DD146810A1 - Falzklappenzylinder - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Falzklappenzylinder fuer Falzapparate von Rotationsdruckmaschinen mit paarweise angeordneten, schwenkbaren, durch feststehende Kurvenscheiben gesteuerten Falzklappen. Ziel der Erfindung ist es, fuer einen derartigen Falzklappenzylinder die Einsatzmoeglichkeiten innerhalb eines Falzapparates unter Beibehaltung des Fertigungsaufwandes zu erhoehen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit dem Falzklappenzylinder eine Produktabgabe an jeder gewuenschten Stelle, beispielsweise an den dritten Falz, den Parallelfalz oder ueber das Schaufelrad in die Auslage, zu ermoeglichen, wobei der dafuer benoetigte Verstellmechanismus funktionssicher sein, einen einfachen Aufbau besitzen sowie keine auszutauschenden Bauteile erfordern soll. Hierzu sind die in Drehrichtung des Falzklappenzylinders nachlaufenden Falzklappen jeweils nur bei der Produktuebernahme und die vorlaufenden Falzklappen jeweils nur bei der Produktabgabe durch je eine Kurvenscheibe, deren Kurve eine mit einem Abstieg und einem Anstieg ausgestattete Betaetigungszone besitzt, betaetigbar und die Kurvenscheibe fuer die vorlaufenden Falzklappen zur Variierung der Stelle fuer die Produktabgabe einstellbar.
Description
Anwendungsgebiet der Erfindung:
Die Erfindung betrifft einen Falzklappenzylinder für Falzapparate von Rotationsdruckmaschinen mit paarweise angeordneten, schwenkbaren, durch feststehende Kurvenscheiben gesteuerten Falzklappen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen:
Je nachdem, ob sich an den Falzklappenzylinder ein 3· Falz oder Parallelfalz anschließt oder nachfolgend direkt eine Produktauslage über das Schaufelrad erfolgt, muß die Stelle für die Produktabgabe vom FaIzklappenzylinder und damit die Betätigung seiner Falz— klappen in Abhängigkeit von der räumlichen Anordnung der genannten Baugruppen im Falzapparat entsprechend variiert v/erden.
Dazu ist es analog zur US-PS 2.94-1.798 bekannt, neben einer ungesteuerten, in Drehrichtung des Falzklappenzylinders nachlaufenden Falzkante eine vorlaufende Falzklappe anzuordnen, die von einer mit zwei neben- einander liegenden Kurvenscheibeη zusammenarbeitenden Doppelkurvenrolle betätigt wird. Von den beiden Kur— venscheiben ist eine fest mit dem Maschinengestell verbunden, während die andere zur
YEB POLYGRAPH Leipzig - 2 - 14. 02. 1979
Variierung der Stelle für die Produktabgabe koaxial um einen Winkel ^ verdrehbar ist« Um ein vorzeitiges Freigeben der Produkte zu vermeiden, gilt et =. β , wobei der Winkel β den Bereich, der unteren Rast zwischen Ab- und Anstieg der Kurve der Kurvenscheibe umfaßt« Daraus folgt, daß eine Verdrehung der 2. Kurvenscheibe nur in begrenztem Umfang möglich ist, so daß bei dieser Lösung zur Realisierung aller geforderten Verstellrnöglichkeiten ein Auswechseln der Kurvenscheiben unumgänglich ist« Als weiterer Hachteil ist der lange Bolzen für die Doppelkurvenrolle zu nennen, der sich unter inaschinendynamischem Aspekt auf eine Leistungssteigerung des Falzapparates negativ auswirkt.
In Abv;andIung des beschriebenen Lösungsprinzipes ist es auch bekannt, die zwei nebeneinander liegenden Kurvenscheiben auf unterschiedliche Stellen einer Produktabgabe fest einzustellen und die Doppelkur~ venrolle durch eine über beide Kurvenscheiben seitlich verschiebbare einfache Kurvenrolle, die immer nur mit einer Kurvenscheibe zusammenwirkt, zu ersetzen Auch hier treten das Erfordernis von 2 Kurvenscheiben zur Steuerung der Produktabgabe sowie ' der lange Rollenbolzen als Nachteile auf«
Weiter ist es gemäß DE-PS 676 745 bekannt, beiderseits des Falzklappenzylinders je eine Kurvenscheibe anzuordnen, die auf verschiedene Stellen der Produktübergabe eingestellt und wahlweise mit der Falzklappenspindel kuppelbar sind« Nachteilig ist bei dieser Lösung der erhöhte technische Aufwand für den Kupp«= lungsiiiechanismus und daß nur eine bewegte Falzklappe vorhanden ist, für die zwei Kurvenscheiben erforderlich sind a
VEB POLIGRAPH Leipzig - 3 - 1*. 02β 1979
Ziel der Erfindung:
Ziel der Erfindung ist es, für einen Falzklappenzylinder mit paarweise angeordneten, schwenkbaren, durch feststehende Kurvenscheiben gesteuerten Falzklappen die Einsatzmöglichkeiten innerhalb eines Falzapparates unter Beibehaltung des Fertigungsaufwandes zu erhöhen.
