DD148460A3 - Verfahren zur herstellung von stabilen polyurethanloesungen - Google Patents

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DD148460A3
DD148460A3 DD19513976A DD19513976A DD148460A3 DD 148460 A3 DD148460 A3 DD 148460A3 DD 19513976 A DD19513976 A DD 19513976A DD 19513976 A DD19513976 A DD 19513976A DD 148460 A3 DD148460 A3 DD 148460A3
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Siegbert Loeschau
Michael Niklas
Juergen Noack
Reiner Sachs
Guenther Trentsch
Manfred Wust
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Siegbert Loeschau
Michael Niklas
Juergen Noack
Reiner Sachs
Guenther Trentsch
Manfred Wust
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbesserung der reproduzierbar kontinuierlichen Herstellung von Polyurethanloesungen, insbesondere fuer die Herstellung von Beschichtungsmassen, Klebern und Lacken. Ziel der Erfindung ist es, Polyurethanloesungen herzustellen, die dadurch gekennzeichnet sind, dasz waehrend der Synthese Sekundaerreaktionen weitgehend vermieden werden, was sich in einer in geringer Schwankungsbreite reproduzierbaren Viskositaet d. Loesungen wiederspiegelt. Die Hauptursache des gegenwaertigen Standes der Technik liegt in der unterschiedlichen Reaktivitaet der Polyole und der daraus herzuleitenden Sekundaerreaktionen der Polyurethansynthese begruendet. Die Ursache der unterschiedlichen Reaktivitaet der Polyole und der Polyolkomponenten liegt im Metallionengehalt der Polyole und fuehrt zu erheblichen Viskositaetsschwankungen der Polyurethanloesungen. Das wird dadurch verhindert, dasz Polyester- oder Polyaetheralkoholen oder der Polyolkomponente vor der Verarbeitung zu Polyurethanloesungen eine Loesung aus *-Diketon und einem Keton mit einem der Carboxylgruppe benachbarten tertiaeren Kohlenstoffatom o. Komplexbildner, wie 2,2'-Dipyridil,2,2'-Dichinolin,Salzylaldoxim, o.Mischung. aus oben genannter Loesg. u. den genannten Komplexbildnern zugegeben werden.

Description

195 139--«-
Titel der Erfindung
Verfahren zur Herstellung von stabilen Polyurethanlösungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbesserung der reproduzierbar kontinuierlichen Herstellung von Polyurethanlösungen, insbesondere für die Herstellung von Polyurethan-Beschichtungsmassen, -Klebern und -Lacken,
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Polyurethanlösungen werden durch Polyaddition von organischen hydroxyl- und isocyanathaltigen Komponenten in Gegenwart von Lösungsmitteln hergestellt. Je nach gewünschtem Endprodukt werden unverzweigte oder verzweigte Polyester- oder Polyätheralkohole mit unterschiedlichem Molekulargev/icht, Kettenverlängerer, wie iithylenglykol, Butandiole, Hexandiol und Diamine, und Diisocyanate, wie 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat, Toluylendiisocyanat, 'Hexamethylendiisocyanat. und Isophorondiisocyanat eingesetzt. Als Lösungsmittel kommen Athylglykolacetat,
' -195139-*·
Toluol, Xylol, Äthylacetat, Dimethylformamid, Tetrahydrofuran, Dieliloräthan, Methyläthylketon, Aceton, Cyclohexanon in JFrage.
Zusätzlich können Oxydations-, Färb- und Hydrolysestabilisatoren oder ähnliche Stabilisatoren zugegeben werden.
Bei der Herstellung von Polyurethanlösungen kommt es darauf an, bestimmte Viskositätsbereiche in Abhängigkeit von polymeren Eigenschaften zu erzielen. Dabei ist Bedingung, daß in diesen Produkten unter Lagerbedingungen über einen längeren Zeitraum keine Nachreaktionen erfolgen. Diese Uachreaktionen zeigen sich an .solchen unerwünschten Erscheinungen, wie Viskositätsanstieg bis zur Unverarbeitbarkeit und in Vernetzungsreaktionen, die sich darin äußern, daß kompakte gelartige Massen entstehen.
