DD149866A3 - Dieselkraftstoff mit verbessertem fliessverhalten bei tiefen temperaturen - Google Patents

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DD149866A3
DD149866A3 DD20319178A DD20319178A DD149866A3 DD 149866 A3 DD149866 A3 DD 149866A3 DD 20319178 A DD20319178 A DD 20319178A DD 20319178 A DD20319178 A DD 20319178A DD 149866 A3 DD149866 A3 DD 149866A3
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DD20319178A
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Inventor
Heinz Limmer
Konrad Bormann
Anneliese Gerstmeyer
Guenter Stirnal
Hiltrud Taeubert
Manfred Gebauer
Gudrun Nette
Joachim Oswald
Original Assignee
Heinz Limmer
Konrad Bormann
Anneliese Gerstmeyer
Guenter Stirnal
Hiltrud Taeubert
Manfred Gebauer
Gudrun Nette
Joachim Oswald
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Abstract

Die bei der Erhoehung der Dieselkraftstoffausbeute durch Erhoehung des Siedeendes auftretende Verschlechterung des Kaelteverhaltens und die verminderte Ansprechbarkeit auf polymere Additivs wird geloest, indem als Grundkomponente 60 bis 90 Ma.-% eines Dieselkraftstoffs beliebiger Provenienz eingesetzt wird, der mit 0,001 bis 0,5 Ma.-% eines polymeren Additivs, insbesondere einem Aethylen-Vinylazetat-Kopolymeren mit einer mittleren Molekularmasse von 1000 bis 5000 und einem Vinylazetatgehalt von 5 bis 60 Ma.-% und mit 10 bis 39,5 Ma.-% eines aus der Entparaffinierung mittels Molsiebes aus verschiedenen Dieselkraftstoff-Schnitten erhaltenen Dieselkraftstoff versetzt wird. Als Grundkomponente koennen Dieselkraftstoff-Schnitte verschiedener Siedelage eingesetzt werden. Der entparaffinierte Dieselkraftstoff kann zu 30 bis 50 Ma.-% mit Petroleum versetzt sein. Die Zugabe des polymeren Additivs kann entweder direkt zu der Grundkomponente oder in der Zusatskomponente geloest erfolgen.

