DD143785A5 - Verfahren zum faerben von synthetischen polyamiden in der masse - Google Patents

Verfahren zum faerben von synthetischen polyamiden in der masse Download PDF

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DD143785A5 DD21339978A DD21339978A DD143785A5 DD 143785 A5 DD143785 A5 DD 143785A5 DD 21339978 A DD21339978 A DD 21339978A DD 21339978 A DD21339978 A DD 21339978A DD 143785 A5 DD143785 A5 DD 143785A5
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Ugine Kuhlmann
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Färben von synthetischen Polyamiden in der Masse, bei dem erfindungsgemäß ein gegebenenfalls in Salzform überführter Chromkomplexfarbstoff der FormelII verwendet wird. Hierbei bedeuten: A eine gegebenenfalls einen oder zwei Substituenten tragende o-Phenylen- oder o-Naphthylengruppe, B eine ein oder zwei Substituenten tragende o-Naphthylengruppe, X-j H oder CL X2 H, Cl, eine Acetylamino-, Sulfo- oder Nitrogruppe, хз n, Cl, eine Methylen-, Äthyl-, Sulfo- oder Nitrogruppe, wobei das Molekül bis zu zwei Sulfogruppen aufweisen kann und von Sulfongruppen frei ist.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Färben von synthetischen Polyamiden in der Masseo
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen:
Die synthetischen Polyamide besitzen einen hohen Schmelzpunkt, bei dem eine stark reduzierende Wirkung auftritt. Wenige organische Farbstoffe besitzen eine Stablität, die so groß ist, daß sie zum Färben der Spinnmasse aus synthetischen Polyamiden verwendet werden könnteno Andererseits ist es nach dem derzeitigen Wissensstand nicht möglich, die Färbeergebnisse, die
man beim klassischen Färben erzielt bat, auf die Ergebnisse zu extrapolieren, die man beim Färben dieser Polyamide in der Masse erzielt· ..
Ziel der Erfindung?
Mit der Erfindung soll nun ein verbessertes Verfahren zum Färben von synthetischen Polyamiden in der Masse zur Verfügung gestellt werden·
Darlegung des Wesens der Erfindung:
Erfindungsgemäß wird dieses Ziel dadurch erreicht, daß man einen gegebenenfalls in Salzform überführten Chromkomplexfarbstoff der allgemeinen Formel I verwendet, worin
A eine o-Phenylengruppe oder eine o-Naphthylengruppe, die einen oder zwei Substituenten tragen kann,
B eine o-Naphthylengruppe, die gegebenenfalls.durch einen oder zwei Substituenten, wie Chloratome, Bromatome, Sulfogruppen und/oder Hydroxygruppen substituiert sein kann,
X-j_ ein Wasserstoffatom oder ein Chloratom, X2 ein Wasserstoffatom, ein Chloratom, eine Acetylarainogruppe, eine Sulfogruppe oder eine Uitrogruppe und Xo ein Wasserstoffatom, ein Chloratom, eine
Methylgruppe, eine Äthylgruppe, eine Sulfogruppe oder eine Nitrogruppe bedeuten, wobei das Molekül bis zu zwei Sulfogruppen (SuIfonsäuregruppen) tragen kann und von Sulfongruppen frei ist«
Als Substituenten der Gruppe A kann man beispielsweise Chloratome, Bromatome, Alkylgruppen, Alkoxygruppen, Acylaminogruppen, Sulfogruppen, Nitrogruppen oder gegebenen-
falls am Stickstoffatom durch eine oder zwei Alkylgruppen substituierte Sulfamoylgruppen nennen» Die Alkylgruppen, Alkoxygruppen und Acy!aminogruppen enthalten vorzugsweise nicht mehr als 8 Kohlenstoffatome. Unter einer Acylaminogruppe sind Alkylcarbonylaminogruppen (wie die Acetylaminogruppe) und Arylcarbonyl- ' aminogruppen (wie die.Benzoylaminogruppe) zu verstehen.
