DD146237A1 - Anwendung eines temporaeren keimhemmungsmittels fuer pflanzkartoffeln - Google Patents

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DD146237A1
DD146237A1 DD21579179A DD21579179A DD146237A1 DD 146237 A1 DD146237 A1 DD 146237A1 DD 21579179 A DD21579179 A DD 21579179A DD 21579179 A DD21579179 A DD 21579179A DD 146237 A1 DD146237 A1 DD 146237A1
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DD
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alcohols
potatoes
rents
treatment
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Application number
DD21579179A
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Inventor
Claus-Dieter Steinbeiss
Peter Schuhmann
Clemens Ladewig
Karl-Heinz Schoenknecht
Heidi Steinbeiss
Erika Skalka
Horst Nindel
Original Assignee
Steinbeiss Claus Dieter
Peter Schuhmann
Clemens Ladewig
Schoenknecht Karl Heinz
Heidi Steinbeiss
Erika Skalka
Horst Nindel
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Abstract

Die Erfindung betrifft die Anwendung eines temporaeren Keimhemmungsmittels fuer Pflanzkartoffeln. Das Keimhemmungsmittel soll d. Keimwachstum lagernder Pflanzkartoffeln zeitw. unterbinden. Ziel d. Erfindg. ist d. Anwendg. eines leicht zugaengl. u. preisguenstigen temporaeren Keimhemmungsmittels, d. d. Keimfaehigk. d. Pflanzgutes nicht beeintraechtigt u. eine geringe Toxizitaet besitzt. Erfindungsgemaesz werden Fumigantmischungen verwendet, deren wirksame Komponeten hoehere Alkohole s., vorzugsweise Alkohole m. einer Kettenlaenge von C&ind17! bis C&ind20! u./o. Alkohole m. einer Kettenlaenge v. etwa C&ind21! bis C&ind23!. D. Behandlg. erfolgt in belueftbaren Lagern u. Mieten. Es wird eine Aufwandmenge v. 100 b. 400 g/t verwendet. D. Wirkst. w. in jedem Fall a. einer Fumigantmischg. d. exotherme Reaktion eines Treibm. a. Reaktionsaerosol m. d. Lagergut in Kontakt geb.

