DD150443A1 - Verfahren zur herstellung eines polyurethan-schichtstoffes - Google Patents

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DD150443A1
DD150443A1 DD20031477A DD20031477A DD150443A1 DD 150443 A1 DD150443 A1 DD 150443A1 DD 20031477 A DD20031477 A DD 20031477A DD 20031477 A DD20031477 A DD 20031477A DD 150443 A1 DD150443 A1 DD 150443A1
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Hans Foeritz
Wolfram Hepperle
Albert Meyer
Manfred Pfeifer
Jochen Riedeberger
Ralf Schumann
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Hans Foeritz
Wolfram Hepperle
Albert Meyer
Manfred Pfeifer
Jochen Riedeberger
Ralf Schumann
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Polyurethan-Schichtstoffes, der fuer die verschiedensten Anwendungsgebiete einsetzbar ist. Ziel der Erfindung ist es, ein einfaches und oekonomisches Verfahren zu schaffen, dasz die Herstellung eines gegebenenfalls sehr duennen Polyurethan-Schichtstoffes mit abriebfester Oberflaeche und einstellbarer Gas- und Wasserdampfdurchlaessigkeit gestattet. Erfindungsgemaesz wird die Aufgabe dadurch geloest, dasz eine offenzellige Polyurethan-Weichschaumstoffbahn auf einer oder auf beiden Oberflaechen, vorzugsweise mittels einer direkten Gasflamme bei Temperaturen von 300 bis 1000 Grad C und einer Verweilzeit von 0,01 bis 2 s, angeschmolzen und anschlieszend mit einer Polyurethan-Folie, vorzugsweise einer auf das 7- bis 50fache irreversibel verpreszten Polyurethan-Weichschaumstoffolie, und gegebenenfalls anderen Materialien, zwischen Walzen mit oder ohne Druck, dauerhaft verbunden wird.

Description

Verfahren zur Herstellung eines Polyurethan-Schichtstoffes
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Polyurethan-Schichtstoffes, der für die verschiedensten Anwendungsgebiete geeignet ist, z«. B. im Haushalt, in der Möbelindustrie, in der Bekleidungsindustrie und in der Technik.
ChäTjycJLej?^
Gemäß DT-OS 2 248 813 wird ein Verfahren zum Herstellen eines Polyurethan-Schaurastoffgegenstandes beschrieben, bei dem Druck und Wärme auf eine Oberfläche eines Stückes aus nichtnetzartigem Polyurethanschaumstoff aufgebracht werden, um die Schaumstoffzellen in der Nähe der Oberfläche irreversibel teilweise so zum Kollabieren zu bringen, daß diese Oberfläche lyophil wird* Die Y/ärme und der Druck M5nnen mit Hilfe einer erwärmten Platte oder Walze auf die Genannte Oberfläche aufgebracht werden.
Diese Erfindung hat den Nachteil, daß bei Einsatz einer geheizten Walze- keine definierte Verdichtung möglich ist. Das Verfahren ist demzufolge nur diskontinuierlich durchführbar, wenn zufriedenstellende Eigenschaften des Polyurethan-Schauraatoffgegenstandea erreicht werden sollen.
Ziel der Erfindimg ist es? ein ökonomisches Verfahren zur Herstellung eines Polyurethan-Schichtstoffes mit einstellbarer Gas- und Wasserdampfdurchlässigkeife und abriebfester Oberfläche zu schaffen, mit dem euch die Herstellung sehr dünner Folien möglich ist·
Derlegungdee Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfaches imd ökonomisches "Verfahren zu schaffen,, daö die Herstellung eines gegebenenfalls sehr dünnen Polyurethan-Schichtstoffes· mit abriebfester Oberfläche und einstellbarer Gas- und Wasserdampf durchlässigkeit gestattet«, irfindungsgemäJß wird die Aufgabe dadurch gelöst» daß eine offenzellige Polyurethan^Weichschaumstoffbahn auf einer oder auf beiden Oberflächen- vorzugsweise mittels einer direkten Gasflamme bei (Temperaturen τοη 300 bis 1 000 0C und einer Verweilzeit von 0,01 bie 2 s, angeschmolzen und anschließend mit einer Polyurethan-=Polie, vorzugsweise einer euf das 7- bia 50-fache irreversibel verpreßten Polyurethan» Weichschaumstoffolie, und gegebenenfalls anderen Materialien, zwischen Walzen mit oder ohne Druck, dauerhaft verbunden wird c
Die Dicke der Schicht aus offenζeiligem Polyurethan-Weich» schaumstoff ist beliebig variierbar und abhängig vom Verwendungszweck« Die Dicke der Polyurethan-Folie ist jeweils abhängig von der gewünschten Gas« und .Wasserdampfdurchlässigkeit.
