DD143877A1 - Verriegelungsvorrichtung fuer randschalungen - Google Patents

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DD143877A1
DD143877A1 DD21416779A DD21416779A DD143877A1 DD 143877 A1 DD143877 A1 DD 143877A1 DD 21416779 A DD21416779 A DD 21416779A DD 21416779 A DD21416779 A DD 21416779A DD 143877 A1 DD143877 A1 DD 143877A1
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Hermann Bergter
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Hermann Bergter
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Arretierung von Randschalungen an Formböden bei gleichzeitigem Dichtschließen der Fuge zwischen Randschalung und Formboden. Sie besteht im wesentlichen aus den Baugruppen Verspannungsorgan, Schwenkmechanismus und Abstützorgan. Das unter dem Formboden angeordnete Verspannungsorgan ist gelenkig mit dem starr an der Randschalung befestigten Schwenkmechanismus verbunden. Es zieht bei geschlossener Form die Randschalung dicht an den Formboden heran. Durch Vorspannung der im Verspannungsorgan auf einer Zugstange angeordneten Druckfederiü wird der Anpreßdruck der Randschalung gegen den Formboden bis zum Öffnen der Form aufrechterhalten. Die rüttelsichere Arretierung der Randschalung erfolgt duch einen Anschlag am Schwenkmechanismus, der sich nach dem Schließen der Form vertikal auf dem Abstützorgan abstützt. Der Anschlag istdurch das Verspannungsorgan gegen horizontale Verschiebungen gesichert. Vorteile der Erfindung sind der hohe Mechanisierungsgrad der Arbeitsgänge Verriegelung und Entschalung, Einsparung von Arbeitszeit und Vermeidung schwerer körperlicher Belastungen.

Description

-a- 214 I
Titel der Erfindung Verriegelungsvorrichtung für Randschalungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Verriegelungsvorrichtung für vorzugsweise klappbare Handschalungen an Formböden für die Fertigung von Betonelementen,
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen ;
Es ist bekannt, klappbare Randschalungen mittels Keil- oder Schravtbvex'bindungen, Verschlußhebel, Rasten, Spannachson o« ä, Arretierungsvorrichtnngen an oder auf einem Formboden mit diesem zu verriegeln, bzw, diese Mittel zum Verschliessen der Formen zu verwenden.
Nachteilig dabei ,ist der manuelle, und/oder gorätetechnische Aufwand für. die Verriegelungs- und Entriegelungsvorgange, Die bekannton Verriegolungssysteme und ihre Bauteile sind aufgrund ihrer konstruktiven Ausbildung und direkten Anordnung am Formboden nicht dazu geeignet, die Randschalung rüttelsichex1 zu verriegeln und vor allem die Fuge zwischen Formboden und Randschalung an allen Abschnitten genügend abzudichten, um Zementmilchaustritte zu vormeiden. In der BRD-ÖS 2717206 ist eine Riegelvorrichtung für Seitenwände einer Betonform beschrieben. Die Verriegelung der' Seitenwand erfolgt durch Handbetätigung, nach dem die unterhalb der Formbodenoberf4-äche mittels Gelenk drehbar ge-
lagerte Seitensclialung auf die Form ob er fläche in Arbeitsstellung gebracht wurde« Die Riegelvorrichtung ist vertikal unterhalb des Formbodens angeordnet. Eine Spannachse, die an ihrem unteren Ende mit einein Hebel für die Handbetätigung versehen ist, wird mittels Tellerfedern vorgespannt» Ein am oberen Teil der Spannachse radial angeordneter Zapfen drückt mit Hilfe der Vorspannkraft auf ein gabelförmiges Spannorgan, das in eine Aussparung des mit der Seitenwand festverbundenen Riegelarmes einrastet, Damit wird die Seitenwand gegen Abklappen vom Formboden arretiert.
Nachteilig an dieser Lösung ist u, a, ihre hohe Störanfälligkeit infolge nicht zu vermeidender Verschmutzung der Riegelvorrichtung, da die Fuge zwischen Seitenschalung und Formboden nicht ausreichend dicht ist. Die konstruktiven Merkmale der Vorrichtung bezwecken nämlich vordergründig die Arretiex"ung der Randsclialung, nicht jedoch die Dichtheit der Fuge, Die Folge der Verschmutzung ist, daß das Schließen der Form nur noch mit erhöhtem Kraftaufwand oder mit aufwendiger ständiger Säuberung erreicht werden kann.
Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß alle für eine Form erforderlichen Riegelvorrichtungen, einzeln gelöst bsw, geschlossen werden müssen. Durch die Lage des Handhebels unterhalb des Formbodens wird die Bedienung der Vorrichtung erschwert.
Ziel der Erfindung . .
Ziel der Erfindung ist.«*3s, eine Verriegelungs\'Orrichtung für vorzugsweise klappbare Randschalungen an Formböden zu entwickeln, die einfach herstell- und bedienbar, sowie wartungsarm ist und eine hohe Arbeitsproduktivität im Vorfertigungsprozeß geirantiert.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung sollen günstige Arbeitsplatzbedingungen geschaffen und wesentliche Arbeitserleichterungen beim Schließen und Öffnen der Rands cha lung en erreicht werden.
Des weiteren soll die Verriegelungsvorrichtung für Formen unterschiedlicher Größen anwendbar sein,
Darlegung des lies ens der Erfindung
Zur Erfüllung der Zielstellung ist es zunächst Aufgabe der Erfindung, die geschilderten Nachteile der bekannten Vorrichtungen zu beseitigen« Die Erfindung muß es im weiteren gestatten", daß die Randschalung selbsttätig und rüttelsicher mit dem Formboden verriegelt und sich dabei gleichzeitig eine auch xiährend des.Rüttelprozesses dichte Fuge zwischen Randschalung und Formbodcn ergibt, so daß ein Z emerj.tmi Ichaus tritt wirksam verhindert wird.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe in der !/eise gelöst, indem eine aus einem einen Anpreßdruck erzeugenden Verspannungsorgan, einem Klapp- bzw. Schwenkmechanismus und aus einem Abstützorgan bestehende Verriegelungsvorrichtung geschaffen wird, deren Bauteile mittels Gelenice in ¥irkverbindung zueinander stehen.
Das Verspannungsorgan ist unterhalb des Formbodens horizontal an dessen Träger und rechtwinklig zum Randschalungselement angeordnet. Es besteht aus einem Führungsrohr und einer darinliegenden, in beiden Richtungen axial verschiebbaren und mittels Druckfedern ständig vorgespannten Zugstange. Ein Ende der Zugstange, das ein Gelenkauge trägt, steht aus dem Formbodenträger hervor.
Der Klapp- bzw« Schwenkraechanismus besteht aus einem Wangen- und einem Laschenpaar. Das 1/angenpaar ist einerseits fest mit der Randschalung und andererseits unter Einschluß der oberen Enden des Laschenpaares gelenkig mit dem hervorstehenden Ende der Zugstange am Gelenkauge verbunden.
Zwischen den I'angen ist ein Anschla.g angeordnet.
Das Abstützorgan ist als aus dem Formbodenträger hervorstehende Eonsolo mit einer Gleitfläche für die Führung und einer horizontalen Stützfläche für das Abstützen des Anschlages der "Wangen ausgebildet und ist mittels einer
'Grundplatte starr am Formbodenträger befestigt« Die Konsole
liegt zwischen dein ¥angenpaar und dem Laschenpaar und wird von letzterem beidseitig flankiert. Die unteren Enden der Laschen sind gelenkig an der Konsole angeschlossen. Zum Öffnen der Form wird die Zugstange nach außen verschoben, wobei die Druckfedern zusaramengepreßt werden. Die Randschalung wird dabei soweit nach außen verschoben, bis der Anschlag der Wangen von der 'Stützfläche der Konsole herunter und auf deren kreisbogenförmigen Gleitfläche nach unten gleitet. Die Randschalung klappt dabei nach außen ab,
