DD147663A1 - Verfahren zur herstellung von bodenverbesserungsmitteln - Google Patents

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DD147663A1 DD79217404A DD21740479A DD147663A1 DD 147663 A1 DD147663 A1 DD 147663A1 DD 79217404 A DD79217404 A DD 79217404A DD 21740479 A DD21740479 A DD 21740479A DD 147663 A1 DD147663 A1 DD 147663A1
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petroleum processing
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DD79217404A
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Werner Uhle
Wolfgang Hieke
Joachim Bauch
Lothar Reichelt
Bodo Klinger
Rolf Uhlig
Joerg Schwaegergen
Horst Weinhold
Original Assignee
Werner Uhle
Wolfgang Hieke
Joachim Bauch
Lothar Reichelt
Bodo Klinger
Rolf Uhlig
Joerg Schwaegergen
Horst Weinhold
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    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02ATECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
    • Y02A40/00Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production
    • Y02A40/10Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production in agriculture
    • Y02A40/20Fertilizers of biological origin, e.g. guano or fertilizers made from animal corpses

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  • Fertilizers (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Bodenverbesserungsmitteln und kann in Kompostierungsanlagen angewendet werden. Das Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zu schaffen, welches unter Verwendung von stickstoffhaltigen organischen Substanzen, die Abfallprodukte aus der Erdoelverarbeitung sind, die Herstellung von Bodenverbesserungsmitteln gestattet. Aufgabe ist es, diese Abfallprodukte der Erdoelverarbeitung so zu behandeln, dasz ein Bodenverbesserungsmittel hergestellt wird, welches bedenkenlos in der Landwirtschaft eingesetzt werden kann. Das Verfahren beruht darauf, dasz kohlenwassersoffhaltige Futterhefeabfaelle mit Schaelrinde und/oder Stroh zu einem lockeren Gemenge vermischt werden, wobei ein C:N-Verhaeltnis von 40 bis 20 : 1 und ein Feuchtigkeitsgehalt von 35 bis 65% eingestellt werden. Anschlieszend wird das in Mieten gelagerte Gemenge mit 0,5 bis 5% Abwasser aus der 1. biologischen Reinigungsstufe von Erdoelverarbeitungswerken uebergossen, welches mindestens 10&exp5! Keime pro ml kohlenwasserstoffabbauender Mikroorganismen enthaelt. Nach mehrmaligen Umsetzen der Mieten wird nach 3- bis 6monatiger Rottezeit ein gebrauchsfaehiges Bodenverbesserungsmittel erhalten.

