DD149619A1 - Verfahren zur korrektur von form-und lageabweichung von fahrzeugraedern - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Korrektur der Form- und Lageabweichung von Fahrzeugraedern, insbesondere von Scheibenraedern fuer Nutzkraftwagen mit in eine Felge eingeschweiszter Radscheibe. Ziel der Erfindung ist die Korrektur der Rundlauf- und Stirnlaufabweichung mit einer vom Stand der Technik nicht erreichten Effektivitaet und Qualitaet. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dasz mittels eines einzigen Arbeitshubes zweier auf einer gemeinsamen Achse zueinander laengs verschiebbarer Stempel sowie eines ueber einen Kegel spreizbaren, ebenfalls laengs verschiebbaren Dorns, sowohl die Rundlaufabweichung der Felgenschulter als auch die Stirnlaufabweichung der Felgenhorninnenseite, bezogen auf eine zur Drehachse des Rades senkrechten Radscheibe, gleichzeitig korrigierbar ist.
Description
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Verfahren zur Korrektur der Form- und Lageabweiohung Ton Fahrzeugrädern
Die Erfindung "betrifft ein Verfahren zur Korrektur der Formund Lageabweichung von Fahrzeugrädern, insbesondere von. Scheibenrädern für Nutzkraftv/agen.
Das Verfahren ist vorrangig für mehrteilige Scheibenräder aus Stahl, beispielsweise in Schrägschulter- oder Steilschulteraus-
'"·& führung, anwendbar.
Bei vom. Verfahren betroffenen Rädern ist ein für die Felge notwendiger Stützkörper, beispielsweise eine Radscheibe, mit dieser
: durch Schweißen fest verbunden.
Charakteristik der bekannten technischen Losungen
Bei der Herstellung von Rädern der genannten Art mittels Rundbiegen und Schweißen der Felge aus vorprofiliertem Walzstahl oder'unprofiliertem Bandstahl sowie dem Einschweißen der Radscheibe, sind generell Form- und Lageabweichungen nicht ganz auszuschließen.
Diese Form- und Lageabweichungen äußern sich hauptsächlich in einer Rundlaufabweichung, d. h., der Abweichung der Felgenschulter von der Drehachse des Rades, und in einer Stirnlaufabweichung, d. h., der Abweichung der Innenseite des Felgenhornes von einer zur Drehachse des Rades rechtwinklig liegenden;
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Ebene, ζ. B. der Radscheibe..
Diese Form- und Lageabweichungen resultieren im wesentlichen aus Materialdioketoleranzen der Profile oder Bleche, sowie aus der technologisch bedingten Prozeßstreuung und Prozeßinstabilität bei der Kaltverformung von Profilen derartiger Querschnitte und Durchmesser, sowie aus Schweiß- und Montagefahlern. Bei der quantitativen Bewertung dieser Abweichungen wird gemäß. Stand der Teohnik vereinfacht davon ausgegangen, daß die Abweichungen mit dem axialen Abstand von der Aufspannebene des: Rades, d. h., der Loohkreisebene der Befestigungslöoher der Radscheibe, zunehmen, so daß für eine nachträgliche Korrektur der Form- und Lageabweiohung die der Aufspannebene abgewandte Radseite ausreioht. ,
Die bisher bekannten Verfahren zur Korrektur dieser Form- und Lageabweichungen benutzen spanabhebende und auch spanlose Mit— tel. Soweit sie spanabhebend sind, v/erden die extremen Abweichungen vorzugsweise mittels Drehen beseitigt. Der Naohteil dieses Verfahrens liegt betreffs der Wirksamkeit darin, daß mit Rücksicht auf die unvermeidliche Sohwächung des Querschnitts nur geringe Korrekturen der Abweichung möglich sind, so daß das Verfahren extreme Abweichungen nicht gänzlioh beseitigen kann.
Betreffs des technologischen Aufwandes ist dieses Verfahren zudem ungünstig, da es einerseits sehr aufwendig ist und den technologischen Prozeß des an sich in aller Regel spanlosen Herstellungsverfahrens der Scheibenräder wesentlich stört.
Bekannt ist ferner ein Verfahren, bei dem mittels Planschlagen der der Radscheibe abgewandten Felgenaußenseite auch eine Korrektur der Stirnlaufabweichung und eine aus ihr resultierende Ruridlaufabweichung korrigiert werden. Bei diesem Verfahren erfolgt jedooh keine Korrektur der Rundlaufabweichung, die ausschließlich durch einen zur Drehachse des Rades parallelen Ver- · satz der Felgenschulter bedingt ist. Insofern ist dieses Verfahren nicht geeignet, insbesondere die Rundlaufabweichung befriedigend zu beseitigen
Im übrigen setzt dieses Verfahren zur nachträglichen spanlosen Korrektur der Form- und Lageabweichung erst nach Fertigstellung des Scheibenrades ein, so daß die Querschnittsspannungen infolge
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Kaltverformung der zulässigen Verformungsarbeit enge Grenzen setzen, um insbesondere die der Schweißnaht benachbarten Bereiohe nicht unzulässig zu belasten und die Lebensdauerwerte des Rades zu verringern.
Damit ist dieses Verfahren zusätzlich nicht geeignet, die Korrektur von Form- und Lageabweichungen zufriedenstellend vorzunehmen.
Das Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens zur Korrektur der Form- und Lageabweiohungen vor Fahrzeugrädern, vornehmlich der Rundlauf- und Stirnlaufabweiohung, das sich durch höhere Effektivität und Qualität auszeichnet, als sie durch den Stand der Technik nachgewiesen ist.
Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Schaffung eines Verfahrens zur Korrektur der Form- und Lageabweichung von- Fahrzeugrädern, das mit minimiertem technologischen Aufwand, beispielsweise mit einer einzigen Aufspannung des Rades, sowohl die Rundlaufabweichung als auch die Stirnlaufabweiohung korrigiert und ferner im technologischen Prozeß der spanlosen. Her>stellung von Scheibenrädern: völlig integriert ist;. Die Aufgabe der Erfindung besteht gleichfalls darin, das Verfahren so auszubilden, daß die durch die Verformungsarbeit auftretenden Spannungen im Rad reduziert werden.
Schließlich besteht die Aufgabe der Erfindung darin, das; Verfahren so zu gestalten, daß es praktisch mit den für die Herstellung der Räder notwendigen Anlagen selbst realisierbar ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Rundlaufabweichung der Felgenschulter zur Drehachse des Rades und die Stirnlaufabweiohung der Felgenhorninnenseite zu einer zur Drehachse rechtwinkligen Ebene der Radscheibe mittels mindestens zweier, zueinander axial verschiebbarer Stempel, zwischen; denen das Rad gleichachsig fixiert ist, gleichzeitig durch ei-95; nen einzigen Arbeitstiub korrigierbar ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe in vorteilhafter Weise auoh daduroh gelöst, daß der Arbeitshub bei warmer Schweißnaht der Felge und/oder bei warmer Schweißnaht der Radscheibe erfolgt. In weiterer Ausgestaltung wird die Aufgabe der Erfindung schließlich daduroh gelöst, daß die Rundlaufabweichung der Felgenschulter und die Stirnlaufabweichung der Felgenhorninnenseite durch einen parallel zur Drehachse des Rades gegen nachgiebige Mittel, beispielsweise eine Feder, konisch längsbeweglichen Dorn, sowie vermittels Stempel, die die zur Drehachse des Rades rechtwinklige Ebene der Radscheibe und gleichzeitig; dia Felgenschulter und die Felgenschulterinnenseite Visieren, durch einen einzigen Arbeitshub korrigierbar sind. Letztlich wird die Lösung der Aufgabe erfindungsgemäß dadurch vereinfacht, daß die Größe der Korrektur der Rundlaufabweiohung der Felgenschulter sowie die der Stirnlaufabweichung der Felgenhorninnenseite durch den maximalen Arbeitshub des konisch längsbewegliohen Dornes., sowie dessen Spreizung über einen zur Drehaohse des Rades geneigten Kegel, gleichermaßen bestimmt ist und daß die zur Drehachse des Rades rechtwinklige Ebene der Radscheibe in einem Mittenloch fixiert ist, das mit einem. Lochkreishalbmessex eine ebenfalls gemeinsame Drehachse aufweist.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird nachstehend an einer lediglich beispielhaften Darstellung gemäß Zeichnung näher erläutert. Die Zeichnung zeigt dabei ein hervorgehobenes Rad 15, das mindestens aus einer Felge 2 und einer mit der Felge 2 fest verbundenen, beispielsweise verschweißten Radscheibe 5> beatehfc. Es ist für das erfindungsgemäße Verfahren dabei unwesentlich, ob die Felge 2. mit abnehmbarer Hornseite oder einstückig, also ohne abnehmbarer Hornseite ausgeführt ist. Ebenso unwesentlich ist es:, welohe Schulterneigung, welche Maulweite und welcher Felgendurohmesser vorliegt oder mit welcher Einpreßtiefe die Schweißung zwisohen der Radscheibe 5 und der Felge 2 des Rades 15 ausgeführt ist
Das Rad 15, das in beliebiger und üblicher Weise hergestellt ist, besitzt im Regelfall nahezu unvermeidliche Form- und Lageabweichungen, die sioh als Rundlaufabweichung der Felgenschulter 11 zur Drehachse 7 des Rades 15 und als Stirnlaufabweichung der Felgenhorninnenseite 12 zu einer zur Drehachse 7 rechtwink-
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ligen Ebene der Radscheibe 5 äußern.
