DD147531A5 - Vorrichtung zur obenentnahme von silogut - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Obenentnahme von Silogut nach DD-PS 132 776, wie sie zum Beispiel in der Landwirtschaft und besonders der Viehzucht bei der Verwertung von konservierten Gruen- und Saftfuttermitteln zum Einsatz kommt. Ziel der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Obenentnahme von Silogut, die sehr rationell und effektiv arbeitet. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Obenentnahme von Silogut zu schaffen, durch die bei geringerem Energieaufwand eine erhoehte Austrageleistung erreicht wird. Erfindungsgemaesz wird die Aufgabe dadurch geloest, dasz von Exzentern angetriebene vertikale Stangen mit Foerderwerkzeugen angeordnet sind, welche das abgetragene Silogut durch einen nach oben gerichteten Foerderschacht auf eine Austrageeinrichtung befoerdern, welche das Silogut aus dem Silo heraustransportieren. Als Austrageeinrichtung kann dabei nach einer Ausfuehrungsform der Erfindung eine Foerderbandeinrichtung vorgesehen sein, deren Foerderband Mitnehmer aufweist. Dieses Foerderband laeuft vorteilhafterweise in einer Foerderrinne um.
Description
Berlin, den 9.4.1980
7 20 4 - 4" AP B δ5
56 351/24
• Vorrichtung zur Obenentnahme von Silogut
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Obenentnahme von Silogut, wie sie zum Beispiel in der Landwirtschaft und .besonders der Viehzucht bei der Verwertung von konservierten Grün- und Saftfuttermitteln zum Einsatz kommt.
Es sind Vorrichtungen zur Obenentnahme von Silogut aus einem Silobehälter mit rundem Querschnitt bekannt, bei denen sich die Abtrageeinrichtung vom Randbereich des Silos bis zu dessen Mittelbereich erstreckt. Die Abtrageeinrichtung wird von einem Ausleger getragen, der sich auf dem Silogut abstützt und um die vertikale Siloachse gedreht werden kann.
Die bekannten Abtrageeinrichtungen umfassen mindestens eine mit Werkzeugen bestückte Schubstange, die über Exzenter in einer vertikalen Ebene beweglich gelagert ist und angetrieben wird.
Bei der nach der DD-PS 132 776 bekannten Vorrichtung wird das Silogut mittels der Schubstangen, die von den rotierenden Exzentern angetrieben werden, vom Gutstock losgetrennt, einem im Zentrum des Silos angeordneten Wurfgebläse zugeführt und durch dieses über eine Rohrleitung mit Krümmer ausgeworfen. Diese an sich gut funktionierende Vorrichtung benötigt für das Wurfgebläse zum Ansaugen und Auswerfen des Gutes eine hohe Antriebsleistung, Dabei ist insbesondere zu berücksichtigen, daß das Schubstangensystem auch das Abtragen
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von Grobschnittgut, wie es beispielsweise die Schneidladewagen liefern, ermöglicht. Dieses Gut weist Schnittlängen von etwa 6 bis 20 cm auf, wobei die Halmanteile über 10 cm Länge weitaus in der Überzahl sind. Ein solches Gut neigt zu einer starken Verfilzung und insbesondere bei großer Abtragleistung, zur IIaufenbildunge Wenn auch die abwechselnd schiebenden Kurbelstangen etwaige Haufen weitgehend auflösen, so muß trotzdem das Wurfgebläse eine entsprechend große Leistungsreserve aufweisen, um mit Sicherheit eventuelle Verstopfungen zu verhindern«
In der DE-PS 894 078 ist ein Schüttgutförderer mit durch Kurbeln angetriebenem Schwingrechen, insbesondere ein.Haufwerkförderer für den Untertagebetrieb beschrieben· Diese Vorrichtung liegt somit auf einem völlig anderen technischen Sachgebiet und ist deshalb dem Durchschnittsfachmann für landwirtschaftliehe Maschinen fremd· Im übrigen ist diese Vorrichtung als quer zur Förderrichtung verschiebbar und in der Vorschubrichtung offener Flachförderer ausgebildet, wobei der Rechen und die Kurbel waagerecht angeordnet und in Λ7aagerechter Ebene beweglich sind* Eine Verwendung dieser Vorrichtung zur Obenentnahme von Silogut aus einem Silobehälter mit rundem Querschnitt ist in der genannten Patentschrift nicht nahegelegt und auch gar nicht möglich·
