DD143630A1 - Verfahren zur herstellung von hochfestem federdraht - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von hochfestem Federdraht, wobei Walzdraht nach der Wärmebehandlung, insbesondere direkt aus der Walzhitze unter Ausschaltung des Ziehvorganges eine Verbesserung der Oberfläche erfährt. Ziel der Erfindung ist es, den volkswirtschaftlichen Aufwand zur Herstellung von hochfestem Federdraht mit vergleichbaren bzw. verbesserten Werkstoffeigenschaften zu reduzieren. Insbesondere soll dabei auf den bei allen vergleichbaren Verfahren sonst notwendigen Ziehvorgang incl. Beizen nach Zwischenpatentierung verzichtet werden. Die technische Aufgabe der Erfindung sieht hierzu vor, daß warmgewalzter Federdraht nach dem Härten bzw. Vergüten, insbesondere unmittelbar aus der Walzhitze in einer gesonderten Einrichtung·oberflächlich bearbeitet wird. Dadurch kann zugleich gegenüber dem konventionellen Verfahren der Aufwand für Block- und Halbzeugbearbeitung gesenkt werden. Die Erfindung löst die Aufgabe dadurch, daß warmgewalzter Federdraht nach dem Härten bzw. Vergüten oberflächlich geschliffen wird.
Description
21 05 67-ι-
Verfahren zur Herstellung von hochfestem Federdraht
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von hochfestem Federdraht, wobei Walzdraht nach der Wärmebehandlung, insbesondere direkt aus der Walzhitze unter Ausschaltung des Ziehvorganges eine Verbesserung der Oberfläche erfährt.
Charakteristik der bekannten technischen lösungen Die bekannten Verfahren zur Herstellung von Federdraht sind' allgemein dadurch gekennzeichnet, daß warmgewalzter Draht bzw. Feinstahl nach einer geeigneten Wärmebehandlung zum Zwecke der
1 05 6 7 Blatt 2
!Festigkeitssteigerung und Oberflächenverbesserung bis zur gewünschten Sndabmessung kaltgezogen wird. Die zusätzlichen Wärmebehandlungen des warmgewalzten Drahtes sind erforderlich, da der an herkömmlichen Draht straßen, warmgewalzte Draht für · eine unmittelbar anschließende Ealtumformung "wenig geeignet ist und nur relativ geringe Querschnittsabnahmen zuläßt. Üblicherweise wird ein Gefüge aus feinstreifigeiti Perlit-Sorbit mit geringen 3?erritausscheidungen angestrebt, das durch eine zusätzliche Patentierungsglühung zu erreichen ist. Vorteilhafter, da weniger energie- und arbeitskräfteintensiv, ist die Patentierung des Walzdrahtes direkt aus der Walzhitze. Dabei wird der Walzdraht nach Beendigung der "Verformung in einer Intensivkühlstrecke bis oberhalb der M-Temperatur abgeschreckt und anschließend -nicht wie herkömmlich im gewickelten Bund, sondern ausgefächert- unter Bildung von feinstreifigem Perlit abgekühlt.
Abweichend von diesem Patentierungsverfahren mit weitgehend homogenem Gefüge über dem Querschnitt ist ein Verfahren zur gesteuerten Abkühlung von Ziehereivomaterial bekannt, das einen geringeren Investaufwand und weniger Platz an der Walzstraße erfordert. Dabei wird bewußt ein heterogener Gefügeaufbau mit begrenztem, selbstangelassenem Martensitanteil in der Randschicht und feinstreifigem Perlitgefüge im Kern angestrebt. Bis zu maximalen Mart ensitant eilen von 33 % wird hiernach gleichfalls eine ausreichende Ziehfähigkeit des Materials garantiert, '
Ein weiteres, neueres Verfahren sieht direkt nach der, Warmverformung des Drahtes eine durchgehende Vergütung·aus der Walzhitze vor, wobei das Material im Anschluß an den Härtevorgang zusätzlich im Walzfluß angelassen wird. Bei un- bis niedriglegierten Stählen mit begrenztem Kohlenstoffgehalt, insbesondere 0,33 % C, ist die Kaltverformbarkeit des Materials nach diesem Verfahren selbst dann gegeben, wenn auf den Anlaßprozeß für das aus der Walzhitze gehärtete Material verzichtet wird.
