DD147233A1 - Verfahren zur verfluessigung tonmineralhaltiger suspensionen bei verwendung von wasser unterschiedlicher haerte - Google Patents

Verfahren zur verfluessigung tonmineralhaltiger suspensionen bei verwendung von wasser unterschiedlicher haerte Download PDF

Info

Publication number
DD147233A1
DD147233A1 DD21686179A DD21686179A DD147233A1 DD 147233 A1 DD147233 A1 DD 147233A1 DD 21686179 A DD21686179 A DD 21686179A DD 21686179 A DD21686179 A DD 21686179A DD 147233 A1 DD147233 A1 DD 147233A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
water
liquefaction
inorganic
suspensions
hardness
Prior art date
Application number
DD21686179A
Other languages
English (en)
Inventor
Ingrid Hochrein
Walter Koch
Heinz Reichstein
Ottmar Reimpell
Manfred Winzer
Original Assignee
Ingrid Hochrein
Walter Koch
Heinz Reichstein
Ottmar Reimpell
Manfred Winzer
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ingrid Hochrein, Walter Koch, Heinz Reichstein, Ottmar Reimpell, Manfred Winzer filed Critical Ingrid Hochrein
Priority to DD21686179A priority Critical patent/DD147233A1/de
Publication of DD147233A1 publication Critical patent/DD147233A1/de

Links

Landscapes

  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verfluessigung tonmineralhaltiger Suspensionen bei Verwendung von Wasser unterschiedlicher Haerte und findet in der Keramik Anwendung. Ziel der Erfindung ist, den Einflusz der Wasserhaerte auf die Eigenschaften keramischer Suspensionen bei Verwendung anorganischer Verfluessigungsmittel zu verringern. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch Verwendung geeigneter Verfluessigungsmittel bei Beruecksichtigung der ueblichen anorganischen Verfluessiger im Versatz den Einflusz der Wasserhaerte auf die Eigenschaften keramischer Suspensionen zu mindern. Erfindungsgemaesz wird die Aufgabe dadurch geloest, dasz stark verfluessigend wirkende organische Verbindungen, die nicht mit den Ionen im Wasser reagieren, in der Verfluessigerrezeptur beruecksichtigt werden. Solche Verbindungen sind zum Beispiel das Natriumsalz des Fettalkoholpolyglykolaethersulfates, Alkyltrimethylammoniumchlorid und Dialkyldimethylammoniumchlorid.