Die Gruppe B weist als Substituent(en) vorzugsweise Chloratome, Bromatome und/oder Hydroxygruppen auf·
Die erfindungsgemäß verwendeten Farbstoffe gehören zu einer" neuen Gruppe von chromhaltigen Azofarbstoffen mit dunklem Farbton (schwarz, grau oder braun), von denen eine große Zahl, insbesondere die von Nitrogruppen freien Farbstoffe, gut löslich und bis zu 2800C während mehr als 1/2 Stunde in der geschmolzenen Masse der Polyamide stabil sind»
Zweckmäßig wird der Farbstoff in Form eines Alkalimetallsalzes, eines Erdalkalimetallsalzes oder eines Salzes mit protonierten Athanolaminen verwendet.
Die erfindungsgemäßen Komplexe ergeben, wenn sie in der Form der Säure oder besser in Form der Alkalimetallsalze, der Erdalkalimetallsalze oder der Salze mit protonierten Athanolaminen eingesetzt werden, beispielsweise in Form der Natriumsalze, der Kaliumsalze, der Ammoniumsalze, der Calciumsalze oder der Magnesiumsalze, kräftige schwarze oder braune Farbtöne. Sie können mit Hilfe klassischer Färbeverfahren aus schwach saurer Färbeflotte auf Polyamidfasern und Wollfasern aufgezogen werden.
13 39
Die Mehrzahl der erfindungsgemäßen Komplexe und insbesondere jene, die keine Nitrogruppen aufweisen, sind besonders interessant für die Färbung der Schmelze von synthetischen Polyamiden r wie Hylon-b, Nylon~b,b und Hylon-11, die am häufigsten zur Herstellung von Fäden und Textilfasern sowie Borsten, Folien und geformten öder stranggepreßten Gegenständen verwendet werden. Die erhaltenen Färbungen sind thermisch sehr stabil und führen zu keinerlei Sublimation. Die. weiteren Echtheiten, inabesondere die Feuchtigkeitsechtheit und die Lichtechtheit sind ausgezeichnet.
Zur Färbung der Polyamide in der Masse kann man die pulverförmigen Farbstoffe zuvor mit dem (in Form eines Granulats oder eines Pulvers vorliegenden) Polyamid vermischen und die Mischung in einer Strangpresse bei einer Temperatur, die 10 bis 150O oberhalb des Schmelzpunkts des Polymeren liegt, homogenisieren. Am Ausgang der Strangpresse kann man die Mischung entweder abkühlen und dann granulieren uns so, wie das Material ist, in dem Zuführungstrichter einer Fadenspinnanlage lagern, oder in geschmolzenem Zustand lassen und direkt mit Hilfe von Dosierpumpen in die Schmelzspinnvorrichtung einbringen
Die erfindungsgemäßen Farbstoffe' zeigen eine hoho Löslichkeit in Polyamiden, die oberhalb 1 % und häufig sogar oberhalb 3 % liegt, und können daher dazu verwendet werden, selbst sehr dünne Fäden mit starker Intensität anzufärben, beispielsweise Fäden aus Polyamid~b,b mit einem Titer von 2 Decitex, die mit 2 % des Farbstoffs angefärbt werden können, ohne' daß sich Schwierigkeiten einstellen, wie man sie häufig beim Verspinnen der Materialien in Gegenwart von Farbstoffen mit zu geringer Löslichkeit oder in Gegenwart von Pigmenten
-5- 213 399
antrifft· Diese Schwierigkeiten manifestieren sich am häufigsten in einer Verstopfung der Filter, die die sehr feinen Öffnungen der Spinndüsen schützen, oder in häufigen Fadenbrüchen, insbesondere beim Streckvorgang.
