DD144230A1 - Verfahren und vorrichtung zur herstellung von pellets aus pflanzlichen und tierischen materialien, insbesondere aus hopfen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung ermöglicht es, ein neues Verfahren unter Anwendung einer speziell gestalteten Vorrichtung, für die Herstellung von Presslingen in der Futtermittelproduktion, wie z.B. Stroh-, Grünfutter-, Rüben-, Ölfrucht-, Tierkörpermehl-, Mischfutterpresslingen und/oder bei der Herstellung von Presslingen Spezialkulturen, wie z.B. Hopfen, Arzneipflanzen, Heilkräutern und Drogen, anzuwenden. Das Ziel der Erfindung besteht darin, die bisherigen Verfahren hinsichtlich folgender Verfahrensschritte und -merkmale zu verändern: Trocknung, Zerkleinerung, Pelletierung, Temperaturführung, Durchsatz, Energieverbrauch, Inhaltsstofferhaltung und/oder -umsetzung. Die Aufgabe wird durch ein neues Verfahren gelöst, dabei werden durch den Einsatz einer speziell gestalteten Vorrichtung die Trocknung eingeschränkt, Fördereinrichtungen und Vermahlungseinheiten eliminiert, der Durchsatz erhöht, der Energieeinsatz verringert und die Temperatur in der Presse entsprechend den optimalen Prozessbedingungen eingestellt. Die spezielle Vorrichtung ist durch die Bohrungsanordnung und -gestaltung gekennzeichnet. Einsatzgebiete: Stroh-, Grünfutter-, Mischfutter-, Spezialfutter-, Hopfen-, Spezialkulturenpelletierung.
Description
-A-
Titel der Erfindung
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Pellets aus pflanzlichen und tierischen Materialien
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung ermöglicht es, unter Anwendung einer speziell gestalteten r/'orrichtung das Verfahren bei der Herstellung von Preßlingen in. der Puttermittelproduktion, wie z.B. Stroh-, Grünfutter-,, Hüben», Ölfrucht-, Tierkörpermehl-, riischfutterpreßlingen uhd/cder bei der Herstellung von Preßlingen aus Spezialkulturen, wie z.B." Hopfen, Arzneipflanzen, Heilkräutern, anzuwenden.
Charakteristik der bekannten technischen lösungen
Gegenüber bisher üblichen Verfahren wird eine Veränderung in folgenden Verfahrensschritten erzielt, wie z.B. Trocknung, Zerkleinerung, Temperaturführung, Durchsatz, Energieaufnahme, Inhaltsstofferhaltung und/oder -umsetzung.
Die bisher bekannten Verfahren zur Herstellung von Preßlingen sollen am Beispiel der Pelletierung von Hopfen (I?ig. 4) erläutert werden: .
1. Trocknen
Die Trocknung des Gutes muß auf Wassergehalte von 4 bis 6 fs geführt werden, um eins ordnungsgemäße Vermahlung zu gewährleisten.
2, Fördern
Durch Bandförderungseinrichtungen o.a. wird das Gut zur Vermahlungseinrichtung gefördert.
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5* Vermählen ·
Das angeförderte Gut wird mit Schlagnasenmühlen mit Siebeinlage auf die geforderten Korngrößen vermählen. Hierbei treten Inhaltsstoff Verluste bis zu 7 cß> auf. .
4. Fördern
Das gemahlene G-ut wird mit Band- oder pneumatischen Fördereinrichtungen auf ein Zwischenlager gefördert.
5· Zwischenlagern
Die Zwischenlagerung gewährleistet eine kontinuierliche · Entnahme· des vermahlenen Gutes.
6. Fördern und Dosieren
Aus dem Zwischenlager werden durch Zellenradschleuse!! die auf den Durchsatz der Presse abgestimmten Mengen entnommen . und mit Schneckenfördereinrichtungen auf die Presse gefördert. .
7» Pelletieren
Durch den Einsatz von ITormalmatrizen wird das vermählene Gut zu Preßlingen verarbeitet» Dabei treten Inhaltsstoffverluste bis 8 ^ auf. Die Pellettenperatur erreicht 75 bis^O 0C, der Durchsatz 1,6 t/'JI und die Leistungsaufnähme der Presse 60 ETv/.
