DD143857B1 - Anordnung zur testbilddrehung in augenrefraktometern - Google Patents
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Description
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Die Erfindung betrifft ein Refraktometer zur objektiven Bestimmung der Fehlsichtigkeit, das nach dem Koinzidenzmeßprinzip arbeitet, also unter Verwendung Scheiner'scher Bleuchtung, und bei dem Strahlengang zum Erreichen einer kleinen Baulänge gefaltet ist.
Bei solchen Geräten wird ein Testmarkenbild auf die Netzhaut des zu untersuchenden Auges projiziert und mit einem Fernrohr beobachtet. Zur Vermeidung störender Reflexe bei der Beobachtung werden zwei voneinander getrennte Strahlengänge für die Projektion und die Beobachtung verwandt. Die Projektion des Testmarkenbildes auf die Netzhaut erfolgt ihrerseits wiederum durch einen zweigeteilten Beleuchtungsstrahlengang, wodurch bei Fehlsichtigkeit des untersuchten Auges zunächst zwei Halbbilder der Testmarke auf der Netzhaut entstehen. Zur Messung der Fehlsichtigkeit wird dann dem Auge ein Zwischenbild der Testmarke mit optischen Mitteln in einer einstellbaren endlichen Entfernung vom Auge dargeboten, so daß sich auf der Netzhaut des fehlsichtigen Auges die beiden Halbbilder zu einem Testmarkenbild vereinigen können. Diese Koinzidenz der Halbbilder wird bei einer solchen Entfernung des Testzwischenbildes vom Auge erreicht, in der das untersuchte Auge ohne Hilfsmittel und ohne Akkommodation scharf sehen kann. Damit ist die gefundene Entfernung des Testmarkenzwischenbildes dem Grad der Fehlsichtigkeit äquivalent, der an einer geeichten Skala am Gerät abgelesen werden kann.
Zur Bestimmung des Astigmatismus ist die Ermittlung der Hauptachsen erforderlich, wofür eine Drehung des Testmarkenbildes vorgenommen wird.
Einen raumsparenden Aufbau des Gerätes erhält man durch Falten der Strahlengängefür Beleuchtung und Beobachtung mittels Prismen oder Spiegeln.
Es sind Refraktometer bekannt, die nach dem Koinzidenzmeßprinzip arbeiten, in denen also eine Zweiteilung des Beleuchtungsstrahlenganges vorgenommen wird. Bei diesen Geräten sind jedoch die Testmarke und die zur Zweiteilung notwendigen Scheiner'schen Blenden starr angeordnet, so daß zur Drehung des dargebotenten Testbildes das gesamte Gerät gedreht werden muß. Eine solche Handhabung ist umständlich und zeitaufwendig.
Bekannt sind auch Refraktometer, bei denen eine Vorrichtung zur Testbilddrehung eingebaut ist. Bei diesen Geräten wird sowohl die Drehung der körperlich im Gerät vorhandenen Testfigur in einer drehbaren Fassung als auch die Reflexion zur Faltung des Beleuchtungsstrahlenganges realisiert. Hierbei wird jedoch das Koinzidenzmeßprinzip nicht angewandt. Unter Verwendung einer kreisringförmigen Leuchtfeldblende wird der Abgleich des Gerätes durch die Scharfstellung des Testmarkenbildes auf der Netzhaut vorgenommen. Der Nachteil dieser Lösung liegt in der erreichbaren eingeschränkten Meßgenauigkeit.
Es soll ein Augenrefraktometer geschaffen werden, bei dem unter Anwendung des Koinzidenzmeßprinzips, also unter Ausnutzung der Scheiner'schen Beleuchtungsart bei hoher Meßgenauigkeit eine bequeme Bedienbarkeit erreicht wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den mechanisch-optischen Aufbau des Gerätes so zu gestalten, daß die Drehung des Testmarkenbildes im Gerät erfolgt.