Man kann auch und insbesondere im Fall von Polyamid-6 das Polymere in Granulatform vor seiner Umwandlung zu Fasern aus wäßrigem Medium anfärben. Diese Anfärbung erfolgt unter Anwendung üblicher Bedingungen für die Färbung von Polyamiden au3 saurem Medium, wobei man bei einem kurzen Flottenverhältnis arbeitet, vorzugsweise bei einem Flottenverhältnis zwischen 2 und 6. Nach dem Färben wird das gefärbte Polyamid getrocknet
und dann in üblicher Weise stranggepreßt.
Die folgenden Beispiele dienen der weiteren Erläuterung der Erfindung*
Beispiel 1
Zu 1500'Gewichtsteilen entmineralisiertem Wasser gibt man 80.Gewichtsteile des l:l-Chromkomplexes, der von der Monoazoverbindung der folgenden allgemeinen Formel I?
(tv)
abgeleitet ist und der genau 5,2 Gewichtsteile komplexiertes Chrom(III) enthält, sowie 120 Gewichtsteile eines pastenförmigen Monoazoderivats der folgenden allgemeinen Formel V
(V)
die 31,2 Gewichtsteilen der reinen Monoazoverbindung entsprechen« Zu der gut gerührten Suspension gibt man 25 Gewichtsteile Monoäthanolamin oder 40 Gewichtsteile Diäthanolamin oder 60 Gewichtsteile Triethanolamin und erhitzt die Mischung auf 95 bis 1000C Es bildet sich sehr schnell eine schwarze Lösung aus dem gemischten 1:2-Chromkomplex, den man nach dem Abkühlen durch Zugabe von 300 Gew.-Teilea natriumchlorid ausfällt. Nach dem Abfiltrieren und Trocknen erhält man ohne weiteres 98 Gewo-Seile eines schwarzen Pulvers, daß in Wasser sehr gut löslich ist und Wollfasern und Uylonfasern aus wäßrigen
Bädern mit einem pH-Wert zwischen 3 und 6 schwarz anfärbt und das in Form einer Lösung in geschmolzenen Polyamiden thermisch sehr stabil ist«,
Beispiel 2 ' . ·
Man verfährt nach der Verfahrensweise von Beispiel 1, ersetzt jedoch die 31,2 Gewo-Teile der Monoazoverbindung der allgemeinen Formel V durch 34,5 Gewo-Teile des Monoazoderivats von l~Phenyl-3-methyl-4~(2-carboxy~4~chlorphenyl~azo)-5-amino-pyrazol. Man erhält einen gemischten Komplex, der eine schwarze Färbung mit etwas rötlicherem Farbton ergibt als der Komplex des Beispiels le
Beispiel 3
Man verfährt nach der Methode von Beispiel 1, ersetzt Jedoch die 31,2 Gew.-Teile der Monoazoverbiiidung der allgemeinen Formel V durch 3S Gewo-Teile des Monoazoderivats von l-Phenyl-3-methyl-4-(2-carboxy-4,S-dichlor-phenylazo)-5-amino-pyrazol. Man erhält einen gemischten Komplex mit einem dunkelgrünen Farbton.
Beispiel 4
Man arbeitet nach der Verfahrensweise von Beispiel 1, ersetzt Jedoch die 31,2 Gewo-Teile des Monoazoderivats der allgemeinen Formel V durch 36 Gew.-Teile des Monoazoderivats von l-Phenyl-3-methyl-4-(4-acetylamino-2-carboxy-phenylato)-5-amino-pyrazolo Man erhält einen gemischten Komplex mit einem schwarzen Farbton, der etwas rötlicher ist als der des Komplexes von Beispiel 1,
2f 3 399
Beispiel 5
Man verfährt nach der Methode von"Beispiel 1, ersetzt jedoch die 31»2 Gew.-Teile der Monoazoverbindung der allgemeinen Formel V durch 32,5.Gew.-Teile der'Monoazo- derivats von l-p-Tolyl-3-methyl-4-(2-carboxy-phenylazo)-5-amino-pyrazol. Man erhält einen gemischten Komplex mit einem schwarzen Farbton, der identisch ist mit dem des Komplexes von Beispiel 1.
