DD145884A5 - Verfahren zur herstellung von oral einzunehmenden produkten - Google Patents

Verfahren zur herstellung von oral einzunehmenden produkten Download PDF

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DD145884A5
DD145884A5 DD79211448A DD21144879A DD145884A5 DD 145884 A5 DD145884 A5 DD 145884A5 DD 79211448 A DD79211448 A DD 79211448A DD 21144879 A DD21144879 A DD 21144879A DD 145884 A5 DD145884 A5 DD 145884A5
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DD79211448A
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Heikki Karppanen
Eero Bergqvist
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Suomen Laeaeketehdas Oy Salco
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Abstract

Verfahren zur Herstellung von oral einzunehmenden Produkten mit optimierter Kationenzusammensetzung. Die optimierende Behandlung bezieht sich auf verschiedene Produkte der Natur- und Lebensmitteltechnik oder auf voellig neue Stoffe. Hierbei werden die Natrium-, Kalium-, Kalzium- und Magnesiumgehalte den Forderungen des Organismus zu entsprechen optimiert. Die Molverhaeltnisse der Kationengehalte der erhaltenen Produkte sind: Kalium : Natrium = 1 : 10 - 100 : 1; Kalium : Magnesium = 1 : 10 -- 100 : 1; Magnesium : Kalzium = 1 : 10 -- 100 : 1.

Description

-A-
Berlin.,d. 28.7.1979
AP A 23 L/211 448
55 115 11 ^
Verfahron zur Herstellung von oral einzunehmenden Produkten
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von oral einzunehmenden Produkten mit physiologisch optimierter Kationenzusammensetzung,
Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren, mit dessen Hilfe Produkte hergestellt v/erden können, in denen die Gehalte der das Elektrolytmilieu des Organismus beherrschenden Kationen (Natrium, Kalium, Kalzium und'Magnesium) so proportioniert werden, daß die vom Organismus gestellten Forderungen optimal gedeckt werden können und die durch die unproportionierte Zusammensetzung der Nahrung, dor Arzneimittel und anderer Elektrolytquellen erregten gesundheitlichen Störungen vermieden werden könnenβ
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Das Gleichgewicht des Elektrolytsystems im Organismus basiert auf einer Kompensation des ununterbrochenen Schwundes der verschiedenen Bestandteile mit Hilfe eines oralen Zusatzes, insbesondere durch die Ernährung» Da die Ernährung eine über-
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wiegend fiuf Tradition "basierende Punktion ist, sind viele zentrale Wechselwirkungen zwischen der Ernährung und den Forderungen des Organismus bisher kaum beobachtet worden. In der heutigen industrialisierten Welt sind die natrium-, Kalium-, Magnesium- und Kalziumgehalte der Nahrung in einer scharfen Diskrepanz zueinander. In der täglichen Diät überragen Natrium und Kalzium oft mehrfach die Optimalwerte, während die Kalium- und Magnesiumquantitäten oft die empfohlenen Werte wesentlich unterschreiten. Beim Natrium und Kalzium sind die Überschüsse allgemein vom reichlichen Gebrauch von Salz (NaCl; Z0B, Tischsalz, Kochsalz) und Milchprodukten verursacht, v/ährend Magnesium und Kalium als eine Folge der Reinigungs-, "Vo rl:)erei't:unSs- und Konservierungsmaßnahmen von Getreide und anderer Nährmittel kräftig abgenommen haben (Meanely 1976). In den letzten Jahren hat man in der medizinischen Literatur auf zahlreiche ,durch eine unproportionierte Elektrolytzusammensetzung erregte Störungen hingewiesen, welche, wenn sie lange dauern, zu krankhaften Veränderungen vieler Punktionen des Organismus führen. Die Hypertonie und die degenerativen Gefäß- und Herzkrankheiten sind in diesem Zusammenhang Gegenstand einer zentralen Beobachtung gewesen (Karppanen -78, Masironi -69, Meanely -76, Schroeder -74» "WHO -73)α Trotz einer alarmierenden Situation sind im Bereich der normalen Ernährung bisher keine, den Erhalt von Elektrolyten optimierende Maßnahmen getroffen worden.
Aus dem Bereich der Behandlung von Herzkrankheiten sind einige begrenzte Versuche ausgegangen, zur Beseitigung einer zu großen Natriumbelastung durch eine Kompensation des Salsbedarfes der Diät, gewöhnlich durch kalium- oder ammoniumlialtige Substitute. Ebenso hat ma-η zur Stabilisation eines, durch bei der Behandlung von Hypertonien verwendeten gewissen Arzneimittels z«B. Thiazide, verursachten Natriumüberschusses3
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Kaliumtabletten verwendet. Bezeichnend für die verwendeten Verfahren ist, daß sie sich auf ICrankheitszustände und nur auf die Kompensation der Überflußmenge von Natriumkationen richtet, ohne die die Situation dynamisch beeinflussenden Verhältnisse der 'übrigen Kationen zu beobachten* Die heutige Denkart berücksichtigt somit die Bedeutung des unproportionierten Erhaltes von Elektrolyten als Erreger von schweren gesundheitlichen Störungen nicht, und die jetzigen Verfahren bieten keine wesentliche Möglichkeit zur Beseitigung der herrschenden Unproportionalitäten an»
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Entwicklung eines neuen Verfahrens, mit dessen Hilfe die von einer nichtoptimalen Zusammensetzung der 'Nährmittel, Arzneimittel und anderer oraler Elektrolytquellen und durch fehlerhafte Gebrauchsgewohnheiten verursachten Belastungserscheinungen umfassend eliminiert werden können.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Flüssigkeit, eine Halbflüssigkeit oder eine Masse herzustellen, in der Kalium, Magnesium, Kalzium und Natrium und alle ihre physiologisch geeigneten Verbindungen molarisch so proportioniert sind, daß die erwähnten Kationen und ihre gegenseitigen Verhältnisse der Dynamik des Elektrolytsystems des Organismus entsprechen»
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Komponenten in einer an sich bekannten Weise in einem solchen Verhältnis gemischt werden, daß die Molverhältnisse der in den erhaltenen Produkten herrschenden Kationengehalte innerhalb folgen-
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der Grenzen liegen:
Kalium : Natrium =1 : 10 — 100 : 1 und/oder' Kalium : Magnesium = 1 : 10 — 100 : 1 und/oder Magnesium : Kalzium =1:10 — 100:1e
Neue und charakteristische erfinderische Kennzeichen des Verfahrens sind:
1« Die Elektrolytgehalte in einem oral einzunehmenden Stoff oder einer Stoffverbindung auf innerhalb bestimmter Grenzen liegende Werte zu bringen, welche eine physiologische Optimierung der Verhältnisse der Gehalte der das Elektrolytmilieu des Organismus beherrschenden vier Kationen, Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium, bedeuten,
2© Basierung der Bemessung der die Kationengehalte optimierenden Maßnahmen auf die von den Forderungen ies Organismus (durchschnittlich) abhängigen Optimigehalte, welche durch verschiedene Gebrauchsaspekte innerhalb bestimmter Gehaltgrenzen modifiziert v/erden können.
