DD145318A1 - Verfahren zur waermespeicherung und nutzung geothermischer waerme - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahre.n zur Speicherung überschüssiger größerer Energiemengen über längere Zeiträume in unterirdischen Hohlräumen verbunden mit der Möglichkeit, wirtschaftlich geothermische Energie zu gewinnen. Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß natürliche oder bergmännisch aufgefahrene Hohlräume geflutet und als Wärmespeicher verwendet werden. Durch entsprechende Verfahrensschritte wird die im Höhlraum bzw. im Bergwerk anstehende Flüssigkeit in Umlauf versetzt und so zum .Transport von Wärmeenergie genutzt. Überschüssige Wärmeenergie wird durch die Flüssigkeit in den Speicher eingespeist und bei Bedarf vzieder entnommen. Ist die geothermische Temperatur der Hohlraumwandungen höher als die Temperatur der Flüssigkeit^ kann zusätzlich geothermische Energie gewonnen werden.
Description
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Anwendung der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur wirtschaftlichen Speicherung von anfallender Wärmeenergie kombiniert mit der Gewinnung geοthermischer Energie und ist insbesondere zur industriemäßigen Wohnraum-Wärmeversorgung geeignet.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Der erreichte Stand der Technik auf dem Gebiet der Wärmepumpen zur Gewinnung von Wärmeenergie durch Sonnenkollektoren, durch Nutzung der Umgebungswärme der Luft sowie des Grundwassers oder durch Nutzung der Abwärme von Industriebetrieben, Wohnungsbaur-en oder der Klimatisierungswärme von Gebäuden, erfordert wirtschaftliche Verfahren zur Speicherung der gewonnenen Wärmeenergie.
Diese Forderung entsteht vor allem durch den hohen Wärmebedarf für Y/ohnraumheizung und durch den jahreszeitlich bedingten Wärmeüberschuf im Sommerzeitraum.
Es ist also notwendig, größere Energiemengen über lange Zeiträume wirtschaftlich, d.h. mit geringem Aufwand und minimalen Wärmeverlusten zur optimalen Anwendung des Standes der Technik von Wärmepumpen zu speichern»
Zur Speicherung von Wärmeenergie wurden bereits eine Reihe von Lösungen vorgeschlagen. So gibt es Methoden, die die spezifische Wärme eines Materials infolge Erwärmung als Wärmespeicher nutzen. Weiterhin nutzt man auch Gesetzmäßigkeiten aus, wonach Materialien bei Schmelztemperatur bzw* bei Siedetemperatur Schmelzwärme bzwο Verdampfungswärme abgeben bzw. aufnehmen. Auch gibt es Vorschläge zur Nutzung freigesetzter Wärme bestimmter Stoffe infolge Rekristallisation* Alle vorgenannten Verfahren sind nur begrenzt verwendbar und nicht in der Lage industriemäßig größere Wärmemengen über lange Zeiträume zu speichern·
Schon besser geeignet sind solclie Lösungen, die davon ausgehen, daß unterhalb der Erdoberfläche bzw. unterhalb eines Gebäudes ein bestiiomtes Volumen an Erdreich mit verschiedenen technischen Mitteln aufgewärmt und somit als Wärmespeicher verwendet wird. Zur Aufwärmung des Erdspeichers werden Spiralrohre vorgeschlagen oder wie bei einem anderen Verfahren wird von der Erdoberfläche ein System von Bohrungen in etwa 1 bis 5 m Abstand und 10 m iüiefe abgeteuft, in dem beispielsweise Wasser oder Luft in einem geschlossenen Kreislauf zur Wärmeübertragung zirkulierte Mittels Wärmepumpen wird dann wie üblich die gespeicherte Wärme der Weiterverwendung zugeführt. Auch derartige Verfahren sind trotz relativ hoher Aufwendungen nicht in der Lage größere Wärmemengen über lange Zeiträume zu speicherns da diese Speicher in der unmittelbaren Erdoberfläche liegen und durch die niedrigen Erdtemperaturen (ca. 8 0C) hohe WärmeVerluste auftreten» Diese Wärmeverluste werden um so höher, j'e stärker der zur Wärmespeicherung benutzte Erdbereich zur Erzielung einer annähernd wirtschaftlich interessanten Speicherleistung aufgewärmt werden muß. Die Nutzung der im Bereich der Erdoberfläche vorhandenen Erdwärme an sich nähert sich bei bekannten hohen Aufwendungen für Wärmepumpen und sonstigen Anlagen schon sehr bald den wirtschaftIieheη Grenzen. Vorgeschlagene Lösungen, bauseitig in Gebäuden Wärmespeicherkerne in verschiedenen Technologien - üblich mit Kiesbeton zu installieren, führen zwar zu geringeren Wärmeverlusten der Speicher an sich, sind aber ebenfalls durch die geringe Y/ärmeaufnahmekapazität der Speicher und hohe Kosten begrenzt.
