DD148455A3 - Einrichtung in gluehereien zum transport von gluehgutstapeln - Google Patents

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Jost Scharlau
Rudolf Friedrich
Guenter Schoelzel
Harald Richter
Werner Hielscher
Guenter Wenger
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Jost Scharlau
Rudolf Friedrich
Guenter Schoelzel
Harald Richter
Werner Hielscher
Guenter Wenger
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung mehrerer technologisch und funktionell zusammenhaengender Elemente zum Transport von Gluehgutstaeln, vorzugsweise schwerer Einsatzmaterialien, wie z.B. Kurbelwellen. Ebenso dient diese Einrichtung zum Transport von Behaeltern mit Kleinteilen, Gesenken u. ae. Gegenstaenden. Ziel der Erfindung ist die Einsparung von hochhitze- und zunderbestaendigen Werkstoffen und die Gewaehrleistung einer kontinuierlichen Betriebsfuehrung der Glueherei. Auszerdem sind die Arbeits- und Lebensbedingungen weitgehendst zu verbessern und die Unfallgefahr einzuschraenken. Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Trennung zwischen den Elementen, die einer staendigen Waermebelastung unterliegen und den Elementen, die sich auszerhalb der Ofenatmosphaere befinden, zu sichern. Der Werkstoffanteil der Ausruestungen und Einrichtungen, der hohen Gluehtemperaturen unterliegt, ist so gering wie moeglich zu halten. Diese Aufgabe wird geloest, indem der Herdwagen eines Herdwagenofens mit rostfoermigen Ofenbalken ausgeruestet ist. Neben den Herdwagen sowie am Normalisierungsplatz und am Wasser- und Oelbad sind Ablageroste angeordnet. Als Verbindungsglied ist diesen Einzelausruestungen bzw. Einrichtungen eine C-Hakenkombination mit mehreren Lastschenkeln zugeordnet. Die Ofenbalken, die Ablageroste und die Lastschenkel der C-Hakenkombination weisen gleiche Teilung auf.

Description

-ι- ^ υ υ
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung als Kombination mehrerer technologisch und funktionell zusammenhängender Elemente zum Transport von GlühgutstapeIn, vorzugsweise schwerer Einsatzmaterialien wie z· B. Kurbelwellen, Behälter mit Kleinteilen und Gesenke. Sie ist geeignet zum verzugsfreien Aufnehmen und Transport der Glühgutstapel von den Bereitstellplätzen zum Herdwagen, vom Herdwagen zum Abschreckbad sowie zum Halten des Glühgutes im Wasser- bzw· Ölbad und zum Transport zum Abstellplatz.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
In Glühereien oder ähnlichen Betriebseinrichtungen werden zum Transport des Glühgutes, insbesondere schwerer Einsatzmaterialien bekannterweise einfache Kettengehänge benutzt. Die V/erkstücke werden einzeln oder höchstens paarweise angeschlagen und auf dem Herdwagen abgesetzt bzw· von diesem abgehoben und zum Wasser- bzw. Ölbad und weiter zum Abstellplatz transportiert. Das Anschlagen der Ketten erfordert einen erhöhten Zeitaufwand und ist besonders am v/armen Glühgut mit Wärmebelastung des Bedienungspersonals verbunden. Gleichzeitig führt diese Technologie oft zu unerwünschten Verformungen des Glühgutes. Bei einer anderen realisierten Lösung wird das Glühgut z. B. Kurbelwellen und ähnliche V/erkstücke, in Glühgutstapeln zusammengestellt und auf Glühgestelle gesetzt. Die Glühgestelle dienen bei dieser Lösung als tragendes Element an einem Kettengehänge, das zum Transport in die Glühgestelle eingehängt wird. Die Glühgesteile werden zusammen mit dem Glühgut erwärmt und danach in Wasser, Öl oder an der Luft abgeschreckt. Sie sind also außergewöhnlichen Wärmebelastungen ausgesetzt.
Diese Technologie führt selbst bei Werkstoffen hoher Qualität zur zeitigen Zerstörung der Glühgestelle, da ein ständiges Überschreiten der Gefügeänderungsgrenzen zu Grobkornbildung führt. Dieser Vorgang entzieht sich einer exakten Kontrolle, so daß zeitlich unvorhergesehene Ausfälle den Glühbetrieb unterbrechen und zu Störungen im normalen Betriebsablauf führen. Der Bedarf an hochhitzebeständigen Werkstoffen ist unverhältnismäßig hoch· Durch die laufenden raschen Temperaturänderungen verziehen sich die Glühgestelle von Ofe.nreise zu Ofenreise. Dadurch verziehen sich gleichzeitig die auf den Glühgestellen gestapelten Werkstücke, so daß zusätzliche Richtarbeiten erforderlich werden. Das Anschlagen der Kettengehänge an den auf dem Herdwagen stehenden warmen Glühgestellen ist mit großen Wärmebelastungen des Bedienungspersonals verbunden. Dabei ist diese Tätigkeit nicht ohne Gefährdung durchzuführen. Ein wesentlicher Nachteil ergibt sich daraus, daß die Glühgestelle wiederholt gemeinsam mit jedem neuen Glühgutstapel erwärmt und abgeschreckt werden. Es ist ständig ein erhöhter Energieaufwand, der metallurgisch nicht benötigt wird, erforderlich, um diese zusätzlichen Totmassen aufzuheizen.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht im wesentlichen in einer Einsparung von hochhitze- und zunderbeständigen Werkstoffen und der Gewährleistung einer kontinuierlichen Betriebsführung der Glüherei. Es soll weiterhin erreicht werden, daß WärmeVerluste, die technologisch - metallurgisch nicht notwendig sind, weitgehend reduziert werden.
Darüber hinaus ist ein verzugsfreier und schneller Transport, insbesondere der erwärmten Glühgutstapel vom Herdwagenofen zum Abschreckbad bei gleichzeitiger Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu gewährleisten. Die Glühzeiten sind so zu beeinflussen, daß die Aufheizzeit möglichst verkürzt wird.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die technische Aufgabe, die durch die Erfindung gelöst wird
Die Einrichtung in Glühereien zum Transport von Glühgut-8tapeln, vorzugsweise aus schweren Einsatzmaterialien, als Verbindungsglied zwischen Herdwagenofen und Abschreckbad bzw. *Bereitstellplatz ist so auszubilden, daß eine Trennung zwischen den Elementen, die einer ständigen Wärmebelastung unterliegen und den Elementen, die sich außerhalb der Ofenatmosphäre befinden, gesichert ist. Es ist anzustreben, den Werkstoffanteil, der hohen Glühtemperaturen ausgesetzt ist, so gering v/ie möglich zu halten. Ein ständiges Überschreiten der Gefügeänderungsgrenzen der Elemente aus diesem Werkstoff ist zu vermeiden, um so die Lebensdauer maximal auszunutzen. Es sind mitzuerwärmende transporttechnisch bedingte Totmassen auszuschalten. Von tragenden Elementen sind Wärmebelastungen weitgehend fernzuhalten, damit die Verwendung allgemeiner Baustähle möglich ist.
Merkmale der Erfindung
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst, indem mehrere Elemente bzw. Ausrüstungen technologisch und funktionell kombiniert werden, so daß eine neue fortschrittliche Ge-samteinrichtung für eine Glüherei entsteht, deren Arbeitsbereich innerhalb einer Produktionshalle die Bereitstell-
ου
platze, die Herdwagenofen, die V/asser- und Ölbäder sowie die Normalisierungsplätze umfaßt. Folgende Einrichtungen und Ausrüstungen werden verändert, ergänzt, komplettiert bzw. es werden neue funktionell bedingte Ausrüstungen zugeordnet:
Die Herdwagen der Herdwagenofen sind mit quer zu ihrer Längsachse verlaufenden rostförmigen standsicheren Ofenbalken aus hochhitzebeständigem Werkstoff ausgerüstet. Als Bereitstellplätze werden neben den aus den Herdwagenofen herausgefahrenen Herdv/agen Ablageroste angeordnet· Der gebläsebelüftete Norraalisierungsplatz erhält ebenfalls Ablageroste. Als Verbindungsglied ist diesen genannten Einzelausrüstungen bzw. Einrichtungen und den Y/asser- und Ölbädern, die alle im Arbeitsbereich eines Kranes liegen, eine spezielle, am Lasthaken des Kranes anschlagbare C-Hakenkombination, die eine Mehrzahl von Lastschenkeln besitzt, zugeordnet. Zum Abstellen der C-Hakenkombination ist innerhalb der Gesamteinrichtung eine Abstellgrube vorgesehen. Die Ofenbalken, die Ablageroste und die Lastschenkel der C-Hakenkombination weisen gleiche Teilung auf. Die Abstände der Ofenbalken, der Roststäbe, der Ablageroste sowie der Lastschenkel der C-Hakenkombination sind so gewählt, daß sich eine vielfache Unterstützung des Glühgutstapels ergibt. Die Anzahl dieser in gleichen Abständen angeordneten Unterstützungen ist abhängig vom Längen-Querschnittsverhältnis des Glühgutes im Zusammenhang mit der Stapelhöhe und den erforderlichen Glühtemperaturen des entsprechenden Wärmebehandlungsprozesses.