Die DE-PS 906 433 beschreibt einen Schüttgutförderer mit in waagerechter Ebene sich bewegendem und zwecks Umlenkung des Förderstromes mit einem Winkelschenkel versehenem Schwingrechen nach der DE-PS 894 078, bei dem der rechenartig mit Schaufeln versehene Winkelschenkel am Abgabeende mit einer annähernd senkrecht zur letzten Schaufel an deren Ende sich anschließenden Schaufelflä-
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ehe versehen ist, zwecks Umlenkung des Förderstromes in die erste Förderrichtung· Auch diese Druckschrift ist schon deshalb unbeachtlich, weil sie auf einem völlig anderen technischen Sachgebiet als die Erfindung .liegt und dem Durchschnittsfachmann deshalb nicht bekannt ist· Im übrigen ist auch die Vorrichtung dieser Patentschrift zur Obenentnahme von Silogut aus einem Silobehälter mit rundem Querschnitt offensichtlich nicht verwendbar·
Ziel der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Obenentnahme von Silogut, die sehr rationell und effektiv arbeitet·
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Obenentnahme von Silogut nach DD-PS 132 776 zu schaffen, durch die bei geringerem Energieverbrauch eine erhöhte Austrageleistung erreicht wird·
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß von Exzentern angetriebene vertikale Stangen mit Förderwerkzeugen angeordnet sind, welche das abgetragene Silogut durch einen nach oben gerichteten Förderschacht auf eine: Austrageeinrichtung befördern, welche das Silogut aus dem' Silo heraustransportiert· Als Austrageeinrichtung kann dabei nach einer Ausführungsform der Erfindung eine Förderbandeinrichtung vorgesehen sein, deren Förderband Mitnehmer aufweist· Dieses Förderband läuft vorteilhafterweise in einer Förderrinne um·
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird das abgetragene
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Silogut mechanisch nach oben auf das Förderband geschoben und dann von diesem aus dem Silo ausgefahren» Dieser rein mechanische Transportmechanismus weist den Vorteil auf, daß er wesentlich weniger Energie als ein Gebläse benötigt« Ferner weist die Erfindung noch den Vorteil auf, daß durch diese mechanische Förderung und Austragung die maximale Austragleistung erhöht wird»
!lach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Vertikalförderer an den Kurbelstangen befestigt« Sie können aber auch einstückig mit diesen ausgebildet sein« Die Vertikalförderer bestehen zweckmäßigerweise im wesentlichen aus nach oben gerichteten Stangen, an welchen Förderwerkzeuge befestigt sind« Diese Förderwerkzeuge greifen während ihrer Aufwärtsbewegung in den Förderschacht ein und werden am Ende ihrer Aufwärtsbewegung aus diesem wieder herausgezogen· Dabei wird das an ihnen haftende Gut von den Abstreifern im Förderschacht zurückgehalten« Wenn mehrere solche nach oben gerichteten Förderstangen mit an ihnen befestigten 'Werkzeugen vorgesehen sind, v/erden wenigstens die leiterartig angeordneten Werkzeuge von wenigstens einer solchen Stange sich stets in dem Förderschacht befinden, so daß das nach oben geförderte Gut nicht herabfallen kann, sondern in stetigem Fluß nach oben geschoben wirdo ϊίach einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist ein Y/andabschnitt des Förderschachtes beweglich ausgebildet und mittels Zugfedern gegen einen Anschlag in Richtung auf die Förderwerkzeuge vorgespannt« Diese Weiterbildung der Erfindung ist besonders vorteilhaft bei langem Silogut, da bei diesem besonders leicht Haufen im Zentrum des Silos ausgebildet werden können«'Aufgrund der beweglichen Ausbil-
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dung eines Wandabschnittes werden solche Haufen leicht aufgelöst»
Der Förderschacht weist an seinem oberen Ende außen einen Lagerring auf, v/elcher die Stromabnehmer verdeckt und die Drehung der Austrageeinrichtung relativ zu der Abtrageeinrichtung ermöglicht.