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Obwohl die statischen Werkstoffeigenschaften des Walzdrahtes nach dem zuletzt genannten Verfahren bereits denen hochfester, kaltgezogener Drähte entsprechen, muß auch hier zur Erzielung günstiger Dauerfestigkeitseigenschaften bzw. zur Oberflächenverbesserung ein Ziehvorgang nachgeschaltet werden. Des weiteren ist hierzu eine intensive Block- und Halbzeugbearbeitung erforderlich.
Durch die Erfindung soll der volkswirtschaftliche Aufwand zur Herstellung von hochfestem Federdraht mit vergleichbaren· bzw, verbesserten Werkstoffeigenschaften reduziert werden. Insbesondere soll dabei auf den bei allen vergleichbaren Verfahren sonst notwendigen Ziehvorgang incl. Beizen und Zwischenpatentieren verzichtet werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, hochfesten Federdraht mit günstigen statischen und dynamischen Eigenschaftskombj.nationen und die dazu notwendige hochwertige Drahtoberfläche unter Ausschaltung des Ziehvorganges herzustellen. Dabei soll gleichzeitig der Aufwand für die bei konventionellen Verfahren zur Federdrahtherstellung notwendige Block- und Halbzeugbearbeitung reduziert werden.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß warmgewalzter Federdraht nach dem Härten bzw. Vergüten, insbesondere unmittelbar aus der Walzhitze, in einer gesonderten Einrichtung zum Stangenschleifen bzw. Bund-Bund-Schleifen oberflächlich geschliffen wird.
Blatt
Des weiteren sieht die Erfindung vor, daß auch herkömmlich gewalzte und an Luft abgekühlte Walsdrähte nach einer zusätzlichen, konventionellen Härtung bzw. Vergütung eingesetzt werden können. . .
Ausführungsbeispiel
Die erfindungsgemäße Behandlung erfolgte an Walzdraht der Stahlmarke 50-SiMn 7> wobei der Draht mit der Abmessung von 10 mm 0 in ca. 2 Sekunden von einer Endwalztemperatur von 900 PC auf 50 0C abgeschreckt und anschließend kurzzeitig auf etwa 55° 0C angelassen wurde. Danach wurde der Draht auf eine Abmessung von 9»8 mm geschliffen.
| Mechanische | Eigenschaften 60,2 | des derart | behandelten | 9 | Drahtes: ψ |
| !/!Pa | % | ||||
| 1410 | 1700 | I79O | 43 |
Durch das Schleifen des Drahtes konnte die Biegeschwellfestigkeit ^Vq^-u von 930 I5IEPa auf 1720 MPa angehoben werden« (Grenz-
lastbeispiel: 2 . 106)
Claims (2)
- Erfindungsanspruch1. Verfahren zur Herstellung von hochfestem Federdraht, wobei Walzdraht nach der Wärmebehandlung, insbesondere direkt ' aus der Walzhitze unter Ausschaltung des Ziehvorganges eine Verbesserung der Oberfläche erfährt, dadurch gekennzeichnet, daß warmgewalzter Federdraht nach dem Härten bzw. Vergüten oberflächlich geschliffen 'wird.
- 2. Verfahren nach Pkt. 1, dadurch gekennzeichnet, daß herkömmlich gewalzte"und an Luft abgekühlte Walzdrähte nach einer zusätzlichen, konventionellen Härtung bzw. Vergütung einsetzbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD21056779A DD143630A1 (de) | 1979-01-22 | 1979-01-22 | Verfahren zur herstellung von hochfestem federdraht |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD21056779A DD143630A1 (de) | 1979-01-22 | 1979-01-22 | Verfahren zur herstellung von hochfestem federdraht |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD143630A1 true DD143630A1 (de) | 1980-09-03 |
Family
ID=5516440
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD21056779A DD143630A1 (de) | 1979-01-22 | 1979-01-22 | Verfahren zur herstellung von hochfestem federdraht |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD143630A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102014214592B4 (de) * | 2014-07-24 | 2018-07-12 | Volkswagen Aktiengesellschaft | Schraubenfeder aus Federstahl und Verfahren zur Herstellung einer Schraubenfeder |
-
1979
- 1979-01-22 DD DD21056779A patent/DD143630A1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102014214592B4 (de) * | 2014-07-24 | 2018-07-12 | Volkswagen Aktiengesellschaft | Schraubenfeder aus Federstahl und Verfahren zur Herstellung einer Schraubenfeder |
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Legal Events
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