Vielfältige Lösungen zur Wärmerückgewinnung aus Abwässern von Gebäuden durch Abwassersammelbehälter in Kombination mit bekannten Wärmepumpen sind ebenfalls nieht zur wirtschaftlichen Wärme ..speicherung großer Energiemengen'geeignet«
Interessanter für die, Speicherung großer Wärmemengen sind solche Vorschläge, die als Grundgedanken die Speicherung von Wärme in einem See an der Erdoberfläche enthalten.
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Ein weiterer Vorschlag ergänzt den Grundgedanken durch, die Aufteilung des Sees durch Dämme zur Verringerung der Wärmeverluste· Bei diesen Vorschlägen wird die Oberfläche des Sees durch eine schwimmende Isolierschicht abgedeckt· Die Nachteile dieser Verfahren sind hohe Umgebungswärmeverluste trotz der vorgesehenen Oberflächenisolierung, da die Isolierung des Untergrundes kaum wirtschaftlich möglich ist und die Oberfläche nisolierung bei niedrigen Temperaturen doch noch große Verluste gestattet.
Ein weiterer grundsätzlicher Mangel zeigt sich darin, daß die dargestellten den Stand der Technik entsprechenden Verfahren zur Speicherung von Wärmeenergie nicht in der Lage sind, zusätzlich geothermische Energie zu gewinnen, da sie im Bereich der Erdoberfläche angelegt sind und die dort herrschenden Temperaturen keine günstigen Voraussetzungen dafür bieten.
Es wurde deshalb zur Gewinnung geothermischer Energie vorgeschlagen, daß in Gesteinsmassen in 6000 m und tiefer vorhandene oder künstlich geschaffene Räume verwendet werden sollen. Dabei ist vorgesehen, bis zu dieser Tiefe eine Doppelrohrtour einzubringen«
Vorschlagsgemäß soll aus dem Hohlraum gewonnene Wärme durch die Trägermedien Wasser oder Dampf im technologischen Kreislauf durch das Rohrsystem zur Erdoberfläche transportiert und dort weiter verwendet werden. 2ur Verringerung der Auskühlungsdicke der energiezuführenden Wände des Hohlraumes wird vorgeschlagen, große Hohlräume zu schaffen. Die äußere Rohrtour soll gegenüber dem umgebenden Erdreich bis in große Tiefen wärme- ν isoliert werden.
Die Nachteile derartiger Verfahren Sind, sehr'.hohe Kosten beim Abteufen von zeB. 6000 m tiefen Bohrungen verbunden mit einer Vielzahl tiefbohrtechnisch nur schwer zu beherrschender Probleme, wie der auftretenden-hohen· Temperaturbelastung der Spülung, der Kompliziertheit des Einbringens der Rohrtouren und der Isolierschicht
Kaum praktisch realisierbar scheint auch der Gedanke zu sein,
den Hohlraum in einem Felsblock auszufrasen· Da der Stand der Technik zur Erstellung eines solchen Hohlraumes ohne Umweltbelastung in größeren 'liefen unzureichend ist und natürliche geologisch bedingte Hohlräume in solchen liefen nur sehr schwer zu erkunden sind, können nur relativ geringe Hohlräume in Frage kommen, die eine entsprechend geringe Energieaasbeute-zur Folge haben.
Stellt man dieser Energieausbeute die mit Sicherheit außerordentlich hohen Kosten für die Realisierung derartiger Verfahren gegenüber, so ergibt sich, daß Vorschläge mit diesen Grundgedanken unwirtschaftlich sind.