Description

Titel der Erfindung .
Verfahren zur Verflüssigung tonmineralhaltiger Suspensionen bei Verwendung von Wasser unterschiedlicher Härte.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung findet in der Keramik Anwendung. Sie betrifft ein Verfahren zur Verflüssigung tonmineralhaltiger Suspensionen bei Verwendung von Wasser unterschiedlicher Härte in der laufenden Produktion.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Zur Verflüssigung tonmineralhaltiger Suspensionen werden die verschiedensten anorganischen und/oder organischen Verbindungen verwendet. Bei Verwendung von anorganischen Verflüssigungsmittel ist feststellbar, daß die Wasserhärte Einfluß auf die Menge anorganischer Verflüssiger im Versatz zur Erzielung günstiger Schlickereigenschaften hat. Ursache ist, daß Ionen anorganischer Verflüssiger mit einem relativ großen lonenradius, insbesondere Natriumionen, zum Austausch von Ionen mit einem relativ geringen lonenradius zwischen den Tonmineralteilchen bestimmt, auch Reaktionen mit hartem Wasser entsprechend der im harten Wasser enthaltenen Kalzium- und Magnesiumionen bewirken.
2.1 6 86
Die Menge Verflüssigungsmittel, die mit den Ionen im harten Wasser reagiert, ist nicht an der Tonverflüssigung beteiligt. Demzufolge stehen bei der Verwendung von Wasser unterschiedlicher Härte bei einer im Versatz der keramischen Masse festgelegten Menge Verflüssiger unterschiedliche Mengen anorganische Verflüssigungsverbindungen zur Tonverflüssigung zur Verfügung. Folge sind Schwankungen der Eigenschaften der keramischen Suspension, insbesondere der Viskosität.
Zur Zeit sind keine Möglichkeiten bekannt, diese Eigenschaftsschwankungen infolge der Verwendungen von Wasser unterschiedlicher Härte bei Applikation anorganischer Verflüssigungsmittel, zu mindern.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist, den Einfluß der Wasserhärte auf die Eigenschaften keramischer Suspensionen bei Verwendung anorganischer Verflüssigungsmittel zu verringern.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch Verwendung geeigneter Verflüssigungsmittel bei Berücksichtigung der üblichen anorganischen Verflüssiger im Versatz den Einfluß der Wasserhärte auf die Eigenschaften keramischer Suspensionen zu mindern. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelost, daß stark verflüssigend wirkende organische Verbindungen, die nicht mit den Ionen im Wasser reagieren, in der Verflüssigerrezeptur berücksichtigt werden. Entsprechend den Gesetzmäßigkeiten bei der Verflüssigung keramischer Suspensionen und den Reaktionen der Ionen im Gebrauchswasser mit anorganischen Ver bindungen zur Verflüssigung des tonmineralhaltigen
•
Schlickers empfiehlt sich im allgemeinen bei der Festlegung des Verflüssigerversatzes folgender experimenteller Ablauf. Zuerst wird mit Wasser, das den geringsten Härtegrad im Bereich der Härtestreuungen des Gebrauchswassers hat, ein günstiger Versatz mit anorganischen Verflüssigungsmitteln festgelegt. Mit Λ diesen Verflüssigungsmitteln wird mit ausgewähltem Gebrauchswasser eine keramische Suspension hergestellt. Die weitere Verflüssigung dieser Suspension erfolgt mit stark verflüssigend wirkenden organischen Verbindungen. Dieser experimentelle Ablauf muß nicht unbedingt zur günstigsten Verflüssigungsmittelrezeptur führen. In verschiedenen Fällen kann durch Beobachtung der Schwankungen der Wasserhärte eine andere experimentelle Vorschrift bei Beachtung ,der Eigenschaften der organischen Verflüssigungsverbindungen begründet werden.
Ausführungsbeispiel
Durch Laboruntersuchungen wurde festgestellt, daß die Härte des Gebrauchswassers zur Masseaufbereitung zwischen a°dH und b°dH innerhalb eines Jahres schwankt. Die experimentell ermittelten Werte wurden hinsichtlich ihrer Verteilung untersucht. Es mußte beobachtet werden, daß am häufigsten Wasser mit einer Härte um c dH zur Masseaufbereitung Verwendung findet. Dabei stehen die Buchstaben a, b und c für einen exakten Zahlenwert für die Wasserhärte. Entsprechend den Ergebnissen aus den Wasseruntersuchungen wird Wasser mit der geringsten Härte, im speziellen Fall mit a°dH zu den Versuchen zur Festlegung des günstigsten Versatzes anorganischer Verflüssigungsmittel verwendet. Anschließend wird eine Suspension mit Wasser mit c°dH unter Verwendung des ermittelten Versatzes an anorganischen Verflüssigungsmitteln hergestellt. Diese Susp'ension dient zur Ermittlung des Anteiles organischer Verbindungen, die
216861
•
den Schlicker weiter optimal verflüssigen.
Aus der Gesamtheit der so durchgeführten Versuche kann ein Verflüssigungsmittelversatz, bestehend aus anorganischen Verflüssigern und organischen Verflüssigungsverbindungen, festgelegt werden.
In Nachversuchen mit Wasser unterschiedlicher Härte muß nachweisbar sein, daß der Versuchsablauf zur Festlegung eines günstigen Verflüssigungsmittelversatzes führte. Ist das nicht der Fall, muß bei den Versuchen. zur Festlegung des Verflüssigungsmittelversatzes Wasser mit anderen Härtegraden verwendet werden« Als organische Verflüssiger können die verschiedensten Verbindungen dienen; die Ladungsverteilung in den Molekülen dieser Verbindungen muß unsymmetrisch sein. Bewährt haben sich solche organischen Verbindungen als Verflüssiger wie das Natriumsalz des Fettalkoholpolyglykoläthersulfates, Alkyltrimethylammoniumchlorid und Dialkyldimethylammoniumchlorid.

