DD146374A5 - Kommutatormotor,insbesondere zum antrieb von waschautomaten - Google Patents
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Description
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SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT Unser Zeichen Berlin und München VPA 78 P 3207 DDR
Kommutatormotor, insbesondere zum Antrieb von Waschautomaten
Die Erfindung bezieht sich auf einen Kommutatormotor, insbesondere zum Antrieb von Waschautomaten, mit durch Änderung der äußeren Beschaltung zwischen speisendem Einphasen-Wechselstromnetz und Ständerfeldwicklung einstellbaren unterschiedlichen Drehzahlen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Als Mittel zur Einstellung verschiedener Drehzahlen bei kleinen Kommutatormotoren sind z.B. eine elektronische Regelung mittels Phasenanschnittsteuerung über einen vorgeschalteten Triac, die Parallelschaltung eines Anker-Widerstandes oder die Veränderung des Erregerfeldes mittels einer Feldanzapfung oder einer vorgeschalteten Diode bekannt; üblicherweise sind derartige Kommutatormotoren mit diskreten, von der Feldwicklung umschlungenen Einzelpolen versehen. Im Fall der bekannten Drehzahleinstellung mittels Feldanzapfung wirkt sich insbesondere
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für den Fall, daß zwei deutlich unterschiedliche Drehzahlen erreicht werden sollen, nachteilig aus, daß das Ständerkupfer in der hohen Drehzahlstufe schlecht ausgenutzt wird und nicht in allen Drehzahlstufen gute Kommutierungsverhältnisse erzielbar sind.
Ziel der Erfindung ist es, ohne großen finanziellen Aufwand die Schleuderdrehzahl eines Kommutatormotors, insbesondere bei Verwendung als Waschautomatenantrieb erhöhen zu können.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, bei einem Kommutatormotor mit durch äußere Beschaltung zwischen speisendem Einphasen-Wechselstromnetz und Ständerfeldwicklung einstellbaren unterschiedlichen Drehzahlen mit einfachen Mitteln eine möglichst große Drehzahlspreizung zwischen der kleinsten und größten einstellbaren Drehzahlstufe, insbesondere bei in beiden Drehzahlstufen gleichgroßer oder sogar in der niedrigeren Drehzahlstufe verringerter Belastung zu erreichen, wie dies bei einem Waschautomaten mit zumindest zwei unterschiedlichen Schleuderdrehzahlen üblicherweise gegeben ist.
Die Lösung der Erfindung ist bei einem Kommutatormotor der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Kommutatormotor mit zumindest über einen Teil des Umfangs der Ständerbohrung in Nuten verteilter Feldwicklung diese derart angeordnet und beim Übergang von einer höheren auf eine niedrigere Drehzahl umgeschaltet ist, daß die Ständerfeldachse in Drehrichtung des Motors verdreht ist.
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Bei dem erfindungsgemäßen Kommutatormotor ist es bei guter Ausnutzung des Erregerkupfers lediglich durch die auf einfache Weise umschaltbare Einspeisung der Feldwicklungen möglich, eine einer Bürstenachsenverschiebung im Sinne einer Drehzahlerhöhung äquivalente Wirkung zu erreichen, obwohl die Bürstenachse selbst in konstruktiv aufwandsarmer Ausführung feststeht. Eine hinsichtlich guter Kommutierungsverhältnisse und großer Drehzahlspreizung besonders vorteilhafte Ausgestaltung ist durch eine derartige Änderung der äußeren Beschaltung gekennzeichnet, daß zusätzlich bei Betrieb mit einer höheren Drehzahl nur ein Teil der bei Betrieb mit einer niedrigeren Drehzahl an das speisende Einphasen-Wechselstromnetz angeschlossenen Feldwicklung flössen ist. In einem.solchen Fall kann einerseits eine bessere Kupferausnutzung in der hohen Drehzahlstufe im Vergleich zu einer bekannten reinen Feldanzapfung bei einem mit konzentrierten Polen ausgestatteten Kommutatormotor als auch andererseits sowohl für die höchste wie auch die niedrigste Drehzahlstufe eine Verbesserung der Kommutierung erreicht werden. Im allgemeinen wird man bestrebt sein, die bestmögliche Kommutierung in der höchsten Drehzahlstufe zu erzielen.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung wird anhand eines schematisch dargestellten Anwendungsbeispiels für einen sogenannten Zweimotoren-Waschautomatenantrieb mit in einem Ständer bzw. Rotor zusammengefaßtem Induktionsmotor für den Waschbetrieb und zweipoligem Kommutator-Reihenschlußmotor für den Schleuderbetrieb mit zwei unterschiedlichen Schleuderdrehzahlen in der Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:
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Pig. 1 in einem Schnittbild ein Ständerpaket mit 24 Nuten und einer ersten Umschaltung der Ständerfeldvricklung,
Fig. 2 in einem Schnittbild ein Ständerpaket mit 24 Nuten in einer zweiten Umschaltung der Ständerfeldwicklung,
Fig. 3 das Schaltbild für einen Zweimotoren-Waschautomaten mit einer nach Fig. 1 umschaltbaren Ständerfeldwicklung eines Reihenschluß-Kommutatormotors, Fig. 4 das Wicklungsschema für die Ständerfeldwicklung nach Fig. 1 bzw, 3.
Fig. 1 zeigt im Schnittbild ein Ständerpaket eines Zweimotoren-Waschautomatenantriebes mit in einem Ständer zusammengefaßtem Induktionsmotor für den Waschbetrieb und zweipoligem Kommutatormotor für den Schleuderbetrieb mit durch Änderung der Windungszahl der Standerfeldwicklung und gleichzeitiger Feldachsendrehung des Ständerfeldes einstellbaren Schleuderdrehzahlen.
Am Bohrungsumfang des Ständerblechpaketes sind 24 Nuten gleichmäßig verteilt angeordnet. Die hier nicht näher dargestellte Ständerwicklung des zweistrang!gen Induktionsmotors (Hauptphase und Hilfsphase) ist gleichmäßig über alle Nuten 1 - 24 am Bohrungsumfang verteilt. Die Ständerfeldwicklung des 2-poligen Kommutatormotors ist zusammen mit einem Wicklungsteil der Induktionsmotor-Ständerwicklung lediglich in den aufeinanderfolgenden Nuten 7 - 14 auf dem oberen Ständerbohrungsteil bzw. 19 - 24 und 1, 2 auf dem gegenüberliegenden unteren Ständerbohrungsteil angeordnet, wobei diese Nuten einen gegenüber den restlichen, nicht mit der Kommutatorwicklung belegten Nuten vergrößerten Nutenquerschnitt aufweisen. Die feststehende Bürstenachse ist in Fig. 1 bzw. Fig. 2 mit Ag, die Drehrichtung des Motors im vorliegenden Fall in der eingetragenen Richtung η angenommen.
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Im Beispiel nach Fig. 1 sind die verschiedenen Ständerfeldachsen Ap1 bzw. App für eine kleine· bzw. eine große Drehzahlstufe aufgrund unterschiedlicher äußerer Beschaltung und Anordnung der Ständerfeldwicklung dargestellt. Die Kommutatormotor-Feldwicklung ist derart angeordnet und mit dem speisenden Einphasen-Wechselstromnetz verbunden, daß bei Anschluß sämtlicher Feldwicklungen und der in Figur 1 angenommener Durchflutungsrichtung der Feldwicklung sich die eingetragene Lage der Feldachse Ap. ergibt. Aus den vorgenannten Forderungen folgt zwangsläufig die Zuordnung der in Fig. 1 im oberen Ständerbohrungsteil eingezeichneten Spulenseiten 7 bis 14 zu den zugehörigen im unteren Ständerbohrungsteil der Fig. 1 angegebenen und in entgegengesetzter Richtung durchflossenen Spulenseiten 19 - 24 und 1, 2, wie dies durch die gestrichelt bzw. strichpunktiert dargestellten Wickelköpfverbindungen zugehöriger Spulenseiten jeweils angedeutet ist.
