DD144932A1 - Verfahren und naehmaschine zur abstandssteuerung von werkzeugarbeitsbahnen - Google Patents

Verfahren und naehmaschine zur abstandssteuerung von werkzeugarbeitsbahnen Download PDF

Info

Publication number
DD144932A1
DD144932A1 DD79214328A DD21432879A DD144932A1 DD 144932 A1 DD144932 A1 DD 144932A1 DD 79214328 A DD79214328 A DD 79214328A DD 21432879 A DD21432879 A DD 21432879A DD 144932 A1 DD144932 A1 DD 144932A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
workpiece
needle
movement
needles
tool carrier
Prior art date
Application number
DD79214328A
Other languages
English (en)
Inventor
Adolph S Dorosz
Original Assignee
Usm Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Usm Corp filed Critical Usm Corp
Publication of DD144932A1 publication Critical patent/DD144932A1/de

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B55/00Needle holders; Needle bars
    • D05B55/14Needle-bar drives
    • D05B55/16Needle-bar drives with provision for disengaging individual needle bars
    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B39/00Workpiece carriers
    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B55/00Needle holders; Needle bars
    • D05B55/10Needle bars for multiple-needle sewing machines
    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05DINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASSES D05B AND D05C, RELATING TO SEWING, EMBROIDERING AND TUFTING
    • D05D2203/00Selection of machines, accessories or parts of the same kind
    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05DINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASSES D05B AND D05C, RELATING TO SEWING, EMBROIDERING AND TUFTING
    • D05D2207/00Use of special elements
    • D05D2207/02Pneumatic or hydraulic devices
    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05DINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASSES D05B AND D05C, RELATING TO SEWING, EMBROIDERING AND TUFTING
    • D05D2207/00Use of special elements
    • D05D2207/05Magnetic devices
    • D05D2207/06Permanent magnets

