DD146446A1 - Verfahren zur phosphat-eliminierung aus abwaessern - Google Patents

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DD146446A1
DD146446A1 DD21601279A DD21601279A DD146446A1 DD 146446 A1 DD146446 A1 DD 146446A1 DD 21601279 A DD21601279 A DD 21601279A DD 21601279 A DD21601279 A DD 21601279A DD 146446 A1 DD146446 A1 DD 146446A1
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phosphate
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buna
waste water
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DD21601279A
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Hans Hoppe
Friedrich Winkler
Waltraud Osbar
Juergen Soergel
Original Assignee
Hans Hoppe
Friedrich Winkler
Waltraud Osbar
Juergen Soergel
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung von phosphathaltigen Abwaessern. Das Ziel der Erfindung besteht in einer Verminderung des P-Gehaltes in Abwaessern mittels chemischer Faellung, wobei der Faellungsschlamm landwirtschaftlich nutzbar und der pH-Wert im behandelten Abwasser nicht ueber 9 liegen soll. Auszerdem sollte die Salzbelastung gering gehalten werden. Die Aufgabe wurde dadurch geloest, dasz ein Gemisch, bestehend aus Ca(OH)&ind2! und CaCl&ind2!, zur Faellung verwendet wird. Es koennen auch die Abprodukte Buna-Kalkhydrat und Soda-Ablauge eingesetzt werden. Das Verhaeltnis der Faellmittel zueinander haengt vom Phosphatgehalt und den speziellen Eigenschaften des Abwassers ab und musz optimiert werden. Der Einsatz der Faellmittel-Kombination verursacht nur eine geringe pH-Wert-Erhoehung und vergroeszert die Salzbelastung gegenueber der reinen Ca(OH)&ind2!-Faellung nur unwesentlich. Der Schlamm kann landwirtschaftlich verwertet werden. Die Erfindung kann in den Abwasserbehandlungsanlagen mit einer Faellungstufe angewendet werden.