In der folgenden Tabelle I sind weitere Beispiele von erfindungsgemäßen gemischten Komplexen mit kräftigen Farbtönen aufgeführt, die überwiegend eine ausgezeichnete thermische Stabilität bei der Färbung von Polyamiden aus der Masse zeigen<> Diese Komplexe wurden nach der Verfahrensweise von Beispiel 1 durch Umsetzen äquimolarer Mengen des l:l~Ohromkomplexes der in der zweiten Spalte der folgenden Tabelle angegebenen Monoazoverbindung mit der in der dritten Spalte dieser Tabelle angegebenen Monoazoverbindung hergestellt.
Tabelle Beispiel
In Porm des lil-Chromkomplexea verwendete: Monoazoverbindung Monoazoverbindung der allgemeinen Formel III
Farbton
l-Hydroxy-2- (S-chlor^-hydroxy- l-Phenyl-3-methyl-4~(2-carbphenylazo)-naphthalin-5-sulfonoxy-phenylazo)-5-amino-pyrazol
saure
schwarzviolett
l-Phenyl^-methyl·-^- (4-ac©ty 1- braunamino-2-carboxy-phenylazo)-5-violett amino-Pyrazol
l-Hydroxy-2-(3,5-dichlor-2-hydroxy-phenylazo)-naphthalin-5-aulfonsäure
l-Phenyl-3-methy!^- (2-carboxy- schwarzphenylazo)-5-amino-pyrazol violett
l-Hydroxy-2-(4-chlor-2,5-dimethoxy-phenylazo)-naphthalin-5-aulfonsäure (demethylierende Chromierun^:)
schwarzrötlich
y^y-^-(2-carboxy-4,b-dichlor-phenylazo)-5-amino-pyrazol
schwarzrötlich
l-p-Tolyl-3-methyl-4-(2-carb- schwarzoxy-pheny lazo )-5~aTnino-pyrazol rötlich
l-Hydroxy-2-(5-methy1-2-methoxy-4-benzolamino-phenylazo)-naphthalin-5-sulfonsäure (demethylierende Chromierung)
l-Phenyl-3-methy1-4-(2-carboxy- braunphenylazo)-5-amino-pyrazol schwarz
1-Hydroxy-2-(2-hydroxy-4-sulf-
amoyl-phenylazo)-naphthalin-5-'
sulfpnsäure
schwarz
l-Hydroxy-2-C2-hydroxy-4-nitrophenylazo)-naphthalin-5-sulfonsäure grau-grün
J-W
Beispiel- 15
Man beschickt einen Autoklaven, der 1000 Gewo-Teile entmineralisiertes Wasser enthält, mit 120 Gewo-Teilen der Paste eines Monoazofarbstoffs, den man durch Kuppeln des Diazoderivats von 13,7 Gew.-Teilen Anthranilsäure mit 17,5 Gewo-Teilen l-Phenyl-3-methyl-5-amino-pyrazol in wäßrigem saurem Medium erhalten hat, und der mit Natriumacetat gepuffert ist» Dann gibt man zu der Suspension 35 Gew»-Teile Natriumcarbonat und 95 Gew.-Teile eines 1:1-Chromkomplexes, der 5>5 Gew0-Teile Chrom in Form eines Komplexes mit dem Farbstoff der folgenden Formel VI
enthält und den man durch demethylierende Chromierung mit einem geringfügigen Überschuß von basischem Chromsulfat aus wäßriger Lösung im Autoklaven während 6 Stunden bei 14O0^C aus dem Monoazoderivat der l-(2,5-Dimethoxy-phenylazo)-2~hydroxy-naphthalin-b-sulfonsäure hergestellt hat·
Man erhitzt die gut gerührte Mischung im Verlaufe von 1 Stunde auf 1300C und kühlt dann schnell auf 8O0C ab. Der gebildete gemischte Komplex wird dann durch Zugabe von Natriumchlorid aus der schwarzen Lösung ausgefällt. Er färbt Wollfasern und N.ylonfasern einheitlich gut schwarz an und zeigt sehr gute allgemeinen Echtheitseigenschaften« In trockenem Zustand löst sich das Material sehr gut in geschmolzenen Polyamiden, in denen es eine gute thermische Stabilität bis zu einer Temperatur von 2800C zeigte
- 11 -
2? 3 399
Beispiel 16
Man arbeitet nach der Verfahrensweise von Beispiel 15» ersetzt jedoch die Anthranilsäure durch eine äquimolare Menge 5-Chlor-anthranilsäure. Man erhält einen gemischten braun-schwarzen Komplex, der ebenfalls zur Färbung von Polyamiden aus der Masse geeignet ist.