Die irreversibel verpreßte Polyurethan-Weichschaumstoffolie wird voraugsv?eise aus Polyurethan-Weichschaumstoff mit einer Dicke von 1 bis 80 mm, vorzugsweise·50 nim5 kontinuierlich zwischen zwei Stahlbslndern bei einer Temperatur von 200 bis 280 0Cj vorzugsweise 230 0C, einer Verweilseit von 2 bis 10 mine? vorzugsweise 3 min9s trad eiaem Verdichtungsverhältnis von 7 t
bis 50 ι 1 beidseitig durchgängig irreversibel verpreßt und anschließend zu Folien gespalten* Die obere und untere Deckschicht des irreversibel verpreßten Polyurethan-Weichschaura» etoffea wird vorteilhaft mit einer Dicke von 0,2 bis 0,6 mm beseitigt und einem anderen Verwendungszweck zugeführt, so daß eventuelle Verschmutzungen und Verkrustungen die Qualität der Folie nicht negativ beeinflussen können. Das Verdichtungsverhältnis der Schicht aus irreversibel ver» preßtem Polyurethan-Weichschaunistoff ist in Abhängigkeit vom eingesetzten Raumgewicht des Polyurethan-Weichschaumstoffes und der gewünschten Qualität des Polyurethan-Schichtstoffes veränderbar. Die irreversibel verpreßte Schicht aus PoIyurethan-Weichsohauinstoff kann ze B* durch Färben, Prägen, Beflocken, Aufrauhen oder andere Textil- und Lederverede« liffigsverfahren ein dekoratives Aussehen und dem späteren Einsatzzweck entsprechende Eigenschaften erhalten* Der verwendete Polyurethan-Weichschaumstoff kann ein Schaumstoff auf Polyesterbasis oder Polyätherbasis sein. Bevorzugt -wird ein Polyurethan-Weichschaumstoff auf Poly«
'S
esterbasis mit einem Raumgewicht von 15 bis 50 toj/m . Die Zusammensetzung ist dabei beispielsweise folgende: 100,0 Teile Polyesteralkohol auf der Basis Adipinsäure,
Diöl, Triol 4*0 Teile Wasser 1,5 Teile tertiäres Amin 44*0 Teile Toluylendiisocyanat
Es ist möglich, Vorder» und Rückseite des Polyurethan-Schichtstoffes aus Polyurethan-Weichschaumstoff gleicher oder von» einander unterschiedlicher Zusammensetzung erfindungsgemäß zu verbinden·
Das erfindungsgemäße Verfahren gestattet die Herstellung von Polyurethan-Schichtstoffen, die
z, B* aus einer Schicht aus offenzelligem Polyurethan-Weichschaumstoff und einer Oberfläche aus einer Polyurethan-Folie oder
- 4
B* aus einer Schicht aue offenzelligem Polyurethan-Weichschaumstoff und einer Vorder·» und Rückseite aus einer Polyurethan-Polie oder
Be aus einer Vorder» und Rückseite aus offenzelligem Polyurethan-Weichschairmstoff und einer eingeschlossenen Polyurethan»Folie oder
Be aus einer Schicht aua offenzelligem Polyurethan» Weichschaumstoff und einer Vorderseite aus Polyurethan» Folie und einer Rückseite aus anderem Material ζ* Ββ Polyurethan-Hartscheurastoff, Textilien u. a«, m. be«» stehen.
Beispiel 1s
Ein Block aus Polyurethan-Weichschaurastoff auf Polyesterbasis
und einem Raumgewicht von 28 kg/ra vourde gemäjß folgender Ziieammenaetzung seiner Bestandteile hergestellt?
10O5O Teile Polyesteralkohol auf Basia Adipinsäure, Diol,
Triol
4?ο Teile Wasser 1j5 Teile tertiäres Ämin
44*0 Teile Toluylendiieooyanat-Gemisch. (80 ί 20) Aue dem Block wurde in bekannter Weise jeweils eine Schäumtet off bahn mit einer Dicke von 50 mra und einer Dicke von 4 ram geschnitten. Die erste Schaumstoffbahn wird kontinuierlich in eine Doppelstahlbandanlage eingefahren und beiderseitig durchgängig verpreßte Die Temperatur der Stahlbänder beträgt bis 270 0C, die Verweilzeit 3 bis 6 min· und das Verdichtungs· verhältnis 9 t
Die verpreßte Schaumstoffbahn ^ird anschließend aufgespalten in Folien mit einer Dicke von 0?5 οιω* Die obere und untere Deckschicht der verpreßten Schaumatoffbafan wird mit einer Dicke von 0?2 bie 0*6 mm beseitigt und gäbb anderen Verraendungsss^eck zugeführt, *
Anschließend wird die zweite unverpreßte Schaumstoffbahn der gleichen Zusammensetzung mit einer Dicke von 4 mm gemeinsam mit der Folie durch zwei Walzen geführt und ver~ bunden. wobei vor ihrem Zusammentreffen die Oberfläche des Schaumstoffes auf der der Folie zugewandten Seite ohne thermische Zersetzung mittels einer Flamme im Temperaturbereich von 580 bis 700 0C und einer Verweilzeit von 0,15 bis 0,6 s angeschmolzen wird« Die Walzen waren so eingerichtet, daß sie den Schaumstoff gegen die Folie drückten, wobei beide Bahnen mit gleicher Geschwindigkeit liefen· Der erhaltene Polyurethan^Sehichtstoff wurde aufgewickelt und der Konfektionierung zugeführt.
Der erhaltene Polyurethan-Schichtstoff zeichnet sich aus durch eine offenzellige Vorderseite ohne Porenverformung und eine Rückseite mit guter Plüssigkeitsaufnahme, Luft- und V/asserdarapf durchlässigkeit« Durch das Verbinden beider Materialien mittels Anschmelzen des unverpreßten Polyurethan-Weichschaumstoffes wird die Qualität des Verbundes nicht negativ beeinflußt«
Der erfindungsgemäß hergestellte Polyurethan-Schichtstoff ist z. B. als leichtes, den Körper isolierendes Material, welches Schweiß aufsaugen kann, geeignet«
Beispiel 2s
Aus einem Polyurethan-V/eichschaumstoffblock gemäß Beispiel 1 wurden in bekannter Weise zwei Schaumstoffbahnen mit einer Dicke von 3 mm herausgeschnitten«
Außerdem wurde wie im Beispiel 1 eine verpreßte Schaumstoffbahn mit einem Verdichtungsgrad von 12 : 1 hergestellt und anschließend in Folien mit einer Dicke von 0,3 mm gespaltene
Danach erfolgte das Anschmelzen jeweils einer Oberfläche der offenzelligen Polyur-ethan-Weichschaumstoffbahnen und das Verbinden mit der'-Polyurethan-Folie wie bereits im Beispiel 1 beschrieben«
Es wuräe ein Polyurethan-Schichtstoff mit einer Einlage aus Polyurethan-Folie und auf beiden Oberflächen offenzelligem Polyurethan-Weichschaumstoff erhalten, die sich durch gute Formstabilität und gute mechanische Festigkeit auszeichnet und im Haushalt ze Be zum Aufwischen von P3.üssigkeiten von Gegenständen wie Geschirr usi, geeignet ist»
Beispiel 31