3· Basierung der die Kationengehalte optimierenden Maßnahmen auf eine«optimierte molarische Stabilisation der aus Natrium und Kalium und/oder Kalzium und Magnesium und/οder Kalium und Magnesium bestehenden lonenpaare.
4* Ausführung von die Kationengehalte optimierenden Maßnahmen, durch Zusatz oder Abnahme von von den optimalen Verhältnissen bedeutend abweichenden Kationengehalten,
5· Ausführung von die Kationengehalte optimierenden Maßnahmen so, daß sich die Abweichungen der optimierten Gehalte des endgültigen Produktes zu den den idealen Forderungen des Organismus entsprechenden Gellaltverhältnissen wie folgt verhalten:
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a* genau korrigiert, b« zum Teil korrigiert, c« überkorrigiert oder
d, korrigiert durch Verwendung verschiedener Verbindungen der oben erwähnten Korrektionsstufen.
Richten der die Kationengehalte optimierenden Maßnahmen auf verschiedene oral einzunehmende Stoffe und deren verschiedene Verbindungen, Einzeldosen oder eine durchschnittliche Ernährung.
7. Bemessung der korrektiven Maßnahmen so, daß sich die Molgehalte der in den endgültigen Produkten oder in der ganzen Ernährung vorliegenden Kationen optimal innerhalb folgender Grenzen liegen:
Kalium : Natrium =1 : 10 — 100 : 1 und/oder Kalzium : Magnesium = 1 : 10 — 100 : 1 und/oder Magnesium ? Kalzium = 1 : 10 — 100 : 1, und ideal
K : Ha s; 1 : 1 und/oder K : IvIg = 3 : 1-4 : 1 und/oder Mg : Ca = 1 : 2-1 : 1«,
Erfindungsgemäß wird ein Kalium und Magnesium enthaltendes Salzprodukt (Tisch-/Kochsalz) in der Weise hergestellt, daß Natriumchlorid 5 bis 50, vorteilhaft etwa 25 bis 35 Gewichts-% Kalium und 5 bis 50, vorteilhaft etwa 10 bis 20 Gewichts-% Magnesium als physiologisch geeignete Verbindungen, auf die Gesamtmischung berechnet, beigemengt wird.
Erfindungsgemäß wird weiterhin eine Misohung von Magnesium und Kalium in der Weise hergestellt, daß 10 bis 90 Gewichts-% Magnesium und 10 bis 90 Gewichts-% Kalium als physiologisch
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geeignete Verbindungen gemischt werden, und das Produkt in die Form von Tabletten zusammengepreßt oder in eine Kapsel gelegt oder in eine Flüssigkeit verwandelt wird.
Die Erfindung betrifft weiterhin ein Tisch- bzw«. Kochsalz mit einem Gehalt von 50 bis 65 Gewichts-% Natrium, 20 bis 40 Gewichts-% Kalium und 5 bis 20 Gewichts-% Magnesium als physiologisch geeignete Verbindungen.
Ein wesentlicher Vorteil im Vergleich mit füher vorgelegten Verfahren und der herrschenden Umstände ist, daß gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren oral einzunehmende Stoffe, deren Verbindungen oder Roh- und Zusatzstoffe, gleichwie einzelne Speisen oder sogar die durchschnittlichen Forderungen der (Totalernährung auf ein optimiertes Gleichgewicht hinsichtlich l\fatrium, Kalium, Kalzium und Magnesium, gebracht werden können. Früher hat man z.B«, Salzprodukte mit Magnesium nicht kombiniert; wir haben jetzt bewiesen, daß Magnesium, außer beim Magnesium-Kalzium-Gleichgewicht, auch einen ausschlaggebenden Einfluß auf die Verwertung von Kalium besitzt ο Gemäß dem Verfahren können eine auf das Elektrolytsystem gerichtete Belastung und als deren Folge entstehende verschiedenartige seriöse Störungen des Organismus, Krankheiten und Sterblichkeit speziell an Herz- und Gefäßkrankheiten vermieden werden (V/HO 1973» Schroeder -74 > Karppanen 1978).
Ein erfindungsgemäßer Zusatz von Kationen in das Produkt fordert die Haltbarkeit des Produktes bei einem zunehmenden οsmotischen Druck.
Das vorliegende Verfahren ist als eine erste umfassende Optimierungslösung anzusehen, mit deren Hilfe die Zusammensetzung verschiedenartiger, oral einzunehmender Stoffe oder
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der ganzen Hahrung, bei Bedarf, hinsichtlich, der vier Makrokationen entsprechend den Forderungen des Organismus optimiert -werden kann. Somit bildet das erfindungsgemäße Verfahren einen Ausgangspunkt für eine neue Entwicklungsphase der Lebensmittelproduktion.
