DD149300B2 - Ubergrosses widerstandsarmes schleppnetz - Google Patents

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DD149300B2
DD149300B2 DD21942880A DD21942880A DD149300B2 DD 149300 B2 DD149300 B2 DD 149300B2 DD 21942880 A DD21942880 A DD 21942880A DD 21942880 A DD21942880 A DD 21942880A DD 149300 B2 DD149300 B2 DD 149300B2
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Wolfgang Rehme
Guenther Hecking
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Wolfgang Rehme
Guenther Hecking
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Description

-H-
WoIfgang Rehme Rostock, den 25.02.1960
Günther Hecking
Widerstandsarmes Schleppnetz
Anwendungsgebiet der Erfindung:
Die Erfindung betrifft ein Widerstandsarmes Schleppnetz für die Hochsee- und Küstenfischerei nach WP 68 99**, das am Grund und im Pelagial zur Befischung von Schwarmfischen einsetzbar ist.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen:
Im übergroßen widerstandsarmen Schleppnetz ( DD 68 99*+ ) wird der nach herkömmlicher Art aus Netztuch bestehende vordere Bereich des Schleppnetzes durch nahezu parallel in Längsrichtung verlaufende als Netzjager bezeichnete Leinen ersetzt. Die Übertragung der Kräfte von den Netzjagern auf den Netztuchbereich erfolgt über Bandleinen auf den gemäß der Belastungsform zugeschnittenen vorderen Rand des Netztuches. Das Jagernetz ( DD 68 99^ ) löst die Widerstandsminderung nur im Bereich der Flügel und des vordersten Teiles eines Schleppnetzes. Die Verbindung von Netzjagerbereich und Netztuchbereich wird noch auf althergebrachte Weise mit Anschlagleinen und Stellschlägen gelöst, was mit einem erheblichen Fertigungsaufwand verbunden ist und einen festigkeits- und widerstandsmäßig ungünstigen Kräfteübergang mit sich bringt. Bei dem widerstandsarmen Schleppnetz ( DD 99 292 ) wird mit einem System hanepotartiger Netzjagerverzweigungen zum Zweck der Beseitigung von Spannungsspitzen im Netztuch ein kontinuierlicher Übergang zwischen dem Netzjager- und Netztuchbereich und eine kontinuierliche Maschenweitenminde-
rung in Richtung Achternetz angestrebt. Hinsichtlich einer weiteren Ausdehnung des Netzjagerbereiches ist diese Lösung jedoch beschränkt. Trotz günstiger Abstufung der Maschenweiten im Netztuchbereich ist keine entscheidende Widerstandsminderung erreichbar·
Es wurde schon vorgeschlagen, in Anwendung der knotenlosen Flecht-i'lecht-Technik das vielmaschige Netztuch zur Bildung der Maechenschenkel im Vornetzbereich während des Herstellungsprozesses in eine Anzahl von Netztuchstreifen geringerer Maschenzahl aufzuteilen, um auf diese Weise einen kontinuierlichen Übergang vom ersten Netztuchring über hanepotartige Verzweigungen zu den Maschenschenkeln bzw. Netzjagerhanepoten des großmaschigen Vornetzbereiehes zu gewährleisteno ( DD 107 568 ) Dieser Vorschlag ist vom Prinzip her dem vorgenannten vergleichbar und löst nicht die Aufgabe,den Netzjagerbereich zum Zweck einer weiteren Widerstandsminderung in Richtung Achternetz zu vergrößern. Es wurde auch schon vorgeschlagen, Maulleine und Netzteil mit einem System von jeweils paarweise hanepotartig am Netzteil zusammenführenden Längsjagern zu verbinden, so daß keilförmige Freiräume zwischen den Jagerhanepoten entstehen und die verbleibenden Parallelbereiche zwischen den benachbarten Jagerhanepoten weiterhin mit Netztuch ausgefüllt sind. ( SU 557 781 ) Durch das Weglassen der schmalen keilförmigen Netztuchteile im vorderen Schleppnetzbereich wird nur eine geringe Widerstandsminderung erreicht. Das normalmaschige Netztuch der Parallelbereiche reicht nach wie vor