Description

Titel der Erfindun,
Dieselkraftstoff mit verbessertem Fließverhalten bei tiefen Temperaturen -
Anwendungsgebiet'der Erfindung
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Verbesserung des JPließverhaltens von Dieselkraftstoffen, die in Abhängigkeit von ihrer Provenienz besonders ".schwierig durch Additivs beeinflußbar sind«
Es ist bekannt j daß das Kälteverhalten von Mitteldestillaten durch die in ihnen enthaltenen Paraffine eingeschränkt wird, und daß der Gebrauchswert durch Additivierung erhöht werden kann (Ho Gondermann und EUHo Giere,(Chemische Zeitung) Chemiker Zeitung 97 (1973) 9 Sc 462-469)*
Geeignete Additivs werden Stockpunkterniedriger, in einigen Fällen auch Flxeßverbesserer genannt. Derartige Verbindungen sind z.B*:
Chlorierte Polyäthylene, Äthylen-Propylen-Mischpolymere, Kopolymere aus Äthylen mit Akryl- und Vinylestern,
I- 20319t
flüssige Kondensationsprodukte aus mehrfach ungesättigten Monoestern und aromatischen Kohlenwasserstoffen, Polyolefine, Polyestergemische, Polymethacrylate, Säureamide, alkylierte Naphthene, Terpolymere aus Äthylen, Vinylestern und Drittkomponenten, die allein oder im Gemisch eingesetzt werden· Sie erniedrigen sowohl den Stockpunkt als auch den Cold-Filter-Plugging Point (T. Coley et.al· J. Inst. Petroleum _52 (1966), 6, S. 173-189), in seltenen Fällen geringfügig den BPA-Punkt* Aus der großen Vielfalt der als Stockpunkterniedriger bzw. Fließverbesserer vorgeschlagenen Verbindungen haben nur wenige technische Bedeutung erlangt. Das sind neben Alkylnaphthalinen und Polymethakrylaten insbesondere Kopolymere des Äthylens mit Vinylestern und niederer Molekularmasse (USP 3048479). Es ist jedoch auch bekannt, daß die Additivs meist nur in ausgewählten Produkten wirksam sind und bei Änderung der Siedelage bzw» Provenienz teilweise Aktivitätsverluste zeigen (DWP 115 916), Das Wirksamkeitsoptimum der Additive hängt vom Festparaffingehalt und der Zusammensetzung der Mineralölprodukte ab«. Der Einfluß der Additivs ist bei Dieselkraftstoffen, die in herkömmlicher Weise unter Verwendung von Eoh-Dieselkraftstoffen mit einem Siedeende von ca. 633 K erhalten werden, wesentlich größer, als bei Dieselkraftstoffen, die unter Verwendung von Roh-Diese!kraftstoff en mit einem Siedeende von ca. 653 K erhalten werden«, Die Erhöhung der Siedelage verbessert die Dichte und Viskosität des Dieselkraftstoffes, was den Forderungen der Verbraucher entgegenkommt*
1 9 1
Andererseits kann eine Verschlechterung des Kälte-Verhaltens nicht toleriert werden, da unzureichendes Kälteverhalten einen störungsfreien Motorbetrieb während der kalten Jahreszeit nicht mehr garantiert. Da die Wirksamkeit der Additivs für unterschiedliche Dieselkraftstoffe häufig sehr verschieden ist, kann keine theoretische Voraussage der Wirksamkeit eines gegebenen Additivs auf einen bestimmten Dieselkraftstoff gegeben werden* ,„
Untersuchungen mit einem handelsüblichen Äthylen-Vinylazetat-Kopolymeren (PCA 5920 der Parainins Co) an Roh~Diese!kraftstoffen unterschiedlicher Provenienz bestätigen diese Erkenntnis.
Roh-DK Roh-DK Roh-DK Romaschkino Roumaila Iran heavy
Dichte (2O0C ) g/ml 0,848 0,825 0,829
Viskosität (20°C)eSt 6,29 5,51 4,88
226 235 235
382 378 352
+ 1 -4 - 8 - 7 - 11 - 18 0 - 8 - 13
SB 0C 0C C
SE 0C 0C
BPA- -Punkt °
Stockpunkt
CFPI
ο ijü 1G 7 iU 1V c> "-Ϊ c) & '·
2 0 3 19 1
+ 0,01 % PCA 5920 + 0,025 % PCA 5920
+ 0,05 % PCA 5920
η-Paraffine, gaschromatographisch %
-4
- 5
- 6
- 9
- 9
- 10
16,7 ' 21,1
- 15
- 16
- 16
18,7
Ziel der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Dieselkraftstoffen verschiedener Siedelage mit verbessertem Kälteverhalten, unabhängig von der Provenienz des Dieselkraftstoffes. .
Darlegung des Wesens der Erfindung
Es bestand die Aufgabe, zur Erhöhung der Dieselkraftstoff ausbeute durch Erhöhung des Siedeendes eine Möglichkeit der Verbesserung des Kälteverhaltens zu schaffen, die unabhängig von der Provenienz des Erdöls wirksam wird. Die Aufgabe wurde dadurch gelöst, daß man Dieselkraftstoffe im Siedebereich von 453 bis 673 K mit verbessertem Fließvermögen bei tiefen Temperaturen erhält, indem man als Grundkomponente 60 bis 90 Masse-% eines Dieselkraftstoffes beliebiger Provenienz mit 0,001 bis 0,5 Masse-% eines polymeren Zusatzstoffes, insbesondere mit einem Äthylen-Vinylazetat-Kopolymeren
T —
rait einer mittleren Molekularmasse von 1OOO bis 5000 und einem Vinylazetat-Gehalt von 5 "bis 60 Masse-% versetzt und erfindungsgemaß in Abhängigkeit von der Provenienz der Grundkomponente und damit in Abhängigkeit von der Ansprechbarkeit des polymeren Zusatzstoffes , auf die Grundkomponente mit 10,bis 39»5 Masse-% eines aus der Entparaffinierung mittels Molsieben von Dieselkraftstoff schnitten der Siedebereiche von 4-53 "bis 513 K und/oder 513 bis 593 K gewonnenen Dieselkraftstoff versetzt.
Die aus den Dieselkraftstoffschnitten mittels Molsieben entparaffinierte Zusatzkomponente ist weitgehend frei von η-Paraffinen und enthält nur Iso-Paraffine, Naphthene und Aromaten. Diese Zusatzkomponente ist besonders kältebeständig und unterstützt dadurch die Wirkung des polymeren Additivs und wirkt .außerdem günstig auf den BPA-Punkt der Gesamtmischung, der von dem Additiv nur geringfügig beeinflußt wird.
Als Grundkomponente können dabei verschiedene Diesel-,kraftstoffe verschiedener Siedebereiche und unterschiedlicher Provenienz eingesetzt werden» Die Zusatzkomponente kann zu'30 bis 50 Masse-% mit Petroleum verschnitten werden.
Die Zugabe des polymeren Additivs kann sowohl direkt in der Grundkomponente oder in der Zusatzkomponente gelöst erfolgen.
Mit der erfindungsgeraäßen lösung konnte das Tieftemperaturverhalten der als schwierig zu beeinflussenden oder auf Additivs kaum ansprechbaren Dieselkraftstoffe in befriedigendem Maße beeinflußt werden.
1 Q 1 a w ι
Ausführungs be is pie 1
lin aus Erdöl der Provenienz Eomaschkino erzeugter Roli-Dies elkraft st off (DK A) (Dichte bei 2O0C : 0,848 g/cm3) hat einen Cold Filter Plugging Point (CFPP) von 273 K, der durch den Zusatz von 0,03 # Additiv I auf 267 E und durch den Zusatz von 0,03 $ Additiv II auf 266 K erniedrigt wird,, Der n-Paraffingehalt des genannten Kraftstoffes beträgt' 16,7 $·
Ein aus Erdöl der Provenienz Koumaila erzeugter Roh-Dieselkraftstoff (DK B) (Dichte bei 2O0C : 0,825 g/cm3) hat einen CPPP von 265 Kj hier bewirken 0,03 % Additiv I und 0,05 % Additiv II eine Erniedrigung des CFPP auf 263 K. Der n-Paraffingehalt des DK B beträgt 21,1 #. Es wurden^Mischungen aus DK A und DK B hergestellt und in einigen Fällen mit einer durch Molsiebentparaffinierung erhaltenen weitgehend η-paraffinfreie η DK-Fra-lction (DK C) verschnitten* Yon ;jeder Mischung wurde der CFPP in Gegenwart und Abwesenheit der Additives I und II (Copolymerisate aus Äthylen und Vinylacetat) bestimmte
Die Ergebnisse sind in der Tabelle zusammengestellt?
Dieselkraftstoff Vo 1-96 DK C ohne . CFPP 0,03$ Additiv II
Vo 1-0 I DK A Vol-4 DK B Additiv 0,03$ Additiv I K AK
266 7
K K 263 2
0 273 267 6 266 3
100 0 0 265 263 2 264 7
0 100 0 269 265 4 259 10
50 50 0 271 264 7 258 13
60 40 10 269 260 9 259 8
40 50 10 271 259 12 .. <§ -~
50 40 20 267 258 9
40 40
- J.JUL