Ferner sind Führungen vorgesehen, welche eine radiale Verschiebung der Austrageeinrichtung, die auch vertikal verschwenkbar ist, ermöglichen·
Zu Beginn des Arbeitsvorganges wird das Förderband eine nach unten und außen geneigte Lage zu einer Auswurfluke einnehmen* Bei weiterem Betrieb wird sich die gesamte Vorrichtung ständig absenken, was auch aufgrund der Nachführung des Seiles um die Rolle ermöglicht wird, so daß die Austrageeinrichtung über eine horizontale Lage in eine nach außen und nach oben gerichtete Lage übergeht·
Dieser Betrieb wird so lange fortgeführt, bis die nächste Auswurfluke in der Silowand freigelegt ist· Dann kann die Austragevorrichtung in diese Luke umgesetzt v/erden· Dies geschieht durch radiale Versetzung der Austrageeinrichtung, nach Lösen einer Sperre und durch Verschwenken der Austrageeinrichtung vertikal nach unten und durch wiederum radiales Versetzen der Austrageeinrichtung nach außen, bis ihr äußeres Ende aus der Auswurfluke hervorsteht, In dieser Lage wird die Austrageeinrichtung gegen weitere radiale Versetzung arretiert·
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In der Regel beträgt der-Abstand von einer Luke zur nächsten 1,2 m, so daß für die beim Absenken entstehende Abstandsänderung und das dabei auftretende geringe Versetzen der Austrageeinrichtung in der Auswurfluke.ausgeglichen wird·
Hach einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die Austrageeinrichtung zweiteilig ausgebildet, wobei der äußere Teil über gelenkige Ausleger mit dem inneren Teil verbunden ist· Diese Weiterbildung ermöglicht eine Verschwenkung des äußeren Teils der Austrageeinrichtung gegenüber dem inneren Teil in radialer Richtung, und somit einem besonders einfachen Ausgleich des seitlichen Abstandes zur SiIoaußenwand.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung gehen aus den Unterpunkten des Anspruches in Verbindung mit der Beschreibung und der Zeichnung hervor«
Die Erfindung soll nachstehend an Ausführungsbeispielen näher erläutert werden»
In den zugehörigen Zeichnungen zeigen
Fig. 1: die Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung und
Fig«, 2 und 3 J je eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtungo
Die Vorrichtung zur Obenentnahme von Silogut gemäß Pig· besteht im wesentlichen aus zwei Schubstangen. 11 a und 11b,
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welche mit Y/erkzeugen 51 bestückt und an inneren Kurbelscheiben 13 a sowie äußeren Kurbelscheiben 14 a befestigt sind.
Von je zwei inneren 13a und zwei äußeren 14a Kurbelscheiben ist in Pig. 1 jeweils nur eine dargestellt. Zwischen den inneren Kurbelscheiben 13 a befindet sich ein Getriebe (nicht dargestellt), welches über zwei Halbachsen die inneren Kurbelscheiben 13a antreibt. Die beiden Schubstangen 11 a und 11 b sind mit ihren inneren Enden an den inneren Kurbelscheibe 13a und mit ihren äußeren Enden an den äußeren Kurbelscheiben 14a befestigt.
Diese Abtrageeinrichtung ist um den zentralen Bereich des Silos rotierbar ausgebildet, löst Silogut aus dem Silogutstock heraus und fördert es etwa in radialer Richtung zum Zentrum des Silos. Die gesamte Abtrageeinrichtung ist auf einer Bodenplatte 32 abgestützt und wird außerdem über eine Rolle 34 m^ Hilfe eines Seiles 36 in der gewünschten Höhe gehalten.
