DD149003A1 - Verfahren zum maschinellen loeten von rueckverdrahtungsleiterplatten - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum maschinellen Loeten von Leiterplatten mit Anschlusz- oder Kontaktstiften, insbesondere von Rueckverdrahtungsleiterplatten mittels eines aus mehreren Teilloetbereichen bestehenden Lotschwalles und besteht im wesentlichen darin, dasz einer gegenueber der Hauptwelle tieferliegenden Nachwelle ueber eine oder mehrere zusaetzliche Duesenoeffnungen unmittelbar frisches Lot zugefuehrt wird. Die erfindungsgemaesze Vorrichtung besteht darin, dasz die Tiefersetzung des Lotschwalles im Nachloetbereic h ueber mehrere Nachwellen stufenweise erfolgt und einer jeden Nachwelle unmittelbar frisches Lot zugefuehrt wird.
Description
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Verfahren zum maschinellen Löten von Rückverdrahtungsleiterplatten
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Leiterplatte mit Anschluß- oder Kontaktstiften, insbesondere einer Rückverdrahtungsleiterplatte, bei dem die mit Wickelstiftanschlüssen versehenen Kontakte mit den Leiterzügen einer Leiterplatte durch Löten elektrisch und mechanisch verbunden werden. Weiterhin beinhaltet die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen Nach DD-WP 122 172 ist für das Löten von Rückverdrahtungsleiterplatt en ein Lotschwall mit mehreren Teillötwellen (Vor-, Haupt- und Nachwelle) erforderlich, wobei die Lötdüse so konstruiert ist, daß in Durchlaufrichtung des Lotgutes (Leiterplatte) vor und nach der Düsenöffnung symmetrisch zwei waagerecht verlaufende Pührungsbleche befestigt sind. Durch das Abfließen des Schwalles von der Haupt- zur Vor- und Nachwelie werden jedoch in erhöhtem Maße Oxide gebildet, wodurch eine Ablagerung von Oxiden am Lötgut möglich ist und dadurch Lötfehler eintreten. Weiterhin besteht bei Rückverdrahtungsleiterplatten mit Leiterzügen auf der Lötseite durch den höheren Schwierigkeitsgrad die Gefahr einer erhöhten Brückenbildung, die durch die die Kontaktstiftenden umspülende Nachwelle nicht immer zuverlässig beseitigt werden kann.
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Nach DD-WP 134 437 sind Lötdüsen bekannt, bei denen etwa in Höhe der Düsenöffnung ein oder mehrere Teilabdeckungen angeordnet sind, die den Austrittsquerschnitt in mehrere Teilabschnitte aufteilen, wodurch mehrere Schwallreihen entstehen. Die Anwendung für durchlaufendes Gut bringt jedoch nur einen in gleicher Weise ablaufenden zusätzlichen LotVorgang der durch die vorhergehende Lotwelle vorgewärmten Leiterplatte.
Ziel der Erfindung
Die Erfindung bezweckt das maschinelle Löten von Rückverdrahtungsleiterplatten durch ein rationelles Verfahren, das fehlerfreie Lötergebnisse liefert.
Wesen der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum maschinellen Löten von Rückverdrahtungsleiterplatten zu schaffen, die zuverlässige Lötstellen ohne Nacharbeit an den Rückverdrahtungsstiften gewährleisten.
Das wird mittels eines aus mehreren Teilbereichen bestehenden Lotschwalles im wesentlichen dadurch erreicht, daß einer gegenüber der Hauptwelle tieferliegenden Nachwelle über eine oder mehrere zusätzliche Düsenöffnungen unmittelbar frisches Lot zugeführt wird. Dabei ist es je nach Länge der Rückverdrahtungsstifte zweckmäßig, daß die Tiefersetzung des Lotschwalles im Nachlötbereich über mehrere Nachwellen stufenweise erfolgt und einer jeden Nachwelle unmittelbar frisches Lot zugeführt wird.