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

214328 Berlin, den 18.1.1930
V/P D 05 B/214 328 55 865/26
Verfahren und nähmaschine zur Abstandssteuerung von Werkzeugarbeitsbahnen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung des relativen Abstands der Arbeitsbahnen von Werkzeugen, die an einem in einer Ebene bewegbaren Werkstück in Anlage bringoar sind, sowie eine nach diesem Verfahren arbeitende nähmaschine, insbesondere eine Steppstichnähmaschine.
Charektejristik der bekannten technischen Lösungen
Es sind bereits Mehrnadelnähmaschine!! bekannt, bei denen die Werkzeuge an einem Werkzeugträger in einer seitlichen Abstandsbeziehung relativ zu einer Achse angeordnet sind, die senkrecht au der Bewegungsebene des 'Werkstücks verläuft. Das Werkstück wird längs einer bestimmten Bahn in der betreffenden Ebene bewegt.
Bei derartigen Mehrnadel-lTähmaschinen oder auch bei anderen, mehrere Werkzeuge verwendende Maschinen, bei welchen an einem in einer Ebene bewegbaren Werkstück gearbeitet wird, ändert jedoch eine Komponente der Werkstücktransportbewegung längs einer die Werkzeuge verbindenden Linie den Abstand der Arbeitsbahnen der Werkzeuge, wenn die Richtung der Werkstückbewegung, die normalerweise senkrecht zur Verbindungslinie der Werkzeuge erfolgt, geändert wird. Verläuft diese Richtung schräg zur Verbindungslinie,. so nimmt der Ab-
14328
\ ** O L· " _2- 18.1.1980
VVP D 05-Β/214 55 865/26
stand der beiden Arbeitsbahnen ab. Die beiden Arbeitsbahnen fallen ganz miteinander zusammen, wenn die Richtung der Werkstückbewegung längs der Verbindungslinie verläuft· Um dies zu vermeiden, kann zwar das Werkzeug gedreht werden, was jedoch einen schwierigen Transport hervorruft. Außerdem entstehen Probleme bezüglich des Festklemmens der Werkstücke©
.Ziel der Erfindung; " .
Es ist Ziel der Erfindung, die Qualität, das Aussehen der mit Melirnadel-Nähmaschinen bearbeiteten Werkstücke zu verbessern, einen konstanten Abstand der Nähbahnen unabhängig von der Richtung der Werkstückbewegung sicherzustellen,»
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, zur Sicherstellung dieser Zielstellung ein Verfahren zu entwickeln, vermittels dessen der relative Abstand der Werkzeugarbeitsbahnen steuerbar ist. Die nach diesem Verfahren arbeitende Mehrnadelnähmaschine soll so verbessert werden, daß ein einwandfreier Transport der Werkstücke bei allen Richtungsänderungen gewährleistet und ein Festklemmen ausgeschlossen ist.
Erfindungsgemäß werden dieses Ziel und die Aufgabe dadurch gelöst, daß beim Bewegen des Werkstücks in seiner Arbeitsebene der Werkzeugträger um die senkrecht zur Arbeitsebene des Werkstücks verlaufende Achse unabhängig von der Bewegung des Werkstücks derart gedreht wird, daß eine selektive Einstellung in den aufeinanderfolgenden Arbeits- bzw. Betätigungsstationen der Werkzeuge an dem Werkstück-relativ zu der bestimmten Bahn erfolgt.
2 ί 4 3 2 B -3- 18,1.1980
V/P D 05 Β/214 328 55 865/26
Die Bewegung des Werkstücks und die Winkelmaßige Drehung des Werkzeugträgers erfolgt dabei in Form einer Reihe von gleichzeitig ausgeführten diskreten Bewegungen und Winkeldrehungen·
Um an dem Werkstück dekorative Effekte hervorrufen zu können, wird eines der Werkzeuge während eines oder mehrerer Intervalle des Betriebs der Maschine unwirksam gemacht»
Gemäß einem weiteren Merkmal des erfindungsgemäßen Verfahrens wird zum Nähen eines Eckenmusters mit einer äußeren Ecke und einer inneren Ecke auf dem Werkstück eine erste der vorgesehenen Nadeln längs einer äußeren Stichbahn betätigt, während eine zweite der vorgesehenen Nadeln längs einer inneren Stichbahn betätigt wird· Bei Erreichen des Schnittpunktes der inneren Ecke durch die zweite Nadel wird diese unwirksam gemacht und die Bewegung mit lediglich der ersten Nadel solange fortgesetzt, bis diese den Schnittpunkt der äußeren Ecke erreicht· Nachfolgend wird die zweite Nadel um den Schnittpunkt der äußeren Ecke gedreht, während die erste Nadel am Schnittpunkt der äußeren Ecke verbleibt. Die Nadeln werden nun in einer neuen Bewegungsrichtung soweit bewegt, bis die zweite Nadel wieder den Schnittpunkt der inneren Ecke erreicht. Die Fadenmenge, die weitgehend gleich der von der zweiten Nadel infolge deren Unwirksamkeit herausgezogenen entspricht, wird nun durch die betreffende zweite Nadel wieder zurückgezogen und nachfolgend diese zweite Nadel in Betrieb gesetzt.
Um das oben beschriebene Verfahren auszuführen, bei dem die Werkzeuge Nähnadeln sind, ist gemäß der Erfindung
2U328
~4- 18.1.1980
WP D 05 B/214 55 865/26
eine Nähmaschine vorgesehen, die an einem in einer Ebene bewegbaren Werkstück zu arbeiten vermag. Die betreffende Maschine umfaßt einen Werkzeugträger, der in Bezug auf das Werkstück hin- und herbewegbar ist. Ferner ist eine Bewegungs- bzv/o Antriebseinrichtung vorgesehen, die das Werkstück in der betreffenden Ebene bewegt, sowie eine Steuereinrichtung, die die Arbeitsweise bzw. den Betriebs der Bewegungseinrichtung steuert, um das Werkstück längs einer bestimmten Bahn bewegen zu lassen. Diese Maschine ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß der Werzeugträger zumindest zwei Nadeln trägt und unabhängig von der Bewegung des Werkstücks um eine senkrecht zu der genannten Ebene verlaufenden Achse drehbar ist.. Außerdem umfaßt die Maschine eine Dreheinrichtung, die unter der Steuerung der Steuereinrichtung den Werkzeugträger um die genannte Achse dreht·
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung trägt der Werkzeugträger dieser Nähmaschine zwei Nadeln, die jeweils um nahezu demselben Abstand von der genannten Achse versetzt sind. Der V/erkzeugträger umfaßt weiterhin noch Einrichtungen, die an bestimmten Stellen des Werkstückes jede der Nadeln unwirksam machen können. Zum Zurückziehen des Fadens einer unwirksamen Nadel ist eine von der Steuereinrichtung auslösbare Rückzieheinrichtung vorgesehen. Diese Rückzielieinrichtung weist erfindungsgemäß einen derart wirkenden reversiblen Motor auf, daß der Faden an der Nadel leicht gelockert wird und damit gut durchschneidbar ist.
Gemäß einem letzten Erfindungsmerkmal sind jeder Nadel Schlingenbildungseinrichtungen zugeordnet, die über Dreheinrichtungen um die obengenannte Achse schwenkbar, ständig
28
-5- 18.1.1980
WP D 05 B/214 328 55 865/26
zu den Nadeln ausgerichtet bleiben·
Ausführungsbeispiel ,
Die Erfindung soll -nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden» In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Pigο 1: , eine Perspektivansicht der erfindungsge-
mäßen Nähmaschine;
Pig* 2: die schematißche Darstellung der Drehein
richtung der Nähmaschine gernäß Fig« 1 als Perspektivansicht;
ig. 3: eine vergrößerte Seitensclinittansicht der
wichtigsten Elemente des Nähkopfes der Nähmaschine gemäß Pig. 1;
Pig. 4 und 4a: perspektivische Kxplosionsansichten der
oberen und unteren Teile des Nähkopfes gemäß Pig, 3;
Pig« 5: die vergrößerte Perspektivansicht der
!Fadensteuereinrichtung der Nähmaschine gemäß Pig« 1;
Pig« 6: die Seitenschnittansicht der Fadensteuer
einrichtung gemäß Pig. 5;
Pig. 7 und 8: Draufsichten auf die Padensteuerein-
richtung im unwirksamen bzw. wirksamen Zustand;
21432
-β- 18.1.1980
WP D 05 Β/214 328 55 865/26
Pig· 9 und 10: mit der erfindungsgemäßen Nähmaschine
erzielbare Stichmuster;
Pig« 11: die schematische Darstellung der Steuereinrichtung der nähmaschine gemäß Pig· 1;
Pig· 12: eine schematische Darstellung von Einzel
heiten der Steuereinrichtung gemäß Pig» 11;
Pig· 13J · ein Diagramm über den Verlauf von in der
Steuereinrichtung auftretenden Signalen;
Pig* 14a: das Nähen eines kreisförmigen Musters mit
Hilfe der erfinduiigsgemäßen Nähmaschine;
Pig· 14b: das Nähen eines kreisförmigen Musters mit
Hilfe einer herkömmlichen Nähmaschine;
Pig· 15a bis 15d: mit Hilfe der erfindvoigsgernäßen Nähmaschine erzielbare !Tähmuster.
Die in den Zeichnungen dargestellte Nähmaschine ist eine Steppstich-Maschine mit in einer Ebene bewegbaren und bearbeitbarem Werkstück W# Sie umfaßt einen feststehenden Kopf 8, der einen zu dem Werkstück W hin bzw. von diesem weg bewegbaren Werkzeugträger 10 umgibt· Das Werkstück W wird zwischen Klemmen 13 festgehalten und in seiner Ebene mittels X- und Y-Schrittmotoren bewegt· Der'Werkzeugträger 10 trägt zwei Nadeln 12, die von seiner vertikalen Achse Z-Z jeweils um nahezu denselben Abstand versetzt sind· Er wird mittels einer Kurbelwelle 14 und eines mit dieser über einen Schaft bzw* eine Welle 18 verbundenen Motors 16 hin- und herbewegt» um die
214328
-7- 18.1.1930
. WP D 05 B/214 328
55 865/26
Nadeln 12 in das 7/erkstück W eindringen zu lassen.
Die Maschine umfaßt ferner unterhalb des Werkstücks W eine Stichbildungsanordnung 20 mit zwei Schlingenbildungseinriclituiigen 21, die mit den Nadeln 12 zusammenwirken· Ein Antriebsriemen 22 wird von der Welle 18 angetrieben und versetzt ein Zahnrad 23 in Drehung, welches mit eiiiem Zahnrad 24 kämmt« Das Zahnrad 24 kämmt mit einejn auf einer V/eile' 26 sitzenden Zahnrad 25. Ein ebenfalls auf der Welle 26 sitzendes Zahnrad 27 kämmt mit einem Zahnrad 28, welches an einer vertikalen Welle 29 fest angebracht ist« Damit ruft die Drehung des Zahnrades 23 eine Drehung der Welle 29 um die Achse Z-Z hervor. Ein an dem oberen Ende der Welle 29 angebrachtes Zahnrad 30 kämmt mit einem Zahnrad 31» welches an einer horizontal verlaufenden Welle 32 befestigt ist, die in einem Gehäuse der Stichbildungsanordnung 20 drehbar lagert. Zwei mit der'Welle 32 fest verbundene Zahnräder 33 kämmen mit zwei an den Enden zweier vertikal verlaufender Stumme!wellen 35 fest angebrachten Zahnrädern 34» Die Stummelwellen 35 sind in Tragarmen 36 des Gehäuses der Schlingenbildungseinrichtungen 21 drehbar untergebracht. Die betreffenden Schlingenbildungseinrichtungen 21 drehen sich um ihre entsprechenden Achsen auf eine Drehung der Welle 32 hin. Diese Drehung veranlaßt sie, ihre Fadenschiaufenfunktion auszuführen»
Der Werkzeugträger 10 wird um die Achse Z-Z mittels einer Dreheinrichtung mittels eines Motors 37 (Fig. 2) angetrieben, der eine Welle 38 über einen Antriebsriemen 39 in Drehung versetzt. Dieser Motor 37 ist durch die Steuereinrichtung 60 der Nähmaschine derart steuerbar, daß er eine Drehung um einen Winkel θ dann hervorruft, wenn sich die
214328
-8- ' 18.1.1980
WP D 05 B/214 55 865/26
ladein 12 außerhalb des Werkstücks W befinden«,
An gegenüberliegenden Enden der Welle 38 sind Zahnräder 40j 41 fest angebracht, um eine Bewegung auf Wellen 42; 43 über Zahnräder 44; 45 zu übertragen* Auf der Welle befindet sich ein Zahnrad 46, welches mit einem an einer Welle 48 fest angebrachten Zahnrad 47 kämmt· Auf der Welle ist ein Zahnrad 49 angeordnet, welcher die Drehbewegung über ein Zahnrad 51 auf ein Teil 50 überträgt· Das Teil 50 ist in dem Kopf 8 drehbar gelagert· Es erteilt dem Werkzeugträger 10 eine Drehbewegung, wodurch sich die !Tadeln 12 um die Achse Z-Z drehen· Auf der Welle 43 befindet sich ein Zahnrad 52, welches derart mit einem an dem Gehäuse der Stichbildungsanordnung 20 angebrachten Zahnrad 53 kämmt, daß diese und damit die Schlingenbildungseinrichtungen 21 um die Achse Z-Z gedreht werden·
Das Zahnrad 41 kämmt ferner mit einem Zahnrad 54, das, an einer Welle 55 fest angebracht, über Zahnräder 57; 58; einer Welle 56 eine Drehbewegung erteilt. Diese Welle ist in einer das Zahnrad 23 durchziehenden Bohrung frei drehbar. Auf ihr befindet sich das Zahnrad 24» durch welches über das Zahnrad 25 die Welle 26 in Drehung versetzt wird. Durch Drehung der Welle 26 drehen sich die Wellen 29; derart, daß eine Gegenwirkung zu der epizyklischen Bewegung der Schlingenbildungseinrichtung 21 um ihre eigenen Achsen, welche durch die Bewegung der Welle 32 um ihre eigene Achse hervorgerufen wird, auftritt.
Die Motoren 16; 37 sind über Leitungen 62; 64 und ein Nadelstellungsfühler 66 über eine Leitung 68 mit der Steuereinrichtung 60 verbunden.
214328
-9- 18*1.1980
WP D 05 B/214 328 55 865/26
Der Werkzeugträger 10 weist zwei nadelträger 70; 72 (Pig. 3, 4 und 4a) auf, deren jeder eine der Nadeln 12 hin- und herzubewegen vermag· Die Kurbelwelle 14 trägt eine vertikal geführte Verbindungsstange 74j die mit einem ringförmigen Gelenkzapfen 76 versehen istc Dieser Gelenkzapfen 76 lagert in einer Nut. eines drehbaren Hebe-Lagerteiles 78, welches mittels einer Feststellschraube 80 an einem teilweise rohrförmig ausgebildeten Teil 82 befestigt ist. Das Teil 82 nimmt axial gleitbar die unteren Enden der nadelträger 70j 72 auf. Ein oberes gabelförmiges Ende des Teiles 82 ist mit in Abstand voneinander befindlichen Löchern 84 versehen, die zur lösbaren Aufnahme der Enden von quer durch eine Bohrung 88 im Nadelträger 70 bzw, durch eine Bohrung 90 im Nadelträger 72 verlaufenden Stiften 86 dienen» Die Stifte 86 besitzen eine Antriebsverbindung mit dem Teil 50. Sie sind jeweils mit einem von zwei doppelt wirkenden Luftmotoren 92; 94 verbunden, die die vertikale Hin- und Herbewegung der Nadeln 12 freigeben oder verhindern.
Jeder Stifte 86 weist eine Aufnahmeöffnung 96 auf, welche das untere Ende jeweils eines von zwei vertikal verlaufenden Stangen 98 aufnimmt (Pig. 4a). Diese Stangen 98 verlaufen derart durch langgestreckte radiale Schlitze 100 in dem Teil 50, daß sie eine Antriebsverbindung zwischen den Stiften 86 und dem Teil 50 herstellen. Die oberen Enden der Stangen 98 sind mit Hilfe von Schrauben 102 an Blöcken 104; 106 angeschraubt. An den Blöcken 104, 106 liegt eine gabelförmige Klemmeinrichtung 108 an, um den Werkzeugträger 10 hochzuhalten, wenn die Stifte 86 von den Löchern 84 getrennt sind. Mittels Federn 109, die an der Innenseite des Kopfes 8 befestigt sind, wird ein Druck auf die Stangen 98 zu den radial nach innen gerichteten Enden der Schlitze 100 hin ausgeübt.
214328
-10- 18,1.1980
.' WP D 05 B/214 328
55 865/26
Damit drehen die Stifte 86 über die Stangen 98 die Nadelträger 70; 72 mit dem Teil 50·
Nachfolgend werden die Einrichtungen der Nähmaschine beschrieben, mit deren Hilfe jede der Nadeln 12 an bestimmten Stellen auf dem Werkstück W unwirksam gemacht werden kann. Die Blöcke 104; 106 (Pig· 4 und 4a) weisen radial in Abstand voneinander vorgesehene konische Flächen 110; 112 auf, die von entsprechenden konischen an jeweils einem von zwei koaxial angeordneten rohrförmigen Kolben 118; 120 gebildeten äußeren und inneren Flächen 114; 116 aufnehmbar sind. Die Luftmotoren 92; 94 sind an einem Querzapfen 122 in dem oberen Ende eines an dem Kopf 8 befestigten Bügels 124 (Fig. 1 und 4) gelagert. Die nach oben gerichtete Bewegung jedes Kolbens 118; 120 durch Betätigen der Kolbenstangen 126; 128 der Luftmotoren 92; 94 ruft eine-Radialbewegung einer der Stangen 98 und eine Axialbewegung des Stiftes 86 in seiner Bohrung 88; 90 und damit eine Unterbrechung der betriebsmäßigen Anlage des Stiftes 86 an der WancL dos Loches 84 hervor« Dies ist darin begründet, daß die Blöcke 104; 106 mit Löchern 107 versehen und in axialer Richtung auf diese aufnehmenden Zapfen 130; 132 verschiebbar sind (Fig. 4a). Die Zapfen 130; 132 sind in radialer Richtung angeordnet. Sie ruhen mit ihren Enden in Löchern 134, die sich in einem Brückenteil 136 des Teiles 50 und in einem an dein Teil 50 angebrachten Block 138 befinden.
Durch eine nach unten gerichtete Bewegung der Kolben- · stange 126 wird der innere Kolben 120 abgesenkt, indem ein Druck auf einen Block 140 ausgeübt wird, der gleitbar in einem in dem äußeren Kolben 118 gebildeten
214328
-11- 18.1.1980
WP D 05 Β/214 328 55 865/26
Schlitz 142 untergebracht ist· Der Block "HO ist dabei an dem Kolben 120 mittels einer Schraube 144 befestigt. Me Abwärtsbewegung der Kolbenstange 128 führt zur Absenkung des äußeren Kolbens 118, indem ein Druck auf einen an dem Kolben 118 mittels Schrauben 148 befestigten Block 146 ausgeübt wird« In den Kolben 118; 120 ragt durch einen Bügel 124 und durch ausgerichtete Schlitze 152; 154 ein Führungsstift 150 (Pig. 3 und 4). Federn I56, die von einem an dem Bügel 124 befestigten Träger 158 herabhängen, wirken der Absenkung der Kolben 118; 120 entgegen. Ein unterer Endteil einer der Federn 156 ist mit einer an dem Block I46 angebrachten Lasche 160 und ein unterer Endteil der anderen Feder 156 mit einer an dem Block 140 angebrachten Lasche 162 verbundene
In Fig. 5 bis 8 ist eine Faden-Aufnähme- und Abzieheinrichtung 170 veranschaulicht. Der Faden T wird dabei von (nicht dargestellten) Spulen über diese betreffende Einrichtung an die !Tadeln 12 abgegeben. Er verläuft nach unten durch Bohrungen 172 in einem an dem Brückenteil I36 angebrachten Stößel 174 und weiter durch axiale Löcher 176 in den ladelträgern 70; 72 zu den Nadeln 12 hin. Um das Auftreten eines Fadenüberschusses zu vermeiden, wenn eine der Nadeln 12 unwirksam gemacht ist, wird'mittels eines Faden-Rückzieh-Schrittmotors 173 - der an einem Rahmen 188 angebracht -ist - eine Reibrolle 180 gedreht. Die Reibrolle 180 wirkt mit einer oder beiden vorgesehenen Mitlaufrollen 182 zusammen, die von unteren bzw. oberen Hebeln 184 getragen werdene Die Hebel 184 sind an einem Bügel 186 am Rahmen 188 der Mähmaschine befestigt. Jeder Hebel 184 liegt mit seinem einen Ende an einer einstellbai-en Fadenanlage-Reibungsein-
21432
-12- 18.1.1930
WP D 05 B/214 • 55 865/26
richtung 189 und mit seinem gegenüberliegenden Ende an einer zwei Kolbenstangen 190, die durch zwei mit einer Rückholfeder ausgestattete Luftmotoren 192 betätigt v/erden. Der Faden T gelangt zwischen den Bügel 186 und die Fadenanlage-Reibungseinrichtung 189 hindurch. Durch Druckfedern 194 (Fig. 8), die auf von dem Bügel 186 abstehende Schrauben 196 mittels Muttern 198 festgehalten sind, wird auf den Faden T eine Spannung ausgeübt.