Wie in Figur 1 dargestellt, sind die Schubstangen 11a bzw. 11 b an ihren inneren Ende zu etwa vertikalen Stangen 15a bzw. 15 b nach oben abgebogen. An diesen nach oben stehenden vertikalen Stangen 15 a bzw. 15 b, welche Vertikalförderer bilden, sind Förderwerkzeuge 21 a bzw. 21 b befestigt.
Ferner zeigt Figur 1 einen etwa vertikal ausgerichteten Förderschacht 26, in welchen die Förderwerkzeuge 21 a und 21 b während des Betriebs der Abtrageeinrichtung zeitweise eingreifen, zumindest dann, wenn die vertikalen Stangen 15a bzw. 15b eine nach oben gerichtete Bewegungskomponente haben.
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Die Förderwerkzeuge 21 a und 21 b sind leicht nach unten geneigt, wodurch sie leichter von dem im Förderschacht 26 befindlichen 'Silogut lösbar sind« Am unteren Teil der vertikalen Stangen 15 a bzw* 15 b, wo diese in die horizontalen Schubstangen 11a und 11b übergehen, sind Förderwerkzeuge 23 a bzw. 23 b befestigt, welche etwa unter einem Winkel von 45° nach unten geneigt sind.
Der Förderschacht 26 weist an seinem unteren und äußeren Ende einen Wandabschnitt 42 auf, welcher um ein Gelenk oder ein Scharnier 44 verschwenkbar ist« Dieser Wandabschnitt 42 wird durch eine Feder 46 in Richtung auf die Schubstangen 11a und 11b vorgespannt·
Die innere Wand des Förderschachtes 26 v/eist Schlitze 24 auf, durch welche die Förderwerkzeuge 21 a und 21 b hindurchgreifen können. Die Förderschachtwand in der die Schlitze angeordnet sind bilden Abstreifer, welche beim Herausfahren der Förderwerkzeuge 21 a und 21 b das Silogut im Förderschacht 26 zurückhalten» ·
Am oberen Ende des Förderschachtes 26 ist ein Lagerring 39 angeordnet, welcher die Schleifringe des Stromabnehmers verdeckt und gleichzeitig eine Drehbewegung der gesaraten Abtrageeinrichtung relativ zu der Austrageeinrichtung 52 ermöglicht» Diese besteht aus einer Förderrinne 54, in welcher ein Band 56 auf Rollen 59 und 60 umläuft» Das Band 56 weist Mitnehmer 58 auf»
Ferner ist auf dem Lagerring 39 eine Führung 68 vorgesehen, in welcher die Austrageeinrichtung 52 auf Gleitrollen 70 in radialer Richtung verschiebbar ist«
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Die Austrageeinrichtung 52 ist ferner um die Rolle 60 in vertikaler Richtung verschwenkbar.
In Pig. 1 ist an der rechten Seite die Silowand 76 angedeutet, in welcher Auswurfluken 78 vorgesehen sind.
Zum Antrieb der Austrageeinrichtung 52 ist ein Elektromotor (nicht dargestellt) vorgesehen, v/elcher eine direkte Stromzuführung aufv/eist, da sich das Band 56 beim Umlauf des Abtragegerätes nicht mitbewegt.