Ziel der. Erfindung,
Ziel der'Erfindung ist es, ein Verfahren zu entwickeln, welches in einer optimalen Kombination die Möglichkeit bietet, überschüssige Wärmeenergie in größeren Mengen über lange Zeiträume zu speichern und gleichzeitig zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit geοthermische Energien mittels des WärmeSpeichers selbst zu gewinnen. \
Dabei sollen durch Nutzung vorhandener Möglichkeiten relativ geringe Kosten entstehen und vor allem im Winterzeitraum große Wärmemengen insbesondere für die Y/ohnraumheizung ect· zur Verfügung gestellt werden«
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Darlegung des Y/esens der Erfindung - Technische Aufgabe
Mangel des Standes der Technik ergeben sieh dadurch,
• daß die bekannten Wärmespeieher im Bereich der Erdoberfläche angeordnet wurden und damit technologisch bedingt hohe Wärmeverluste aufweisen. ,
. daß bekannte Verfahren zur Nutzung der geothermischen Energie im Erdoberflächeabereich infolge des sehr geringen Wärmeangebots und hohen Aufwandes nur bedingt rentabel sind.
• daß die Aufwendungen zur Herstellung solcher Wärmespeicher für die geringen Kapazitäten relativ zu hoch sind.
• daß Verfahren zur Gewinnung geothermischer Energie aus großen Tiefen nur mit hohem Aufwand, hohem technischen Risiko und unwirtschaftlich zu. realisieren sind.
ο daß kein Verfahren eine große Wärmespeicherkapazität über längere Zeiträume - mindestens ein halbes Jahr verbunden mit der Möglichkeit der zusätzlichen Gewinnung geotherraischer Energie sicherte,
Die technische Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur besseren Hutzung der Wärme'Qn und CL zu entwickeln, welches die Speicherung der Wärme Qr, und Q^ bei der Verwendung der geotliermiseheii Wärme CU ermöglicht und dabei geringe bzw. negative Wärmeverluste bei der Speicherung der Wärme Qy und Q. aufweist*
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Merkmale der Erfindung
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß natürliche oder künstlich geschaffene Hohlräume im Tiefenbereieh von ca. 200 bis ca. 1500 m erkundet werden, diese Hohlräume mit Flüssigkeit geflutet und als Wärmespeicher dadurch verwendet werden, daß in diese Hohlräume eine erforderliehe Anzahl entsprechend dimensionierter Einspeise- und Entnähmesondeη eingebracht wird, die Einspeise- und Entnahmesonden so ausgebildet Y/erden, daß durch das Einpumpen von Flüssigkeit in die Einspeisesonden und durch Abpumpen, Liften mittels Luft mit Hilfe einer installierten Doppelrohrtour bzw· durch Nutzung der Dichteunterschiede der Flüssigkeit infolge unterschiedlicher Temperaturen, Flüssigkeit aus den Entnahmesonden so ausgebracht wird, daß die in den Hohlräumen anstehende Flüssigkeit derart in Bewegung gesetzt wird, daß ein Umlauf der Flüssigkeit über die Einspeisesonden in die Hohlräume, durch die Hohlräume zu den Entnahmesonden, in diesen zu den obertägigen Wärmeanlagen und dann wieder in die Einspeisesonden erfolgt, die im Umlauf befindliche Flüssigkeit dabei als Primärkreis zur Y/ärme üb ertrag ung dadurch benutzt wird, daß die Wärme Q^ über die Wärmepumpe 36 die Flüssigkeit auf die Temperatur 3?™ erwärmt, die Flüssigkeit mit der Temperatur T^ über die Einspeisesonden 1 in die Hohlräume 3 gelangt, sich im Durchlauf durch die Hohlräume durch die Abgabe von Wärme an die Flüssigkeit in den Hohlräumen und an das Gestein der Hohlraumwandungen auf die Temperatur T^ = f (TG) abkühlt bzw, sich bei TQ > T-g durch die Zufuhr geothemischer Energie über die Gesteinswandungen die Flüssigkeit weiter erwärmt, die Flüssigkeit dann mit der Temperatur T^ über die Entnähmesondeη 2 zu der Wärmepumpe 14 gelangt, dort in bekannterweise die aus dem Wärmespeicher entnommene Wärme Qg (plus Verluste) über den Verdampfer 11, das Kältemittelsystem 22, Verdichter 23 und Verflüssiger 24 an die Wärmeleitung 26 und die Σ Wärmeverbraucher 28 zur iiutzung abgibtj daß zur Erhöhung der Flez-ci-
