DD144383A1 - Vorrichtung zum auftragen von schmelzklebstoff auf blockruecken - Google Patents

Vorrichtung zum auftragen von schmelzklebstoff auf blockruecken Download PDF

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DD144383A1
DD144383A1 DD79214943A DD21494379A DD144383A1 DD 144383 A1 DD144383 A1 DD 144383A1 DD 79214943 A DD79214943 A DD 79214943A DD 21494379 A DD21494379 A DD 21494379A DD 144383 A1 DD144383 A1 DD 144383A1
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Christian Blum
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auftragen von Schmelzklebstoff auf Blockruecken waehrend der Blockfoerderung innerhalb einer Blockfoerderbahn. Zum Beleimen von Blockruecken sind Vorrichtung bekannt geworden, bei denen mittels hintereinandergeschalteten keglig ausgebildeten und in ihrem Anstellwinkel verstellbaren Blockrueckenbeleimwalzen die Blockruecken aufgefaechert und durch die seitliche Beleimung der Blockrueckenkanten die Blattkantenausreissfestigkeit erhoeht wird. Jedoch eignen sich diese Vorrichtungen nur fuer Dispersionsleimverfahren, da die Klebstoffwannen funktionsbedingt nur eine geringe Bauhoehe besitzen und nicht zwangslaeufig einzeln angeordnet sind und dadurch zu grosse Waermeverluste auftreten wuerde, so dass die fuer das Auftragen eines Schmelzklebstoffes notwendige Temperatur nicht erreicht werden koennte. Infolge der Zuordnung von separat schwenkt- und hoeherverstellbaren Klebstoffwannen einzeln fuer jede Blockrueckenleimwalze ist es moeglich, deren Wandungen optimal hoch zu gestalten. Bei Veraendern des Anstellwinkels dieser Walzen ist die Hoehe jeder Klebstoffwanne korrigierbar. Dadurch entstehen nur vernachlaessigbar kleine Waermeverluste bzw. ist ueber den ganzen Beleimungszeitraum hinweg eine gleichbleibend grosse Klebstoffschicht auf den Blockruecken gesichert. -Fig.1-

Description

21 4 943 -ι-
Vorrichtung; zum Auftragen von Schinelzklebstoff auf Blockrücken
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auftragen von Schmelzklebstoff auf Blockriicken während der Blockförderung innerhalb einer Blockförderbahn, vorzugsweise für Buchblocks, mit die Blocks in Längsrichtung, die Blockriicken nach unten gerichtet tragenden Blockfördermitteln und unter diesen angeordneten Blockrückenbeleimwalzen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Mit dem Gegenstand des DD-WP 119 555 ist eine Vorrichtung zum Beleimen von Blockriicken, vorzugsweise von Buchblocks bekannt geworden, bei der eine oder mehrere der Blockrückenbeleimwalzen zum seitlichen Auffächern der Blockrücken während des Beleimvorganges im Längsförderfluß schräg zu den in Förderrichtung betrachteten Blockrücken und rechtwinklig oder schiefwinklig zur Förderrichtung gelagert sind. Dabei sind zum seitlichen Auffächern der Blockrücken während des Beleimvorganges oberhalb der Blockrückenbeleimwalzen eine oder mehrere, in den Förderbereich der Blockrükken eingreifende Leitschienen oder Leitrollen angeordnet. Des weiteren können bei dieser Vorrichtung die Blockrückenbeleimwalzen als- Kegel oder als Kegelstumpfe ausgebildet sein. Diese dargelegten Bestandteile dieser erfinderischen Lösung sind je näeh dem beabsichtigten erfindungsgemäßen
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Effekt, nämlich das Erhöhen der Blattkantenausreißfestigkeit durch das Benetzen der Blattkantenseiten mit Klebstoff im kontinuierliches Förderfluß, also das Erhöhen der Haltbarkeit von maschinell beleimten Buchblocks bei Ausnutzen des Vorteiles der bekannten Geräte zur Handbeleimung von. derartigen Blocks, miteinander vorteilhaft kombiniert.