Wesen der Erfindung:
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einem derartigen Falzklappenzylinder eine Produktabgabe an jeder gewünschten Stelle, beispielsweise an den dritten Falz bzw, zweiten Längsfalz, den Parallelfalz bzw. zweiten Querfalz oder über das Schaufelrad in die Auslage, zu ermöglichen, wobei der dafür benötigte Verstellmechanismus funktionssicher sein, einen einfachen Aufbau besitzen sowie keine auszutauschenden Bauteile erfordern soll.
Dazu sind erfindungsgemäß die in Drehrichtung des Falzklappenzylinders nachlaufenden Falzklappen jeweils nur bei der Produktübernahme und die vorlaufenden Falzklappen jeweils nur bei der Produktabgabe durch je eine Kurvenscheibe, deren Kurve eine mit einem Abstieg und einem Anstieg ausgestattete Betätigungszone besitzt, betätigbar und ist die Kurvenscheibe für die vorlaufenden Falzklappen zur Variierung der Stelle für die Produktabgabe einstellbar.
Durch diese Lösung kann die Kurvenscheibe zur Steuerung der vorlaufenden Falaklappen ohne Beeinträchtigung der Produktübernahme in jede gewünschte Stelle zur Produktabgäbe, z. B. an den 3. Falz, den Parallelfalz oder über das Schaufelrad in die Auslage,verdreht werden· Dadurch ist es möglich, bei der Lö-
VEB POLYGRAPH Leipzig - 4 - 14. 02. 1979
sung mit zwei sich überdeckenden, gegeneinander verdrehbaren Kurvenscheiben eine Kurvenscheibe inclusive Kurvenrolle entfallen zu lassen» Abgesehen von der Reduzierung des Fertigungsaufwandes kann der Rollenbolzen eine Leistungssteigerung des Palzapparates begünstigend kürzer und stabiler ausgeführt · werden.
Auch ist vergleichsweise zu einer anderen Lösung nicht mehr das manuell aufwendige. Wechseln der Kur~ venscheiben erforderlich.
Weitere Vorteile sind die universelle Verwendungsmöglichkeit des erfindungsgemäßen FalzklappenZylinders für alle Falzapparate, was eine rationelle Fertigung und Lagerhaltung gewährleistet, sowie die Möglichkeit seines nachträglichen Einsatzes in bereits gebaute Falzapparate auf Grund des geringen Platzbedarfes«,
Letztlich ist noch die Erhöhung des Bedienungskocifortes sowie die Zeitersparnis für die Umstellung von einer auf eine andere Produktionsmöglichkeit zu nennen, wobei eine besonders günstige Lösungsvariante darin besteht, daß erfindungsgemäß die Kurvenscheibe zur Betätigung der vorlaufenden Falzklappen koaxial drehbar gelagert, in verschiedenen Stellungen mit Hilfe eines Klemrnstückes gegenüber · der Seitenwand des Falzapparates fixierbar und mit. einer Verzahnung,ausgestattet ist, in die ein
13O Ritzel eingreift, dessen fest mit ihm verbundener, in der Seitenwand gelagerter Zapfen verdrehbar ist«
Ausführungsbeispiel?
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungs-
VEB FOLrGRiIPH Leipzig ~ 5 ~ ' 14* 02. 1979
beispiel näher erläutert werden. In:der zugehörigen Zeichnung zeigen:
Fig« 1: einen Längsschnitt durch einen Falzklappenzylinder
Fig. 2: eine Seitenansicht des Falzklappenzylinders gemäß Fig. 1 von links
in'teilweise schematischer Darstellung.
Gemäß Fig. 1 ist der Falzklappenzylinder 1 mit sei ner Welle 2 beiderseitig in je einer Seitenwand 3» 4 des Falzapparates gelagert.
Auf der rechten Seite des Falzklappenzylinders 1 ist die nach der Ersteinstellung fest mit der Seitenwand 3 verbundene Kurvenscheibe 5 zur Steuerung der in Drehrichtung des Falzklappenzylinders 1 nachlaufenden, starren Falzklappen 6 und auf dessen linker Seite die koaxial drehbar gelagerte Kurvenscheibe 7 zur Steuerung der in Drehrichtung des Falzklappenzylinders 1 vorlaufenden flexiblen Falzklappen S angeordnet (Fig. 1 u. 2). Die Kurvenscheibe 7 besitzt einen sich über ihren gesamten Umfang erstreckenden Absatz, gegen den sich ein mit der Seitenwand 4 versohraubtes Klemmstück 9 abstützt, dessen Klemmkraft mit Hilfe der Sclirau be 10 variierbar ist (Fig. 1). Außerdem ist die Kurvenscheibe 7 s.n ihrem umfang mit einer Verzahnung 11 ausgestattet, in die ein Ritzel 12 eingreift, dessen fest mit ihm verbundener, in der Seitenwand 4 gelagerter Zapfen 13 mit Hilfe eines formschlüssig aufsteckbaren Werkzeuges verdrehbar ist.