8* Fördern und Kühlen
Die Pellets gelangen mit einer Temperatur von 75 bis 90 0C auf ein Kühlband und werden anschließend über Bandforder- · einrichtungen'zur Abpackeinrichtung gefördert.
9. Abpacken
Das Abpacken erfolgt entsprechend den Anforderungen in Klein- und Großgebinden.
Bekannt ist weiterhin, daß zur Formung von Preßlingen kleiner. Abmessungen Futtermittelpressen eingesetzt werden^ bei denen das zu pressende Gut nach der Trocknungs Yorzerkleinerung, Vermahlung, Vermischung mittels Preßwalzen oder mittels einer G-egenmatrize durch die in dem jeweiligen Matrizenkörper angeordneten Durchgangslöeher hindurchgedrückt wird» Dazu werden zumeist Matrizen mit ring- oder sch'eibenfürmiger Gestalt ver-
wendet» Sie enthalten in regelmäßiger und dichter Anordnung auf ihrem Umfang oder auf einer. Kreisringfläche eine Vielzahl von Durchgangslöehern mit meist kreisrunden und meist gleichem Durchmesser.
Entsprechend der erforderlichen Preßwirksamkeit der Matrize . müssen die Durchgangslöcher eine bestimmte Länge aufweisen, die in der Regel dem 3- bis 7fachen .des Bohrungsdurchmessers entspricht. Durch stetige Verengung-der Bohrungsdurchmesser der Durchgangslöcher von der Eintrittsseite "bis zur Austrittsseite oder durch stetige Verengung der Bohrungsdurchmesser im Eintrittsbereich der Bohrungsdurchmesser im obersten Eintrittsbereich der Durchgangslöcher kann die Länge der Bohrlöcher verringert werden. Weiterhin sind Vorrichtungen bekannt, bei denen stetige Verengungen am Eintrittsbereich, im Mittelabschnitt und kurz vor dem Austrittsbereich der Bohrlöcher enthalten sind. Diese Matrizen sind aus Segmenten gefertigt, um leine Fertigung überhaupt zu ermöglichen. Bei Matrizen1 mit kleinen Bohrungen-^C 8 mm ergeben sich oft ungünstige Werte im Verhältnis Bohrungsdurchmesser zu Bohrlochlänge·, weil die Stabilität der Matrize gewahrt bleiben muß,
das heißt, die Durchgangslöcher sind zu lang. Mir den zuletzt genannten Fall sind daher Lfatrizen entwickelt worden, die speziell geglättete Oberflächen der Durchgangsbohrungen besitzen. Weiterhin sind auch Ausführungen bekannt, bei denen die wirksame Länge der Durchgangslöcher durch IPreibohren von der Katrizenunterseite her verringert wird. Um den komplizierten Pertigungsproseß von Matrizen mit kleinen Bohrungen zu vereinfachen, hochwertiges Material einzusparen und dem erhöhten Verschleiß von Matrizen mit kleinen Durchgangsbohrungen zu begegnen, wurde vorgeschlagen, Matrizen aus normalem Material und großen Bohrungen, z.B. 13 mm, zu fertigen. In diese Bohrungen werden dann Einsätze aus hochwertigem Material mit mehreren kleineren Bohrungen eingepaßt.
Weiterhin sind Vorrichtungen bekannt, die hauptsächlich aus Gründen des Ivlengenduf chsatzes,' unterschiedliche Bo hrungs durchmesser der Durchgangsbohrungen, aufweisen, wobei die Durchmesser der Bohrungen ärn äußeren Umfang z.B. 23 mm, am inneren 16 mm betragen« Zur Verpressung von Tierfutter wurden auch Matrisen
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entwickelt, an denen Segmente am äußeren und inneren Umfang vorhanden sind und den Anschluß an ein äui3eres Kühl- oder Heizsystem erlauben. ' .
