DD148512A1 - Verfahren zur herstellung von nichtverhaertendem staubarmen mineralduenger - Google Patents

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DD148512A1 DD21824179A DD21824179A DD148512A1 DD 148512 A1 DD148512 A1 DD 148512A1 DD 21824179 A DD21824179 A DD 21824179A DD 21824179 A DD21824179 A DD 21824179A DD 148512 A1 DD148512 A1 DD 148512A1
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Alfred Trautwein
Klaus Else
Ulrich Mann
Lutz Schlieter
Herbert Simchen
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Alfred Trautwein
Klaus Else
Ulrich Mann
Lutz Schlieter
Herbert Simchen
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von nichtverhaertendem, staubarmen Mineralduenger, insbesondere von Kieseritduenger, welcher unter allen Witterungsbedingungen freilagerfaehig ist. Gemaesz der Erfindung wird ein Kieseritprodukt mit kalkreichen Produkten, welche als Hauptbestandteile CaO und Ca(OH)&ind 2! aufweisen, gemeinsam vermischt und/oder vermahlen. Die Mischungsverhaeltnisse zwischen Kieserit und einem kalkreichen Produkt koennen bezogen auf die Trockensubstanz 9 : 1 bis 1 : 1 betragen. Als kalkreiche Produkte werden vorzugsweise industrielle Abfallprodukte, wie die bei der Kalkhydratherstellung anfallenden Mischkalke und/oder Zementdrehofenstaeube und/oder Huettenschlacken und/oder Braunkohlenfilteraschen, verwendet. Der erfindungsgemaesz hergestellte Mineralduenger kann zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit bei allen Bodenarten eingesetzt werden.

