DD145908A5 - Lastdrehvorrichtung - Google Patents

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DD145908A5
DD145908A5 DD21544079A DD21544079A DD145908A5 DD 145908 A5 DD145908 A5 DD 145908A5 DD 21544079 A DD21544079 A DD 21544079A DD 21544079 A DD21544079 A DD 21544079A DD 145908 A5 DD145908 A5 DD 145908A5
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DD
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rotating device
suction
rotation
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DD21544079A
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Hermann Werth
Manfred Brendecke
Horst Fischer
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Peiner Masch Schrauben
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    • B66C13/00Other constructional features or details
    • B66C13/04Auxiliary devices for controlling movements of suspended loads, or preventing cable slack
    • B66C13/08Auxiliary devices for controlling movements of suspended loads, or preventing cable slack for depositing loads in desired attitudes or positions

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Lastdrehvorrichtung mit einem Drehantrieb, der ueber einem Abtrieb zur Uebertragung von Drehkraeften in einer Wirkverbindung mit der Last steht, welche ueber die Lastdrehvorrichtung an mindestens einem Seil, so dasz die Lastdrehvorrichtung nach ihrer Betaetigung infolge der Traegheit der Last entgegengesetzt zu deren gewuenschter Drehrichtung eine Seilvorspannung erzeugt, welche dann die Drehung der Last bewirkt. Mit der Erfindung soll eine Lastdrehvorrichtung geschaffen werden, die eine Drehung und genaue Positionierung der Last auf einfache Art gestattet und somit einen wirtschaftlichen Gueterumschlag ermoeglicht. Erfindungsgemaesz wird dies dadurch ermoeglicht, dasz die Wirkverbindung zwischen dem Drehantrieb der Lastdrehvorrichtung und der Last wahlweise loesbar und wiederherstellbar ausgebildet ist, so dasz zu waehlbaren Zeitpunkten die vorhandene Seilvorspannung bzw. Seilfeldvorspannung schlagartig abgebaut werden kann.

Description

12 522 56
Las tdrehvorrichtung
.der, Erfindmig;_
Die Erfindung betrifft eine Lastdrehvorrichtung mit einem Drehantrieb, der über einem Abtrieb.zur Übertragung von Brehkräften in einer Wirkverbindung mit der Last steht, welche über die Lastdrehvorrichtung an mindestens einem Seil, vorzugsweise an vier Seilen hängt, so daß die Lastdrehvorrichtung nach ihrer Betätigung infolge der Trägheit der Last entgegengesetzt-zu deren gewünschter Drehrichtung eine S eil vorspannung (bei einem Seil) bzw«, eine Seilfeldvorapannimg (bei mehreren Seilen) erzeugt, welche dann die Drehung der Last bewirkt.
Bekanntlich werden Lastdrehvorrichtungen benötigt, um große Lasten wie Baumstämme, gebündeltes Nadelholz, Rohre, Container und dergleichen, die mittels eines Kranes transportiert werden, zu drehen und damit zu positionieren. Die Lastdrehvorrichtungen selbst hängen an mindestens einem Kranseil und sind in den meisten Pällen derart aufgebaut,
27.N0V,1979*82i>2iJ^
- 2 - £ I O 1 4 y
daß zur- Erzielung eines großen Abtriebdrehmomentes ein mechanisches Getriebe Anwendung findet, das antriebsseitig mit einem Elektromotor relativ geringer Leistung versehen ist.
Um weitere elektrieche oder elektrohydraulisch^ Verbraucher (ζβΒβ Greifer, Zangen usw.) an die Lastdrehvorrichtung zur Aufnahme der Last anschließen au-können, ist dem mechanischen Getriebe meistens ein Stirnradsatζ nachgeschaltet » Durch entsprechende Ausführung der Antriebswelle als Hohlwelle ist dadurch die Möglichkeit, elektrische Leitungen oder Flüssigkeitsleitungen durch die Welle zu dem Verbraucher'hindurchzuführen.
Es wurde bereits erwähnt, daß die Lastdrehvorrichtungen an mindestens einem Seil aufgehängt sind«, In der Praxis werden meistens mehrere Seile vorgesehen, wobei eine möglichst breite Seilbasis zur Aufnahme des Reaktionsmomen« tes angestrebt wird. Die breite Seilbasis bedeutet, daß die Seile, an der die Lastdrehvorrichtung aufgehängt ist, relativ große Abstände voneinander aufweisen.