Beispiel 17
Man verfährt nach der Methode von Beispiel 15, ersetzt jedoch die Anthranilsäure durch 3»5-Dichlor~anthfanil~ säure. Der erhaltene grau-grüne gemischte Komplex ist ebenfalls für die Färbung von Polyamiden in der Masse geeignet»
In der folgenden Tabelle II sind weitere Beispiele von erfindungsgemäßen gemischten Komplexen mit dunklem Farbton angegeben, die zur Färbung von Polyamiden in der Masse geeignet sind und die man dadurch hergestellt hat, daß man äquimolare Mengen des l;l-Chromkomplexes der in der zweiten Spalte der Tabelle angegebenen Monoazoverbindung mit der in der dritten Spalte der Tabelle angegebenen Monoazoverbindung in wäßrigem Medium bei einer Temperatur zwischen 80 und 1300O umgesetzt hat, wobei man den pH-Wert mit Hilfe von Äthanolamin oder einer wäßrigen Lösung von Natriumhydroxid, Natriumcarbonat oder Ammoniak auf einem Wert zwischen 7 und 12 hält*
- 12 -
Tabelle II
Beispiel In Form des l:l-Chromkomplexes verwendete Monoazoverbindung Monoazoverbindung der allge- • meinen Formel III Parbton .
18 l-(4-Chlor-2,5-dimethoxy-phenylazo)-2- hydroxy-naphthalin-6-sulfonsäure (de- methylierende Chromierung) l-Phenyl-3-methyl-4-(2-carb- oxy-phenylazo)-5-amino-pyra- zol schwarz
19 Il oxy-4-chlor-phenylazo)-5- amino-pyrazol schwarz violett
20 1-Phenyl-3-methyl-4-(2-carb- oxy-4,6~dichlor-phenylazo)- grau grün
21 l-(4-Chlor-2,5-dimethoxy-phenylazo)-2- hydroxy-naphthalin-6-sulfonsäure (deme- thylierende Ohromierung amino-2-carboxy-phenylazo)-5- araino-pyrazol rötlich schwarz
22 Il l-Phenyl-3-methyl-4-(2-carb- oxy-4-sulfo-phenylazo)-5- amino-pyrazol schwarz
23 l-(5-Chlor-2-hydroxy-phenylazo)-2- hy'droxy-naphthalin-o-sulfonsäure 1-Phenyl-3-methyl-4-(2-carb- oxy~phenylazo)-5-amino-pyrazol schwarz violett
24 l-(5-Chlor-2~hydroxy-3-sulfo-phenylazo)- 2-hydroxynaphthalin-6-sulfonsäure »t braun violett
25 naphthalin-4-sulfonsäure U grau schwarz
Tabelle II (Forts»)
Beispiel In Form des l$l-Chromkomplexes verwendete Monoazoverbindung
Monoazoverbindung der allge- Farbton meinen Formel III
l~£~l-Hydroxy-naphthyl-(2)-azo7--2--hydroxy -näphth.alin-4-sulfonsäure l-Phenyl-3-methyl-4~·(2-carboxy-4-chlor-phenylazo)-5- _amino-pyrazol
schwarz
2-(5-Chlor-2-hydroxy-phenylazo)-lhydroxy-naphthalin-4-sulfonsäure l-Phenyl-3-iaethyl-4~ (2-carb- braunoxy~phenylazo)-5-amino-pyrazol violett
2-(2,5-Dimethoxy-phenylazo)~l-hydroxynaphthalin-4-sulfonsäure (demethylierende Ohromierung)
schwarz
213 399