Es ist möglich, durch Zugabe von sauren Substanzen, wie organischen Säurehalogeniden oder Phosphorsäurealkylestern, den in jedem Polyol nachweisbaren und katalytisch wirkenden Alkaligehalt, der schon während der Synthese oben genannte unerwünschte Effekte hervorrufen kann, zu neutralisieren und somit diese Reaktionen zu inhibieren. Allerdings wirken sich die sauren Zusätze, die in größeren Mengen zugegeben werden müssen, meistens negativ auf die mechanischen Eigenschaften der Endprodukte, insbesondere die Hydrolysebeständigkeit aus.
Aus der-DT-OS 169 484 2 geht hervor, daß Polyurethan-Polyharnstoff-Polymere mit in Dimethylformamid löslichem Betainsalz stabilisiert v/erden. Allerdings hat der Zusatz des Betainsalzes keinerlei Einfluß auf die während der Synthese ablaufenden Sekundärreaktionen, da es nicht in der Lage ist, die durch die hohe Konzentration der Reaktionspartner bestimmte Kinetik der Reaktionen zu beeinflussen.
19 5 13 9 -S-
Weiterhin ist bekannt, daß mit Substanzen, die als Kettenabbruchmittel fungieren, unerwünscht hohen Viskositäten entgegengewirkt v/erden kann. In der kanadischen Patentschrift 888781 wird vorgeschlagen, primäre Alkohole dem Reaktionsgemisch während der Reaktion zuzumischen. Als Nachteil hat sich erwiesen, daß damit die Allophanatbildung nicht unterdrückt werden kann und auch kein definierter Molekularaufbau erfolgt. Darauf aufbauend empfiehlt die DT-OS 2323 393, sterisch gehinderte sekundäre Alkohole als wirksamere Kettenabbruchmittel zu verwenden. Aber aucb/diese sekundären Alkohole sind nicht befähigt, Sekundärreaktionen abzufangen. Außerdem wurde beobachtet, daß zwar die Viskositäten keinen extremen Streuungen unterworfen sind, aber im allgemeinen den Anforderungen der technologischen Y/eiterverarbeitung nicht gerecht werden.
ZJeI1 eier Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, Polyurcthanlösungen herzu- ' stellen, die dadurch gekennzeichnet sind, daß während der Synthese Sekundärreaktionen weitgehend vermieden werden, was sich in. einer in geringer Schwankungsbreite reproduzierbaren Viskosität der Lösungen wiederspiegelt,
Darlegung des Y/esens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe'zugrunde, stabile Polyurethan-Losungen mit reproduzierbaren Viskositäten durch weitestgehende Vermeidung von Sekundärreaktionen während der Synthese herzustellen.
195 139 -^-
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß den Polyester- oder Polyätheralkoholon oder der hydroxylhaltigen Komponente vor der Verarbeitung zu Polyurethanlösungen 50 bis 500 ppm einer Lösung von (3-Diketon, vorzugsweise Acetylaceton, und einem Keton mit einem der Carboxylgruppe benachbartem tertiären Kohlenstoffatom der allgemeinen Formel
R2
• R1 --CH.J 5 -CoHf-, -CoHi7