Das Schließen der Form geschieht in der Weise, in dem durch •geeignete Mittel, z, B, Hydraulikzylinder, die Randschalung angehoben wird. Der Anschlag der Wangen gleitet auf der Gleitfläche der Konsole nach oben, bis deren obere Kante erreicht ist. In dieser Lage zieht das Verspannungsorgan selbsttätig die Randschalung vollständig an den Formboden· heran. Dabei gleitet der Anschlag der Wangen auf der S-tützfläche der Konsole und stützt sich zugleich ab,' Erfindungsgemäß bleibt die für die Dichtheit der Fuge zwischen Formboden und Randschalung voreingestellte Spannkraft im Spannorgan während des Fertigungsprozesses erhalten-
Ausführungsbeispiel
Nachstehend wird die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
In der zugehörigen Zeichnung zeigen: Fig, 1 : Eine Ansicht der Verriegelungsvorrichtung Fig« 2 : Den Schnitt A-A gem. Fig, 1 , geschlossene Stellung Fig· 3 : Den Schnitt A-A gem. Fig, 1., geöffnete Stellung Fig. h : Die Detaildars,tellung oberes Gelenk Fig, 5 ί Die Detaildarsteilung unteres Gelenk
Die Erfindung stellt eine Verriegelungsvorrichtung dar, die aus einem Verspannungsorgan, einem Klapp- bzw, Schwenkmechanismus und aus einem Abstützorgan besteht, wobei die Bauteile mittels Gelerikenin Wirkverbindung zueinander stehen. Das Verspannungsorgan ist unterhalb des Formbodens 1
» K -
horizontal am Fornibodenträger 2 und rechtwinklig zum jeweiligen Randschalungselernent 3 angeordnet. Das Verspannungsorgan besteht seinerseits aus einem Führungsrohr 4 und einer darin liegenden, in beiden Richtungen axial verschiebbaren und mittels Druckfedern 5, vorzugsweise Tellerfedern, ständig vorgespannten Zugstange 6, die außerdem eine axial verschiebbare Führungsscheibe 7 und eine Stellmutter 8 trägt. Dabei wirkt die Führungsscheibe 7, die von der Stellmutter 8 gehalten wird, als WiderIager für die Druckfedern 5» Ein Ende der Zugstange 6 steht aus dem Formbodenträger 2 hervor und trägt ein Gelenkauge 9,
Der Klapp- bzw, Schwenlanechanismus setzt sich aus jeweils paarweise angeordneten ¥angen 10 und Laschen 11 zusammen, Das ¥angenpaar 10 ist einerseits fest mit der Randschalung 3 uttd andererseits gelenkig mit den oberen Enden des Laschenpaares 11 und dem dazwischen* liegenden Gelcnkauge Q der Zugstange 6 mittels eines Gelenkbolzens 1 2 in der ¥eise verbunden, daß ein oberes Gelenk 13 entsteht. Das ¥angenpaar 1.0 wird mittels einer Brücke stabilisiert, die zugleich als Anschlag 14 dient. Das Abstützorgan ist als· aus dem Formbodenträger 2 hervorstehende Konsole I5 mit einer lcreisbogenförmigen Gleitfläche 16 für die Führung und einer horizontalen Stützfläche I7 für das Abstützen des Anschlages 14 der Wangen 10 ausgebildet und ist mittels einer Grundplatte 18 starr am Formbodenträger 2 befestigt. Die Konsole 15 liegt zwischen dem ¥angenpaar 10 und dem Las chenpa^ar 11 und wird dabei von letzterem beidseitig flankiert. Die unteren Enden der Laschen 11 bilden an der Konsole I5 mittels eines Gelenkbolzens I9 und Distanzhülsen 20 ein unteres Gelenk 21 , Zum Öffnen der Form \iird die Zugstange 6 mittels einer geeigneten Vorrichtung nach außen verschoben, wobei die Druckfedern 5 zusammengepreßt werden. Die Randschalung 3 wird dadurch vom Betonelement gelöst und gleitet mittels des Anschlages 14 auf der Stützfläche I7 der Konsole I5 in horizontaler Richtung, Sobald der Anschlag 14 die Stützfläche 17 überschreitet, klappt die Randschalung selbst-
tätig nach außen ab, wobei der Anschlag \k auf der vorzugsweise kreisbogenförmigen Gleitfläche 16 der Konsole 15 nach unten gleitet. Die Länge der Gleitfläche 16 ist so bemessen, daß der Anschlag \h den unteren Totpunkt der Gleitfläche 16 nicht überspringt, so daß ein vorgegebener Öffnungswinkel der Handschalung eingehalten werden kann.