Y/ie bereits bekannt ist, können biochemische Lebenserscheinungen nur in gewissen wäßrigen Lösungen der Elektrolyte stattfinden«) Für eine Aufrechterhaltung dieser Lösungen innerhalb genauer Grenzen sorgt im Organismus ein sich zentriert steuerndes Flüssigkeits- und Elektrolytsystem» Die drei konstruktiven Hauptteile des Systems sind das Blutplasma, eine interstitielle und eine intrazellulare Flüssigkeit ο Das materiale Gleichgewicht basiert auf einem fortlaufenden Ergänzungsstrom von Wasser und Elektrolyten, welcher,beim Darmkanal beginnend, das System durchströmt und sich hauptsächlich über die Nieren entfernt· Eine Aufrechterhaltung der voneinander schroff abweichenden Kationen- und Anionengehalte der Zellorgane, der intrazellularen Flüssigkeit und des Extrazellularraumes, setzt eine aktive Regelfunktion und einen, sich in angemessenen Grenzen anbietenden, aktuellen und durchschnittlichen Zusatz von verschiedenen Komponenten voraus» \7enn der Erhalt eines oder mehrerer Kationen die Optimigrenzen unterschreitet oder überschreitet, entsteht eine auf das Regelsystem des Elektrolytsystems gerichtete Belastung, welche unmittelbar oder direkt im Bereich des Systems und in an dessen Funktion angeschlossenen anderen Organismussystemen Veränderungen verursachte
Eine der wichtigsten, in der heutigen Ernährung herrschenden Diskrepanzen ist das übergroße Angebot, von Natrium, welche hervorgeht, wenn die untenstehenden, für Erwachsene empfohlenen Optimiquantitäten von .
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Natrium 10 bis 60 Mmol/Tag (24 Stunden), Kalium 50 bis 100 Mmol/Tag (24 Stunden), Magnesium 12-40 Mmol/Tag (24 Stunden), Kalzium 20-35 Mmol/Tag (24 Stunden) mit denjenigen Werten verglichen werden, die die Einwohner eines industrialisierten Landes, wie festgestellt, durchschnittlich einnehmen Natrium 230 Mmol/Tag (24 Stunden) maximal 46Ο Mmol/Tag
. ' (24 Stunden) ,
Kalium 60 Mmol/Tag (24 Stunden) minimal 10 Mmol/Tag
. ' (24 Stunden),
Magnesium 15 Mmol/Tag (24 Stunden) minimal '?. Mmol/Tag
' (24 Stunden),
Kalzium 60 Mmol/Tag (24 Stunden) maximal 210 Kraol/Tag
(24 Stunden) (Karppanen -78, Meanely -Ίβ) β
Ein schwerwiegender Nachteil des NatriumüberSchusses basiert auf dem Vermögen von H"atrium, die Absonderung von Kalium in den Nierenkanälen zu fördern, was wieder Mangel an Kalium im Organismus verursacht0 Wenn das Kaliumangebot, wie aus den Tabellen auch hervorgeht, oft mangelhaft ist, liegt als Folge eine zunehmende Diskrepanz im Rahmen dieses physiologisch wichtigen lonenpaares vor„ Bei weitgehenden, viele Staaten umfassenden Forschungen, hat man festgestellt, daß die Häufigkeit der Hypertonie vorwiegend mit dem improportionierten Gebrauch, von Natrium und Kalium zusammenhängt» Normal sollte die Nahrung Natrium und Kalium in einem optimalen Molverhältnis ITa tK - 1:1«,
Die Gehaltverhältnisse von Kalzium und Magnesium haben eine zentrale Bedeutung für viele elektrophysiologische und enzymatische Reaktionen des Herzens und des Nervensystems»
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Als optimales Verhältnis deren Molgehalte in der Nahrung ist berechnet worden: Ca:Mg = 1:1 - 2:1# Es ist ferner festgestellt worden, daß Magnesium eine ausschlaggebende, die Verwendung von Kalium fördernde Wirkung besitzt„ Auch wenn die tägliche Hahrung sogar reichlich Kalium umfassen sollte, kann der Organismus es nicht verwenden, sondern das Kalium scheidet schnell bei herrschendem Magnesiummangel aus· Das in der Zelle herrschende Elektrolytgleichgewicht setzt ein gewisses Molverhältnis der Nahrung zwischen dem Magnesium und Kalium voraus, welches optimal sogar Mg:K=1:4 beträgte Man hat festgestellt, daß die Häufigkeit bestimmter Herzkrankheiten mit dem Kaliummangel zusammenhängt, vor allem, wenn auch der Erhalt von Magnesium mangelhaft ist (Karppanen 1978), Wenn die Nahrung reichlich Kalzium und wenig Magnesium enthält, setzt eine reichliche Kalziummenge die Adsorption von Kalzium wesentlich herab« Dieses bedeutet, daß bei 'Magnesiumabnahme, auch die biologische Verwertung von Kalium erschwert wird. Optimal sollte die Nahrung im Molverhältnis Ca:Mg β 1:1 - 2:1.
Es liegt somit eine überzeugende wissenschaftliche Evidenz vor, teils über die Wichtigkeit der optimalen Verhältnisse der Kationenergänzung im Organismus und teils über die unproportionierte Zusammensetzung unserer heutigen Nahrung, als eine, Herz- und Gefäßkrankheiten kräftig steigernde Belastung ο Die Entwicklung der auf die Optimierung der Ernährung und anderer Kationquellen gezielten Neuerungen soll hiermit als äußerst wichtig gehalten werden0
Das erfindungsgemäße Verfahren zielt auf eine Optimierung' einer oralen Zugabe von Natrium, Kai ium J- Kalzium und Magnesium, den Forderungen des Organismus zu entsprechen» Das ideale Ziel des Verfahrens ist eine Stabilisierung der MoI-
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gehaltverhältnisse äreier Kationpaare, den durchschnittlichen Forderungen des Organismus wie folgt zu entsprechen:
CK:CNa = 1ϊ1 und/oder = 3:1-4:1 und/oder
Da die Kationengehalte der Nahrung, der Arzneimittel und anderer oral einzunehmender Produkte oft fühlbar von diesen idealen Proportionen abweichen, und das Aufrechterhalten des ITährmittelcharakters des Produktes oder die ITährgewohnheiten keine ideale Stabilisierung zulassen, müssen für die Optimierung v/eitere Grenzen gesetzt werden. Ein abweichender Kationengehalt kann, mit einem entgegengesetzten Überschuß in irgendeiner geeigneten Nahrungskomponente kompensiert werden, was auch eine Gewährung von weiteren Grenzen für den Optimierungsbereich voraussetzt» Das optimierte Ziel des Verfahrens ist eine Stabilisierung der Gehaltverhältnisse von drei Ka.tionenpaa.ren auf Werte, welche innerhalb folgender Grenzen liegen:
CK:ClTa = 1:1° " 10° 3 1 und/oder CK:CMr = 1:1° "* 10° 5 1 und/oder
Bei der Bestioimung fer Ausdehnung der Variationsbereiche ist man davon ausgegangen, daß auch begrenzte Verbesserungen einzelner Produkte empfohlen werden können, weil deren kumulierende Wirkungen, als solche oder zusammen mit der Wirkung eventueller mehr vollständig korrigierender oder überkorrigierender Maßnahmen die durch ein unproportioniertes Elektrolytangebot der kompensatorischen Kapazität des Organismus verursachten Belasttsig ausschlaggebend erleichtern können.