Description

-a- 215791
Titel der Erfindung
Anwendung eines temporären Keimhemmungsmittels für Pflanzkartoffeln
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft die Anwendung eines temporären Keimhemmungsaittels für Pflanzkartoffeln, Das Keimhemmungsmittel soll das Keimwach.stum lagernder Pflanzkartoffeln zeitweilig unterbinden. Es kann in allen belüftbaren Lagern und Mieten für Pflanzkartoffeln angewendet werden.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Die Behandlung vdn Kartoffeln mit chemischen Keimhemmungsmitteln vor bzw, während der Lagerperiode ist bekannt« Dabei finden vor allem feste und flüssige Keimhemmungsmittel in- Form von Stäubepräparaten bzw.- Spritzbrühen Anwendung. Seit einiger Zeit werden Keimhemmungsmittel für Speisekartoffeln wie beispielsweise Isopropyl -N-(3-chlorphenyl) - carbamat - CIPC - in Form Reaktionsaerosolen (JUMAR, A,,SESBSB1K.,BOLLMENN, W., Die Nahrung 1£, A, S. 469 ), Die Ausbringung von flüssigen Keimhemraungsmitteln wie z.B. Maleinsäurehydrazid - MH - konnte trotz zahlreicher Versuche in größerem Umfang nur in den USA Eingang in die Praxis finden,. Im Gegensatz zu den anderen Keirahemmungsmitteln wird MH in wäßriger Lösung auf das Kartoffelkraut der noch wachsenden Pflanze aufgesprüht, gewöhnlich in Form eines wasserlöslichen Diäthnalamin - bzw. Natriumsalzes ( GRASSERT,
215791
V», Literaturzusammenstellung über die Anwendung von MH, Institut für Kartoffelforschung der DAL der DDR Groß- Lüsewitz).
Da die festen Keimhemmungsmittel (Stäubepräparate) schlecht zu applizieren sind, wurde versucht, sie in der Gas- bzw» Dampfphase auszubringen. So erfolgte die Untersuchung einer Vielzahl von leicht zu verdampfenden Substanzen wie beispielsweise Äthanol,Azetaldehyd und Äthylen. Besonders gute keimhemmende Eigenschaften besitzt das 3i5f5- Trimethylhexanol (1) ein Isomeres des Nonanols (BURTON, W.G., Europ. Potato Journal VoI 1 (1958) Nr. 1). Von den zur Keimunterdrückung bei Kartoffeln genutzten Alkoholen bringen Nonyl- und Amyl- bzw» Decylalkohole die besten Ergebnisse ( SAVJYER,R.L. und THORNE, W.H., Amer. Potato Journal 1962 (39) S. I67 bis 175 ). In Langzeitversuchen von BURTON (1958) wurden verschiedene Alkohole untersucht und erprobt. Die Applikation erfolgte durch Verdampfen des Wirkstoffes in einem kontinuierlichen Luftstrom während einer Behandlungsdauer von jeweils 15 Tagen an vier hintereinander folgenden Terminen. Die Aufwandmengen betragen je Behandlung 200 bis 220 g/t. Dies bedeutet, daß Energie für vier Applikationsabschnitte von insgesamt 60 Tagen und eine Gesamtaufwandmenge von 8OO bis 1000 g/t Kartoffeln erforderlich sind. Die Applikationsdauer von 60 Tagen und die genannte Aufwandmenge bewirken eine fast vollständige Unterbindung des Keimaustriebes und beim Auspflanzen derart behandelter Kartoffelknollen einen unzureichenden Feldaufgang. Die in der Literatur ( SAViYER, R.L. und THORITE, W.H., Potato Journal 1962 (.3Ji) S. 167 bis 175) beiläufig erwähnte Eignung derartige behandelter Knollen als Pflanzkartpffel konnte in mehrjährigen Nachbauversuchen nicht bestätigt werden. Vielmehr führt eine solche Behandlung zu einer fast vollständigen Unterbindung des Pflanzenaufgangs und somit zu erheblichen Ertragsdepressionen,
Die versuchsmäßige Prüfung von einwertigen Alkoholen darunter mit den Kettenlängen C9, C^Q, C^-, C.g, C^1-,, C^ bei Aufwandmengen von 0,95 bis 9,0 ral/bushel und 1 bis 8 maliger Behandlung durch obengenannte Autoren, zeigte Dekanol - CLq- im Vergleich zu den Speisekartoffelkeimhemmungsmittel - CIPC - die besten Ergebnisse betreffs Inhibierungseffekt, Die höheren Alkohole wurden bisher nicht als kommerzielle Keimhemmungsmittel für Pflanzkartoffeln bei nur zeitweiliger Wirkungsdauer angewendet. ·
-y 21 57
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist dia Anwendung eines leicht zugänglichen und preisgünstigen temporären Keimhemmungsmittels für Pflanzkartoffeln, das die Keimfähigkeit des Pflanzgutes nicht beeinträchtigt und eine geringe Toxizität besitzt.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, in Fumigant- Mischungen, die vorzugsweise als Reaktionsaerosole ausgebracht werden sollen, als keiminhibierende Komponente Gemische höherer Alkohole mit einer Kettenlänge von etwa ?Lr bei Cp0 und/oder solche mit einer Kettenlänge von Sp^ bis C2_ zu verwenden. Insbesondere sollen Gemische verwendet werden, die als Neben- bzw. Kestprodukte bei der Herstellung geradkettiger Alkohole durch ParaftinoxycLation anfallen.
.Erfindungsgeraäß werden Fumigantmischungen verwendet, deren wirksame Komponente höhere Alkohole sind, vorzugsweise Alkohole mit einer Kettenlänge von C"„ bis C20 , von der Industrie als PC- Alkohole RV und/oder Alkohole mit einer Kettenlänge von etwa C2^ bis C2- , von der Industrie als Rückstand FA 21 bezeichnet. Die Behandlung erfolgt einmal, im Bedarfsfall zweimal in belüftbaren Lagern und Mieten. Es vfird eine Aufwandmenge von 100 bis 400 g/t verwendet. Die Applikationsdauer beträgt 2 bis 144 h, wobei unter Applikationsdauer der Zeitraum der Verteilung des Mittels mit Hilfe der Belüftung (möglichst Umluftführung) in Lagerhäusern und Großmieten zu verstehen ist. Bei Mieten und Großmieten ohne Umluftführung erfolgt die Behandlung intervallmäßig im Zeitraum bis zu 48 h. Der Y/irkstoff wird in jedem Fall aus einer Fumigantmischung durch exotherme Reaktion eines Treibmittels als Reaktionsaerosol mit dem Lagergut in Kontakt gebracht. Der effektive Anwendungszeitraum ist von Anfang .Oktober bis Ende März,
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert werden,,
Es wurde die Kartoffelsorte "Adretta" in einer Versuchsreihe bei
215 791
2-facher Wiederholung der Versuche behandelt. Die Applikationsdauer, die zeitliche Begrenzung der Verteilungsphase des Mittels im Umluftstrom wurde auf 4-8 h festgelegt.
Beispiel 1 : ..'.·.
Es wurde im Fumigantmuster folgende Zusammensetzung verwendet: Alkoholgemisch der Kettenlänge C.„ bis Cp0 (FA 21) im Fumigant mit einem Anteil von 30 Massenprozeht.
Behandlungstermin : 26.01. 1979 Auslagerungstermin: 03.04. 1979
Konzentration Keimgewicht Fäulnis Massenverlust
( z/i ) ( % ) ( % ) ( % )
100 0 0,89 5,93
200 0 0,39 5,73
3oo 0 0,56 5,94
Kontrolle 0,8o 0,43 6,20
Beispiel 2 :
Es wurde zum Fumigantmuster folgende Zusammensetzung verwendet: Alkoholgemisch der Kettenlänge C?/. bis C?_ / Rückstand FA 21 mit einem Anteil von 25 Massenprozent.
Behandlungstermin : 14.03· 1979 ( * ). Fäulnis
4 Auslagerungstermin: 18.04. 1979 3,19 ( % )
Konzentration Keimgewicht 1,75 0,62 Massenverlust
(g/t) 5,44 0 ( # )
150 1,92 6,0
300 4,0
Kontrolle 8,7