Description

-a - 2 1
Titel der Erfindung Verfahren zur Herstellung von. Bodenverbesserungsmittel Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Bodenverbesserungsmittel aus stickstoffhaltigen organischen und aus kohlenstoffreichen Substanzen«, Anwendung findet das Verfahren in Kompostierungsanlage^
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Zur Herstellung von Bodenverbesserungsmitteln insbesondere Komposten, sind Verfahren bekannt, die durch Mischen von kohlenstoffreichen und stickstoffhaltigen Substanzen, lagern in Mieten und mehrmaligem Umsetzen der Mieten oder Belüftung' in Eottesilos einen fuer die Landwirtschaft oder den Gartenbau brauchbaren Kompost erzeugen.
So wird in der DE-Offenlegungsschrift 2 223 407 ein Verfahren zur Herstellung eines organischen Düngemittels beschrieben· Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß die Rottezeit sehr lang ist und das Endprodukt zum Zwecke der Zerkleinerung noch einer Mühle zugeführt werden muß.
In der DD-Patentschrift 128 097 wird ein Verfahren und eine Einrichtung zur Aufbereitung von TTaßschlamm beschrieben, das zum Zweck der Verkürzung der Kompostierungszeit durchgeführt wird« Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß ein hoher apparativer Aufwand erforderlich ist« Ein weiteres Verfahren zur Herstellung von Komposterde aus organische Bestandteile enthaltenden Abfällen wird in der DE-OS 2438 119 vorgestellt.
Bei diesem Verfahren wirkt sich nachteilig aus, daß bis zu 50 % des Kompostes Torf als organische Substanz zugegeben werden müssen, was die Ökonomie des Verfahrens negativ beeinflußt«
Ebenfalls ein Verfahren zum Kompostieren von Überschuß— schlamm aus der Gülleaufbereitung wird in der DD-Patentschrift 135 717 angeführt«. Alle diese Verfahren haben jedoch den Mangel, daß keine Bodenverbesserungsmittel bzw« Komposte hergestellt v/erden können^ die in der Landwirtschaft oder im Gartenbau zum Einsatz gelangen, wenn stickstoffhaltige organische Substanzen, die Abfallprodukte aus der Erdölverarbeitung sind j eingesetzt werden.»
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zu entwickeln, welches unter Verwendung von -stickstoffhaltigen organischen Substanzen, die Abfallprodukte aus der Erdölverarbeitung sind, die Herstellung von Bodenverbesserungsmitteln gestattet«
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, stickstoffhaltige organische Substanzen, die Abfallprodukte aus der Erdölverarbeitung sind, so zu behandeln, daß ein Bodenverbesserungsmittel hergestellt wird, welches bedenkenlos in der Landwirtschaft oder im Gartenbau eingesetzt werden kann,
— 4 —
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Erfindungsgemäß wird die Herstellung von Bodenverbesserungsmitteln aus stickstoffhaltigen organischen Substanzen, die Abfallprodukte der Erdölverarbeitung sind, durch Mischen von stickstoffhaltigen organischen Substanzen mit kohlenstoffreichen Substanzen, Lagern in Mieten und mehrmaliges Umsetzen der Mieten dadurch erreicht, daß kohlenv/asserstoffhaltige !Futterhefeabfälle mit Schälrinde und oder Stroh zu einem lockeren Gemenge vermischt werden» Schälrinde und/oder Stroh und kohlenwasserstoffhaltige Futterhefeabfälle werden· in solcher Menge eingesetzt, daß ein C:E-Verhältnis des Gemenges von 40-20 : 1 erreicht wird« Der Feuchtigkeitsgehalt des Gemenges muß auf 35-65 <?o eingestellt werden. Die Einstellung des Feuchtigkeitsgehaltes kann entweder über den Wassergehalt der Mischkomponenten erfolgen oder durch zusätzliche Befeuchtung mit V/asser, Anschließend wird das Gemenge mit 0,5 bis 5 % Abwasser aus der 1, biologischen Reinigungsstufe von Erdölverarbeitungswerken übergössen· Das verwendete Abwasser muß mindestens 10-^ Keime pro Milliliter an kohlenwasserstoffabbauenden Mikroorganismen der Gattungen Pseudomonas und/oder Arthrobacter und/oder Corynebacterium und/oder Brevibacterium und/oder Micrococcus und/oder Nocardia und/oder Candida enthalten· · Nach 3 bis 6 Monaten Rottezeit wird das so behandelte Gemenge als Bodenverbesserungsmittel eingesetzt* Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird ein Bodenverbesserungsmittel erzeugt, das frei von schädlichen Kohlenwasserstoffen ist und das sich vorteilhaft in der Landwirtschaft, im Gemüsebau und im Gartenbau anwenden läßt· Die ebenfalls durchgeführten lebensmittelhygienischen und toxikologischen* Untersuchungen beispielsweise an Gemüsen Salat, Radies- und Spinat, die auf Böden angebaut wurden, welche 900 dt/ha Bodenverbesserungsmittel enthielten,- weisen aus, daß keine schädlichen Kohlenwasserstoffe in die Gemüse übergegangen sind*
— 5 *-,