Beim Antrieb der inneren und äußeren Kurbelscheiben 13 a und 14 a v/erden die Schubstangenenden auf entsprechenden Kreisbahnen mitgeführt, wobei die an ihnen befestigten Werkzeuge 51 Silogut aus dem Silostock lösen und in radialer Richtung transportieren. Das gelöste Silogut wird in den unteren Teil des Förderschachtes 26 transportiert und dort von den Förderwerkzeugen 23 a, 23 b, 21 a und 21 b nach oben gefördert. Da die Förderwerkzeuge 23 a, 23 b, 21 a und 21 b der vertikalen Stangen 15 a und 15b abwechselnd in den Förderschacht 26 eingreifen und entsprechend der Hubbewegung der inneren Kurbelscheiben 13 a wieder herausgezogen werden, wird das Gut in stetem Fluß nach oben geschoben· Soweit sich beim Transport des Gutes zum Förderschacht 26 hin Stauungen bilden, werden diese dort aufgrund der bweglichen Ausbildung des Wandabschnittes 42 leicht wieder aufgelöst·
Das nach oben geförderte Gut wird von den Mitnehmern 58 des Bandes 56 in die Förderrinne 54 eingebracht und längs dieser durch die Auswurfluke 78 aus dem Silo heraustransportiert·
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Zu Beginn des Arbeitsvorganges nimmt die Austrageeinrichtung 52 eine nach außen und nach unten geneigte Lage ein, vergl. die durch volle Striche dargestellte Austrageeinrichtung 52 in Figur 1o Dabei ist das äußere Ende der Austrageeinrichtung 52 auf der Unterkante der Auswurfluke'78 abgestützt. Durch den Abtragvorgang des Geräts wird der Gutstock abgebaut und das Gerät senkt sich nach und nach ab, wobei die Austrageeinrichtung 52 allmählich in eine horizontale und dann in eine schräg nach oben führende Lage übergeht, wie es durch die gestrichelten Linien in Figur 1 dargestellt ist«
In dieser Stellung der Austrageeinrichtung 52 ist die nächste Auswurfluke 78 freigelegt und die Austrageeinrichtung 52 kann in diese Luke umgesetzt werden« Zu diesem Zweck wird die Austrageeinrichtung 52 über die Gleitrollen 70 in den Führungen 68 zunächst in radialer Richtung von der Silowand 76, nach Lösen einer Sperre, versetzt. Jetzt wird die Austrageeinrichtung 52 um die Rolle 60 nach unten verschwenkt und dann wieder in radialer Richtung nach außen versetzt, so daß ihr äußeres Ende auf der unteren Kante der nächsten Auswurfluke 78 aufliegt« In dieser Stellung wird die Radialführung wieder gesperrt, so daß sich die Austrageeinrichtung 52 im weiteren Betrieb nicht in radialer Richtung verschieben kann. .
Der vertikale Abstand von einer Auswurfluke 78 zur nächsten beträgt bei vielen Silos etwa 1,2 m, so daß die radiale Abstandsänderung während des Absenkens des Geräts durch ein geringes Versetzen der Austrageeinrichtung 52 in der Auswurfluke 78 selber ausgeglichen wird»
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In Figur 2 ist ein anderes Ausführungsbeispiel einer Austrageeinrichtung dargestellt· Diese Austrageeinrichtung besteht aus zwei Abschnitten, einer inneren Förderbandeinrichtung und einer äußeren Förderbandeinrichtung 84. Die beiden zugehörigen Förderbänder sind mit Mitnehmern 86 bzw· 88 versehen.
Die äußere Förderbandeinrichtung 84 ist über gelenkige Ausleger 90, die gleichzeitig den Antrieb übernehmen, in radialer Richtung verschiebbar und mit Hilfe von Arretierhebeln 92 in einigen Lagen feststellbar, um ein Abknicken des Bandes an den Gelenkpunkten 94 und 96 zu verhindern. Das äußere Ende der äußeren Förderbandeinrichtung 84 ist wiederum auf der Unterkante der Auswurfluke.78 abgestützt«
Selbstverständlich kann das äußere Ende der Austrageeinrichtung 52 bzw· der äußeren Förderbandeinrichtung 84 wesentlich weiter aus der Auswurfluke 78 vorstehen, als es in den Figuren 1 und 2 dargestellt ist»
Zur Führung des hochgeförderten Guts auf das Förderband ist das Ende der äußeren Förderschachtwand als Leitblech 98 zu der inneren Förderbandeinrichtung 82 hin gekrümmt . ausgebildet»
In Fig. 3 ist eine weitere Ausführungsform einer Austrageinrichtung dargestellt· Bei dieser Ausführungsform ist die Förderbandeinrichtung 102 erheblich langer als der Radius des Silos. Diese Förderbandeinrichtung 102 ist über Rollen vertikal verschwenkbar und in Richtung ihrer Längserstreckung verschiebbar. Auf diese Weise ist es möglich, zum einen den sich ändernden Abstand zur Auswurfluke 78 hin zu kompensieren, und zum anderen, die Förderbandeinrichtung
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102 über die Außenwand der Ausv/urfluke 78 hinauszuschieben.