Die Form wird in der Weise wieder geschlossen, in dein durch Anheben der Wandschalung 3> z, B, durch Hydraulikzylinder, der Anschlag \h auf der Gleitfläche 16 nach oben gleitet, bis er deren oberen Totpunkt überschreitet und auf der Stützfläche I7 aufsitzt. In dieser Lage zieht die Zugstange 6 die Randschalung 3 selbsttätig vollständig und dicht an den Forraboden 1 heran. Dabei gleitet wiederum der Anschlag 1^ auf der Stützfläche I7 der Konsole 15 und stützt sich dabei zu gleich ab, wodurch in diesel' Lage jede Abklappbewegung der Randschalung wirksam verhindert wird. Eine vertikale Bewegung der Randschalung 3 wird durch die Laschen 11 unterbunden. Bei geschlossener Form überlappt das ¥angenpaar 10 mit seinem unteren Abschnitt die Konsole 15 teilweise. In den sich überlappenden Abschnitten befinden sich horizontal durchgehende Justierbohrungen 22, Die erforderliche Vorspannung der Druckfedern 5 der Zugstango 6 wird erreicht, in dem durch die übereinanderliegenden Just'ierbohrungen Justierbolzen 23 hindurchgefülirt und die Druclcfedern 5 durch Rechtsdreliung der Stellmutter S gespannt werden. Die eingestellte Vorspannung im Spannorgan bleibt während des Fertigungsprozosstes erhalten, so daß die Dichtheit der Fuge zwischen Forraboden 1 und Randschalung 3 garantiert ist,
Die Vorteile der -ErfindXing werden insbesondere in einem hohen Mechanisierungsgrad der Arbeitsgänge Verriegelung und Entschalung gesehen. Entriegeln und Entschalen sind zu. einem mechanisierten Arbeitsgang verschmolzen. Dadurch werden schwere körperliche Belastungen vermieden und Arbeitszeit eingespart, Irifolge wirksamer Vermeidung der Verschmutzung durch 75einentmiIchverluste tritt oine wesentliche Verbesserung der Arbeitsplatzverhältnisse ein. Nicht
-7- 214 16
zuletzt wird eine erhebliche Verbesserung der Fertigungqualitiit der Betonelemente erreicht.

Claims (2)

14 1 ErfindungsansprucJi
1 , Verriegelungsvorrichtung für vorzugsweise klappbare Randschalungen an Formböden für die Fertigung von Betonelementen, gekennzeichnet durch ein horizontal am . Forrnbodenträger (2) angeordnetes' und einen'permanenten Anpreßdruck erzeugendes Verspannungsorgan,, einen mit der Randschalung (3) fest und mit dem Verspannungsorgan beweglich verbundenen Klapp- bzw, Schwenkmechanisraus und durch ein mit -dem Formbodenträger (2) fest verbundenes und mit dem Klapp- bzw, Schwenkmechanisraus ir. T/irkverbindung stehendes Abstützorgan, wobei das Verspannungsorgan aus einer in einem Führungsrohr (4) axial verschiebbaren und mittels Druckfedern (5) ständig vorgespannten Zugstange (
6) besteht, der Klapp- bzw, Schwenkmechanismus aus einem mit einem Anschlag (14) versehenen Tfangenpaar (1O) und einem, ein mit dem aus dem Formbodonträger (2) hervorstehenden Ende der Zugstange (6) oberes und ein mit dem Abstützorgan unteres Gelenk (13)> (21) bildendes Laschenpaar (11) besteht und das Abstützorgan als eine aus dem Formbodenträger (2) hervorstehende, mit einer Gleitfläche (10) und mit einer Stützfläche (17) versehenen Konsole (I5) ausgebildet ist, die beidseitig vom Wangenpaar (10) und Laschenpaar (11 ) flankiert ist,
2, Vorrichtung für vorzugsweise klappbare Randschalungen •25 an Formböden, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugstange (6) mit einer Fülirungs scheibe (?) und mit einer Stellmuttor (8) zur Einstellung der Vorspannkraft verschen ist und daß die Gleitfläche (16) der Konsole (I5) vorzugsweise kreisbogenförmig ausgebildet ist.
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