DD146827A1 - Additives fuer mineraloel-und syntheseoelprodukte - Google Patents

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DD146827A1
DD146827A1 DD21690879A DD21690879A DD146827A1 DD 146827 A1 DD146827 A1 DD 146827A1 DD 21690879 A DD21690879 A DD 21690879A DD 21690879 A DD21690879 A DD 21690879A DD 146827 A1 DD146827 A1 DD 146827A1
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DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
additives
mineral oil
benzothiazole
products
acids
Prior art date
Application number
DD21690879A
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English (en)
Inventor
Erhard Knopel
Brunhilde Prang
Dieter Woitunik
Hans Kolberg
Rudolf Stoeffgen
Original Assignee
Erhard Knopel
Brunhilde Prang
Dieter Woitunik
Hans Kolberg
Rudolf Stoeffgen
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Publication date
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Abstract

Die Erfindung betrifft Additives fuer Mineraloelprodukte, die zur Inhibierung gegen Schwefelkorrosion an Buntmetallen und Silber sowie Oxydation eingesetzt werden und thermisch stabil sind. Es wurde gefunden, dasz Umsetzungsprodukte von Benzothiazol-2-sulfendialkylamiden mit aciden Verbindungen, wie Mercaptane, Carboxylsaeure, Alkylphosphorsaeuren, die bei 10 bis 150 Grad C im Mengenverhaeltnis 1 Mol zu 0,5 bis 2 Mol umgesetzt werden, gute inhibierende Eigenschaften besitzen.

