DD144722A1 - Verfahren zur erzeugung von gussstuecken - Google Patents

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DD144722A1
DD144722A1 DD21413979A DD21413979A DD144722A1 DD 144722 A1 DD144722 A1 DD 144722A1 DD 21413979 A DD21413979 A DD 21413979A DD 21413979 A DD21413979 A DD 21413979A DD 144722 A1 DD144722 A1 DD 144722A1
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DD21413979A
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Herbert Stecher
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Herbert Stecher
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung von Gußstücken in Formen mit Kernen mit gezielter Beeinflussung der Abführung der Gießgase beim Gießprozeß aus der Form zur Erzielung blasen- und lunkerfreier Gußstücke. Das Ziel der Erfindung besteht darin, die Wirkungsweise der Gießform so zu verändern, daß die Kerngase gegen Ende des Formfüllungsvorganges ausschließlich durch die Kernmarke nach außen strömen und nicht in Blasenform in das flüssige Metall eindringen. 'Erfindungsgemäß wird der Gasdruck im Formhohlraum gegen Ende des Gießprozesses auf das 0,1- bis 0,9fache des maximalen metallostatischen Druckes im oberen Teil des Formhohlraumes erhöht, während gleichzeitig nach den bisher bekannten Verfahren für eine optimale Abführung der Gießgase aus dem Kerninneren gesorgt wird. Zur Durchführung des Verfahrens wird ein Flansch an eine Luftpfeife zur Zuführung von Luft unter einem Überdruck angeschlossen, wobei über- ' druck der Luft und Querschnitt von Luftzuleitung, Anschlußflansch und Luftpfeife eine Einheit bilden. Die Erfindung ist in der Gießereitechnik anwendbar. — Fig.1 -