Figur 3 zeigt eine Abstützeinrichtung, welche im wesentlichen aus drei Armen 104, die unter einem Winkel von jeweils 120 Grad gegeneinander versetzt angeordnet sind, besteht β Die inneren Enden dieser Arme 104 sind an dem Lagerring 39 befestigt· Die äußeren Enden dieser Arme 104 sind starr mit vertikal angeordneten Stangen 108 verbunden, die an ihren oberen und an ihren unteren Enden Rollen 106 tragen, welche an der Silowaiid anliegen« Diese Abstützeinrichtung rotiert auch während des Betriebs der Abtrageeinrichtung nicht, sie behält vielmehr ihre Lage bei und bewegt sich lediglich mit zunehmender Abtragung des Gutstockes vertikal nach unten. Dabei stützt und führt sie den Förderschacht und damit die gesamte Vorrichtung·
In Figur 3 sieht man ferner das rohrförmig zur Förderbandeinrichtung hin umgebogene Leitblech 98, welches das durch den Schacht hochgeförderte Gut auf das Förderband 102 schiebt·
Claims (6)
- 2 1 7 204 -13- 9.4.1980AP B 65 G/217 56 351/24Erfindungsanspruch1» Vorrichtung zur Obenentnähme von Silogut aus einem Silobehälter mit rundem Querschnitt, mit einer Abtrageinrichtung, die sich vom Randbereich des Silos bis zu dessen mittleren Bereich erstreckt, von einem auf dem Silogut abgestützten Ausleger getragen und um die ver» tikale Siloachse gedreht wird, und die mindestens eine Schubstange umfaßt, die Werkzeuge trägt bzw. tragen und über Exzenter in einer vertikalen Ebene verfahrbar gelagert ist bzw. sind und angetrieben wird bzw· werden, gekennzeichnet dadurch, daß von Exzentern angetriebene vertikale Stangen (15 a; 15 b) mit Förderwerkzeugen (21 a; 21 b) angeordnet sind, welche das abgetragene Silogut durch einen nach oben gerichteten Förderschacht (26) auf eine Austrageeinrichtung (52) transportieren, welche das Silogut aus dem Silo heraus transportiert·2, Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die vertikalen Stangen (15 a; 15 b) mit den Förderwerkzeugen (21 a; 21 b) an den Schubstangen (11 a; 11 b) befestigt sind·3· Vorrichtung nach Punkt 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß die vertikalen Stangen (15a; 15b) mit den Förderwerkzeugen (21 a; 21 b) einstückig mit den Schubstangen (1Ta; 11 b) ausgebildet sind.217204 -H- 9.4.1980AP B 65 G/217 56 351/244· Vorrichtung nach einem der Punkte 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß die Vertikalförderer im wesentlichen aus nach oben gerichteten vertikalen Stangen (15 a; 15 b) bestehen, an welchen Pördervverkzeuge (21 a; 21 b) befestigt sind, die zumindest während der Aufwärtsbewegung der vertikalen Stangen (15a; 15b) in den Förderschacht (26) eingreifen05. Vorrichtung nach einem der Punkte 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß einige oder alle an den nach oben gerichteten vertikalen Stangen (15a; 15b) befestigten Pördervverkzeuge (21 a; 21 b; 23 a; 23 b) leicht nach unten geneigt sind.6· Vorrichtung nach einem der Punkte 1 bis 5» gekennzeichnet dadurch, daß Schlitze (24) vorgesehen sind, die mit den !Förderwerkzeugen (21 a; 21 b) der nach oben gerichteten vertikalen Stangen (15a; 15b) zusammenwirken und das Silogut abstreifen·7· Vorrichtung nach einem der Punkte 1 bis 6, gekennzeic hnet dadurch, daß die Förderwerkzeuge (21 a; 21 b) so lang ausgebildet sind, daß die bei ihrer Bewegung bis nahe an die Innenseite der gegenüberliegenden Viand des Förderschachtes (26) heranfahren·