Claims (1)

  1. -ί 215 79 1
    Erfindungsanspruch
    Anwendung eines temporären Keimhemmungsmittels für Pflanzkartoffeln gekennzeichnet durch die Verwendung einer Kombination höherer Alkohole, vorzugsweise von Verschnitten, deren Hauptbestandteile Kettenlängen von etwa Z^„ bis Cp0 und/oder C». bis C2, darstellen, wobei die Behandlung einmal, im Bedarfsfall zweimal in belüftbaren Lagern und Mieten mit einer Aufwandmenge von 100 bis 400 g/t erfolgt und die Verteilung des Mittels im Umluftstrom 2 bis 144 h, in Mieten und Großmieten ohne Umluftführung intervallmäßig bis zu 48 h beträgt, wobei der Wirkstoff aus einer Fumigantmischung durch exotherme Reaktion eines Treibmittels als Reaktionsaerosol mit dein Lagergut in Kontakt gebracht wird, wobei der effektivste Anwendungszeitraum von Anfang Oktober bis Ende März liegt, was aber eine zeitlich anders gelagerte Behandlung von Importkartoffeln nicht ausschließt.
DD21579179A 1979-09-26 1979-09-26 Anwendung eines temporaeren keimhemmungsmittels fuer pflanzkartoffeln DD146237A1 (de)

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DD (1) DD146237A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1994028716A3 (en) * 1993-06-04 1995-06-08 Pfanni Werke Gmbh & Co Kg Sprout inhibitor for potatoes

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO1994028716A3 (en) * 1993-06-04 1995-06-08 Pfanni Werke Gmbh & Co Kg Sprout inhibitor for potatoes

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