DD147367A1 - Verfahren zur entwaesserung von stueckiger braunkohle mittels druckwasser - Google Patents

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DD147367A1 DD21708579A DD21708579A DD147367A1 DD 147367 A1 DD147367 A1 DD 147367A1 DD 21708579 A DD21708579 A DD 21708579A DD 21708579 A DD21708579 A DD 21708579A DD 147367 A1 DD147367 A1 DD 147367A1
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Berthold Neumann
Guenter Seifert
Werner Hauptmann
Guenter Scholz
Guenther Knauf
Dieter Eidner
Wilhelm Mottitschka
Andreas Hoegerle
Wilfried Jacob
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Berthold Neumann
Guenter Seifert
Werner Hauptmann
Guenter Scholz
Guenther Knauf
Dieter Eidner
Wilhelm Mottitschka
Andreas Hoegerle
Wilfried Jacob
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Entwaesserung von stueckiger Braunkohle durch Behandlung mit Druckwasser und/oder Sattdampf bei Temperaturen oberhalb 410K. Das Ziel der Erfindung besteht darin, den Grad der Nachverdampfung bei der Entspannung von mit Druckwasser und/oder Sattdampf zum Zwecke der Entwaesserung behandelter Braunkohle zu erhoehen und damit die Effektivitaet des Gesamtverfahrens zu steigern. Die Aufgabe besteht darin, die Entspannungsphase zeitlich zu verkuerzen und die mit Hilfe der verfuegbaren Speicherwaerme aus der Kohlesubstanz zu verdampfende Restwassermenge spezifisch zu erhoehen. Erfindungsgemaesz wird dies erreicht, indem die entwaesserte Stueckkohle nach erfolgter Druckwasserbehandlung unter Verwendung eines Treibegases, dessen Druck etwa 0,1 bis 1,0 MPa ueber dem Verfahrensdruck liegt, zeitlich moeglichst rasch und bei Bedingungen, die die Verdampfung des Wassers ausschlieszen, vom umgebenden Heiszwasser getrennt wird, und dasz die Entspannung des Druckgefaeszes erst nach erfolgter Verdraengung des Heiszwassers erfolgt.