Ziel der Erfindung ·
Das Ziel .der Erfindung besteht darin, die bekannten und bestehenden Verfahren zur Pelletierung von Materialien pflanzlicher und tierischer Herkunft durch den Einsatz einer speziellen Vorrichtung zu vereinfachen, das heißt, die Trocknung einzuschränken, die Vermahlung als separaten Verfahrensschritt auszuschalten, den Durchsatz zu erhöhen, den Energieeinsatz zu verringern und die Temperaturführung an der Presse sp zu gestalten^ daß gegebenenfalls eine hohe Temperatur zum Aufschluß bestimmter Inhaltsstoffe erreicht wird und im gegenteiligen Fall die Temperaturen so geregelt werden, daß empfindliche Inhaltsstoffe nicht zerstört werden«
Darlegung des Wesens der Erfindung
Das neue Verfahren (l?i.g»5) ist durch den Einsatz einer speziellen Vorrichtung (Pig. 1-3) gekennzeichnet· Mit dem Verfahren zur Herstellung von Pellets aus pflanzlichem und tierischen Material wird getrocknetes oder vorgetrocknetes Gut mit Y/assergehalten von 0 bis 20 ?< >, wie ζ·Β· Stroh, Grün- . futter, Rüben, Ölfrüchtev Rückstände der ölgewinnung, Tierkörperprodukte, Hopfen, Kräutertee, Arzneipflanzen oder Drogen als Einzelkomponente oder als Gemisch ohne od.er mit Zusatz anorganischer Stoffe in fester, flüssiger oder gelöster Form, wie-, ζ .B* Alkaliverbindungen, ITH,, Verbindungen der Erdalkalimetalle, Silikagel, Bentonit, in unzerkleinerter, vorzerkleinerter oder verinahlener Form unter Anwendung einer speziellen Vorrichtung so zu Preßlingen verarbeitet, daß in der Presse ein gewünschter Zerkleinerungsgrad des Gutes, eine zusätzliche Verfestigung der Pellets, eine erwünschte direkte Temperaturer- . höhung des Gutes, wie ζ·Β· für Aufschlußzwecke, oder eine direkte Temperaturerniedrigung des Gutes, wie z.B. beim Pressen empfindlichen Gutes, und/oder eine zusätzliche indirekte Temperaturerhöhung oder -erniedrigung des Gutes durch Anschluß
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der speziellen Vorrichtung an ein äußeres Heiz- oder Kühlsystem erreicht wird, daß durch den Einsatz der speziellen Vorrichtung der Durchsatz gegenüber den bisher üblichen Verfahren erhöht wird und durch den Einsatz von Gleitmitteln, wie.z.B. Polyalkoholen oder Pflanzenextrakten, weiter erhöht wird, daß bei der Verarbeitung von empfindlichen Gütern der Prozeß der Zerkleinerung und Pelletierung in der Presse durch Inertgase, wie z.B. COp oder. Stickstoff, abgeschirmt wird.
Das neue Verfahren soll am Beispiel der Hopfenpelletierung auf Grund gemessener Werte im Versuchsbetrieb erläutert wer- · den:
1» Trocknen
Die Endtrocknung des Hopfens braucht nicht auf einen Wassergehalt von 4 bis 6 fo geführt werden, wie es z.B. für die Vermahlung notwendig ist» Der Prozeß der Trocknung kann bereits bei 10 bis 14 % Wassergehalt abgeschlossen werden. Hieraus resultiert eine Energieeinsparung oder ein höherer Durchsatz im-Troclaier.
2· Fördern
Das getrocknete Gut wird mittels Bandfördereinrichtung oder pneumatischer Förderstrecke auf ein Zwischenlager gefordert. Dabei entfallen gegenüber dem bisherigen Verfah-.· ren
1) Förderung, d.h., Einsparung einer Zwischenfördereinrichtung und Investkosten, Verringerung der Störquote, des Wartangsauf wandes und des Raumbedarfs,
2) Vermahlung, d.h., Einsparung von Investkosten, Energie weiterhin Verringerung der Bitterstoffverluste bis 7 $» Verringerung der Störquote, des V/artung sauf wand es , des Raumbedarfs.
5» Zwischenlagern
Die Zwischenlagerung gewährleistet eine kontinuierliche Entnahme dos Gutes. · ·
4. fördern und Dosieren
Aus dem Zwischenlager werden durch Zellenradschleuse]! die auf den Durchsatz in der Presse abgestimmten Mengen entnommen und durch Schneckenförderer auf die Presse gefördert.