Es wurde wie in Beispiel 1 vorgegangen« Allerdings wurde eine Polyurethan-Weichschaumstoffolie mit einer Dicke von 0{,4 UHa und einem Verdichtungsgrad von 30 s 1 verwendet und mit einer offenzelligen Polyurethan-Weichschaumstoffbahn mit einem Rauinge^icht von 35 tej/nr wie bereits besehrieben verbundene, Anschließend wurde der Polyurethan-Schichtstoff auf der Folienseite elektrostatisch beflockt und die offenzellige Seite auf Trägermaterial aufgeklebte Auf diese Weise erhielt man einen Polyurethan-Schichtstoff, der sich insbesondere durch gute Schallschluckeigenschaften auszeichnet und vorteilhaft im Fahrzeugbau eingesetzt werden kann»
Beispiel 4s
Es wurde wie im Beispiel 1 vorgegangen«, Dieses Mal wurde jedoch eine offenzellige Polyurethan-Weichschaumstoffbahn mit einer Dicke von 80 mm und einem Raumgewicht von 22 kg/nr beidseitig mit einer Polyurethan-Weichschaumstoffolie mit einer Dicke von O54 mm und einem Verdichtungsgrad von 18 % nacheinander in der bereits im Beispiel 1 beschriebenen Weise verbunden,,
Ea wurde ein Polyurethan-Schichtstoff erhalten, der sich Zp Be gut als Matratze einsetzen läßt, wobei Gas- und Y/asserdampfdurchlässigkeit und hohe Abriebfestigkeit besonders günstig sind«
- 7 - 2 003 14
Beispiel 5 s
Es wurde= me im Beispiel 1 vorgegangen, wobei eine offenzellige Polyurethan-Weichachaumstoffbahn mit einer Dicke von 1,5 mm und eine eingefärbte Polyurethan-Weichschaum«· stoffolie mit einem Yerdichtungograd von 35 s 1 und einer Dicke von 0s5 nra verbunden wurde»
Anschließend wurde an die offenzellige Oberfläche des Polyurethan-Schichtetoffes ein Bsramsollgewebe angeschmolzen und als Grundlage für Lederimitationen verwendet*
„ 8 -

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung eines Polyurethan-Schichtstoffes mit abriebfester Oberfläche und einstellbarer Gas» und Wssserdampfdurchlässigkeit dadurch gekennzeichnet, daß eine offengellige Polyurethan-Weichschaumstoffbahn auf einer oder auf beiden Oberflächen, vorzugsweise mittels einer direkten Gasflamme bei Temperaturen von -300 bis 1 000..0C und einer Yervseilgeit von 0s01 bis 2 s, angeschmolzen und anschließend mit einer Polyurethan-Folie, vorzugsweise einer auf das 7to bis 50»fache irreversibel verpreßten Polyurethan-Weichschaumstoffolie, und gegebenenfalls ande» ren Materialien, zwischen f/alsen mit oder ohne Druck, dauerhaft verbunden wird.
DD20031477A 1977-07-28 1977-07-28 Verfahren zur herstellung eines polyurethan-schichtstoffes DD150443A1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4116040C2 (de) * 1989-11-24 2003-01-30 Weiss Gisbert Gmbh Textilverbundmaterial und Verfahren zu seiner Herstellung
DE102015000393A1 (de) 2014-01-21 2015-07-23 Frank Becher Verfahren zur Herstellung von geschlossen-porigen Erzeugnissen mit hohlen Zellen, mittels dessen der Druck in den Zellen kontrolliert während des Aufschäumens erhöht oder reduziert werden kann, sowie Erzeugnisse, die nach diesem Verfahren hergestellt werden

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4116040C2 (de) * 1989-11-24 2003-01-30 Weiss Gisbert Gmbh Textilverbundmaterial und Verfahren zu seiner Herstellung
DE102015000393A1 (de) 2014-01-21 2015-07-23 Frank Becher Verfahren zur Herstellung von geschlossen-porigen Erzeugnissen mit hohlen Zellen, mittels dessen der Druck in den Zellen kontrolliert während des Aufschäumens erhöht oder reduziert werden kann, sowie Erzeugnisse, die nach diesem Verfahren hergestellt werden

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