Die Luftmotoren 192 und der Fadenrückzieh-Schrittmotor werden durch die Steuereinrichtung 60 gesteuert· Wenn ein Luftmotor 192 in Betrieb ist, veranlaßt er seine Mitlaufrolle 182, den in Kontakt damit befindlichen Faden gegen die Reibrolle 180 zu bewegen. Der Fadenrückzieh-Schrittmotor 178 dreht die Reibrolle 180 derart, daß der Faden zurückgezogen wird ο
Die dargestellte nähmaschine umfaßt eine Fadenabgabeeinrichtung und eine Fadenabschneideeinrichtung (nicht dargestellt) von herkömmlichem Aufbau und einen Andruckfuß 200 mit einem Loch, welches beide Nadeln 12 umgeben kann, wenn er angehoben ist«
In Fig. 9 ist ein Häh- bzw. Stichmuster dargestellt, welches mittels der dargestellten Maschine genäht worden ist. Dieses Muster umfaßt eine gestrichelt dargestellte Mittellinienbahn 206, die den aufeinanderfolgenden Positionen des Musters relativ zu der Achse Z-Z folgt. Jede aufeinanderfolgende Position wird durch X- und Y-Bewegungen erreicht. Mit Pq ist die Ausgangsposition bezeichnet. Durch X- und Y-Bewegungen wird die Position P* erreicht, usw.. Die winkelmäßige Drehung der iladeln 12 um die Achse Z-Z beträgt Θ-
214328
-13- 18.1.1930
WP D 05 B/214 328 55 865/26
zwischen den Positionen Pq und P-· Durch aufeinanderfolgende X- und Y-Bewegungen und durch Drehungen um die Achse Z-Z werden zwei Stichwege 208; 210 gebildet, die das Muster ausmachen.
Pig. 10 zeigt ein Eckenstichmuster, welches eine äußere Stichbahn 221 und eine innere Stichbahn 222 auf dem Werkstück V/ umfaßt. Das Muster ist durch zwei gestrichelte geradlinige Mittellinienbahnen 212; 214 und durch eine bogenförmige Mittellinienbahn 215 festgelegt· Die erste der !Tadeln 12 wird längs der äußeren Stichbahn 221 und die zweite längs der inneren Stichbahn 222 betrieben. Wenn die zweite Nadel 12 den Schnittpunkt 216 der inneren Ecke (Position P- auf der Mittellinienbahn 212) erreicht, Y/ird die zweite !Tadel 12 durch den Betrieb eines der Luftmotoren 92; 94 unwirksam gemacht.
Die Bewegung längs der Mittellinienbahn 212 wird allein mit Hilfe der ersten Nadel 12 fortgesetzt, die solange in Betrieb gehalten wird, bis sie den Schnittpunkt 218 der äußeren Ecke erreicht (Position P-q auf der Mittellinienbahn 212). Danach wird die zweite Nadel 12 längs eines Bogens 219 von dem Punkt 220 aus um den Schnittpunkt 218 gedreht, während die erste Nadel 12 am Schnittpunkt 218 gehalten bleibt. Die Drehung erfolgt durch eine Kombination der Drehung des Werkzeugträgers 10 um die Achse Z-Z und durch die Bewegung des Werkstücks W. Mit P-- bis P-,-sind fortschreitende Mittellinienpositionen längs der bogenförmig verlaufenden Mittellinienbahn 215 veranschaulicht. Diese bogenförmige Bewegung um den Schnittpunkt 218 stellt sicher, daß die erste Nadel 12 keine nennenswerte Fadenziehwirkung zeigt. Der Betrag der Yiinkeldrehung B ist gleich
C I 4 3 2 § _14- 18.1.1980
'WP D 05 B/214 328 55 865/26
180° - OC , wobei Od der unterzubringende Eckenwinkel ist« Wenn die Drehung um den Schnittpunkt 218 erfolgt, sind beide !Tadeln 12 unwirksam«, Bei Erreichen der Position P11- auf der Mittellinienbahn 214 wird die erste Nadel 12 wieder aktiviert. Die Iladeln 12 werden in der neuen Bewegungsrichtung solange bewegt, bis die zweite !Tadel 12 wieder zum Schnittpunkt der inneren Ecke gelangt (Position P2q)· Dabei liegt eine Fadenmenge vor, die weitgehend gleich der mittels der zweiten Nadel 12 herausgezogenen Fadenmenge ist, da diese nicht wirksam durch den Betrieb des Fadenrückzieh-Schrittmotors 178 zurückgezogen wurde. Diese Fadenmenge sollte weitgehend gleich der Strecke L sein, die in Fig. 10 markiert ist. Der Faden wird in fünf Schritten θ zurückgezogen, wenn die Bewegung zwischen den Positionen P1r und Pp0 stattfindet. Am Schnittpunkt 216 wird die zweite Nadel wieder aktiviert. Der Nähvorgang setzt sich zu jeder Seite der Mittellinienbahn 214 fort. Die Steuereinrichtung 60 steuert die Größen X, Y1 Θ, 0 und den Betrieb der Luftmotoren 92; 94,'
Die in Pig, 11 dargestellte Steuereinrichtung 60 v/eist einen Speicher 230 mit adressierbaren Speicherplätzen auf, die eine Breite von 27 Bits (B0 bis B2g) besitzen«, Die Bits sind dabei wie folgt aufgegliedert:
B0 - Bf- Größe der X-Bewegung Bg Richtung der Z-Bewegung - B10 Große der Y-Bewegung
B-o Richtung der Y-Bewegung B-. ~ B-in Große der Θ-Bewegung
2ί4328
-15- 18*1.1980
WP D 05 Β/214 55 865/26
B-q Richtung der Θ-Bewegung (im Uhrzeigersinn oder im Gegenuhrzeigersinn)
B^q- Bpp Größe der 0-Bewegung
Bpo Richtung der 0-Bewegung
Bp. Freigabe/Sperrung der ersten Nadel
Bpc Freigabe/Sperrung der zweiten Nadel
Bp/- Ende des Musters
Jeder der adressierbaren Speicherplätze wird von einem Adreßregister 232 adressiert, welches über eine Ädreßbusleitung 234 mit dem Speicher 230 verbunden ist. Das Adreßregister 232 ist ein 10-Bit-Register, welches zumindest eintausend einzelne Speicherplätze in dem Speicher 230 zu adressieren imstande ist.
Die 10--Bit-Adresse im Adreßregister 232 wird auf das Auftreten einer Zustandsänderung eines UND-Gliedes 236 fortgeschaltet, welche durch eine Vielzahl von an der Eingangsseite des betreffenden UND-Gliedes vorhandenen Signalzuständen hervorgerufen wirde Αία Ausgang des UND-Gliedes 236 tritt ein "AdresGenfortschalt-"Signal auf, welches dem Adreßregister 232 zugeführt wird und sodann den nächsten Bit-Speicherplatz im Speicher 230 adressiert« Die Bits Bq bis Bpj- v/erden über eine Busleitung 240 an ein Antriebssystem 238 abgegeben. Das Antriebssystem 238 führt die Bewegungen aus und leitet Signale über eine Busleitung 242 zu der Eingangsseite eines UND-Gliedes 236 hin, wenn die Bewegungen beendet sind.
214328
~1β- 18.1.1980
. ¥/Ρ D 05 Β/214 55 865/26
Das Steuer- bzw. Antriebssystem 238 ist in Fig. 12 dargestellt; es umfaßt Treibersysteme für die Größen X, Y1 Q und 0. .. -
Die Parameter v/erden Zählern innerhalb des Treibersystems zugeführt, nämlich einem X-Zähler 244, einem Y~Zähler 246, einem Θ-Zähler 248 und einem 0-Zähler 250. Die Größen der Bewegung werden in die entsprechenden Zähler mittels eines Impulsgenerators 252 eingegeben, der durch das Adressenfortschaltsignal von dem UND-Glied 236 über eine Leitung getriggert wird.
Zur gleichen Zeit wie die Zähler 244 bis 250 wird auch eine Reihe von Flipflops 254; 256 geladen, welche die Bits B2* und Bpj- aufnehmen. Ein durch den Impulsgenerator erzeugter Impuls triggert das Laden der Zähler 244 bis 250 und der Flipflops 254? 256, die über einen Inverter 258 an dem betreffenden Impulsgenerator angeschlossen sind. Die Ausgänge 255; 257 der Flipflops 254; 256 sind so ausgelegt, daß sie die Luftmotoren 92; 94 steuern, um die zweite bzw. erste Nadel 12 in Betrieb zu setzen. V/eitere Ausgänge der betreffenden Flipflops sind mit einem UM)-Glied 260 verbunden und dessen Ausgang wiederum mit einer Leitung 358, die ein Signal führt, wenn keine der Nadeln in Betrieb zu sein hat. Die X- und Y-Bewegungsraten sind in Abhängigkeit davon, ob ein Stich zu bilden ist oder nicht voneinander verschieden* Ist kein Stich zu bilden, dann werden diese Bewegungsraten durch eine Taktschaltung festgelegt, während bei Stichbildung hierfür eine Taktschaltung 262 dient. In entsprechender Weise ist die 9— Bewegungsrate durch eine Taktschaltung 266 dann festgelegt,
143 28
l ^ ^ -17- 18.1.1980
WP D 05 B/214 328 55 865/26
wenn ein Stich zu bilden ist, und durch eine Taktschaltung 268, wenn kein Stich zu bilden ist. Die Taktschaltungen 262; 264; 266; 268 sind durch I/iultivibratorschaltungen gebildet, die Impulsfolgen mit vorgeschriebenen Frequenzen erzeugen.
Die von den Taktschaltungen 262; 264 abgegebenen Signale werden einer Taktauswahlschaltung 270, und die von den Takt· schaltungen 266; 268 einer Taktauswahlschaltung 272 zugeführt. Die Taktauswahlschaltungen 270; 272 erhalten ferner das auf der Leitung 358 auftretende Signal zugeführt. Sie sind derart betrieben, daß sie in Abhängigkeit von dem auf der Leitung 358 auftretenden Signal die Taktsignale entweder von den Taktschaltungen 262; 266 oder von den Taktschaltungen 264; 268 auswählen.
In der Takt auswahl schalt ung 270 nimmt ein UITD-Glied 274 Signale von der- Taktschaltung 262 und von der Leitung 358 über einen Inverter 273 auf. Ein UITD-Glied 276 nimmt Signale von der Taktschaltung 264 und der Leitung 358 her auf. Die Ausgänge der UiTD-Glieder 274; 276 sind über ein ODER-Glied 280 miteinander zusammengefaßt. Wenn ein Signal auf der Leitung 358 auftritt und keine Hallt anzeigt, dann wird das UITD-Glied 276 die von der Takt schaltung 264 abgegebenen Signale zu dem ODER-Glied 280 hin leiten. Wenn auf der Leitung 358 kein Signal auftritt, dann werden die Signale von der Taktschaltung 262 zu dem ODER-Glied 280 hin geleitet. Das Ausgangssignal des ODER-Gliedes 280 wird sowohl einem UITD-Glied 282 als auch einem UITD-Glied 284 zugeführt. Das UHD-Glied 282 wird
1.1 4 ό ά -18- 18.1.1980
WP D 05 Β/214 55 865/26
