-Β-Phenylpropioloyl-3-indolylessigsäurederivaten
AT356291B (de) Verfahren zur herstellung von in die dihydrolysergsaeure- und dihydroiso- lysergsaeure-reihe gehoerenden verbindungen
AT223331B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Tropan-Derivaten
DE945509C (de) Verfahren zur Herstellung von Thiobarbitursaeurederivaten
CH405282A (de) Verfahren zur Herstellung basischer Verbindungen

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee