DD144069A1 - Schmierfett mit gefrierschutzwirkung - Google Patents

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DD144069A1
DD144069A1 DD21320079A DD21320079A DD144069A1 DD 144069 A1 DD144069 A1 DD 144069A1 DD 21320079 A DD21320079 A DD 21320079A DD 21320079 A DD21320079 A DD 21320079A DD 144069 A1 DD144069 A1 DD 144069A1
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DD
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lubrication
water
lubricating grease
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unprotected
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DD21320079A
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English (en)
Inventor
Wulf-Dietrich Abel
Friedrich Lohrmann
Hans-Peter Ewers
Erika Zielke
Herbert Petzold
Original Assignee
Abel Wulf Dietrich
Friedrich Lohrmann
Ewers Hans Peter
Erika Zielke
Herbert Petzold
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Abstract

Die Erfindung betrifft das Gebiet der Schmierstoffe, insbesondere die Wirkungsverbesserung bei der Anwendung an offenen, den Witterungsbedingungen ausgesetzten Schmierstellen. Ziel der Erfindung ist, an den Schmierstellen, neben der Schmierwirkung eine aktive Gefrierschutzwirkung zu sichern. Es wurde die Aufgabe gestellt, ein Anfrieren von witterungsbedingt auftretendem Wasser an Gleitflächen ungeschützter Schmierstellen zu verhindern. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß Schmierfette, die große Mengen wasserlösliche mehrwertige Alkohole oder auch gewisse Polyglykole enthalten, zur Schmierung verwendet werden. Die Erfindung verbessert insbesondere die Schmierung ungeschützter Schmierstellen im Winter, kann aber auch als Trennmittel für Abdeckungen, zum Beispiel an Kanal- und Leitungsschächten im Winter eingesetzt werden.

