DD146300A1 - Verfahren zur herstellung von elastomeren wasserdampfdurchlaessigen polyurethanfolien - Google Patents

Verfahren zur herstellung von elastomeren wasserdampfdurchlaessigen polyurethanfolien Download PDF

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von elastomeren wasserdampfdurchlaessigen Polyurethanfolien, die durch hohes Wasseraufnahmevermoegen und niedrige Glasumwandlungsbereiche gekennzeichnet und deshalb fuer spezielle Anwendungen auf dem Gebiet mikrozellulaerer Beschichtungsmaterialien, z.B. in Form von impraegnierten Schichttraegern mit lederaehnlichen Eigenschaften, und als Trennmedien fuer Gase und Loesungen geeignet sind. Gemaesz dem Ziel der Erfindung, derartige Polyurethanfolien nach dem Prepolymer/Polymerverfahren aus Loesung durch Umsetzung von Diisocyanaten mit Diolen und nachfolgend aromatischen Diaminen in DMF zur Verfuegung zu stellen, erfolgt die NCO-Prepolymerbildung erfindungsgemaesz unter Verwendung von Cooligoacetaldiolen mit einem durchschnittlichen Polymerisationsgrad zwischen 10 und 50. Die Cooligomeren bestehen aus 1.3.6-Trioxacyclooctan- und vorzugsweise 1.2-Dioxacycloheptaneinheiten mit einem molaren Anteil im Verhaeltnis 3 : 2 bis 4,5 : 0,5. Die Folien sind transparent. Ihr Wasseraufnahmevermoegen betraegt bis zu 75 % bei einer Wasserdampfdurchlaessigkeit von 600 bis 800 mg/cm&exp2!*24 h. Der Glasumwandlungsbereich umfaszt -70 bis -15 Grad C.

Description

215935
Titel der Erfindung
Verfahren zur Herstellung von elastomeren wasserdampfdurchlässigen Polyurethanfolien
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von elastomeren wasserdampfdurchlässigen Polyurethanfolien mit hohem Wasseraufnahmevermögen und einem Glastemperaturumwandlungsbereich weit unterhalb 0 0C aus Polymerlösungen in Dimethylformamid, die durch Umsetzung von Diisocyanaten mit Diolen und nachfolgenderaminkatalysierterPolymerisation der gebildeten NCO-Prepolymeren mit aromatischen Diaminen in dem Lösungsmittel gewonnen werden. Die Polyurethanlösungen beziehungsweise die daraus hergestellten Folien sind für spezielle Anwendungen im Bereich der Beschichtungsmaterialien, insbesondere für die Imprägnierung von Schichtträgern in Verbunden, die als Materialien mit lederähnlichen Eigenschaften eingesetzt werden, aber auch als Trennmedien für Gase und Lösungen geeignet.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Wasserdampfdurchlässige und wasseraufnahmefähige Folien, Membranen und synthetische Leder gehören zur Klasse der mikrozellulären Beschichtungsmaterialien, die in Form von Textilbeschichtungen, Membranen für reverse Osmose und Ultrafiltration sowie als Schuhoberleder Verwendung finden können.