Diese Vorrichtung eignet sich jedoch nur für Dispersionsbeleimursg von Blocks. Auf Grund der zu den Leimkästen winkligen Anordnung der Blockrückenbeleimwalzen und deren Schwenkbarkeit haben die Leimkästen eine relativ geringe Höhe, so daß die Blockriickenbeleimwalzen zumindest über einen Teil ihrer Fläche eine nur geringe Eintauchtiefe besitzen. Des weiteren ist nicht jeder Blockrückenbeleimwalze separat ein Leifflkasten zugeordnet. Trotz der vorteilhaften prinzipiellen erfindüQgsgemäßen Lösung,dem DD-WP 119 555 entsprechend, haben die genannten Kriterien zur Folge, daß eine Anwendung dieser Vorrichtung insbesondere für Schmelzleimverfahren ungeeignet sind· Auf Grund der zwangsläufig notwendigen flachen Bauhöhe und der funktionsbedingt nicht zxvangsläufigen Vereinzelung der Leimkästen wären die Wärmeverluste auf Grund einer unzureichenden Beheizung des Schmelzklebstoffes derart groß, daß dieser zum Zeitpunkt des Auftragens auf den Blockrücken nicht eine solche Temperatur aufweisen würde, die eine gegenüber dem Dispersionsleimverfahreη noch größere Blattkantenausreißfestigkeit nach sich zieht. Außerdem wird die Beleimung der Blocks noch dadurch gestört, daß das Niveau des Klebstoffes in den Leimkästec sehr unterschiedlich sein kann und darüber hinaus deren Füllstandskontrolle nicht gesichert ist. Schließlich kann mit einer wahlweisen Anordnung von einer oder: mehreren Blockrückenbe— leimwalzen nicht in jedem Falle der beabsichtigte und mit der im Ausführungsbeispiel des DD-WP 119 555 beschriebenen Anordnung der Blockrückenbeleimwalzen erzielte Effekt dieser Vorrichtung erreicht werden.
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Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, die mit der bekannten "Vorrichtung und dem mit dieser angewendeten Dispersions lernverfahren erreichten durchschnittlich zufriedenstellenden Haltbarkeit von in kontinuierlichem Förderfluß maschinell beleimten Blocks, insbesondere Buchblocks- wesentlich zu erhöhen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Vorrichtung zum maschinellen Beleimen von Blockrücken, vorzugsweise Buchblockrücken, zu schaffen, die gegenüber dem Dispersionsleimverfahren eine erhebliche Erhöhung der Blattkantenausreißfestigkeit im kontinuierlichen Förderfluß ein Benetzen der Blattkantenseiten mit Schmelzklebstoff im notwendigen Temperaturbereich mit sich bringt und damit den prinzipiellen Effekt der bekannten Vorrichtung, nämlich den grundsätzlichen Vorteil der bekannten Geräte zur Handverleimung von Blocks, wesentlich weiterentwickelt.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß in der Vorrichtung mindestens drei Blockrückenbeleimwalzerr in an sich bekannter Weise derart vorgesehen sind, daß in Bewegungsrichtung der Blocks eingangs der Vorrichtung zwei in ihrem Winkel gegeneinander gestellte keglig oder kegelst umpf for mig ausgebildete Blockrückenbeleimwalzen sowie diesen nachgeschaltet eine zylindrische Blockrückenbeleimwalze angeordnet sind, daß die Blockrütkenbeleimwalzen jeweils in einer separat schwenk- und höhenverstellbaren Klebstoffwanne drehbar gelagert sind, daß der zylindrischen Blockrilckenbeleiiüwalze eine gegenläufig drehbar gelagerte Rücksplnnerwalze angeordnet ist und daß zum Ausgleich des kontrollierbaren Niveaus des'Schraelzkiebstoffes in den Klebstoffwannen diese miteinander verbunden sind. Dabei ist
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es zweckmäßig, die Klebstoffwannen mit längs-.und winkelbeweglichen hitzebeständigen Niveauausgleichsrohren zu verbinden, die entweder in in den Klebstoffwannengehäusen gelagerten iiitzebeständigen Dichtungen geführt sind, die vorzugsweise aus Polytetraflouräthylen bestehen oder direkt an den Klebstoffwannengehäusen befestigt sind. Zum Zwecke der Kontrolle des Niveaus des Schmelzklebstoffes in den Klebstoffwannen ist es vorteilhaft, einer Klebstoffwanne einen Sichtkasten zuzuordnen, der Bestandteil des Gehäuses der Klebstoffwanne sein kann. Es ist zweckmäßig, oberhalb der kegelförmigen Blockrückenbeleimwalzen eine oder mehrere, in den Förderbereich der Blockrücken eingreifende Leitschienen oder Leitrollen zum Unterstützen des Auffächerns der Blockrücken während des Beleirovorganges im Längsförderfluß zu stationieren.