Description

Schmierfett mit Gefrierschutzwirkung '" ·
Anwendungsgebiet
Die Erfindung betrifft Schmierfette mit Gefrierschutzwirkung für die Anwendung an ungeschützten, den Witterungsbedingungen ausgesetzten Schmierstellen im Winter·
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen Ungeschützte Lagerstellen, die den Witterungsbedingungen ausgesetzt sind, erfordern im V/inter bei Temperaturen unter 0 0C einen hohen Wartungsaufwand. Trotz ausreichender Schmierung kommt es sehr häufig zum Anfrieren von Wasser und Schnee an den Gleitflächen, so daß die Punktionsfähigkeit aufgehoben wird» Die Wiederherstellung der Betriebsfähigkeit, zum Beispiel an Eisenbahnweichen und Eisenbahnsignalanlagen erfolgt entweder durch mechanische Beseitigung des Eises oder durch Auftauen mit Hilfe von.Wärme, meistens mit Propangas oder benzinbetriebenen Flammstrahlgeräten. Diese nachträglichen Auftauverfahren sind sehr arbeitsaufwendig, kommen erst zur Wirkung, wenn.getriebsstcrungen bereits aufgetreten sind und insbesondere das Auftauen hat nur eine begrenzte Wirksamkeit, da nichtentferntes Wasser lan den Schmierstellen schnell wieder anfriert*
An Eisenbahnweichen verwendet man zur ständigen Erwärmung über 0 0C auch häufig dampf-, propangas- oder elektrischbetriebene Heizungen. Für Anlagen, die häufig benutzt werden und die Installation der Wärmegeräte technisch lös^bar ist, ist das Verfahren eine günstige betriebssichere Lösung.
Die Verwendung von Salzen zum Tauen an den Gleitflächen von angefrorenem Eis ist nur an waagerechten Gleitflächen möglich und auch nur dort, wo die Korrosivität und die Leitfähigkeit des entstehenden Schmelzwassers sich nicht nachteilig auf die An-
3QLageri selbst oder deren Betrieb "auswirkt. Bei der Deutschen Reichsbahn ist die -Verwendung von Auftausalzen auf Gleisanlagen verboten«
Speziell* für die Schmierung von Eisenbahnweichen wurde die Verwendung eines Schmieröles mit GefrierSchutzwirkung (DDR 333 48) 35iiü Winter vorgeschlagen. Schmieröle können an ungeschützten Schmierstellen nur in sehr geringer Schichtdicke aufgetragen werden und tropfen auf Grund der sehr einfachen konstruktiven Gestaltung der Lagerstellen relativ schnell ab, so daß eine haufige Wartung erforderlich ist.
der Erfindung _ . .
Ziel der Erfindung ist es, den Wartungsaufwand an ungeschützten, den Witterungsbedingungen ausgesetzten Schmierstellen im Winter bei Temperaturen unter 0 0C zu vermindern.
Darlegung des Wesens der Erfindung
45?/interbetrieb technischer Anlagen mit ungeschützten, den Witterungsbedingungen ausgesetzten Schmierstellen bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, ist mit erheblichen zusätzlichen Aufwendungen an Energie und Arbeitszeit verbunden, einerseits, um die ständige Betriebsbereitschaft zu erhalten oder andererseits wie-
50der herzustellen.
Es wurde gefunden, daß ein Schmierfett, dem große Mengen Di- oder mehrwertiger Alkohol bzw. gewisse Polyglykole bei Erhaltung der konsistenten Fettstruktur, beigemischt sind, sehr wirksam das Anfrieren von Wasser und Schnee an den Gleitflächen ungeschützter 55den Witterungsbedingungen ausgesetzter Lagerstellen verhindert.
Erfindungsgemäß v/ird ein Schmierfett auf Kalziumseifen-, Natrium-Aluminiumseifen- oder iJatriumseifenbasis mit mehr als 5 Masse-% und höchstens 70 Masse-% wasserlöslicher mehrwertiger Alkohole oder auch speziellen Polyglykolen zur Schmierung der 6Qfrostgefährdeten ungeschützten Schmierstellen eingesetzt.
Zur Verbesserung des Benetzungsverhaltens kann das erfindungsgemäße Schmierfett noch Emulgatoren, wie beispielsweise Alkylsulfonate, Alkylarylsulfonate oder alkoxylierte Alkylphenolate in Mengen von 0«,1 bis 5 Masse-%f berechnet auf die eingear-65beitete Alkoholmenge, enthalten*
Zur Erzielung spezieller schmierwirksamer Effekte im Misch- und Grenzreibungsgebiet kann das Fett weitere Zusätze, wie beispielsweise Graphit oder Molybdändisulfid enthalten*
7G)ie Erfindung soll nachfolgend an einigen Ausführungsbeispielen erläutert v/erden:
Beispiel 1:
Ein Schmierfett auf Natriumseifenbasis mit ca« 10 Masse-/» Graphü •wie es zur Schmierung von Blatt- und Ringfedern verv/endet wird, und 50 Masse-% Butylengiykol enthielt, diente zur Schmierung von Signalanlagen an Eisenbahnstrecken und Weichen von Gleisanlagen. Das Aufbringen des Schmierstoffes auf den Gleitflächen war auch bei Temperaturen von'-5·0C und -10 0C ohne Schwierigkeiten möglich« An den Signalanlagen verhinderte das beschriebene Schmierfett über einen Zeitraum von mehr als einer Woche das Anfrieren von Wasser und Schnee an den Gleitflächen, so daß die Betriebsbereitschaft gewährleistet war und keine Betriebsstörungen auftraten.
Weiterhin wurden die Gleitstühle und Verriegelungseinrichtungen verschieden beanspruchter V/eichen mit dem beschriebenen Schmierfett behandelt. Sofern Eis auf den Gleitstühlen vorhanden war, erwies es sich als günstig, dieses zunächst mit einem nicht ionogenen Taumittel, zum Beispiel Butylengiykol, zu entfernen, danach ließen sich die Gleitstühle ohne Schwierigkeiten mit dem Schmierfett bestreichen. Zum Auftragen eignet sich ein weicher langstieliger Pinsel. An Weichen, die sehr häufig betätigt wurden, war innerhalb von 24 Stunden kein Eis angefroren, danach war eine Nachbehandlung erforderlich, um die Betriebssicherheit zu erhalten* An Weichen, die im Durchschnitt 95 stündlich nicht mehr als einmal betätigt wurden, reichte die Wirkung 2 bis 4 Tage, je nach Häufigkeit der Betätigung. Die Ergebnisse zeigten, daß witterungsbedingte Störungen an den Erprobungsanlagen trotz Temperaturen zwischen -5 0C und -20 C und vorhandenen Schneehöhen von 15 bis 25 cm nicht auftraten und der Wartungsaufwand nicht höher als in der frostfreien Jahreszeit war» Wenn starke Neuschneefälle auftraten, war eine mechanische Beseitigung des Schnees von den Gleitflächen mit nachfolgender üeuschmierung erforderlich.
Beispiel 2%
Eine Probe des gleichen, wie im Ausführungsbeispiel 1 beschriebenen, I;;ettes jedoch mit 50 Masse-% Butylengiykol und 1 Masse- % Natriitmalkylsulfonat als Emulgator, bezogen auf den Alkoholgehalt, wurde bei Temperaturen. unter dem Gefrierpunkt aur Schmierung von Eisenbahnweicheη und Signalanlagen verwendet*
ο Die erhaltenen Ergebnisse entsprachen den.im Ausführungsbeispiel 1 beschriebenen. Das Produkt ließ sich auf die Gleitflächen besser auftragen als nach Beispiel 1,
Beispiel 3"
Eine Probe eines Natrium-Aluminiumseifenfettes, das zur Schmierung von Flügelsignalen benutzt wird und in das 50 Masse-% 1,3-Butylenglykol und 1 Masse-% Uatriumalkylsulfonat als .Emulgator, bezogen auf den Alkoholgehalt, eingearbeitet wurden, wurde bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und Feuchtigkeitsbelastung zur Schmierung von Lagerungen von FlügelSignalen verwendet.
120Es wurde ein wirkungsvoller Schutz von ca, 1 Woche gegen das Festfrieren erzielt«
Beispiel 4s
Eine Probe eines Kalziumkomplexfettes, das zur Schmierung von Ringfedern verwendet wird und 25 Masse-% Butylenglykol s 25 Masse-% Äthylenglykol und 1 Masse-% Alkylarylsulfonat (als Kalziumsalz), bezogen auf das Endprodukt, enthielt, zeigte ebenfalls eine gute Schmier- und Gefrierschutzwirkung unter den beschriebenen Bedingungen, .