Ein Drehen und genaues Ausrichten'großer Lasten -'die große Massenträgheit smonien te aufweisen - ist mit den im folgenden erläuterten Problemen behaftet» Wenn die Lastdrehvorrichtung zur 'Drehung der Last eingeschaltet wird, kann sich die Last wegen ihres großen Massenträgheitsmoments nicht sofort mitdrehen« Ss sei angenommen, daß die Lastdrehvorrichtung an nur einem Seil hängt. Da die Last die größere !Trägheit gegenüber dem Seil besitzt, wird sich bei der Einleitung der Drehbewegung'nicht die Last, sondern das Seil beginnen zu drehen. Wenn die Lastdrehvorrichtung an mehreren, £ffB„ vier, Seilen aufgehängt ist, tritt ein vergleichbare!5 Effekt ein, indem eine entsprechende Seilfeldverdrehung zwischen.der Lastdrehvorrichtung und-dem Kranausleger, durch den die Seile geführt sind,
auftritt. Wie weiter unten noch näher erläutert wird, bedeutet dei4 Begriff SeilfeldVerdrehung, daß das von den Seilen begrenzte und in einer Ebene liegende PeId verdreht wird.
Mit dein Einschalten einer Lastdrehvorrichtung kann nun ein Beschleunigungsmoment auf die zu drehende Last erst dann wirksam v/erden, wenn die entsprechende Seilfeldverdrehung zwischen Lastdrehvorrichtung und Kranausleger infolge des Reaktionsmomentes in entgegengesetzter Abtriebsdrehvorrichtung erfolgt ist. Zum besseren Verständnis stelle man sich vor, daß vier Seile von einer festen Decke herunterhängen und daß die Befestigungspunkte der Seile an der Decke die Eckpunkte eines Quadrates sind. Unten möge an den Seilen eine schwere Last hängen, wobei die Befestigungspunkte der unteren Seilenden mit der Last die Eckpunkte des gleichen Quadrates bilden. Y/enn man jetzt von Hand die Last dreht, tritt eine Seilfeldverdrehung zwischen der Last und der Decke auf. Diese Seilfeldverdrehung bewirkt ein Drehmoment, v/as sich darin äußert, daß eich die losgelassene Last entgegengesetzt zu der zuvor von Hand erzwungenen Drehbewegung bewegt« Man kann die Drehung der Last von Hand soweit ausführen, bis ein sogenanntes "Umklappen" des Seilfeldes auftritt. Das "Umklappen" ist dann erreicht, wenn sich die vier Seile gegenseitig berühren und bei weiterer Drehung ver-= drillt werden.
Wenn man von diesem Gedankenexperiment nun zur Lastdrehvorrichtung zurückkehrt, muß ihr Antrieb nach einer bestimmten Einsehaltdauer abgeschaltet werden, um das erwähnte mögliche "Umklappen" des Seilfeldes zu vermeiden. Bei einer gewünschten Lastdrehung um einen Drehwinkel von ζ,Β«, 90° ist es zweckmäßig, die oben beschriebene SeilfeldVerdrehung5 wenn überhaupt möglich, nur bis zu einem Verdrehungswinkel von ca. 45° zwischen Lastdrehvor-
richtung mid Seilaufhängung (Kranausleger) vorzunehmen. Bei Erreichen dieses Verdrehwinkels ist,der Antrieb auszuschalten, damit das aufgebaute Seilfeldmoment auf die Lastdrehvorrichtung und damit auf die Last selbst besohlen= nigend wirken kann« Nach erfolgter Beschleunigung ist dann die in Drehung befindliche Last mit einem annähernd gleich großen Bremsmoment abzubremsen. Dieses wird nur dann möglich, wenn bei ausgeschaltetem Antrieb wieder eine Seilfeld Verdrehung - 'diesmal allerdings in Richtung der momentanen Lastdrehung - stattfindet. Mit dem Erreichen der Lastdrehzahl η = 0, d*h· wenn die Drehung der Last durch die von ihr aufgebaute Seilfeldverdrehung abgebremst worden ist, ist aber ein wiederum großer Seilfeldverdrehwinkel und damit eine Seilfeldverdrehung zwischen Last»» drehvorrichtung und Seilaufhängung erreicht. Als Folge dieser Seilfeldverdrehung stellt sich eine abermalige Beschlectaigung der Last in der nicht gewollten entgegengesetzten Drehrichtung ein* Ohne ein weiteres Eingreifen setzen sich diese beschriebenen Vorgänge bis zum Auspendsln der Last fort. Ein genaues Ausrichten großer Lasten ist somit? wenn überhaupt, nur unter großem Zeitaufwand möglich, so daß von einem wirtschaftlichen Güterumschlag nicht mehr gesprochen werden kann=.