Die Herstellung derartiger Polymermaterialien aus gelösten oder dispergieren Polyurethansystemen ist seit langem bekannt. Obwohl in den letzten 3ahren vielfältige Bemühungen um lösungsmittelfreie beziehungsweise -arme Herstellungsverfahren von solchen pbromeren Polyurethansystemen festzustellen sind, erfolgt die Gewinnung von zellulären Beschichtungsmaterialien und Membranen auch heute noch vorzugsweise aus den entsprechenden Polymerlösungen, Ausschlaggebend hierfür ist die Tatsache, daß es mittels dieser Technologie gelingt, im polymeren Werkstoff eine Zellstruktur zu erzeugen, die die geforderten Adsorptions/Desorptions-Effekte bei der Wasser- beziehungsweise Wasserdampfaufnahme und -durchlässigkeit sowie bei der Gaspermeation noch am ehesten erreicht und auch reproduzierbar liefert« Andererseits ist jedoch festzustellen, daß trotz der mit den Verfahren über Prepolymer- und Polymerlösung erzielbaren günstigen Eigenscha ften bei Beschichtungsmaterialien, wobei als derzeit erreichbare Mindestforderungen für geeignete Folien beziehungsweise folienartige Beschichtungen fol-
-2 gende Kennwerte genannt werden - Zugfestigkeit 400 N cm , Bruchdehnung 400 %, Wasserdampfdurchlässigkeit 800 mg/cm »24 h, Wasserdampfaufnahme 10 bis 30 %, Glasumwandlungsbereich -35 bis +15 0C -, die für Naturleder bekannten Grenzen, insbesondere für die Wasseraufnahme von 100 % und darüber, ohne daß dabei wesentliche Minderungen der mechanischen Eigenschaften eintreten, bei weitem nicht erreicht werden; u. a. Polymeric Networks, London, Plenum Press (1971); Structur and Properties of Polymer Films, London, Plenum Press (1973); Synthetic Polymeric Membranes, Mc. Scraw Hill Co. (1971); Reich, Aleksenka: Hochwertige Syntheseleder, Vorträge, ; Freiberg (1974); Reich: Entwicklungstendenzen der Herstellung von Bekleidungsund Schuhkunstleder auf Polyurethanbasis, II. Internat. PUR-Symp,, Leipzig (1976); Sourirajan: Reverse Osmose and Synthetic Membranes, Nat. res. Ottawa (1977).
Die in den Publikationen beschriebenen Prinziplösungen zur Herstellung zellulärer Beschichtungsmaterialien auf der Grundlage von Polyurethanen gehen in ihren Systemen grundsätzlich von Polyolkomponenten mit Polyether- und/oder Polyesterstrukturen aus; siehe auch BRD-PS 1 619 251, 2 034 536, 2 041 710,
2 112 056, 2 355 073. Modifizierungen auf Basis vergleichbarer Systeme, die auf eine gezielte Herausbildung und Beeinflussung der Porosität im Polyurethanwerkstoff gerichtet sind, beschreiben u. a. die Herstellung von Polyurethanlösungen in Gegenwart von auswaschbaren Salzen (BRD-PS 2 123 198, SU-PS 614 754), speziell Ammoniumnitrat (US-PS 3 491 053), Folien aus Polyurethanlösungen bei Wasserdampfbehandlung zwischen 103 und 190 0C (BRD-PS 2 125 908) beziehungsweise unter Hinzufügung von Glaskugeln (BRD-PS 2 218 051) sowie Folien aus Dispersionen, die aus Polyetheralkoholen und 4,4'-Diisocyanatodiphenylmethan in Gegenwart von Komponenten mit hydrophilen Oxyethylensegmenten erhalten werden (US-PS 3 666 542). Weitere Lösungen beinhalten Polyurethansysteme, in denen durch gezielte Abmischung mit anderen Komponenten, wie Polystyrol und Polyacrylate (Dourn. Polym. Sei. 1_2 (1974) 885 f), UP-Harze (Polymer Eng. Sei. 1J5 (1975) 339 f), andere Vinyl-Polymere auch gegebenenfalls als Monomere hinzugefügt bei gleichzeitiger oder sukzessiver Polyreaktion (Oourn. Appl. Polymer Sei. 19 PP (1975) 1347 f) - Inhomogenitäten, Entmischungen im Mikrobereich beziehungsweise Unverträglichkeiten im Polymerverbund beabsichtigt werden. Alle diese bekannten Lösungen sind dadurch charakterisiert, daß die hergestellten Polyurethanmaterialien in Form von Folien beziehungsweise folienartigen Beschichtungen auf textlien Werkstoffen günstigstenfalls die definierten Mindestanforderungen, insbesondere hinsichtlich der Wasserdampfaufnähme und des Glasumwandlungsbereiches, erreichen. ! Daneben bedeuten in einzelnen Fällen deren technische Realisierung eine umfangreiche und aufwendige Verfahrensweise.