Die Aufgabe wird durch eine Konstruktion gelöst, bei der sich die Testfigur und die Scheiner'sche Blende im Innern von drehbaren Fassungen befinden, wobei jede Drehbewegung der Fassung der Testfigur durch Getriebemittel auf die Fassung der Scheiner'schen Blende in solcher Weise übertragen wird, daß der sich durch die Reflexionen zur räumlichen Faltung des Beleuchtungsstrahlenganges gleichzeitig ergebende Drehsinn desselben für die Testfigur und die Scheiner'sche Blende übereinstimmt, so daß durch die Drehung des Beleuchtungsstrahlenganges die Drehung des erzeugten Bildes der Testfigur und des erzeugten Bildes der Öffnungen der Scheiner'schen Blende in der Pupille des Patientenauges gleichzeitig bewirkt wird.
Nachstehend wird die Erfindung anhand einer Prinzipskizze näher erläutert.
Von der Lampenwendel 1 entwirft Kondensor 2 ein Bild im Unendlichen. Das so entstandene parallele Lichtbündel beleuchtet die Glasplatte 3, die die Testfigur 19 und zwei aufgekittete Keile 20 und 21 trägt und die sich im Innern einer drehbaren Fassung 22 befindet, welche einen äußeren Zahnkranz 23 trägt. Das parallele Lichtbündel wird durch die Keile 20 und 21 in zwei Teilbündel zerlegt, diese durchlaufen das Prisma 4 und das Objektiv 5. Objektiv 5 bildet zwei Bilder der Lampenwendel 1 in die zwei
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Öffnungen der Scheiner'schen Blende 6 ab, die sich ebenfalls im Innern einer drehbaren Fassung 24 befindet, die einen äußeren Zahnkranz 25 trägt, der mit dem Zahnkranz 23 der Fassung 22 für die Testfigur in Eingriff steht und ein Übersetzungsverhältnis von 1:1 realisiert. Die Scheiner'sche Blende 6 liegt optisch in der Brennebene des feststehenden Objektives 5. Durch Objektiv 5 wird gleichzeitig die Testfigur 19 in einem Ort 26 abgebildet, der sich je nach Stellung des zur Fokussierung verschiebbaren Prismas 4 im Brennpunkt der Qphtalmoskoplinse 7 oder um einen bestimmten Betrag davor oder dahinter befindet. Von dem im Ort 26 befindlichen Zwischenbild der Testfigur 19 bildet die Ophtalmoskoplinse 7 zusammen mit dem optischen System des untersuchten Auges 8 ein Bild auf der Netzhaut des Auges 8 ab. Dieses Bild auf der Netzhaut wird durch die Öffnungsblende 10 hindurch über die Spiegel 9 und 11, das feststehende Objektiv 12, das mit Prisma 4 starr gekoppelte und mit diesem gemeinsam verschiebbare Prisma 13, die Spiegel 14 und 15 auf die Strichplatte 16 abgebildet und wird durch den Beobachter 18 mittels Okular 17 betrachtet.
Die Prismen 4 und 13 sind gleich groß und werden entsprechend der Fehlsichtigkeit des Auges 8 um gleiche Beträge verschoben.
Diese Verschiebung dient der Fokussierung des Gerätes und ist gleichzeitig ein Maß für die Fehlsichtigkeit des untersuchten Auges.
An einer im Bild 1 nicht dargestellten Skala, die an einem der Prismen befestigt ist, kann die Fehlsichtigkeit direkt abgelesen werden.
Auch die Objektive 5 und 12 sind gleich groß, damit wird erreicht, daß bei jeder Stellung der Prismen 4 und 13 die Abbildung des auf die Netzhaut des Auges 8 projezierten Testbildes auf die Strichplatte 18 gewährleistet ist.
Durch die Ophtalmoskoplinse 7 werden die Blenden 6 und 10 in die Pupille des Auges 8 abgebildet, wobei die Blende 6 als Scheiner'sche Blende mit zwei Öffnungen wirkt, durch welche der zweigeteilte Beleuchtungsstrahlengang zur Erzeugung der Testmarken-Halbbilder verläuft.
In der Augenpupille des Auges 8 liegen die Bilder der Blenden 6 und 10 räumlich voneinander durch geringe Abstände getrennt in einer Ebene, dadurch wird die gewünschte Trennung der Strahlenbündel von Beobachtung und Beleuchtung bewirkt und eine reflexfreie Beobachtung ermöglicht.