R-C-C-R0 ' ·* ä > * '
Ί Hi^ R0 -CHo
O R2 ά *
vorzugsweise Methylisobutylketon oder Propylisobutylketon,im Verhältnis 3 bis 5 : 1 zugegeben werden oder 10 bis 150 ppm, vorzugsweise 20 bis 70 ppm, Komplexbildner folgender Art zugesetzt werden;
Stickstoffhaltige Heterozyklen mit der - Perroingruppierung
"U - C - C - II = ti Ii
vorzugsweise 2,2'-Dipyridil
- Cuproingruppierung
I« Il
-C= H-C-C- IT = C-
I l
C C
Vorzugsweise 2,2'-Dichinolin
- Terroingruppierung
' I» Il
C= IT -C-C- IT
vorzugsweise Terpyridin
13 9-9-
oder Oxime mit der allgemeinen Formel
C = IT - OH OH
wobei R1 - H Salizylaldoxim oder R1 - CH3 o-Hydroxyacetophenonoxim vorzugsweise eingesetzt werden
oder Antidioxime mit der allgemeinen Formel
Tj ΛΙ /Ί "D Ty Λ*ΤΤ Γ* TJ
R1-O-C-R1 R1 -CH3, -C6H5,
It Il J
HO - N N - OH 0
vorzugsweise Diacetyldioxim
oder 30 bis 1 300 ppm, vorzugsweise 50 bis 400 ppm einer Mischung aus einer lösung, bestehend aus einem p-Dilceton; vorzugsweise Acetylaceton,und einem Keton mit einem der Carboxylgruppe benachbartem tertiären Kohlenstoffatom der allgemeinen Formel
I Xi1 "UIl3, -Ogilc, -Kj-^Xr-,
GH3
vorzugsweise Methylisobutylketon oder Propylisobutylketonjim Verhältnis 3 bis 5 : 1 und Komplexbildnern, wie 2,2'-Dipyridil, 2,2'-Dichinolin, Terpyridin, SaIi-,zylaldoxim oder o-IIydroxyacetophenonoxim oder Diacetyldioxim zugegeben werden. Dabei beträgt das Mischungsverhältnis von Lösung zu Komplexbildnern 50 : 1 bis 1 : 10, vorzugsweise 30 : 1 bis 1 : 4.
13 9-*-
Mit diesen erfindungsgemäßen Substanzen werden weitgehend alle durch rohstoffbedingte Verunreinigungen hervorgerufenen Sekundärreaktionen eingedämmt, wie speziell durch Maskierung der Schwermetallionen verschiedener Wertigkeitsstufen. Es ist denkbar, daß Metallionen, die die Synthese des einen Polyurethansystems stören, bei dem anderen System keine analogen Effekte hervorrufen. Mit den erfindungsgemäßen Agenzien ist es möglich, gezielt, spezifisch, nach Anwendungsfall· eine gleichbleibende Reaktivität einzustellen.
Besonders vorteilhaft ist der Einsatz der erfindungsgemäßen Agenzien bei Polyesteralkoholen mit einem Molekulargewicht von 800 bis 3 000 und bei Polyätheralkoholen mit einem Molekulargewicht von 1 000 bis 5 000, die nach bekannten Verfahren und aus den üblichen Rohstoffen hergestellt werden. Die Zugabe der erfindungsgemäßen Wirkstoffe zum Polyol oder zur hydroxyllialtigen Komponente kann bei Temperaturen bis zu 150 0G erfolgen, entweder unmittelbar nach der Herstellung der Polyole oder auch vor der 7/eiterverarbeitung derselben, bzw. der hydroxylhaltigen Komponente zur Polyurethanlösung. Weiterhin ist es möglich, die erfindungsgemäßen Wirkstoffe bei der Herstellung von Polyurethanlösungen nach dem Präpolymerverfahren auch den einzelnen Reaktionsstufen zuzugeben.
