DD144683A1 - Arbeitsoeffnung,insbesondere rohrdurchfuehrung in der wandung eines betontanks - Google Patents

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Meinfried Kruegel
Manfred Pastera
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Meinfried Kruegel
Manfred Pastera
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Arbeitsoeffnung, insbesondere eine Rohrdurchfuehrung in der Wandung eines Betontanks. Das Ziel der Erfindung besteht in der Verbesserung der Dichtheit von Betontanks, in der Erhoehung der Betriebssicherheit und der Verbesserung des Umwelt-, Arbeits- und Brandschutzes bei gleichzeitiger Einsparung von Material, Arbeitszeit und Kosten. Dieses Ziel wird dadurch geloest, dass in der einbetonierten Rohrhuelse, die einen Flansch aufweist, der in der Betonwand so einbetoniert ist, dass er die Oberflaeche der Betoninnenwand bildet, eine innereRohrhuelse mit Flansch derart angeordnet ist, dass die einbetonierte und die innere Rohrhuelse sowie die Flansche der Rohrhuelsen einen kreisfoermig ausgebildeten, luftdicht abgeschlossenen Ringraum um die innere Rohrhuelse bilden, wobei tankinnenseitig die Flansche und tankaussenseitig die Rohrhuelsen miteinander verbunden sind, und dass der Ringraum mit einem Pruefstutzen versehen ist.-Fig 1-

