DD149349A1 - Flexibler behaelter fuer schwerrieselfaehige schuettgueter - Google Patents
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Abstract
Die erfindungsgemaeszen Behaelter sind fuer den Transport und die Lagerung von schwerrieselfaehigen, klumpenden und zusammenbackenden Schuettguetern geeignet. Ziel sowie Aufgabe sind die Vereinigung bisher bei flexiblen Behaeltern vorhandenen guten Eigenschaften, wie geringe Leermasse, geringes Leervolumen und hohe Lebensdauer mit der Eignung fuer die Entleerung schwerrieselfaehiger Schuettgueter bei sinnvoller Lastverteilung sowie eine einfache Herstellbarkeit. Die erfinderische Loesung sieht die punktfoermige Verbindung des zylindrischen Behaeltermantels zwischen Mantel- und Bodenverstaerkungsbaendern teilweise loesbar, teilweise fest, mit dem Bodendeckel vor. Ueber an den Mantelverstaerkungsbaendern befestigten Tragschlaufen erfolgt eine durchgaengige Kraftuebertragung durch Gurte aus zugfestem, aber flexiblem Material. Durch eine am Mantel befestigte Dichtschuerze, die beim geschlossenen Behaelter eingeschlagen ist, wird der Behaelter gut abgedichtet.
Description
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a. Titel der Erfindung
Flexibler Behälter für schwerrieselfähige Schüttgüter
b. Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft einen flexiblen Behälter für den Transport und die Lagerung von schwerrieselfähigen, zusammenbackenden und klumpenden Schüttgütern.
c. Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bekannt sind eine Vielzahl von flexiblen Behältern für Schüttgut"aus textilen Flächengebilden, die im wesentlichen aus dem Behälterkörper, den Ein- und Auslaufstutzen und den Tragevorrichtungen bestehen, z. B. DD - PS 103617 und DE - AS 1761637. Die Ein- und Auslaufstutzen sind meist verschließbar und in vielen Fällen durch Schutzdeckel geschützt. Die Formen der Behälterkörper sind zylindrisch, quaderförmig oder aus anderen Grundrißformen abgeleitet. Das Material der flexiblen Behälter besteht meist aus Schichtstoffen mit mehr oder weniger hoher Flexibilität, deren Schichtträger Gewebe, Nähgewirke oder andere textile Flächengebilde aus synthetischen oder natürlichen Faserstoffen bzw. Endlosgarnen sind. Die Beschichtung, ein- oder beidseitig, besteht aus Plasten, wie Weich-PVC, Polyurethan, Polyäthylen o. a. und Elasten, wie Kautschuk u. ä.
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Ein prinzipieller Nachteil aller .vorgenannten Behälter besteht darin, daß der Durchmesser der Auslauföffnung stets wesentlich geringer als der Behälterdurchmesser ist. Dadurch ist ein Entleeren von schwerrieselfähigen, zusammenbackenden und klumpenden Schüttgütern sehr erschwert bzw. unmöglich. Wenn ein leichtfließendes Schüttgut, wie z. B. Granulat, in wenigen Sekunden aus einem derartigen Behälter ausgeflossen ist, so ist ein Behälter, der mit Knüllpapier gefüllt ist, nicht ohne erhebliche Mühe zu entleeren.
Behälter aus den genannten Materialien mit segmentförmigen Bodenöffnungen, die durch Schnüre zusammengehalten werden und bei der Entleerung voll öffnen, sind z. B. durch die PR - PS 235346O bekannt. Diese und die vorgenannten Behälter haben den gemeinsamen Nachteil, daß sie im Stück konfektioniert werden, was die Herstellung erschwert. Letztere haben noch den zusätzlichen Nachteil, daß im geschlossenen Zustand eine starke Punktbelastung in der Bodenmitte auf die Segmente wirkt, was bei schwerem Schüttgut zur Beschädigung führen kann. Ebenso wirkt auf die Segmentecken an der zylinderförmigen Mantelfläche im Moment der öffnung des Behälters eine starke punktförmige Belastung, die sich ebenso lokal auf die Mantelfläche überträgt. Wenngleich derartige Behälter·leicht zu öffnen sind, ist der Aufwand zum Schließen jedoch relativ hoch.
Weiterhin sind durch die DD - PS 38911 und DD - PS 49246 Behälter bekannt, deren Bodenöffnung zusammengerafft und durch Seile, Bänder und Klemmverschlüsse verschlossen sind. Durch Lösen des Verschlusses wird meist eine relativ große Öffnung freigegeben. Derartige Behälter bestehen in der Regel aus netzförmigem Material. Sie weisen eine sehr geringe Pormstabilität auf, was den Lagerprozeß erschwert. Bei Schnürverschlüssen ist eine Mindestrieselfähigkeit notwendig, um die Öffnung des Verschlusses durch die Schüttgutmasse zu bewirken. Bei Netzen ist überdies eine Mindestteilchengröße entsprechend der Maschenöffnung erforderlich.
Bei einmal zu benutzenden sog. Einwegbehältern kann durch Lösen einer Klebfläche oder Aufschneiden des Bodens eine relativ große Öffnung für das Auslaufen des Schüttgutes erreicht werden. DD - PS 111350, DE - OS 2416168. Bei häufig wiederkehrenden Transporten schv/errieselfähiger Schüttgüter ist die Anwendung von Einwegbehältern nicht wirtschaftlich.
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d. Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, einen flexiblen Behälter zu schaffen, der die bekannten guten Eigenschaften der vorgenannten Schüttgutbehälter, wie geringe Leermasse und geringes Leervolumen, gute Transportierbarkeit, hohe Lebensdauer und geringe Schüttgutverluste mit den Eigenschaften verbindet, daß auch schwerrieselfähige, zusammenbackende und klumpende Schüttgüter einwandfrei entleertwerden können und der Behälter unkompliziert verschließbar und auf einfache V/eise herstellbar ist.
e. Darlegung de3 Wesens der Erfindung
Die technische Aufgabe, die durch die Erfindung gelöst werden soll, besteht darin, einen Behälter zur Verfügung zu stellen, bei dem ein möglichst großer Teil der Bodenfläche zur Entleerung in einfacher V/eise geöffnet und nach Entleerung wieder geschlossen werden kann, wobei eine sinnvolle Lastverteilung und ein geringer Herstellungsaufwand erreicht werden sollen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß an einem zylinderförmigen Behältermantel ein Bodendeckel an mindestens 2 Punkten lösbar durch Verschlüsse und an den übrigen Punkten fest durch Verbindungselemente angebracht ist. Verbindungselemente und Verschlüsse sind dabei an am Mantel befestigten Mantelverstärkungsbändern und am Bodendeckel befestigten sich kreuzenden Bodenverstärkungsbändern angebracht. Am unteren Hand des Mantels ist eine Dichtschürze befestigt. Am oberen Ende der Mantelverstärkungsbänder sind Tragschlaufen angebracht.
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Die Mantel- und Bodenverstärkungsbänder bestehen aus zugfestem, aber flexiblem Material.
Die Herstellung der Behälterteile erfolgt einzeln, d. h. Behältermantel, Bodendeckel und oberer Verschluß des Behälters können nachträglich mit geeigneten Verbindungselementen, Riemen oder Verschlüssen von Hand zusammengefügt werden. Damit ist eine einfachere Herstellung realisierbar.
Die Mantelverstärkungsbänder und Bodenverstärkungsbänder einschließlich der festen und lösbaren Verbindungen ermöglichen eine durchgehende Krafteintragung von den 4 Aufhängepunkten des Behälters zum Bodendeckel, der die gesamte Last des Schüttgutes tragen muß.
Die Dichtschürze, die zwischen Mantel und Bodendeckel verklemmt ist, dichtet die Auslauföffnung ab.
Die Ausbildung der Einfüllöffnung kann in der bisher üblichen Form erfolgen, z. B. Schutzdeckel über den gesamten Behälterdurchmesser.
Die Befüllung eines vorgenannten Behälters erfolgt in der Weise, daß der Behälter mit geschlossenem Bodendeckel und nach innen gefalteter Dichtschürze an den Tragschlaufen aufgehängt und mit dem schwerrieselfähigen Schüttgut befüllt wird. Der Transport kann an den Tragschlaufen hängend oder auf dem Bodendeckel stehend erfolgen. Zum Entleeren werden die lösbaren Verbindungen des Bodendeckels geöffnet und der Behälter durch eine Hebevorrichtung, z. B. Gabelstapler, an den Tragschlaufen angehoben, bis der Inhalt vollständig aus dem Behälter ausgetreten ist. Je nach Art des Schüttgutes kann die Entleerung sogar so erfolgen, daß der Behälter nur über dem als Block stehenbleibenden Schüttgut abgezogen wird. Anschließend wird der Bodendekkel wieder mit dem Mantel verbunden und die Dichtschürze eingeschlagen.
Die von den Tragschlaufen ausgehenden Verstärkungsbänder am Mantel und am Bodendeckel und die festen und lösbaren Verbindungen verhindern eine Überlastung des flexiblen Behältermaterials in jedem Betriebszustand. Sie ermöglichen erst die vorbeschriebene Öffnung des vollen Zylinderdurchmessers.
Außerdem kann durch die "Aufnahme der überwiegenden Last von den Verstärkungsbändern insbesondere der Behältermantel aus leichterem Material hergestellt werden, ohne die Lebensdauer des Behälters zu verringern. Durch Anbringen von Reißleinen an den Verschlüssen ist eine Öffnung des angehobenen Behälters aus ggf. erforderli-.chem größerem Abstand möglich.
f. Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden. Es zeigen:
Fig. .1 : Vorderansicht des geschlossenen Behälters Fig. 2: Vorderansicht des geöffneten Behälters
Der Behälter besteht aus dem Mantel 1 mit der fest angebrachten Dichtschürze 2. Auf diesem sind mindestens 4 Mantelverstärkungsbänder 3 außen senkrecht befestigt. An der Öffnungsseite des Behälters oben sind die Tragschlaufen 8 fest mit den Mantelverstärkungsbändern 3 verbunden. An der Öffnungsseite unten befinden sich mindestens 2 lösbare Verschlüsse 7 und feste Verbindungselemente 6. Im vorliegenden Fall sind 3 Verschlüsse 7 und 1 festes Verbindungselement 6 gewählt worden. Die Verschlüsse 7 und das feste Verbindungselement 6 sind mit den kreuzweise verlaufenden Bodenverstärkungsbändern 5 auf dem Bodendeckel 4 verbunden.
Das Material des Mantels 1, des Bodendeckels 4 und der Dichtschürze 2 besteht zweckmäßigerweise aus Schichtstoff, wobei ein textiles Trägermaterial, wie Gewebe oder Fadenlagen-Nähgewirke ein- oder beidseitig mit Weich-PVC beschichtet ist. Die Verstärkungsbänder 3 und 5 können aus hochfestem, unbeschichtetem Gurtband oder in Streifen geschnittenem Schichtstoff mit hochfestem Trägermaterial oder anderem geeigneten Bandmaterial bestehen. Die Verschlüsse 7 aus metallischen Werkstoffen ermöglichen das Lösen der Verbindung, auch unter Last und mit Reißleinen
aus einem gewissen Abstand.
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Im leeren Zustand bildet der Mantel 1 ein flaches Gebilde, auf welches der ebenfalls flache Bodendeckel 4 geschlagen und gemeinsam weiter auf kleinsten Raum zusammengefaltet werden kann. . · Im gefüllten Zustand bildet der Behälter angenähert einen Zylinder, der am Boden durch die Dichtschürze 2 und den Bodendeckel 4 geschlossen ist.
Das Verschließen der Einfüllöffnung kann in der Weise erfolgen, daß ein runder, wannenförmiger Deckel über den Mantel 1 gedeckt und mit Riemen und Schnallen am Mantel 1 befestigt wird. Andere Ausführungen sind ebenfalls denkbar, Der vorbeschriebene Behälter bietet herstellungstechnische Vorteile gegenüber Behältern mit kleineren Einlauf- und AuslaufÖffnungen, weil Mantel 1, Bodendeckel 4 und Verschluß der Einfüllöffnung separat hergestellt und nachträglich mit einfachen Mitteln verbunden werden können.
Claims (2)
1· Flexibler Behälter für schwerrieselfähige Schüttgüter aus textlien Flächengebilden, wie beschichteten oder unbeschichteten Geweben, Fadenlagen-Nahgewirken u. ä. gekennzeichnet dadurch, daß er aus einem vorzugsweise zylinderförmigen Mantel (V) mit am unteren Rand fest angebrachter Dichtschürze (2), sowie mindestens 4 am Mantel (1) befestigten Mantelverstärkungsbändern (3) und einem Bodendeckel (4) mit mindestens 2 sich kreuzenden Bodenverstärkungsbändern (5) besteht, wobei der Bodendeckel (4) im Bereich der Mantelverstärkungsbänder (3j und Bodenverstärkungsbänder (5) an mindestens 2 Punkten lösbar mit Hilfe von Verschlüssen (7) und an den übrigen Punkten durch Verbindungselemente (6) fest mit dem Mantel (1) verbunden ist und am anderen Ende der Mantelverstärkungsbänder (3) Tragschlaufen (8) angebracht sind.
2. Flexibler Behälter nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die für die Lastaufnahme bestimmten Mantel- und Bodenverstärkungsbänder (3; 5) aus zugfestem, aber flexiblem Material bestehen.
Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
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| DE8907061U1 (de) * | 1989-06-09 | 1989-10-05 | Löbbert, Johannes, 48301 Nottuln | Sack mit Sackkragen und Deckel |
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1980
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1981
- 1981-02-20 DE DE19813106324 patent/DE3106324A1/de not_active Withdrawn
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