Ziel der Erfindung
Es ist Ziel der Erfindung, Polyurethanfolien mit einem verbesserten Wasseraufnahme- und Wasserdampfdurchlässigkeitsverhalten bei gleichzeitig deutlich niedrigerem Glasumwandlungsbereich zur Verfügung zu stellen, wobei deren Erzeugung nach üblicher Technologie im Prepoly'mer/Polymer-Verfahren aus Lösung ohne Zusatz weiterer Hilfsstoffe und auch ohne ze.it- und verfahrensaufwendige Koagulationsprozesse gelingt.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Das Ziel wird erreicht durch ein Verfahren zur Herstellung von elastomeren wasserdampfdurchlässigen Polyurethanfolien mit hohem Wasseraufnahmevermögen und einem Glasumwandlungsbereich zwischen -70 ° und -15 0C aus in Dimethylformamid gelösten, durch Umsetzung von Dlisocyanaten mit Diolen und nachfolgender aminkatalysierter Reaktion der gebildeten NCO-Prepolymere mit aromatischen Diaminen in dem Lösungsmittel erhaltenen Polymeren, indem man erfindungsgemäß als Diole für die Prepolymerbildung Cooligoacetaldiole mit einem durchschnittlichen Polymerisationsgrad zwischen 10 und 50 bei einem molaren Anteil von l.S.e-Trioxacyclooctaneinheiten gegenüber anderen Oxacycloalkaneinheiten im Verhältnis 3 : 2 bis 4,5 : 0,5, vorzugsweise 4 : 1, einsetzt und das Gemisch aus aromatischem Diamin, Aminkatalysator und Lösungsmittel gegebenenfalls portionsweise in das Prepolymere einträgt. Bevorzugte Vertreter der Cooligoacetaldioie sind solche Verbindungen, die aus 1,,3,,6-Trioxacyclooctan- und 1,.3-Dioxacycloheptaneinheiten bestehen. Des weiteren können Mischungen der Cooligoacetaldiole mit bis zu 90 Molprozent Polyetherdiolen und/oder Polyesterdiolen mit vergleichbarem Polyinerisationsgrad eingesetzt werden.
Für die erfindungsgemäße Herstellung der Polyurethanfolien sind vorteilhaft Cooligoacetaldiole geeignet, die nach einem vorgeschlagenen Verfahren durch kationische Cooligomerisierung der reinen cyclischen Monomeren, beispielsweise 1.3.6-Trioxacyclooctan und l.S-Dioxacycloheptan, in Gegenwart quasistöchiometrischer Mengen der Katalysatoren hergestellt werden« Derartig synthetisierte cooligomere Diole zeichnen sich sowohl durch relativ enge Molekulargewichtsverteilungen m : m = 1,1 ... 1,2 - als auch durch eine gute Übereinstimmung zwischen dampfdruckosmometrisch bestimmten und aus Endgruppenanalysen ermittelten relativen Molekülmassen - Abweichungen im Bereich der Fehlergrenzen der Analysenmethoden; ^ 5 % - aus. Der durchschnittliche Polymerisationsgrad dieser
. · 5 £ ι or ^ "- ;>.
difunktionellen Oligomeren liegt abhängig von der Katalysatorkonzentration im allgemeinen zwischen IO und 50, der kristalline Anteil beträgt 50 bis 60 %, und die Viskosität wird bei 20 0C mit 750 bis 8000 mPa-s bestimmt. Die Kennwerte der glasklaren und geruchlosen flüssigen Produkte betragen für die Hydroxylzahl 30 bis 75 bei einer Säure- und CJodzahl von praktisch Null.