für eine X~Bewegung freigegeben bzw. übertragungsfähig gemacht, und das UND-Glied 284 für eine Y-Bewegung. Der X-Zähler 244 wird mit einer von Null verschiedenen Zählerstellung geladen, wenn eine X-Bewegung aufzutreten hat, und der Y-Zähler, wenn eine Y-Bewegung aufzutreten hat» Diese von Null verschiedenen Zählerstellungen werden mittels eines X-Zohlerstellungsdetektors 286 bzw. mittels eines Y-ZählerStellungsdetektors 288 ermittelt. Wenn diese Detektoren eine von Hull verschiedene Zählerstellung ermitteln, dann erzeugen die betreffenden Zählerstellungsdetektoren 286; 288 mit niedrigem Pegel auftretende Verknüpfungssignale, die über die Inverter 290; 292 an die UND-Glieder 282; 284 abgegeben v/erden, die daraufhin in den übertragungsfähigen Zustand gelangen.
Die Taktauswahlschaltung 272 funktioniert in derselben V/eise wie die Taktauswahlschaltung 270, allerdings in bezug auf den ©-.Zähler 248, ein UND-Glied 294, einen ö-Zählerstellungsdetektor 296 und einen Inverter 298. Das UND-Glied 294 wird dann übertragungsfähig gemacht, wenn eine Θ-Bewegung aufzutreten hat.
Die X-, Y- und Θ-Taktsignale werden außerdem Richtungs-Auswahlschaltungen 300; 302; 304 zugeführt. Diese Schaltungen nehmen jeweils ein Bit aus dem Speicher über die Busleitung 240 auf, wodurch eine positive, eine negative, oder eine Bewegung im Uhrzeigersinn oder Gegenuhrzeigersinn angezeigt wird. Die Schaltungen 300; 302; 304 nehmen die Bits B^; B1-.* B^ ~ auf, die die Bewegungsrichtung angeben. Die Richtungs-Auswahl-Schaltung 300 weist einen der positiven Richtung zugehörigen Ausgang
143 28
%**%*£. -19- 18.1.1980
Y/P D 05 B/214 328 55 865/26
30.1 und einen der negativen Richtung zugehörigen Ausgang 303 auf· Diese beiden Ausgänge 301; 303 sind mit einer X-Schrittmotor-Steuereinrichtung 306 verbunden«Die Richtungs-Aus\vahls ehalt ung 302 besitzt zwei entsprechende Ausgänge, die mit einer Y-Schrittmotor-Steuereinrichtung 308 verbunden sind0 Die entsprechenden Ausgänge der Richtungs-Auswahlsehaltung 304 sind mit einer ©-Schrittmotor-Steuereinrichtung 310 verbunden, v/elche den Motor 37 steuert ο
Die Richtungsauswahlschaltung 300 umfaßt ein UND-Glied 314, dessen Ausgang der Ausgang 301 ist, und ein UND-Glied 316, dessen Ausgang der Ausgang 303 ist« Das auf das Bit B^ zurückgehende Signal wird direkt dein UND-Glied 314 und über einen Inverter 318 dem UND-Glied 316 zugeführt« Damit signalisiert die Richtungs-Auswahl-Schaltung 300 die Bewegungsrichtung und leitet die der geforderten Be-wegungsgröße entsprechende Anzahl von Impulsen weiter, da jeder Impuls von dem X-Zähler 244 entweder über den Ausgang 301 oder den Ausgang 303 zu der X-Schrittmotor-Steuereinrichtung 306 hin geleitet wird. Wenn sämtliche Impulse an die X-Schrittmotor-Steuereiiirichtung 306 abgegeben worden sind, gibt der X-Zählerstellungsdetektor 286 ein Signal über den Inverter 290 ab, wodurch da.s UND-Glied 282 gesperrt wird. Der X-Zählerstellungsdetektor 286 gibt ferner ein Signal an eine Leitung 320 ab, die Teil der Busleitung 242 ist»
Die Richtungsauswahlschaltungen 302; 304 arbeiten in ähnlicher Y/eise wie die Richtungs-Auswahl-Schaltung 300, jedoch in bezug auf die Y-Schrittmotor-Steuereinrichtung und die Ö-Schrittmotor-Steuereinrichtung 310« Die Ausgangs-
2143 28 -20- 18.1.1980
WP D 05 B/214 328 55 865/26
signale von den Y- und Θ-Zählerstellungsdetektoren 288; 296 werden über die Leitungen 322; 324 abgegeben, die Teil der Busleitung 242 sind.
Pas Steuer- bzw. Antriebssystem 238 ist ferner derart betreibbar, daß ein Zurückziehen von Fäden ausgeführt wird, wenn es die Bits B20 bis B2^ verlangen« Die Größe des Zurückzieliens wird durch die Bits B20 bis B22 festgelegt, die dem 0-Zähler 250 zugeführt v/erden und die Richtung des Zurückziehens durch die Bits B2-,, die der Auswahlschaltung 326 zugeführt werden. Das Laden einer bestimmten Größe des Zurückziehens in den 0-Zähler 250 bewirkt, daß eine 0-Zählerstellungsdetektorschaltung 328 ein mit niedrigem Verknüpfungspegel auftretendes Verknüpfungssignal erzeugt, welches mittels eines Inverters 330 invertiert wird, um ein UND-Glied 332 in den übertragungsfähigen Zustand zu steuern. Die von einer Rückzieh-TaktGchaltung 334 abgegebenen Taktimpulse werden über das UND-Glied 332 weitergeleitet und an den 0-Zähler 250 sowie an die Auswahlschaltung 326 abgegeben, Die Auswahlschaltung 326 ist entweder mit ihrem Plus-Ausgang oder mit ihrem Minus-Ausgang freigegeben, um Impulse an eine 0-Schrittaotor-Steuerschaltung 336 abzugeben, welche den Padenrückzieh-Schrittmotor 178 steuert. Wenn sämtliche Impulse abgegeben worden sind, erfolgt eine Sperrung des UND-Gliedes 332 durch den 0-ZählerStellungsdetektor 328. Außerdem gelangt ein Signal zu einer Leitung 338 der Busleitung 242.
Das auf der Leitung 338 auftretende Signal wird ferner über einen Inverter 340 an zwei UITD-Glieder 342; 344 abgegeben. Wenn ein Rückziehvorgang stattfindet, wird
21 4 3 28 -21- 18.1.1980
WP D 05 B/214 55 865/26
ein mit niedrigem Pegel auftretendes Verknüpfungssignal durch den Inverter 340 invertiert, so daß die UND-Glieder 342; 344 freigegeben'bzw. in den übertragungsfähigen Zustand gebracht sind. Die UND-Glieder 342; 344 erhalten ferner Signale von den durch Flipflops 254; 256 gebildeten bistabilen Kippgliedern, deren Signale mit einem hohen Verknüpfungspegel auftreten, wenn die zugehörige Nadel unwirksam zu sein hat. Wenn die erste Nadel 12 unwirksam ist, liefert, das UND-Glied 344 ein Signal auf einer Leitung 341, und vierni die zweite Nadel 12 unwirksam ist, erzeugt das UND-Glied 342 ein Signal auf einer Leitung 343· Durch die auf den Leitungen 341; 343 auftretenden Signale werden die entsprechenden Luftmotoren 192 derart aktiviert, daß die Mitlaufrollen 182 mit der Reibrolle 180 in Kontakt gebracht und ein Zurückziehen des Fadens bewirkt wird.
Zusätzlich zu den auf den Leitungen 320; 322; 324; 338 auftretenden Signalen erhält das UND-Glied 236 (Fig· 11) ferner ein "Start"-Signal von einem Start-Schalter 350, der mit einer monostabilen Kippschaltung 352 und einem Inverter 354 verbunden ist. Ferner erhält das betreffende UND-Glied 236 ein Signal von einem ODER-Glied 356· Das ODER-Glied 356 erhält Signale über die Leitung 358 von dem Antriebssystem 238 und über eine Leitung 360 von einem Impulsgenerator 362· Auf der Leitung 358 tritt ein Signal dann auf, wenn kein Stich bzw. keine Naht zu erfolgen hat, sondern lediglich.eine Bewegung auszuführen ist· Auf der Leitung 360 tritt ein Signal dann auf, wenn eine Naht bzw· ein Stich auszuführen ist· ·
Die zeitliche Steuerung der Erzeugung eines Impulses
214328
-22- 18.1.1980
WP D 05 B/214 55 865/26
durch, den Impulsgenerator 362 wird durch einen Nadelpositionsfühler 364, eine Detektorschaltung gesteuert, die derart-wirksam ist, daß sie einen Verknüpfimgsimpuls mit hohem Pegel an den Impulsgenerator 362 über eine Leitung 366 dann abgibt, wenn eine !Tadel 12 sich aus dem Werkstück W herausbewegt»
Das eigentliche Nähen des Werkstücks W wird' durch eine Steuereinrichtung 368 ausgelöst, die den Motor 16 steuert. Die Steuereinrichtung 368 erhält ein Signal von dem liadelpositionsfühler 364 über eine Leitung 370 und Signale von der Leitung 358 über eine Leitung 372, Die Steuereinrichtung 368 verhindert eine Nadelbewegung, wenn sie mit hohem Pegel auftretende Verknüpfung3signale über die Leitungen 370; 372 zugeführt erhält. Diese Signale zeigen an, daß die !Tadeln-sich außerhalb des Werkstücks befinden und somit kein Nähvorgang erforderlich ist. Die Nadelbewegung und damit der Nähvorgang wird eingeleitet, wenn das auf der Leitung 372 auftretende Signal mit einem niedrigen Verknüpfungspegel auftritt0
Ein Betrieb der dargestellten Maschine läuft solange, bis das Bit Bpg das "Ende" eines Musters anzeigt. Dadurch tritt ein Verknüpfungssignal mit hohem Pegel auf der Leitung 374 auf, wodurch ein negatives Impuls abgebender Impulsgenerator 376 getriggert wird, der einen negativen Impuls an ein UND-Glied 378 abgibt. Das UND-Glied 378 erhält ferner ein mit hohem Pegel auftretendes Verknüpfungssignal zugeführt, welches auf der Leitung 380 von einem Flipflop 382 abgegeben wird, Dadurch bewirkt der negative Impuls, daß das Ausgangssignal des UND-Gliedes 378 auf einen niedrigen Verknüpfungsρegel absinkt. Dieses Ausgangssignal wird einem Rückstellanschluß
214328
-23- 18.1.1930
. WP D 05 B/214 328 55 865/26
des Adreßregisters 232 über eine Leitung 384 zugeführt, wodurch das betreffende Register 232 zurückgesetzt wird.
Das Nähen eines Husters wird durch Betätigung des Start-Schalters 350 eingeleitet. Dadurch v/ird die monostabile Kippschaltung 352 getriggert, welche einen Impuls erzeugt. Dieser Impuls hat normalerweise keine Auswirkung auf das Flipflop 332, veranlaßt jedoch das UND-Glied 236, das Adreßregister 232 zu aktivieren.