Eine Vorrichtung nach der Erfindung besteht darin, daß in Durchlaufrichtung des Lötgutes einer Hauptdüsenöffnung eine oder mehrere Nebendüsenöffnungen nachgeordnet sind, die eine vorzugsweise im Verhältnis 2 : 1 wesentlich geringere Düsenbreite zur vorhergehenden Düsenöffnung besitzen und einen solchen Abstand dazu haben, daß der Abfall der einzelnen Lotwellen der benachbarten Düsen ineinander übergehen, wobei nach einem weiteren Merkmal
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die Düsenöffnungen einem gemeinsamen Düsenkanal zugeordnet und voneinander durch Abdeckungen des Düsenkanales getrennt sind.
In vorteilhafter Weise sind die Abdeckungen als Düsenleitkörper ausgebildet und verstellbar. Weiterhin können im Düsenkanal zusätzlich verstellbare Leitbleche angeordnet werden, um die stufenweise Lotwelle den Verhältnissen des Anwendungsfalles anzugleichen.
Die Erfindung kann in gleicher Y/eise auch für Leiterplatten mit Anschluß- oder Kontaktstiften anderer Ausführungsart Anwendung finden, z.B. für Leiterplatten mit Kontaktstiften, auf die ein Bauelement aufsteckbar ist.
Ausführungsbeispiel
An Hand der Zeichnung ist die Erfindung an einigen Beispielen näher dargestellt und erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine Vorrichtung nach der Erfindung, Pig. 2 eine Vorrichtung mit mehreren Nebendüsen und Fig. 3 u. 4 eine Vorrichtung mit zusätzlichem Leitblech.
In Fig, 1 sind in einem durch zwei Leitbleche 1 gebildeten Düsenkanal 2 unmittelbar an dem nach oben gerichteten Düsenaustritt zwei dreieckförmige Leitkörper 3 und 4 angeordnet, wodurch eine keilförmige Verengung am Düsenaustritt erreicht wird. Während ein Leitkörper 3 innen im Düsenkanal 2 am Leitblech 1 anliegt, ist auf der anderen Seite am Düsenaustritt der Leitkörper 4 vom Leitblech 1 abgesetzt, so daß dadurch zusätzlich zu einer zwischen Leitkörper 3 und 4 gebildeten Hauptdüse 5 eine zwischen Leitkörper 4 und Leitblech 1 gebildeten Nebendüse 6 vorliegt. Diese ist gegenüber der Hauptdüsenöffnung wesentlich klei*· ner, und zv/ar vorzugsweise im Verhältnis 2:1. Außerdem ist sie strömungstechnisch mit höherem Widerstand beaufschlagt.Zur besseren Wärmeleitung und Verringerung der Oxidbildung bestehen die Leitkörper 3 und 4 aus kompaktem Material.
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Der nach der Mitte des Düsenkanales 2 versetzte Leitkörper 4 ist etwa in seinem Querschnittsmittelpunkt mit einer Achse 7 versehen, über die außerhalb der Düse und auch während des Betriebszustandes eine Einstellung des Leitkörpers 4 zur Düsenaustritt skante erfolgen kann. Bei Verstellung der unteren Spitze des Leitkörpers 4 in Richtung zur Mitte des Düsenkanales 2 erhält die Nebendüse 6 einen höheren Lotanteil, in Gegenrichtung wird die Nebendüse 6 relativ zur Hauptdüse 5 gedrosselt.
Bei Durchlauf einer Rückverdrahtungsleiterplatte 8 (mit Wickelstiften 9) von der Hauptdüse 5 zur Nebendüse 6 erfolgt durch die Hauptwelle der Lötvorgang und durch die Nebenwelle das Ablöten sämtlichen überflüssigen Lotes, so daß nur eine minimale, fast ausschließlich durch Diffusion gebundene Lotschicht auf den Wickelstiften 9 der Rückverdrahtungsleiterplatte 8 verbleibt. Evtl. durch die Hauptwelle erfolgte Zapfenbildungen werden durch das frische Lot aus der Nebendüse mit Sicherheit abgelötet.