Description

-A-
Verfahren zur Herstellung von nichtverhärtendem, staubarmen Mineraldünger ;
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von nichtverhär.tendem, staubarmen Mineraldünger, insbesondere Kieseritdünger. Dieser Mineraldünger wird für die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit bei allen Bodenarten· dringend benötigt.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Kieseritkonzentrat fällt bei der Produktion von Kalidüngemitteln durch Flotation in feinkristalliner Form an. Nach Trocknung kann es als staubförmiges Düngemittel genutzt werden.
Dieses Kieseritkonzentrat ist, wie auch alle anderen Kieseritprodukte nicht freilagerfähig, weil es über Feuchtigkeitsaufnahme aus der Atmosphäre durch Rekristallisation verhärtet und damit seine Streufähigkeit verliert. Diese Rekristallisation verhindert bei ungünstigen Witterungsverhältnissen bereits nach 5 Tagen ein maschinelles Ausbringen des Kieserit-Düngemittels
Bekannte. Kieserit-Düngemittel benötigen in jedem Falle über-
2ö dachte, trockene Lagerbehältnisse.
Zürn Stand der Technik gehört ein Verfahren zur Herstellung eines chlorarmen sulfatischen Kalidüngers, bei dem kaliumsulfathaltige Stoffe, z.B. Kalium-Magnesiumsulfat, sulfatischer Kalk und Kieserit im Verhältnis 4*2,5*3 mit etwa 60% KCl, bezogen auf Kalium-Magnesiumsulfat, vermischt werden (DD-WP 8014). Dieser spezielle Kalidünger weist den Hachteil auf,
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daß er nicht freilagerfähig ist. Weiterhin ist dieser Dünger auf sauren Böden nur "bei zusätzlicher Kalkdüngung anwendbar. Es ist auch ein Verfahren zur Herstellung von nichtverhärtenden, nichtstaubenden, feinkörnigen Mineraldüngemitteln bekannt, bei welchem die Düngemittel mit einem Konditionierungsmittel behandelt v/erden. Die dabei eingesetzten Konditionierungsmittel sind wertvolle Grundprodukte aus der Erdölindustrie, womit ungünstige ökonomische Voraussetzungen gegeben sind (DD-WP 1:38199).
To Es ist weiterhin bekannt, daß feines Kaliumcarbonat gemeinsam mit Alkali- oder Erdalkaliverbindungen granuliert wird, wobei während der Granulation Kieserit zugesetzt wird. Der Nachteil dieses Düngemittels liegt in den hohen Herstellungskosten für die Erzeugung der Düngergranulate, welche nicht freilagerfähig sind. Die Zugabe von Kieserit beeinflußt hierbei nur die Düngemittelstruktur (DE-OS 2014321).
Es ist auch ein Düngemittel bekannt, bei dem ein Gemisch von Braunkohlenfilterasche und pulverförmigem Kalkhydrat homogenisiert, granuliert und in einem wärmeisolierten Reaktionsraum verfestigt wird (DD-WP 109369). Ein Zusatz von Kieserit bei der Herstellung dieses Düngemittels ist nicht beschrieben. Das Verfahren zur Herstellung des Düngemittels ist technisch aufwendig und das Düngemittel selbst ist nicht freilagerfähig.
Ziel der Erfindung
Es ist Ziel der Erfindung, der Landwirtschaft Mineraldünger mit hohen Anteilen an Magnesium und Kalium zur Verfügung zu stellen. Es besteht auch die Zielstellung, durch Anwendung eines einfachen Verfahrens und unter Anwendung technisch bewährter Vorrichtungen Mineraldünger zu günstigen ökonomischen Bedingungen herzustellen. Weiterhin sind bisher nur teilweise nutzbare Rohstoffe und Abfallprodukte einer wirtschaftlich bedeutsamen Nutzung zuzuführen.
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Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist die Entwicklung eines Verfahrens zur Herstellung von Mineraldünger, wobei der Mineraldünger bei einer längeren Freilagerung nicht verhärtet und die Wirksamkeit des Düngemittels nur unwesentlich herabgesetzt wird. Weiterhin liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, einen Mineraldünger, insbesondere einen Kieseritdünger herzustellen, welcher beim Transport, Umschlag und Ausbringung, staubarm ist. Es wurde gefunden, daß die Herstellung von nichtverhärtendem staubarmen Mineraldünger möglich ist, wenn einem Kieseritprodukt ein oder mehrere kalkreiche Produkte mit den Hauptbestandteilen CaO und Ca (OH)ρ zugemischt werden bzw. eine gemeinsame Zerkleinerung erfolgt. Die Mischungsverhältnisse des Mineraldüngers können, bezogen auf die Trockensubstanz des Kieserits und der kalkreichen Produkte, in einem Bereich von 9:1 bis 1:1 liegen. Als besonders vorteilhaft in bezug auf die Freilagerfähigkeit des Mineraldüngers hat sich ein Mischungsverhältnis von Kieserit zum kalkreichen Produkt 4:1 erwiesen.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht den Einsatz der Kieseritprodukte in beliebiger Form. So ist die sofortige Verarbeitung des bei der Flotation von Kali anfallenden filterfeuchten, feinkristallinen Kieserits mit Feuchtigkeitsgehalten bis zu 22 Prozent als auch die Verarbeitung von rekristallisiertem Kieserit zu einem Mineraldünger möglich.
Als kalkreiche Produkte werden vorrangig industrielle Abfallprodukte, z.B. die bei der Kalkhydratherstellung anfallenden Mischkalke und/oder Zeaientdrehöfenstäube und/oder Hüttenschlacken und/oder Braunkohlenfilteraschen genutzt. Bei der gemeinsamen Mischung und/oder Zerkleinerung des Kieserits mit kalkreichen Produkten tritt in Gegenwart von Feuchtigkeit durch Bildung von Kalziumsulfat eine Strukturveränderung ein, die die Verhärtung des Kieserits infolge Rekristallisation weitestgehend verhindert. Als vorteilhaft hat sich die Abdeckung von freigelagertem Mineraldünger mit einem Kieseritanteilj*8o Prozent bei einer Freilagerung P 6 Monate mit einer
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5 bis 10 cm starken Schicht eines Kalk-Magnesiumdüngemittels bewährt. Die Abdeckung verhindert das Eindringen von Niederschlagen in den Mineraldünger und vermeidet ein Auswaschen der wasserlöslichen Kährstoffe des Mineraldüngers. Der erfindungsgemäß hergestellte Mineraldünger weist eine körnige Struktur auf, er verhärtet auch bei längerer Freilagerung nicht.
Die im Mineraldünger enthaltenen Mährstoffe werden über einen längeren Zeitraum gleichmäßig an die Pflanzen abgegeben; somit wird auch eine von einem Düngemittel geforderte gute De-
To ponierwirkung erreicht. Der hergestellte Mineraldünger weist gegenüber Kalk- und Kieseritdüngern in Staubform in bezug auf Transport, Umschlag, Lagerung und Ausbringung wesentliche Vorteile auf; die große Staubbelästigung entfällt weitestgehend. Das erfindungsgemäße Herstellungsverfahren weist im Gegensatz zu den bekannten Herstellungsverfahren besonders günstige wirtschaftliche Parameter auf. Es können an sich bekannte kostengünstige Misch- bzw.. Zerkleinerungsaggregate Anwendung finden.
Ausführungsbeispiele Beispiel 1
9 Teile filterfeuchter, feinkristalliner Kieserit (17,6% MgO; 7,6% K2O; 21% Feuchtigkeit) werden mit T Teil Mischkalk (61% CaO; 1,2% MgO) in einer Mischschnecke vermischt. Das in Form von Agglomeraten anfallende Produkt neigt nicht zur Verhärtung.
Beispiel 2
8 Teile filterfeuchter, feinkristalliner Kieserit (17,2% MgO; 7,9% K2O; 19,7% Feuchtigkeit) werden mit 2 Teilen Z.ementdrehofenfilterstaub (38% CaO, 7,2% K2O) granuliert, wobei gegebenfalls noch geringe Wassermengen zuzusetzen sind. Das Produkt ist nach ca. 24 Stunden ohne nachgeschaltete Trocknung transport-, umschlag- und streufähig.
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Beispiel 3
8,5 Teile stückiger Kieserit (16,8% K3O; 7,2% MgO; 4,1% Feuchtigkeit) v/erden mit 1,5 Teilen Hochofenstückschlacke (39% CaO; 6,2% MgO) in einer Hammermühle auf eine Körnung von 0: ... 2 mm gemeinsam zerkleinert. In einer Mischschnecke wird unter Zusatz von ca. 1o% Wasser ein agglomeriertes Produkt erzielt, das bei der Lagerung nicht verhärtet.