bis an die Maulleine. Nach einem weiteren Vorschlag ( SU 463 431 ) werden übliche Netzmaschen durch zusätzliche Schenkel in Längsrichtung des Netzes gestreckt, so daß lange Sechseckmaachen entstehen, deren Längsschenkel das Netzjagerprinzip andeuten«, Die Verwendung von übergroßen Sechseckmaschen wird auch in einer weiteren Variante ( SU 527 169 ) vorgeschlagen· Gegenüber der vorgenannten Lösung wird jedoch das Netztuch um 90 verdreht montiert, so daß die zusätzlichen Schenkel quer zur Längsrichtung des Schleppnetzes angeordnet sind. Die Anordnung von kleinmaschigem Netztuch im Bereich der Maulleinenanbindung und der Netzflügel wirkt der angestrebten Widerstandsminderung entgegen«, Alle Methoden zur Widerstandsmin-
«. 3 —
derung bei Schleppnetzen, die allein in der Vergrößerung der Maschen einschließlich des Überganges zu extrem großen Sechseckmaschen bestehen, sind durch entscheidende Nachteile gekennzeichnet· Im Maulleinenbereich entstehen Spannungsspitzen, da die großen Maschen bei verschiedenen Schleppzuständen nicht genau dem kettenlinienförmigen Verlauf der Maulleine angepaßt werden können. Diesen Spannungen kann durch extreme Dimensionierung der Maschenschenkeldicke nur unvollkommen entgegengewirkt werden. Derartige Netze sind Schadensempfindlich und hinsichtlich ihrer Lebensdauer den Jagernetzen nicht ebenbürtig.Die extreme Größe solcher Maschen, die in der Größenordnung eines ganzen Fangdeckbereiches liegen, führen zu großen Schwierigkeiten bei der Schadensbehebung an Bord. Ein Netz mit über 100 m Ausdehnung läßt sich nicht an Deck auslegen. Ein Schaden über nur wenige Maschen Ausdehnung ist unter Bordbedingungen praktisch nicht oder nur mit erheblichem Zeitaufwand reparierbar. Eine weitere Widerstandsminderung bei Schleppnetzen erfolgt deshalb günstiger unter konsequenter Erweiterung des Jagerprinzips. Ein gebrochener Jager läßt eich durch Verfolgen der Leine bis zur Befestigungsstelle bzw, durch Verfolgen von Nachbarjagern leicht lokalisieren und ersetzen. Bei entsprechender Standardisierung ist die Ersatzteilhaltung von fertigen Netzjagern an Bord sehr ökonomische Es ist jedoch nicht möglich, die gemäß Hauptpatent DD 68 99** von der Maulleine zum Netztuchrand verlaufenden Netzjager einfach in Richtung Achternetz zu verlängern. Die dabei entstehenden Leinen von über 50 m Länge würden frei im Baum verlaufen. Die konstruktiv vorgegebene Form des Fanggerätes kannte infolge instationärer Strömungen, die aus Kurs- und Windenmanövern des Fangfahrzeuges wie auch aus der Wechselwirkung zwischen Fischschwarm und Fanggerät herrühren, nicht garantiert werden. Durch seitliches Auswandern einzelner Jager würden extrem große Öffnungen entstehen, die den Fischen das Ausbrechen ermöglichen. Praktische Versuche bestätigten durch einfache Jagerverlängerung eintretende Fängigkeitsverluste· Die Vergrößerung des Netzjagerbereiches als Fanggerätfläche muß deshalb mit ihrer gleichzeitigen Stabilisierung einhergehen. Außerdem muß die Weiterentwicklung des Jagerprinzips unter Berücksichtigung der unterschiedlich großen Netzöffnungsparameter
eines Schleppnetzes bei unterschiedlichen Schleppzuständen erfolgen. Üblicherweise wird ein Schleppnetz bei geringen Fangtiefen mit geringen Netzöffnungsparametern und hoher Schleppgeschwindigkeit geschleppt, wie es dem Verhalten der dort zu fangenden Fischarten entspricht. Bei großen Fangtiefen dagegen erfordert das Verhalten der entsprechenden Fischarten sehr große Netzöffnungsparameter, die mit geringerer Schleppgeschwindigkeit realisiert werden. Hieraus folgt, daß trotz der erforderlichen Stabilisierung eine Dehnbarkeit der Fan^gerätflachen in Querrichtung erhalten bleiben muß, wie sie beim herkömmlichen Netztuch aus rhombischen Maschen naturgegeben is to