5. Pelletieren · " Das kontinuierlich auf die Presse geförderte Gut wird durch den Einsatz der speziellen Vorrichtung au analogen Korngrößen vermählen, wie sie sonst mit der in vorangehenden Verfahrensschritten mit Hammer-, Schlagnasen- oder Stiftmühlen erhalten wurden, und dabei sofort zu Peileta verpreßt.
Im Verfahrensschritt Pelletierung ergeben sich weiterhin folgende wichtige Aspekte:
- Absenkung der Pellettemperatur um 20 C auf 50 bis 60 im Vergleich su Matrizen mit rein zylindrischen Bohrungen, bei denen ja bereits vermählenes Gut zum Einsatz gelangte.
- Durch Anschluß an ein äußeres Kühlsystem mit Kaltwasser von + 3 0G konnte die Pellettemperatur noch weiter, nämlich auf 40 Ms 50 0C abgesenkt werden, wobei der besondere Aspekt des Kühl— oder Heizsystems in der speziellen' Vorrichtung darin liegt, daß die Kühlung oder Heizung an den Punkten erfolgt, an denen Y/arme ab- oder zugeführt werden muß..Dies wird insbesondere durch die Verbindungsbohrungen 5 (Fig· 1—3) ermöglicht, die direkt zwischen den Matrizenbohrungen 3 verlaufen, so daß durch die Verbindungsbohrungen 5 die beim Mahl- und Preßvorgang entstehende oder benötigte Wärme auf dem kürzesten Wege ab- oder zugeführt werden kann, während die bisherigen bekannten Kühlsysteme auf die Außen- und Innensegmente beschränkt blieben. . . - -
- Die Verminderung der Temperatur am Ort der Entstehungwirkt sich entscheidend auf die Senkung der Inhaltsstoffverluste (Bitterstoffe und Aromabestandteile) aus»
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Mit dieser Anordnung lassen sich auch andere überaus empfindliche Güter, wie' z.B. Arzneipflanzen und Drogen, pelletieren, die auf .jeden Pail einer schonenden Behandlung der Inhaltsstoffe bedürfen,
- Der Zusatz von anorganischen Stoffen, wie z.B. Alkali-, Erdalkaliverbindungen, Ammoniak oder Kieselgur, zur Presse garantiert während des Zerkleinerungsvorganges in der Presse eine intensive Vermischung mit dem Gut und ermöglicht eine intensive Umsetzung mit den Inhaltsstoffen in der gewünschten Richtung. Die entstehenden Verbindungen verhindern einen weiteren Abbau der Inhaltsstoffe während der Lagerung der Pellets.
- Besonders hingewiesen werden soll an dieser Stelle auf den hohen erreichbaren Durchsatz von 3»6 t/h im Vergleich zu herkömmlichen Matrizen mit 1,6 t/h, wobei die Leistungsaufnahme der Presse noch geringer war als im Ver-
gleichsversuch mit der herkömmlichen Matrize. ϊ
- Der Einsatz von, wie z.B. Hopfenextrakt oder Propandiol,
ergab weitere Durchsatzsteigerung bzw· Senkung der Energieaufnahme der Presse.
6» Fordern und Kühlen
Die Pellets verlassen die Presse im Falle ohne zusätzliche Kühlung mit Temperaturen von 50 bis 60 C-, im Falle der Anwendung einer äußeren Kühlung der speziellen Vorrichtung mit Kaltwasser von + 3 0C mit. Temperaturen von. 40 bis 50 C und fallen auf ein Kühlband, dessen Gebläseleistung auf Grund der weitaus niedrigeren Pellettemperatüren im Vergleich zum bisherigen Verfahren weitgehend reduziert werden kann, flach , Durchlaufen des Kühlbandes werden die Pellets über Bandfördereinrichtungen zur Abpackeinrichtung gefördert.
7. Abpacken
Das Abpacken erfolgt entsprechend den Anforderungen in Kleinod er Großgebinden.