Beispiel 29
Durch. Chromieren in Äthylenglykol mit Hilfe von Chrom (III)-Chlorid, nach der in der PR-PS 1 083 983 beschriebenen Verfahrensweise der Monoazoverbindung der folgenden Formel VII
N = N
(VII)
erhält man den lM-Chromkomplex der Monoazoverbindung der folgenden Formel VIII
OH
Jur
N β Ν
(VIII)
OCH-
Man setzt 20 Gewo~Teile dieses Komplexes in Form einer Paste, die 0,52 Gewo~Teile Chrom enthält, mit 3 Gewo-Teilen des Monoazoderivats von l-Phenyl-3~methyl-4-(2-carboxy-phenylazo)-5-amino-pyrazol in 100 Gew<»-Teilen Ätkylenglykol, das man mit 2 Gew.-Teilen Monoäth#nQlamin. versetzt hat, um0 Die zu dem gemischten Komplex führende Kondensation ist in weniger als 1 Stunde bei 80 bis 12O0C beendet. Der durch Verdünnen der organischen Lösung mit 300 Gew.-Teilen salzhaltigem Wasser gebildete Niederschlag wird abfiltriert, mit reinem Wasser gespült und getrocknete Man erhält ein schwarzes Pulver, das in dispergiertem Zustand eine gute Affinität für Nylonfasern zeigt, wenn man diese mit Hilfe klassischer Verfahrensweisen aus wäßrigem Medium
„ 15 ~
Of .J77
anfärbt. Dieses gut lösliche und in geschmolzenen Polyamiden bis zu einer Temperatur von 28O0G thermisch stabile Pulver kann auch zur Herstellung von Pasern und Gegenständen verwendet werden, deren Polymeres vor dem Strangpressen oder dem Verspinnen in der Masse gefärbt worden ist.
Beispiel 30
Man verfährt nach der Methode von Beispiel 29, ersetzt jedoch die 3-G.ewo-Teile l-Phenyl~3-methyl~4-(2-ca.rboxy-phenylazo)-5-amino-pyrazol durch 4- Gew„-Teile l-Phenyl-3-inethyl-4-r (2-carboxy~4-sulf o-phenylazo )-5-amino-pyrazole Man erhält in gleicher Weise einen gemischten Komplex mit einer Sulfonsäuregruppe im Molekül, der in Wasser loslich ist .und bei der klassischen Anfärbung von Wolle und Nylon aus wäßrigen Flotten graue oder schwarze Farbtone mit guten allgemeinen Echtheiten ergibt. Der Farbstoff ist ferner in geschmolzenen Polyamiden löslich und zeigt darin eine ausgezeichnete thermische Stabilitäto
In der folgenden Tabelle III sind weitere Beispiele für erfindungsgemäße gemischte Komplexe angegeben, die für die Färbung von synthetischen Polyamiden in der Masse geeignet sind und die dadurch hergestellt wurden, daß man äquimolare Mangen des l:l-Chromkomplexes des in der zweiten Spalte dieser Tabelle angegebenen Monoazoderivats mit der Monoazoverbindung der allgemeinen Formel III, die in der dritten Spalte dieser Tabelle angegeben ist, umsetzt.