Ausf ührunpjsbe is pie I
Die Erfindung soll nachstehend an einigen Ausführungsbeispielen näher erläutert werden:
13 9-*-
Beispiel 1
a) 2β Teile eines Polyesteralkoholes auf Basis Adipinsäure, Butandiol-1 ,4 und Äthylenglykol mit dem mittleren Molekulargeiircht von 2 000 und der OH-Zahl 56 werden mit 35,4 Teilen Dich.lorath.an liomogeriisiert und dabei auf 95 °C aufgeheizt. Bei dieser Temperatur erfolgt die Zugabe von 2,88 Teilen Toluylendiisocyanat (rein, Isomerenverhältnis 80 : 20). Nach der Zudocierung von 0,0078 Teilen Dibutylzinndilaurat wird das Reaktionsgemisch 2 Stunden bei 120 0C belassen und nochmals 35,4 Teile Dichloräthan mit Raumtemperatur zugegeben und das Reaktionsgemisch dabei auf 110 0C abgekühlt. Danach erfolgt die Zugabe von 0,428 Teilen Hexandiol-1,6. Anschließend läßt man die Komponenten 1 Stunde bei 110 0C ausreagieren und verdünnt mit 50 Teilen Lösungsmittel. 10 unterschiedliche Chargen Polyesteralkohol ergeben,* folgendes Ergebnis hinsichtlich der Viskosität der 30 S'jigen Lösung ·
cP (20 0C) 6ί 21 300 cP (20. 0C) 7: 7 400 8: 17 200 9: 29 600 10: 16 800
b) analog a, jedoch werden dem Polyesteralkohol vor der Verarbeitung 30 ppm Dipyridil, bezogen auf den Polyesteralkohol im Lösungsmittel oder direkt dem Polyesteralkohol zugegeben. Es wurden folgende Viskositäten der 30 tilgen Lösung gemess entcP (20 0C) 6: 22 000 cP (20 0C)
7: 18 900 . 8: 20 800 . 9: 21 700 . . 10: 19 700
Charge 1: 1 6 300
2: 1 1 000
3: 2 500
4: 1 8 700
5: 7 100
Charge 1: 18 500
2: 19 700
3: 21 100
4: 19 000
5: 21 500
195 139
c) analog a, jedoch werden dem Polyesteralkohol vor der Verarbeitung 100 ppm einer Mischung aus einer Lösung Acetylaceton/Lfethylisobutylketon (Verhältnis 4:1) und 2,2'-Dipyridil im Verhältnis 2 : 1 bezogen auf Polyesteralkohol zugesetzt. Es wurden fügende Viskositäten der 30 /Sigen Lösung gemessen:
Charge
1: 15 300 cP (20 UC)
2: 16 700
3: 18 200
4: 1 6 800
5: 19 500
6: 22 200
7:, 15 100
8: 20 200
24 600
10: 17 050
Nach Zugabe der erfindungsgenäßen Substanzen gemäß b) und c) erhält man Produkte, die den geforderten Viskositäten entsprechen.
Beispiel 2
a) 150 Teile eines PolyesteralkohoIes auf Basis Adipinsäure, Butandiol-1,4 und Äthylenglykol werden mit 20 Teilen Xylol gemischt und auf 90 0C gebracht. Danach werden 0,08 Teile Dibutylzinndilaurat zugesetzt und gut homogenisiert; Bei 90 0C erfolgt die Zugabe von 17,5 Teilen Toluylendiisocyanat (rein, Isomerenverhältnis 80 : 20) und es wird das Reaktionsgemisch 2 72 Stunden bei 150 0C gerührt. Hach Abkühlen auf 100 0C erfolgt.weitere Zugabe von 0,04 Teilen Dibutylzinndilaurat und 15 Minuten Homogenisierung.
195 139
Hach· dem 2,3 Teile Hexandiol-1,6 zugegeben worden sind, erfolgt schnelleres Aufheizen auf 120 0C, wobei 2 Stunden gerührt werden raui3. Nach dem Abkühlen des Gemisches auf 80 0C, werden langsam 400 Teile Xylol und 2 Teile Siliconöl zugegeben.