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Die in dein neuen Verfahren zur .Anwendung gelangte spezielle Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß,'die Bohrungen 3 in axialer Richtung aus zwei hintereinanderlieg enden Abschnitten 9 und 10 bestehen, deren Abschnitt 9 in Sektoren 6,7,8 mit unterschiedlichen Heigenungswinkeln unterteilt ist, wobei das Längenverhältnis der Sektoren untereinander 1 : 2,5 Λ 5· beträgt und die Neigungswinkel für den Sektor 6 60 bis 70 . für den Sektor 7 70 bis 80° und den Sektor 8 75 bis 88° betragen, daß der Abschnitt 10 aus einer zylindrischen Bohrung besteht und das längenverhältnis des Abschnitts 9 zum Abschnitt 10 im Bereich 1 : 1 bis Is 5 liegt, wobei der Durchmesser der zylindrischen Bohrung entsprechend der gewünschten Pelletgröße im Bereich von 3 bis 45 ßra. liegen kann· Die Anordnung der Bohrungen 3 erfolgt so, daß die Sektoren des Abschnitts 9 unmittelbar nebeneinander liegen. (Pig· 2). Im Abschnitt 10 verlaufen zwischen den zylindrischen Durchgangsbohrungen 3 Verbindungsbohrungen .5 zwischen dem äußeren Heiz- oder Kühlsegment 1 und dem inneren Heiz- oder Kühlsegment '2· Die Heia- oder Kühlsegmente 1 und 2 sind mit Zwangsstronivorrichtungen bekannter Bauart versehen, um eine intensive Beheizung oder Kühlung der Matrize durch die Verbindungsbohrungen 5 zu gewährleisten. Das äußere Heiz— oder Kühlsegment 1 ist außerdem noch mit Anschlüssen für den Anschluß an . ; ein äußeres Heiz- oder Kühlsystem ausgestattet.
Ausführungsbeispiel:
An Hand von Beispielen sollen die neuen Möglichkeiten der Ver- fahrensgestaltung erläutert werden:
Vorzerkleiiiertes Stroh (gehäckselt) wird mit bisher bekannten Methoden, gefördert und mit den erforderlichen und bis.her üblichen Zuschlags- und Aufschlußstoffen, v/ie z.B. Getreide, .Getreideschroten, Harnstoff, Tierkörpermehlen, ölsaaten, Rübenschnitzeln, UaQH, ITH, > auf bisher bekannte Art und V/eise vermischt und dieses Gemisch kontinuierlich dem Durchsatz entsprechend auf die Presse aufgegeben. Die Neigungswinkel der .Sektoren 6,7?8
betragen 63°, 68°, 84° > das Verhältnis des Abschnitts 9 zum Abschnitt 10 beträgt 1 ! 5, das Verhältnis Bohrungsdurchmesser zurBohrlochlänge 1:5· Unter diesen gewählten Bedingungen V7ird das Gut zu analogen Korngrößen vermählen, wie sie bisher bei vorgeschaltetem Einsatz von Hammer- oder Schlagnasenmühlen erreicht wurden, und zu Pellets verpreßt.. Die Temperatur der Pellets erreicht > . 130 0C.
Beispiel 2 . .
Getrocknetes oder vorgetrocknetes Gut (2 bis 25 ί° Wasser), wie z.B. Rübenschnitzel, Ölfrüchte, Rückstände der ölgewin- · nung, Hopfentreber, Tierkörperprodukte, Getreide, Getreide- · produkte, werden in bisher bekannter "/eise, entweder rein oder im Gemisch, entsprechend dem Durchsatz kontinuierlich auf die Presse gegeben. Die Neigungswinkel der Sektoren 6,7»8 betragen 63°, 70°, 85°. Das Verhältnis des Abschnitts 9 zum Abschnitt 10 beträgt 1:3. Das Verhältnis Bohrungsdurchmesser 3 zn Bohrlochlänge beträgt 1:4· Bei dieser Anordnung wird das Gut grob vermählen und ohne zusätzliclis 7/ärrae- oder Dampf Zuführung zu Pellets gepreßt. Vorgetrocknetes v/ird dabei auf 'Wassergehalte von <1 14. i' reduziert, außerdem kann auf die bisher übliche Vorzerkleinerung verzichtet werden.
Grob vorzerkleinertes Grünfutter (gehäckselt) mit einem Wassergehalt von 2 bis 20 fo in reiner Form oder als Gemenge mit bekannten Zuschlagstoffen wird entsprechend dem Durchsatz kontinuierlich auf die 'Presse aufgegeben.