Ziel der Erfindung;
Ziel der Erfindung ist eine weitgehende Widerstandsminderung bei Schleppnetzen zur Vergrößerung der Netzöffnungsfläche bzw. Schleppgeschwindigkeit bei gegebener Zugkraft des Fangfahrzeuges. Die entscheidende Vergrößerung des Fanggerätes soll mit einer unkomplizierten Fertigung sowie Handhabung und Instandhaltung im Bordbetrieb einhergehen0
Darlegung des Wesens der Erfindung;
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Jagerbereich im Schleppnetz extrem zu vergrößern, die Fanggerätflächen zu stabilisieren und vom Netzjagerbereich zum Netztuchbereich einen widerstandsmäßig kontinuierlichen Übergang zu schaffen. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein System extrem langer Metzjager durch rechtwinklig und in spitzem Winkel zur Schleppnetzachse verlaufende Spreizleinen in ein flächig stabiles Gebilde verwandelt wird. Die Länge der Spreizleinen begrenzt dabei die maximal mögliche Querausdehnung eines Schleppnetzblattes und damit die maximalen Netzöffnungsparameter Höhe und Breite. Wenn das Fanggerät beispielsweise bei geringer Fang tiefe zusammengedrückt und die maximalen Netzöffnungspar ameter vermindert werden, fällt der Schleppnetzbusen gegenüber den Schleppnetzspitzen zurück und die ursprünglich rechtwinklig zur Netzblattachse angeordneten Spreizleinen verlaufen nun in den seitlichen Netzbereichen unter einem spitzen Winkel gegen die Schleppnetzachse schräg nach hinten
gerichtet. Da ein Fanggerät ohnehin nicht für den iäxtremfall projektiert wird, müssen die Spreizleinen eine schräge Lage im System aufweisen· Erfindungsgemäß können die Spreizleinen sowohl durchgehend quer über das Netzblatt verlaufen als auch gegeneinander versetzt angeordnet werden· Mit der versetzten Anordnung der Spreizleinen, bei der jeweils zwei benachbarte Netz jager miteinander verbunden sind, wird eine gute Synthese zwischen Stabilität der Netzblattebene selbst und ihrer Flexibilität in Länge-Breite-Relation innerhalb der Ebene des Netzblattes erreicht· Der Übergang der extrem verlängerten und mittels Spreizleinen lagestabilisierten Netzjager zum Netztuchbereich ist von der Größe und der Anzahl der Maschen im anschließenden Netztuchteil abhängig. Besteht der anschließende Netztuchteil aus großen Maschen, deren Anzahl mit der Zahl der Netzjager übereinstimmt, so kann jeder Netzjager mit einer Masche verbunden werden. Damit ist der angestrebte festigkeits- und widerstandsmäßig kontinuierliche Übergang gewährleistet· Besteht jedoch der Netztuchrand aus zahlreichen kleinen Maschen, werden die Spreizleinen nach einem weiteren Merkmal der Erfindung als Ausgangselement zusätzlicher Netzjager genutzt, indem die Spreizleinen die Funktion von Verzweigungsleinen übernehmen. Die sich vor den Verzweigungsleinen befindlichen Netzjager erster Ordnung werden hinter den Verzweigungsleinen durch Verdoppelung oder Vervielfachung zu Netzjagern zweiter Ordnung.Dieser Vorgang ist in Richtung Achternetz so oft wiederholbar, bis die Zahl der Netzjager mit der Zahl der Randmaschen des Netztuehteiles übereinstimmt. Auf diese Weise entsteht vom Netzjagerteil zum Netztuchteil ein kontinuierlicher Übergang. Eri'indungsgemäß können Verzweigungen beliebigen Grades an Verzweigungsstellen beliebiger Ordnung vorgenommen werden. Das konkrete Fischverhalten im Fanggerät und der Fangerfolg sind dabei die Kriterien für die jeweils zu wählende konstruktive Lösung.
Ausi'ührungsbeispiele:
Die Erfindung soll an Ausführungsbeispielen erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigern
Fig. 1 t den vorderen Teil eines Schleppnetzblattes mit
durchgängigen Spreizleinen im Schleppzustand mit maximaler öffnungabreite (links) und in der Normallage (rechts)
2 t den vorderen Teil eines Schleppnetzblattes mit versetzt angeordneten Spreizleinen im Schleppzustand der Normallage (links) und bei extremer Öffnungsbreite (rechts)
Fig. 3 t den vorderen Teil eines Schleppnetzblattes mit Verzweigungsleinen zur mehrfachen Verdoppelung der Netzjager
Pig. 4 ι den vorderen Teil eines Schleppnetzblattes mit einer Verzweigungsleine zur Verdreifachung der Netzjager
Pig о 5 * den vorderen Teil eines Schleppnetzblattes mit einer Verzweigungsleine zur Vervierfachung der Netzleger
Pig· 1 zeigt den vorderen Teil eines Schleppnetzblattes, dessen längs der Schleppnetzachse verlaufende Netzjager 2 durch Spreizleinen 8 hinsichtlich Netzjagerabstand und Lage in der Netzblattebene stabilisiert sind. Die Spreizleinen 8 sind als durchgehende Querleinen erkennbar. Konstruktive Besonderheit ist, daß durch den in der linken Hälfte der Pig. 1 gezeigten Schleppzustand Anordnung und Länge der Spreizleinen bestimmt worden« Wenn die Maulleine 1 aus dem extremen öffnungsiustand in die Normallage zurückgeht, fällt der Schleppnetzbusen 9 relativ zu den Schleppnetzspitzen 10 zurück und der Verlauf der Spreizleinen 8 nimmt eine maulleinenähnliche Porm an. In Pig. 2 ist eine Ausführungsform dargestellt, in der die in den seitlichen Netzblattbereichen befindlichen Spreizleinen ausgehend von der links gezeigten Normallage des Netzblattes unter verschieden spitzen Winkeln zur Schleppnetzuchse angeordnet sindo Im Zustand der extremen Öffnungsbreite der Maulleine 1 ist der Schleppnetzbusen 9 vorgezogen. Die Spreizleinen 8 sind dann rechtwinklig zur Schleppnetzachse gerichtet und entlang derselben gegeneinander versetzt angeordnet. Pig. 3 zeigt eine Lösung des Überganges vom Netzjagerteil zum Netztuchteil, bei der anstelle der Spreizleinen Verzweigungsleinen 3$5 zwecks Vervielfachung der Netzjager erster Ord-
nung 2 angeordnet sind. Die Netzjager erster Ordnung enden an der Verzweigungsleine 3· Mittels der Verzweigungsleine 3 werden die Netzjager erster Ordnung 2 zahlenmäßig verdoppelt in Netzjager zweiter Ordnung 4. Diese wiederum enden an der Verzweigungsleine 5» mit deren Hilfe die Netzjager zweiter Ordnung 4· zahlenmäßig verdoppelt werden zu Netzjagern dritter Ordnung 6. Deren Zahl stimmt im Ausführungsbeispiel mit der Anzahl der Maschen am Netztuchrand 7 überein. Jeder fletzjager dritter Ordnung 6 ist mit einer Maschenspitze verbunden. Fig. 4 zeigt die Vervielfachung der Anzahl der Netzjager erster Ordnung 2 zu Netzjagern zweiter Ordnung 4· über eine Verzweigungsleine 11. Bei dieser Variante ist der Netzjagerbereich nicht extrem lang. iJeder Netzjager zweiter Ordnung 4 ist bereits mit einer Maschenspitze des Netztuchrandes 7 verbunden.
Pig. Ь zeigt eine Netzjagervervierfachung. Die Netzjager erster Ordnung 2 werden über die Verzweigungsleine 12 zu Netzjagern zweiter Ordnung 4 vervielfältigt.

Claims (1)

  1. Erfindungseinspruch»
    Widerstandsarmes Schleppnetz nach ViP 68 99*b dessen vorderer Bereich aus unterschiedlich langen Netzjagern besteht, dadurch gekennzeichnet, daß extrem verlängerte Netzjager(2) durch rechtwinklig und spitzwinklig zur Schleppnetzachse angeordnete Spreizleinen (8) verbunden sind und daß der Übergang vom Netzjager- zum Netztuchbereich aus quer zur Schleppnetzachse verlaufenden polygonartigen Verzweigungsleinen (3l5l11}12) besteht, an denen jeweils in Richtung Ächternetz ein Vielfaches der Anzahl der in .Richtung Vordernetz angeordneten Netzjager (2;4) befestigt ist· Widerstandsarmes Schleppnetz nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spreizleinen (8) bei maximaler Netzöffnung aus einer rechtwinklig zur Schleppnetzachse verlaufenden und in der Normallage aus einer dem Verlauf der Liaulleine (1) angepaßten und über sämtliche Netzjager (2) hinwegreichenden durchgehenden Verbindung bestehen. Widerstandsarmes Schleppnetz nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spreizleinen (8) jeweils zwei benachbarte Netzjager miteinander Verbinden und entlang der Schleppachse untereinander versetzt angeordnet sind.
    Hierzu jSLSeiten Zeichnungen
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