Zur Beseitigung dieses Problems ist es bekannt geworden, besondere Seilspannvorrichtungen zur Drehstabilisierung an dem Kranausleger -vorzusehen (Sonderdruck aus Peine + Salzgitter-Berichte Kr* -1/75» Sonderheft zur Hannover-Messe 1975 mit dem Titel "Neuentwicklung - eigenstabilisiertes Drehwerk", Seite 1 und 2)«, Dabei wird die Drehstabilisierung dadurch erreicht, daß die Seilspannvorrichtung ein Gegenmoment aufbringt. Durch den erwähnten Sonderdruck ist es auch bekannt, eine Drehstabilisierung durch eine Schere zu erreichen (vergleiche dort. Seite 2S Abb« 2)e Di© bekannten Yorrichtungen sind beim Umschlag«. betrieb jedoch oft sehr hinderliche Av.ßerdem vermindern sie durch ihr Eigengewicht die Hützlast des Kranes.
~ 5 - i
Durch den erwähnten Sonderdx-uck ist auch ein eigenstabilxßiertes Drehwerk bekannt geworden (vergleiche dort Seite 3)» mit dem sich die eingangs geschilderten Probleme vermeiden lassen. Jedoch ist das an sich vorteilhafte eigenstabilisierte Drehwerk nicht unbegrenzt einsetzbar. Beim Einsatz von, relativ großen Lasten, wenn also große Trägheitsmomente auftreten, wird das erforderliche eigenstabilisierte Drehwerk zu groß und man benötigt zuviel Traglast des Kranes für das Drehwerk selbst, wodurch die Nutzlast des Kranes in nachteiliger Weise vermindert wird. Eine noch vertretbare Grenze für die Verwendung eigenstabilisierter Drehwerke liegt bei etwa 32 t Gewicht für die Last. Darüber hinaus sind eigenstabilisierte Drehwerke aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr zu vertreten.
Ziel der Erfindung ist es, die Nachteile der bisher bekannten Vorrichtungen zu vermeiden«, Die er findung agemäße Vorrichtung gestattet auf einfache Weise ein genaues Positionieren und'Drehen der Last und ermöglicht somit einen wirtschaftlichen, rationellen Güterumschlag«
Darlegung des Yiesens der Erfindung:
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine verbesserte Lastdrehvorrichtung zu schaffen die zum Drehen der Last eine möglichst kurze Zeit erfordert.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt bei der im Oberbegriff des Anspruchs 1 vorausgesetzten Lastdrehvorrichtung dadurch, daß die Wirkverbindung zwischen dem Drehantrieb der Lastdrehvorrichtung und der Last' wahlweise lösbar und wiederherstellbar ausgebildet ist, so daß zu wählbaren Zeitpunkten die vorhandene Seilvorspannung bzw. Seilfeldvorspannung schlagartig abgebaut werden kann.