Die Kationgehalte kennen in der !Tahrung, deren Rohstoffe,
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Zusatzstoffe, in einzelnen Nähr- und Genußmitteln und deren verschiedenartigen Produkten und Zusammensetzungen wie in Einzeldosen, Speisen oder einer durchschnittlichen Ernährung optimiert werden»
Eine optimierende Behandlung kann auf verschiedenartige Naturprodukte oder Produkte der Lebensmitteltechnik oder auf völlig neue Stoffe oder Stoffzusammensetzungen, z,B0 auf Arzneimittel gezielt werden. Die auf verschiedene Teile des Elektrolytsystems gezielten Belastungen werden minimiert, wenn die adsorbierenden aktuellen Gehalte ideal optimiert sind»
Der Ausgangspunkt eines, auf die Durchführung der Optimierung der Kationgehalte gezielten Verfahrens, ist das Messen oder eine auf einer anderen Weise ausgeführte Bestimmung der in einem oral einzunehmenden Stoff oder einer Stoffkombination herrschenden Natrium-, Kalium-, Kelzium- oder Magnesiumgehalte. Die Abweichungen zwischen den herrschenden und idealen Gehalte werden durch einen Zusatz oder eine Abnahme eines entsprechenden .Kations, wenn möglich auf die Idealwerte oder auf solche Werte korrigiert, welche mit Beobachtung der von den Nährgewohnheiten, der Bewahrung der Nährmittelnatur, der technischen Möglichice it en und den Kostengesichtspunkten zugelassenen Grenzen, bis möglichst nahe zum Idealwert optimiert sind» Die von der Optimierung vorausgesetzten 'Zugaben und Abnahmen von Elektrolyten werden mit Hilfe von Verfahren der Chemie und Lebensmitteltechnologie ausgeführt»
Ein ideal stabilisiertes Produkt belastet nicht unproportioniert, allein oder als Teil der Nahrung, das Elektrolytsysteme Als Teil einer unproportionierten Nahrung, setzt ein solches Produkt eine herrschende Diskrepanz herab» Wenn man
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bei der Herstellung oder Mineralisierung eines Produktes sich mit einer teilv/eisen Korrektur eines herrschenden disproportionierten Gehaltes begnügen muß, kann, beim korrigierten Teil, die auf das Elektrolytsystem gezielte Belastung jedoch erleichtert werden, abgesehen davon, ob das Produkt allein oder in einer Zusammensetzung entweder als Teil einer Einzeldosis oder der durchschnittlichen Nahrung verwendet wirdo .'Wenn dagegen ein oral einzunehmendes Produkt hinsichtlich einer oder mehrerer Kationen über- oder unterbalanciert ist, bietet es eine Möglichkeit zu einex- Korrektion der gegensätzlichen Diskrepanzen der Nahrung dar* Wenn aus, auf verschiedenem Niveau balancierten Teilfaktoren zusammengesetzte Stoffverbindungen oder eine durchschnittliche Ernährung balanciert wird»' ist man dazu gezwungen, in den Rechnungen die quantitative Kontribution jedes Teilfaktors auf die Totalquantität jedes Kationartes in Betracht zu nehmen»
Verbrauch je Tag (24 Stunden) von Kalzium (Ca), Kalium (K), Magnesium (Mg) und Natrium (Ha)
- Ein Erwachsener mit dem Gewicht 70 kg nimmt pro Tag (24 Stunden) η Sorten Nahrungsmittel ein, durchschnittliche Gewichtsquantitäten. S^,Rp, Ro» ··· Rn*
- Optimigewichtsquantitäten der vorgenannten Stoffe pro Tag (24 Stunden) 0Ca, OK, O^ und 0^.
- Im Nahrungsmittel i bestehen die Gewichtsquantitäten P^ und die Gehalte C^. aus Zusatzstoffen, welche folgende Gleichungen der Definition gemäß vollführen:
CiCa=PiCa/Ri' σχΚ=ΡΙΚ/Εί» CiIiäg==PiMg/Ri, md CiNa=PiNa/Ri·
Auffgabe 1
Die Optimigewichtsquantitäten 0 und die eingenommenen Nah-
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rungsmittelquantitäten R werden als bekannt angesehen. Die Gehalte C sollen so definiert v/erden, daß die Optimigewichts quantitäten erzielt werden, doho
°iCaRi=0Ca' fz CiKRi=°K>
Die zu definierenden Gehalte C und Optiraiquantitaten O sollen folgende Bedingungen erfüllen:
(a) Die Summe der Zusatzstoffe darf die Totalquantität der Nahrung nicht überschreiten:
PiCa+PiK+PiIvlg+PiHa—^i (i=l, 2, ..., n). (b) Die Zusatzstoffquantitäten sind nicht-negativ:
IT.B0 Die zur Erzielung der Optimigehalte gebrauchten Zusätze Pj können auch negativ sein, also Abnahmen»
(c) Bei einem einzelnen Nährstoff stellen die Geschmackgewohnheiten eine obere Grenze M. für die Zusatzstoffgehalte P1:
PM <i12
e · « jll) β
(d) Die Optimiquantitäten 0 sollen folgende, aus biologischmedizinischen Gründen erfolgenden Bedingungen erfüllen:
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tlf CaMg ^-
HaK und
/^tKMg
(e) Die Zusatzstoffgehalte PiQa, P±K, P±Mg und Έ^& (i=l,2, »c n) sollten auch die oben (d) erwähnten Bedingungen erfüllen. Wenn man in Kollision mit den Geschmackgewohnheitsbedingungen (c) kommt, werden in erster Hand die letzterwähnten befolgt«
Aufgabe 2
Vor den Zusätzen P. haben die Nährmittel 1, 2, «·· und η bekannte Zusatzstoffgehalte
„ο ro no , ro f. Ί 0 ν
Es sollen die Nährstoffquantitäten R? und die Zusätze Pj_Qa» p|K, P^11 und P^jja für die Stoffe Ca, K, Hg und Na bestimmt werden, welche miteinander gemischt, die endgültigen Nährstoffquantitäten R. geben, welche die Optimigehalte C von Zusatzstoffen haben» Diese werden aus folgenden Verglei— chungen erhalten.