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bilität bei Qg < Qg zusätzlich die Wärme Q^ bzw. durch Sonderschaltung Q^ zur Abdeckung des erhöhten Bedarfes Qu zugeführt wird, daß zur Verringerung der Wärmeverluste bei Anwendung des Liftverfahrens für die Flüssigkeit sent nähme die von der Luft aufgenommene Wärme der Abluft durch die Wärmepumpe 18 entzogen und dem Luftvorwärmer 17 und zur Erwärmung der Ansaugluft des Luftverdichters 9 verwendet wird, und daß dadurch überschüssige Wärme bei QH < Qy + QA gespeichert, bei 0?E > TQ die Wärmeverluste minimiert, bei T^ < Tq. die Wärme Q^ gewonnen, bei Qj1 = Qu + Qa + Qq der Wärmebedarf Q^. gedeckt und bei Q2 > Qy + QA +-QG der VYärmebedarf durch die Zufuhr der Y/ärnie Qy ausgeglichen wird.
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Die Erfindung wird nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert und in den zugehörigen Zeichnungen dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 Snergieflußdiagramm - Deckung des maximalen Wärmebedarfes Qjj '
Fig. 2 Energieflußdiagramm - Speicherung der Wärme Qfi ohne bei entleertem Wärmespeicher
Fig« 3 .Energieflußdiagramm - Speicherung der Wärme Qy und Cu bei entleertem Wärmespeicher
Fige 4 Energieflußdiagramm - Maximale Speicherung von Wärme ohne Wärmebedarf Q^
Fig. 5 Darstellung des Temperaturverhaltens der Flüssigkeit wahrend des Durchlaufes durch den Wärmespeicher
Fig. 6 Darstellung des Verfahrens am Beispiel eines stillgelegten bergmännisch aufgefahrenen Hohlraumes
Fig. 7 Sondendarstellung für die Einspeisung bzw« Entnahme von Flüssigkeit in bzw* aus dem Wärmespeicher
Fig. 6 stellt die Anwendung des Verfahrens im GesamtZusammenhang dar.
Als Wärmespeicher wird die Nutzung eines bergmännisch aufgefahrenen Hohlraumes 3 - in der Folge auch Bergwerk benannt vorgeschlagen. Günstige Voraussetzungen für die Anwendung des Verfahrens können stillgelegte und geflutete Kalibergwerke bieten, da hier in der Hegel außerordentlich große zusammen-
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hängende Hohlräume aufgefahren wurden, so z. B* auch beim Steilfirstenabbau.
Nachteilig wirkt sich nur der erhöhte Salzanteil der Flüssigkeil durch Korrosionsgefährdung aus, dürfte aber durchaus beherrschbar sein»
Zum Beispiel bieten stillgelegte und geflutete Steinkohlenbergwerke auch sehr gute Anwendungsraöglichkeiten, da derartige Bergwerke häufig in großen Tiefen angelegt wurden, große Yolumina aufweisen and als Flüssigkeit nur leicht mineralisiertes Süßwasser ansteht.
An technologisch günstigen Stellen werden die Einspeisesonden 1 und die Entnähmesondeη 2 in die Hohlräume des Bergwerkes eingebracht. Die Sonden v/erden gemäß Fig. 7 in tiefbohrtechnisch bekannterweise verrohrt und in die Ringräume 5 eine Isolier- und Dichtmasse eingebracht* Die technologische Installation der Sonden entspricht dein Verwendungszweck. So weist die Einspeisesonde 1 zweckmäßig nur eine Einpreßrohrtour auf, die bis in den Hohlraum hinein reichte Durch das Einpressen der Flüssigkeit in die Hohlräume des Bergwerkes entsteht ein überdruck, der zur Anhebung des Flüssigkeitsspiegels in den Entnähmesondeη über die Höhe der Rasensohle führt und damit zum freien Auslauf der Flüssigkeit.