Claims (2)

1c Dieselkraftstoff im Siedebereich von 453 bis 673 mit verbessertem Fließverhalten bei tiefen Temperaturen, der als Grundkomponente 60 bis 90 Masse-% eines Dieselkraftstoffes beliebiger Provenienz mit 0,001 bis 0,5 Masse-% eines polymeren -Zusatzstoffes3 insbesondere einem Äthylen-Vinylazetat-Kopolymeren mit einer mittleren Molekülanlasse von 1000 bis 5000 und einem Vinylazetatgehalt von 5 bis 60 Masse-% enthält, gekennzeichnet dadurch, daß der Dieselkraftstoff in Abhängigkeit von der Provenienz der Grundkomponente und damit in Abhängigkeit von der Anspr.echbarkeit des polymeren Zusatzstoffes auf die Grundkomponente mit 10 bis 3995 .Masse-% eines aus der Entparaffinierung mittels Molsieben von Dieselkraftstoffschnitten der Siedebereiche von 453 bis 513 K und/oder 513 bis 593 K gewonnenen Dieselkraftstoff, der mit 30 bis 50 Masse-% Petroleum verschnitten werden kann, versetzt wird«
2. Dieselkraftstoff nach Punkt 1, gekennzeichnet da- _ durch, daß die Zugabe des polymeren Additivs sowohl direkt zu der Grundkomponente^aIs auch gemeinsam mit der Zuaatzkomponente erfolgt«
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