Description

Titel der Erfindung
Verfahren zur Entwässerung von stückiger Braunkohle mittels Druckwasser
Anwendungsgebiet der Erfindung *
Die Erfindung betrifft ein Verfahren pur Entwässerung von stückiger Braunkohle durch Behandlung mit Druckwasser und/oder Sattdampf bei Temperaturen oberhalb 410 K.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannts daß stückige Braunkohle bei der technisch üblichen· Verdampf ungs trocknung, beispielsweise unter Verwendung von Röhrentrocknern, auf Grund ungleichmäßiger Schrumpfungen einem erhöhten mechanischen Zerfall unterliegt. Dieser Zerfall . wird bei der von Fleißner I "Die Trocknung stückiger Braunkohle" Berg- und Hüttenmännisches Jahrbuch 74 (1926) 3; 104/9 j einge-· führten Entwässerung mittels Sattdampf bei Temperaturen oberhalb 410 K weitgehend vermieden. DaS1 Verfahrensprinzip der Sattdampfbehandlung wurde in einer Reihe technischer Anlagen realisiert.
Von Wirth Ij1 Zur Trocknung von Braunkohle" treiberger Forschungsheft A 17 (1953) 5/15j wurden ähnliche Ergebnisse bei Einsatz von Druckwasser entsprechender Temperatur anstelle des Sattdampfes nachgewiesen. Allerdings existiert bisher keine technische
Realisierung einer ausschließlichen Druckwasserbehandlung· Elemente der Druckwasserbehandlung finden sich in dem technisch realisierten Verfahren nach Schuster !"Die Trocknung kolloidaler Stoffe durch Dämpfung unter Druck und das Verfahren nach Schuster" Braunkohle, Wärme, Energie 11 (1959) 1; 14/21
Im Falle der Druckdämpfung (Fleißner) wird die stückig eingesetzte, zu entwässernde Rohkohle durch Entspannungsdampf ein- oder mehrstufig vorgeheizt und anschließend mit Sattdampf bei Temperaturen oberhalb 410 K, vornehmlich bei etwa 500 K und entsprechendem Betriebsdruck für die Dauer von etwa 60 Minuten unter Austritt flüssigen Wassers thermisch behandelt.
Die anschließende Trennung zwischen der entwässerten Kohle und der umgebenden Sattdampfatmosphäre erfolgt durch schrittweise Entspannung des verwendeten Druckgefäßes unter Nutzung des anfallenden Entspannungsdampfes zur Vorwärmung der nachfolgenden Rohkohlecharge„
Die Entspannungsphase verläuft unter laufender Abkühlung und Nachverdampfung anhaftender Restfeuchtigkeit durch nutzung der im Kohlestück gespeicherten fühlbaren Wärme« Sie dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Während der Entspannung werden etwa 30 # der insge- samt aus der Kohle ausgetriebenen Wassermenge nachverdampj
)ft.
Im Falle einer Druckwasserbehandlung ist nach erfolgter Kohlebehandlung das Heißwasser in ein tiefer angebrachtes Sammelgefäß abzulassen, wonach die Entspannung in o· g* V/eise erfolgt.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, den Grad der Nachverdampfung bei der Entspannung von mit Druckwasser und/oder Sattdampf ' zum Zwecke der Entwässerung behandelter Braunkohle zu erhöhen und damit die Effektivität des Gesamtverfahrens zu steigern*
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Entspannungsphase zeitlich zu verkürzen und die mit Hilfe der verfügbaren Speicherwärme -;aus der Kohle substanz zu verdampfende Restwaasermenge spezifisch zu erhöhen. . .
Es ist bekannt, daß der oben beschriebene Entwässerungseffekt bei der Abkühlung teilweise reversibel ist, wenn der Prozeß bei Temperaturen unterhalb etv/a 520 K durchgeführt wurde. In diesem Fall erfolgt während der Entspannung in Gegenwart von Kondensat und Dampf eine teilweise Feuchtigkeitsresorption durch das Kohlestück. Dies resultiert aus:
- Kapilla'rkondensation in Peinporen
~ Adhäsion an Kapillarwänden, deren Hydrophilität ungenügend abgebaut wurde.
Der resorbierte Wasseranteil erfordert gegenüber einer oberflächlich gebundenen feuchtigkeit einen erhöhten'Energieaufwand bei der Verdampfung« Dieser Umstand schränkt den Nachverdampfungseffekt ein* -
,Es wurde gefunden,. daß der beschriebene Nachteil weitgehend vermieden werden kann, wenn man den Vorgang der Trennung zwischen der behandelten Stückkohle und dem Heißwasser zeitlich minimiert und bei Bedingungen durchführt, bei denen noch keine Verdampfung des V/assers eintritt.
'Erfindungsgemäß v/ird die Aufgabe gelöst, indem das die behandelte Kohle umspülende Heißwasser mittels eines auszuwählenden Treibegases aus dem. Druckgefäß gedruckt wird. Der Druck des Treibegases liegt bei 0,1 bis 1,0 MPa über dem Verfahrensdruck der Druckwasserbehandlung. Die Entspannung des Druckgefäßes erfolgt nach beendeter Wasserentleerung des Druckgefäßes«
Die beschriebene Verfahrensweise ist generell auch für den Anwendungsfall einer Druckdämpfung der Kohle zu 'Verwenden,, Der Einsatz eines derartigen Treibegases hat erfindungsgemäß darüberhinaus weitere Vorteile:
- bei einer entsprechend hohen Druckdifferenz zum Verfahrensdruck ist es möglich, das staubhaltige Heißwasser im Sahmen der G-esanittech.nologie mittels Treibegas zu fördern und damit die Problematik des sonst erforderlichen Einsatzes zweckentsprechender Heißwasserpumpen zu eliminieren,
- wird als Treibegas luft oder Sauerstoff verwendet, so kann unter Verwendung dieses Gases nach erfolgter Druckgefäßentleerung eine Naßo^dation der im separierten Heißwasser enthaltenen organischen Kohlenanteile mit Energiegewinn und Entlastung der Wasserreinigung erfolgen, wie sie von Stanmore/ Boyd { "Continous Dewatering of Victorian Brown Coal" 4. Hat. Chem. Eng. Conf.; Adelaide 1976j vorgeschlagen wurde.
Bei Kombination der DruckwasSerbehandlung mit einer unter Druck betriebenen nachgeschalteten Verfahrensstufe (z„ B, Druckvergasung) können auch unter entsprechendem Druck verfügbare sauerstoff freie G-asarten (z, Be wasserstoff haltige G-ase, Stickstoff) als Treibegas verwendet werden» Daraus resultieren die Möglichkeiten, eine Nachozydation der zunächst sehr reaktiven Trockenkohle zu vermeiden und eine evtl. vorhandene fühlbare Wärme für eine verstärkte Nachverdampfung zu nutzen. Anstelle der o. g« G-asarten kann auch Bauchgas als Treibegas verwendet werden«
Ausführungsbeispiel
In einem !abortechnißcheii Autoklav (Hutzinhalt: 30 Liter) wurde Weichbraunkohle im Knorpelzustand
Körnung 10 bis 20 mm
Ausgangswassergehalt' 57,3. M-fo Menge 8 kg
einer Druckentwässerung (2,5 MPa; 60 Minuten) unterworfen. E: wurden folgende Restwassergehalt erreicht: Ί
ohne Treibegas mit Treibegas
Druckwasserbehandlung 35,3 25,3
Druckdämpfung 39,9 23,1
Als Treibegas wurde Druckluft verwendet.

Claims (3)

9 ί 7085-6- Erfindungsansprüche
1. Verfahren zur Entwässerung stückiger Braunkohle durch Behandlung mit Druckwasser im Temperaturbereich oberhalb 410 K, dadurch gekennzeichnet, daß die entwässerte Stückkohle nach erfolgter Druckwasserbehandlung unter Verwendung eines Treibegäses, · dessen Druck etwa 0,1 bis 1,0 MPa über dem Verfahrensdruck liegt, zeitlich möglichst rasch und bei Bedingungen, die eine Verdampfung des Wassers ausschließen, vom umgebenden Heißwasser getrennt wird, und daß die Entspannung des Druckgefäßes erst nach erfolgter Verdrängung des Heißwassers erfolg
2. Verfahren nach Punkt 1. dadurch gekennzeichnet, daß als Treibe gas oxydierende Gase. (z. B, Luft, Sauerstoff, Rauchgas) oder nichtozydierende Gase (Stickstoff, wasserstoffhaltige Gase) verwendet werden können.
3, Verfahren nach Punkt 1 bis 2S dadurch gekennzeichnet, daß die Entleerung des Druckgefäßes mittels Treibegas auch anwendbar ist, wenn anstelle Druckwasser Sattdampf verwendet wird.
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