Da in Wärmespitsenbedarfszeiten die max. mögliche Wärmeentnahme Qo aus dem Wärmespeicher 3 mit Ton der Durchsatzmenfee/Zeiteinheit der entnommenen Flüssigkeit durch die Wärmspumpe 14 abhängt, empfiehlt es sich, die Entnahmeleistung der Entnahmesonden durch bekanntes Abpumpen oder durch Liften zu vergrößern* Zum Liften wird eine oberhalb des Hohlraumes 3 endende Rohrtour 8 eingebracht. Durch die Rohrtour. 8 wird Luft mittels des Luftverdiciiters 9 eingepreßt· Die Luft steigt im Ringraum zwischen den Hohrtouren 7 und 3 nach oben, dabei vergrößert sich das Tolumeß der Luftblasen in der Flüssigkeit und es verringert sich das spezifische Gewicht des Luft-Flüssigkeitsgemisches, welches infolgedessen im Ringraum nach oben steigt und über die
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Leitung 11 in den Luftabscheider 12 gelangt. In dem luftab- scheider 12 werden die Phasen Luft und Flüssigkeit wieder getrennt. · Zur Minimierung der Wärmeverluste gelangt die Luft durch die Luftleitung 32 als vorgewärmte Ansaugluft zum Luftverdichter Über die Luftansugleitung 17 kann noch zusätzlich Luft angesaugt werden.»
Die Flüssigkeit wird: nach dem Luftabscheider 12 über die Pumpe 19 und das Flüssigkeitsleitungssystem 20 zur Wärmepumpe 14 transportiert« Die Wärmepumpe 14 entzieht der Flüssigkeit in bekannterweise die Wärme Qg dadurch, daß ein Kältemittel in einem geschlossenen Kältemittelsystem 22 durch den Verdichter 22 transportiert wird. Das flüssige Kältemittel verdampft im Verdampfer 21 und nimmt dabei die Wärme Qa auf» Das Kältemittel gelangt vom Verdampfer 21 durch das Kältemittelsystem 22 zum Verdichter 23, wird dort verdichtet und gelangt zum Verflüssiger 24· Durch die Verflüssigung im Verflüssiger 24 gibt das Kältemittel die aufgenommene Wärme Qg an das Wärmeleitungssystem 26 und die <E. Wärmeverbraucher 28 ab» Für die Deckung von maximalem Wärmebedarf, z.B. bei abgefahrenem Wärmespeicher, kann über die Zusatzheizung 27 die Wärme
Q2 = Qy' + Qj1 + Qy
zur Verfügung gestellt werden· Von der ST Wärmeverbraucher 28 nicht benötigte Ab- bzw· Rücklaufwärme gelangt über die Abwärmeleitung 29 und das Dreiwegeventil 30 über die Abwärmeleitung zur weiteren Verwendung, so z.B* in die Wärmeleitung 34 zur Mitnutzung über die Wärmepumpe 36.
Die Ußiweltwärme Qy und die Abwärme Q^ aus sonstigen Bereichen werden über die Vförine leitung 34 der Wärmepumpe 36 zugeführt. Mittels der Wärmepumpe 36 wird die Wärme Qy und Q^ auf die Flüssigkeit la der Flüssigkeitsleitung 33 übertragen· Zweckmäßig wird diese dabei auf !Temperaturen von ca» 40 bis 60 C erbarmt. Die Flüssigkeit transportiert die aufgenommene Wärme Qtj und Q^ über die Pump© 15 zu den Einspeisesonden 1 und über diese in den Wärmespeicher 3«
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Die Flüssigkeit durclifließt den als Bergwerk ausgebildeten Wärmespeicher 3 infolge des technologisch erzeugten Flüssigkeitsumlauf es und gibt dabei die Wärme Q^ und Q^ gemäß Fig. an die im Wärmespeicher befindliche Flüssigkeit und an die G-esteinswandungen des Bergwerkes ab bei Tq < T^,
Bei leerem Wärmespeicher, in der Regel nach V/interperioden, bei Tq > Tq wird die Flüssigkeit des Wärmespeichers zusätzlich durch den von der Temperaturdifferenz zwischen Ί?« und Tq abhängigen Wärmefluß Q^ erwärmt.