Description

' 2. XI 1979
Titel der Erfindung
Additives für Mineralöl- und Syntheseölprodukte
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft Additives für Mineralöl- und Syntheseölprodukte, die insbesondere zur Inhibierung dieser Produkte gegen Sohwefelkorrosion an Buntmetallen und Silber sowie als Oxydationsinhibitoren verwendet v; er den.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, zur Inhibierung von Schmier- und Treibstoffen segen Sohwefelkorrosion an Buntmetallen und Silber organische Verbindungen mit Heteroatonien einzusetzen. 'Kommerziell verv/endet werden fast ausschließlich Thiadiazol-Derivate. Als weitere Verbindungstypen sind Dithiocarbamate, Dithio- und Thiobenzothiazole, -benzooxazole, -benzimidazole für diesen Anwendungsfall bekannt und v/erden umfassend von It.Q. Little und H.W. Watson in Am. ehem. Soc. Div. Preprints 1 ο (2) D 137-44/1965 sowie von Watson in Compendium Erdöl und Kohle (Band 2, 76/77, S. 886) beschrieben.
- 2 - 21 6
Bei der Herstellung der bekannten Thiadiazol-Derivate, wie beispielsweise den Alkylderivaten von 2,5-Dimercapto-1, 3, 4-thiadiazol, wie sie in US-PS 27 19 125 und US-PS 27 19 126 beschrieben ist, wird von Produkten ausgegangen, die in technologisch aufwendigen Verfahrensstufen umgesetzt werden müssen und nicht immer verfügbar sind. Darüber hinaus besitzen die bekannten Zusätze eine geringe Wirksamkeit und beeinflussen oftmals durch Sekundärreaktionen den Gebrauchswert der mit ihnen Ie-
gierten Produkte negativ. .
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, auf der Basis verfügbarer chemischer Zwischenprodukte in technologisch einfacher Weise Additives für Mineralöl- und Syntheseölprodukte herzustellen.
Aufgabe der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Additives für Mineralöl- und Syntheseölprodukte herzustellen, die eine gute Inhibitorwirkung gegen Schwefelkorrosion an Buntmetallen und Silber· sowie gegen Oxydation besitzen und die übrigen Eigenschaften der Einsatzprodukte nicht negativ beeinflussen. Darüber hinaus sollen diese Additives auch bei Temperaturen oberhalb 1oo 0G thermisch stabil sein und ihre Wirksamkeit nicht verlieren.
Merkmale der Erfindung
Überraschend wurde gefunden, daß durch Umsetzung des Benzothiazol-2-sulfenalkylamides mit aciden Verbindungen, vorzugsweise mit Mercaptanen, Carboxylsäuren, Alkylphosphor- und Alkylthiophosphorsäuren Additives für Mineralöl- und Syntheseölprodukte erhalten werden, die thermisch stabil sind, als Inhibitoren gegen Schwefelkorrosion an
Buntmetallen und Silber sowie gegen Oxydation ihre Wirksamkeit auch bei Temperaturen oberhalb 1oo 0C nicht 'wesentlich verringern und in den Einsatzprodukten keine störenden Uebenreaktionen hervorrufen.
Die Umsetzung erfolgt derart, daß pro Mol Benzothiazol-2-sulfendialkylamid o,5 bis 2 Mol der aciden Verbindung bei Temperaturen von 1o bis 15o 0C, vorzugsweise 4o bis 13o 0C direkt oder in geeigneten lösungsmitteln wie niedrigviskosen Mineralölfraktionen, Benzin, aromatischen Kohlenwasserstoffen u.a. umgesetzt werden. Bei der Umsetzung entstehen mit Ausbeuten von 4o - 7o Masse fo kristalline Produkte, die beim Abkühlen aus der lösung ausfallen, Diese kriatallinen Produkte werden nach bekannten Yerfahren abgetrennt und erforderlichenfalls gereinigt.
Die derart gewonnenen Benzothiazol-2-sulfendialkylamid-Umsetzungsprodukte werden in Konzentrationen von o,oo1 bis 1 Masse cß, vorzugsweise o,oo1 bis o,3 Masse fi eingesetzt und sind mit anderen bekannten Additives ohne nachteilige Beeinflussung verträglich.
Ausführungsbeisρiele
Beispiel 1 .
24,7 kg Dodecylmercaptan v/erden mit 23»8 kg Benzothiazol-2-sulfendiethylamid bei Raumtemperatur gemischt. Die einsetzende Reaktion verläuft exotherm und ist nach ca. 60 Minuten beendet. Danach wird das Reaktionsprodukt abgekühlt und das auskristallisierte Umsetzungsprodukt abgetrennt.
Beispiel 2
4,0, kg 2-Hercaptobenzthiazol werden in 3o,o kg Toluol suspendiert und unter Rühren auf Ho 0C aufgeheizt. Zu dieser Suspension werden innerhalb von 3o Minuten 6,5 kg Benzothiazol-2-sulfendiethylamid kontinuierlich zugegeben. Die Umsetzung erfolgt über 2 Stunden bis
eine klare rotbraune lösung entstanden ist. Nach einer Abkühlung von 3 Stunden wird das ausgefallene kristalline Benzothiazol-2-sulfendiethylamid-2-mercaptobenzthiazol-TJmsetzungsprodukt abfiltriert.
·
Beispiel 3
5»o kg Olein werden mit 5>o kg Benzothiazol-2-sulfendiethylainid auf 8o 0C aufgeheizt und 3 Stunden bei dieser Temperatur gehalten. Danach kühlt man auf 0 0C ab und hält diese Temperatur 4 Stunden. Durch filtration wird das auskristallisierte Benzothiazol-2-sulfendiethylamid-Olein-Umsetzungsprodukt abgetrennt.
Beispiel 4 '
14,4 kg Di-(2-Ethylhexyl). dithiophosphorsäure werden in 1 ο,ο kg Benzol gelöst und unter Rühren 9»β kg Benzothiazol-2-sulfendiethylamid portionsv;eise innerhalb von 3o Hinuten zugegeben. Das Produkt wird auf 8o 0C aufgeheizt und weitere 2 Stunden am Rückfluß gekocht. Nach dem Abkühlen bildet sich ein kristalliner niederschlag, der durch Filtration abgetrennt wird. Das Piltrat wird destillativ vom !Lösungsmittel befreit und ebenfalls als Additives eingesetzt.
3 -5-
esst * ^e^" ·" ^"" "^
Tabelle
Kennwerte der Produkte
Kennwert 1 Produkt nach Seispiel
2 3 4
Kristal- Piltrat lin
Schmelzpunkt 0C 115 1 o5 17o 178 - . '
Gehalt an Schwefel °ß> 26,4 29,2 21,3 33,4 22,1
Gehalt an Stickstoff fi 8,8 1o,o 7,9 7,8 7,2
Gehalt an Phosphor fi - - - 1,2 o,75
Ag-korrosion nach TGL 347o8 des Prüföles 1X
a) ohne Zusatz Verfärbung des Ag-Streifens nach
tieferen Braunton (Stufe 4)
b) +o,o3 $ Additiv korrosionsfrei (Stufe 1)
OxydationsStabilität
bei 95 °C/72 h/Luft 1/ , Cu (Baader) des '" * Prüf öl es 2"0^
a) ohne Zusatz NZ
mg KÖH/g o,o8 0,08 0,08 0,08
VZ mg KOH/g o,36 o,36 o,36 o,36
b) +o,o3 $> Additiv
ITZ mg KOH/g o,o2 o,o1 o,o1 o,o1 VZ mg KOH/g o,1 o,o9 o,o7 o,1
^Trüföl 1: Schmieröl R 5 nach TGL 11 871 (Ar oma t eng ehalt 12 ψ) mit 1,o $ Dibenzyldisulfid
üföl 2: Sclnuieröl R 5 nach TGL 11871. (Aroinatengehalt
12

Claims (3)

  1. Brfindungsansprüche
    1o Additives für Mineralöl- und Syntheseölprodukte zur Inhibierung gegen Schwefelkorrosion an Buntmetallen und Silber sowie gegen Oxydation, gekennzeichnet dadurch, daß sie Umsetzungsprodukte von Benzothiazol-2-sulfendialkylamiden mit aciden Verbindungen sind.
  2. 2· Additives nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß pro Mol Benzothiazol-2-sulfendialkylamid o,5 bis. 2 Mol der aciden Verbindung zur Umsetzung bei Temperaturen von 1o bis 15o C eingesetzt werden.
  3. 3· Additives nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß als acide Verbindungen Mercaptane, Carbo· xylsäuren, Alkylphosphorsäuren und Alky1thiοphosphorsäuren eingesetzt werden.
DD21690879A 1979-11-15 1979-11-15 Additives fuer mineraloel-und syntheseoelprodukte DD146827A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0164471A3 (en) * 1983-11-17 1987-10-28 Castrol Limited Composition containing benzothiazolines as antioxidants

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