in der Beschreibungseinleitung wurde bereits erwähnt, daß ein die Drehung der Laet einleitendes Beschleunigungsmoment erst dann wirksam werden kann? wenn eine entsprechende-Seilfeldverdrehung· zwischen der Lastdrehvorrichtung und der Seilaufhängung erfolgt ist* Dadurch entsteht ein Seilfeldraoment, welches auf die Last beschleunigend wirken kann, und es wurde-weiter erwähnt, daß die dann in Drehung befindliche Last eine entgegengesetzte Seilfeldverdrehung in-Richtung der momentszien Lastdrehung bewirkte Diese Seilfeldverdrehung bewirkt dann eine abermalige Beschleunigung der Last in der nicht gewollten entgegengesetzten Drehrichtung usv/. Wemi die Last infolge ihrer Drehung richtig positioniert ist, ist demnach in den meisten Fällen noch ein Restseilfeld vorhandene Bei der Erfindung ist nun die Wirkverbindung zwischen dem Drehantrieb der Lastdrehvorrichtung und der Last lösbar und wiederherstellbar ausgebildet» Durch das mit einem Entkuppeln vergleichbare Lösen der Wirkverbindung wird .zu dem gewünschten'Zeitpunkt die noch vorhandene Seilvorspannung bzw«, Seilfeldvorspannung und damit das noch vorhandene Restseilfeldmoment - schlagartig abgebaut.» 3s ist dann kein Seilfeldmoment mehr vorhanden, wenn die Seilvorspannung bzw« die Seilfeldvorspannung zu dem Zeitpunkt schlagartig abgebaut wird, zu dem durch die Drehbewegung eier Last zunächst die anfängliche Vorspannung abgebaut und danach eine entgegengesetzte Vorspannung aufgebaut worden ist und diese die Drehung der Last abgebremst hat und somit die Last keine Drehbewegung mehr ausführt.-Die abgebremste Last verbleibt .in diesem Moment in ihrer Lage«
Eine zweckmäßige Weiterbildung der Erfindung zeichnet eich dadurch aus, daß die Lastdrehvorrichtung einen Hydromotor mit einer Saug— und Druckseite enthält, dessen Abtrieb zur ICraftübertragung wirksam mit der Last verbunden ist und der von einer· Pumpe mit Druckmittelversorgt wird« Zwischen der Saug- und Druckseite des Hydromotors
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ist eine Verbindung für das Druckmittel herstellbar, wodurch sich ein schlagartiger Abbau der vorhandenen Seilfeldvorspannung erreichen läßt. Zu diesem Zweck ist in vorteilhafter Weise zwischen der Saug- und der Druckseite des Hydromotors ein 2/2~v7egeventil angeordnet,· mit dem wahlweise eine Verbindung zwischen der Saug- und Druckseite hergestellt werden kann.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung sieht als Antrieb der Lastdrehvorrichtung einen Elektromotor vor, der über eine elektromagnetische Lamellenkupplung einen mit der Last zur Kraftübertragung verbundenen Stirnradsatz antreibt. Hier wird der schlagartige Abbau der Seilvorspannung bzw» Seilfeldvorspannung dadurch erreicht, daß der Kraftfluß bzw, die Yifirkverbindung zwischen dem Elektromotor und der Last durch Lüften der elektromagnetischen Lamellenkupplung unterbrochen wird. Die elektromagnetische Lamellenkupplung ist in vorteilhafter V/eise über eine hydrodynamische Kupplung und ein Doppelschneckengetriebe mit dem Elektromotor verbunden«
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung nachfolgend näher erläutert» Es zeigen:
Pig, 1ί eine an vier Seilen aufgehängte Lastdrehvorrichtung mit einer daran befestigten Last,
Pig. 25 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Lastdrehvorrichtung und ·
Pig„ 3: ein zweites Ausfülirungsbeispiel einer Lastdrehvorrichtung.
In Pig« 1 ist eine Lastdrehvorrichtung 1 an vier Seilen 2 aufgehängte Die oberen Enden der Seile 2 führen zu einer