Die Neigungswinkel der Sektoren G, 7, 8 betragen 63°, 78°, 87°. Das Verhältnis des Abschnitts 9 zum Abschnitt 10 beträgt 1 : 3» ,das Verhältnis des Bohrungsdurchmessers 3 zurBohrlochlänge 1:3· Unter diesen gewählten Bedingungen wird das Gut zu analogen Korngrößen, wie sie bisher beim Vorschalten von Hammer-, Schlagnase- oder Stiftüühlen erreicht wurden, vermählen und zu Pellets" verpreßt. Die Temperaturen liegen im Bereich von 75 0G
bis 95 0C* Soll ein Aufschluß von Beimengungen erreicht werden, wird die Temperatur der Katrize an ein äußeres Heizsystem über die Heizsegmente 1 und 2 und die Verbindungsbohrungen 5 auf den erforderlichen \7ert gebracht» Steht jedoch eine schonende Pelletierung im Vordergrund, wird die Temperatur der Matrize durch den Anschluß an ein äußeres kühlsystem über die Kühlsegmente 1 und 2 und die Verbindungsbohrungen 5 weiter heruntergekühlt. Bei Anwendung· von Kaltwasser wird eine Pellettemperatur von 40 bis 55 0C erreicht.
Unzerkleinerter, getrockneter oder vorgetrockneter Hopfen (Wassergehalt 2-bis 20 fo) wird über bisher übliche Förderund Dosiereinrichtungen kontinuierlich entsprechend- dem Durchsatz auf die Presse aufgegeben. Die Neigungswinkel der Sektoren 6, 7, 8 betragen-63°f 73°, 87°. Das Verhältnis des Abschnitts 9 zum· Abschnitt 10 beträgt 1:3» das Verhältnis des Bohrungsdurchmessers zur Bohrlochlänge 1 σ 3· Unter den gewählten Bedingungen wird das Gut zu analogen Korngrößen vermählen, wie sie nach den bisherigen Verfahren durch Vorschalten von Hammer-, Schlagnasen- oder Stiftmühlen erhalten wurden, und zu Pellets verpreßt. Die Pellettemperatüren liegen bei 6O0C. Durch die Kühlsegmente 1 und 2 und die Verbindungsbohrungen 5 kann nach Anschluß an ein äußeres Kühlsystem die Matrize gekühlt werden. Bei Anwendung der Kühlung werden Pellettemperaturen von 40 bis 50 0C realisiert,
Getrocknete, grob vorzerkleinerte Arzneimittelpflanzen oder andere Drogen werden über bisher übliche Förder- und Dosiereinrichtung en auf die Presse gegeben. Die. Neigungswinkel der Sektoren 6, 7» 8 betragen 63°, 78°, 87°.' Das Verhältnis des Abschnitts 9 zum Abschnitt 10 beträgt 1:1, das Verhältnis des Bohrlochdurchmessers zur B'ohrlochlänge 1:2. Unter den gewählten Bedingungen erfolgt eine Zerkleinerung und Pelletierung· des Gutes unter schonenden Bedingungen mit Pellettemperaturen
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von 50 0C. Durch Anschluß an ein äußeres Kühlsystem kann über die Kühlsegmente 1 und 2 und die Verbindungsbohrungen 5 die Pellettemperatur noch weiter gesenkt werden.'