T a b e 1 1 e
III
Beispiel In Form des 1:1-öhromkomplexes verwendetes Mono« azoderivat der Verbindung?
Monoazoverbindung der allgo Farbton Formel III
6-Brom-l~(2,5-dimetho:xy-phenylazo)~2-hydroxynaphthalin(demethylierte Chromierung 1-Pheny 1-3-methy!^- (2-carboxy-phenylazo)-5~ amino-pyrazol '
schwarz
l-Phenyl-3-methyl-4- (2-carboxy-4-sulfophenylazo)· 5-amino-pyrazol
schwarz
1-)3 j5-Dichlor~2-hydroxy-phenylazo)-2,6-dihydroxy-naphthalin
l-Phenyl-3-methyl~4-(2- grau-
carboxy-phenylazo)-5- grün
amino—pyraz ol
l-Phenyl-3-methyl-4-(2- grau-
carboxy—4-sulfophenylazo)— grün S-amino-'pyrazol
l-Hydroxy-2-(2-hydroxy-5-nitro-phenylazo)-napiathalin-5-sulfonsäure l-Phenyl-3-methyl~4-(2- braun carboxy-phenylazo)-5-aminopyrazol ,_ '
6-Brom-1-(2-hy droxy-4-sulfο-5-methy1-pheny1-azo)-2-hydroxy-naphthalin l-Phenyl-3-methyl-4-(2-;
carboxy-phenylazo)-5-
amino-pyrazol
braun
l-(2-Hydroxy-naphthyl-l-azo)-2-hydroxynaphthalin-4-sulfonsäure l-Phenyl-3-methyl~4-(4~ rötlichacetylamino-2-carboxyschwarz phenylazo)-5-amino-pyrazol
l-(2-Hydroxy-naphthyl-l-azo)-2-hydroxy-6-nitro-naphthalin-4-sulfonsäure l-Phenyl-3-niethy 1-4- (2-carb- schwarz
oxy-phenylazo )-5-amino-pyra-
Beispiel' 39
Man teigt 3 Gew0-Teile eines der iir den vorhergehenden Beispielen beschriebenen schwarzen Farbstoffe bei 400O mit 8 Gew.-Teilen entmineralisiertem Wasser an<> Dann . bringt man die Mischung in eine unter Druck arbeitende Färbevorrichtung ein, die 1000 Gew„-Teile entmineralisiertes Wasser enthält, das durch die Zugabe von Essigsäure auf einen pH-Wert von 5 gebracht worden ist. Dann gibt man 300 Gewo-Teile Polyamid-6 in Form des Granulats, mit Teilchen mit einer Seitenlänge von etwa 2 mm zu, erhöht die Temperatur im Verlaufe von 30 Minuten auf etwa 130°C und behält diese Temperatur während 1 1/2 Stunden unter Rühren bei. Das schwarzgefärbte Granulat wird anschließend mit entmineralisiertem Wasser gewaschen und dann getrocknet. Man überführt es in eine Schmelzspinnvorrichtung, in der die geschmolzene Masse unter einem konstanten Druck auf einem Schmelzgitter bei 29O0C gehalten wird, bevor es durch eine Filterschicht aus gewaschenem und geglühtem Flußsand, dessen Körnchen eine Teilchengröße von.etwa 0,3 mm aufweisen, geführt und dann •durch eine Spinndüse mit sieben Öffnungen mit einem Durchmesser von 0,23 mm geführt wird. Die Steuerung der Vorrichtung wird in der Weise bewirkt, daß man nach dem Verstreckem mit einem Streckkoeffizienten von 4 sieben Fäden mit einem Titer von jeweils 7 Decitex erhält. Man erhält in dieser Weise Polyamid-6-fäden, die mit einem sehr echten schwaz]ren Farbton angefärbt sind.