Claims (2)

  1. Erfindungsanspruch
    1. Verfahren zur Verflüssigung tonmineralhaltiger Suspensionen bei Verwendung von Wasser unterschiedlicher Härte, gekennzeichnet dadurch, daß im Verflüssigungsmittelversatz neben anorganischen Verflüssigern organische Verbindungen berücksichtigt werden, die eine Minderung des Einflusses der Wasserhärte auf die Eigenschaften der keramischen Suspension bewirken.
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Natriumsalz des Fettalkoholpolyglykoläthersulfates und/oder Alkyltrimethylammonium-
    ' chlorid und/oder Dialkyldimethylarnmoniumchlörid im Verflüssigungsmittelversatz berücksichtigt werden.
DD21686179A 1979-11-14 1979-11-14 Verfahren zur verfluessigung tonmineralhaltiger suspensionen bei verwendung von wasser unterschiedlicher haerte DD147233A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD21686179A DD147233A1 (de) 1979-11-14 1979-11-14 Verfahren zur verfluessigung tonmineralhaltiger suspensionen bei verwendung von wasser unterschiedlicher haerte

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD21686179A DD147233A1 (de) 1979-11-14 1979-11-14 Verfahren zur verfluessigung tonmineralhaltiger suspensionen bei verwendung von wasser unterschiedlicher haerte

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD147233A1 true DD147233A1 (de) 1981-03-25

Family

ID=5521031

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD21686179A DD147233A1 (de) 1979-11-14 1979-11-14 Verfahren zur verfluessigung tonmineralhaltiger suspensionen bei verwendung von wasser unterschiedlicher haerte

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD147233A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4857491A (en) * 1985-08-15 1989-08-15 Ecc International Limited Viscosifying alcoholic media

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4857491A (en) * 1985-08-15 1989-08-15 Ecc International Limited Viscosifying alcoholic media

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69122292T2 (de) Suspendiermittel für wasserlösliches Polymer
DE69312857T2 (de) In physiologischem medium sich auflosende mineralfaser
DE60016414T2 (de) Zusammensetzung und verfahren zur reinigung von flächen
EP0197481A2 (de) Mittel zum Verkleben von Formteilen aus Hart-PVC
DE2339581C2 (de) Flammwidrige Formmassen auf der Basis von Polyolefinen
DE69408818T2 (de) Legierung auf Kupferbasis
DE60029063T2 (de) Automatenlegierung
DE2014500A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines im wesentlichen aus Eisen bestehenden magnetisch stabilen Metallpulvers für magnetische Aufzeichnung
DE712922C (de) Magnesiumlegierung
DE2808569B2 (de) Gemenge zur Herstellung eines Glases mit einer Liquidustemperatur von 750 bis 900 Grad C auf Basis des Systems SiO 2 -ZrO2 - (TiO2>B2 O3.r2 O-(A12 O3) und F für alkalibeständige Glasfasern
DE3707267A1 (de) Gemisch zur herstellung von chemisch bestaendigem beton
EP0622438A1 (de) Keramisches Korundschleifmittel
DE102017009538B4 (de) Verfahren zum Testen einer Wasseraufbereitungsanlage
DE102022002259A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines mit Aluminiumborat-Whisker verstärkten Verbundwerkstoffs mit nicht-metallischer Matrix durch Heißpressen und heißisostatisches Pressen
DE613037C (de) Verfahren zur Gewinnung hochquellfaehiger anorganischer Stoffe
DE642724C (de) Verfahren zur Herstellung isolierter Pulver und zur Fertigung von Massekernen
DE2648262A1 (de) Phosphorhaltiges stahlpulver und art seiner herstellung
AT284325B (de) Füllstoff-Zusammensetzung für die Verwendung in Acetylenstahlflaschen
CH200315A (de) Verfahren zur Ausführung mechanisch nicht sehr hoch beanspruchter Bauarbeiten, insbesondere Injektionsarbeiten.
AT270842B (de) Verfahren zur Herstellung einer Füllmasse für Behälter zur Lagerung von Gasen
DE2803981C3 (de) Faser-Verbundwerkstoff mit metallischer Matrix
DE263056C (de)
DE1001292B (de) Verfahren zum Herstellen einer Papierbeschichtungsmasse, die mit einer Schreib- oder Druckfluessigkeit durch Adsorption eine sichtbare Faerbung ergibt
AT261084B (de) Verfahren zur Herstellung eines Komplexfettes und danach hergestelltes Schmierfett
DE482455C (de) Verfahren zur Herstellung von Heizstaeben, die Silicium und Kohlenstoff als Hauptbestandteil enthalten

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee