DD149205A1 - Verfahren zur neutralisation saurer beizabwaesser - Google Patents

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DD149205A1
DD149205A1 DD21910880A DD21910880A DD149205A1 DD 149205 A1 DD149205 A1 DD 149205A1 DD 21910880 A DD21910880 A DD 21910880A DD 21910880 A DD21910880 A DD 21910880A DD 149205 A1 DD149205 A1 DD 149205A1
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neutralization
lime
pickling
transport container
partially filled
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DD21910880A
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English (en)
Inventor
Hans-Dieter Wolter
Heinz Schmiel
Original Assignee
Wolter Hans Dieter
Heinz Schmiel
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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf die Neutralisation saurer Beizabwaesser aus Beiz- und Galvanikanlagen durch Kalkmilch. Durch die Erfindung soll der Aufwand an Anlagen und Einrichtungen gering gehalten werden, indem die Neutralisation und der Transport der Medien ohne gesonderte Neutralisationsanlage vorgenommen werden soll. Nach der Erfindung wird ein Transportbehaelter teilweise mit aufgeschwemmter Kalkmilch gefuellt, zu einem teilweise gefuellten Sammelbehaelter fuer saure Beizabwaesser gefahren, die Kalkmilch unter Zugabe von Wasser in den Sammelbehaelter entleert, die neutralisierten Reaktionsprodukte in den Transportbehaelter zurueckgefuellt und zur Abproduktdeponie gefahren. Die Erfindung ist besonders vorteilhaft, wenn saure Beizabwaesser und Kalkmilch aus einer Azetylen-Entwickleranlage gleichzeitig anfallen.

Description

Titel der Erfindung
Verfahren zur Neutralisation saurer Beizabwässer
Anwendungsgebiet der Erfindung
Anwendungsgebiet der Erfindung ist die Neutralisation saurer Beizabwässer aus Beiz- und Galvanikanlagen duroh Kalkmiloh, vorzugsweise aus einer Azetylen-Entwiokier— anlage und der Transport der Medien zum Neutralisationsprozeß·
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Die in Beiz— und Galvanikanlagen anfallenden Beizabwässer müssen aus Gründen des Umweltschutzes vor ihrer Ableitung In das öffentliche Kanalnetz oder ihre Ablagerung auf einer Feststoffdeponie, neutralisiert werden«
Es ist seit langem bekannt, für diesen Neutralisations— prozeß Kaiziumhydroxid in wäßriger Lösung, kurz Kalkmiloh genannt, zu verwenden. Dieser Stoff steht in vielen Fällen äußerst billig und ebenfalls als Abprodukt zur Verfügung, denn er entsteht in großen Mengen in Azetylen-Entwickler— anlagen und müßte vor seiner Deponie ebenfalls neutralisiert werden«
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In der DE-OS 28 33 1^6 Kl. C 02 C 5/02 wird ein Verfahren zur Erhöhung des' pH-Wertes einer wäßrigen sauren Lösung duroh Zusatz von talk vorgeschlagen« Dazu wird eine kontinuierlich arbeitende Vorrichtung beschrieben, die einen hohen apparativen Aufwand und großen Platzbedarf benötigt«
Duroh die DE-OS 28 08 012 Kl. C 02 C 5/02 ist ein Verfahren und eine Einrichtung zur Neutralisation saurer Beizabwässer bekannt} die aus einer Vielzahl hintereinander gesohalteter Gefäße besteht, in welche naoh und nach das zu neutralisierende Medium und die Neutralisationsstoffe zugegeben werden«
Dieses Verfahren ist ebenfalls sehr aufwendig und benötigt sehr viele Apparate· Die Bedienung ist kompliziert, um eine genaue Dosierung der einzelnen Komponenten einzuhalten·
In der DE-OS 2k 39 867 Kl. C 02 C 5/02 ist ein Fahrzeug zum Behandeln flüssiger Abfälle beschrieben« Auf dem Fahrzeug befindet sioh eine komplette Neutralisationsanlage, bestehend aus mehreren Behältern für die verschiedenen Medien, deren Verbindungeleitungen sowie Pumpen« Die Anlage ist ebenfalls reoht aufwendig und nur zur Neutralisation und zum Transport relativ geringer Mengen von Abwässern geeignet, weil ein großer Teil des Fahrzeugvo— lumens von der Neutralisationsanlage eingenommen wird.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, den Aufwand an Anlagen und Einrichtungen für die Neutralisation saurer Beizabwässer, den Transport der Medien zur Neutralisation und sohadlosen Beseitigung der Reaktionsprodukte gering zu halten«
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219 108
Darlegung des Vesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, die Neutralisation saurer Beizabwässer mit Kulkmiloh und den Transport der Medien ohne gesonderte Neutralisationsanlage vorzunehmen· Erfindungsgemäß wird die Aufgabe daduroh gelöst, daß ein Transportbehälter teilweise mit- aufgeschwemmter Kalkmiloh gefüllt, zu einem teilweise gefüllten Sammelbehälter für saure Beizabwässer gefahren, die Kalkmiloh unter Zugabe von Wasser in den Sammelbehälter entleert, die weitgehend neutralisierten Reaktionsprodukte in den Transportbehälter zurüokgefüllt und zur vorgesehenen Abproduktdeponie gefahren werden«
Duroh das erfindungsgemäße Verfahren gestaltet sioh der Neutralisationsprozeß und Transport äußerst einfach« Es wird nur ein Sammelbehälter für saure Beizabwässer benötigt, der ohnehin in jeder Beizanlage vorhanden ist» Der für den Abtransport der neutralisierten Reaktionsprodukte ebenfalls ohnehin notwendigen Transportbehälter wird in die Verfahrenssohritte so einbezogen, daß ein gesonderter Neutralisationsbehälter und weitere Behälter für die übrigen Komponenten, wie in einer herkömmlichen Neutralisati— onsanlage, nioht erforderlioh sind« Um eine Klumpenbildung beim Einleiten der Kalkmiloh in den Sammelbehälter durch Eisenhydroxide (DR-PS 599 986 Kl. 850I, Zeile I5 ff) zu vermeiden, erfolgt in weiterer Ausgestaltung der Erfindung die Zugabe von Wasser unter Druck mit soharfem Strahl«
Besonders vorteilhaft ist das erfindungsgemäße Verfahren, wenn in einem Betrieb gleichzeitig saure Beizabwässer und Kalkmiloh aus einer Azetylen—Entwiokleranlage anfallen« Beide Abprodukte müßten entsprechend den Umweltsohutzbestimraungen neutralisiert und zu einer Deponie transportiert werden« Durch die Erfindung ist die sohadlose Beseitigung dieser Abprodukte möglioh« Es wird keinerlei gesonderte Neutralisationsanlage, benötigt.
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Ausführungsbeispiel .
Die Erfindung soll nachstehend an zwei Laborversuchen näher erläutert werden:
1· 200 ml saures Beizwasser mit pH = 1 mit einer Temperatur von 20° C wurde in einen Meßbecher gefüllt,
100 ml aufgeschwemmte Kalkmilch (Karbidsohlamm) von 20 C mit pH =11 wurde langsam in den Meßbeoher gegeben·
Es bildete sich ein breiiger Klumpen« Durch die Reaktionswärme stieg die Temperatur auf oa. 50 C.
Nach Zugabe von 100 ml Wasser löste sich unter Umrühren der Klumpen auf« Es wurde gemessenl pH s 7.
2« Bei dem Versuch naoh Punkt 1· wurden 100 ml Wasser während des Einleitens der Kalkini loh. mit scharfem Strahl zugegeben· Die Temperatur der Keaktionslösung war geringer als beim Versuch 1· Eine Klumpenbildung wurde nicht beobachtet·

Claims (1)

  1. Erf indung sans ρ r u ob
    Verfahren zur Neutralisation saurer Beizabwässer aus Beiz— und Galvanikanlagen duroh Kalkmiloh, vorzugsweise aus Azetylen-Entwiokleranlagen, einsohließ— Iioh Transport der Medien zum Neutralisationsprozeß, gekennzeichnet dadurch, daß ein Transportbehälter teilweise mit aufgeschwemmter Kalkmiloh gefüllt, zu einem teilweise gefüllten Sammelbehälter für saure Beizabwässer gefahren, die Kalkmiloh unter Zugabe von Wasser £n den Sammelbehälter entleert, die weitgehend neutralisierten Reaktionsprodukte in den Transportbehälter zurüokgefüllt und zur vorgesehenen Abproduktdeponie gefahren werden«
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