Die Oberflächen der genannten Einzeleinrichtungen bzw. Ausrüstungen bilden jeweils einheitliche planparallele Flächen. Die auf den Ablagerosten bereitgestellten Glühgutstapel werden mit Hilfe der am Kran angeschlagenen C-Hakenkombination aufgenommen und auf die rostförmigen Ofenbalken des betreffenden Herdwagenofens abgesetzt. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis die gesarate nutz-
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bare Fläche .des Herdwagens belegt ist. Der Herdwagen wird mit den Glühgutstapeln zur Durchführung des Glühprozesses in den Ofen gefahren. Ist der Glühprozeß beendet, und der Herdwagen wieder aus dem Ofen herausgefahren, werden mit der C-Hakenkombination die v/armen Glühgutstapel von den Ofenbalken des Herdwagens abgehoben und je nach den wärmetechnologischen Behandlungsverfahren, entweder in das Wasser- oder Ölbad eingetaucht oder auf dem Ablagerost des Normalisierungsplatzes oder einem anderen Abstellrost abgestellt. Zwischen den einzelnen Arbeitsgängen kann die C-Hakenkombination in die Abstellgrube abgestellt werden, so daß der Kran für andere Aufgaben zur Verfügung steht. Die erfindungsgemäße Lösung ermöglicht eine rationelle Betriebsführung in Glühereien und Vergüteeinrichtungen. Es wird eine wesentliche Einsparung von hochhitze- und zunderbeständigen Werkstoffen erreicht, da die auf den Herdwagen angeordneten Ofenbalken ständig annähernd auf Ofentemperatur bleiben und nur kurzzeitig während des Entnahme- und Beschickungsvorganges aus der Ofenatmosphäre gefahren und nicht mit abgeschreckt werden. Andererseits werden die tragenden Teile der C-Hakenkombination nicht in den Ofen eingebracht. Diese Ausrüstung ist deshalb auch keinen extremen Temperaturänderungen unterworfen. Sie verbleibt ständig im Normaltemperaturbereich der Glüherei. Lediglich die Wärme der Glühgutstapel bewirkt eine geringfügige Temperaturbeeinflussung. Durch die vorgenannten Eigenschaften wird verhindert, daß zeitlich unvorhersehbares Zerbrechen von sonst erforderlichen durch hohe thermische Wechselbeanspruchung geschwächte Glühpaletten und -gestelle zu schwersten Unfällen führt.
Ausführungsbeispiel
Anhand eines Ausführungsbeispieles soll die Erfindung naher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigen:
Pig« 1: den Grundriß der Einrichtung,
Pig. 2: den Schnitt A-A nach Pig. 1 mit C-Hakenkombi· nation gezeichnet,
Pig. 3: die Seitenansicht nach Pig. 2,
Pig. 4: den Schnitt B-B nach Pig. 1 mit C-Hakenkombination gezeichnet,
Fig. 5: den Schnitt C-C nach Pig. 1.
Im Beispiel wird eine Glüherei bzw. Vergüteeinrichtung vorgestellt, die mit sechs Herdwagenofen 2, einem Wasserbad 7 und einem Ölbad 8, einem zwangsbelüfteten Normalisierungsplatz 9 sowie einer Abstellgrube 10 ausgestattet ist. Jeweils zwei Herdwagenofen 2 ist ein Ablagerost 5 zugeordnet. Daneben befindet sich am Ölbad 8 und am Normalisierungsplatz 9 jeweils ein Ablagerost 5. Diese Einrichtungen bilden in Verbindung mit der am Lasthaken des Kranes angeschlagenen C-Hakenkombination 6 die technologisch und funktionell zusammenhängende Einrichtung in Glühereien zum Transport von GlühgutstapeIn 1 und zur Durchführung der Wärmebehandlungsverfahren.