Beispiel 40
Man reinigt einen der Sulfonsäuregruppen enthaltenden Farbstoffe gemäß einem der vorhergehenden Beispiele durch Lösen in warmem Wasser, Abfiltrieren und erneutes Aus~ fällen durch Zugabe eines Natrium, Kalium-, Magnesium-
- 18 -
oder Calciumsalzes» Nach dem Absaugen, Trocknen und Verreiben vermischt man 1,5 Gewo-Teile des erhaltenen feinen Pulvers während 1 Stunde in einem zylindrischen Behälter, der sich um seine Achse dreht, mit 100 Gewo-Teilen PoLyamid-6,6 in Form eines Granulats. Die Mischung wird anschließend in eine Schneckenstrangpresse eingeführt, deren Düse auf 285°C erhitzt ist. Am Ausgang der Strangpresse wird die Mischung abgekühlt und dann zu Körnchen mit einer Seitenlänge von etwa 2 mm zerschnitten» Diese Körnchen können dann nach der Verfahrensweise des vorhergehenden Beispiels zu schwarz j braun oder dunkelgrün gefärbten Fäden verarbeitet werden, die eine sehr gute Echtheit gegenüber Licht, Wärme und feuchten Umgebungsbedingungen zeigen.
Beispiel 41
Man bereitet eine Paste, die 35 Gewo-$ des Farbstoffs von Beispiel 26 und 65 Gew.-% eines Polyäthylenglykols (beispielsweise Emkapol 400) enthält. Diese Paste stellt eine/ Stammischung dar, die vorerhitzt und kontinuierlich mit Hilfe von Zahnraddosierpumpen in eine Strangpresse eingeführt wird, wo sie mit geschmolzenem PoLyamid-6- in der V/eise vermischt wird, daß das Material einen Farbstoffgehalt von 1,5 GeWo-$ erreichte Die gefärbte Lösung wird mit Hilfe von Zahnradpumpen, die den Titer der Fäden bestimmen, über Schmelzvorrichtungen und Filter bis zu einer Spinndüse geführt. Die erhaltenen Fäden besitzen eine .tiefschwarze Färbung und zeigen ausgezeichnete allgemeine Echtheitseigenschaften.

Claims (4)

  1. Erfindungsanspruch
    Verfahren zum Färben von synthetischen Polyamiden in der Masse, gekennzeichnet dadurch, daß man einen gegebenenfalls in Salzform vorliegenden Chromkomplexfarbstoff der allgemeinen Formel I verwendet, worin A eine gegebenenfalls einen oder zwei Substituenten
    tragenden o-Phenylen- oder o-Napththylengruppe, B eine ein oder zwei Substituenten tragende
    o-Haphthylengruppe,
    XjL ein Wasserstoffatom oder ein Chloratom, X2 ein ¥/asserstoffatom, ein Chloratom, eine Acetylaminogruppe, eine Sulfogruppe oder eine Nitrogruppe, und
    Xo ein Wasserstoffatom, ein Chloratom, eine Methylgruppe, eine Äthylgruppe, eine Sulfogruppe oder eine Nitrogruppe bedeuten, wobei das Molekül bis zu swei Sulfogruppen aufweisen kann und von SuI-fongruppen frei ist·
  2. 2· Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet* dadurch, daß der verwendete Farbstoff in Form eines Alkalimetallslaze3, eines Erdalkalimetallsalzes oder einest&lzes mit protonierten Äthanolaminen ist·
  3. 3· Verfahren nach Punkt 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Gruppe A als Substituent(en) Chloratome, Bromatome, Alky!gruppen, Alkoxagruppen, Acy!aminogruppen, Sulfogruppen, Nitrogruppen und/oder Sulfamoylgruppen, die gegebenenfalls am Stickstoffatom durch eine oder zwei Alkylgruppen substituiert sind, trägt·
  4. 4« Verfahren nach einem der Punkte 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß die Gruppe B als Substituent(en) Chloratome, Bromatoine, Sulfogruppen und/oder Hydroxygruppen ausweist, . . -
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