135; Diese Abweichungen, sofern sie einen festgelegten oder genormten Betrag übersteigen, mindern die Qualität des Rades durch eine Verschlechterung der statischen und dynamischen Wucht und "beeinträchtigen zusätzlich sowohl die Fahreigensehaften des Fahrzeuges wie auch die Laufleistungen des Reifens.
Gemäß des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Rad 15 auf den Dorn 8, 13, der auf einem Kegelstüok 10 geführt ist, aufgesetzt. Die Zentrierung des Rades'.15 erfolgt dabei in einem Mittenlocli 4, das dieselbe Drehachse besitzt wie zur funktionsfähigen Befestigung des Rades 15 übliche Befestigungslöcher des Lochkreishalbmessersj 14.
Der Stempel 1, der über einen Distanzring 3 die Radscheibe 5 plan und zur Drehachse des Radea 15 rechtwinklig niederdrückt, spreizt im Verlauf des Arbeitshubes AP gleichzeitig mittels des gegen eine Feder 9 nachgiebigen Dorns: 8, 13, das Rad 15, so daß die Korrektur der Rundlaufabweichung der Felgenschulter 11: und die Stirnlaufabweichung der Felgenhorninnenseite 12 dann gleichzeitig abgeschlossen ist, wenn, der Stempel 1 gegen den Stempel 6 am Ende des Arbeitshubes. AP fest, anschlägt.
Claims (5)
1. Verfahren zur Korrektur der Form- und Xageabweiohungen von Fahrzeugrädern, insbesondere von Scheibenrädern für Nutzkraftwagen mit in eine Felge eingeschweißter Radscheibe, dadurch gekeninzeichne t, daß die Rundlauf abweiohung der Felgenschulter (11) zur Drehachse j(7) des Rades. (15) und die Stirnlauf abweichung der Felgenhorninnenseite (12) zu einer zur Drehachse (7) rechtwinkligen Ebene der Radscheibe (5) mittels mindestens zweier, zueinander axial verschiebbarer Stempel (1, 6), zwischen denen das Rad (15) gleichachsig fixiert ist, gleichzeitig durch einen einzigen Arbeitshub (AP) korrigierbar sind.
2. Verfahren nach Punkt !,dadurch g e k β η η ζ: θ £. ο h - net, daß der Arbeitshub (AP) bei technisch warmer Schweißnaht der Felge (2.) und/oder bei technisch warmer Schweißnaht der Radsoheibe (5) erfolgt«
3.· Verfahren naoh den Punkt ^u 1 und 2, dad u roh gekennzeichnet, daß die Rundlaufabv/eichung der Felgenschulter (11) und die Stirnlaufabweichung der Felgenhorninnenseite (12) durch einen parallel zur Drehachse (7) des Rades (15) gegen .naohgiebige Mittel, beispielsweise eine Feder (9), konisch längsbewegliohen Dorn (.8, 13), sowie vermittels Stempel (1, 6), die die zur Drehachse (7) des Rades (15) rechtwinklige Ebene der Radscheibe (5) und gleichzeitig die Felgenschulter (11) und die Felgenhorninnenseite (12) fixieren, durch einen einzigen Arbeitshub (AP) korrigierbar sind·
4·* Verfahren nach .Punkt 3, daduroh gekennzeichnet, daß die Größe der Korrektur der Rundlaufabweiohung der Felgenschulter (11) sowie die der Stirnlaufabweichung der Felgenhorninnenseite (12) durch den maximalen Arbeitshub (AP) des konisch längsbeweglichen: Dornes (8, 15) sowie dessen Spreizring über einem zur Drehachse (7) des Rades (15) geneigten Kegel (10), gleichermaßen bestimmt ist.
5. Verfahren naoh Punkt 3; und 4, daduroh gekennzeichnet, daß die zur Drehachse (7) des Rades (15) rechtwinklige Ebene der Radscheibe (5) in einem Mittenloch (4) fixiert ist, das mit einem Lochkreishalbmesser (14) eine ebenfalls gemeinsame Drehachse (7) aufv/eist.
Priority Applications (1)
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| DD149619A1 true DD149619A1 (de) | 1981-07-22 |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2000040349A1 (en) * | 1998-12-30 | 2000-07-13 | Hayes Lemmerz International, Inc. | Method and apparatus for producing a full face vehicle wheel |
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1980
- 1980-03-19 DD DD21974580A patent/DD149619A1/de unknown
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