Mit der erfindungsgemäßen.Schwenk- und Höhenverstellbarkeit der Klebstoffwannen ist es möglich, deren heizbare Wandungen optimal hoch zu gestalten, also dicht an der Berührungsebene von Blocks und Blockrückenbeleimwalzen anzuordnen. Dadurch-ist eine ausreichende Erhitzung des Schmelzklebstoffes garantiert. Besonders die Höhenverstelleinrichtung der Klebstoffwannen ermöglicht bei durch Schwenken einer der" Klebstoffwannen mit den kegelförmigen Blockrückenbeleimwalzen verändertem Anstellwinkel der Walzenfläche zum Block eine Korrektur der Höhe der Klebstoffwanne und somit der zugehörigen Walze, wodurch wiederum das Auftragen einer gleichbleibend großen Leimmenge auf den Blockrücken gesichert ist. Außerdem ist es dadurch möglich, die Blockrückenbeleimwalzen optimal tief in den Klebstoffwannen anzuordnen, womit nur ein vernachlässigbar kleiner Wärmeverlust bei der Beleimung der Blocks auftritt. Des weiteren ist durch die Zuordnung von einer Klebstoffwanne für jede Blockrückenbeleimwalze die Temperatur des Schmelzklebstoffes an jeder Beleimungsstelle gleichgroß. Infolge dieser für die Belei-
_ 5 —
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nmng mit Schmelzklebstoff erreichten optimalen konstruktiven und funktioneilen Kriterien wird die Blattkantenausreißfestigkeit gegenüber dem Disperionsleimverfahren wesentlich vergrößert. Schließlich garantiert die Verbindung der Klebstoffwannen untereinander im Zusammenwirken mit dem Sichtkasten ein ständig hinreichend großes Niveau des Schmelzklebstoffes in allen Klebstoffwannen während des gesamten Beleimungsvorganges.
Ausf ührungsbeisioiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigen:
Fig. 1 die Seitenansicht der Blockförderbahn, Fig. 2 die Vorderansicht der Blockförderbahn, Fig. 3 den Schnitt A-A nach Fig. 1.
Wie aus Figur 1 ersichtlich ist, werden in der' Blockförderbahn Blocks 1 von Blockfördermitteln 2,"Vorzugsweise Klemmriemen oder Plattenförderketten, getragen. Die Blockrücken 3 sind hierbei nach unten gerichtet-:und gleiten über die in die Klebstoffwannen 4 bis 6 eintauchenden, in deren Gehäuse drehbar gelagerten und in ihrem Winkel gegeneinander gestellten kegeistumpfförmigen Blockrückenbeieiawalzen 7» 8» den sogenannten Fächerleimwalzen und die zylindrische Blockrückenbeleimwalze 9 sowie die. elektrisch beheizte und gegenläufig angetriebene Rückspinnerwalze 10 hinweg. Diese Walzen' sind in bekannter Weise mit verstellbaren Leiarakeln 11 versehen, wobei die Rakel der Blockrückenbeleimwalze 9 entsprechend der Eiocklänge mittels der Kurvenscheibe 12 und des Gestänges 13 taktgerecht gesteuert wird,' um über den ganzen Block eine gleichmäßige Leirafiimstärke zu sichern. Oberhalb der Bloclcrückenbeleircv'/alzen 7? & sind zur Unterstützung des Fachervorgaijges der Blocks 1. Leitsciaier-en 1'+ stationiert
(Fig. 2). In Fig. 1 wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit auf die Darstellung der Leitschienen 14 verzichtet. Die Klebstoff wannen 4 bis 6 sind an der Aufhängung 15 schwenkbar gelagert. Mittels einer Gewindespindel 16 sind die Klebstoffwannen 4, 5 ©it den Blockrückenbeleimwalzen 7» 8, deren Kegelwinkel zwischen' 5 und 10° beträgt, um jeden beliebigen Winkel im Bereich von - 15° 0 15° schwenkbar. Die notwendige vertikale Korrektur der Leimwannen 4, 5'Wird mit dem Gestänge 17 vorgenommen. Die Klebstoff wannen 4· bis 6 sind durch längs- und winkelbewegliche Niveauausgleichsrohre 18 miteinander verbunden, die in in den Klebstoffwannengehäuse gelagerten hitzebeständigen Dichtungen 19 geführt sind, so daß in jeder dieser Wannen das gleiche Schmelzkl'eb™ stoffniveau gesichert ist» Mit dem einen Teil des Gehäuses der Klebstoffwanne 6 darstellenden und an der Bedienseite der Vorrichtung angeordneten Sichtkasten 20 ist eine unkomplizierte Niveaukontrolle auch mit den hohen Gehäusewandungen der Klebstoffwannen 4 bis 6 gesichert.