- 8. Vorrichtung nach einem der Punkte 1 bis 7, gekennzeichnet dadurch, daß der Förderschacht (26) im wesentlichen vertikal ausgerichtet ist·9· Vorrichtung nach einem der'Punkte 1 bis 8, gekennzeichnet dadurch, daß der Förderschacht (26) im Quer-• 217 204 -15- 9.4.1980. AP B 65 G/217 56 351/24schnitt rechteckig oder quadratisch ausgebildet ist·10· Vorrichtung nach einem der Punkte 1 bis 9» gekennzeichnet dadurch, daß der untere Teil des Förderschacht es (26) im bodennahen Bereich begrenzt beweglich ausgebildet ist·
- 11. Vorrichtung nach einem der Punkte 1 bis 10, gekennzeichnet dadurch, daß ein Wandabschnitt (42) des Förderschachtes (26) beweglich und mittels Feder (46) in Richtung auf die Förderwerkzeuge (21 a; 21 b; 23 a; 23 b) vorgespannt ist·
- 12. Vorrichtung nach einem der Punkte 1 bis 11, gekennzeichnet dadurch, daß die Seitenwände und die äußere Wand des Förderschachtes (26) geschlossen ausgebildet und die innere Wand von einzelnen eingreifenden Abstreifern gebildet wird zwischen die die Förderwerkzeuge (21 a; 21 b) eingreifen.13· Vorrichtung nach einem der Punkte 1 bis 12, gekennzeichnet dadurch, daß die Austrageeinrichtung (52) eine Förderbandeinrichtung ist.
- 14. Vorrichtung nach Punkt 13i gekennzeichnet dadurch, daß das Band (56) der Austrageeinrichtung (52) Mitnehmer (58) aufweist·15· Vorrichtung nach Punkt 13, gekennzeichnet dadurch, daß ein Kettenförderer mit Ivlitnehmerleisten vorgesehen ist·81 7 2.04 -16-' 9.4.1980AP B 65 G/217 56 351/2416» Vorrichtung nach einem der Punkte 1 Ms 15» gekennzeichnet dadurch, daß die Austrageeinrichtung (52) eine Förderrinne (54)'mit einer Förderschnecke ist·17· Vorrichtung nach einem der Punkte 1 bis 16, gekennzeichnet dadurch, daß am oberen Ende des Förderschachtes (26) ein Lagerring (39) vorgesehen ist, auf welchem die Austrageeinrichtung (52) relativ zur Abtrageeinrichtung drehbar gelagert ist«18» Vorrichtung nach einem der Punkte 1 bis 17, gekennzeichnet dadurch, daß das äußere Ende der Austrageeinrichtung (52) die am Förderschacht (26) angebrächte Lagerung höhenbeweglich angeordnet und mit seinem äußeren Bereich in einer Auswurfluke (78) abgestützt ist.19· Vorrichtung nach einem der Punkte 1 bis 18, gekennzeichnet dadurch, daß an der Austrageeinrichtung (52) bzw* am Lagerring (39) beiderseits Führungen (68) vorges ehen sind, die nach Lösen einer Sperre, eine Versetzung der Austrageeinrichtung (52) in radialer Richtung ermöglichen«20e Vorrichtung nach einem der Punkte 1 bis 19, gekennzeichnet dadurch, daß die Austrageeinrichtung zweiteilig ausgeführt ist, wobei die äußere Förderbandeinrichtung (84) über gelenkige Ausleger (90), die gl eichzeitig den Antrieb übernehmen, in radialer Richtung verschiebbar und feststellbar ausgebildet21 7 204 ^1 γβ 9.4.1980AP B 65 G/217 56 351/2421· Vorrichtung nach einem der Punkte 1 bis 20, gekennzeichnet dadurch, daß das obere Ende des Förderschachtes (26) zur Führung des hochgeförderten Silogutes auf die Austrageeinrichtung (52) ein Leitblech (98) vorgesehen ist. .
- 22. Vorrichtung nach einem der Punkte 1 bis 21, gekennzeichnet dadurch, daß ein Elektromotor zum Antrieb der Austrageeinrichtung (52) vorgesehen ist.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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