7 unterschiedliche Polyesterchargen ergeben folgende Viskositäten der 1 6 ^igen .lösung:
Charge 1: 150 . cP (20 °C)
1: 1 150
2: Ί 270
3: 830
4: 170
5: 050
6: 80
7: 120
b) analog a, jedoch werden dem Polyesteralkohol vor der. Verarbeitung 45 ppm Salizylaldoxira, bezogen auf Polyesteralkohol zugegeben. Es wurden folgende Viskositäten der 16 %igen Lösung gemessen:
Charge 1: 780 cP (20 0C)
2: 850
3: 870
4: 1 200
5: 1 200
6: 800
7: 920
c) analog a, jedoch werden dem Polyesteralkohol 300 ppm einer Lösung aus Acetylaceton und Ivlethylisobutylketon im Verhäl+nis 3,5 : 1, bezogen auf. Polyesteralkoholj zugesetzt. Es wurden, folgende Viskositäten der 16 %igen Lösung gemessen:
195 139 -*>-
Charge
1 : 1 570 cP (20 0C)
2: 1 640
3: 900
4: 210
5: 150
6: 630
7: 820
Uach Zugabe der erfindungsgemäßen Substanzen gemäß b) und c) erhält man Produkte, die den geforderten Viskositätsbereichen entsprechen·
Beispiel 3
a) 175 Teile eines Polyesteralkoholes auf Basis Adipinsäure und Hexandiol-1,6 werden mit 40 Teilen Toluol versetzt und auf 80 0C unter Zugabe von 0,03 Teilen Dibutylzinndilaurat aufgeheizt. Danach werden 18,5 Teile Toluylendiisocyanat (rein, Isomerenverhältnis 80 : -20) zugegeben. Nach Überschreiten des Temperaturmaximums wird 2 Stunden bei 120 0C gerührt, dann auf 90 0C abgekühlt und 2,7 Teile Hexandiol-1,6 zugegeben, Durch schnelles Aufheizen auf 120 0C und v/eiterer Zugabe von 40 Teilen Toluol sowie 0,022 Teilen Dibutylzinndilaurat wird ein Reaktionsgemisch erhalten, das 2 Stunden bei 120 0C zu rühren ist. Anschließend erfolgt Zugabe von 585 Teilen Methyläthylketon, wobei die Temperatur nicht unter 60 0C abfallen soll. Die Untersuchung von 10 Chargen Polyesteralkohol ergibt folgende Viskositäten bei einem Feststoffgehalt von 20 % der Lösung:
Charge 1 : 730 o.P (20 0C)
2: 560
3: 3 500
4: 980
195139 -Ή-
5: 1 200 cP (20 0O)
6: 1 980
7: 720
8: 450
9: 2 000
10: 1 120
b) analog a, Jedoch werden, dem Polyesteralkohol 50 ppm 2,2'-Dichinolin, bezogen auf Polyesteralkohol zugesetzt. Es wurden folgende Viskositäten der 20 Lösung gemessen:
Charge
1 : 1 600 cP (20 υ0)
2: ' 1 550
3: 1 700
4: 1 920
5: 2 100
6: 2 180
7: 1 570
8: 1 480
9: 2 200
10: 1 970
c) analog a, jedoch werden dem Polyesteralkohol 300 ppm einer Lösung aus Acetylaceton und Methylisobutylketon im Verhältnis. 5:1» bezogen auf Polyesteralkohol, zugesetzt. Ss wurden folgende Viskositäten der 20 S&Lgen Lösung gemessen:
Charge
1: 1 500 c? (20 UC)
2: CvJ 100
3: 1 730
4: 1 920
5: 1 600
19 5 13 9 - .*-
6: 2 150
7: 1 690
8: 2 000
9: 1 850
10: 1 790
cP (20 0C)
Nach Zugabe der erfindungsgemäßen Substanzen gemäß b) und c) erhält man Produkte, die den geforderten Viskositätsbereichen entsprechen»
Beispiel 4
a) 300 Teile eines Polyesteralkoholes auf Basis Adipinsäure, Butandiol-1,4 und iithylenglykol mit dem mittleren Molekulargewicht 2 000 und der OH-Zahl 56 werden mit 39 Teilen Butylacetat und 0,048 Teilen Dibutylzinndilaurat gemischt und auf 95 0G gebracht. Hit Raumtemperatur werden zu diesem Gemisch 34 Teile Toluylendiisocyanat (rein, Isomerenverhältnis SO : 20) gegeben und 20 Minuten homogenisiert. Unter Rühren wird das Re-aktionsgemisch 1 Stunde bei 115 bis 118 0C belassen. Danach werden v/eitere 39 Teile Butylacetat und 0,036 Teile Dibutylzinndilaurat hinzugefügt und das Reaktionsgemisch nochmals 1 Stunde bei 105 bis 110 0C gerührt. Anschließend werden 3,92 Teile Diäthylenglykol zugegeben und 3 Stunden bei 110 0C gerührt, wobei portionsweise insgesamt 540 Teile Äthylacetat hinzugefügt werden.