Description

"Verfahren zur Erzeugung von Gußstücken" Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung ist in der Gießereitechnik anwendbar· Sie betrifft ein Verfahren zur Erzeugung von Gußstücken in Formen mit Kernen mit gezielter Beeinflussung der Abführung der Gießgase beim Gießprozeß aus der Form zur Erzielung blasen- und lunkerfreier Gußstücke·
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es sind Verfahren bekannt, bei denen durch gezielte Abführung der Gießgase aus den Kernen über deren Kernmarken eine Senkung des Gasinnendruckes in den Kernen erzielt und damit blasen- und lunkerfreier Guß erzeugt wird. Es sind weiterhin Verfahren bekannt, die durch Verbesserung der Gasdurchlässigkeit des Formstoffes der Außenform und / oder spezielle Entlüftungskanäle in der Außenform die Abführung der Gießgaee aus den Kernen fördern sollen· Nachteil dieser Methoden ist das Fehlen einer gezielten Steuerung des Gasdruckes im Formhohlraum, so daß Gießgase aus den Kernen während des Gießprozesses in den Formhohlraum strömen und dabei auch
teilweise durch das flüssige Gießmetall hindurchperlen können· Es sind weiterhin Verfahren bekannt, durch Steiger oder Luftpfeifen beziehungsweise dmrch höhere Gießtemperaturen die Abführung der Gießgase aus der Form beziehungsweise aus dem flüssigen Gießmetall zu fördern« Aus dem geschilderten Nachteil resultiert die Entstehung typischer Fehlererscheinungen wie Blasen und /oder Lunker, insbesondere im oberen Teil des Gußstückes,
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, die Wirkungsweise der Gießform so zu verändern, daß die genannten Fehler am Gußstück vermieden werden»
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur gezielten Beeinflussung der Druckverhältnisse in der Gießform zu entwickeln, das gewährleistet, daß insbesondere gegen Ende des Gießprozesses keine Gießgase aus den Kernen in den Formhohlraum überströmen und auf diese Weise auch nicht in das Gießmetall eindringen können» Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß der Gasdruck im Formhohlraum zumindest gegen Ende des Gießprozesses auf das o,1 bis o,9fache des maximalen metallostatischen Druckes im oberen Teil des Formhohlraumes erhöht wird, während gleichzeitig nach den bisher bekannten Verfahren für eine optimale Abführung der Gießgas θ aus dem Kerninneren gesorgt wird. Die Erhöhung des Gasinnendruckes in der Form erfolgt durch Zuführung eines Druckgases während des Gießprozesses vpn außen in die Form· Die Sandform besteht aus Unterkasten 1, Kern 2 und Oberkasten 3» wobei der Oberkasten 3 eine Luftpfeife 4 an der obersten Stelle
. ' · ..' . - 3 -
des Formhohlraumes 5 aufweist· Durch Anlegen eines Flansches 6 an eine Luftpfeife 4 zur Zuführung von Luft unter einem Überdruck, wobei Überdruck der Luft und Querschnitt von Luftzuleitung 8, Anschlußflansch 6. und Luftpfeife 4 eine Einheit bilden, steigt beim Gießprozeß gegen Ende der Formfiillung der Gasgegendruck im oberen Teil des Formhohlraumes an« Bs ist aber auch möglich, die oberen Teile der Formhohlraumoberflache mit einem festen und / oder flüssigen Formüberzugsstoff zu versehen, der durch Gasabgabe beim Gießprozeß durch Verdäinpfung und/ oder thermisch© Spaltung zusätzliche Gasmengen an den Formhohlraum abgibt und der gleichzeitig durch Verstopfung der Poren in der Formstoff oberfläche mit flüssigen und / oder festen Bestandteilen die Abführung der Gießgase aus dem Pormhohlraum bremst, so daß gegen Ende des Gießvorganges der Gasdruck im lOrmhohlraum ansteigt· Beim.Aufbringen des Formüberzugsstoff es ist darauf zu achten, .daß Kernpartien und Kernmarken nicht mit Überzogen werden,
AusfUhrungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden· In der zugehörigen Zeichnung zeigt:
Pig· 1 eine Sandform
Die Sandform besteht aus Unterkasten 1, Kern 2 und Oberkasten 3» wobei der Oberkasten 3 eine Luftpfeife 4 an der obersten Stelle des Formhohlraumes 5 aufweist. Durch Anlegen eines Flansches 6 an eine Luftpfeife 4 zur Zuführung von Luft unter einem Überdruck, wobei überdruck der Luft und Querschnitt von Luftzuleitung 8, Anschlußflansch 6 und Luftpfeife 4 eine Einheit bilden, steigt beim Gießprozeß gegen Ende der Pormfüllung der Gasgegondruck im oberen
Teil des Pormhohlraumes bis auf das o,9fache des durch die Höhendifferenz zwischen Oberkante des Gießtümpels 7 und Oberkante des Formhohlraumes 5 bestimmten metallostatischen Druckes an. Dadurch wird bewirkt 9 daß die Kerngase gegen Ende des Formfüllungsvorganges ausschließlich durch die Kernmarke 9 nach außen strömen und nicht in Blasenform in das flüssige Metall eindringen.

Claims (3)

Patentansprüche
1. Verfahren zur Erzeugung von Gußstücken in Formen mit Kernen, dadurch gekennzeichnet, daß der Gasinnendruck im. Formhohlraum gegen Ende des GieSprozesses auf das o,1 bis o,9fache des maximalen metallostatischen Druckes im oberen Teil des Formhohlraumes erhöht wird»
2· Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß von außen in den Formhohlraum ein Druckgas eingeleitet wird*
3· Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf die oberen Teile der Formhohlraumoberflache mit Ausnahme der Kerne und Kernmarken vor dem Gießen ein fester und / oder flüssiger Formiiberzugsstoff aufgebracht wird, der gasabgebende Komponenten und / oder Komponenten, die Poren der Formstoff oberfläche verstopfen, enthält·
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
DD21413979A 1979-07-05 1979-07-05 Verfahren zur erzeugung von gussstuecken DD144722A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5076341A (en) * 1990-02-06 1991-12-31 Mazda Motor Corporation Compression casting method and apparatus therefor

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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