Um die Maschine in Betrieb zu setzen, erzeugt eine Spannungsabgabeschaltung 385 bei Spannungszuführung ein "Spannungs-Ein"-Signal. Durch Auftreten dieses Signals v/ird das Plipflop 332 in einen Verknüpfungszustand gesetzt, in welchem ein niedriger Signalpegel auftritt, so daß ein Verknüpfungssignal mit niedrigem Pegel über die Leitung 380 an das UND-Glied 378 abgegeben v/ird. Das UND-Glied 373 gibt ein Verknüpfungssignal mit niedrigem Pegel weiter, wodurch das Adreßregister 232 bei einer Speicheradresse von Null festgehalten wird« Das mit niedrigem Pegel auftretende Verlaaüpfungs-Au3gangssignal des Flipflops 382 wird ferner an das Antriebssystem 238 über die Leitung 386 abgegeben, die mit den Rückstellanschlüssen des X-Zählers 244, des Y-Zählers 246, des Θ-Zählers 248, des 0-Zählers 250 und der Flipflops 254; 256 verbunden ist (Fig. 12)β Die Zähler 244; 246; 248; 250 erzeugen nunmehr auf den Leitungen 320; 322; 324; 338 Verknüpf ungs signale mit hohem Pegel ebenso, die Flipflops 254; 256 an ihren Ausgängen für die UND-Glieder 342; 344; 260. Das UND-Glied 260 gibt ein Verknüpfungssignal mit hohem Pegel an die Leitung 358 ab, welches die Abgabe eines Ausgangssignals mit hohem Pegel an das ODER-Glied 356 bewirkt.
214328
-24- 18,1.1980
WP D 05 B/214 55 865/26
Auf eine Betätigung des Start-Schalters 350 hin erzeugt das monostabile Kippglied 352 einen Impuls, durch dessen Vorderflanke das Flipflop 382 in einen Verknüpfungszustand zur Abgabe eines Signals hohen Pegels gesetzt wird. Das Außgangssignal des Flipflops 382 wird dem UND-Glied 378 zugeführt und damit das Adreßregister 232 für die Aufnahme von Impulsen von dem Speicher 230 freigegeben« Der vom monostabilen Kippglied 352 erzeugte Impuls wird, mittels des Inverters 354 invertiert und an das UND-Glied 236 abgegeben, welches damit übertragungsfähig ist, um das Adreßregister 232 für eine Informationsaufnahme von dein Speicher 230 her weiterzuschalten.
In Pig. 13. ist der Verlauf verschiedener Signale bzw. Impulse zur Erläuterung der Arbeitsweise der Nähmaschine dargestellt. Der Signal- bzw. Impulsverlauf A stellt das Ausgangssignal des Flipflops 382 dar, der Signal- bzwe Impulsverlauf B das Ausgangcsignal des monostabilen Kippgliedes 352, Die Signalverläufe C bis P veranschaulichen die'Ausgangssignale der Zählerstellungsdetektoren 286; 288; 296; 328. Die Signalverläufe G und H zeigen die Ausgangssignale der UND-Glieder 260; 236, der Signalverlauf J die Belastung des Impulsgenerators 252, die Signalverläufe K; L die Ausgangssignale der Flipflops 254; 256 und die Signalverläufe M; N; P; R die Ausgangssignale der UND-Glieder 282; 284; 294; 332. Der Signalverlauf Q ist der des Nadelpositionsfühlers 364, Die Signalverläufe S; T veranschaulichen die Signale der UND-Glieder 342; 344» und der Signalverlauf U schließlich die Impulsabgabe des negativen Impulses erzeugenden Impulsgenerators 376,
214328
-25- 18.1·1980
WP D 05 B/214 55 865/26
Mit Tq ist der Zeitpunkt des Einschaltens der Speisespannung bezeichnete Zum Zeitpunkt T^ wird der Start-Schalter 350 betätigt, wodurch die Abgabe eines Impulses vom monostabilen Kippglied 352 veranlaßt wird. Dadurch wird das Flipflop 382 gesetzt, und das Adreßregister 232 auf Hull gehalten (Signalverläufe B; A; H). Wenn das Ausgangssignal des monostabilen Kippgliedes 352 mit einem niedrigen Verknüpf ungspegel zum Zeitpunkt To auftritt, tritt das Ausgangssignal des UHD-Gliedes 236 mit hohem Pegel auf, wodurch das Adreßregister 232 fortgeschaltet und außerdem die Abgabe eines Impulses vom Impulsgenerator 252 ausgelöst wird (Signalverläufe B; H; J) ·
Zum Zeitpunkt T^ tritt die Rückflanke des Impulses im Signalverlauf J auf« Der Speicher 230 lädt die Zähler 244» 246; 248; 250, Außerdem werden die Flipflops 254» 256 gesetzt. Es erfolgt eine Bewegung ohne Stichbildung, so daß die X-, Y- und Θ-Taktsignale (Signalverläufe M; H; P) mit der Taktrate auftreten, die keiner Stichbildung entspricht. Zum Zeitpunkt T, erreicht die Θ-Zählerstellung den Wert Hull. Damit hören die Θ-Taktsignale (Signalverlauf P) auf. Zum Zeitpunkt Tjerreicht die X-Zählerstellung den Wert Hull, wodurch die X-Taktsignale (Signalverlauf M) aufhören, und zum Zeitpunkt Tr die Y-Zählersteilung, wodurch die Y-Taktsignale (Signalverlauf H) aufhören·
Zum Zeitpunkt Tg, zu dem sämtliche drei Zählerstellungen Hull betragen, ist das Ui-JD-Glied 236 übertragungsfähig (Signalverlauf H), das Adreßregister 232 schaltet auf die nächste Speicheradresse weiter« Durch die neue Speicheradresse wird die zweite !Tadel 12 ausgewählt,
2143 28 -26~ 18.1,1980
WP D 05 B/214 55 865/26
in dem das Flipflop 254 ein Ausgangs signal mit hohem Verknüpfungspegel zum Zeitpunkt T7 (Signalverlauf K) und das UFD-GIied 260 ein Verknüpfungssignal mit niedrigem Pegel abgibt (Signalverlauf G)· Der Motor 16 wird eingeschaltet und die Kurbelwelle 14 dreht sich. Wenn sich die Kurbelwelle 14 in die obere Stellung dreht, gibt der Uadelpositionsfühler 364 einen Impuls (Signalverlauf Q) zum Zeitpunkt Tq ab· Durch das Auftreten dieses Impulses wird das UND-Glied 236 übertragungsfähig und das Adreßregister 232 auf die dritte Speicheradresse weitergeschaltet.
Die dritte Speicheradresse enthält Daten für X; Y; θ und 0 sowie für die Auswahl der ersten !Tadel 12, Die 0-Daten betreffen das Zurückziehen des Fadens der zweiten Hadel 12 zum Zeitpunkt Tg, Dieser Vorgang setzt sich bis zum Zeitpunkt T-, q fort (der Signalverlauf F veranschaulicht das Signal des 0-Zählerstellungsdetektors und der Signalvei-lauf R das des 0-Taktgenerators), Zum Zeitpunkt T-- gibt der Θ-Zählerstellungsdetektor 296 ein Ausgangs-Verknüpfungssignal mit hohem Pegel ab (Signalverlauf E), die Θ-Bewegung hört auf. Die Y-Bewegung hört zum Zeitpunkt T., ρ auf 1111CL die X-Bewegung zum Zeitpunkt T-ο . Zum Zeitpunkt T- . wird ein "J:Tadel-lIochn-Impuls von dem IJadelpositionsfühler 364 erzeugt (Signalverlauf Q), Auf das Auftreten dieses Impulses hin wird das UHD-Glied 236 übertragungsfähig gesteuert, so daß das Adreßregister auf die nächste Speicheradresse fortschaltet,
Y/enn ein Muster abgeschlossen ist» kann es erforderlich
214328
-27- 18.1.1980
WP D 05 B/214 55 8β5/2β
sein, zu der ursprünglichen Ausgangsposition der Maschine zurückzukehren. Dies wird durch X- und Y-Bewegungen "bewirkt, die aura Zeitpunkt T* t- begonnen werden» Die beiden X- und Y-Bewegungen beginnen zum Zeitpunkt T-, r und enden zu den Zeitpunkten T-γ; T.g» Zum Zeitpunkt T-q enthält die nächste Speicheradresse insgesamt Hüllen» Außerdem wird ein negativer Impuls von dem Impulsgenerator 376 erzeugt (Signalverlauf U), wodurch das Adreßregister 232 auf Hull zurückgesetzt und die Maschine zum Zeitpunkt T-jo stillgesetzt werden»
In Fig. 14a sind zwei konzentrische Kreise 400 und 402 veranschaulicht, die durch die erfindungsgemäße Maschine genäht sind. Pig. 14b veranschaulicht demgegenüber den Versuch des Hähens von Kreisen 40O1 und 402· mittels einer herkömmlichen nähmaschine. Die erfindungsgemäße Maschine führte X- und Y-Bewegungen um eine kreisförmige Bahn 404 sowie Θτ-Bewegungen aus, um die Linie L beizubehalten, welche die !Tadeln 12 auf einer rechtwinklig zu einer Tangente der Bahn 404 an dem jeweiligen Punkt P. verlaufenden Linie verbindet, so daß die Stiche S. stets auf den Kreisen 400 und 402 liegen. Wie aus Fig. 14b zu erkennen ist, führt das Fehlen der ©-Bewegung zu einem sehr schlechten ITähen derartiger Kreise.
Die Fig. 15a bis 15d zeigen weitere Beispiele für Stiche bzw. Hähte, die mittels der hier dargestellten Maschine angefertigt wurden. Fig. 15a veranschaulicht einen unterschiedlichen Abstand zwischen den Hallt- bzw. Stichreihen 406; 403, die durch Θ-Bewegungen möglich sind, wenn sich
2 1.43 28
-28- 18,1.1980
WP D 05 B/214 55 865/26
die Achse Z-Z längs der Linie 410 "bewegt· In Pig. 15b sind Stiche gezeigt, die sich zunächst in einer einzigen' Reihe befinden und sich dann durch eine Θ-Bewegung voneinander trennen« Pig. 15c zeigt eine Reihenteilung mit periodischer Auskupplung bzw. Abschaltung einer Nadel, um der jeweils anderen Nadel zu ermöglichen, ein unabhängiges Muster zu nähen. In Pig. 1schließlich ist die Ausführung einer Θ-Bewegung über 360 dargestellt, um eine Kreuznaht mit einem Halbschlag zu bilden.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht also die Steuerung des relativen Abstands von Werkzeugen, beispielsweise von Nähnadeln, die an einem in einer Ebene bewegbaren Werkstück in Anlage bringbar sind. Die Werkzeuge sind in einer seitlichen Abstandbeziehung relativ zu einer Achse angeordnet, die rechtwinklig zu der betreffenden Ebene verläuft. Das Werkstück wird dabei längs einer bestimmten Bahn in der betreffenden Ebene bewegt. Der Werkzeugträger wird derart um die betreffende Achse gedreht, daß eine selektive Einstellung in atifeinanderfolgenden Arbeitsstellen des Werkzeugs auf dem Werkstück relativ zu der betreffenden bestimmten Bahn erfolgt.