Getrocknetes und gemahlenes Gut, wie z.B. Grünfutter, Hopfen oder Drogen, werden mit bisher üblichen Förder— und Dosiereinrichtungen auf die Presse gefördert. Die Neigungswinkel der Sektoren 6, 7, 8 betragen 70°,-80°, 88°. Das Verhältnis des Abschnitts 9 zum Abschnitt 10 beträgt 1 :. 3· Das Verhältnis des Bohrungsdurchmessers zur Bohrlochlänge 1 : 3* Das Gut wird schonend zu Pellets verarbeitet. Durch den Einsatz von Gleitmitteln, wie z.B. Hopfenextrakt oder Propandiolen, wird der Durchsatz enorm gesteigert, die Pellettemperatur und der Energieverbrauch gesenkt«,
Unzerkleinerter, getrockneter Hopfen (Wassergehalt 2 bis 16 ^) wird über bisher übliche Förder- und Dosiereinrichtungen kontinuierlich entsprechend dem Durchsatz·auf die Presse aufgegeben. Die Neigungswinkel der Sektoren 6, 7, 8 betragen 63°, 78°, 87 . Das Verhältnis des Abschnitts 9 zum Abschnitt 10 beträgt 1 : 3. Das Verhältnis des Bohrungsdurchmessers zur Bohrlochlänge 1 : 3· Unter den gewählten bedingungen wird das Gut zu analogen Korngrößen vermählen, wie sie nach den bisherigen Verfahren durch Vorschalten von Hammer-, Schlagnasen- oder Stiftmühlen erhalten wurden« In die Presse werden zusätzlich anorganische Stoffe, wie z»B. Alkali-, Erdalkaliverbindungen, NH- oder Kieselgur, in Anteilen von 1 bis 15 /' dosiert. Diese Stoffe bewirken unter den gewählten Bedingungen eine Umwandlung der Inhaltsstoffe in der gewünschten Richtung oder eine Adsorption der Inhaltsstoffe, Das unter diesen Bedingungen zerIiLe-inerte Gut wird zusammen mit Zuschlagen zu Pellets verpreßt. Zur Verhinderung weitergehender Reaktionen wird die Presse durch Einblasen von Inertgas abgeschirmt und'die optimale Arbeitstemperatur der Presse durch die Segmente ΐ und 2 und die Verbindungs bohrungen 5 nach Anschluß an ein äußeres Heiz- oder Kühlsystem eingestellt»
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Im Vergleich zu bisherigen Verfahren ergeben sich in den Beispielen 1 und 2 folgende Vorteile und Veränderungen:
- Verringerung der Trocfcnungszeiten
- Wegfall der Vermahlungseinrichtungen
- Wegfall des direkten Dampfzusatzes
- Energieeinsparungen
- optimale Arbeitstemperatur durch Heizung oder Kühlung
In den Beispielen 2S 4» 6,7 noch zusätzlich:
- Wegfall der Vorzerkleinerung
- Herstellung von Pellets unter besonders schonenden Bedingungen
Für Güter mit besonders empfindlichen Inhalts st offen, wie ζ ,B-. Drogen, Hopfen und Grünfutter, ist dieser letzte* Aspekt von . besonderer Bedeutung, Selbst ohne Anwendung zusätzliche!·· Kühlung lagen die mit der erfindungsgemäßen Anordnung erreichten Pellettemperaturen 15 bis 20 0C unter den Pellettemperaturen, die mit einer Vergleichsmatrize mit rein zylindrischen Bohrungen erreicht wurden, obwohl hier bereits vermählenes Gut eingesetzt wurde. Von besonderer Bedeutung für die Inhaltsstoffe ist auch der Wegfall des Vermahlungsvorganges, wie z.B. mit Hammer-, Schlagnasen- oder Stiftmühlen.
Claims (3)
- Erfxndungsansprach:1» Verfahren zur Herstellung von Pellets aus pflanzlichem und tierischem Material, dadurch gekennzeichnet* daß getrocknetes oder vorgetrocknetes Gut mit Wassergehalten von 0 bis 20 fo, wie z.B. Stroh, Grünfutter, Rüben, Ölfrüchte, Rückstände der Ölgewinnung, Tierkörperprodukte, Hopfen, Kräutertee, Arzneipflanzen oder Drogen, als Einzelkomp-onente oder Gemisch ohne oder mit Zusatz anorganischer Stoffe in fester, flüssiger oder gelöster Form, wie z.B. Alkaliverbindungen, KH^, Verbindungen der Erdalkalimetalle, Silikagel, Bentonit, in unzerkleinerter, vorzerkleinerter oder vermählener Form unter Anwendung einer speziellen Vorrichtung so zu Preßlingen verarbeitet werden, daß in der Presse ein gewünsjohter Zerkleinerungsgrad des Gutes, eine zusätzliche Verfestigung der Pellets, eine erwünschte direkte Temperaturerhöhung des Gutes, wie z.B. für Aufschlußzwecke, · oder eine direkte Temperaturerniedrigung des Gutes, wre z.B. beim Pressen empfindlichen·Gutes, und/oder eine zusätzliche indirekte Temperaturerhöhung oder -erniedrigung des Gutes durch Anschluß der speziellen Vorrichtung an ein äußeres Heia- oder Kühlsystem erreicht wird.