Für die Gewinnung der Polyurethanfolien werden die definierten Cooligoacetaldiole zunächst mit 4,4'-Diisocyanatodiphenylmethan bei Temperaturen um 100 C während 1 Stunde unter Rühren zur Reaktion gebracht, wobei das Diisocyanat im Überschuß bei einem Verhältnis von 1,8 bis 2,4 Mol pro Mol Diol eingesetzt wird. Danach wird das gebildete NCO-Gruppen enthaltende Prepolymere auf etwa 50 0C kaltgerührt und eine Lösung von 4,4'-Diaminodiphenylmethan in Dimethylformamid, erforderlichenfalls in mehreren Portionen, hinzugefügt. Dabei wird die Zusammensetzung der resultierenden Lösung so bestimmt, daß letztlich äquivalente Mengen von Diisocyanat und Amin plus Diolkomponente vorliegen - gegebenenfalls kann auch ein Diisocyanatüberschuß ^ 2,5 % verbleiben - , die Polymergehalte zwischen 15 und 30 % betragen und für die Verarbeitungsviskosität bei 20 0C Werte zwischen 1000 und 15 000 mPa-s, bevorzugt zwischen 2000 und 3500 mPa*s, erreicht werden. Vorteilhaft werden zur Beschleunigung der quantitativen Umsetzung von NCO-Prepolytner und aromatischem Diamin in Lösung der Reaktionsmischung katalytische Mengen zwischen 0,1 und 0,25 % niedermolekularer Amine, wie Hydrazin oder 1.4-Diaza-^2.2,27-bicyclooctan, zugesetzt. Die so zubereitete Reaktionsmischung wird dann "zur Polymerbildung weitere 2 Stunden gerührt. Zur Stabilisierung der erhaltenen Polyurethanlösung empfiehlt es sich, dem Präparat sauerstoffbindende Mittel wie Hydrochinon oder Ionol in minimalen Mengen (0,1 bis 0,2 %) zuzusetzen.
Nach Entgasung der Polymerlösung lassen sich in bekannter Weise bei einer Luftfeuchte von 50 bis 95 rel. % auf geeigneten Substraten wie entfetteten Glasplatten u. ä. Folien ziehen oder auf textlien Materialien Beschichtungen aufbringen, wobei die Folien- beziehungsweise Schichtdicke beliebig, im allgemeinen unter Verwendung eines Ziehlineals auf 0,2 bis 0,5 mm
bestimmt werden kann» Nach einer Lufttrocknung während 24 Stunden werden die Polyurethanfolien 10 Minuten gewässert, gegebenenfalls vom Substrat abgezogen und abschließend erneut an der Luft getrocknet. Die erfindtjngsgemäß erhaltenen Polyurethan-Folien sind trüb bis klar durchsichtig, wobei die Transparenz durch die Foliendicke und den Polymergehalt der Polyurethanlösung beeinflußt werden kann.
Zur Eigenschaftsuntersuchung werden aus den Folien entsprechende Normstreifen und Normflächen ausgestanzt.
Überraschenderweise hat sich gezeigt, daß die gemäß der Erfindung gewonnenen Polyurethanfolien auf der Basis von Oligoacetaldiolen ein sehr hohes Wasseraufnahmevermögen (bis 75 %)
2 bei einer Wasserdampfdurchlässigkeit von 600 bis 800 mg/:m «24h und signifikant niedrige Glaspunktbereiche zwischen -70 und -15 C aufweisen, wobei die mechanischen Kennwerte für
—2
die Zugfestigkeit mit bis zu 860 Ncm und die Bruchdehnung bis zu 680 % weit oberhalb der bisher definierten Mindestanforderungen bekannter Erzeugnisse liegen. Dieses äußerst vorteilhafte Eigenschaftsverhalten ist einmal auf die stark ausgeprägte Hydrophilie der erfindungsgemäß eingesetzten Cooligoacetaldiole, insbesondere der Oligomeren mit 1,3.6-Trioxacyclooctan- und 1.2-Dioxacycloheptaneinheiten, auf Grund der durch die Acetalstruktur erreichten lokalen Häufung polarer Bruckensauerstoffe zurückzuführen und liegt zum anderen in der Struktur der Folie, die sich in Poren, Rissen und Inhomogenitäten im Mikrobereich zu erkennen gibt, begründet. Damit wird das Adsorptions- und Permeationsverhalten der Folien beziehungsweise Beschichtungen auf Trägermaterialien von der Natur der eingesetzten Cooligoacetaldiole in einem solchen Maße bestimmt, daß ein besonderer technologischer Aufwand hinsichtlich eines Koagulationsprozesses und/oder der Zusatz von Hilfsstoffen zur Ausbildung der Porosität der Polyurethanfolie nicht mehr erforderlich ist.