Description

Titel der Erfindung
Verfahren, zur Phosphat-Eliininierung aus Abwässern
Anwendpngsgeblet. der. Erfindung;
Pie Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung von phosphathaltigen Abwässern»
Di© steigende Zuführung von Nährstoffen in .die Vorfluter verursacht ein übermässiges Wachstum organischen Materials, wodurch e^ne verstärkt© Sauer stoff ζ ohrring auftritt» Di© Folge davon sind stark verminderte Wasserqualitäten mit den damit'verbundenen Problemen» Besondere Bedeutung hat Phosphor als limitierender und inizierender Faktor« Es kommt darauf, an, besonders die lösliohen Orthophosphate zu eliminier ©Lie Di® Möglichkeiten der Phosphor-Entf ernung sind in den Publikationen von Pöpsl, J· (DiQ Elimination von Phosphaten, Stuttgarter Berichte zur Siedlungswasser— •wirtschaft 16, Koiumissionsvertrag E· Oldenburg, München 1966), Schuster, G-· u· A. Hein© (Das Verfahren·der ohemi-' sehen Fällung zur Elimination der -PhosphorVerbindungen aue
häuslichen Abwässern, Mitteilungen dss Instituts für Wasserwirtschaft, Heft 3θ (1973) sowie G-leisberg, D· u. Mitarbeiter (Eutrophierung und Abwasserreinigung, Ingew« Chexu· 88 (1976)* 354) dargelegt* Nach dem heutigen Stand ist die chemisch© Fällung die universell'anwendbar© und technisch günstigste Lösung zur Erzielung einer notwendigen P-Beduzierung· Die üblichen Fällmittel Eisen« und Aluminiumsalze haben den Kachteil, dass sie einmal relativ teuer sind und dass zum anderen die entstandenen Fällungsprodukte kaum von den Pflanzen aufgeschlossen werden bzw· dass sie sogar phytotoxische Wirkungen entfalten können· Besser eignet sich für eine Fällung deshalb Calciumhydroxid ι da hier ©in Beoycling möglich ist. Nachteilig ist allerdings der hohe pH-Wert nach der Fällung im behandelten Abwasser« Die..Y/assergualität kann dadurch erheblich beeinträchtigt werden, so dass mit Yerkrustungen u* ä» au rechnen ist* Teilweis© wird ein© Neutralisation als zusätzlich© Stufe vorgeschlagen·
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht in einer Verminderung des P-G-ehaltes in Abwässern, um den Gefahren dar Eutrophierung in den Vorflutern zu begegnen· Die anzuwendende chemische Fällung ist so zu gestalten, dass der Fällungsschlamm, landwirtschaftlich genutzt werden kann« Dex pH-Wort im behandelten Abwasser soll dabei nicht über 9 liegen· Ala Fällmittel sollen im wesentlichen Abprodukte eingesetzt werden?
JieS- Wespna ι d eriM Erf inäung;
Erfindungsgemäss wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass als Fällmittel Buna-Kalkhydrat gemeinsam mit Soda-Ablauge verwendet wird· Es hat sich gezeigt, dass es bei äor Phosphat* auf einen, bestimmten Cafo ~G-ehalt und pH-Wert.
ankommt. Wird ζ· Β· nur mit CaCl9 als Fällmittel gear "bsitet, sind zur Erzielung einer entsprechenden Eliminiö— ruxLgsratQ erhebliche Ca -Dosierungen notwendig! der pH— Wert wird aber daduroh nxoht wesentlich über d©n Neutral" punkt angehoben· Soll aber dia Fällung mit Ca(OH)0 durohgeführt "werden, so sind zwar -wesentlich geringeres Ca Mengen erforderlich, allerdings wird ein plfe-Wert > 10 erreicht* Beim Einsatz eines optimalen Fällmittelgeinisches aus Ca(OE)2 toad CaCl2 odor Buna-Kalkhydrat und Soda-Ablaugs werden dies© Nachteil© weitgehend vermieden* So wird der pH-Wert nur unwesentlich erhöhtJ auch die zur geforderten
"3— 2+·
-Eliminierung notwendig so. Ca -Mengen steigen gegenüber der reinen Ca(0H)2-Fällung nur geringfügig an» Da mit den Abprodukten Buna-Kalkhydrat und Soda-lbiaugö gearbeitet Tierden kann, ergsben sich ökonomisohe Yorteilo gegen« über dem Einsatz von Branntkalk und Calciumchlorid·
sf ü.hr unff sb ei sp i el
Für die Untersuchungen kam Buna-Kalkhydrat mit 65 bis 68 fa CaO und 1,5 bis 2,5 1= SiO2, sowie Soda-Abiaugο mit 122 g/l
und 51 g/1 NaCl zOm Einsatz«, Das machanisch-biologisch gereinigte Abwasser hatte einen Orthophosphat-G-ehalt von 22 ing/l, CSY-Cr von 156 mg/l O2 und eine Trübung von 69 ΙΕ/1. Als Zielgrösso diente eino Ortho-Phosphat-Konzentration von 2
1» Zu 1 Liter des oe g· Abwassers Wurde 7 ml Soda-Ablaugo gegeben, intensiv gemischt und sedimentiert. lach der Eeaktion viaren 91 % des Orthophosphat-G-ehaltes, 25 i> des CSY-Cr und 65 ^ der Trübung entfernte Das Schlammvolumen betrug 20 mi/lj der pH-Wert lag bsi 7#5· Erforderliche Ca2 -Dosierung: 308 mg/1*
2» 1 Liter des ο. g. Abwassers word© mit 240 mg'aufge- schlämmten Buna-Kalkhydrates versetzt, gemischt und SQdiüientiert·' Als Ergebnis konnten 91 Orthophosphates §0 <fo CSV-Cr und 73 Trübung eliminiert werden· Es resultierte ein SO'hlammvolumen von 19 ml/l und ein pH-Wert von 10·
2+ ·
Erforderliche Ca -Dosierung: 111 mg/1.
3« Zu 1 Liter des o. g. Abwassers wurden folgende Fällmittelgemische gegeben, gerührt und sedimenti©rtJ
Soda-lblaug© (ml/l) 4,9 3,5 1,0
Buna-Kalkhydrat (mg/1) 75 113 150
Orthophosphat-Eliminierung CSV-Cr-Eatfornung (jS) Entfornung der Trübung Sohlarnrnvoluman (ml/1)
91 91 91
27 28 30
68 70 70
. 20 20 20
7,5 8^0 9*0
251 206 114
OX
Erf ord.erlichQ Ca ' -Menge (mg/1)
Bs ist vorteilhaft, zunächst Buna-Ealkhydrat zu dosie* rsn und erst anschliessend die Soda-Ablaugs einzusetzen.

Claims (3)

-ι 1 · grf ίμ dungsansffruch
1* Verfahren, zur Entfernung von Phosphaten aus Abwässern gekennzeichnet dadurch, dass als Fällmittel .Ga(OH)p und CaGl9 entsprechend der zu entfernenden Phosphatmenge eingesetzt wird» ί .
2» Vorfahren naoh Punkt 1» gekonnzeionnet daduroh, dass Buna-Ealkhydrat· land .Sodaablauge-verwendet wird·
3· Verfahren naoh Punkt 1· und 2, gekennzeichnet dadurch! dass zunächst die basischen Fällmittel dem Abwasser zugegeben worden und dann anschliessend mit Calciumchlorid versetzt ??ird*
DD21601279A 1979-10-04 1979-10-04 Verfahren zur phosphat-eliminierung aus abwaessern DD146446A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT390602B (de) * 1983-04-20 1990-06-11 Krupp Koppers Gmbh Verfahren zur behandlung des bei der herstellung von phosphorsaeure durch nassen aufschluss von rohphosphat mit schwefelsaeure anfallenden abwassers

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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AT390602B (de) * 1983-04-20 1990-06-11 Krupp Koppers Gmbh Verfahren zur behandlung des bei der herstellung von phosphorsaeure durch nassen aufschluss von rohphosphat mit schwefelsaeure anfallenden abwassers

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