DD147233A1 - Verfahren zur verfluessigung tonmineralhaltiger suspensionen bei verwendung von wasser unterschiedlicher haerte - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verfluessigung tonmineralhaltiger Suspensionen bei Verwendung von Wasser unterschiedlicher Haerte und findet in der Keramik Anwendung. Ziel der Erfindung ist, den Einflusz der Wasserhaerte auf die Eigenschaften keramischer Suspensionen bei Verwendung anorganischer Verfluessigungsmittel zu verringern. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch Verwendung geeigneter Verfluessigungsmittel bei Beruecksichtigung der ueblichen anorganischen Verfluessiger im Versatz den Einflusz der Wasserhaerte auf die Eigenschaften keramischer Suspensionen zu mindern. Erfindungsgemaesz wird die Aufgabe dadurch geloest, dasz stark verfluessigend wirkende organische Verbindungen, die nicht mit den Ionen im Wasser reagieren, in der Verfluessigerrezeptur beruecksichtigt werden. Solche Verbindungen sind zum Beispiel das Natriumsalz des Fettalkoholpolyglykolaethersulfates, Alkyltrimethylammoniumchlorid und Dialkyldimethylammoniumchlorid.
Description
Titel der Erfindung .
Verfahren zur Verflüssigung tonmineralhaltiger Suspensionen bei Verwendung von Wasser unterschiedlicher Härte.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung findet in der Keramik Anwendung. Sie betrifft ein Verfahren zur Verflüssigung tonmineralhaltiger Suspensionen bei Verwendung von Wasser unterschiedlicher Härte in der laufenden Produktion.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Zur Verflüssigung tonmineralhaltiger Suspensionen werden die verschiedensten anorganischen und/oder organischen Verbindungen verwendet. Bei Verwendung von anorganischen Verflüssigungsmittel ist feststellbar, daß die Wasserhärte Einfluß auf die Menge anorganischer Verflüssiger im Versatz zur Erzielung günstiger Schlickereigenschaften hat. Ursache ist, daß Ionen anorganischer Verflüssiger mit einem relativ großen lonenradius, insbesondere Natriumionen, zum Austausch von Ionen mit einem relativ geringen lonenradius zwischen den Tonmineralteilchen bestimmt, auch Reaktionen mit hartem Wasser entsprechend der im harten Wasser enthaltenen Kalzium- und Magnesiumionen bewirken.
2.1 6 86
Die Menge Verflüssigungsmittel, die mit den Ionen im harten Wasser reagiert, ist nicht an der Tonverflüssigung beteiligt. Demzufolge stehen bei der Verwendung von Wasser unterschiedlicher Härte bei einer im Versatz der keramischen Masse festgelegten Menge Verflüssiger unterschiedliche Mengen anorganische Verflüssigungsverbindungen zur Tonverflüssigung zur Verfügung. Folge sind Schwankungen der Eigenschaften der keramischen Suspension, insbesondere der Viskosität.
Zur Zeit sind keine Möglichkeiten bekannt, diese Eigenschaftsschwankungen infolge der Verwendungen von Wasser unterschiedlicher Härte bei Applikation anorganischer Verflüssigungsmittel, zu mindern.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist, den Einfluß der Wasserhärte auf die Eigenschaften keramischer Suspensionen bei Verwendung anorganischer Verflüssigungsmittel zu verringern.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch Verwendung geeigneter Verflüssigungsmittel bei Berücksichtigung der üblichen anorganischen Verflüssiger im Versatz den Einfluß der Wasserhärte auf die Eigenschaften keramischer Suspensionen zu mindern. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelost, daß stark verflüssigend wirkende organische Verbindungen, die nicht mit den Ionen im Wasser reagieren, in der Verflüssigerrezeptur berücksichtigt werden. Entsprechend den Gesetzmäßigkeiten bei der Verflüssigung keramischer Suspensionen und den Reaktionen der Ionen im Gebrauchswasser mit anorganischen Ver bindungen zur Verflüssigung des tonmineralhaltigen
•
Schlickers empfiehlt sich im allgemeinen bei der Festlegung des Verflüssigerversatzes folgender experimenteller Ablauf. Zuerst wird mit Wasser, das den geringsten Härtegrad im Bereich der Härtestreuungen des Gebrauchswassers hat, ein günstiger Versatz mit anorganischen Verflüssigungsmitteln festgelegt. Mit Λ diesen Verflüssigungsmitteln wird mit ausgewähltem Gebrauchswasser eine keramische Suspension hergestellt. Die weitere Verflüssigung dieser Suspension erfolgt mit stark verflüssigend wirkenden organischen Verbindungen. Dieser experimentelle Ablauf muß nicht unbedingt zur günstigsten Verflüssigungsmittelrezeptur führen. In verschiedenen Fällen kann durch Beobachtung der Schwankungen der Wasserhärte eine andere experimentelle Vorschrift bei Beachtung ,der Eigenschaften der organischen Verflüssigungsverbindungen begründet werden.