Description

Titel der Erfindung " .
Arbeitsöffnung, insbesondere Rohrdurchführung in der Wandung eines Betontanlcs E 04 H, 7/02.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Arbeitsöffnung, insbesondere eine Rohrdurchführung in der Wandung eines Betontanks, der innenseitig eine abdichtende Beschichtung aus Tokretputz und Epoxydharz aufweist, wobei die Rohrdurchführung von einer in der Wandung einbetonierten Rohrhülse aufgenommen wird.
Die Erfindung wird vorzugsweise für die flüssigkeitsdichte Ausführung von Mannlöchern, Produktdurchführungen oder anderen Arbeitsöffnungen bei Untergrundspeichern für Treibstoffe, Heizöle und anderen Mineralölprodukten angewendet.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen •Betontanks, die für die Lagerung von Vergaserkraftstoffen oder ähnlichen Produkten vorgesehen, sind, weisen bekanntlich auf ihrer Innenseite abdichtende Schutzschichten gegen das Austreten der Lagerprodukte auf. Beispielsweise finden HJR-Anstriche ('I)D-PS 126 838), elastische, korrosions- und hitzebeständige, flexible Überzüge aus Reaktionsharzen und Schaumstoffen (DD-PS 30 749, Oe-PS 224 017), Kunststoffschichten (DD-PS 52 794»
DE-GM β 608 257) und Auskleidungen in Form von Folien oder Platten (DE-AS 1 806 132) Anwendung.
30Diese bekannten Tanks oder Behältnisse enthalten Öffnungen von unterschiedlichem Durchmesser für das Befahren, Befüllen oder Entleeren. Das absolute Abdichten dieser. Öffnungen, insbesondere zwischen der Betonwandung und der Rohrdurchführung, hat sich als besonders kritisch
35herausgestellt.
Bekannterweise erfolgt während des BetonSchüttvorganges das Einbetonieren bzw. das Einformen eines Stahlringes oder einer Hülse in die Wandung eines Betonbehältnisses (DE-OS 2 009 286). Der Durchmesser dieses Ringes wird
40dabei durch die in der Wandung eingelassenen Spannrohre begrenzt.
Bedingt durch die Gleitschalung beim Betonieren muß die Stahlringhöhe der Stärke der Betonwandung entsprechen und mit der Innen- und Außenseite der Wandung bündig ab-
45schließen, wodurch das Anschweißen des inneren und äußeren Stahlringes am einbetonierten Ring erheblich erschwert wird. Eine Dichtheitsprüfung der Schweißnähte ist darüber hinaus nicht möglich«, Die flüssigkeitsabdichtenden Schutzschichten auf der Be-
50toninnenwandung neigen besonders im Bereich der Hohlkehle des inneren Stahlringes zur Zerstörung infolge Rißbildung, Abhebung oder Abtragung«, Verursacht wird diese Zerstörung durch die sich in der Hohlkehle konzentrierenden Spannungen zwischen dem Beton und der Schweißverbin-
55dung, welche sich auf die Schutsschichten übertragen9 so daß diese zerreißen, sich abheben oder ablösen. Die erhöhten Spannungen im Hohlkehlenbereich sind auf die unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten der verwendeten Mat e ri alien zurückführbar *
60Der Tank bzw. das Betonbehältnis, wird undicht und leckt im Bereich der· Mannlochdurchführung, wodurch die Havarie- und Unfallgefahr beträchtlich erhöht wird. Ein derartiger
- 3 - Pi ^ C?) JA
undichter Tank erfordert die sofortige Außerbetriebset- zung, das Umpumpen des Speichermediums in einen Reser-65vetank und die Instandsetzung der inneren Schutzschichten, was einen erheblichen Aufwand an Wartungs» und Reparaturleistungen zur Wiederherstellung der Betriebsfähig» keit verursacht·
Besonders nachteilhaft und gefahrvoll ist Austreten des 70Speichermediums bei der Untergrundlagerung feuergefährlicher Medien. Heben der Verschmutzung bzw. Verseuchung des umgebenden Erdreiches und des Grundwassers, werden zusätzliche Kosten und erhebliche Arbeitszeitaufwendungen für Erdarbeiten notwendig, um den Zugang au ermög-751ichen. Umfangreiche Sicherungsmaßnahmen wie das Anordnen von! Sicherheitszo-nen, das Errichten von Auffangräumen und komplizierte Leckanzeigegeräte sind die Folge, All dies bedeutet einen hohen Aufwand an Bauleistungen, Material und Arbeitszeit sowie einen großen Platzbedarf 8Ofür den Tank.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Εχ-findung besteht in der Verbesserung der Dichtheit von Betontanken gegen das Austreten des Spei-
85cherraediums im Bereich der Arbeitsöffnung, in der Erhöhung der Betriebssicherheit und der Verbesserung des Umweltschutzes sowie des Arbeits- und Brandschutzes bei gleichzeitiger Einsparung von Material, Arbeitszeit und Kosten.
.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Arbeitsoffnüng in der Wandung eines Betontanks derart zu entwickeln, die eine Übertragung der Spannungen im Bereich
95der Arbeitsöffnung auf die Schutzschicht vermeidet und bei der eine Kontrolle der Arbeitsöffnung, insbesondere der Schweißnähte auf Dichtheit möglich ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß in der einbetonierten Rohrhülse, die einen Plansch auf-
lOOweist, der in der Betonwand so einbetoniert ist, daß er die Oberfläche der Betoninnenwand bildet, eine innere Rohrhülse mit Plansch derart angeordnet ist, daß die : einbetonierte und die innere Rohrhülse sowie die Plansche der Rohrhülsen einen kreisförmig ausgebildeten, luftdicht abgeschlossenen Ringraum um die innere Rohrhülse bilden j wobei tankinnenseitig die Plansche und tankaußenseitig die Rohrhülsen miteinander verbunden sind, und daß der Ringraum mit einem Prüfstutzen versehen ist.
HOAnstelle der einbetonierten Rohrhülse kann auch ein Blechkasten die innere Rohrhülse aufnehmen. Die technisch-ökonomischen Auswirkungen, insbesondere der technische Portschritt der Erfindung, bestehen in der Verbesserung der Dichtheit von Betontanken gegen
115das Austreten des Speichermediums, in der Erhöhung der Betriebssicherheit und in der Verbesserung des Umwelt-, Arbeits- und Brandschutzes.
Ein weiterer Vorteil besteht in der Einsparung von Material, Arbeitszeit und Kosten.
120Ferner gestattet die erfindungsgemäße Lösung eine Prüfung der Schweißnähte und eine Kontrolle der Arbeitsöffnung in der Betonwand auf Dichtheit. Dies führt zu einer Erhöhung des Gebrauchswertes des Bauwerkes und ermöglicht sofortige Wartungs- und Instandhaltungsar™
125beiten.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
130In den dazugehörigen Zeichnungen zeigt Figur 1 eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Arbeitsöffnung als Mannloch und
Figur 2 eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Arbeitsöffnung als Rohrdurchführung
135in Schnittdarstellung.
Die erfindungsgemäße Arbeitsöffnung besteht aus den Rohrhülsen 6 und 7 mit den dazugehörigen Flanschen 8 , 9 und dem Vorschweißflansch 5. Die Rohrhülse 6 wird mit ihrem Flansch 9 während des Betoniervorganges in die
HOBetonwandung 3 des Tanks eingebracht und mittels Anker-, schrauben 10 in der Betonwandung 3 verankert. Der an der Rohrhülse 6 angeschweißte Flansch 9 ist dabei so einbetoniert, daß er die Oberfläche der Tankinnenseite im Bereich der öffnung bildet.
145Die vom Durchmesser her kleinere innere Rohrhülse 7 ist in der einbetonierten oder äußeren Rohrhülse 6 so angeordnet, daß die Flansche 8 und 9 sowie die beiden Rohrhülsen 6 und 7 einen kreisförmig ausgebildeten, luftdicht abgeschlossenen Ringraum 4 um die innere Rohr™ .
150hülse 7 bilden, wobei einerseits der Flansch 8 der inneren Rohrhülse 7 mit dem einbetonierten Flansch 9 der äußeren Rohrhülse 6 und andererseits die beiden Rohrhülsen 6 und 7 durch eine Kehlnahtschweißung verbunden sind. Zu diesem Zweck erfolgt auf der Außenseite das Ent-
155fernen des Betons an der Rohrhülse 6. Die so entstandene Kehle wird nach dem Schweiß-und Prüfverfahren mit Kunstharzmörtel ausgefüllt.
Im Falle der Durchführung eines Produktrohres wird anstelle der Rohrhülse 6 ein Blechkasten einbetoniert, der
i60gleichzeitig die Aufgabe des Flansches der inneren Rohrhülse 6 übernimmt, wobei der Blechkasten aus Einzelteilen zusammengeschweißt ist. . Der Ringraum 4 weist einen Prüfstutzen 11 auf, der beim Mannloch tankinnenseitig angeordnet ist.
i65Bei der Produktdurchführung ist dieser Prüfstutzen Ii jedoch tankaußenseltig angeordnet= Die Dichtheitsprüfung erfolgt über diesen Prüfstutzen mittels Abdrücken durch Luft, Nachdem die erfindungsgemäße Arbeitsöffnung in der vor-
170beschriebenen Art und Weise montiert ist, erfolgt das Aufbringen der inneren Schutzschichten in der Art, daß zunächst eine Tokretputζschicht 2 auf der Betoninnen- · wand aufgebracht wird, jedoch die Stahloberfläche des einbetonierten Flansches 9 der Rohrhülse 6 nicht ver-
175putzt wird«, Die auf die Tokretputsschicht 2 folgenden Epoxyharzechlchten 1 werden so aufgetragen, daß sie die Stahloberfläche des Flansches 9 oder des Blechkastens bis zur Kehlnaht bedecken.