10 unterschiedliche Chargen Polyesteralkohol zeigen folgende Endviskosität der 35 %igen Lösung:
Charge 1: 110 000 ' cP (20 0C)
1: 110 000
2: 7Q 000
3: 15 000
4: 35 000
5: 95 000
19 5 1 39
6: 40 000
7: 20 000
8: 25 000
9: 68 000
10: 28 000
Kb-
cP (20 0C)
b) analog a, jedoch werden dem Polyesteralkohol vor der Verarbeitung 180 ppm einer Mischung aus einer Lösung AcetylacetonAlethylisobutyiketon (Verhältnis 4:1) und 2,2'-Dipyridil im Verhältnis 5:1» bezogen auf Polyesteralkohol zugesetzt.
Es wurden folgende Viskositäten der 30 %igen Lösung gemessen:
Charge 1: 20 000 cP (20 0C)
2: 24 600
3: 32 000
"4: 44 000
5: 28 000
6: 37 000
7: 40 000
8: 30 000
9: 42 000
10: 31 500
Uach Zugabe der erfindungsgemäßen Substanzen gemäß b) erhält man Produkte, die den geforderten Viskositätsbereichen entsprechen.
Beispiel 5
a) 247 Teile Äthylglykolacetat und 247 Teile Xylol werden vorgelegt. Dazu gibt man 229 Teile Isophorondiisocyanat. Diese Mischung wird auf 70 0C erhitzt und unter Rühren werden schubweise 272 Teile eines
19 5 13 9
Polyesteralkoholes auf Basis Adipinsäure/lleopentylglykol/Trimethylolpropan mit dem mittleren Molekulargewicht' von. ca. 1 000 und der OH-Zahl 210 zugegeben. Die gesamte Reaktion verläuft etwa über 4 Stunden, wobei die letzten 2 Stunden die PoIyurethanlösung bei 110 0C gehalten wird. 8 unterschiedliche Polyesteralkoholchargen weisen folgende Endviskositäten bei einem Peststoffgehalt von 50 % auf:
Charge
1: 80 cP (20 UC)
2: 90
3: 250
4: 150
5: 280
6: 70
7: 110
8: 200
b) analoga, jedoch werden dem Polyesteralkohol vor der Verarbeitung 60 ppm 2,2'-Dipyridil, bezogen auf Polyesteralkohol, zugegeben. Es wurden folgende Viskositäten der 50 %igen Lösung gemessen:
Charge 1: 120 cP (20 0C)
1: 1 20
2: 1 20
3: 1 60
4: 1 70
5: 1 SO
6: 1 30
7: 1 40
8: 1 70
19 5 13 9 ~ΛΒ~
c) analog a, jedoch werden, dem Polyesteralkohol vor der Verarbeitung 200 ppm einer Mischung aus einer Lösung Acetylaceton/Methylisobutylketon (Verhältnis 4,5 : 1) und Salizylaldoxim im Verhältnis 3 : 1, bezogen auf Polyesteralkohol, zugesetzt. Es wurden folgende Viskositäten der 50 %igen lösung gemessen:
cP (20 0C)
Charge 1: 120
2: 130
3: 150
4: 130
5: 170
6: 150
7: 150
8: 130
Nach Zugabe der erfindungsgemäßen Substanzen gemäß b) und c) erhält man Produkte, die den geforderten Viskositätsbereichen entsprechen.