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Das erfindungsgemäße Verfahren schafft die Voraussetzungen dafür, daß'kohlenwasserstoffhaltige Futterhefeabfälle Ökonomisch vorteilhaft verwertet werden können· Kohlenwasserstoffhaltige Futterhefeabfälle fallen insbesondere in Futterhefewerken, die auf Kohlenwasserstoffbasis 3?utterliefe erzeugen, bei der Inbetriebnahme solcher Werke oder bei Störungen an.
Die Vernichtung dieser Abfälle vnirde- vor der Ausarbeitung des erfindungsgemäßen Verfahrens durch Verbrennung vorgenommen, was einen zusätzlichen Verbrauch an Heizmaterial und schnellverschleißenden Apparaten erforderte«
Ausführungsbeisp_iel 1
500 kg kohlenwasserstoffhaltige Futterhefeabfälle mit einer Zusammensetzung von 38 % Kohlenstoff, 7 % Stickstoff, 9 % Kohlenwasserstoffe und 11 ^S. "fässer werden mit 2000 kg ITaßschälrinde mit einer Zusammensetzung von 35 0Jo Kohlenstoff und 41 fo "/asser unter Zugabe von 100 1 v/asser vermischt und in eine Miete locker geschüttete Auf diese Weise wurde eine Mischung mit einem Kohlenstoff-Stickstoffverhältnis von 24 : 1 und einem Wassergehalt von 38 fo erzeugt. Die Miete wurde anschließend mit 125 1 Abwasser aus der 1. biologischen Reinigungsstufe eines Erdölverarbeitungswerkes besprüht.
Das Ab¥/asser enthielt 2,9 · 10^ Keime der Gattung Pseudomonas, 1,3 · 1CP Keime der Gattung Arthrobacter und 7,6 . 10 Keime der Gattung ITocardia.
Die Mietentemperatur wurde durch übliche Mietenthermometer verfolgt und nach Absinken der Temperatur auf unter 400C wurde die Miete umgesetzt. Dieser Vorgang wiederholte sich in einem Zeitraum von 4 Monaten fünfmal. Nach dem 2, Monat war es erforderlich durch übergießen mit 200 1 Wasser den Feuchtigkeitsgehalt anzuheben«.
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Sowohl das Anmischen als auch das. Umsetzen der Miete erfolgte mit den in der Düngestoffproduktion gebräuchlichen Maschinen» Nach 5 Monaten war der Kompost .ausgereift und wurde.als Bodenverbesserungsmittel in der Landwirtschaft eingesetzte
In dem Bodenverbesserungsmittel waren keine schädlichen . Kohlenwasserstoffe nachweisbar, es hatte eine Volumenmasse von 840 g/l und einen Wassergehalt von 39 %· Der pH-Wert lag bei 7,8*
Ausführungsbeispiel 2
1000 kg kohlenwasserstoffhaltige !Futterhefeabfälle mit einer Zusammensetzung von 9 # Kohlenstoff, 1,6 % Stickstoff, 3 Io Kohlenwasserstoffe und 79 #> Wasser werden mit 1000 kg Roggenstroh unter Zugabe von 250 1 V/asser vermischt und in Mieten locker geschüttet.
Auf diese Weise wurde eine Mischung mit einem G : IT—Verhältnis von 34 : 1 und einem Feuchtigkeitsgehalt von 57 % erzeugt.
Die Miete wurde anschliessend mit 20 1 Abwasser aus der 1, biologischen Abwasserreinigungsstufe eines Erdölverarbeitungswerkes besprüht. Das Abwasser enthielt 6,3 · 10 Keime der Gattung Pseudomonas, 1,2 . 10^ Keime der Gattung
Arthrobacter, 7,0 . 10 Keime der Gattung Corynebacterium,
2 ?
6,9 . 10 Keime der Gattung Micrococcus, 2,1 · 10^ Keime der Gattung ilocardia und 1,9 » 10 Keime der Gattung Candida*
Die Mietentemperatur wurde durch Einbringen der üblichen Mietenthermometer verfolgt und nach xVbsinken der Temperatur auf unter 400C wurde die Miete umgesetzt. Dieser Vorgang wurde in einem Zeitraum von 3 Monaten viermal wiederholt.
— 7 mm
-τ- 2
Sowohl das Anmischen als auch das Umsetzen der Miete erfolgte mit den in der Düngestoffproduktion gebräuchlichen
Maschinen. . .
Nach 4 Monaten war der Eompost ausgereift und wurde als Bodenverbesserungsmittel im Gartenbau eingesetzt.
In dem Bodenverbesserungsmittel waren keine schädlichen Kohlenv/asserstoffe nachv/eisbar, es hatte eine Volumenmasse von 870 g/l und einen Wassergehalt von 48 #, Der pH-Wert lag bei 7,3.

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch '
    Verfahren zur Herstellung von Bodenverbesserungsmittel durch Mischen von stickstoffhaltigen-organischen Substanzen mit kohlenstoffreichen Substanzen, Lagern in Mieten und mehrmaliges Umsetzen der Mieten dadurch gekennzeichnet, daß kohlenstoffhaltige !Futterhefeabfälle mit Schälrinde und/oder Stroh zu einem lockeren Gemenge vermischt werden, wobei ein C : N-Verhältnis von 40—20 : 1 und ein Feuchtigkeitsgehalt von 35 — 65 fo eingestellt werden, und das Gemenge mit 0,5 - 5 % Abwasser aus der 1. biologischen Reinigungsstufe von Erdölverarbeitungswerken übergössen wird, welches kohlenwasserstoffabbauende Mikroorganismen der Gattungen Pseudomonas und/oder Irthrobacter und/oder Corynebacterium und/oder Brevibacterium und/oder Micrococcus und/oder Hocardia und/oder Candida in einer Menge von mindestens 10^ Keimen pro ml enthält«
    — Q —
DD79217404A 1979-12-06 1979-12-06 Verfahren zur herstellung von bodenverbesserungsmitteln DD147663A1 (de)

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