Claims (2)

  1. 7 ~ 7' 1 & W
    Erfindungsansprüche:
    1. Arbeitsöffnung, insbesondere Rohrdurchführung in der Wandung eines Betontanks, der "innenseitig eine abdichtende Beschichtung aus Tokretputz und Epoxydharz aufweist, wobei die Rohrdurchführung von einer in der Wandung einbetonierten Rohrhülse aufgenommen wird, gekennzeichnet dadurch, daß' in der' einbetonierten Rohrhülse (6), die einen Plansch (9 ) aufweist, der in der Betonwand (3) so einbetoniert ist, daß er die Oberfläche der Betoninnenwand bildet, eine innere Rohrhülse (7) mit Flansch (8) derart angeordnet ist, daß die einbenierte und die innere Rohrhülse (6;7 ) sowie die Flansche (8 ; 9 ) der Rohrhülsen (6;7 ) einen kreisförmig ausgebildeten, luftdicht abgeschlossenen Ringraum ( 4) um die innere Rohrhülse (7 ) bilden, wobei tankinnenseitig die Plansche (8 ; 9) und tankaußenseitig die Rohrhülsen (6;7 ) miteinander verbunden sind, und daß der Ringraum ( 4) mit einem Prüfstutzen (11) versehen ist,
  2. 2. Arbeitsöffnung nach Punkt 1, gekennzeichnet 'dadurch, daß anstelle der Rohrhülse (6) und des Flansches ( 9 ) ein Blechkasten vorgesehen ist.
DD21397479A 1979-06-29 1979-06-29 Arbeitsoeffnung,insbesondere rohrdurchfuehrung in der wandung eines betontanks DD144683B1 (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4232493A1 (de) * 1992-09-28 1994-03-31 Steuler Industriewerke Gmbh Stutzen für ausgekleidete Beton- oder Stahlbetonbehälter und Verfahren zu seiner Herstellung
EP0742562A1 (de) * 1995-05-12 1996-11-13 Commissariat A L'energie Atomique Verfahren zum Einbauen einer abgedichteten Durchführung durch eine Zellenwand
EP0940818A1 (de) * 1998-02-10 1999-09-08 Japan Nuclear Cycle Development Institute Adapter für luftdichte Durchführung

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EP0940818A1 (de) * 1998-02-10 1999-09-08 Japan Nuclear Cycle Development Institute Adapter für luftdichte Durchführung

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