Ausführungsbeispiel
Durch Laboruntersuchungen wurde festgestellt, daß die Härte des Gebrauchswassers zur Masseaufbereitung zwischen a°dH und b°dH innerhalb eines Jahres schwankt. Die experimentell ermittelten Werte wurden hinsichtlich ihrer Verteilung untersucht. Es mußte beobachtet werden, daß am häufigsten Wasser mit einer Härte um c dH zur Masseaufbereitung Verwendung findet. Dabei stehen die Buchstaben a, b und c für einen exakten Zahlenwert für die Wasserhärte. Entsprechend den Ergebnissen aus den Wasseruntersuchungen wird Wasser mit der geringsten Härte, im speziellen Fall mit a°dH zu den Versuchen zur Festlegung des günstigsten Versatzes anorganischer Verflüssigungsmittel verwendet. Anschließend wird eine Suspension mit Wasser mit c°dH unter Verwendung des ermittelten Versatzes an anorganischen Verflüssigungsmitteln hergestellt. Diese Susp'ension dient zur Ermittlung des Anteiles organischer Verbindungen, die
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•
den Schlicker weiter optimal verflüssigen.
Aus der Gesamtheit der so durchgeführten Versuche kann ein Verflüssigungsmittelversatz, bestehend aus anorganischen Verflüssigern und organischen Verflüssigungsverbindungen, festgelegt werden.
In Nachversuchen mit Wasser unterschiedlicher Härte muß nachweisbar sein, daß der Versuchsablauf zur Festlegung eines günstigen Verflüssigungsmittelversatzes führte. Ist das nicht der Fall, muß bei den Versuchen. zur Festlegung des Verflüssigungsmittelversatzes Wasser mit anderen Härtegraden verwendet werden« Als organische Verflüssiger können die verschiedensten Verbindungen dienen; die Ladungsverteilung in den Molekülen dieser Verbindungen muß unsymmetrisch sein. Bewährt haben sich solche organischen Verbindungen als Verflüssiger wie das Natriumsalz des Fettalkoholpolyglykoläthersulfates, Alkyltrimethylammoniumchlorid und Dialkyldimethylammoniumchlorid.
Claims (2)
- Erfindungsanspruch1. Verfahren zur Verflüssigung tonmineralhaltiger Suspensionen bei Verwendung von Wasser unterschiedlicher Härte, gekennzeichnet dadurch, daß im Verflüssigungsmittelversatz neben anorganischen Verflüssigern organische Verbindungen berücksichtigt werden, die eine Minderung des Einflusses der Wasserhärte auf die Eigenschaften der keramischen Suspension bewirken.
- 2. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Natriumsalz des Fettalkoholpolyglykoläthersulfates und/oder Alkyltrimethylammonium-' chlorid und/oder Dialkyldimethylarnmoniumchlörid im Verflüssigungsmittelversatz berücksichtigt werden.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DD21686179A DD147233A1 (de) | 1979-11-14 | 1979-11-14 | Verfahren zur verfluessigung tonmineralhaltiger suspensionen bei verwendung von wasser unterschiedlicher haerte |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DD147233A1 true DD147233A1 (de) | 1981-03-25 |
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Country Status (1)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US4857491A (en) * | 1985-08-15 | 1989-08-15 | Ecc International Limited | Viscosifying alcoholic media |
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1979
- 1979-11-14 DD DD21686179A patent/DD147233A1/de not_active IP Right Cessation
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