Beim Betrieb in .der niedrigen Drehzahlstufe werden gemäß Fig. 1 zur Verringerung der Ständerwindungszahl nur die Nuten 10, 11, 12, 13, 14 im oberen Ständerbohrungsteil bzw. die Spulenseiten 2, 1, 24, 23, 22 im unteren Ständerbohrungsteil an das speisende Einphasen-Wechselstromnetz angeschlossen. Dadurch entsteht mit gleichen Leiterzahlen in den stromdurchflossenen Nuten eine Drehung der Ständerfeldachse von der Lage Ap.. in die Lage Ap2, wodurch eine bessere Kommutierung aufgrund einer angepaßten Kompensation der Stromwendespannung als auch eine Drehzahlerhöhung erreicht wird. Beim Übergang von der höheren auf die niedrigere Drehzahlstufe wird an die äußere Beschaltung der Ständerfeldwicklung in umgekehrter. Richtung von der Durchflutung entsprechend der Ständerfeldachse Ap2 auf öie Ständerfeldachse Ap^ überge-' gangen.
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VPA 78 P 3207 DDR
Um auch bereits bei der niedrigen Drehzahlstufe eine gute Kompensation der Stromwendespannung zu erreichen, kann es zweckmäßig sein, die gesamte Feldwicklung des Kommutatormotors derart anzuordnen und anzuschließen, daß die Feldaehse A^. nicht senkrecht sonderen im Sinne einer verbesserten Kompensation der Stromwendespannung bereits um einen bestimmten Winkel gegenüber der Bürstenachse A-Q verdreht ist.
Fig. 2 zeigt eine derartige Änderung der äußeren Beschal tung der in den Nuten 8, 9, 10, 11, 12, 13 bzw. 20, 21, 22, 23, 24, 1 angeordneten Feldwicklung des Kommutators, daß bei jeweils gleichgroßer Erregung in der niedrigen Drehzahlstufe eine Ständerfeldachse Ap-, und in der höheren Drehzahlstufe eine Ständerfeldachse Ap^ erreicht wird. Dazu sind die Spulenseiten 11, 12, 13 zu Spulen mit den Spulenseiten 1, 24, 23 und die Spulenseiten 8, 9, 10 mit den Spulenseiten 22, 21, 20 zu geschlossenen Spulen zusammengefaßt. In der niedrigen Drehzahlstufe sind nur die Spulen 8, 22 bzw. 9, 21 bzw. 10, 20, in der höheren Drehzahlstufe dagegen nur die Spulen 11, 1, bzw. 12, 24 bzw. 13, 23 stromdurchflossen, derart daß in beiden Drehzahlstufen bei betragsmäßig gleicher Ständerfelderregung die Ständerfeldachse beim Übergang von der niedrigeren auf die höhere Drehzahlstufe in Drehrichtung verschoben ist. Beim Übergang von der höheren auf die niedrigere Drehzahlstufe wird die äußere Beschaltung entsprechend in umgekehrter "Weise geändert.
Unter der Voraussetzung gleicher Leiterzahlen in den bewickelten Nuten und unmittelbar aufeinanderfolgender Lage gleichsinnig durchfluteter Nuten gilt für den Drehwinkel der Ständerfeldachse bei zweipoligen Motoren:
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N1
mit folgender Definition der genannten Formel-Größen;
N«. = Ständernutenzahl
N = Zahl der für die niedrige Drehzahlstufe
bewickelten Nuten Nh = Zahl der für die hohe Drehzahlstufe bewickelten Nuten.
Selbstverständlich können sich die Leiterzahlen in den Spulen für die höhere Drehzahlstufe von den Leiterzahlen in den restlichen Spulen der Kommutatorwicklung unterscheiden. Die Drehung der Ständerfeldachse ist dann bei niedriger Leiterzahl in den restlichen Spulen kleiner, bei höheren Leiterzahlen größer. Ebenso ist es nicht unbedingt erforderlich, daß die gleichsinnig durchfluteten Spulenseiten in unmittelbar benachbarten Nuten liegen. In jedem Fall ist jedoch durch die Änderung der Lage der Feldachse eine Drehzahländerung und u.U. eine Kompensation der Stromwendespannung und damit eine verbesserte Kommutierung zu erzielen.