nicht dargestellten Seilaufhängung, beispielsweise ein Kranausleger eines nicht dargestellten Drehkranes zum Heben von Lasten» Die ..Lastdrehvorrichtung 1 ist hier schematisch als ein viereckiger Kasten dargestellt, obwohl sie in den meisten Fällen rund ausgebildet sind« Es ist auch möglich, die Lastdrehvorrichtung 1 an mehr als an vier Seilen, z.B«, an acht Seilen, oder auch nur an einem Seil aufzuhängen« Die Lastdrehvorrichtung 1 selbst ist zur Kraftübertragurig mit einer Last 3 verbunden, die gedreht und positioniert werden soll«, Die Last 3 kann beispielsweise ein schwerer Container sein. Es können aber auch Baumstämme, gebündeltes Nadelholz, Rohre usw. in Frage kommen«, Die Verbindung zwischen der Lastdrehvorrichtung 1 und der Last 3 ist in Fig. 1 durch Seile 3a hergestellt. Jedoch kann die erwähnte Verbindung zur Kraftübertragung auch auf andere Arten bewirkt werden« Es muß lediglich sichergestellt sein, daß vom Drehantrieb (vgl* 9 und 25 in Pig» 2 und 4) eine Kraft zur Last übertragen werden kann«
Zwischen den Seilen 2 ist gestrichelt eine ebene Fläche 2a eingezeichnet, deren Eckpunkte durch die Seile 2 gebildet sind*. Diese Fläche wird als Seilfeld bezeichnet. Würde man statt der vier Seile 2 nur zwei Seile verv/enden, dann würde sich statt des Seilfeldee eine sogenannte Seillinie zwischen diesen beiden Seilen befinden. Durch die beiden dargestellten Pfeile 4 und. 5.sind einander entgegengesetzte Drehrichtungen bezeichnet»
Es sei nun angenommen, daß die Lastdrehvorrichtung 1, deren Aufba,u weiter unten anhand der Fig« 2 und 3 erläutert wird, eingeschaltet werde« Die Drehrichtung der'Lastdrehvorrichtung 1 ist durch den Pfeil 4 angegeben. Infolge ihrer grossen Massenträgheit kann die Last 3 dieser Drehrichtung nicht sofort folgen«, Vielmehr bleibt die Last 3 zunächst in ihrer ursprünglichen Lage* Aufgrund des Drehantriebes
der Lastdrehvorrichtung 1 findet aber eine Seilfeldverdrehung des Seilfeldes 2a zwischen der Lastdrehvorrichtung 1 und der nicht gezeigten Seilaufhängung statt. Wie durch den Pfeil 5 angedeutet ist, erfolgt diese Seilfeldverdrehung entgegengesetzt zur Drehrichtung 4 der Lastdreh« vorrichtung 1.
Es sei weiterhin angenommen, daß die Lastdrehvorrichtung 1 abgeschaltet wird, nachdem sie eine Drehung von 45° bewirkt hat. Zu diesem Zeitpunkt beträgt also die entgegengesetzte SeilfeldVerdrehung ebenfalls 45°· Infolge der Seilfeldverdrehung des Seilfeldes 2a wird ein Seilfeldmoment aufgebaut, welches nun als Beschleunigungsmoment auf die bis dahin noch nicht gedrehte Last 3 wirkt und als Folge dieses Besclileunigungsmoments beginnt die Last 3 sich in der durch den Pfeil 4 angedeuteten Richtung zu drehen. Durch die sich drehende Last 3 wird die anfängliche SeilfeldVerdrehung abgebaut. In dem Augenblick, in dem die Seilfeldverdrehung Null ist, bleibt die sich drehende Last 3 aber nicht stehen. Sie setzt ihre Drehung infolge ihrer Massenträgheit fort und baut nun ihrerseits eine SeilfeldVerdrehung, und damit ein Seilfeldmoment, auf, wobei die SeilfeldVerdrehung in Richtung der momentanen Lastdrehung stattfindet« Dadurch entsteht ein Brememoment, welches die Drehung der Last abbremst. Yienn nun infolge des Bremsmomentes die Last 3 soweit abgebremst ist, daß sie gerade stillsteht und sich infolge der aufgebauten Seilfeldverdrehung gerade wieder in entgegenge-» setzter Richtung zurückdrehen will, erfolgt eine rasche Rückstellung des vorgespannten Seilfeldes 2a, so daß sich der in Pig. 1 dargestellte Zustand einstellt, in dem das Seilfeld 2a nicht verdreht ist. Die Last 3 bleibt dann in ihrer abgebremsten Position stehen. Die erwähnte«Rückstellung wird dadurch erreicht, daß die Wirkverbindung zwischen dem Drehantrieb (vgl» 9 und 25 in Pig. 2 und 3) und der Last 3 in der γ/eiter unten beschriebenen Weise gelöst wird,
Ohne Anwendung der Erfindung, also ohne den schlagartigen Abbau der SeilfeldVerdrehung bei richtig positionierter Last 3$ -würde diese nach, dem Abbremsen wieder in entgegengesetzter Drehrichtung zurückpendeln, wie dies eingange ausführlich beschrieben worden ist* Da ein solches Zurück« pendeln bei Anwendung der Erfindung vermieden wird und die last in relativ kurser Zeitdauer richtig positioniert werden kann., wird ein wirtschaftlicher Güterumschlag erreicht.
Die Anwendung der Erfindung ist dann besonders vorteilhaft, wenn, wie soeben beschrieben, der schlagartige Abbau der Seilfeld vorspannung im Moment der abgebreinsten Last erfolgt. Jedoch kann dieser schlagartige Abbau, der Seilfeldvorspannung auch zu anderen Zeitpunkten erfolgen, z.B. kurz vor dem Erreichen des abgebremsten Zustandes. Nach dem Lösen der Wirkverbindung zwischen dem Drehantrieb und der Last 3 wird dann die Wirkverbindung wieder hergestellt. Zwar wird sich in diesem Fall die Last 3 noch ein wenig in ihrer bisherigen Drehrichtung weiterbev/egen, da aber die Geschwindigkeit der Bewegung nur noch gering ist, ist die nachfolgende Drehung vernachlässigbar. Auch das sich anschliessende Auspendeln der Last kann vernachlässigt werden, wenn man es in der Relation zu dem sich ohne Anwendung der Erfindung einstellenden Auspendeln betrachtet. In jedem Pail wird eine gewünschte Drehung und Positionierung in einer relativ kurzen Zeit erreicht»
In Pig« 2 ist ein Ausführungsbeispiel' einer La,stdrehvorrichtung 1 dargestellt, die zur Durchführung der beschriebenen Drehung von Lasten geeignet ist« Die gezeigte Lastdrehvorrichtung weist einen Antriebsmotor 6, eine damit verbundene Pumpe.7 sowie .einen Hydromotor'9 auf, der einen Stirnradsatz 16 antreibt« Mit dem Einschaltendes Antriebs« motors β und dem damit verbundenen Anlaufen der Pumpe 7 fördert diese ein Druckmittel, z»Be öl, in eine Leitung 8, Über ein steuerbares Rückschlagventil 10 gelangt das Druck«·
mittel zu dem Druckanschluß des Hydromotors (Hydraulikmotors) 9« Über den Stirnradsatz 16 wird die Drehbewegung auf die Abtriebswelle 24 übertragen und somit eine Lastdrehung eingeleitet. Der Drehantrieb der Abtriebswelle 24 kann also wirksam auf die Last 3 übertragen werden.
Das aus der Niederdruckseite des Hydromotors 9 austretende Druckmittel gelangt über ein aufgesteuertes Rückschlagventil 17 zur Saugseite der Pumpe 7. Fehlendes Druckmittel aufgrund von Leckverlusten wird über ein Rückschlagventil 18 aus einem Druckmittelbehälter 11 nachgesaugt. Das an dem Hydromotor 9 anfallende Lecköl wird diesem Druckmittelbehälter 10 über eine Leitung 21 zugeführt.
Um eine Drehung in beide möglichen Richtungen ermöglichen zu können, ist die Drehrichtung des Antriebsmotors 6 umkehrbar. Mit der Drehrichtungsumkehr des Antriebsmotors 6 wird auch die Forderrichtung der Pumpe 7 geändert und da~ ffiit auch entsprechend der oben beschriebenen Funktion die Abtriobsdrehrichtung der Abtriebswelle 24 umgekehrt. In diesem Fall wird fehlendes Druckmittel aufgrund von Leckverlusten über das Rückschlagventil 19 nachgesaugt.
Die Absicherung des Hydrauliksystems gegen Überdruck erfolgt über zwei wechselseitig arbeitende Rückschlagventile 12 und 13 sowie über ein Druckbegrenzungsventil 14* Die beiden wechselseitig arbeitenden Rückschlagventile 12 und 13 sind zwischen der Saug- und Druckseite des Hydromotors 9 angeordnet und das Druckbegrenzungsventil 14 ist über eine Leitung an den gemeinsamen Verbindungspunkt der beiden Rückschlagventile 12 und 13 angeschaltet« Das abgesteuerte Druckmittel wird dem Druckmittelbehälter 11 zugeführt.
Y/enn der Antriebsmotor 6 abgeschaltet wird, kommt auch die Abtriebswelle 24 zum Stillstand. Mit dem Schließen der Rückschlagventile 10 und 17 ist eine starre Verbindung
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zwischen der Drehvorrichtung und der Last hergestellt. V/ie anhand von Pig«. 1 beschrieben kann die Beschleunigung bzw. Verzögerung der Last deshalb nur über das aufgebaute bzw. sich aufbauende Seilfeld erfolgen. Bei richtig positionierter Last ist meistens noch ein Seilfeldmoment vorhanden. Dieses Restseilfeldmoraent ?/ird gemäß der Erfindung schlagartig abgebaute Deshalb enthält die in Pig· 2 dargestellte Lastdrehvorrichtung ein dem Hydromotor parallelgeschaltetes 2/2-Y/egeventil 15, das über einen Magneten 23 steuerbar iste Mit der Betätigung des 2/2-V/egeventils 15 wird eine Verbindung zv/ischen der Saugseite 22 und der Druckseite 20 des Hydromotors 9 hergestellt» Dadurch ist eine · rasche Rückstellung des noch vorhandenen Restseilfeldmo^ ments ohne Einv/irkung auf die positionierte Last gegeben. Durch die Herstellung der Verbindung zwischen der Saug« und Druckseite 22 und 20 des Hydromotors 9 wird nämlich die Antriebsverbindung zwischen der Lastdrehvorrichtung und der Last aufgehoben, so daß sich das noch bestehende Seilfeldmoment schlagartig abbauen kann.
In Pig. 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Lastdrehvorrichtung daxgestellt. Der Antrieb der Abtriebswelle 24 erfolgt hier mit dem Einschalten eines Elektromotors 25. Die Energieübertragung geschieht über eine hydrodynamische Kupplung 26* ein Doppelschneckengetriebe 27, eine elektromagnetische !lamellenkupplung 28 und den Stirnrad sat ζ I6e -Wie bereits zuvor beschrieben, erfolgt zunächst bei eingeschaltetem Elektromotor 25 eine Seilfeldvorspannung .
Mit dem Abschalten des Elektromotors 25 ist die Abtriebswelle 24 aufgrund der Selbsthemmung des Doppelschnecken« getriebes 27 mit der Drehvorrichtung starr verbunden= Die Beschleunigung bzw· Verzögerung der Last kann jetzt über das aufgebaute bzw» sich aufbauende Seilfeld erfolgen.
Bei richtig positionierter Last ist aufgrund des erforderlichen Seilbremsmomentes ein Restseilfeldmoment j welches sogar eine maximale Größe annehmen kann, vorhanden.. Ein schlagartiges Abbauen dieses Seilfeldmomentes wird unbedingt erforderlich, wenn nicht die in Ruhe befindliche Last erneut, aber in entgegengesetzter Richtung, beschleunigt werden soll»
Der schlagartige Abbau des Seilfeldmoments wird bei der Lastdrehvorrichtung in Pig. 3 dadurch erreicht, daß eine Unterbrechung des Kraftflusses zwischen der Last und dem Drehantrieb durch Lüften der elektromagnetischen Lamellenkupplung 2S bewirkt wird. Damit kann eine rasche Rückstellung des verdrehten bzw. vorgespannten Seilfeldes ohne Einwirkung auf die richtig positionierte Last erfolgen.
Die Erfindung wurde bisher unter der Voraussetzung beschrieben, daß die Lastdrehverrichtung 1 an mehreren Seilen 2 aufgehängt ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist aber auch dann anwendbar, wenn nur ein Seil vorgesehen ist» Denn ebenso wie das bisher erwähnte Seilfeld kann auch ein Seil selbst ein Drehmoment erzeugen, wenn es infolge der anfänglichen Drehung der Lastdrehvorrichtung 1 verdrillt wird. Allerdings hat sich gezeigt, daß die Verwendung mehrerer Seile, z.B. zwei, vier oder acht, in den meisten Fällen vorteilhafter ist, als die Verwendung nur eines Seiles.

Claims (3)

  1. Lastdrehvorrichtung mit einem Drehantrieb, der über einem Abtrieb zur Übertragung von Drehkräften in einer Wirkverbindung mit der Last steht, welche über die Lastdrehvorrichtung an mindestens einem Seil, vorzugsweise an vier Seilen hängt, so daß die Lastdrehvorrichtung nach ihrer Betätigung infolge der Trägheit der Last entgegengesetzt zu deren gewünschter Drehrichtung eine Seilvorspannung (bei einem Seil) bzw· eine Seilfeldvorspannung (bei mehreren Seilen) erzeugt, welche dann die Drehung der Last bewirkt, gekennzeichnet 'dadurch, daß die Wirkverbindung zwischen dem Drehantrieb (9, 25) der Lastdrehvorrichtung (1) und der Last (3) wahlweise lösbar und wiederherstellbar ausgebildet ist, so daß zu γ/ählbaren Zeitpunkten die vorhandene Seilvorspanhung bzw, Seilfeldvorspannung schlagartig abgebaut werden kann.
    Lastdrehvorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß sie an dem mindestens einen Seil (2) aufgehängt ist und einen Hydromotor (S) mit einer Saug- und Druckseite (20, 22) enthält, dessen Abtrieb (24) zur Kraftübertragung v/irksam mit der Last (3) verbunden ist und der von einer Pumpe (7) mit Druckmittel versorgt wird, und daß zwischen der Saug- und Druckseite (2O5 22) des Hydromotors (3) eine Verbindung für das Druckmittel herstellbar ist.
    Lastdrehvorrichtung nach Punkt 2, gekennzeichnet dadurch, daß zwischen der Saug- und Druckseite (20, 22) des Hydromotors (9) ein 2/2-Wegeventil (15) angeordnet ist, mit dem wahlweise die Verbindung zwischen der Saug- und Druckseite (20, 22) herstellbar iste
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    4* Lastdrehvorrichtung nach Punkt 2 oder 3, gekennzeichnet dadurch, daß die Pumpe (7) zur Förderung des Druckmittels mit ihrer Druckseite biaw. mit ihrer Saugeeite über je eine Leitung (8, 8a) mit der Druck- bzw. Saugseite (2O9 22) des Hydromotors (9) verbunden is^fc, und daß jede Leitung ein steuerbares Rückschlagventil (10,' 17) enthält.
    5» Lastdrehvorrichtung nach Punkt 4* gekennzeichnet dadurch, daß die Saugseite der Pumpe (7) über eine ein Rückschlagventil (18) enthaltende Leitung mit einem Druckmittel enthaltenden Druckmittelbehälter (11) verbunden ist«
    6. Lastdrehvorrichtung nach Punkt 4 oder 5, gekennzeichnet dadurch, daß ein Antriebsmotor (6) zum Antrieb der Pumpe (7) vorgesehen ist und daß die Fö'rderrichtung der Pumpe (7) umkehrbar ist.
    7* Last drehvorrichtung nach einem der Punkte.-2 bis 6, gekennzeichnet dadurch, "daß zwischen der Saug-: und Druckseite (20, 22) des Hydromotors (9) zwei wechselseitig arbeitende Rückschlagventile (12, 13) in Reihe angeordnet sind* und daß der gemeinsame Yerbindungspunkt der beiden Rückschlagventile (12, 13) über eine ein Druckbegrenzungsventil (14) enthaltende Leitung mit dem Druckmittelbehälter (11) verbunden ist.
    8« Lastdrehvorrichtung nach einem der Punkte 2 bis 7S gekennzeichnet dadurch, daß als Druckmittel Öl verwendet v/ird.. .
    9· Lastdrehvorrichtung nach einem der Punkte 2 bis 8, gekennzeichnet dadurch, daß das an dem Hydromotor (9) anfallende Leckö'l über eine Leitung (21) zu dem Druckmittelbehälter (11) geführt ist.
    TO. Lastdrehvorrichtung nach einem der Punkte 2 bis 9, gekennzeichnet dadurchf daß der Hydromotor (9) über einen Stirnradsatz -(I6) zur Kraftübertragung mit der Last verbunden ist«
  2. 11. Lastdrehvorrichtung nach Punkt 19 gekennzeichnet dadurch, daß sie als Antrieb einen Elektromotor (25) enthält, daß der Elektromotor (25) über eine elektromagnetische Lamellenkupplung (28) einen mit der Last zur Kraftübertragung verbundenen Stirnradsatz (16) antreibt, und daß der Kraftfluß bzw, die Wirkverbindimg zwischen dem Elektromotor (25) und der Last durch Lüften der elektromagnetischen Lamellenkupplung (28) unterbrechbar ist»
  3. 12. Lastdrehvorrichtung nach Punkt 11, gekennzeichnet dadurchj daß die elektromagnetische Lamellenkupplung (28) über eine hydrodynamische Kupplung (26) und ein Doppelschneekengetriebe (27) mit dem Elektromotor (25) verbunden ist«,
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