Claims (3)

Erfindungsanspruch
1. Verfahren zur Herstellung; von nichtverhärtendem, staubarmen Mineraldünger,.insbesondere Kieseritdünger, dadurch gekennzeichnet, daß Kieserit mit kalkreichen Produkten mit den Hauptbestandteilen CaO und Ca (OH)2 in den Mischungsverhältnissen von 9:1 bis 1:1 Gewichtsprozenten bezogen auf die Trockensubstanz gemeinsam vermischt und/oder zerkleinert' wird, wobei der Kieserit eine Feuchtigkeit bis zu 22 Prozent aufweisen kann.
2. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß als kalkreiche Produkte industrielle Abfallprodukte, z.B. die bei der ,Kalkhydratherstellung anfallende Mischkalke und/ oder Zementdrehofenstäube und/oder Hüttenschlacken und/oder Braunkohlenfilteraschen genutzt werden.
3· Verfahren nach den Punkten 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Mineraldünger mit einem Kieseritanteil> 80 Prozent bei einer Preilagerung> 6 Monate mit einer 5 bis 10 cm starken Schicht eines Kalk-Magnesium-Düngemittels abgedeckt wird.
DD21824179A 1979-12-29 1979-12-29 Verfahren zur herstellung von nichtverhaertendem staubarmen mineralduenger DD148512A1 (de)

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