Fig. 3 zeigt das gesamte Schaltbild eines Zweimotorenantriebs mit der in Fig. 1 dargestellten Umschaltung der Erregerwindungszahlen mit Drehung der Erregerfeldachse des Kommutators. An das speisende Einphasen-Wechselstromnetz R, M ist im Waschbetrieb die zweisträngige, aus Haupt- und Hilfsphase mit Kondensator über einen Drehrichtungsumkehrschalter anschließbare Induktionsmotorwicklung und im Schleuderbetrieb als Universalmotor
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ein Einphasen-Reihenschlußmotor mit durch Änderung der äußeren Beschaltung der einen Netzleitung R im Sinne unterschiedlicher Erregungsv/indungszahlen und unterschiedlicher Erregerfeldachsen veränderbarer Erregerwicklung im Ständer dargestellt.
Aus hier nicht näher zu erläuternden Gründen ist die gesamte Ständerfeldwicklung in einen zwischen der anderen Netzleitung M und der ersten Bürste des Kommutators (Anschlußpunkt B) liegenden ersten Wicklungsteil E.,., F.^ und einen zweiten zwischen der umschaltbaren Netzleitung R und der gegenüberliegenden zweiten Bürste . des Kommutators (Anschlußpunkt A) aufgeteilt. Wie aus einem Vergleich mit Fig. 1 ohne weiteres ersichtlich, wird beim Anschluß der Netzleitung R an den Erregerwicklungs-Anschlußpunkt F.p durch Zuschaltung der Erregerwicklungsteile F.p~E/\2 ^1^ ^B2~^B1 e^-ne größere Ständerfelderregung und damit eine kleinere Drehzahl n^ als bei Anschluß der Netzleitung R an den Erregerwicklungs-Anschlußpunkt F-g. erreicht, da im letzteren Fall die Erregerwicklungsteile Fip"^A2 t>zw· FB2~^B1 n^c^ stromdurchflossen sind und sich die Drehzahl aufgrund der verminderten Erregung auf einen Wert no erhöht.
C.
Fig. 4 zeigt das zu Fig. 3 entsprechende Wickelschema für die Ständerfeldwicklung mit der in Fig. 1 für die beiden Drehzahlstufen jeweils angegebenen Ständerwindungszahl und Ständerfeldachse. Aus rein wicklungstechnischen (symmetrischer Wickelkopf) und hier nicht näher zu erläuternden Gründen ist die mit ihren Spulenseiten in der Nut 24 und der Nut 12 angeordnete Spule der Ständerfeldwicklung des Reihenschluß-Kommutatormotors derart aufgeteilt, daß in der Nut 24 und in der Nut 12 jeweils zwei Spulenseiten mit halber Leiterzahl angeordnet sind.
Claims (3)
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Erfindungsansprüche
.1. Kommutatormotor, insbesondere zum Antrieb von Waschautomaten, mit durch Änderung der äußeren Beschaltung zwischen speisendem Einphasen-Wechselstromnetz und Ständerfeldwicklung einstellbaren unterschiedlichen Drehzahlen, gekennzeichnet dadurch, daß bei einem Kommutatormotor mit zumindest über einen Teil des Umfangs der Ständerbohrung in Nuten verteilter Feldwicklung diese derart angeordnet und beim Übergang von einer höheren auf eine niedrigere Drehzahl umgeschaltet ist, daß die Ständerfeldachse in Drehrichtung des Motors verdreht ist.
2. Kommutatormotor nach Punkt 1, gekennzeichnet durch eine derartige Änderung der äußeren Beschaltung, daß bei Betrieb mit einer höheren Drehzahl nur ein Teil der bei Betrieb mit einer niedrigeren Drehzahl an das speisende Einphasen-Wechselstromnetz angeschlossenen Feldwicklung stromdurchflossen ist.
3. Kommutatormotor nach Punkt 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß in Anwendung auf einen Zweimotoren-Waschautomatenantrieb mit in einem Ständer bzw. Rotor zusammengefaßtem Induktionsmotor für den Waschbetrieb und zweipoligem Kommutatormotor für den Schleuderbetrieb zumindest zwei unterschiedliche Schleuderdrehzahlen allein durch Feldachsendrehung oder durch Änderung der Windungszahl und gleichzeitig Feldachsendrehung der Ständerfeldwicklung einstellbar sind.
Hierzu__iL$eiien Zeichnungen
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