Schließlich trägt auch der hohe kristalline Anteil infolge der Häufung polarer Kettenglieder im cooligomeren Acetal- . , diol zur Ausprägung des guten Gesanvteigenschaftsverhaltens der Polyurethanfolien bei.
Die besonders günstige Diffusion von Wasser, Wasserdampf und Gasen in der erfindungsgemäß hergestellen Polyurethanfolie eröffnet diesem Polymerprodukt vornehmlich Anwendungsgebiete zur Imprägnierung von Schichtträgern in Verbunden, die als Materialien mit lederähnlichen Eigenschaften Verwendung finden können, und in Form der mikroporösen Folie als Trenntnedien für Gase und Lösungen.
Darüber hinaus sind sie auf Grund ihres hautfreundlichen Verhaltens als Beschichtungsmaterialien für spezielle Anwendungen geeignet, .
Ausführungsbeispiele
Beispiel 1
216 g (0,1 Mol) eines Acetaldiols aus l.S.e-Trioxacyclooctan und l.S-Dioxacycloheptan (Molverhältnis der Komponenten des Diols 4 : 1, OH-Zahl 52,4, üodzahl 0, Wassergehalt 0,02, relative Molekülmasse - osmometrisch - 1890, Viskosität bei 20 0C 2700 mPa«s) werden mit 45 g (0,18 Mol) 4.4'-Diisocyanatodiphenylmethan im Dreihalskolben, ausgerüstet mit Rührer, Trockenrohr und Kontaktthermometer, 2 Stunden bei 100 C gerührt. Danach wird das Prepolymere auf etwa 50 °C kaltgerührt und dem Reaktionsgut eine Mischung aus 15,8 g (0,08 Mol) 4.4'-Diaminodiphenylmethan, 0,7 g (0,25 % bezogen auf Gesamtmenge) 1.4-Diaza-^2.2.27-bicyclooctan und 1106 g Dimethylformamid hinzugefügt. Das so gewonnene Polyurethansystem wird 2 Stunden bei 50 C gerührt und besitzt einen Polymergehalt von 20 %, Die Viskosität der Polyurethanlösung beträgt bei 20 C 1800 mPas, Aus dieser Polymerlösung werden nach Auftrag auf entfettete, waagerecht gelagerte Glasplatten mit einem Ziehlineal 0,5 mm dicke Folien gezogen, die nach 24stündiger Trocknung an Luft 10 Minuten in Wasser getaucht und dann von der Glasplatte gelöst werden. Nach abermaliger Lufttrocknung besitzen die transparenten Polyurethanfolien folgende Eigenschaften:
—2
Zugfestigkeit 760 N cm
Bruchdehnung 534 %
Wasserdampfaufnähme 50 %
Wasserdampfdurchlässigkeit 581 mg/cm »24 h Glaspunkt/stat. dyn. -51 0C Glasumwandlungsbereich -62 ° bis -18 0C
Beispiel 2
Die Prepolymerbildung erfolgt analog Beispiel 1. Die Polyurethanlösung wird im Unterschied dazu unter Verwendung von 646 g Dimethylformamid auf einen Polymergehalt von 30 % eingestellt und 30 Minuten gerührt. Danach wird mit 66 g Dimethylformamid zunächst auf 28 % Pölymergehalt und nach weiteren 30 Minuten bei 50 °C letztlich auf 25 % Polymergehalt durch Zugabe von weiteren 119 g Dimethylformamid verdünnt«
859 N cm 24 h
686 %
61 0/ /0 16 0C
630 2 mq/cm "
-64 0C
-67 0 bis -
Die Viskosität der erhaltenen Polyurethan-Lösung wird bei 20 C zu 5400 mPas bestimmt. Die wie im Beispiel 1 hergestellten transparenten Folien besitzen folgende Eigenschaften
Zugfestigkeit "'— " ~2
Bruchdehnung Wasserdampfaufnähme Wasserdampfdurchlässigkeit Glaspunkt/stat. dyn.