Auf den Ablagerosten 5 im Bereich der Herdwagenofen 2 werden die Glühgutstapel 1 manuell oder mit Hilfe des Kranes zusammengestellt. Die Ablageroste 5 sind so gestaltet, daß einerseits eine großflächige und vielfache Unterstützung des GlühgutstapeIs 1 gesichert ist, und andererseits die Lastschenkel der C-Hakenkombination 6 ohne Komplikationen unter den jeweiligen Glühgutstapel 1 geschoben v/erden können. Mit der C-Hakenkombination 6 wird der Glühgutstapel 1 vom Ablagerost 5 abgehoben und auf die Ofenbalken 4 des Herdwagens 3 abgesetzt.
Dieser Vorgang wiederholt sich so lange, bis der Herdwagen 3 voll belegt ist und zur Durchführung des Glühvorganges in den Herdwagenofen 2 eingefahren v/erden kann. Nach dem Erwärmen des Glühgutes und dem Herausfahren des Herdwagens 3 werden die Glühgutstapel 1 mit Hilfe der C-Hakenkombination 6 von den Oferibalken 4 des Herdwagens 3 abgehoben und je nach den Erfordernissen des wärmetechnologischen BehandlungsVerfahrens in das Wasserbad 7 oder das Ölbad 8 abgesenkt und dort bis zum Ablauf der erforderlichen Behandlungszeit gehalten, um danach auf ein Ablagerost 5 abgesetzt zu werden.
Nach einer anderen Variante wird der Glühgutstapel 1 auf den Ablagerost 5 des liormalisierungsplatzes 9 und nach Ablauf der Verweilzeit auf einem anderen Ablagerost 5 abgesetzt. In den Pausen zwischen den Arbeitsspielen wird die C-Hakenkombination 6 in die Abstellgrube 10 gesetzt und das Hebeband vom Lasthaken 11 des Kranes abgehängt. Durch diese Lösung ist die C-Hakenkombination gegen Umstürzen gesichert und das Ab- und Anhängen an den Lasthaken 11 kann vom Bedienungspersonal von Hallenflur aus erfolgen. In ähnlicher Weise können unter Verwendung der vorgenannten Einrichtungen alle anderen Wärmebehandlungsprozesse(Glühen, Anlassen, usw.)durchgeführt werden.

Claims (2)

2 0 033 8 -«- Erfindungsansprüche
1. Einrichtung in Glühereien zum Transport von Glühgutstapeln, vorzugsweise für schwere Einsatzmaterialien, wie z. B. Kurbelwellen, Behälter mit Kleinteilen und Gesenke, dadurch gekennzeichnet, daß den bekannten Einzeleinrichtungen und Ausrüstungen wie Herdwagenöfen (2), Wasserbad (7), Ölbad (8), Normalisierungsplatz (9) und Ablageroste (5) als Verbindungsglied eine zum Anschlag an einen Kran geeignete C-Hakenkombination (6) zugeordnet, und der Herdwagen (3)» des Herdwagenofens (2) mit standsicheren, rostförmigen, hochhitzebeständigen Ofenbalken (4) ausgerüstet ist, wobei sowohl die Ofenbalken (4)» die Lastschenkel der C-Hakenkombination (6), als auch die Ablageroste (5) und die, Ablageroste (5) des Normalisierungsplatzes (9) einheitliche planparallele Flächen bilden und gleiche Teilung aufweisen, deren Abstände und Anzahl vom Längen-Querschnittsverhältnis des zu Glühgutstapeln (1) zusammengestellten und zu transportierenden Glühgutes im Zusammenhang mit der vorgesehenen Stapelhöhe und der erforderlichen Glühtemperatur des entsprechenden Wärmebehandlungsprozesses bestimmt werden.
2· Einrichtung in Glühereien zum Transport von Glühgutstapeln, nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Glüherei eine Abstellgrube (10) für die C-Hakenkombination (6) vorgesehen ist.
Hierzu...3 Seiten
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