O -pO
iMgKi
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N,Bc 1 Verschiedene Personengruppen nehmen Nährmittel in verschiedenen Proportionen ein* Deshalb sollten.die Zusätze so bestimmt werden, daß durch möglichst viele natürliche tägliche Diäten, die Optimimengen 0 erzielt werdeno Eine solche Bedingung kann allgemein nicht genau erfüllt werden, sondern sie führt zu Aufgaben, die dem Bereich der mathematischen Optimierung angehören, wodurch man"dazu strebt, eine mögliche1 zufriedenstellende Lösung zu finden«,
HoB0 2 Die Geschmackforderungen können außer den oberen Grenzen unter Punkt (c) auch andere quantitative Forderungen stellen.
N.B*«, 3 Die Änderung der Zusatzstoffgehalte betrifft auch die täglich durchschnittlich einzunehmenden Speisemengen R-? Rp,
Da die Ernährung überwiegend eine auf die Tradition basierte Punktion gewesen ist, sind viele Wechselwirkungen zwischen der Ernährung und den vom Organismus gestellten Forderungen bisher kaum in Betracht genommen«, Bei der Erneuerung der Kationen des Organismus, hat man während der letzten Jahre in der Lite'ratur zahlreiche, durch die unproportionierte Elektrolytzusammensetzung der Nahrung veranlaßte Störungen notiert, welche, wenn sie lange andauern, erfahrungsgemäß zu krankhaften Veränderungen der Lebensfunktionen geführt haben» Die Hypertonie und einige degenerative Gefäß-und Herz krankheiten sind in diesem Zusammenhang speziell berücksichtigt worden* (Karppanen -78, Masironi -69, Meanely -76» Schroeder -74, V/HO -73).
Ungeachtet dessen, hat man im Bereich der normalen Nahrung bisher zu keinen, die Aufnahme von' Kationen optimierenden
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allgemeinen Maßnahmen gegriffen. Aus dem Bereich der Behandlung von Herzkrankheiten stammen einige "begrenzte Versuche, eine zu große Natriumbelastung durch Ersatz eines Teiles vom Salzbedarf der Diät gewöhnlich durch kalium- und ammoniumhaltige Substituten, zu beseitigen·
Ebenso hat man als Substitute zwecks Beseitigung eines durch bei der Behandlung von gewissen Hypertonien gebrauchten Arzneimittels (Thiazide), verursachten .Kaliumverlustes, Kaliumtablette verwendete
die angewandten Verfahren ist es jedoch typisch, daß sie sich auf die Kompensation von nur einem bestimmten Kation richten* In der heutigen industrialisierten Welt sind die Natrium-, Kalium-, Magnesium- und Kalziumgehalte in der Nahrung eines gesunden Menschen jedoch in gegenseitiger Diskrepanz» Quantitätsgemäß überschreiten Natrium und Kalzium in aer täglichen (24 Stunden) Diät die Empfehlungen kräftig, während dagegen die Kalium- und Magnesiumquantitäten niedriger als die Empfehlungen bleiben. Deshalb ist es wichtig, das Elektrolytgleichgewicht und die Mineralmengen in der täglichen (24 Stunden) Nahrung zu beobachten«
Natrium hat die Eigenschaft, die Aussonderung von Kalium in den Nieren zu fördern und dadurch den Schwund von Kalium aus dem Organismus zu fördern. Eine normale Nahrung sollte Natrium und Kalium im Molverhältnis optimal Na:K = 1·1 enthaltene
. Wenn Magnesium in der Nahrung nicht reichlich genug vorliegt, nehmen die Magnesiumlager des Organismus und ähnlich auch im vorgenannten Verhältnis, die Kaliumlager ab0 Auch wenn die tägliche Nahrung reichlich Kalium enthalten würde,
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kann der Organismus es nicht auswerten, weil das Kalium.wegen Magnesiummangels schnell den Organismus verläßt. Das Elektrolytgleichgewicht in der Zelle setzt ein gewisses Molverhältnis zwischen Magnesium und Kalium voraus, optimal Mg:K = 1:4o
Wenn die Nahrung reichlich Kalzium und wenig Magnesium enthält, setzt die reichliche Kalziummenge die Adsorption von Magnesium wesentlich herab«> Dieses bedeutet, daß beim Herabsetzen des Erhaltes von Magnesium, auch die biologische Auswertung von Kalium erschwert wird. Optimal sollte die Nahrung im Molverhältnis Ca:Mg = 1:1 - 2:1 enthalten»
Erfindungsgemäß ist man durch die Verwendung von einem reichen wissenschaftlichen Material zu einer Lösung gekommen, mit deren Hilfe die unoptimalen Zusammensetzungen von Nahrungsmitteln und gewissen Arzneimitteln und die fehlerhaften Verwendungsgewohnheiten zwischen den durchschnittlichen Kationforderungen des Organismus meist effektiv durch Ersatz der kationischen Zusammensetzung von einzelnen Lebensmitteln und/oder Arzneimitteln der durchschnittlichen physiologischen Forderungen des Organismus zu entsprechen, korrigiert werden köniien« Im Zusammenhang mit den kompeiisatorischen Lösungen sollen die quantitativen Kontributionen auf dem kationischen Spektrum der Gesamtnährung berechnet werdene Bei der Planung der korrigierenden und kompensatorischen Lösungen müssen immer, bei jedem Produkt, dessen Lebensmittel- und/oder Arzneiniittelcharakter und dessen oder deren technische Eigenschaften, sowie die herrschenden Nahrungs-, Geschmack- und Nahrungsgewohnheiten in Betracht genommen werden, welche physiologisch und medizinisch gesehen, ausgedehnte Variationsbereiche der erfindungsgemäßen Gehalte verursachen können*
riß--
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Die auf einzelne Produkte gerichteten korrigierenden und kompensatorischen Lösungen, welche Zusatz oder Abnahme des Gehaltes einer oder melirerer Kationen voraussetzt, basieren in letzter Hand auf einer, von dem fortgesetzten physiologischen Erneuerungsbedarf des Organismus vorausgesetzte Beobachtung. Als Grundlage für die erfindungsgemäßen Variationsbereiche der erfindungsgemäßeii Gehaltverhältnisse, wurden die herrschenden medizinischen Gesichtspunkte hinsichtlich der physiologisch zu empfehlenden gegenseitigen Verhältnisse zwischen Kalium und dessen verschiedenen Verbindungen, Magnesium und dessen verschiedenen Verbindungen, Kalzium und dessen verschiedenen Verbindungen und Natrium und dessen verschiedenen Verbindungen und der durchschnittlichen Verwendungsgeschv/indigkeit genommen.
