DD150995A3 - Einrichtung zum einstellen seitenverschiebbarer radsaetze - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft das Einstellen seitenverschiebbarer Radsaetze von Schienenfahrzeugen beim Befahren enger Gleisboegen. Es ist das Ziel der Erfindung, den Gesamtschwenkwiderstand gleichmaeszig auf alle Schieberadsaetze zu verteilen, eine negative Beeinflussung der Entgleisungssicherheit zu vermeiden und durch einen eindeutigen statischen Aufbau eine oekonomische Fahrzeugrahmenkonstruktion zu schaffen.Die Aufgabe wird dadurch geloest,dasz die Einrichtung der Richtkraefte von den Traversen ueber die Quertraeger des Fahrzeugrahmens in den Tragrahmen eingeleitet wird, und dasz zur Anlage der sich bei Kurvenfahrt in ihrer Lage verschiebenden Traversen die zwei Radsaetze verbindenden Queranschlaeger angeordnet sind. Die Einrichtung ist fuer Schienenfahrzeuge anwendbar.
Description
2 1 1 9 A 3 -i-
Titel der Erfindung
Einrichtung zum Einstellen seitenverschiebbarer Radsätze 5 Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Einstellen seitenverschiebbarer Radsätze, insbesondere in Schienenfahrzeugen, die bei mehr als zwei in einem starren Rahmen gelagerten Radsätzen das Befahren enger Gleisbogen bei gleichmäßiger Verteilung des Gesamtschwenkwiderstandes auf alle Radsätze ermöglicht.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es sind Einrichtungen zum Einstellen der Radsätze bekannt, bei denen jeweils zwei Radsätze am vorderen oder an beiden ffahrzeugenden miteinander durch oe zweiarmige Hebel verbunden sind, die jeweils um einen in ihrer Mitte liegenden und am !Fahrzeugrahmen angeordneten Drehzapfen nach links und rechts aus ihrer Mitellage ausschwenken können (Baldwin-Beuguiot-Gestell).
Auch sind Einrichtungen, bekannt, bei denen die Rückstellkraft durch die Anordnung von Rückstellfedern erzeugt wird (Krauss-Helmholtz-Gestell).
¥/eiterhin sind'Einrichtungen bekannt, bei denen ein vorlaufender Radsatz über eine Deichsel auf ein Beuguiot-Gestell einwirkt* Auf die Deichsel wirkt
_2_ 21 1943
eine Rückstelleinrichtung (Eckhardt-Gestell).
Die bekannten Einrichtungen beinhalten die gemeinsamen Nachteile, daß zur Erreichung einer angenähert ausgeglichenen Verteilung des Gesamtschwenkwiderstandes auf die Schieberadsätze und der Gewährleistung der Entgleisungssicherheit, zusätzliche Anordnungen von Hebeln und Lagerstellen, sowie eines Längenausgleiches für die die Radsätze verbindenden zweiarmigen Hebel, erforderlich sind· Daraus resultieren die weiteren Nachteile, daß Getriebe und Bremseinrichtungen umbaut werden müssen und dadurch ein für eine ökonomische Ausbildung erforderlicher eindeutiger statischer Aufbau der Tragkonstruktion nicht vorhanden ist·
Ziel der Erfindung
Die Erfindung hat sich zum Ziel gestellt, bei Schienenfahrzeugen mit mehr als zwei Radsätzen, die in einem starren Rahmen gelagert sind, den-beim Befahren enger Gleisbogen entstehenden Gesamtschwenkwiderstand gleichmäßig auf alle Schieberadsätze zu verteilen, eine negative Beeinflussung der Entgleisungssicherheit zu vermeiden und eine ökonomische Konstruktion des Tragrahmens zu schaffen·
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zu schaffen, die das Einstellen von mehr als zwei Radsätzen in einem starren Rahmen beim Durchfahren von engen Gleisbogen ermöglicht und durch die Einglied-.rigkeit des Fahrzeuges die Entgleisungssicherheit der führenden Radsätze vermieden wirde Dabei sind durch eine statisch eindeutigere Einleitung der aus dem Schwenk-
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widerstand herrührenden Richtkräfte eine übermäßige Beanspruchung der einzelnen Radsätze zu vermeiden und die statische und dynamische Belastung des Fahrzeugrahmens zu verringern· 5