Claims (1)

  1. β Schmierfett mit Gefrierschutzwirkung, bestehend aus Mineralöl und/oder synthetischem öl und Kalzium-, Natrium-Aluminiumoder Eatriumseife gegebenenfalls mit weiteren Zusätzen, gekennzeichnet dadurch, daß es zur Erzielung einer aktiven Ge-· frierschutzwirkung zwischen 6 und 70 Masse-% wasserlöslicher
    135; mehrwertiger Alkohole und/oder Polyglykole enthält.
    2» Schmierfett nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß es zusätzlich zwischen 0,5 und 5 Masse-% (berechnet auf den Alkoholgehalt) eines Alkylsulfonates, Alkyl-aryl-sulfonates oder nichtionogenen Emulgators enthält«
    1403. Schmierfett nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß der Anteil an wasserlöslichem mehrwertigem Alkohol aus Dioder Triolen mit einer Kettenlänge von 2 bis 8 Kohlenstoffatomen im Molekül besteht.
    .4· Schmierfett nach Punkt 1 bis 3S gekennzeichnet dadurch, daß der Alkoholanteil ein reines Produkt darstellt, aus verschiedenen mehrwertigen Alkoholen gemischt wurde, gegebenenfalls auch teilweise oder vollständig aus wasserlöslichen Polyglykol^en besteht.
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