Das Hauptziel des erfindungsgemäßen Verfahrens ist eine optimal balancierte Erfüllung de.r täglichen (24 Stunden) Forderungen des Organismus, was Natrium, Kalium, Magnesium und Kalzium betrifftο Zum selben Ziel kann man auch hinsichtlich einer einzunehmenden Binzeldosis streben· Weil die Nahrung die wichtigste Quelle dieser Kationen ist, setzt die Ausführung der erfindungsgemäßen Maßnahmen eine Beobachtung der Elektrolytgehalte der Nahrung und deren Roh- und Zusatzstoffe und, bei Bedarf, eine Optimierung voraus, Entsprechend wird man auch dazu gezwungen, auch die Gehalte anderer oral einzunehmender Produkte wie Genuß- und Arzneimittel in Betracht zu nehmen.» Gemäß dem Verfahren, können somit Kationgehalte in verschiedenartigen natürlichen oder technischen Produkten behandelt oder korrigiert oder völlig neue Nahrungs-, Arznei- oder andere Produkte hergestellt werden. Von dem jeglich herrschenden praktischen Ziel und von den geforderten Maßnahmen abhängig, kommt man zu vielen verschiedenartigen Ausführungsformen des Verfahrens, Auf Grund der im
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Organismus herrschenden Verhältnisse, der verwendeten Stoffe und der Vielfalt der Stoffverbindungen, wird man bei der Durchführung des Verfahrens oft dazu gezwungen, auf die optimalen Ziele zu verzichten und die Grenzen auch der korrigierten Kationgehalte sehr weit auszulegen. Weil die Y/irkungen der korrektiven Maßnahmen wegen der zahlreichen internen Interaktionen des Kationensystems kumulieren, ist die Ausführung von nur begrenzten Korrektionen oft begründet© Die Bewertung des Grades und der Bedeutung einer, auf den Gehalt eines oder mehrerer Kationen in jedem Stoff oder jeder Stoffverbindung, gerichteten Lösung, setzt eine ganzheitliche Berücksichtigung der auf einmal verwendeten Mengen, der Wiederholung und der Regelmäßigkeit der Verwendung wie auch der Totalbalance und der im Organismus herrschenden Bedürfnisse vorausβ
Mit Hilfe einer erfindungsgemäß hergestellten Nahrung, ist. es möglich, das Kationengleichgewicht des Organismus zu optimieren und die Überbelastung gewisser Minerale mit einer Reprozitätskomponente zu kompensieren und somit eine Möglichkeit zur oder eine Disposition für gewisse obexierwähnte Krankheiten und/oder Schäden des Organismus ganz zu eliminieren.
In dem erfindungsgemäßen Verfahren werden Natrium, mit seinen verschiedenen Verbindungen; Kalium, mit seinen verschiedenen Verbindungen; Magnesium, mit seinen verschiedenen Verbindungen; und Kalzium, mit seinen verschiedenen Verbindungen, molisch mit einem oral einzunehmenden Stoff, dessen Rohstoff oder Halbprodukt so proportioniert ist, daß sich in einem erfindungsgemäß hergestellten Stoff die-Kationen im Molverhältnis wie folgt verhalten:
- 20 - Berlin,d.28.7·1979 AP A 23 L/211 448 55 115 11
Kalium .; Magnesium =1 : 10—100 : 1 und/oder Kalium : Natrium =1 : 10 — 100 : 1 und/oder Magnesium : Kalzium =1:10— 100:1.
Physiologisch geeignete Verbindungen sind z,B0 Chloride, Bromide, Jodide, Sulfate, Carbonate, Aspargate usw.
In erster Linie durch die Veränderung der Speisegewohnheiten und der Nährmittelproduktionsverfahren ist die Kationenbalanc der Nahrung in d.en letzten Jahrzehnten von ihren optimalen Proportionen und ihrer täglichen (24 Stunden) Minimiquantität kräftig abgewichen, welche unten angegeben sind:
natrium 10 - GO Ifiaol/Tag (24 Stunden)
Kalium 50 -100 Mmol/Tag (24 Stunden)
Magnesium 12-40 Kmol/Tag (24 Stunden)
Kalzium 20 - 35 Mmol/Tag (24 Stunden),
Bei Messungen ist festgestellt worden, daß die in der industrialisierten Welt hergestellte Nahrung große Quantitäten gewisser Kationen enthält und daß andere Kationenmengen wieder sehr klein sind.