GlasumwandIungsbe reich
Beispiel 3
29,6 g (0,02 Mol) eines Acetaldiols aus 1.3.6-Trioxacyclooctan und 1.3-Dioxacycloheptan (Molverhältnis der Komponenten des Diols 4 : 1, OH-Zahl 75,8, Oodzahl 0, Wassergehalt 0,08, relative Molekülmasse - osmometrisch - 1380, Viskosität bei 20 0C 7"65 mPa«s) werden mit 22 g (0,044 Mol) 4#4'-Diisocyanatodiphenylmethan in einem gemäß Beispiel 1 beschriebenen Reaktionsgefäß zum Prepolymeren umgesetzt. Anschließend wird das Prepolymere mit 3,16 g (0,016 Mol) 4.4'-Diaminodiphenylmethan in Gegenwart von 0,112 g 1.4-Diaza-^2*.2.27-bicyclooctan in 131 g Dimethylformamid zu einer 25 %igen Polyurethanlösung umgesetzt. Die analog der im Beispiel 1 beschriebenen Weise hergestellten undurchsichtigen pororneren Folien werden nach 24stündiger Lufttrocknung lediglich 6 Stunden gewässert. Sie besitzen folgende Eigenschaften:
Zugfestigkeit' '"~ " --"2
Bruchdehnung Wasserdampfaufnähme V/asserdampfdurchlässigkeit Glaspunkt/stat. dyn.
GlasumwandIungsbereich
Beispiel 4
30,6 g (0,01 Mol) eines Acetaldiols aus 1.3.6-Trioxacyclooctan und l>3~Dioxacycloheptan (Molverhältnis der Komponenten des Diols 3,5 : 1,5, OH-Zahl 36,7, CJodzahl 0, Wassergehalt 0,03* relative Molekülmasse - osmometrisch 2920, Viskosität bei 20 °C 3360 mPa«s) werden analog Beispiel-1 mit 5,5 g
480 N cm •24 h
400 0/ /0
38 0/ /0 -15 0C
699 2 mg/cm
-48 °C
-47 0 bis
(0,022 Mol) 4.4t~Diisocyanatodiphenylmethan, 1,58 g (.0,008 Mol) 4„4'-Diaminodiphenylmethan, 0,072 g Hydrazin und 88 g Dimethylformamid zu einer 30 %igen Polyurethanlösung - Vis- kosität bei 20 0C 5400 mPa»s - umgesetzt. Die erhaltenen Folien besitzen folgende Eigenschaften:
—2
Zugfestigkeit 415 N cm
Bruchdehnung 494 %
Wasserdampfaufnahme 42 % .
2 Wasserdampfdurchlässigkeit 600 mg/cm »24 h Glaspunkt/stat. dyn. -57 0C Glasumwandlungsbereich -56 bis -17 C
Beispiel 5
382 g (0,1 Mol) eines Acetaldiols aus 1.3.6-Trioxacyclooctan und 1.3-Dioxacycloheptan (Molverhältnis der Komponenten des Diols 1 : I1 OH-Zahl 29,4, Oodzahl 0, Wassergehalt 0,13 %, relative Molekülmasse - osmometrisch - 4100, Viskosität bei 20 0C 8600 mPa«s) werden analog Beispiel 1 mit 55 g (0,22 Mol) 4.4'-Diisocyanatodiphenylmethan, 15,8 g (0,08 Mol) 4.4'~DlaminO" diphenylmethan, 0,113 g l<,4-Diaza-/_2*„2.27-bicyclooctan und 1056 g Dimethylformamid zu einer 30 %igen Polyurethanlösung umgesetzt; Viskosität der Polymerlösung bei 20 C 9000 mPa-s. Die erhaltenen transparenten Folien besitzen folgende Eigenschaften :
Zugfestigkeit ~*~ " ~ ~2
Bruchdehnung Wasserdampfaufnähme Wasserdampfdurchlässigkeit Glaspunkt/stat. dyn.