Ist der Wärmespeicher 3 nach der Entleerung auf das technologische Minimum abgefahren worden und z. B. im Frühjahr der Anfall Q^ + Q^ s 0, so kann bei Tq < TQ und ohne Flüssigkeitsumlauf der Wärmespeieher 3 durch GU soweit gefüllt werden bis T3 = Tq ist.
liach dieser Yorwärmperiode fällt im Sommerzeitraum in der Hegel bei richtiger Auslegung der Anlagen ausreichend Q~ und Q^ an, um den Warmespeieher 3 bis zur nächsten Winterperiode aufzufüllen.
Das Verfahren wird weiterhin durch die Energieflußdiagrarame der Figuren 1, 2 und 3 erläutert·
Fig. 1 stellt den Energiefluß während der Deckung des maximalen Wärmebedarfes Q2 dar, wobei dem Wärmespeicher nur die Wärme Q0 zufließt, maximal Qg entnommen wird und keine Wärme Q^ anfallt.
Fig. 2 stellt den Energiefluß zur Speicherung der Wärme Qq bzw. sur Gewinnung geοthermischer Wärme ohne den Anfall von Qy dar und tritt in der Regel am Ende des Winterzeitrauines, d. h. der Wärmeentnahmeperiode, auf.
Fig. 3 stellt den Energiefluß zur Speicherung der Wärme Q^ und Qq bei entleertem Wärmespeicher 3 und noch vorhandenen! Wärmebedarf QH dar. Diese Situation tritt [ vorrangig in der Übergangsperiode - dem Frühjahr eines
Jahres — auf«
Fig. 4. stellt den Energiefluß während des Auffüllens des Wärmespeicliers 3 im Sommerzeit raum mit der Wärmezufuhr-Qg + Q^ und Qq. dar ohne anfallenden Wärmebedarf
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Claims (4)
1. Verfahren zur Wärmespeicherung und Nutzung geothemischer Wärme, dadurch gekennzeichnet, daß ein natürlicher Hohlraum oder ein bergmännisch aufgefahrener Hohlraum 3 Bergwerk - iß Tiefen von ca· 200 m bis 1500 in mit Flüssigkeit geflutet und als Wärmespeicher verwendet wird, in diesen Hohlraum 3 so installierte Einspeisesonden 1 und Entnähmesondeη 2 eingebracht werden, daß nach Punkt 2·, 3. und 4· eine Zirkulation der Flüssigkeit von den Einspeisesonden 1 durch den Hohlraum 3 zu den Entnahmesonden 2 über· die obertägig geschalteten Flüssigkeitsanlagen gemäß Fig, 6 erzeugt wird, die Flüssigkeit dadurch zur Wärmeübertragung diectj daß sie überschüssige Wärme Q-j und Q^ mittels einer an sich, bekannten Wärmepumpe 36 durch Temperaturerhöhung aufnimmt, die Flüssigkeit mittels der Flüssigkeitspumpe 15 mit der Temperatur T-g über die Einspeisesonden 1 in den Wärmespeicher 3 gelangt, dort die Wärme Q^. und Q. an die im Wärmespeicher befindliche Flüssigkeit und an die Gesteins-Yf&ndungen des Hohlraumes mit der geologisch bedingten Größe kcal/Cm »h«K) abgibt, dabei die Temperatur T3 der Flüssigkeit im Wärmespeicher 3 ^erhöht und bei geschaltetem Umlauf mit durch den. Wärmefluß verringerter Temperatur T, über die Entnahmesonden 2 den Wärmespeicher 3 verläßt, um bei Q-„ = 0, bei Umfahrung der Wärmepumpe 14 mittels der Umfahrungsleitung 18, erneut durch die Wärmepumpe 36 auf die Temperatur T^ erwärmt su werden und in den Wärmespeicher 3 zu gelangen^ bei Tg < Tq. eine als f (Tq- Tq) bestimmte geothermische Wärme Qq. der Flüssigkeit und damit dem Wärmespeicher 3 zusätzlich zufließt und bei einem Bedarf Q^ mit als Wärme ^S = ^U + ^A "*" Sj ^-®m ^ärnil3SPeic-rAer 3 entnommen wird und über die Wärmepumpe 14 soY/ie dem Wärmeleitungssystem 26 der S Wärmeverbraucher 28 zugeführt wird,. die Ab- bzw» Rücklaufwärme aus der· S Wärmeverbraucher 28 über die Abwärmeleitungen 29 und 31 s das Dreiwegeventil 30, die Wärmsleitung 34 und die Wärmepumpe 36 erneut zum Wärmespeicher 3 gelangt,
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und daß zur Deckung des maximalen.Wärmebedarfes Qg die Wärme Q2 = ®γ + (% + ^A^ zuöätslioh zugeführt wird.