Es ist gemessen worden, daß ein Einwohner eines Industrielandes durchschnittlich Kationen erhält:
Natrium 230 Mmol/Tag (24 Stunden) sogar bis 460 Mmol/Tag (24 Stunden)
Kalium 60 Mmol/Tag (24 Stunden) sogar bis 10 Mmol/Tag (24 Stunden)
Magnesium 15 Mmol/Tag (24 Stunden) sogajr bis 2 Mmol/Tag (24 Stunden)
Kalzium 60 Mmol/Tag (24 Stunden) sogar bis 210 Mmol/Tag (24 Stunden)*
1 448 - 21 - Berlin,d,28.7.1979
AP A 23 L/211 448 55 115 11
(Karppanen -78, Menealy -76)·
Infolge der großen Unterschiede in den Verhältnissen der gebrauchten Quantitäten einzelner oral einzunehmender Stoffe, sowie in den Gehalten der darin enthaltenen Kationen, ist man. oft dazu gezwungen, verhältnismäßig weit von den als ideal anzusehenden Werten zu bleiben. In dieser Richtung wirkt oft auch der Zwang, die Lebensmittelnatur des Produktes beizubehalten, sowie der Zwang sich den herrschenden Geschmackgewohnheiten anzupassen© Bei der Definition der Schwankungsbereiche, ist man davon ausgegangen, daß auch begrenzte Korrekturen einzelner Nährstoffe ausgeführt werden sollen, weil deren kumulierende Wirkungen zusammen mit· den Y/irkungen vollständigerer korrigierender Maßnahmen ausschlaggebend die von einem unproportionierten Elektrolytangebot auf die kompensatorische Kapazität des Organismus verursachte Belastung erleichtert«
Die Schwankungsgrenzen der optimierten Kationengehalte der Produkte müssen somit ziemlich weit ausgesetzt werden« Wenn obenerwähnte große Diskrepanzen nicht vorliegen, ist es ein Ziel solcher auf einzelne Stoffe oder deren verschiedenartige Verbindungen gerichteter korrektiver Maßnahmen, welche einen Zusatz und/oder eine Abnahme eines oder mehrerer Kationengehalt umfassen, ein dem kontinuierlichen Erneuerungsbe« darfe des Organismus entsprechendes optimales gegenseitiges Verhältnis der Kationengehalte zu erreichen* Beim Bemessen der korrektiven Lösung, muß die quantitative Kontribution des infragestehenden Stoffes auf das Totalspektrum der kationischen Belastung in Betracht genommen werden«
Praktische Durchführung des Verfahrens, Zu den zentralen Zielen des erfindungsgemäßen Verfahrens, zur
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optimalen durchschnittlichen täglichen (24 Stunden) Erfüllung des Bedarfes an Elektrolyten oder zur Optimierung der Gehalte einer Einzeldosis, strebt man durch alternative und/oder manchmal ergänzende Mittel» Ein grundlegender Ausgangspunkt ist, die Optimierung der Kationengehalte der anzuwendenden Stoffe oder Stoffverbindungen, dem durchschnittlichen Bedarf an Nahrung entsprechend zu bringen. Ein solches Produkt, allein oder als Teil der nahrung verwendet, belastet das Elektrolytsystem unproportioniert nicht. Als Teile einer unproportionierten Nahrung erleichtert ein solches Produkt die herrschende Diskrepanz relativ.
Y/enn man sich bei der Herstellung oder Mineralisierung eines Produktes mit einer teilweisen Korrektur des herrschenden unproportionierten Gehaltes begnügen muß, hat man jedoch, soweit die Korrektur betroffen ist, die auf das Elektrolytsystem gerichtete Belastung erleichtern können, es sei denn, daß das Produkt allein oder als eine Verbindung als Teil einer Einzeldosis oder einer durchschnittlichen Nahrung verwendet worden ist.
Wenn wieder ein oral einzunehmendes Produkt, dessen Roh- oder Zusatzs'toff, was ein oder mehrere Kationcjn betrifft, über- und/oder unterbalanciert wird, bietet sich durch dieses Produkt eine Möglichkeit an, die entgegengesetzten Diskrepanzen einer Einzeldosis oder einer Durchschnittsausbeute zu korrigieren»
Ein erfindungsgemäßer Zusatz von Kationen in das Produkt fördert die Haltbarkeit des Produktes, durch Erhöhung dessen osmotischen Druckes. Ein mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens hinsichtlich seiner Kationen optimiertes Produkt
- 23 - Berlin,de28.7.1979 AP A 23 L/2.11. 448 55 115- 11
verlangt, hinsichtlich seiner zuzugebenden Komponenten keine mit der Herstellungstechnik verbundene Beachtung.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf oral einzunehmende, was ihre Kationenzusammensetzung betrifft, physiologisch optimierte Produkte, welche erfindungsgeniäß hergestellt sind. Die Molverhältnisse der Kationengehalte der in dieser V/eise erhaltenen Produkte liegen innerhalb der untenerwähnten Grenzen:
Kalium : Uatrium =1 : 10 — 100 .:' 1 und/oder J Kalium : Magnesium =1 : 10 — 100 : 1 und/oder Magnesium : Kalzium =1:10 — 100:1»
In den untenerwähnten Beispielen sind einige solche Produkte beschrieben.
Als ein erfindungsgemäßes spezifisches Produkt seien ein Salz (Tisch-/Kochsalz) auf Berg- und Meersalzbasis erwähnt, welches durch den Zusatz von Kalium und Magnesium in Natriumchlorid als physiologisch geeignete Verbindungen hergestellt ist, vorzugsweise als Chloride oder Sulfate in solchen Quanitäten, daß ein zweckmäßiges Kationenverhältnis erzielt wird. Durch den Zusatz von einem erfindungsgemäßen Salz (Tisch-/Kochsalz) Z0B, in.nahrungsmitteln oder deren Rohstoffen gleichwie in einzelnen Speisen, kann die Ernährung^ was die Elektrolyte betrifft, in ein mehr optimales Gleichgewicht gebracht werden,
Ausführung. Sb e i sp i e 1
Die Erfindung wird durch folgende Beispiele näher erläutert.
-24-
I 1 ,443 ~ 24 - Berlin,ά.28.7.1979
AP A 23 L/211 448 55 115 11
Beispiel 1 "
Hineralhaltiges Ge tränk ,..Limonade od., dgl·
Gehalt der herrschenden Kationen:
Natrium 2-40 Mmol/Liter, vorteilhaft 16 Mmol/Liter und/oder Kalium 2-40 Mmol/Liter, vorteilhaft 16 Mrnol/Liter und/oder Magnesium 1,25-20 Mmol/Liter, vorteilhaft 4 Mmol/Liter und/ oder Kalzium 1,25-20 Mraol/Liter, vorteilhaft 4-8 Mmol/Liter·
Wenn natrium das hauptsächliche oder einsige Kation ist, muß mit dem, im obenerwähnten Verhältnis kombinierten Kalium, auch Magnesium kombiniert werden.
Arzneimitte1
Gehalt der herrschenden Kationen bei der Dosierung eines Arzneimittels im Laufe eines Tages (24 Stunden):
Kalium 2-160, vorteilhaft 100 Mmol/Tag (24 Stunden) und Magnesium 10,5-40, vox-teilhaf t 25 Mmol/Tag (24 Stunden) und/oder Kalzium 0,5-80, vorteilhaft 10 Mmol/Tag (24 Stunden)
Beispiel 3
Milch, Sauermilch^JTp^hurt> Dickmil_c_h__etc_»_ Gehalt der enthaltenen Kationen in Mmol/100 g:
Hatrium 3,6-8,3, vorteilhaft 8,3
Kalium 3,6-8,3, vorteilhaft 3,6
Magnesium 0,5-3,3, vorteilhaft 1,0
Kalzium 3,0-3,6, vorteilhaft 3,3«
- 25 - Berlin,d.28.7.1979 AP Λ 23 L/211 55 115
Beispiel 4 Wurstprodukt oder ähnliches Fleischprodukt
Gehalt der Kationen in Mmol/100 g: Natrium IO-4O, vorteilhaft 20 Kalium 4-32, vorteilhaft 20 Magnesium 0,1-5,0, vorteilhaft 5,0 Kalzium 0,2-0,4, vorteilhaft 0,4.
Beispiel 5 Käseprodukt (Emmenthal)
Gehalt der Kationen in Mmol/100 g: Natrium 10-30, vorteilhaft 16 Kalium 20-35, vorteilhaft 20 Magnesium 1-15, vorteilhaft 10 Kalzium 20-35,. vorteilhaft 20.
Beispiel 6
Schokoladeprodukt oder anderes zuckerhaltiges Süßigkeitspro-
^ i . dukt
Gehalt der Kationen in Mmol/1oo g: Natrium 2-4, vorteilhaft 3,6 Kalium 30-45, vorteilhaft 30 Magnesium 1-5, vorteilhaft 5 Kalzium 4-5, vorteilhaft 5«
Beispiel 7
Salz (Tisch-/Kochsalz), entweder auf Berg- oder Meersalzba-
1 1 44® - 26 - Berlin,d.28.7.1979
AP A 23 L/211 55 115
natriumchlorid v/ird als physiologisch geeignete Verbindungen, z»B, als Chlorid oder Sulfat beigemengt:
Kaliumsalz 5-50, vorteilhaft etwa 35 Gewichts-% Magnesiumsalz 5-50» vorteilhaft etwa 20 Gewichts-% als Verbindungen auf das Gesamtgewicht der Mischung berechnet»
Beispiel 8
Salz (Tisch-/Kochsalz) , entweder auf Berg- oder Meersalzbasis -
Zusammensetzung:
50-65 Gewichts-% Natrium 20-40 Gewichts-% Kalium 5-20 Gewichts-% Magnesium
als physiologisch geeignete Verbindungen, z.B. als Chlorid oder Sulfat, auf das Gesamtgewicht der Mischung berechnet.
Mehl produkt ,^ z«Be Roggen-, Hafer, Reis, Gerste-, Weizen-,
Gehalt der Kationen als Mmol/100 g:
Natrium 1-10, vorteilhaft 2-4
Kalium 1-20, vorteilhaft 4-8
Magnesium 1-16, vorteilhaft 14
Kalzium 1-8, vorteilhaft 6e
-27-

Claims (4)

  1. AP A 23 L /211 448 - 27 - 55 115 11
    Erfindungsanspruch
    1. Verfahren zur Herstellung von oral einzunehmenden, in ihrer Kationenzusammensetzung physiologisch optimierten Produkte, gekennzeichnet dadurch, daß die Komponenten in an sich bekannter Weise in einem solchen Verhältnis gemisch werden, daß die Molverhältnisse der erhaltenen Produkte innerhalb folgender Grenzen liegen: Kalium : Natrium = 1:10 - 100:1 und/oder Kalium : Magnesium = 1:10 — 100:1 und/oder . Magnesium : Kalzium = 1:10 - 100:1.
    2e Verfahren gemäß Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Molverhältnisse der erhaltenen Produkte folgende Idealwerte haben:
    Kalium : Natrium =1:1 und/oder Kalium : Magnesium = 3:1 - 4:1 und/oder Magnesium: Kalzium. = 1:2 - 1:1.
  2. 3. Verfahren gemäß Punkt 1 zur Herstellung von einem Kalium und Magnesium enthaltenden Salzprodukt (Tisch-/Kochsalz), gekennzeichnet dadurch, daß Natriumchlorid 5 bis .50, vorteilhaft etwa 25 bis 35 Gewichts-% Kalium und 5 bis 50, vorteilhaft etwa 10 bis 20 Gewichts-% Magnesium als physiologisch geeignete Verbindungen, auf die Gesamtmischung berechnet, beigemengt wird.
  3. 4. Verfahren gemäß Punkt 1 zur Herstellung"einer Mischung von Magnesium und Kalium, gekennzeichnet dadurch, daß 10 bis 90 Gewichts-% Magnesium und 10bis QO Gewichts-% Kalium als physiologisch geeignete Verbindungen gemischt werden, und das Produkt'in die -Form.von Tabletten
    1 -448 - 28 - AP A 23 L/211 448
    55 115 11
    zusammengepreßt oder in eine Kapsel gelegt oder in eine Flüssigkeit verwandelt wird.
    5- Verfahren gemäß Punkt 3, gekennzeichnet dadurch, daß Natriumchlorid 20 bis 40 Gewichts-% Kalium und 5 "bis 20 Gewichts-% Magnesium als physiologisch geeignete Verbindungen, auf die Gesamtmischung berechnet, beigemengt wird.
  4. 6. Salz auf Berg- oder Meersalzbasis zur Verwendung als Konservierungsmittel, gekennzeichnet dadurch, daß es außer Natriumchlorid Kalium 5 bis 50, vorteilhaft etwa 25 bis 35 Gewichts-% und Magnesium 5 bis 50, vorteilhaft etwa 10 bis 20 Gewichts-% als physiologisch geeignete Verbindungen, auf die Gesamtmischung berechnet, enthält«
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT395798B (de) * 1983-11-24 1993-03-25 Pharmaconsult Oy Verfahren zur herstellung einer mischung aus physiologisch verwendbaren verbindungen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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AT395798B (de) * 1983-11-24 1993-03-25 Pharmaconsult Oy Verfahren zur herstellung einer mischung aus physiologisch verwendbaren verbindungen

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