Die Drehung des dem Auge 8 dargebotenen Testbildes erfolgt erfindungsgemäß nunmehr durch die Drehung der Zahnkränze 23 und 25 mit den Fassungen 22 und 24 für Testfigur 19 und Scheiner'sche Blende 6, wobei der gegenläufige Drehsinn, der mechanisch durch die im Eingriff stehenden Zahnkränze bewirkt wird, auf optischem Wege durch die Eigenschaften des Prismas 4 ebenfalls realisiert wird. Eine z. B. in das Prisma hineinlaufende Rechtsdrehung eines Lichtbündels verläßt das Prisma bekanntlich wieder als Linksdrehung. Erfindungsgemäß ist durch entsprechende Dimensionierung dafür gesorgt, daß die Lampenwendel 1 durch die Linsenfolge von Kondensor 2 und Objektiv 5 ausreichend vergrößert in der Ebene der Scheiner'schen Blende 6 abgebildet wird, damit die dortigen Blendenöffnungen stets ausgeleuchtet sind und Lichtverluste vermieden werden.
Da die Lampenwendel 1 selbst nicht mechanisch oder optisch gedreht werden soll, behält die Abbildung der Wendel bei der Drehung des Beleuchtungsstrahlenganges ihre Orientierung zur optischen Achse bei.
Einer der Zahnkränze 23 und 25 trägt eine in der Abbildung nicht dargestellte Winkel-Skala, an der jederzeit die Stellung der gedrehten Testfigur 19 abgelesen werden kann.
Da pro Auge stets zwei Messungen bei zwei zueinander senkrechten Stellungen der Testfigur 19 für die Achsenermittlung bei Astigmatismus des Auges 8 vorgenommen werden, andererseits aber vorher nicht bekannt ist, wie groß die Winkelstellung dieses Achsenkreuzes zur Waagerechten ist, was erst durch die Messung ermittelt wird, ist es zweckmäßig, dem Gerätebenutzer ein Signal dafür zu geben, daß die zwischen der ersten Messung und der zweiten erforderliche Verdrehung der Testfigur um genau 90° vorgenommen wurde.
Dafür wird die Stellung der Zahnkränze 23 und 25 durch einen elektrischen Winkelgeber bekannter Wirkungsweise ständig abgefragt. Dieser Winkelgeber 27 überträgt nach dem Ende der ersten Messung auf ein Tastenkommando hin den gemessenen Winkelwert an einen bekannten elektronischen Speicher 28, dem ein bekannter elektronischer Vergleicher 30 nachgeschaltet ist.
Wird die Testfigur nunmehr für die Ausführung der zweiten Messung um 90° verdreht, wird durch Vergleich des aktuell vom Winkelgeber 27 gelieferten Meßwertes mit dem zuvor gespeicherten Meßwert dann ein Signal gegeben, wenn die Drehung der Testmarke gegenüber der ersten Messung genau 90° beträgt. Dieses Signal wird einer Leuchtdiode 29 zugeführt, die an der Strichplatte 16 angeordnet ist und vom Benutzer des Gerätes gesehen werden kann, wodurch diesem die erfolgte und gewünschte 90°-Verstellung signalisiert wird. Damit entfällt für ihn das sonst bei bisher bekannten Refraktometern erforderliche zeitaufwendige und zu Fehlern führende Merken und Ausrechnen des neuen einzustellenden Winkelwertes.
Claims (1)
- -1- 214 565 Patentanspruch:Anordnung zur Testbilddrehung in Augenrefraktometern mit Scheiner'scher Beleuchtungsart und gefaltetem Strahlengang, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Testfigur (19) und die Scheiner'sehe Blende (6) im Innern von drehbaren Fassungen (22) und (24) befinden und die Fassung der Testfigur und die Fassung der Scheiner'schen Blende durch Getriebemittel (23) und (24) in einem Übersetzungsverhältnis von 1:1 miteinander in Eingriff stehen.
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