Claims (4)

  1. Erfindungsanspruch
    1· Verfahren zur Steuerung des relativen Abstands der Arbeitsbahnen von an einem in einer Ebene bewegbaren Werkstück in Anlage bringbaren Werkzeugen, wobei die Werkzeuge an einem Werkzeugträger in seitlicher Abstandsbesiehung relativ zu einer Achse angebracht sind, die senkrecht zu der betreffenden Ebene verläuft, und wobei das Werkstück längs einer bestimmten Bahn in der betreffenden Ebene bewegt wird, gekennzeichnet dadurch, daß der Werkzeugträger (10) bei Bewegung des Werkstücks (w) in seiner Arbeitsebene um die Achse (Z-Z) unabhängig von der Bewegung des Werkstücks (W) derart gedreht wird, daß die aufeinanderfolgenden Betriebslagen der Werkzeuge (12) auf dem Werkstück (w) in bezug auf dessen bestimmte Bahn selektiv eingestellt werden»
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Bewegung des Werkstücks (W) und die winkelmäßige Drehung des Werkzeugträgers (10) in Form einer Reihe von gleichzeitig ausgeführten diskreten Bewegungen und Winkeldrehungen ausgeführt werden· '
    3· Verfahren nach Punkt 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß eines der Werkzeuge (12) während eines oder mehrerer Maschinenbetriebsintervalle unwirksam gemacht wird.
    21432
    -30- 18,1.1980
    WP D 05 B/214 55 865/26
    4» Verfaliren nach -Punkt 3» wobei die Werkzeuge Nähnadeln sind und wobei die Bewegung des Werkstücks in Intervallen erfolgt, während derer die Nadeln außer Eingriff mit dem betreffenden Werkstücksind, gekennzeichnet dadurch, daß zum Nähen eines Ecken- musters mit einer äußeren Ecke und einer inneren Ecke auf dem Werkstück (w) eine erste der vorgesehenen Nadeln (12) längs einer äußeren Stichbahn (221) betätigt wird, während eine aweite der vorgesehenen Nadeln (12) längs einer inneren Stichbahn (222) betätigt wird, daß bei Erreichen des Schnittpunkts (216) der inneren Ecke durch die zweite Nadel diese unwirksam gemacht und die Bewegung mit lediglich der ersten Nadel solange fortgesetzt wird, bis diese den Schnittpunkt (218) der äußeren Ecke erreicht, woraufhin die zweite Nadel um den Schnittpunkt (218) der äußeren Ecke gedreht wird, während die erste Nadel an dem Schnittpunkt (218) der äußeren Ecke festgehalten wird, daß die Nadeln (12) in einer neuen Bewegungsrichtung soweit bewegt werden, bis die zweite Nadel wieder den Schnittpunkt (216) der inneren Ecke erreicht, daß eine ladenmenge, die weitgehend gleich der von der zweiten Nadel infolge deren Unwirksamice it herausgezogenen entspricht, durch die betreffende zweite Nadel wieder zurückgezogen und nachfolgend diese zweite Nadel wieder in Betrieb gesetzt wird*
    5· Nähmaschine zur Ausführung von -Ar beitsvorgängen an einem in einer Ebene bewegbaren Werkstück, mit einem Werkzeugträger, der in bezug auf das Werkstück hin- und herbewegbar ist, einer Be-
    214328
    -31- 18.1,1980
    WP D 05 B/214 328 55 865/26
    wegungseinrichtung, die das Werkstück in der betreffenden Ebene bewegt, sowie mit einer Steuereinrichtung, die die Bewegungseinrichtung· steuert und damit eine Bewegung des Werkstücks längs einer bestimmten Bahn veranlaßt, zur Durchführung des Verfahrens nach Punkt 4, gekennzeichnet dadurch, daß der Werkzeugträger (10) zumindest zwei Nadeln (12) trägt und unabhängig von der Bewegung des Werkstücks (w) um eine rechtwinlige zur Ebene des Werkstückes (w) verlaufenden Achse (Z-Z) drehbar ist, und daß zur Drehung dieses Werkzeutragers (10) um die Achse (Z-Z) in einer bestimmten Weise, gesteuert durch die Steuereinrichtung (60), eine Dreheinrichtung (37) vorgesehen ist·
    6, Nähmaschine nach Punkt 5, gekennzeichnet dadurch, daß der Werkzeugträger (10) zwei Nadeln (12) trägt, die jeweils um nahezu denselben Abstand von der Achse (Z-Z) versetzt sind.
    7· Nähmaschine nach Punkt 5 oder 6, gekennzeichnet dadurch, daß der Werkzeugträger (10) mit Jede der Hadein (12) an bestimmten Stellen des Werkstückes (w) ausschalt-. baren Einrichtungen (92; 94) ausgestattet ist,
  3. 8. Nähmaschine nach Punkt 7, gekennzeichnet dadurch,
    daß zum Zurückziehen des Padens einer unwirksamen Nadel (12) eine von der Steuereinrichtung (60) auslösbare Rückzieheinrichtung (178) vorgesehen ist.
  4. 9. Nähmaschine nach Punkt 8, gekennzeichnet dadurch, daß die Rückzieheinrichtung (178) einen derart v/irksamen reversiblen Motor aufweist, daß der Paden an der Nadel (12) gelockert und damit gut durchsclmeidbar ist.
    2143 23
    -32- 18.1.1980
    WP D 05 B/214 328 55 865/26
    TO, Mähmaschine nach einem der Punkte 5 "bis 9» gekennzeichnet dadurch, daß jede Nadel (12) zugeordnete Schiingenbildungseinrichtungen (21) aufweist, die über Dreheinrichtmigen (23; 53) um die Achse (Z-Z) schwenkbar, ständig zu den Nadeln (12) ausrichtbar sind.
    fi. Seiten Zeichnungen
DD79214328A 1978-07-14 1979-07-13 Verfahren und naehmaschine zur abstandssteuerung von werkzeugarbeitsbahnen DD144932A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US92484078A 1978-07-14 1978-07-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD144932A1 true DD144932A1 (de) 1980-11-12