GlasUmwandlungsbereich
Beispiel 6
3,74 kg (1 Mol) eines Cooligoacetaldiols aus 1.3.6-Trioxacyclooctan und 1„3-Dioxacycloheptan (Molverhältnis der Komponenten des Diols 4 : 1, OH-Zahl 30, Oodzahl 0, Wassergehalt
519 N cm -24 h
580 C/ /0
15 C/ /0 -18 0C
578 mg/cm
-54 0C
- 54 ° bis
0,08, relative Molekülmasse - osmometrisch - 3650, Viskosität bei 20 C 5230 mPa»s) werden analog Beispiel 1 zunächst mit 0,55 kg (2,2 Hol) Diisocyanatodiphenylmethan umgesetzt.. Dem Prepolymeren werden dann 0,158 kg (0,8 Mol) 4#4'-Diaminodi~ pheriylmethan und -1,-Il g le4-Diaza-</2e2.27~bicyclOoctan, gelöst in 10,4 kg Dimethylformamid, in drei etwa gleichen Portionen hinzugefügt. Nach 2stündigem Rühren in der .beschriebe-' rieh Weise liegt die Polyurethanlösung mit einer Viskosität bei 20 °C von 2970 tnPa's vor. Die daraus hergestellten transparenten Folien besitzen ein hohes Aufnahmevermögen für Wasser. Bei einer mehrfachen Aufeinanderfolge von Adsorptions-ZOesorptions-Versuchen läßt sich die Konstanz des Wasseraufnahmevermögens nachweisen. Die Folien besitzen folgende Eigenschaften:
Zugfestigkeit ~ Mrs " ~~~2
Bruchdehnung Wasserdampfaufnähme Wasserdampfdurchlässigkeit Glaspunkt/stat, dyn, GIasumwandIunasbe reich
540 N cm • 24 h
510 r/ /O
76 0/ /0 -17 0C
720 2 mg/cm
-57 0C
-57 ° bis

Claims (3)

  1. Erfindungsanspruch
    1» Verfahren zur Herstellung von elastomeren wasserdampfdurchlässigen Polyurethanfolien mit hohem Wasseraufnahmevermögen und einem Glasumwandlungsbereich zwischen -70 und -15 C aus in Dimethylformamid gelösten, durch Umsetzung von Diisocyanaten mit Diolen und nachfolgender aminkatalysierter Polymerisation der gebildeten NCO-Prepolymere mit aromatischen Diaminen in dem Lösungsmittel erhaltenen Polymeren, gekennzeichnet dadurch, daß man als Diole für die Prepolymerbildung Cooligoacetaldiole mit einem durchschnittlichen Polymerisationsgrad zwischen 10 und 50 bei einem molaren Anteil von le3,6~Trioxacyclooctaneinheiten gegenüber anderen Oxacycloalkaneinheiten im Verhältnis 3 : 2 bis 4,5 : 0,5, vorzugsweise 4 : 1, einsetzt und das Gemisch aus aromatischem Diamin, Alfinkatalysator und Lösungsmittel gegebenenfalls portions-· weise in das Prepolymere einträgt.
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß man als Cooligoacetaldiole solche einsetzt, die aus 1.3.6-Trioxacyclooctan- und 1.3-Dioxacycloheptaneinheiten bestehen.
  3. 3. Verfahren nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Cooligoacetaldiole im Gemisch mit bis zu 90 Molprozent Polyetherdiolen und/oder Polyesterdiolen mit vergleichbarem Polymerisationsgrad eingesetzt werden.
DD21593579A 1979-10-01 1979-10-01 Verfahren zur herstellung von elastomeren wasserdampfdurchlaessigen polyurethanfolien DD146300A1 (de)

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