Il
VEB POLYGRAPH Leipzig - 6 - 14· 02. 1979
Die Kurven 14; 15 (Fig..2) der Kurvenscheiben 5» 7 (Fig. 1) sind als ilutkurven 16; 17 ausgebildet, in die jeweils eine an einem mit der Falzklappe 6; 8 starr verbundenen Rollenhebel 18; 19 drehbar gelagerte Kurvenrolle 20; 21 eingreift. In Fig» 1 sind aus Gründen einer übersichtlicheren Darstellung die Rollenhebel 18; 19 in gedrehter Stellung und die Kurvenrollen 20; 21 außer Eingriff mit den Nutkurven 16; 17 dargestellt.
Gemäß Fig. 2 besitzt jede Kurve 14; 15 eine mit einem Abstieg 24 bzw. 25 und einem Anstieg 28 bzw. ausgestattete Betätigungszone 34 bzw. 35« Die die Kurve 15 zur Steuerung der vorlaufenden Falzklappe 8 komplettierende obere fiast 23 und untere Rast 27 sind logischerweise so zu bemessen, daß die vorlaufende Falzklappe 8 an der Stelle B; C oder D zur Produktabgabe geöffnet und vor der Stelle A zur Pro« duktübernahiae wieder geschlossen wird. Die obere Rast 22 und untere Rast 26 der die nachlaufende Falzklappe 6 steuernden Kurve .14 sind so zu wählen, daß die nachlaufende Falzklappe 6 erst nach der Stelle D geöffnet und bei der Produktübernahme an der Stelle A wieder geschlossen wird«,
Der Falzklappenzylinder 1 besitzt vier um 90° zueinander versetzte Falzklappenpaare (Fig. 2), wo~ bei auch in Abhängigkeit vom Anwendungsfall eine andere Anzahl Falzklappenpaare gewählt werden kann«, In jedem Fall erfolgt an der Stelle A die Produktübernahme vom Falzmesserzylinder 30 bei gleichzeitiger Querfalzung des Produktes durch das Zusammenwirken des Falsmessers 31 des Falzmesserzylinders 30 mit den Falzklappen 6; 8 des Falzklappenzylinders 1, wobei jedoch ausschließlich die zuvor geöffnete nachlaufende Falzklappe 6 das Produkt ergreifend betätigt, de h„ geschlossen wird, während die vorlaufende Falzklappe 8 in der geschlossenen Stellung ir>r>-h_ Dip» TCn-pv^nRr.hpn hfi 7 (Ti1Ia*,. 1") ist SO ein—
VEB POLIGEAPH Leipzig - 7 - * 14· 02. 1979
gestellt, daß die vorlaufende Falzklappe 8 lediglich an der Stelle B (Fig. 2) zur Produktabgabe geöffnet wird, während die nachlaufende Falzklappe 6 in der geschlossenen Stelle verharrt. Nachfolgend wird das freigegebene Produkt zwischen den Transportbändern 32 und den Abstreifern-33 über das nicht dargestellte Schaufelrad der Auslage zugeleitet.
Durch Lösen der Schraube 10 und damit, des Klemm-Stückes 9 kann die Kurvenscheibe 7 mit Hilfe eines auf den Zapfen 13 des Ritzels 12 formschlüssig aufsteckbaren Werkzeuges so verdreht werden, daß die Falzklappe 8 entweder im Punkt 0 zu der Produktabgabe an den dritten Falz bzw. zweiten Längsfalz oder im Punkt D zu der Produktabgabe an den Parallelfalz bzw. zweiten Querfalz geöffnet wird (Fig. 2)#
Claims (1)
- VEB POLYGRAPH Leipzig ' - 8 - 14. 02, 1979Erfindungsarispruch, j ·1. Falzklappenzylinder für Falzapparate von Rotationsdruckmaschinen mit paarweise angeordneten, schwenkbaren, durch feststehende Kurvenscheiben gesteuerten Fälzklappen, gekennzeichnet dadurch, daß die in Drehrichtung des Falzklappenzylinders (1) nachlaufenden Falzklappen (6) .jeweils nur bei der Produkt-Übernahme und die vorlaufenden Falzklappen (8) jeweils nur bei der Produktabgabe durch je eine Kur-· venscheibe (5; 7)g deren Kurve (14 bzw. 15) eine mit einem Abstieg (24 bzwe 25) und einem Anstieg (28 bzw«, 29) ausgestattete Betätigungszone (34 bzw« 35) besitzt, betätigbar sind und die Kurvenscheibe (7) für die vorlaufenden Falzklappen (8) zur Variie« rung der Stelle für die Produktabgabe einstellbar XSte2e Falzklappeηzylinder nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Kurvenscheibe (7) zur Betätigung der vorlaufenden Falzklappen (8) koaxial drehbar gelagert, in verschiedenen Stellungen mit Hilfe eines Klemmstückes (9) gegenüber der Seitenwand (4) des25Ο Falzapparates fixierbar und mit einer Verzahnung (11) ausgestattet ist, in die in Ritzel (12) eingreift, dessen fest mit ihm verbundener, in der Seitenwand (4) gelagerter Zapfen (13) verdrehbar ist«
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