2„ Verfahren nach Punkt 1. zur Erzeugung eines Umlaufes der Flüssigkeit durch den Wärmespeicher 33 dadurch gekennzeichnet, daß in Kombination von Einspeisesonden 1 und Entnahmesonden 2 eine ausreichende Anzahl entsprechend dimensionierter Einspeisesonden 1 bis zum Wärmespeicher 3 eingebracht werden und die Flüssigkeit mittels Pumpe 15 so eingepreßt wirdj daß ein Überdruck im Wärmespeicher 3 entsteht, zur Erhöhung der Flüssigkeitsentnahraeleistung aus dem Wärmespeicher 3 eine ausreichende Anzahl entsprechend diraensioßierter Entnahmesondeη 2 eingebracht wird, die prinzipiell mit einer Doppelrohrtour - Hohrtour 7 und 8 - so ausgebildet sind, daß durch Liften mittels Luft die Flüssigkeit se nt nähme erfolgt oder durch die Verwendung bekannter Flüssigkeitssaugpumpen·
3. Verfahren nach Punkt 1. und 2«, dadurch gekennzeichnet, daß das der Entnahmesonde 2 entnommene Luft-Flüssigkeitsgemisch dem Luftabscheider 12 zugeleitet, dort in die Phasen Luft und Flüssigkeit getrennt"wird, die Luft dann zur Verminderung von Wärmeverlusten der Ansaugluft des Luftverdichters zur Vorwärmung zugeführt v/ird, der Luftverdichter 9 dia Luft zum Liften in die Hohrtour 8 der Entnähmesonde 2 einpreßt, und daß das Luft-FlUssigkeitsgemisch zwischen den Rohrtouren 7 und 8 über das Sondenkreuz 4 erneut dem Luftabscheider 12 zugeführt wird.
4» Verfahren nach Punkt 1. und 2·,, dadurch gekennzeichnet, bei 2?-g < T^ bzw. T-g *c Tq. die temp.erat urbedingt en Dichteunterschiede der Flüssigkeit zur Erzeugung bzw· Verbesserung der. Zirkulation der Flüssigkeit von den Einspeisesonden 1 durch den Hohlraum 3 zu den Entnahmesonden 2 über die obertägigen technologisch geschalteten Flüssigkeitsanlagen .gemäß Fig. 6 genutzt v/erden.-
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD79214642A DD145318A1 (de) | 1979-07-26 | 1979-07-26 | Verfahren zur waermespeicherung und nutzung geothermischer waerme |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD79214642A DD145318A1 (de) | 1979-07-26 | 1979-07-26 | Verfahren zur waermespeicherung und nutzung geothermischer waerme |
Publications (1)
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|---|---|
| DD145318A1 true DD145318A1 (de) | 1980-12-03 |
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Family Applications (1)
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| DD79214642A DD145318A1 (de) | 1979-07-26 | 1979-07-26 | Verfahren zur waermespeicherung und nutzung geothermischer waerme |
Country Status (1)
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|---|---|
| DD (1) | DD145318A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN109442773A (zh) * | 2018-12-13 | 2019-03-08 | 北京国电龙源环保工程有限公司 | 一种基于煤矸石的地热利用系统 |
-
1979
- 1979-07-26 DD DD79214642A patent/DD145318A1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN109442773A (zh) * | 2018-12-13 | 2019-03-08 | 北京国电龙源环保工程有限公司 | 一种基于煤矸石的地热利用系统 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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| ENJ | Ceased due to non-payment of renewal fee |