In Figur 2 ist der Düsenkörper mit zwei Nebendüsen 6 ausgerüstet, wobei durch entsprechende Einstellung der Spaltbreiten an den Nebendüsen 6 und Ausbildung der Leitkörper 4 ein gestufter Abfall jeweils von Hauptdüse zur ersten Nebendüse sowie erster zu zweiter Nebendüse vorliegt, so daß über beide Nebendüsen 6 jeweils den Wickelstiften 9 nochmals frisches Lot zugeführt wird. Die Summe der Austrittsspaltbreiten der Nebendüsen 6 zur Erzeugung der Nachwellen ist gleich oder kleiner als der Spalt der Hauptdüse 5 für die Hauptwelle. Der Abstand der Austrittsspalte ermöglicht die deutliche Ausbildung ineinander übergehender oder nebeneinander bestehender Wellenteile bzw. Einzelwellen. Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn besonders der letzte Wellenteil in Durchlaufrichtung des Lotgutes (der Rückverdrahtungsleiterplatte 8) steil abfällt, wodurch auch die Enden der Wickelstifte 9 bis auf die diffussionsgebundene Restlotschicht sauber abgelötet werden.
In Figur 3 und 4 ist der Leitkörper 4 fest montiert und am Leit-
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blech 1 auf Seiten der Nebendüse 6 ein schwenkbares Hilfsleitblech befestigt, so daß bei Parallelstellung der Bleche 1 und 11 nach Fig. 3 die maximale Durchlaßfähigkeit der Nebendüse 6 vorliegt und bei angehobenem Hilfsleitblech 11 nach Pig. 4 eine Drosselung der Nebendüse 6 erfolgt. Analog kann das Hilfsleitblech auch am Leitkörper 4 befestigt werden.
Durch die Breite (in der Ebene der Düsenöffnung) der Leitkörper werden die Schlitzbreiten der Haupt- und Nachwelle und deren Abstand bestimmt. Im Zusammenhang mit der Pumpleistung ist mit den Schlitzbreiten Form und Hohe von Haupt- und Nachwelle einstellbar. Die Nachwelle soll möglichst steil in das Lotbad abfallen, damit sie ohne Brückenbildung von den Stiften abreißt.
Claims (6)
1. Verfahren zum maschinellen Löten von Leiterplatten mit Anschluß- oder Kontaktstiften, insbesondere von Rückverdrahtungsleiterplatten mittels eines aus mehreren Teillötbereichen bestehenden Lot Schwalles, gekennzeichnet dadurch, daß einer gegenüber der Hauptwelle tieferliegenden Nachwel— Ie über eine oder mehrere zusätzliche Düsenöffnungen unmittelbar frisches Lot zugeführt wird.
2. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Tiefersetzung des Lot Schwalles im Nachlötbereich über mehrere Nachwellen stufenweise erfolgt und einer jeden Nachwelle unmittelbar frisches Lot zugeführt wird.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Punkt 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß in Durchlaufrichtung des Lotgutes einer Hauptdüsenöffnung (5) eine oder mehrere Nebendüsenöffnunjen (6) nachgeordnet sind, die eine vorzugsweise im Verhältnis 2 : 1 wesentlich geringere Düsenbreite zur vorhergehenden Düsenöffnung (5) besitzen und einen solchen Abstand dazu haben, daß der Ab.fall der einzelnen Lotwellen der benachbarten Düsen (5; 6) ineinander übergehen.
4. Vorrichtung nach Punkt 3» gekennzeichnet dadurch, daß die Düsenöffnungen (5} 6) einem gemeinsamen Düsenkanal (2) zugeordnet und voneinander durch Abdeckungen (4) des Düsenkanals (2) getrennt sind.
5· Vorrichtung nach Punkt 4, gekennzeichnet dadurch, daß die Abdeckungen (4) als Düsenleitkörper ausgebildet und verstellbar sind.
6. Vorrichtung nach einem der Punkte 3 bis 5, gekennzeichnet dadurch, daß im Düsenkanal (2) zusätzlich verstellbare Leitbleche (11) angeordnet sind.
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
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