Die in der Blockförderbahn zur Vorrichtung beförderten Blocks 1 werden zunächst von den.durch Schwenken der Klebstoffwannen 4, 5 entsprechend deie benötigten Grad des Auffächerns der Blocks-1 schräg angestellten Blockrückenbeleimwalzen 7» 8 an beiden seitlichen Kanten der .Blockrücken mit einem sehr ' dünnem Schmelzklebstof'film versehen, über die Biockrückenbeleimwalze 9 werden die Blocks 1 gerade geführt und die Blockrücken 3 erhalten dort eine relativ dicke Klebstoffdeckschicht. An Hand des Sichtkastens 20 wird, das Niveau des Klebstoff spiegeis in den Klebst off wannen 4':bis 6 kontrolliert und. bei Unterschreiten des Limits über den Einfüllstutzen 21 Klebstoff zugeführt«, . .· :

Claims (5)

  1. 214943
    Erf indungsanspruch
    1. Vorrichtung zum Auftragen von Schmelzklebstoff auf Blockrücken während der Blockförderung auf einer Blockförderbalin, vorzugsweise für Buchblocks mit die Blocks in Längsrichtung, die Blockrücken^ nach unten gerichtet tragenden Blockfördermitteln und unter diesen schräg und gerade zu den in Förderrichtung betrachteten Blockrücken gelagerten Blockruckenbeleimwalzen, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens drei Blockruckenbeleimwalzen (7; 8; 9) in an \, sich bekannter V/eise derart gelagert sind, daß in Bewegungsrichtung der Blocks (1) eingangs der Vorrichtung zwei in ihrem Winkel gegeneinander keglig oder kegelstumpf förmig ausgebildete Blockruckenbeleimwalzen (7; 8) sowie diesen nachgeschaltet mindestens eine zylindrische Blockrückenbeleimwalze (9) angeordnet sind, daß die Blockruckenbeleimwalzen (7; 8) jeweils in einer separat schwenk- und höhenverstellbaren Klebstoffwanne drehbar gelagert sind und daß zum Ausgleich des kontrollierbaren Niveaus des Schmelzklebstoffes in den Klebstoffwannen (4» 5» 6) diese miteinander verbunden sind«
  2. 2. Vorrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klebstoffwannen (4; 5 J 6) untereinander mit längs- und winkelbeweglichen, hitzebeständigen xiiveauausgleichsrohren (18) verbunden sind, die. in in den .Klebstoffwannengehäuse gelagerten hitzebeständigen Dichtungen (19) geführt sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Punkt; 2 dadurch gekennzeichnet, daß die dichtungen (19) aus /Pciiytetraf iouräthylen bestehen.
    Vorrichtung nach Punkt 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Niveauausgleichsrohre (18) direkt an den Klebstoffwannengehäusen befestigt sind.
  4. 5. Vorrichtung nach Punkt 1 bis 4 dadurch, gekennzeichnet, daß. eine der Klebstoff wannen (4; 5; 6) mit einem Sicht-Kasten (20) versehen ist,
    Vorrichtung nach Punkt .1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, daß der Sichtkasten (20) Bestandteil des Gehäuses einer der Klebst of fwannen (4; 5; 6) ist.
  5. 7. Vorrichtung nach Punkt 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Blockrückenbeleimwalzen (7s 8) eine oder mehrere, in den Förderbereich der Blockrücken (3) eingreifende Leitschienen (14) oder Leitrollen zum Unter-. stützen des Auffächerns der Blockrücken (3) während des. Belexmungsvorganges im Längsförderflaß stationiert sind.
    Berzu.j3_Seiten Zeichnungen
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