Beispiel 6
a) Je 133 Teile iithylglykolacetat und Xylol werden vorgelegt. 150 Teile eines Polyätheralkoholes auf Basis Gljyzerin/Athylenoxid/Propylenoxid mit der OH-Zahl und dem mittleren Molekulargewicht von 3 500 und Teile eines Polyätheralkoholes auf Basis Glyzerin und Propylenoxid mit der OH-Zahl 440 und dem mittleren Molekulargewicht von 400 v/erden dazugegeben und durch
, Rühren wird eine gute Homogenität erreicht. Danach • werden bei Raumtemperatur 570 Teile eines modifizierten Toluylendiisocyanates zugegeben und das Reaktionsgemisch wird auf 80 bis 90 0C gebracht und
195 13 9-*-
2 Stunden bei dieser Temperatur gehalten. Danach wird abgekühlt und abgelassen,
6 unterschiedliche Polyätherchargen ergeben folgendes Ergebnis hinsichtlich der Viskositäten der 50 /Sigen Lösung:
cP (20 0C)
Charge 1: 220
2: 370
3: 400
As 380
5: 250
6: 300
b) analog a, jedoch werden den Polyätheralkoholen vor der Verarbeitung 250 ppm einer Mischung aus einer Lösung AcetylacetonAlethylisobutylketon (Verhältnis 4:1) und 2,2 '-Dipyridil im Verhältnis 6:1, bezogen auf Polyätheralkohol, zugesetzt. Es wurden folgende Viskositäten der 50 %igen Lösungen gemessen:
Charge 1: 280 cP (20 0C)
1 : 280
2: 340
350
4: 320
5: 300
6: 300
flach Zugabe der erfindungsgemäßen Substanzen gemäß b) erhält man Produkte, die den geforderten Viskositätsbereichen entsprechen.

Claims (1)

1 S 5 1 3 9
Erfindungsanspruch
H. Verfahren zur Herstellung von stabilen Polyurethan-1 lösungen, dadurch gekennzeichnet, daß den Polyesteroder Polyätheralkoholen oder der hydroxylhaltigen Komponente vor der Verarbeitung zu Polyurethanlösungen 50 bis 500 ppm einer Lösung von ß-Diketon, vorzugsweise Acetylaceton, und einem Keton mit einem der Carboxylgruppe benachbartem tertiären Kohlenstoffatom der allgemeinen Formel
R2
j ^ R1 -CH3 oder -C2H5 oder -C3H7
R1 - C - C - R0 -p 1 Il I 2 R2
vorzugsweise Methylisobutylketon oder Propylisobutylketon, im Verhältnis 3 bis 5 : 1 zugegeben werden, oder
10 bis 150 ppm Komplexbildner, wie stickstoffhaltige Heterozyklen mit Ferroingruppierung
= N - C - C - IT = K Il
vorzugsweise 2,2'-Dipyridyl, oder mit Cuproingruppierung
Il Il
-C=N-C-C-N = C-
1 ι
C C
vorzugsweise 2,2'-Dichinolin, oder mit Teroingruppierung
I Il Il I Il
Il I Il U
vorzugsweise Terpyridin, zugegeben werden, oder
Oxime mit der allgemeinen Formel
19 5 13 9 -H8-
R1
C = H - OH R1 -H oder CH3
' OH
vorzugsweise Salizylaldoxim oder o-Hydroxyacetophenonoxim, zugegeben werden,
Antioxime mit der allgemeinen Formel
R.J — C — C — R^ R- -CHo, -Cz-Hp-,
HO - N N - OH 0
vorzugsweise Diacetyldioxim, zugegeben werden, oder
30 bis 1 300 ppm einer Mischung aus einer Lösung, bestehend aus einem fi-Diketon, vorzugsweise Acetylaceton, und einem Keton mit einem der Carboxylgruppe benachbartem tertiären Kohlenstoffatom der allgemeinen Formel
R- — C — C — Rp R^. — CH-i j ""^ρ^ζ' ""C-^Hy O R2 ' R2 -CH3
vorzugsweise Methylisobutylbutylketon oder Propylisobutylketon, im Verhältnis 3 bis 5 : 1> und Komplexbildnern wie 2,2'-Dipyridil, 2,2'-Dichinolin, Terpyri-άχη, Salizylaldoxim, o-Hydroxyacetophenonoxim oder Diacetyldioxim, wobei das Higchungsverhältnis von Lösung zu Komplexbildnern 50 : 1 bis 1 : 10 beträgt, zugegeben werden.
DD19513976A 1976-10-05 1976-10-05 Verfahren zur herstellung von stabilen polyurethanloesungen DD148460A3 (de)

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