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die zwischen je zwei Radsätzen zur Übertragung der vertikalen Kräfte angeordneten Traversen mit zur Übertragung der horizontalen Kräfte, von den Radsätzen auf den fahrzeugrahmen, genutzt werden» Zur gerichteten Einleitung dieser horizontalen Kräfte sind am Fahrzeugrahmen Queranschläge angeordnet. Die vorhandene Lagerung der Traversen auf den Achslagergehäusen und diese selbst, übernehmen beim Querverschieben der Radsätze den Längsausgleich der Traversen· Durch ein entsprechend großes Querspiel in den Achsführungen und den mittig oder außermittig zur Traverse am Fahrzeugrahmen angeordneten Queranschlag, wird eine gleichmäßige Verteilung der Richtkräfte ermöglicht. Die Rückstellung erfolgt über die vorhandene Fendelaufhängung·
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung wird an Hand eines Ausführungsbeispieles entsprechend der zugehörigen Zeichnung näher erläutert. Die Zeichnung zeigt:
Fig. 1: Vorderansicht eines Fahrzeugrahmens Fig. 2: Skelettdarstellung eines Fahrzeugrahmens
In einem Fahrzeugrahmen 1 sind seitenverschiebbare Radsätze 2 gelagert. Zur übertragung und zum Ausgleich der vertikalen Kräfte sind jeweils zwei Radsätze 2 mit einer Traverse 3 und einer Pendelaufhängung 8 verbundnn. Die Traversen 3 sind auf den Ach3lagergehäusen 4 gelagert.
Zur Übertragung der horizontalen Kräfte sind die Traversen
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mit den Achslagergehäusen 4 über Drehzapfen 5 verbunden· Zwischen den am Fahrzeugrahmen 1 angeordneten Queranschlägen 6 und den Traversen 3, ist das Spiel S-] und zwischen den Achslagergehäusen 4 und dem Fahrzeugrahmen 1, das Spiel Sp vorhanden·
Beim Durchfahren eines Gleisbogens legen sich die Traversen 3'--auf der Bogenaußenseite nach der Überbrückung des Spieles S- am Queranschlag 6 des Fahrzeugrahmens 1 an·
Der Queranschlag β kann dabei als weitere Variante auch an der Traverse angeordnet sein« Die Richtkräfte werden auf die durch die Traverse 3 miteinander verbundenen Radsätze 2 verteilt· Über die Queranschläge 6 und die Querträger 7 erfolgt eine für die Bemessung der Tragkonstruktion des Fahrzeugrahmens 1 materialökonomisch günstige Einleitung der horizontalen Kräfte·
Claims (1)
- 2 1 1 9.4 3 -5-ErfindungsanspruchEinrichtung zum Einstellen seitenverschiebbarer Radsätze, insbesondere für Schienenfahrzeuge, bei denen jeweils zwei Radsätze durch Traversen verbunden sind, gekennzeichnet dadurch, daß zur Einleitung der Richtkräfte bei Querverschiebung der Radsätze (2) in den Rahmen (1), Traversen (3) und Querträger (7)9 sowie am Rahmen (1) oder/und an den Traversen (3)5 fluchtend zu den Querträgern (7), Queranschläge:-: (6) angeordnet sind.Hierzu !Seite Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD21194379A DD150995A3 (de) | 1979-04-02 | 1979-04-02 | Einrichtung zum einstellen seitenverschiebbarer radsaetze |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD21194379A DD150995A3 (de) | 1979-04-02 | 1979-04-02 | Einrichtung zum einstellen seitenverschiebbarer radsaetze |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD150995A3 true DD150995A3 (de) | 1981-09-30 |
Family
ID=5517453
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD21194379A DD150995A3 (de) | 1979-04-02 | 1979-04-02 | Einrichtung zum einstellen seitenverschiebbarer radsaetze |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD150995A3 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB2155423A (en) * | 1984-03-08 | 1985-09-25 | Takraf Schwermasch | Horizontal support arrangement for the wheel sets of a rail crane |
| DE102012109443B4 (de) * | 2012-10-04 | 2015-07-09 | Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. | Fahrwerksanordnung für Schienenfahrzeuge |
-
1979
- 1979-04-02 DD DD21194379A patent/DD150995A3/de not_active IP Right Cessation
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE102012109443B4 (de) * | 2012-10-04 | 2015-07-09 | Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. | Fahrwerksanordnung für Schienenfahrzeuge |
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