Family

ID=25450811

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD79214328A DD144932A1 (de) 1978-07-14 1979-07-13 Verfahren und naehmaschine zur abstandssteuerung von werkzeugarbeitsbahnen

Country Status (10)

Country Link
JP (1) JPS5516993A (de)
BR (1) BR7904575A (de)
CA (1) CA1127909A (de)
DD (1) DD144932A1 (de)
DE (1) DE2927069A1 (de)
ES (1) ES482938A1 (de)
FR (1) FR2431001A1 (de)
GB (1) GB2027074B (de)
IT (1) IT1122107B (de)
MX (1) MX147232A (de)

Families Citing this family (12)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JPS5826161B2 (ja) * 1974-05-02 1983-06-01 株式会社日立製作所 フェライト系磁性材料を含む複合材料の仕上法
US4373458A (en) 1978-07-14 1983-02-15 Usm Corporation Method and machine for versatile stitching
DE3336683C2 (de) * 1983-10-08 1986-07-03 Kochs Adler Ag, 4800 Bielefeld Nähautomat mit einem Nähkopf mit Drehgehäuse
DE3411177C2 (de) * 1983-10-08 1986-06-12 Kochs Adler Ag, 4800 Bielefeld Nähautomat mit einem Nähkopf mit Drehgehäuse
IT1173392B (it) * 1984-02-28 1987-06-24 Rockwell Rimoldi Spa Macchina per cucire con due barre ago di cui una disinnestabile rispetto all'altra
DE3411178C2 (de) * 1984-03-27 1986-06-19 Kochs Adler Ag, 4800 Bielefeld Nähautomat mit einem Nähkopf mit Drehgehäuse
IT207473Z2 (it) * 1986-04-09 1988-01-18 Vibemac Srl Dispositivo applicabile su macchine travettatrici a scatto, atto a consentire doppia cucitura simultanea.
JPH0246887A (ja) * 1988-08-10 1990-02-16 Iida Shintaro 平針の周方向位置の制御機構を有する皮革または同様な被加工物の縫製用ミシンとこのミシンを用いて縫う方法
IT1391048B1 (it) * 2008-07-04 2011-10-27 Vi Be Mac Spa Macchina da cucire
ITRM20130417A1 (it) * 2013-07-15 2015-01-16 Teknomac S R L Macchina per cucire perfezionata.
CN111332554B (zh) * 2020-02-12 2021-04-06 大连理工大学 手持式纸绣包装机
TWI722813B (zh) * 2020-03-04 2021-03-21 啟翔股份有限公司 可變針距的雙針縫製方法

Family Cites Families (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE170216C (de) *
US1466154A (en) * 1918-03-15 1923-08-28 R M Sharaf Machine Co Needle-jogging mechanism for sewing machines
US2203804A (en) * 1936-08-11 1940-06-11 Essen Louis P Van Der Method of and apparatus for producing crinkled silking
US2854936A (en) * 1953-09-14 1958-10-07 Duerkoppwerke Lock-stitch sewing machines
DE937504C (de) * 1954-03-29 1956-01-05 Pfaff Ag G M Zweinadelnaehmaschine mit zwei wahlweise ein- und ausschaltbaren Nadelstangen
CH326921A (de) * 1954-03-29 1958-01-15 Pfaff Ag G M Zweinadelnähmaschine mit abschaltbaren Nadelstangen
IT1010930B (it) * 1974-04-12 1977-01-20 Necchi Spa Miglioramenti in macchine per cu cire a barre ago disinnestabili

Also Published As

Publication number Publication date
BR7904575A (pt) 1980-03-25
GB2027074A (en) 1980-02-13
GB2027074B (en) 1982-08-11
CA1127909A (en) 1982-07-20
IT7924242A0 (it) 1979-07-10
JPS5516993A (en) 1980-02-06
IT1122107B (it) 1986-04-23
MX147232A (es) 1982-10-26
FR2431001A1 (fr) 1980-02-08
FR2431001B1 (de) 1984-02-10
DE2927069A1 (de) 1980-01-24
ES482938A1 (es) 1980-04-16

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3213277C2 (de) Nähautomat
DE69522765T2 (de) Schloss für Rundstrickmaschine und Verfahren zum Verstellen der Nocken
DE102012104367A1 (de) Nähmaschine und steuerungsverfahren, um diese anzutreiben
DE2407736A1 (de) Verfahren zur herstellung von doppelflaechiger strickware mit ein- oder beidseitig eingearbeiteten futterfaeden
DD144932A1 (de) Verfahren und naehmaschine zur abstandssteuerung von werkzeugarbeitsbahnen
DE69323956T2 (de) Gestrick-Presseinrichtung für Flachstrickmaschine
EP1055755A2 (de) Verstellvorrichtung für Schlossteile von Flachstrickmaschinen
DE2710044A1 (de) Einrichtung fuer den fadenwechsel bei rundstrickmaschinen
DE19611793A1 (de) Fadenschneider und Antriebseinheit für eine Kettenstich-Nähmaschine
DE2531762A1 (de) Maschenbildende maschine
DE69703439T2 (de) Nähmaschine und verfahren zum nähen mit einer maschine
DE2752793A1 (de) Vorrichtung zum wickeln von spulen
DE3510500A1 (de) Einstellvorrichtung fuer die maschenlaenge an rundstrickmaschinen
DE3222744C2 (de) Vorrichtung zur Selektierung von Stricknadeln bei einer nach der Drei-Weg-Technik arbeitenden, mehrsystemigen Strickmaschine
DE2831391A1 (de) Kontinuierliches mehrfarbendruckverfahren fuer gazegewebe, elastische gewebe u.ae. sowie vorrichtung zur durchfuehrung desselben
DE19751011C2 (de) Nähmaschine
DE3309609C1 (de) Fadenwechseleinrichtung für Stick- oder Nähmaschinen
DE3237296A1 (de) Vorrichtung zur unterbrechung der stichbildung fuer naehmaschinen
DE3814881C2 (de) Mehrsystemige Rundstrickmaschine
DE4322577C2 (de) Näh- oder Stickmaschine mit mindestens einer Bohrvorrichtung
DE69126569T2 (de) Steuervorrichtung zum Programmieren von Rotationsschaftmaschinen für Webmaschinen
DE936549C (de) Vorrichtung zur automatischen Steuerung der Bewegung des Arbeitsstuecks unter der Nadel der Naehmaschine und Verfahren zur mechanischen Steuerung eines aus mehreren Schichten bestehenden Werkstuecks
DE1585350A1 (de) Nadelschloss-Vorrichtung fuer Strick- bzw. Wirkmaschinen
DE1760155C3 (de) Verfahren zum Herstellen des Warenanfanges auf leeren Nadeln einer Rundstrickmaschine mit zwei Nadelzy lindern
DE3517856A1 (de) Vorrichtung zur zufuhr von umschlingungsgarn zu einer rundstrickmaschine