- 2. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchsatz durch Anwendung der speziellen Vorrichtung erhöht und durch den Einsatz von Gleitmitteln, wie z.B. Polyalkohole^ und/oder Pflanzenextrakten, weiter erhöht wird.3* Verfahren nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß während der Verarbeitung von empfindlichen Gütern der Prozeß der Zerkleinerung und Pelletierung in der Presse durch Inertgase, wie z.B. CO2, Stickstoff, abgeschirmt wird.
- 4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Punkten 1,2, und 3> dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung für Pressen mit feststehender und'umlaufender Matrize eingesetzt wird, daß in der ; Matrize die Bohrungen 3 in axialer Richtung aus zwei hintereinander liegenden Abschnitten 9 und• ... - 14 - A" I J»bestehen, deren Abschnitt 9 in. drei Sektoren 6,7,8 mit unterschiedlichen Neigungswinkeln unterteilt ist, wobei das Verhältnis der Sektoren 6:7:8 untereinander vorzugsweise 1 : 2,5 ! 5 beträgt und die Neigungswinkel für den Sektor 6 60 bis 70°, für den Sektor 7 65 bis 80° und für den Sektor 8 75 bis 88° betragen, daß der Ab- . schnitt 10 aus einer rein zylindrischen Bohrung besteht- urid das Verhältnis des Abschnittes 9 zum Abschnitt 10 im Bereich von 1 : 1 bis 1 : 5 liegt, daß der Durchmesser der zylindrischen Bohrung 3 im Abschnitt 10 entsprechend der gewünschten Pelletgröße im Bereich von 3 bis 45 mn liegt, daß die Anordnung der Bohrungen im Abschnitt 9 so erfolgt, daß die Sektoren 6 unmittelbar aneinander grenzen, daß zwischen den Bohrungen 3 im Abschnitt 10 Verbindungsbohrungen zwischen dem äußeren Segment 1 und dem inneren Segment 2 für Heizung oder Kühlung hindurchführen, daß das äußere und innere Segment 1,2 für Heizung oder Kühlung mit Zwangsstromeinrichtungen, und das äußere Segment 1 mit Anschlüssen für <ien Anschluß an ein äußeres Heiz- oder Kühlsystem versehen sind, daß bei den Bohrungen 3 das Verhältnis des Bohrungsdurchmessers zur Bohrlochlänge 1 : 10 bis 1:1, vorzugsweise 1 : 5 bis 1:1 beträgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD21348379A DD144230B1 (de) | 1979-06-08 | 1979-06-08 | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von pellets aus pflanzlichen und tierischen materialien, insbesondere aus hopfen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD21348379A DD144230B1 (de) | 1979-06-08 | 1979-06-08 | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von pellets aus pflanzlichen und tierischen materialien, insbesondere aus hopfen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD144230A1 true DD144230A1 (de) | 1980-10-08 |
| DD144230B1 DD144230B1 (de) | 1987-01-14 |
Family
ID=5518594
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD21348379A DD144230B1 (de) | 1979-06-08 | 1979-06-08 | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von pellets aus pflanzlichen und tierischen materialien, insbesondere aus hopfen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD144230B1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4214111A1 (de) * | 1992-04-29 | 1993-11-04 | Franz Haimer | Pressvorrichtung |
| US5622037A (en) * | 1992-04-29 | 1997-04-22 | Haimer; Franz | Device for pelletizing vegetable material |
| DE10207811A1 (de) * | 2002-02-25 | 2003-09-11 | Drechslerei Spiegelhauer Ohg | Verfahren zur Herstellung von Presskörpern |
| EP1987947A1 (de) * | 2007-05-04 | 2008-11-05 | Amandus Kahl GmbH & Co. KG | Verfahren zum Herstellen von Pellets aus faserigen Produkten |
-
1979
- 1979-06-08 DD DD21348379A patent/DD144230B1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US5622037A (en) * | 1992-04-29 | 1997-04-22 | Haimer; Franz | Device for pelletizing vegetable material |
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| EP1987947A1 (de) * | 2007-05-04 | 2008-11-05 | Amandus Kahl GmbH & Co. KG | Verfahren zum Herstellen von Pellets aus faserigen Produkten |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DD144230B1 (de) | 1987-01-14 |
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